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Die Päpstin

zur OFDb   OT: Päpstin, Die

Herstellungsland:Deutschland, Italien, Spanien (2009)
Genre:Drama, Historie
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,88 (8 Stimmen) Details
04.01.2012
Jason
Level 19
XP 7.781
Vergleichsfassungen
Kinofassung ofdb
Label Constantin Film, DVD
Land Deutschland
Freigabe FSK 12
Laufzeit 142:19 Min. (135:06 Min.) PAL
TV-Langfassung ofdb
Label ARD HD, Free-TV
Land Deutschland
Freigabe FSK 12
Laufzeit 159:14 Min. (158:28 Min.) PAL


53 Änderungen insgesamt
im Einzelnen:

- 35 Erweiterte Szenen (Langfassung) = 23 Min. 48 Sec.
- 1 Erweiterte Szene (Kinofassung) = 6 Min. 27 Sec.
- 5 Alternative Szenenabläufe
- 12 Alternative Einstellungen



Der Film


Ob man die kurze, päpstliche Amstzeit der sich im 9. Jhd.n.Chr. als Johannes Anglicus ausgebenden Johanna nun als Legende abtut, welche bestenfalls zur unterhaltsamen Märchenerzählerei taugt, oder die seit dem 13. Jhd.n.Chr. immer wieder auftauchenden Niederschriften über diese sensationelle Begebenheit tatsächlich für wahr und somit als mit einen der (nicht eben wenigen) grössten Skandale der Katholischen Kirche annimmt - grundsätzlich interessanter Erzählstoff ist es in jedem Fall. Dachte sich wohl auch die US-amerikanische Buchautorin Donna Woolfolk Cross und machte es vor roundabout 15 Jahren zum Thema ihres ersten Buches; "Die Päpstin" verkaufte sich alleine hierzulande über fünf Millionen Mal und ist auch heute noch eines der zehn beliebstesten Bücher.
Constantin Film liess sich schon ziemlich früh die Kinorechte zusichern, und so entstand unter der Regie von Sönke Wortmann 2009 der gleichnamige Kinofilm mit Johanna Wokalek (bekannt durch einige TV-Produktionen und Kinofilmen wie "Barfuss" oder "Der Baader Meinhof Komplex") in der titelgebenden Hauptrolle. Und obwohl beide nicht wirklich erste Wahl waren (dazu gleich mehr), konnten sich bei uns 2,5 Millionen Kinozuschauer für diese Produktion begeistern - mit Komödien oder historischem Stoff lässt sich der deutsche Kinogänger eben nach wie vor noch am ehesten in die Lichtspielhäuser locken.

Dabei ist das sich vornehmlich mit der Jugend der späteren "Vertreterin" Gottes auf Erden beschäftigende Werk zwar durchaus opulent ausgestattet, teils recht bildgewaltig inszeniert und durchweg solide gespielt; nichtsdestotrotz wähnt man sich deutlich eher in recht elegischem Erzählkino denn in einem spannenden Historienepos. Die oftmals dokumentarisch anmutenden Dialog- & Handlungsszenen wirken - wohl doch eher unfreiwillig - nicht selten wie Spielfilmsequenzen aus einer gut gemachten Dokumentation; auch darstellerisch verstärkt sich dieser Eindruck noch, wenn international bekannte Darstellergrössen wie David Wenham oder John Goodman bspw. ihren Charakter ordentlich darbieten, aber leider weder drehbuch- noch rollentechnisch an sich wirklich hervorstechen oder gar Akzente setzen können.
An diesen Punkten scheideten sich auch die bekannten Kritiker, und selbst Autorin Donna W. Cross war der Meinung, dass "Hollywood mit ihrem Buch viel härter umgegangen wäre". All dies sollte geneigte Interessenten aber nicht von einer Sichtung des Streifens abhalten - das wenig reisserische bzw. aktionsgeladene Moment mal aussen vor gelassen, ist "Die Päpstin" eine durchaus interessante, mögliche Rekonstruktion des Lebenswegs einer Legende der Geschichte - ob man nun daran glaubt oder nicht.



Die Fassungen


Ursprünglich war der sich mit historischen und literarischen Stoffen bestens auskennenden Volker Schlöndorff als Regisseur und die deutlich starträchtigere Franka Potente für die Hauptrolle von "Die Päpstin" vorgesehen. Nun wollte die Münchener Constantin Film diesen Streifen aber als sogenannten Amphibienfilm drehen lassen, bei dem man eine kürzer geschnittenen Kinofassung einen - bisher fast immer zweiteiligen - TV-Film in einer speziellen Langfassung folgen lässt (so geschehen bei Der Untergang, Der Baader Meinhof Komplex, Die Buddenbrooks oder John Rabe etwa). Das ist üblicherweise eine gewinnträchtige Situation für alle Beteiligten, da man vom Startblock weg einen TV-Sender als spendablen Co-Produzenten mit dabei hat, der Verkauf der TV-Rechte logischerweise auch von vorne herein in trockenen Tüchern ist und sich darüber hinaus deutsche TV-Filme im Ausland deutlich besser verkaufen lassen als hierzulande entstandene Kinofilmproduktionen.
Nun benötigt man für zwei verschiedene Schnittfassungen eines Films auch zwei verschiedene Drehbuchversionen; gerade eine zweiteilige TV-Produktion etwa muss zum Ende des ersten Teils hin einen Spannungsbogen schlagen und einen interessanten Cliffhanger aufweisen, der den Zuschauer dazu animiert, auch beim nächsten Mal wieder einzuschalten. "Die Päpstin" wurde entgegen früherer Planungen für die TV-Auswertung der Langfassung dann allerdings als Einteiler konzipiert, und beim Verleiher war man der Ansicht, dass ein Drehbuch ausreichen und "sich der Rest schon im Schneideraum ergeben" würde. Schlöndorff war entrüstet und machte den Kardinalsfehler, diese Art & Weise öffentlich zu kritisieren - was die vorzeitige Auflösung des Arbeitsverhältnisses zwischen ihm und Constantin Film zur Folge hatte. Sein Nachfolger Sönke Wortmann hatte dagegen deutlich weniger Probleme damit, die von Schlöndorff favorisierte Franka Potente wurde durch Johanna Wokalek ersetzt, und der Entstehung des Films stand nichts mehr im Wege.

Ähnlich wie bei den eben genannten Filmen fehlen der Kinofassung von "Die Päpstin" keine wirklich elemtaren Elemente, welche die TV-Langfassung nun gnädigerweise wieder hinzufügt. Allerdings wirkt letztere deutlich runder & vom Verlauf der Geschichte her sinnvoller in den Szenenabfolgen, wo die Kinofassung doch mehr als nur einmal recht abgehackt bzw. sprunghaft daherkommt. Gerade der lange, sich mit der Kindheit der kleinen Johanna beschäftigende Teil des Films, welcher erwartungsgemäss auch den Löwenanteil der zusätzlichen Szenen zeigt, verdeutlicht in der Langfassung die Hin- & Hergerissenheit zwischen ihrem erfürchtigen Gottesglauben und den aus ihrer Geistesschärfe heraus wachsenden Zweifel an der Unfehlbarkeit der Kirche und ihren Geistlichen bzw. deren oftmals offenkundig ungerechte Auslegung der Bibel sehr viel mehr als die dahingehend in den entsprechenden Ansätzen steckenbleibende Kinofassung. Auch die Intrige von Anastasius & seinem Vater Arsenius gegenüber Papst Sergius oder Johannas leidenschaftlicher Einsatz für die Verbesserung der Lebensumstände der Armen & Schwachen in Rom sind dort um einiges besser herausgearbeitet, ebenso wie die über die Jahre hinweg wachsende Liebesbeziehung zwischen ihr & Graf Gerold.

So stellt die verlängerte TV-Version von "Die Päpstin" letztlich die in der Fassungsfrage zu bevorzugende Filmvariante dar; wen die eher gemächliche Erzählweise der Kinofassung schon nicht (unnötigerweise) abschreckt, ist mit der Langfassung summa summarum besser bedient.
Bis dato ist noch keine DVD-Veröffentlichung der TV-Langfassung angekündigt, eine solche wird aber sicherlich wie gewohnt nicht allzu lange auf sich warten lassen.


Verglichen wurde die ungeschnittene Kinofassung (FSK 12) mit der erweiterten ARD HD TV-Langfassung (FSK 12) vom 19.12.2011 um 20:15 Uhr.

Meldungen:
Die Päpstin - Constantin lässt Langfassung prüfen (17.09.2010)
Die Päpstin - Langfassung feiert Premiere in der ARD (19.12.2011)

mehr Informationen zu diesem Titel

0:20
Alternativer Szenenablauf (Erweiterung TV-Fassung)
Die Kinofassung zeigt die erste Aussenansicht der Stadt Rom etwas länger als die TV-Langfassung; nach einer Schwarbildüberblendung folgt eine kurze Alternativeinstellung vom Stadtinneren. Dann folgt eine weitere Schwarzbildüberblendung (15 Sec.).



Die TV-Langfassung dagegen zeigt Bischof Arnaldo auf seinem Weg durch die Stadt und diversere Räume bzw. Gänge des Klosters (75 Sec.).


60 Sec. (TV-Fassung länger)

1:01
Alternativer Szenenablauf (Erweiterung TV-Fassung)
Die Kinofassung verbleibt länger in der etwas entfernteren Rückeinstellung, während der Mönch & Bischof Arnaldo die Stufen zum nächsten Raum hinaufgehen. Dann blättert der Bischof bereits in Nahaufnahme in der ungebundenen Abschrift, während der Mönch im Off erklärt, er könne sich so viel Zeit nehmen, wie er möchte (16 Sec.).



Die TV-Langfassung wechselt bereits früher in die nähere Fronteinstellung des höher gelegenen Raums. Bischof Arnaldo legt zunächst die ungebundenen Seiten frei und blättert bereits früher darin (dabei wird u.a. auch die zuvor schon erwähnte Nahaufnahme verwendet). Dann seufzt er laut auf, woraufhin der Mönch fragt, ob es ihm missfällt. Der Bischof erwidert, er solle unbesorgt sein, da er nichts anderes erwartet habe. Der Mönch bietet dem Bischof an, die Abschrift noch einmal genau zu studieren, bevor sie gebunden wird, obgleich diese seiner Aussage nach mit grösster Sorgfalt erstellt wurde. Der Bischof nimmt dankend an.
Der Mönch erklärt dann auch hier onscreen, dass er sich so viel Zeit nehmen kann, wie er möchte (60 Sec.).


44 Sec. (TV-Fassung länger)

4:43
Erweiterung TV-Fassung
Johannas ältere Brüder müssen vor ihrer Behausung einen lateinischen Psalm aufsagen, während ihr Vater Holz hackt. Die zwei Wassereimer herantragende Johanna setzt sich etwas abseits und spricht heimlich mit, nachdem ihr Vater von den Jungs verlangt, dass sie ihn wiederholen sollen. Dann sollen die beiden den Psalm aufschreiben; während ihre Brüder damit beschäftigt sind, fällt der Blick des Vaters auf seine hinter ihm sitzende Tochter. Er mahnt sie an, ihrer Arbeit nachzugehen, woraufhin Johanna wieder aufsteht und die Wasserkübel in Richtung des Hauses trägt.
40 Sec.


5:14
Alternativer Szenenablauf (Erweiterung TV-Fassung)
In der Kinofassung sieht man den kleinen Johannes aus der Rückeinstellung heraus vom Haus weggehen, dann kommt Johanna bereits die Stufen hoch, um sich neben Matthias zu setzen (6 Sec.).
Die TV-Langfassung zeigt zunächst eine Fronteinstellung der beiden nebeneinander sitzenden Brüder, dann klappt Johannes sein Schreibutensil zusammen und steigt entnervt die Stufen hinab. Er läuft in einer Seiteneinstellung an der kleinen Johanna vorbei, die gerade eine Ziege melkt. Sie stellt daraufhin die Arbeit ein, läuft zur Treppe und nimmt auch die ersten Stufen hoch zu Matthias noch in dieser Einstellung (21 Sec.).
15 Sec. (TV-Fassung länger)

Kinofassung:TV-Langfassung:


6:18
Erweiterung TV-Fassung
Während die Eltern schlafen, bringt Matthias seiner kleinen Schwester heimlich bei, wie man ihren Namen schreibt.
Die Folgeeinstellung im Wald beginnt in der Kinofassung etwas früher als in der TV-Langfassung.
35,5 Sec.


7:38
Erweiterung TV-Fassung
Die kleine Johanna steigt in der regnerischen Nacht aus ihrem Bett, sieht kurz nach ihren Brüdern und kriecht dann unter die Decke ihrer Mutter. Sie möchte eine Geschichte hören, und nachdem ihre Mutter ein paar zur Auswahl aufgezählt hat, erwidert Johanna, dass sie die vom "grossen Wotan" hören möchte. Ihre Mutter erklärt, dass sie über ihn nicht sprechen dürfen, weil ihr Vater keine anderen Götter neben jenem duldet, zu dem er betet. Johanna meint, dass die anderen Götter auch viel Gutes tun und "ihrem" Gott dies doch nicht missfallen könne. Das zaubert ein Lächeln auf das Gesicht von Johannas Mutter; sie meint, dass wenigstens in ihr das Blut ihrer Ahnen fliessen würde und sie niemandem davon erzählen darf, wenn sie ihr die Geschichte von Wotan nun erzählt.

In der Kinofassung wurden hier lediglich Johannas Sätze "Erzähl mir eine Geschichte." und "Die von Wotan." über die vorhergehende Ausseneinstellung des Hauses im Regen gelegt, dann beginnt ihre Mutter bereits mit der Geschichte.
88 Sec.


9:55
Erweiterung TV-Fassung
Johannas Vater betet auf Knien für seinen kranken Sohn Matthias, steht auf und geht dann zu dessen Bett. Der Rest der schweigsamen Familie beobachtet ihn verschüchtert dabei. Dort sagt er seinem Sohn onscreen, dass er beten muss und Gott ihn erhören wird.

In der Kinofassung wurde eben diese Aufforderung stattdessen über die vorhergehende Ausseneinstellung des Hauses gelegt.
32 Sec.


10:01
Alternative Einstellung
Die Kinofassung wechselt zu einer kurzen Ansicht vom Rest der Familie, die TV-Langfassung verbleibt beim am Bett sitzenden Vater.
Kein Zeitunterschied

Kinofassung:TV-Langfassung:


12:17
Erweiterung TV-Fassung (Alternative Einstellung)
Aesculapius ergänzt noch, dass doch der Hirte die Herde versammelt, nicht umgekehrt, und dass seine Beine diesen Tagesmarsch wohl noch verkraften, wenn sie ihn nach wie vor von Byzanz nach Mainz tragen können. Johannas Vater bittet den Schulmeister, über Nacht ihr Gast zu sein.

In der Kinofassung wurde der Satz "Ihr seid der Schulmeister, ich hätte zu euch kommen müssen." über die vorhergehende, entferntere Einstellung des Hauses gelegt; in der TV-Langfassung wird dafür schon früher zur erweiterten Szene umgeblendet.
18 Sec.


12:46
Alternativer Szenenablauf (Erweiterung TV-Fassung)
In der TV-Langfassung erklärt Aesculapius bereits zuvor, dass er selten so ein umfangreiches Wissen wie in der Bibliotgek von Mainz vorgefunden habe; Johannas Vater erwidert, auch er habe dort viele erleuchtende Stunden verbringen dürfen. Dabei werden u.a. Einstellungen von Johannas schlafender Mutter bzw. den Tieren im Haus gezeigt.
Zudem wird der folgende Dialog über die Werke von Plato in den jeweiligen Fassungen in unterschiedlichen Einstellungen dargeboten.
12 Sec. (TV-Fassung länger)

Kinofassung:TV-Langfassung:


18:19
Erweiterung TV-Fassung (Alternative Einstellung)
Aesculapius erklärt Johanna, dass die Christen noch 300 Jahre lang im Römischen Reich verfolgt wurden und erst mit Kaiser Konstantin eine Zeit kam, in der jeder seine Religion frei ausüben durfte. Johanna fragt, ob ihr Kaiser diese Regel nicht einfach hätte übernehmen können.

Die Kinofassung blendet etwas später in die Ferneinstellung von Aesculapius & Johanna um. Diese Einstellung läuft dort dann auch etwas länger, während er ihr hier bereits von der Akademie in Athen zu erzählen beginnt; die TV-Langfassung wiederum wechselt dafür eher zu der Szene, in der Aesculapius, Johanna & Johannes einen Korb flechten.
17,5 Sec. (TV-Fassung länger)



19:09
Erweiterung TV-Fassung (Alternative Einstellung)
Aesculapius, Johanna & Johannes werden beim Unterricht vom Vater der Kinder überrascht, der meint, sie sollen den Unterricht beenden, um das "wahrhafte Wirken Gottes" bezeugen zu können. Die Dorfgemeinschaft trifft sich an einem nahe gelegenen See, wo Johannas Vater - der Dorfpriester - die von zwei Männern festgehaltene Hebamme beschuldigt, den Gürtel des Müllers gestohlen und ihm mit "teuflischen Kräften" Schmerzen beigebracht zu haben. Das sie (recht überzeugend) leugnet, ist für ihn der Beweis, dass sie einem der berüchtigten, mittelalterlichen "Hexentests" unterzogen werden muss: Ihr werden die Hände auf dem Rücken zusammengebunden, dann wird sie von den beiden Männern ins Wasser geworfen.
Da sie nicht wieder auftaucht und ihre "Unschuld" somit bewiesen ist, spricht Johannas Vater die Frau schliesslich selig. Die Versammlung löst sich langsam auf; Aesculapius versucht Johanna mit dem Hinweis zu trösten, dass die Hebamme nicht lange gelitten hat. Die fragt sich, warum Gott so etwas zulassen kann und dass sie ihn gerne verstehen würde. Aesculapius erwidert, sie solle sich auf der Suche nach eben diesen Antworten nicht von ihrem Weg abbringen lassen, auch wenn ihr die Menschen immer wieder vorwerfen werden, dass es sündhaft sei, Gottes Urteil zu hinterfragen - denn wenn Vernunft & Wissen von Gott gegeben sind, dann können auch nur diese Gaben zu ihm führen.

Die Kinofassung zeigt hier lediglich kurz eine entfernte Einstellung des Dorfes, über die bereits der erste Satz des Folgedialogs von Aesculapius über den neuen Schulmeister gelegt wurde.
188 Sec. (TV-Fassung länger)



22:09
Erweiterung TV-Fassung
Johanna verweilt in zwei verschiedenen Einstellungen am Grab von Matthias und fragt sich im Zwiegespräch mit Gott, warum er zugelassen hat, dass ihr Bruder sie unterrichtet und er Aesculapius zu ihr geschickt hat, wenn dieses Wissen nun zum Verkümmern verdammt sein soll.

Der letzte Teil dieses Monologes wurde in der TV-Langfassung über die Ankunft des Reiters im Dorf gelegt.
22 Sec.


26:41
Erweiterung TV-Fassung
Johanna spricht mit ihrem toten Bruder an dessen Grab. Sie versteht nicht, warum Johannes auf die Schule gehen muss, wo er es doch gar nicht will und sie nichts lieber täte oder warum ihre Mutter den Boten des Bischofs angelogen hat. Abschliessend erklärt sie, dass sie nicht dort bleiben wird.
21 Sec.


27:36
Erweiterung TV-Fassung
Johanna kniet kurz vor dem toten Boten des Bischofs und läuft dann zu ihrem Bruder. Johannes will wissen, was sie nun tun sollen; Johanna erwidert, sie können auf keinen Fall zurück. Ihr Bruder meint, er wolle nicht an die Domschule oder Gelehrter werden, woraufhin Johanna zu Bedenken gibt, dass ihr Vater ihn in dem Fall sicher in ein Kloster stecken würde und er das ja wohl auch kaum wolle. Alternativ schlägt sie vor, sich nach Dorstadt durchzuschlagen und dabei gegenseitig zu helfen.
29 Sec.


30:19
Erweiterung TV-Fassung (Alternative Einstellung)
Man sieht den Bischof noch länger lachen; Odo erwidert, dass es (griechisch) eine heidnische Sprache sei. Der Bischof bestätigt dies und ergänzt, dass einfach jedes Wort, dass Odo von sich gibt, zwangsläufig richtig ist.

In der Kinofassung wird die Folgeeinstellung der zu Odo schauenden Johanna in den jeweiligen Fassungen aus unterschiedlichen Kamerawinkeln gezeigt. Des Bischofs Nachfrage "Hab ich Recht, Odo?" ist ebenfalls über eine Folgeeinstellung von Johanna gelegt worden.
7,5 Sec.


32:39
Erweiterung TV-Fassung
Gerold & Johanna kommen durch das Burgtor auf die Brücke. Johanna dankt dem Grafen für die Güte, sich bei ihm aufzunehmen; der erwidert, er danke ihr dafür, Griesgram Odo mal so verblüfft erlebt haben zu dürfen. Er steigt auf sein Pferd und fragt, ob sie diese Tiere mag; Johanna bejaht, ergänzt aber, dass sie noch nie auf einem reiten durfte. Gerold meint, dass es dann wohl an der Zeit wäre, hilft ihr hoch und die beiden reiten los.
30,5 Sec.


33:41
Erweiterung TV-Fassung
Johanna läuft zu Gerold und meint, sie wolle ihm eigentlich nicht so sehr zur Last fallen. Der Graf erwidert, er habe auch wahrlich wichtigeres zu tun als sie täglich nach Dorstadt zu bringen, weshalb sie bald reiten lernen und ihr eigenes Pferd bekommen werde. Gerolds Töchter rufen ihrem Vater nach, er möge doch bitte ein schönes Stück Stoff für eine neue Haube mitbringen; der erwidert, dass er kaum etwas von Stoffen oder Hauben versteht. Johanna ruft ihnen zu, dass sie an seiner Stelle nach dem Unterricht Ausschau halten wird.
Dann tritt Richilde im Hintergrund aus dem Tor und mahnt ihre Kinder an, die Stickereien zu beenden und das Tageslicht zu nutzen. Sie schaut Johanna & ihrem Mann missmutig nach.
49 Sec.


35:27
Erweiterung TV-Fassung
Während ein Hengst für den Verkauf auf dem Markt beschlagen wird, fragt Graf Gerold Johanna, ob sie für ihn wohl einen guten Preis bekommen werden - und ob sie das Fohlen wohl gleich mitverkaufen sollten. Johanna schaut erschrocken, auch das Fohlen wird scheinbar unruhig. Gerold signalisiert durch sein Lächeln, dass er nur gescherzt hat; Johanna lächelt zurück.
25,5 Sec.


40:29
Erweiterung TV-Fassung
Johanna fragt, ob Gerold wirklich gehen muss; der erwidert, er müsse seine Lehnspflichten schon erfüllen, wenn er seine Ländereien behalten will. Ausserdem hätten seine Töchter ja noch ihre "grosse, kluge Schwester", wenn ihm etwas zustossen würde. Dann erzählt er ihr noch, dass Richilde wohl recht schnell über seinen Tod hinwegkäme, da sie sich als Kinder versprochen wurden und nie geliebt hatten. Das müsste Johanna seiner Meinung nach aber auch problemlos aufgefallen sein.
32 Sec.


44:22
Erweiterung TV-Fassung
Richilde antwortet noch, dass Johanna nun kein Mädchen mehr sei, sondern eine Frau geworden ist und es sich nicht länger gezieme, dass sie mit ihr unter einem Dach wohnt.
7,5 Sec.


44:52
Erweiterung TV-Fassung
Der Bischof meint schon zuvor "Das ist er wohl kaum.".
2 Sec.


44:54
Erweiterung TV-Fassung
Der Bischof ergänzt noch, dass ihm ohne die Einwilligung des Grafen nicht wohl bei der Sache wäre.
4,5 Sec.


45:01
Erweiterung TV-Fassung (Alternative Einstellung)
Richilde versucht den Bischof länger von ihrer Idee zu überzeugen, Johanna ohne die Einwilligung ihres Gatten zu verheiraten, doch der lehnt weiter ab und duldet keine Diskussion darüber. Daraufhin erklärt die Gräfin, dass sie nicht bloss als Bittstellerin vor ihm steht und erinnert den Bischof daran, dass ihr Vetter der fromme & gläubige Bischof von Utrecht ist und wohl kaum erfreut wäre, von Dingen "ausserhalb seiner Amtszeiten" zu erfahren. Der Bischof fragt, ob sie ihn tatsächlich erpressen will, was Richilde kalt lächelnd bestätigt.
Szenenwechsel: Der Sohn des Schmieds läuft zu Johanna und erklärt, dass die Herrin sie sehen will.

Die Kinofassung zeigt hier nur eine kurze Einstellung des Bischofs, welche auch in der erweiterten Szene der TV-Langfassung vorkommt und über die der letzte Teil von Richildes Erklärung gelegt ist, dass sie der Vormund von Johanna sei und daher über ihr Schicksal entscheiden könne. Von der Erpressung erfährt man dort also nichts.
56,5 Sec.


45:51
Erweiterung TV-Fassung
Richilde ergänzt noch "Da er zu weichherzig ist, um es dir zu sagen, muss ich das für ihn übernehmen." Johanna schaut entsetzt und schüttelt ungläubig den Kopf.
9,5 Sec.


46:03
Erweiterung TV-Fassung (Alternative Einstellung)
Richilde ergänzt noch, dass Gerold Johanna vermutlich vorgemacht habe, dass ihre Ehe nur noch Schein und ihr Bett kalt sei; aber wie sollte sie es als Bauerntrampel aus einem Stall auch besser wissen.

Die Kinofassung verwendet eingangs zudem bei dem Rest von Richildes vorhergehender Dialogzeile "...daran bin ich längst gewöhnt." eine andere Kameraperspektive als die TV-Langfassung.
17,5 Sec.


53:31
Erweiterung TV-Fassung
Ein Gefolgsmann überreicht Graf Gerold das Hochzeitskleid von Johanna.
16,5 Sec.


59:02
Erweiterung TV-Fassung
Johannas Lehrmeister erklärt ihr, dass der Abt ganz nach den Lehren ihres Gründers, des Heiligen Benedikt, handelt. Johanna erwidert, dass Benedikt in dem Fall auch Regeln aufgestellt hat, die nicht mit Gottes Geboten vereinbar sind und dass jeder Mensch die Freiheit besitzen sollte, so zu leben wie er leben möchte.
19 Sec.


1:27:56
Erweiterung TV-Fassung
Anastasius tritt in das Gemach des Papstes und kniet sich neben Johanna an dessen Bett. Er bestätigt ihr, dass sie Wunder wirkt und fragt, was sie für ihre Dienste verlangt. Johanna erwidert, dass es eine Ehre sei, dem Heiligen Vater zu helfen und dass sie für ihre Berufung niemals einen Lohn verlangen würde. Anastasius meint, dass das eine dem anderen doch nicht zwangsläufig im Wege stehen müsste und er mit Sicherheit ruhiger schlafen könnte, wenn er auch ihren (bzw. "seinen") Preis kennen würde.
47 Sec.


1:35:22
Erweiterung TV-Fassung
Papst Sergius siniert in Gegenwart von Johanna darüber, ob die Ankunft von Kaiser Lothar wohl die Strafe für seine Sünden sei; Johanna entgegnet, es sei eher eine Prüfung. Der Papst überlegt weiter, ob er als Vertreter Gottes auf Erden nun vor Lothar auf die Knie fallen und um Verzeihung bitten oder aber einen Kampf zwischen den 200 Gardisten auf seiner und der Armee auf des Kaisers Seite heraufbeschwören soll. Johanna erwidert, es gäbe vielleicht noch einen dritten Weg.
40 Sec.


1:49:18
Erweiterung TV-Fassung (Alternative Einstellung)
Hier wurden in der TV-Langfassung mehrere komplette Szenen am Stück wieder eingefügt:
Zunächst erklärt Graf Gerold Johanna noch, dass er nun ein freier Mann ist und auch sie frei sein kann. Zudem will er jeden Abend zum Sonnenuntergang an diesem Platz auf sie warten. Dann verlässt er Johanna, steigt auf sein Pferd und reitet davon.
Einen Moment später entdeckt sie einen entkräfteten Jungen, der mühevoll zwei Wassereimer trägt. Sie hilft ihm mit einem der Eimer und trägt ihm diesen in ein Elendsviertel, wo die gebefreudige Johanna sogleich von vielen Bedürftigen belagert wird. Sie verspricht, dass der Papst von diesem Elend erfahren wird und es abgewendet werden wird. Dabei bemerkt sie das längst nicht mehr funktionsfähige Aquädukt.



Szenenwechsel: In einer Sitzung der Geistlichen unter der Leitung von Papst Sergius macht sich Johanna für den Stopp des Hauses von nur noch mehr "unnützen Gotteshäusern" und die Erneuerung des Aquäduktes stark, um das Überleben der Menschen in den Armenvierteln zu sichern. Erzbischof Eusthasius ist erzürnt und denkt, dass dies viel zu viel Geld verschlingen würde und es dabei gar nicht sicher sei, dass es diesen Menschen wirklich so schlecht ginge. Schliesslich ergreift Anastasius das Wort und vermittelt scheinbar zwischen den Parteien, indem er beiden Recht gibt und vorschlägt, mit dem Bau von neuen Kirchen so lange zu warten, bis das unverzichtbare neue Aquädukt fertiggestellt ist, und bis dahin nur die Gotteshäuser zu sanieren, bei denen es am notwendigsten ist.
Der Papst erhebt sich, würdigt diesen Vorschlag als sehr weise und veranlasst, dass es so gehandhabt wird. Die Versammlung wird aufgelöst; Arsenius beglückwünscht Anastasius zu diesem geschickten Schachzug. Der erwidert, dass die günstige Lage dieses Vorgehen unverzichtbar gemacht habe und fragt dann, ob sein Vater "ihren Mann" schon habe. Der schreitet daraufhin eilig von dannen.



Szenenwechsel: Johanna erklärt in einem inneren Monolog während des Gebets verständnisvoll, dass der Herr ihr in dem Moment ihrer grössten Zerrissenheit diese Aufgabe zugewiesen hat und möchte, dass sie ihrer Bestimmung und nicht ihrem Herzen folgt - fragt aber auch zweifelnd, warum es das eine ODER das andere sein muss.
Dann besucht sie erneut die Ruinenstätte, wo Graf Gerold wie versprochen am frühen Abend auf sie wartet. Die beiden umarmen sich; Johanna bemerkt freudig, dass Gerold ein zweites Pferd für sie mitgebracht hat (wohl das geschenkte Fohlen aus ihrer Jugendzeit bei ihm).



Die Kinofassung zeigt eingangs nur eine kurze, zum ersten Bild vom Beginn der kompletten Erweiterung analoge Alternativeinstellung, in welcher Gerold allerdings nicht weiterspricht. Dann folgt bereits der Szenenwechsel auf den gemeinsamen Ausritt; so gesehen recht geschickt zusammengeschnitten.
254 Sec.

1:51:40
Erweiterung TV-Fassung
Während die Kinofassung langsam schwarz ausblendet, ist Johanna in der TV-Langfassung noch einen Moment länger am Sterbebett des Papstes zu sehen; dann fragt sie, wo der päpstliche Kammerdiener ist. Mit Fackeln laufen Johanna & eine Gefolgschaft durch die dunklen Gänge zu dessen Zimmer - wo der Mann mit durchgeschnittener Kehle in einer Blutlache am Boden liegt. Dann wird auch hier langsam ins Schwarzbild übergeblendet.
23 Sec.


1:51:55
Erweiterung TV-Fassung (Alternative Einstellung)
In der TV-Langfassung dauert die Ansprache von Erzbischof Eusthasius noch etwas länger an, während sich Johanna weiter ihren Weg durch die Masse nach vorne bahnt: "...deines Stellvertreters auf Erden. Leite uns in unserer Entscheidung, im Namen der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit - Amen!" Die Menschen sprechen das Amen nach, man bekreuzigt sich.

In der Kinofassung wird die erste Einstellung der sich durch die Masse kämpfenden Johanna noch gezeigt; über diese Einstellung wurde der Beginn des Folgedialogs vom Erzbischof "Das Gesetz sieht vor..." gelegt. In der TV-Langfassung sieht man ihn diese Dialogzeile am Ende der Szenenerweiterung onscreen sagen.
18 Sec. (TV-Fassung länger)



1:52:02
Alternative Einstellung(en)
Aufgrund der vorherigen Erweiterung der TV-Langfassung sind hier nun ob der weiteren Szenenabfolge in den jeweiligen Versionen (bei gleichbleibender Lauflänge) andere Einstellungen zu sehen, während der Erzbischof weiterspricht.
Kein Zeitunterschied

Kinofassung:TV-Langfassung:


1:52:32
Alternative Einstellung
Die Kinofassung verbleibt in der Einstellung des Römers, die TV-Langfassung fügt einen Zwischenschnitt auf Gerold ein.
Kein Zeitunterschied

Kinofassung:TV-Langfassung:


1:52:45
Erweiterung TV-Fassung
Der Römer ergänzt noch, dass alle Eigenschaften seines Charakters Anastasius für den Thron empfehlen.
4 Sec.


2:01:48
Erweiterung TV-Fassung
Anastasius & Arsenius halten in einer Gartenanlage ein Zwiegespräch ab. Der Sohn hält den neuen Papst für weich, weil er sich Kaiser Lothar unterworfen hat; der Vater erwidert, dies war vielmehr sehr geschickt, denn: Auf diese Weise hält "Johannes" sich den Despoten vom Leib und schwächt damit automatisch die Position der Aufrührer. Anastasius will sich nicht geschlagen geben und lässt keinen Zweifel daran, dass er das Amt des Papstes wenn nötig auch mit Gewalt an sich reissen wird, sobald "Johannes" auch nur den kleinsten Fehler begeht. Arsenius dagegen hebt die Qualitäten des neuen Papstes hervor und warnt davor, sich auf dem Weg zum ersehnten Ziel erneut vor Gott zu versündigen; schliesslich merkt er zudem an, dass es vielleicht Gottes Wille war, dass Anastasius mit seinem Vorhaben scheitert.
Der hat genug gehört, trennt sich von seinem Vater im Streit und erklärt noch, dass er lange genug auf ihn gehört habe und dies in Zukunft nie wieder tun werde.
120 Sec.


2:03:07
Alternative Einstellung
Die Kinofassung fügt hier einen Zwischenschnitt auf Anastasius ein, die TV-Langfassung verbleibt bei der Einstellung des Redners.
Kein Zeitunterschied

Kinofassung:TV-Langfassung:


2:06:07
Erweiterung TV-Fassung
Gerold sucht Johanna auf und erklärt ihr, dass die Stimmung sich gegen den Papst wendet und sie nun wirklich aufbrechen sollten. Johanna bittet ihn, noch einen Tag abzuwarten, da sie die Gläubigen am höchsten Feiertag des Jahres nicht alleine lassen und noch die Ostermesse lesen möchte. Gerold erwidert, sie habe die Zeit, die man ihr gab, gut genutzt, was ein Lächeln auf Johannas Gesicht zaubert.
22 Sec.


2:15:06
Alternativer Szenenablauf (Erweiterung Kinofassung)
Die Kinofassung verbleibt während des Abspanns deutlich länger in der Vogelperspektive des Stadtinneren, während langsam nach und nach Crediteinblendungen erfolgen. Nach einer ganzen Weile wird dann in ein Schwarzbild übergeblendet, wo der Rest des Abspanns gezeigt wird. In der TV-Langfassung erfolgen die Crediteinblendungen über dem bewegten Bild sowie der Übergang zum Schwarzbild viel schneller; zudem wird dort nur ein auf einen Bruchteil der Zeit zusammengeraffter Abspann gezeigt.
387 Sec. (Kinofassung länger)
Cover der deutschen FSK 12 DVD (Kinofassung):


Kommentare

04.01.2012 00:05 Uhr - tobi44
1x
User-Level von tobi44 2
Erfahrungspunkte von tobi44 42
Ein Mammut SB.
Danke dafür

04.01.2012 00:24 Uhr - generalcartman
ich fand den film eigentlich recht gut, nur war er etwas in die länge gezogen und langweilte an vielen passagen. daher finde ich die langfassung mehr als unnötig, hätte man sich sparen können!

04.01.2012 01:50 Uhr - 573f4n
Was für ein Rotzfilm, total langweilig, historisch nicht korrekt, aber das konnte man sich auch schon vorher denken. Man merkt außer gleich dass es nur darauf abzielt das Christentum und insbesondere dabei die römisch-katholische Ausprägung und den Vatikan in den Dreck zu ziehen, denn all zu Stereotyp sind die Charaktere und ihre Handlungen und Wortwahl. Das zieht sich durch den ganzen Film, durch so gut wie jede Szene, wie ein ständiger Unterton, wie schlecht und überkommen die christliche Religion und vor allem der Vatikan doch sei. Man schaue mal zum Vergleich Filme wie "Von Menschen und Göttern", die es auch hin und wieder mal gibt, aber die sind eher selten.

04.01.2012 09:23 Uhr - sterbebegleiter
04.01.2012 - 01:50 Uhr schrieb 573f4n
Was für ein Rotzfilm, total langweilig, historisch nicht korrekt, aber das konnte man sich auch schon vorher denken. Man merkt außer gleich dass es nur darauf abzielt das Christentum und insbesondere dabei die römisch-katholische Ausprägung und den Vatikan in den Dreck zu ziehen, denn all zu Stereotyp sind die Charaktere und ihre Handlungen und Wortwahl. Das zieht sich durch den ganzen Film, durch so gut wie jede Szene, wie ein ständiger Unterton, wie schlecht und überkommen die christliche Religion und vor allem der Vatikan doch sei. Man schaue mal zum Vergleich Filme wie "Von Menschen und Göttern", die es auch hin und wieder mal gibt, aber die sind eher selten.


Der Vatikan IST schlecht. Darüber brauch man auch nicht weiter diskutieren. jedenfalls nicht mit mir.
Abgesehen davon fand ich den Film echt langweilig. Da sind TV Produktionen, wie "Die Wanderhure" interessanter gewesen.

04.01.2012 10:05 Uhr - burzel
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egal ob Wanderhure oder Päpstin. Beides war für mich verzichtbar. Erstere wegen der unglaubwürdigen Schauspieler, zweiter wegen der unglaubwürdigern Darstellung. Ich bin der Ansicht, für solche Filme braucht man ein Händchen. Das ist beiden Regisseuren meies Erachtens nicht gegeben.

04.01.2012 10:17 Uhr - deNiro
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04.01.2012 - 01:50 Uhr schrieb 573f4n
Was für ein Rotzfilm, total langweilig, historisch nicht korrekt, aber das konnte man sich auch schon vorher denken. Man merkt außer gleich dass es nur darauf abzielt das Christentum und insbesondere dabei die römisch-katholische Ausprägung und den Vatikan in den Dreck zu ziehen, denn all zu Stereotyp sind die Charaktere und ihre Handlungen und Wortwahl. Das zieht sich durch den ganzen Film, durch so gut wie jede Szene, wie ein ständiger Unterton, wie schlecht und überkommen die christliche Religion und vor allem der Vatikan doch sei. Man schaue mal zum Vergleich Filme wie "Von Menschen und Göttern", die es auch hin und wieder mal gibt, aber die sind eher selten.


Versteh auch nicht ganz was genau du mit "historisch nicht korrekt" und einem kritischen bzw. negativen Unterton meinst? Das Religion, besonders die katholische, kritisch unter die Lupe genommen werden sollte, steht denke ich außer Frage.Ich denke der Film übt Kritik an der Kirche bzw. dem Vatikan mit seiner intoleranten, korrupten und menschenverachtenden Geschichte, und nicht an der Religion als solche.

04.01.2012 10:47 Uhr - Xavier_Storma
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Ihr wisst schon, dass es sich hier um eine Romanverfilmung handelt... die auf einer Legende basiert? Seit wann müssen die historisch korrekt sein?

Der Film gehört mit DER UNTERGANG und DER BAADER/MEINHOF KOMPLEX zu den besseren deutschen Filmen der letzten Jahre. Ja, es hat seine Längen, dafür sind die Schauspieler hervorragend, die Kostüme und Kulissen stimmig, und der Schnitt und die Regie auf bestem Hollywood-Niveau.

04.01.2012 11:58 Uhr - Raskir
Kann Xavier nur zustimmen. Der Film ist wirklich gut. Ich hatte wegen der m.M.n. schlechten Romanvorlage keine großen erwartungen und wurde von einer hervorragenden Johanna Wokalek positiv überrascht.
Für mich eines der Beispiele, dass es doch möglich ist, gute deutsche Filme zu produzieren.

04.01.2012 12:53 Uhr - KoRn
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dieses "historisch inkorrekt" kann ich als negativ argument auch nicht verstehen.
ähnlich beim film amadeus, da wird das oftmals auch angeführt. aber mal im ernst, das sind unterhaltungsfilme & keine dokus. die erheben keinen anspruch auf historische korrektheit. sie wollen nur eine geschichte erzählen & wählen dabei halt nunmal diese geschichtlichen hintergründe. aber deshalb heißt das nicht das das 1zu1 mal so passiert ist.
deswegen muß es aber kein schlechter film sein. ganz im gegenteil sogar. amadeus zb find ich einen klasse film. historisch inkorrekt oder nicht, das tut dem keinen abruch.

04.01.2012 13:09 Uhr - Evil Wraith
Warum muss ich bei dem Kostüm der Ollen nur an Star Wars denken...?

04.01.2012 19:09 Uhr - Caligula
hehe,
nur das Padmé Amidala 10 Mal besser aussieht!!!

04.01.2012 21:22 Uhr - 573f4n
Genau, an Amidala musste ich auch denken.

Was mich störte war eben dass er eben als Film über angebliche historische Tatsachen, die halt von der bösen bösen Kirche verheimlicht wurden, aber als eine wahre Legende weiterlebte, vermarktet wurde. Natürlich erwartete ich keinen historisch korrekten Film, drum schrieb ich ja dass man es sich denken konnte. Aber so eine stereotype verfälsche Darstellung des Mittelalters inkl. so ziemlich aller antikirchlichen Cliches tat dann doch weh. Oder hat jemand in dem ganzen Film auch nur einen positiven Aspekt des Vatikans oder allgemeiner des christlichen Glauben erkennen können?!? Wie gesagt meiner Ansicht nach von Anfang bis Ende sehr einseitig, hat fast schon solche propagandistische Qualitäten wie bestimmte Vorbehaltsfilme über das Judentum.

04.01.2012 22:36 Uhr - Xavier_Storma
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Nun... Ganz ehrlich. Ohne das ganze in eine religiöse Diskussion zu verwandeln. Ich selbst bin katholisch groß geworden, habe aber mit der Institution Kirche wirklich nichts mehr am Hut. Und etwas Positives kann ich ihr auch nicht abgewinnen.
Sie ist schlicht nicht mehr zeitgemäß. Veraltete Moralvorstellungen und weltfremde Geistliche locken nicht wirklich mit ihren weltfremden Predigten.
Und zur Kritikaufnahme sind sich die Herren auch zu fein.
Nee ganz ehrlich. Positives? Wo denn? Weltweit Hungern Menschen und der Vatikan hortet Reichtümer... da würden die Schatzmeister einiger EU Staaten neidisch werden. So praktiziert man also christliche Nächstenliebe.

Würde es sich im Berufszeignis nicht einigermaßen nützlich machen. Würde ich aus dem rk Club schleunigst austreten.

06.01.2012 13:12 Uhr - 573f4n
@Xavier Storma

Die angebliche Weltfremdheit und angeblich veraltete Moralvorstellungen zeigen doch nur wie weit wir uns von den christlichen Wurzeln und ihren Moralvorstellungen entfernt haben. Und das ist nicht gut! Jeder lebt seinen Egoismus voll aus, keiner ist mehr bereit sich einzuschränken, alles ist erlaubt, ja sogar legal, selbst die größten Perversitäten und Ausbeuterei wie Prostitution, Abtreibung und sogar Verführung Minderjähriger (außer natürlich von Klerikern, da ist man dann obermoralisierend und hebt den Zeigefinger). Wenn es ein Politiker wie Daniel Cohn-Bendit macht und sogar stolz in einem seiner Bücher beschreibt wie er mit Kindern Sexspielen im Kindergarten gemacht hat stört es aber niemanden.

Es gibt in Deutschland kaum Kinder mehr weil die deutschen Frauen lieber Karriere machen wollen. Kommt ein Verkehrsunfall dazwischen, gleich abtreiben lassen. Dafür haben dann die moslimischen Mütter dafür umso mehr. Das wird sich alles irgendwann rächen. Gottes Mühlen mahlen langsam. Die Frauen die heute keine Schürze tragen wollen, werden irgendwann dafür mal Kopftücher tragen müssen. "Islam gehört zu Deutschland", wie unser (Noch)Bundespräsident treffen formuliert hat. Da "zu" wird in ein paar Jahrzehnten wegfallen. Aber wir sind so egoistisch nur an heute zu denken, an hedonistische Lustmaximierung und nicht an unsere Enkelkinder, so wir überhaupt welche haben werden. Lohnt sich mal darüber nachzudenken.

07.01.2012 14:01 Uhr - The_Surgeon
573f4n

Fakt ist eins: Die römisch katholische Kirche hat eine sehr dunkle Vergangenheit, in der im Namen Gottes, alles noch so menschverachtende durchgesetzt wurde...
Beispiele: Die Kreuzzüge, die Hexenverfolgung,...
Das kann man nicht schönreden... genauso wie man die Zeit des Nationalsozialismus nicht schönreden kann !

Viele haben ihre Macht einfach schamlos ausgenutzt und nicht immer im Sinne Gottes, sondern in ihrem ganz persönlichen Sinne gehandelt.



Einige Entscheidungen heute sind einfach untransparent oder einfach unzeitgemäß. Müssen in Afrika tausende Menschen an Aids sterben, nur weil die christliche Kirche es nicht erlaubt Kondome zu benutzten. Es kann zwar jeder handeln wie es ihm beliebt, aber wenn man gläubiger Christ ist, würde man das ein oder andere Mal auch Rückhalt von der Kirche erwarten.
Die Zeiten haben sich geändert. In vielen Dingen, wie ich dir gestehen muss in eine schlechte Richtung, aber vieles auch in die Gute. Und da muss die Kirche ansetzten und vielleicht das ein oder andere überdenken.

Anhänger und Kirche fühlen sich sofort angegriffen, wenn Kritik fällt. Kritik ist aber wichtig, deshalb sollte sie offen ihr gegenüber sein und nicht stur immer die selbe Richtung einschlagen, nämlich genau das führt dazu, dass die Anhänger immer immer weniger werden.

Jeder macht Fehler und das sollte man eingestehen...

Wenn ich die Worte des Papstes zum Thema Kindermissbrauch von Geistlichen höre ... Reden um den heißen Brei, aber nichts tun !


Deinen zweiten Absatz kann ich nur teilweise nachvollziehen. Ja es gibt weniger Kinder, aber soll man deswegen allen Frauen ihren Wunsch nach Beruf und Karriere verwehren. Das ist ganz alleine eins ...Frauenverachtend ! Viele Frauen leben ihr Berufseben und kriegen trotzdem noch Kinder.

Mit dem Abtreiben gebe ich dir recht, das finde ich persönlich auch alles andere als richtig. Wer seinen "Spass" hat muss auch mit den Folgen zurecht kommen. Das ist einfach die Verantwortung die wir alle mit uns tragen.



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