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04.05.2013 17:18 Uhr - David_Lynch
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Jo, Kaufempfehlungen für Bootlegs sind hier immer gern gesehen!
Ist totaler Quatsch, die britische Sony BRD von "Evil Dead" sieht super aus. Leider ist in der Tat nur die 16:9-Variante enthalten, aber das dürfte sowieso den Sehgewohnheiten der meisten Menschen entsprechen. Wirklich wichtige Informationen fehlen dadurch auch nicht, der Film wurde allerdings in 4:3 gedreht und das wäre dann natürlich auch das Originalformat. Um das in HD zu bekommen steht einem bisher allerdings nur die amerikanische BRD zur Auswahl und die ist leider nicht codefree.
Hier kannst du dich selbst davon überzeugen wie gut sich die SONY BRD im Gegensatz zur DVD schlägt:
http://www.caps-a-holic.com/hd_vergleiche/multi_comparison.php?art=part&x=265&y=150&action=1&image=8&hd_multiID=182&cap1=18215&cap2=18154&disc1=1955&disc2=1948&lossless=#vergleich
...bisher der beste HD-Release der "Evil Dead"-Trilogie, da können die BRDs der zwei Sequels einfach nicht mithalten und die leicht verbesserte Neuauflage zum zweiten Teil ist leider ebenfalls mit einer Ländercodesperre versehen.
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27.03.2013 18:18 Uhr - David_Lynch
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Wie lange hast du an diesen Kommentar geschrieben?
Weil ich so geflasht war habe ich mich gleich noch während der Zugrückfahrt aus dem Kino drangesetzt, also dürfte Flufferine mit 38 Minuten in etwa Recht haben^^
(...)jetzt dieser unnütze Stuss. Wieder einer mehr der seine Seele verkauft hat!
Also ich bin ebenfalls ein Fan von "Gummo", sowie eigentlich allen seinen Filmen bisher (ist auch eine der ganz wenigen Filmographien, die ich vollständig auf DVD besitze). Ich fand, dass "Spring Breakers" im Kern auch immer noch die gleiche 'Seele' hatte. Selbst optisch ist der Film, nach dem krassen "Trash Humpers" eigentlich wieder zur alten Schule zurückgekehrt und die Szenen in denen Cliff Martinez zu hören ist sind eigentlich alle so gefilmt wie man es zum Beispiel von Gus Van Sants (Proudzent von "Kids") kleineren Werken her kennt. Dazu kommt halt Britney Spears, der MTV-Faktor oder wie auch immer du es nennen willst, um einen Kontrast zu schaffen. Die Regie an sich war auch hervorragend und obwohl die Cast sicher erstmal nicht jedermanns Sache ist, so können eigentlich alle in ihren Rollen vollkommen überzeugen. Vielleicht haben sie anderweitig keine große Bandbreite, aber für diese Parts waren sie perfekt. Kann daher nicht ganz nachvollziehen, wo dein großes Problem liegt.
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27.03.2013 12:36 Uhr - David_Lynch
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Das wäre natürlich höchst erfreulich, im Kino war ich jetzt aber trotzdem schon und ich muss sagen, dass die R-Rated Fassung auch schon ziemlich abgeht. Meine Prophezeiung hat sich dann auch Gott sei Dank erfüllt und ich konnte mich mit einer euphorischen Bewertung des Ganzen nicht zurückhalten. Ist auch extra spoilerfrei und lockt hoffentlich noch den ein oder anderen hier in dieses Meisterwerk:
Look at my shit, y'all! I got a movie that looks beautiful and expensive, I got high class musicians and I got the fucking Disney cast doing nude scenes! All this sheeyit! This is my fuckin' dream, y'all!
Harmony Korines Kollision mit dem Mainstream. Man trifft auf höchst populäre Darsteller, eine klar definierbare Story sowie eine deutliche Message. Überhaupt gibt es eine Story und eine Message, beides Komponenten, die in seiner bisherigen Filmographie, wenn auch meist zum Wohle der Werke, beinahe gänzlich abwesend waren. Das massentaugliche Marketing und die bonbonfarbene Verpackung von "Spring Breakers" entpuppen sich aber schnell als bitterböser Scherz auf Kosten des nichtsahnenden, Entertainment fordernden Zuschauers. Ab der Hälfte kommt es sogar zu einem direkten Fingerzeig und der Film verteilt, in Monologe seiner Protagonistinnen gehüllt, eine Meta-Klatsche nach der anderen. This is not what I signed up for. I just wanted to have fun! Erst wird der Glaube, dann die Gesundheit nach Hause geschickt. Nur wer sich anpassen kann, keine Hemmungen oder Skrupel zeigt und bereit ist seine Moral zu begraben, der überlebt den Spring Break. Ich habe den Kinosaal nicht als Selena Gomez Fan der ersten Stunde betreten und auch keinen Partyfilm erwartet, konnte den Streifen daher in vollen Zügen genießen. Ansonsten schien sich aber kaum jemand der Satire beugen zu wollen und ein Großteil des Publikums blieb auf der Strecke. Nicht zu Unrecht hat er sich den "most walked-out-of movie of the year"-Titel schon jetzt gesichert. Das aber selbst einige Kritiker die Karikaturen, die der Film zeichnet, nicht erkannt haben wollen und ihn als gefährdend einstufen, halte ich für ein Gerücht. Die Stilmittel des Films werden eigentlich zu jeder Sekunde mehr als deutlich und man wird von Kontrasten und Metaphern, vor allem Phallussymbolen, nur so erschlagen. In den Poolsequenzen wirken die vier Mädels wie Wassernixen und es bahnt sich an, was unter der Oberfläche lauert. Immer und immer wieder versuchen sie sich am sozialen Handstand, zwei von ihnen stehen am Ende, dank einer rotierten Kamera, sogar Kopf.
In einigen Szenen wird die Stimmung daher, trotz quietschbunter Optik, extrem düster und beinahe ins Verstörende runtergefahren, meist schon an der ebenfalls sehr kontrastreichen Musik erkennbar. Dort zeichnet sich dann wunderbar das Zusammenspiel eines herrlich überzogenen Skrillex für die Exzesse und eines, wie gewohnt subtilen aber effektiven, Cliff Martinez für das Drama ab. Und wo wir gerade bei den musikalischen Aspekten sind muss ich auch gleich noch hervorheben, dass man hier die beste Verwendung eines Britney Spears Songs überhaupt erfährt. Dieser unterlegt eine grandios absurde Montage, die ich nicht näher beschreiben möchte, denn man sollte sie wirklich selbst erleben, aber für mich stellt dieser Moment nicht weniger als die Legitimation von Britney Spears bisherigen Wirken auf diesem Planeten dar. Ein ähnlich stimmiger Rhythmus wie beim Soundtrack wird mit dem überaus gelungenen Schnitt erzeugt, der auf klassische Übergänge nahezu vollständig verzichtet. Stattdessen bildet sich ein sorgfältig verwobenes Geflecht, in dem meist drei Szenen gleichzeitig gezeigt werden, also von der Gegegenwart aus auch immer wieder eine Szene zurück, beziehungsweise eine Szene voraus geschnitten wird. Dies kulminiert, unterstützt durch repetitive Voice-Over Passagen, in einem wunderbar konstanten und meditativen Erzählfluss, der immer mal wieder Charaktere in den Vordergrund rückt, aber nahezu allen das gleiche Maß an Aufmerksamkeit schenkt. Die reine schauspielerische Betrachtung spare ich mir zu diesem Zeitpunkt, insbesondere, da ich zu keiner der vier Hauptdarstellerinnen Vergleiche anstellen kann. Ein großes Lob geht aber schonmal in Richtung Casting, dort wurde wirklich alles richtig gemacht, was uns nicht zuletzt eine der bisher besten Performances von James Franco beschert.
Obwohl die cineastische Exikution des amerikanischen Traums sicher kein Novum darstellt und die selbe Prämisse, "der Traum wird zum Albtraum", schon vielfach hervorragende Umsetzungen erfahren hat, so bleibt "Spring Breakers" aufgrund seiner Inszenierung doch einzigartig. Kein zweiter "Gummo", aber ein weiterer Höhepunkt in Korines Vita, der seine weiterhin bestehende Relevanz als Filmschaffender unterstreicht und insgesamt eine wesentlich rundere Sache als beispielsweise der thematisch verwandte "God Bless America". Für mich der bisher beste Film des Jahres, mal sehen was Herr von Trier dagegen machen kann.
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