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Wang Yu - Sein Schlag war tödlich

zur OFDb   OT: Long hu men

Herstellungsland:Hongkong (1970)
Genre:Eastern
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,83 (12 Stimmen) Details
23.12.2015
Muck47
Level 35
XP 38.934
Vergleichsfassungen
Deutsche VHS
Label UFA, VHS
Land Deutschland
Freigabe ungeprüft
Laufzeit 82:15 Min. PAL
Deutsche DVD
Label T.V.P. (The Vengeance Pack), DVD
Land Deutschland
Freigabe ungeprüft
Laufzeit 86:06 Min. PAL
Vergleich zwischen der gekürzten deutschen VHS von UFA und der ungekürzten deutschen DVD von T.V.P. (The Vengeance Pack)


- 22 Schnitte
- Schnittdauer: 473,6 sec (= 7:54 min)

Wie bei den meisten Celestial-Mastern gibt es bei der deutschen DVD etliche kleine unbedeutende Fehlmomente zu Beginn/Anfang von Einstellungen, welche die in der Summe um knapp 4 Minuten geringere Laufzeitdifferenz zwischen den beiden in gleicher Geschwindigkeit laufenden Fassungen erklären.



Der international als The Chinese Boxer bekannte Klopper aus dem Jahre 1970 zählt sicher zu den bekanntesten Produktionen der Shaw Brothers Studios. In Deutschland ist er mittlerweile auch ungekürzt ab 16 Jahren freigegeben, hat aber eine kuriose Zensurgeschichte hinter sich. Die hier verglichene VHS dürfte der ursprünglichen deutschen Kinofassung entsprechen und war bereits um einige Handlungsszenen sowie ein paar kleine Gewaltspitzen gekürzt. Zu Gesicht bekommen hat sie auf der großen Leinwand offenbar kaum einer, denn wie es im ofdb-Eintrag zur stärker gekürzten Zweit-Kinofassung heißt:

Dieser Film war am 7. Dezember 1973 der erste Film überhaupt, der nach dem damals gerade neu eingeführten § 131 StGB beschlagnahmt wurde (AG München). Am 15.03.1974 wurde die Einziehung der Kopie verfügt und 13 Schnitte von „grausamen und unmenschlichen“ Szenen (Vergewaltigung, abgeschlagener Kopf, blutspuckende Kämpfer) angeordnet.

Da es sich wie gesagt um eine Kino-Beschlagnahme handelte und dies lange vor den üblichen Indizierungen und BPJM-Reporten geschah, ist dieser Umstand in letzteren gar nicht aufgeführt. Wie man im Super-8-Eintrag wiederum nachlesen kann, waren hier diverse der für die freigegebene Kinofassung zusätzlich entfernten Szenen erstmals zu sehen, bevor sie dann auf VHS auch auftauchten. Geschnitten war die Fassung dort aber eben immer noch und mit der ungeschnittenen FSK 16 DVD von M.i.B. schien das Leid ein Ende zu haben - wie bei so vielen anderen M.i.B.-VÖs lag der Film hier ärgerlicherweise aber nur nicht gerade hochwertig komplett neu synchronisiert vor.

Glücklicherweise nahm sich T.V.P. dem Genreklassiker später aber nochmal an und veröffentlichte ihn ungekürzt mit Originalsynchro und Untertiteln für die fehlenden Dialogstellen (die Neusynchro ist der Vollständigkeit halber optional aber auch auswählbar und man veröffentlichte das Ganze trotz FSK 16-Freigabe in ungeprüfter Form). Also doch noch alles gut ausgegangen und der vorliegende Schnittbericht dient somit nur als kleines historisches Dokument, was damals selbst in der vorliegend gekürzten Form bereits als Verstoß gegen §131 StGB gewertet wurde.


Dank für die Bereitstellung des Vergleichsmaterials geht an spannick !



Laufzeitangaben sind nach dem Schema
Deutsche VHS / Deutsche DVD (TVP)
angeordnet
Weiterer Schnittbericht:
TV ab 18 - Uncut

mehr Informationen zu diesem Titel

Dieser Schnittbericht hat mehrere Seiten
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Logos / Credits

Auf DVD noch Celestial/Shaw-Hinweise zu Beginn (26,1 sec - nicht in Schnittdauer einbezogen).
Im Anschluss unterscheiden sich die Credits.


Deutsche VHSDeutsche DVD



14:42 / 14:27-16:17

Der Meister erzählt den Schülern noch mehr über sein Vorhaben: Er will die chinesische Kampfkunst als stolze Tradition weiter führen und äußert sich kritisch zu den letzten Vorfällen. Sie als seine Schüler sollten nur kämpfen, wenn sie damit einen guten Beitrag zur Gesellschaft leisten können.
Ein Schüler meint daraufhin, dass Diao gedroht hätte, mit weiteren Karate-Experten zurück zu kommen und will deshalb mehr über Karate erfahren. Der Meister erklärt nun, dass Karate vor langer Zeit von ihrem Kung Fu heraus entstanden sei. Erst nach jahrtausendelanger Weiterverarbeitung der chinesischen Kampftechniken in Japan sei daraus Karate entstanden.

109,6 sec (= 1:50 min)



16:06 / 17:39-17:41

Kleiner Vorlagenfehler, das Essen wird früher im Wok zubereitet.

2,4 sec



17:06 / 18:41-19:08

Lei Mings Meister spricht noch kurz zu Lei Ming und Tsiao: Er hat die Beiden zusammen aufwachsen gesehen und freut sich drauf, im nächsten Jahr einen Termin für ihre Hochzeit auszusuchen.

27,1 sec



27:44 / 29:29-29:38

Ishihara rammt dem Schüler noch die Fäuste in den Magen und es knackst etwas, als er sie umdreht. Der Schüler sackt blutverschmiert zusammen.

8,7 sec



28:00 / 29:53-30:02

Wohl ein längerer Vorlagenfehler: Lei Ming und Ishihara stehen sich etwas länger gegenüber, bevor ersterer angreift.

9,2 sec



29:06 / 31:07-31:12

Kita fragt Ishihara kurz um Erlaubnis sich der Sache anzunehmen. Der sagt zu.

5,4 sec



31:31 / 33:29-33:36

Riecht wieder nach unbeabsichtigtem Schnitt: Man sieht den Baddie einen eigentlich unbedeutenden Moment länger am Boden, dann noch eine Totale Geprügel.

6,8 sec



32:01-32:10 / 34:04

Verdient bei der Länge eine Erwähnung: Eingeleitet mit einem kleinen Jumpcut (womöglich schon der Grund für das komplette Weglassen beim Celestial-Master) ist die Aufnahme am Strand bei der deutschen VHS deutlich länger. Es wird auf die Leute zugefahren.

+ 9,3 sec




32:35 / 34:18-34:22

Mehr Sand landet im Grab.

3,8 sec



45:42 / 46:53-48:17

Mehr Dialog zwischen Lei Ming und Tsiao Lin. Lei Ming meint, dass es nur Ärger gäbe, seitdem die Japaner in der Stadt sind. Er möchte sie gerne besiegen und als Tsiao Lin dann nachfragt, wie er gegen ihre Kampfkünste ankommen will, erinnert er sich an die Szene mit dem Meister zu Beginn. Die genannten Techniken möchte er sogleich trainieren und beschreibt noch, was er dazu braucht.

83,9 sec (= 1:24 min)



50:17 / 52:34-53:02

Diao spricht etwas länger und will sich um das Casino kümmern. Kita meint daraufhin, dass er noch ein paar Samurai aus Japan herbringen wird - mit Geld sei das alles kein Problem.

28 sec
Dieser Schnittbericht hat mehrere Seiten
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Kommentare

23.12.2015 00:04 Uhr - Xaitax
Für so nen alten Trash wurde das Bild aber sehr sehr gut restauriert. Mit Glück kommt irgendwann noch ne 4-K-Scan BluRay...

23.12.2015 01:08 Uhr - babayarak
User-Level von babayarak 2
Erfahrungspunkte von babayarak 58
Ist filmisch aber nicht so ein Highlight, die Handlung ist richtig abgelutscht und die Action auch nicht berauschend.

Die Choreographie ist ein Scherz und besteht fast nur aus einfachen geraden Schlägen, was man hier im Schnittbericht sieht sind die einzigen Höhepunkte in diesem schwachen Filmchen.

23.12.2015 02:55 Uhr - Fang Shih Yu
Gilt übrigens als einer der ersten Eastern die nahezu Komplett auf Waffenkämpfe bzw. Swordfight verzichtet haben. Deswegen sieht die Choreographie auch so schwach aus, Jimmy Wang Yu und auch Lo Lieh sind ja keine gelernten Kampfkünstler.

23.12.2015 04:12 Uhr - D-Chan
Ich will jetzt nicht ein komplettes Genre über einen Kamm scheren...
aber kann es sein, das in den meisten Eastern die ungeschriebene Regel galt: "Kampf-Choreographie: gut bis hervorragend / Schauspiel: so la la"?
Oder hatte man in China andere Sehgewohnheiten? :|

;3

23.12.2015 07:51 Uhr - Mc Claud
23.12.2015 01:08 Uhr schrieb babayarak
Ist filmisch aber nicht so ein Highlight, die Handlung ist richtig abgelutscht und die Action auch nicht berauschend.

Die Choreographie ist ein Scherz und besteht fast nur aus einfachen geraden Schlägen, was man hier im Schnittbericht sieht sind die einzigen Höhepunkte in diesem schwachen Filmchen.


Ist doch ein Scherz oder?
Dieser Film ist einer der besten von Wang Yu überhaupt. Er gehört für mich zu den besten Eastern seiner Zeit.
Die Vhs war damals grausam verstümmelt gewesen. Worauf man bei diesem Titel achten muss ist das man sich die richtige Auflage mit der alten deutschen Synchro holt.Die neue Synchro ist Müll.

23.12.2015 10:21 Uhr - Mc Claud
23.12.2015 02:55 Uhr schrieb Fang Shih Yu
Gilt übrigens als einer der ersten Eastern die nahezu Komplett auf Waffenkämpfe bzw. Swordfight verzichtet haben. Deswegen sieht die Choreographie auch so schwach aus, Jimmy Wang Yu und auch Lo Lieh sind ja keine gelernten Kampfkünstler.


Nein ein gelernter Kampfkunstexperte ist Wang Yu nicht. Ich glaube er war Soldat gewesen und seine Choreographien gehen immer in wilden Prügeleien unter. Aber egal er ist für mich eine asiatische Mischung aus Bud Spencer und Rocky Balboa :)

23.12.2015 10:53 Uhr - Mc Claud
Ich finde des schade das Wang Yu heute kaum noch Filme macht. Er hat vor ein paar Jahren zusammen mit Donnie Yen in Dragon mitgespielt.Außerdem hatte Wang Yu einen kleinen Auftritt in Pain and Gain gehabt. Der Maskenbildner hätte einen Oscar verdient sowas habe ich noch nie gesehen. Wang Yu sah aus wie in den 70 er .
PS: Für mich ist Wang Yu die absolute Nummer zwei was Easternfilme angeht.Vor ihm ist sehe ich nur Bruce Lee. Aber von der Ausstrahlung steht Wang Yu Bruce Lee in nichts nach.
Meine fünf Lieblingsdarsteller was Easternfilme angeht:
1.Bruce Lee
2.Wang Yu
3. Jackie Chan
4.Yuan Hsiao Tien
5.Michelle Yeoh

23.12.2015 11:58 Uhr - alex_wintermute
Bei den Damen finde ich Cheng Pei-pei grandios.

23.12.2015 12:04 Uhr - alex_wintermute
Bei den Herren überrascht mich immer wieder John Liu, seine Beinarbeit ist phänomenal.

23.12.2015 13:34 Uhr - KarateHenker
1x
DB-Helfer
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23.12.2015 10:53 Uhr schrieb Mc Claud
Außerdem hatte Wang Yu einen kleinen Auftritt in Pain and Gain gehabt. Der Maskenbildner hätte einen Oscar verdient sowas habe ich noch nie gesehen. Wang Yu sah aus wie in den 70 er .



Falls du den Motivationstrainer meinst: Das war Ken Jeong, nicht Wang Yu.

23.12.2015 14:09 Uhr - babayarak
User-Level von babayarak 2
Erfahrungspunkte von babayarak 58
@ Mc Claud

Ja es ist einer der ersten Eastern mit Kung Fu aber das heißt nicht, dass der Film gelungen ist!!!!!!!!!!!!

Der Film ist von der Handlung und Action her, extrem schlecht und kann mit Granaten wie Duell der Giganten, Todesgrüße aus Shanghai oder Pranke des Leoparden nicht mithalten.

23.12.2015 15:07 Uhr - ngffgn
23.12.2015 04:12 Uhr schrieb D-Chan
Ich will jetzt nicht ein komplettes Genre über einen Kamm scheren...
aber kann es sein, das in den meisten Eastern die ungeschriebene Regel galt: "Kampf-Choreographie: gut bis hervorragend / Schauspiel: so la la"?
Oder hatte man in China andere Sehgewohnheiten? :|

;3


Also in China hatte man um 1970 rum gar keine Sehgewohnheiten, da steckte die Volksrepublik in der Kulturrevolution und zu sehen gab's nur proletarisches Bildungsfernsehen und Modellopern.
Spaß beiseite: Die Schauspieltraditionen in China und auch in Hongkong sind ein wenig anders als im Westen, verhaftet in der Tradition der lokalen Opern - die bekanntesten sind die Peking- und die Kantonoper. Deswegen wird gutes Schauspiel im chinesischen Kulturkreis (ich schreibe bewusst nicht China, da die bei uns bekannten "Eastern" bis auf wenige Ausnahmen in Hongkong und Taiwan produziert wurden und die VR China erst in der Zeit nach der Öffnung in diesem Genre Filme produziert) oftmals anders interpretiert als bei uns. Es gibt zum Beispiel viele Opernfilme der Shaw Brothers oder des Konkurrenzstudios Cathay Films, deren Darsteller/innen bei asiatischen Filmfestivals ausgezeichnet wurden, das Spiel nach europäischen Maßstäben aber sehr gekünstelt und theatralisch wirkt.

23.12.2015 20:44 Uhr - Mc Claud
1x
23.12.2015 13:34 Uhr schrieb KarateHenker
23.12.2015 10:53 Uhr schrieb Mc Claud
Außerdem hatte Wang Yu einen kleinen Auftritt in Pain and Gain gehabt. Der Maskenbildner hätte einen Oscar verdient sowas habe ich noch nie gesehen. Wang Yu sah aus wie in den 70 er .



Falls du den Motivationstrainer meinst: Das war Ken Jeong, nicht Wang Yu.


Du hasst recht ich habe gerade bei Ofdb nachgeschaut. Ich brauche eine neue Brille.

24.12.2015 00:25 Uhr - Mc Claud
23.12.2015 14:09 Uhr schrieb babayarak
@ Mc Claud

Ja es ist einer der ersten Eastern mit Kung Fu aber das heißt nicht, dass der Film gelungen ist!!!!!!!!!!!!

Der Film ist von der Handlung und Action her, extrem schlecht und kann mit Granaten wie Duell der Giganten, Todesgrüße aus Shanghai oder Pranke des Leoparden nicht mithalten.


Alles Filme die du genannt hasst habe ich schon seit Jahren im Schrank stehen. Das ist doch Pflichtprogramm;)

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