SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Suche:
Wolfenstein II: The New Colossus 100% uncut englische Version ab 59,99€ bei gameware Böses Spiel mit Zombies Uncut AT-PEGI mit superschnellem Gratisversand ab 39,99€ bei gameware


~ZED~
Level 1
XP 25
Beiträge
Amazon.de


Thats It (OmU)
Blu-ray/DVD Mediabook
Cover A 46,83
Cover B 46,83



Countdown Copenhagen - Staffel 1
Blu-ray 25,99
DVD 19,99


Kommentare
16.10.2017 19:58 Uhr - TV-Zensur Hinweise für den 16.10.2017 (News)
Sehr cool, dass heute wieder War of the Arrows kommt. Ich bekomme immer Euphorieschübe, wenn ich mir den ansehe, denn so eine gigantisch geile Action-Sequenz wie die finalen 30 Minuten dieses Filmes gibt es einfach kein zweites Mal.
Guter Schnittbericht. Bei der Ausstrahlung hat man sich beim Kürzen überhaupt keine Mühe gemacht, die Schnitte waren extrem auffällig.

Von allen neuen Star Wars Filmen ist Episode III mit Abstand der Beste. Die erste halbe Stunde ist spitze, und das finale Duell Anakin gegen Obi Wan ist das stärkste Lichtschwertduell überhaupt. (dagegen wirken die Kämpfe in den alten Filmen im Vergleich leider unfreiwillig etwas hüftsteif) Dazu noch ein obercooler General Grievous (sein Duell gegen Obi Wan wurde von Stephen Spielberg als Ghost-Regisseur gedreht, habe ich gelesen), der Jedi-Purge, Yoda gegen den Imperator, Anakin der alle Separatisten auf Mustafar auslöscht, Anakin der die Jedi-Kinder tötet, die Geburt von Darth Vader und der Abgang von Samuel Jackson (Mace fliegt aus dem Windu, hehe) - richtig stark und emotional wird es also immer dann, wenn alle Charaktere die Klappe halten und die Handlung bzw. die Action für sich spricht. In der Hinsicht gibt es keinen anderen (neueren) Star Wars Film, der derart düster und wuchtig hinlangt, und dazu noch eine gute Geschichte erzählt, bei der sich buchstäblich am Ende der Kreis schließt.
09.10.2017 23:16 Uhr - Es (Titel)
Der Film ist kein Meisterwerk, aber ich denke besser ist das Buch auch einfach nicht zu verfilmen. Der Anfang ist schwach und der erste Effekt (der Mord an Georgie) auch, sowie hat mich Pennywise an sich gestört, den man zu einem schielenden, sabbernden Hasenzahn mit riesen Stirn verkommen hat lassen.
Zudem bleibt er in seiner wandelbaren Form als Bedrohung zu abstrakt, um ernsthaft angsteinflößend zu wirken. Man erschrickt zwar hier und da, aber ernsthaft Angst nimmt man nach dem Kinobesuch kein bisschen mit nach Hause.

Der Film setzt zu sehr auf die Schiene, dass er um jeden Preis hinausposaunt, dass er ein Produkt der modernen Zeit, mit allen einhergehenden CGI-Möglichkeiten, ist. Dabei ist Pennywise eigentlich nur eine Metapher auf das Erwachsen werden mit all seinen Ängsten, Unsicherheiten und Hürden, die man als Kind durchlaufen muss (daher müssen im Buch auch am Ende von Teil 1 alle Jungs mit Beverly schlafen um den Clown zu besiegen - als letzter ultimativer Schritt auf dem Weg zum Erwachsen werden. Im Film konnte man das wieder nicht zeigen, aber das war zu erwarten). Die ganze Meta-Ebene geht mir im Film zu sehr unter, weil man hier viel zu Oberflächlich bleibt.
Die Verhaltensweisen von Kindern wurde im großen und ganzen recht gut eingefangen, und das war auch essentiell, damit der Film funktionieren kann.

Völlig missraten hingegen sind sämtliche Szenen mit den Schul-Rowdys und Henry, die zu einer bloßen, tausendmal gesehenen Klischee-Karikatur verkommen sind, sowie der gesamte Charakter von Richie (der mit der Brille und den Glubschaugen). Er ist im Film komplett überflüssig, und seine ständigen Sex-Sprüche und Deine-Mutter-Witze sind ein großes, unlustiges Ärgernis. Schade dass man Mike so sehr eingekürzt hat, dafür ist sein Auftritt mit dem Bolzenschussgerät ziemlich klasse.
Mein Favorit ist der Hypochonder Eddie, seinen Charakter haben sie gut eingefangen.

Wer das Buch vergöttert, wird im Kino wahrscheinlich entsetzt in Tränen ausbrechen (vor allem haben die gesamten letzten 45 Minuten überhaupt nichts mehr mit dem Buch zu tun), aber wie eingangs gesagt, besser ist es einfach nicht machbar, egal wie viel lärmige Technik und CGI man auffährt. ES ist und bleibt ein nahezu unverfilmbares Meisterstück.

Der Film macht gemessen an der heutigen Zeit wie ich finde dennoch das Beste daraus. 8/10
03.10.2017 18:53 Uhr - TV-Zensur Hinweise für den 03.10.2017 (News)
Star Wars Episode III läuft nur geschnitten. Gleich am Anfang, als Anakin Count Doku tötet, war es sehr schlecht und auffällig gekürzt.
03.10.2017 00:33 Uhr - Life (Titel)
Optisch exzellent gemacht, inhaltlich leider sehr vorhersehbar nach Schema F gestaltet. Man weiß genau, welche Charaktere zuletzt übrig bleiben und auch wie es ausgeht, denn nach diesem Muster gab es bereits unzählige andere Filme.
LIFE ist wirklich perfekt gemacht, weder an der Atmosphäre noch an irgend einem technischen Aspekt gibt es etwas zu bemängeln. Aber die vollkommene Vorhersehbarkeit schmälern letztendlich den Gesamteindruck. Die EINZIGE Überraschung bietet sich in den letzten paar Filmsekunden, abgesehen davon weiß man einfach, wie der Hase bei solchen Filmen läuft.

Solide umgesetzt nach Schema F, ergibt 7/10
29.09.2017 00:07 Uhr - Wolf Warrior II (Titel)
Erstaunlich, dass man einem B-Film wie Wolf Warrior so eine bombastische Mega-Fortsetzung spendiert hat.
Allein der Anfang: Wir sehen einen Überfall von Piraten auf einen riesigen Frachter. Plötzlich erscheint Wu Jing, der sich heldenhaft über die Reling schwingt, ins Meer hechtet, und dann alle Piraten unter Wasser zieht, wo er sie mittels Martial-Arts ausschaltet. Dann taucht er auf, schwingt sich auf ein Boot, hat unvermittelt ein Scharfschützengewehr in den Händen und legt ohne Umschweife auf einen weiteren Piraten an, der zwei Kilometer weiter gerade mit einem Raketenwerfer auf ihn schießen will - und trifft ihn zielsicher in den Schädel.

Das ist ungefähr das Level, auf dem wir uns hier befinden. Hier wird vom Stapel gezogen - und zwar durchgehend. Die Action ist eine krachende Mischung aus Martial-Arts, Ballereien und Explosionen. Mit Afrika hat man einen beeindruckenden Schauplatz und Celina Jade sieht sowieso gut aus, bei allem was sie macht.
Irritierend fand ich im O-Ton die Mehrsprachigkeit, denn der Film besteht zur Hälfte aus Englischen, zur Hälfte aus Kantonesischen Dialogen; im Prinzip besteht jede einzelne Szene aus verschiedenen Sprachen. Das hätte man ein bisschen balancierter lösen können. Generell ist die Balance das größte Problem des Filmes. Die Action, so spektakulär und technisch perfekt sie auch ist, führt (vor allem im nicht enden wollenden Finale) irgendwann zu leichten Ermüdungserscheinungen.

Eben ein typisches Pendant zu den Big Budget Filmen aus Hollywood. Zugunsten größtmöglichen Profits müssen an bestimmten Stellen Abstriche gemacht werden. Die Story ist okay, aber irgendwie auch nicht wirklich mitreißend, die Action kann man nur als ultra-spektakulär bezeichnen, jedoch gibt es viel zu viel davon im Film zu sehen.

Perfekte Action mit einer ebenso perfekten Story zu verbinden - das hat es im asiatischen Actionkino in den letzten Jahren weitaus mitreißender gegeben (z.B. in NO TEARS FOR THE DEAD, A BITTERSWEET LIFE, THE MAN FROM NOWHERE und viele weitere). Schlecht ist WOLF WARRIOR 2 keinesfalls, denn dafür geht viel zu heftig und viel zu aufwendig die Post ab, und das auf einem Level, dass das US-Kino sowieso längst im Rückspiegel verschwinden hat lassen; aber im Vergleich zu diversen anderen aktuellen Asia-Krachern hat WOLF WARRIOR 2 dann doch das nachsehen.

Dennoch, Wu Jing hat Charisma und man kann zu keinem Zeitpunkt behaupten, man würde nicht auf die spektakulär möglichste Art unterhalten werden.

8/10
24.09.2017 14:29 Uhr - Baywatch (SB)
Der Film ist derart ausufernd selbstironisch, dass man ihn nicht als Baywatch-Film, sondern als Parodie auf die Baywatch Serie sehen muss. Und als solche ist er schon ziemlich lustig.

Wan würde Loaded Weapon ja auch nicht als Teil der Lethal Weapon Reihe bezeichnen ;)
19.09.2017 00:36 Uhr - El Topo (Review)
Am besten du siehst dir den Film solange an, bist du ihn verstanden hast. Das ist aus film-analytischer Sicht der ertragreichste Film, der jemals gemacht wurde.
01.09.2017 01:15 Uhr - Invisible Target (Titel)
Hier hat sich wirklich eine beeindruckende Prominenz des Hongkong-Actionkinos versammelt. Zwar dauert der Film ein bisschen zu lange und holpert in der Erzählung (man ist ziemlich lange bei einem Handlungsstrang, und dann springt es zuweilen ein wenig ungelenk zu einem anderen Handlungsstrang), dafür gibt es jede Menge Kampfsport und Schießereien, und aufgrund der langen Laufzeit lernt man mit der Zeit auch die Charaktere und deren Motivation recht gut kennen.

Ich wünschte nur, der Film hätte etwas mehr Humor aufgefahren. Mit mehr Witz und ein paar blutigen Einschüssen weniger hätte das genauso gut eine totale Actionkomödie werden können, womit der Unterhaltungsfaktor nochmals höher gewesen wäre (die hohe Altersfreigabe empfinde ich als extrem unpassend).
Spektakulär ist das Ganze trotzdem, vor allem wenn man Typen wie Nicholas Tse und Wu Jing gegeneinander kämpfen sieht.

Bei den Kämpfen ist es allerdings so, dass der Regisseur ein Faible für zerbrochenes Glas zu haben scheint, denn jedesmal wenn jemand umgehauen wird, fällt dieser mit ziemlicher Sicherheit durch eine Glaswand und zertrümmert diese. Und wenn es mal keine Glasscheibe ist, die zertrümmert wird, ist es ein Holztisch, der dann zufällig gerade da steht. Das fällt schon extrem stark auf, und zieht sich auch konsequent durch den gesamten Film. Den Gesamteindruck schmälert das aber nicht. Es ist mit Sicherheit kein Meisterwerk, macht aber Spaß, ihn sich einmal anzusehen.

7/10
01.09.2017 01:02 Uhr - Death Race 2050 (Titel)
Vor dem Eindruck der neuen Trilogie, die ich insgesamt sehr gut fand, war ich von dieser geballten Ladung Schrott, die dieser Teil auffährt, stark irritiert. Die Darsteller schreien allesamt ihre Texte hysterisch in die Kamera, was mit der Zeit extrem nervtötend ist. Dazu die unzumutbaren Effekte und die generelle stupide Einfallslosigkeit, die den Film, auch wenn man ihn zu keiner Zeit Ernst nehmen kann, ziemlich anstrengend werden lassen. Hat mir Null gefallen. Lachen musste ich nur bei dem sich selbst steuernden Auto, das in eine Sinnkrise stürzt.
2/10
30.08.2017 23:59 Uhr - No Tears for the Dead (Titel)
Ich war sehr aufgeregt als ich auf den Film gestoßen bin, da hier praktisch das Team von THE MAN FROM NOWHERE wieder versammelt ist und dieser nach wie vor zu meinen unerreichbaren Top-Filmen aller Zeiten gehört.

Man merkt, dass es der selbe Regisseur ist, denn die Grund-Struktur von TMFN wurde weitestgehend übernommen, mit einer etwas ruhigeren und langsameren ersten Hälfte, in der man die geballte Ladung Emotionen und Charakter-Hintergrundgeschichten bekommt, ehe dann in der zweiten Hälfte die Action losbrettert, die ihresgleichen sucht. Das was man hier geboten bekommt, definiert momentan die Weltspitze im Actiongenre - kein Zweifel!

Und wie schon in TMFN gibt es auch hier wieder diese ungemein packenden Momente, in denen auch die vermeintlich eiskalten Bösewichter im entscheidenden Augenblick Herz zeigen, was NO TEARS FOR THE DEAD wie schon THE MAN FROM NOWHERE meilenweit von anderen Action-Thrillern abhebt. Klar, einen charismatischen Bösewicht wie den Thai-Killer gibt es bei diesem Film hier nicht, aber geflasht hat mich das Finale dennoch, denn so stilsicher, wuchtig und emotional inszeniert wie das Ganze ist, kann man gar nicht umhin, Anteil am Schicksal der Protagonisten zu nehmen. Und das in einem Ausmaß, der in diesem Genre eigentlich nicht üblich ist.

Wenn es The Man from Nowhere nicht schon gegeben hätte, wäre No Tears for the Dead nun mein neuer #1 Film, aber da sich die Filme letztendlich doch sehr ähnlich sind, bleibt Ersterer dann doch mein Allzeit-Favorit, und einer der Filme, die einfach die Skala sprengen.

Für diesen hier gibts trotzdem die Höchstwertung 10/10
27.08.2017 23:54 Uhr - Train to Busan (Titel)
Nach einem dramaturgisch etwas holprigem Start kommt der Film dann aber ziemlich schnell ziemlich effektiv zur Sache. Insgesamt spielt Train to Busan seine Stärken erst so nach und nach aus, sodass man am Anfang noch relativ unbeteiligt ist, später dann aber tatsächlich mit den Figuren mitfiebert, wenn man ihre Hintergrund-Geschichten erfahren hat.

Technisch ist das ganze selbstredend typisch asiatisch auf Top-Niveau und somit meilenweit besser als alles was Amerika jemals fabrizieren könnte. Im Prinzip kann man sagen, das ist der Film, der World War Z hätte sein sollen, inklusive aller Härten und einem mitreißenden und spannenden Storyverlauf. Das Ende schmeckt mir zwar nicht vollständig, aber ansonsten gibt es nichts (!) was ich mir an dem Film hätte besser wünschen können.
9/10
27.08.2017 23:37 Uhr - Annabelle 2 (Titel)
Mit den ganzen Insidious/Conjuring-Filmen konnte ich prinzipiell nichts anfangen, weil das für mich schlicht Effekt-Horrorfilme sind, die den Zuschauer einfach nur erschrecken wollen, anstatt richtige Angst zu erzeugen, und dies ist für mich reizlos. Man kann Atmosphäre nicht durch einen Effekt-Tornado erzwingen.

Umso beeindruckter war ich dann von diesem Fim hier, den ich mir mit drei Freunden im Kino angesehen habe. Die Tatsache, dass Annabelle 2 im besten Sinne altmodisch inszeniert ist, ist ein Pluspunkt. Ganz im klassischen Dramaturgie-Aufbau bekommt man hier einen sich langsam steigernden Grusel serviert, ohne allzu aufdringliche Schock-Sequenzen und mit einer (verhältnismäßig) glaubhaften dramaturgischen Eskalation am Ende. Und die beiden jungen blonden Mädchen spielen ihre Rollen derartig gut, dass es einem schlicht den Atem raubt.

Womit wir auch schon beim Punkt wären: Ich denke, dass vielen Mainstream-Schauern dieser Film nicht gefallen wird, eben weil darauf verzichtet wird, wie heutzutage leider schon üblich alle zehn Minuten völlig sinnbefreit irgendwelche Action/Effekt/Jumpscare Sequenzen einzubauen, weil man sich wie gesagt am klassischen, atmosphärischen Dramaturgie-Aufbau orientiert hat. Da meine drei Companeros im Kino auch durch die Bank weg Mainstream-Schauer sind, die sich ausschließlich solche Filme ansehen, die ihnen bei Netflix und Amazon-Prime als "am meisten gesehen" usw. vorgeschlagen werden, haben diese den Film dann auch absolut schrecklich gefunden, und konnten sich im Kino schon kaum noch zusammenreißen. Da sieht man mal, wie sehr einem das absolut furchtbare, oberflächliche und sinnbefreite US-Kino der Neuzeit schon das Hirn aufgeweicht hat! Diese negative Konditionierung des Publikums, dass ein Film alle paar Minuten irgendwelche Schauwerte auffahren muss, um nicht als langweilig zu gelten, ist ein absolut indiskutabler Zustand, und einer der Tiefpunkte des gesamten US-Kinos. Ich hoffe sehr, dass die zukünftige Entwicklung daher wieder exakt in die entgegengesetzte Richtung geht.

Zu bemängeln habe ich letztendlich aber auch noch zwei Aspekte: Erstens die relativ stark präsente Fülle an christlich-religiöser Symbolik und Thematik - als Atheist kann ich mit Religion schlicht nichts anfangen, und daher geht mir soetwas jedesmal ein wenig gegen den Zeiger, wenn Religion so ein hoher Stellenwert beigemessen wird, auch wenn es der Thematik des Films zugehörig ist.
Und Zweitens, ganz am Ende, nachdem die Story des Filmes zuende erzählt wurde, hat man noch auf Biegen und Brechen versucht, unbedingt eine Verbindung zu Annabelle Teil 1 herzustellen (denn Teil 2 ist ein Prequel), und dies auf absolut plumpe und unpassende Weise. Die letzten paar Szenen wirken wie ein Fremdkörper und fügen sich weder dramaturgisch sinnhaft noch sonst irgendwie verständlich zusammen, und verwirren einfach nur. Da hätte der Regisseur ein wenig mehr Händchen beweisen müssen.

Nichts desto Trotz, für diesen für amerikanischen Mainstream (den ich inzwischen regelrecht abstoßend finde) erstaunlich gelungenen Horrorfilm gibts volle 8/10 Punkte!
27.08.2017 23:18 Uhr - Infiltrator, The (Titel)
Eine Art Donnie Brasco in frischem Gewand. Habe die ganze Zeit überlegt, ob ich Bryan Cranston für die Rolle eines Undercover-Agenten nicht viel zu alt finde, aber letztendlich macht er seine Sache recht überzeugend.
Die Atmosphäre ist durchweg spannend und glaubhaft intensiv, auch wenn es zum ganz großen Wurf definitiv an erinnerungswürdigen Sequenzen oder Höhepunkten mangelt.
Als Fan von Gangster-Filmen kann man hier aber definitiv einen Blick riskieren 7/10
27.08.2017 23:15 Uhr - Unfassbaren 2, Die (Titel)
Erstaunlich, wie sehr hier der erste Teil mit all seinen Stärken und Schwächen einfach kopiert wurde. Auch hier im Sequel ist das Tempo ziemlich hoch gehalten, die Story ist durchweg sinnfrei und unlogisch, aber extrem unterhaltsam - wogegen das Finale dann einfach nicht mehr mithalten kann und etwas absinkt im Vergleich zum mit irrwitzigen Situationen vollgestopften Mittelteil (Höhepunkt ist der Diebstahl des Karten-Chips). Zudem wird der letzte Akt dann ein wenig mit "raffinierten" Wendungen heillos überfrachtet. Wer den ersten Teil schon mochte, wird auch hier seine Freude haben - eben weil sich beide Teile vom Aufbau her beinahe kongruent überschneiden. 7/10
27.08.2017 23:11 Uhr - Let's Be Cops (Titel)
Seit den beiden im negativen Sinne schrecklichen A Hounted House-Filmen wollte ich eigentlich nie wieder etwas mit einem Film zu tun haben, der in irgend einer Weise mit dem Namen Wayans in Verbindung steht, aber letztendlich war ich von diesem hier dann doch positiv überrascht. Im Mittelteil werden hier über weite Strecken wirklich saukomische Witze aufgefahren. Insgesamt ist der Film aber viel zu lang geraten, und mündet am Schluss in ein ebenfalls viel zu lang gezogenes Action-Finale, das dem Ganzen irgendwie den Schwung nimmt.
Zum einmal anschauen aber absolut okay 6/10
27.08.2017 23:09 Uhr - Shopping-Center King - Hier gilt mein Gesetz (Titel)
Ich muss sagen, dass ich mir von dem Film weitaus mehr erhofft hatte. Ein unzusammenhängendes, leidlich lustiges, dafür sehr geschmackloses Schauspiel ohne roten Faden und insgesamt einfach zu lahm. Keine Empfehlung 4/10
17.08.2017 14:15 Uhr - Nerve (Titel)
Hat mir überraschend gut gefallen, weil der Film das online-Verhalten sehr präzise und realistisch eingefangen hat. Nerve ist auch beileibe nicht als Satire zu sehen - es ist einfach nur ein vorgehaltener Spiegel. Es gibt unzählige Spinner da draußen, die sich tagein tagaus völlig zum Affen machen nur um Klicks auf ihrem Kanal zu bekommen, das ist leider eine nicht von der Hand zu weisende Abartigkeit der heutigen, Smartphone-infizierten Jugend.
Super, wie dieser Film diesen verdrehten-Online Wahn auffängt und dadurch ein extrem realisitisches Bild dieses Lebens-Stils zeichnet.

Zudem man auch an allen Ecken und Enden merkt, dass der Film auch in erster Linie für ebendiese jungen Zuschauer gemacht wurde, denn die Handlung beginnt ohne Umschweife, und die Wandlung der Hauptperson passiert auch viel zu schnell und somit wenig glaubhaft von der schüchternen Außenseiterin zur todesverachtenden Nerve-Spielerin. Aber genau so müssen die heutigen Hollywoodfilme eben gestrickt sein, wenn die Zielgruppe lauter aufmerksamkeitsgestörte Smartphone-Süchtige sind ;)

8/10
17.08.2017 14:06 Uhr - Rampage: President down (Titel)
Ein sehr zahmes Ende dieser Trilogie, die mit so einem Wumms losgebrettert ist. Vermutlich ist Uwe Boll am Ende die Kohle ausgegangen. Teil 1 zeigt den Amoklauf in aller Härte, Teil 2 war da schon nur noch ein reduziertes Abbild, bei dem es eigentlich Hauptsächlich darum ging, dass uns Uwe Boll vorhält, was in unserer Gesellschaft alles falsch läuft und wer die Schuldigen sind, die man dafür zur Rechenschaft ziehen muss. (Womit er auch Recht hat, tatsächlich)
Teil 3 dann schlägt wieder die Schiene des zweiten Teils ein, ist aber letztendlich nochmals eine ganze Ecke zahmer.

Das provozierende Ende ist auch mehr lustig als wirklich ernst zu nehmen, auch wenn es voll ist mit guten Absichten. Kapitalismus ist der Urfeind der freien Welt, das hat uns Boll wieder und wieder klargemacht, aber das wurde eben schon in Teil 2 aufs endloseste ausgewalzt, sodass dieser dritte Teil im Prinzip überflüssig ist. Zudem der titelgebende Mord am Präsidenten gar nicht im Film zu sehen ist.

Alles in allem also der Abschluss einer Trilogie, die zwar in ihrer Aussage das Herz am rechten Fleck hat, aber von der Umsetzung her schon im ersten Teil ihren Höhepunkt hatte, und von da an leider stetig schwächer wurde. 5/10
17.08.2017 14:00 Uhr - Expendables 3, The (Titel)
Hatte das Schlimmste befürchtet aufgrund des PG13 Ratings, aber im Endeffekt war es doch ganz kurzweilig und mit Action auf handwerklich hohem Niveau. Nicht ganz so ironisch wie Teil 2, aber die Kameraarbeit war super, ganz ohne das Schnittmassaker, das Teil 1 komplett ruiniert hat. Klar stoßen die reduzierte Gewalt und die reduzierte Screentime der originalen Expendables etwas sauer auf, aber kurzweilig unterhalten wird man allemal, und bei Sly, Arnie, Banderas und Co gibts sowieso einen ganz dicken Nostalgie-Bonus oben drauf.

Teil 3 ist somit nicht so gut wie der grandiose Zweite, aber dem ersten Teil handwerklich sowie als Gesamtpaket klar überlegen. 7/10
17.08.2017 13:54 Uhr - Leiche der Anna Fritz, Die (Titel)
Die Grundidee ist nicht neu (ein paar junge Kerle begehen ein Verbrechen und wollen damit durchkommen), aber die Tatsache dass nahezu der gesamte Film in einer Leichenhalle spielt, sorgt durchaus für den ein oder anderen klammen Moment. Am besten funktioniert dieser Film auch, wenn man nichts vorher darüber gelesen hat, denn ich habe mich die ganze Zeit gewundert, was denn nun letztendlich das spannungs-erzeugende Element sein wird, und ob der Film in die paranormale Schiene schlägt, oder dergleichen. Sich einfach überraschen lassen klappt bei diesem Film in jedem Fall am besten, weil man dann auch richtig schön mitfiebern kann.

Zudem muss ich die Darstellerin der Anna Fritz loben, denn sie spielt superb. Man kauft ihr den verzweifelten Überlebenskampf bis ins Mark ab, einfach phänomenal. Und dabei hat sie noch das Glanzstück vollbracht, zu jedem Zeitpunkt und in jeder Situation äußerst hübsch auszusehen - sogar als Leiche! Das muss man auch erst einmal schaffen.

Besonders sauer aufgestoßen ist mir das Ende, denn ohne irgendetwas zu erklären ist der Film irgendwann einfach vorbei, und das auf ziemlich unbefriedigende Weise. Denn ohne Pointe oder sonstige Erklärung deklariert so ein Ende den Film im Nachhinein im Prinzip als völlig Zeitverschwendung. Man wird 90 Minuten lang unterhalten, weil man irgendwie schon ständig wissen will, wie es weitergeht, aber im Endeffekt hat man nichts davon, ausser ein wenig Zeit herumgebracht. Hatte sehr gehofft, dass man am Ende irgend eine schlaue Wendung präsentiert bekommt, die dem ganzen einen Sinn verleiht, aber Pustekuchen.

Das Ende zieht meine Wertung somit auch ein wenig runter. Ist insgesamt ohnehin ein Film für Horrorfans, die sich von exzessiv unmoralischem Verhalten der Protagonisten nicht aus der Ruhe bringen lassen. Mainstream-Schauer werden den Film sicherlich unerträglich finden und ihn womöglich sogar als krank bezeichnen (habe es live mitbekommen, weil ich den Film mit einer Gruppe Mainstream-Schauer angesehen habe, und die waren des öfteren angewidert und schockiert, während ich das ganze höchst gelassen gesehen habe).

6/10
16.08.2017 16:32 Uhr - Free Fire (Titel)
Wieder so ein Film, der meint auf das gängige und essentielle Element der Story verzichten zu müssen und stattdessen einfach auf Daueraction setzt. Der Film besteht aus einer einzigen Schießerei. Dass sich da nach maximal 30-45 Minuten Ermüdungserscheinungen auftun, liegt auf der Hand.
Hinzu kommt noch, dass der gesamte Film eben nur in dieser dreckigen Lagerhalle spielt, und somit auch keine Abwechslung bietet.

Dass so ein Setting auf engstem Raum durchaus funktionieren kann, wurde zum Beispiel mit John Carpenters ASSAULT meisterhaft und auf schweißtreibende Art bewiesen. Aber da verliert FREE FIRE im Vergleich einfach haushoch, weil es da zum Alleinstellungsmerkmal einfach an dem gewissen Style fehlt. Es gibt nichts, was man anderswo nicht schon gesehen hätte. Ein bisschen schwarzer Humor wertet das triste Ballern zwar hier und da auf, aber ein guter Film ist das nicht. Zum einmal anschauen okay, aber das war´s dann auch schon. Eine Schießerei sollte in einem Actionfilm den Höhepunkt darstellen, und nicht den gesamten Film an sich bilden.

5/10
16.08.2017 13:42 Uhr - Bad Santa 2 (Titel)
Eine nette Ergänzung für alle, die den ersten Teil kennen. Teil 2 ist selbstredend schwächer, weil er im Prinzip die selbe Geschichte noch einmal erzählt, nur eben ohne dabei derartig auf die Pfanne zu hauen, was eben auch dazu führt, dass es kaum erinnerungswürdige kultige Szenen gibt, wie sie Teil 1 in Massen hatte.
Zwar wird geflucht und sich gegenseitig beleidigt ohne Ende, und ein paar Schmunzler sind auch drin, aber die Luft ist über die Jahre hinweg merklich rausgegangen. Einmal anschauen ist in Ordnung, aber mehr auch nicht. 5/10
16.08.2017 13:31 Uhr - Purge: Election Year, The (Titel)
Jedes Jahrzehnt hat seine eigenen berühmten Horror-Filmreihen gehabt, und mit The Purge haben wir nun endlich auch eine erfreulich originelle und solide Reihe für die Neuzeit bekommen. Die Grund-Idee ist einfach genial und über jedem Zweifel erhaben.
Nach dem ersten Teil, der leider völlig an der Thematik vorbei in den Sand gesetzt wurde und das Potenzial erschreckend mies verschenkt hat, war Teil 2 dann endlich der ersehnte Höhepunkt der Reihe, denn der bietet genau das, was man bei einem Purge sehen will.

Dieser dritte Teil hält erfreulicherweise das hohe Niveu, und bietet soliden Wahnsinn, gute Action und ist auch noch spannend dabei. Und dass man hier auch die Politiker zum Abschuss frei gibt, ist zudem ausgesprochen realistisch, denn wenn es soetwas wie einen Purge wirklich gäbe, hätten so einige Politiker und Bankchefs wohl in der Tat einiges zu befürchten.

Election Year reiht sich also knapp hinter Teil 2 auf den Rang des zweitbesten Purge-Filmes der Reihe ein. Auf Teil 4 bin ich schon gespannt.

7/10
16.06.2017 11:53 Uhr - xXx: Die Rückkehr des Xander Cage (Review)
1/10 Reviews sind in der Regel die unterhaltsamsten, weil die meist sehr leidenschaftlich formuliert sind.
Zur Zeit bietet das am absoluten Tiefpunkt seiner Geschichte stagnierende Hollywood auch wirklich mehr als nur einen Big Budget Film, der diese Wertung verdient hat. Neulich habe ich den neuen DIE MUMIE im Kino angeschaut, was zu meinem Entsetzen einer der schlechtesten Filme geworden ist, die ich je gesehen habe.
15.06.2017 13:15 Uhr - Mumie, Die (Titel)
Ich denke, das ist er. Der schlechteste Hollywoodfilm, den ich jemals im Kino angeschaut habe. Dass das Ganze ein oberflächlicher und belangloser CGI-Orkan werden wird, habe ich schon vorher gewusst, aber so mies wie der Film letzendlich dahergekommen ist, hat es mich schließlich doch noch überrascht.

Das Drehbuch, die Dramaturgie und die Dialoge gehören zum schlechtesten, die jemals ein Film geboten hat (und das, obwohl gleich drei Drehbuchautoren im Abspann genannt werden). Ich hatte gehofft, Tom Cruise würde den Film irgendwie retten, da er seinen Charakteren meistens eine Art charismatisches Rückgrat gibt, aber hier scheint er sich vollends dem katastrophalen Drehbuch ergeben zu haben. Den gesamten Film über sagt er kein einziges (!) Mal etwas sinnvolles. Wenn ein anderer Charakter das Wort an ihn richtet, begnügt er sich meistens damit, bescheuerte Fragen zu stellen, wie "Wo bin ich?", "Wer sind sie?", "Was passiert hier?", oder schlicht einfach nur "Was?". Kein Witz, das zieht sich über den ganzen Film.
Der Sidekick von Cruise´s Charakter stört ab der ersten Minute an, da er ununterbrochen mit hirn- und sinnlosem Dauergequatsche nervt, und derweil das Glanzstück zustandebringt, keinen einzigen Witz zu landen.

Der Regie fehlt es durchweg an einem roten Faden. Manche Elemente der glorreichen Mumienfilme von 1999 und 2001 wurden kopiert, aber abgewandelt (aus Mumien hat man Zombies gemacht, aus den menschenfressenden Skarabäus-Käfern wurden Krähen, und in der Bibliothek sieht man kurz das goldene Buch des Amun Ra), wobei Horror, Humor, Timing und das brilliante ägyptische Setting komplett auf der Strecke blieben.
Zwischenzeitlich verliert der Film gar komplett die eigene Story aus den Augen, denn plötzlich taucht völlig unpassenderweise Dr Jekyll auf, der sich in Mr Hyde verwandelt und zeitweise den Film völlig ad absurdum führt, bis es 20 Minuten später wieder mit der Mumienfrau weitergeht (die mehr wie ein Zombie aussieht, so wie alle übrigen Mumien im Film).

Der brilliante Rückblick ins alte Ägypten aus dem 1999er Film, der ebenso kompakt wie mitreißend eine spitzen-Atmosphäre aufbaut, wurde hier ebenfalls kolossal verpfuscht. Während es im 99er Film um die heimliche Liebe zwischen Imothep und der Geliebten des Pharaos geht, die selbst die Jahrtausende überdauert, hat man sich im neuen Remake etwas viel lächerlicheres und belangloseres einfallen lassen, bei dem man nur den Kopf schütteln kann: Die Prinzessin beschwört den Totengott und wird mit finsteren Mächten ausgestattet - nur um mit eben diesen unglaublichen Mächten dann lediglich dem Pharao im Schlaf (!!) die Kehle durchschneiden zu können, und sich anschließend gefangennehmen zu lassen?!

Im Prinzip könnte man sich über jede einzelne Sequenz dieses Schundwerkes auslassen, denn hier stimmt wie gesagt überhaupt nichts.
Ungenießbare Einzelstücke wurden zu einem missratenen Ganzen zusammengefügt, und bilden somit einen bemerkenswert verunglückten Film.

Hinzu gesellen sich noch das miese und überflüssige 3D, sowie ein Finale, das in seiner Dämlichkeit zum Himmel schreit, aber dies fiel schon gar nicht weiter ins Gewicht, da nach 20 Minuten für mich bereits klar war, dass selbst die Tiefstbewertung noch zu viel Lob für diese filmische Katastrophe ist.

Wenn man mit der Lupe sucht, gibt es ein oder zwei Elemente, die nicht völlig verunglückt sind, wie etwa die Sequenz, in der die Prinzessin durch das moderne London marschiert und derweil die Stadt in Schutt und Asche legt, aber selbst die guten Effekte richten angesichts der überwältigenden Schlechtheit aller übrigen Zutaten nichts mehr aus.

1/10
Mit nachgeschobenen Prequels/Sequels einer wegweisenden Kultreihe nochmals gierig Geld scheffeln - was bei den letzten beiden Star Wars Filmen völlig missraten ist, hat hier im Harry Potter Universum tatsächlich zu einem fantastischen Ergebnis geführt.
Das ist Fantasy, so wie es sein soll. Die CGI Wesen sehen für einen Film dieser Größenordnung zwar erstaunlich mittelmäßig aus, aber das gesamt-Paket überzeugt.

Zunächst war ich skeptisch, ob der Film in der zweiten Hälfte den Spagat zwischen den eigentlich zwei Handlungssträngen hinbekommt (einmal das Wiedereinfangen der entflohenen Wesen und zum zweiten das obligatorische Bekämpfen einer neu aufgetauchten bösen Macht), aber die Regie hat das souverän im Griff und präsentiert nach kurzweiligen zwei Stunden voller Witz, Abenteuer und sympathischen Charakteren en masse dann ein würdiges, wuchtiges und wunderschönes Finale, das Lust auf mehr macht.
Wer immer für das Casting verantwortlich war, sollte zudem eine Beförderung bekommen, denn die Besetzung der Charaktere ist wirklich fabelhaft gelungen.
Sehr beeindruckend, wie kreativ hier zu Werke gegangen wurde. Hat mir sogar noch besser als die eigentlichen Harry Potter Filme gefallen, mit denen ich bis auf die ersten beiden Teile nie so recht warm geworden bin. Aber die Fantastischen Wesen haben mich restlos überzeugt. Wird schwer sein für die mit Sicherheit kommenden, ausufernden Fortsetzungen, das nun vorgelegte Niveau zu halten.

9/10
02.06.2017 15:17 Uhr - Baywatch (Titel)
Ich hätte nie gedacht, dass ich mir mal einen Baywatch Film im Kino ansehe, aber gestern kam es dann doch soweit. Überraschend war schonmal, dass außer meinem Kumpel und mir ausschließlich jüngere Mädchen im Schulalter im Kino anwesend waren, und quasi kein einziger Erwachsener.
Erwartet habe ich vom Film nicht viel, da ich kein Baywatch-Fan bin, daher hatte ich mir eigentlich nur erhofft, dass es kein Totalausfall wird.

Und siehe da, am Ende des Filmes war ich positiv überrascht. Der Film hat meiner Ansicht nach die einzige und richtige Methode verwendet, um bestehen zu können, und zwar indem er volles Rohr auf der Selbst-Ironie Schiene fährt. Dieses Schema wurde wirklich komplett und rundum angewendet, sodass man meinen könnte, der Film würde direkt aus den 80ern stammen. Das fängt schon dabei an, dass permanent und komplett wirklich nur auf körperliche Werte (anstatt auf die langweiligen, ohnehin unsichtbaren inneren Werte, die einem heutzutage als so übertrieben wichtig dargestellt werden) gesetzt wird, also permanent entweder durchtrainierte Muskeln bei den Typen, oder tief ausgeschnittene Dekolletés und schöne Hintern bei den Frauen in Großaufnahme im Bild sind. Man schaut den weilblichen Charakteren (die allesamt hübsch sind) im Prinzip mehr auf die Brüste als ins Gesicht, was ich schon ziemlich lustig fand. Eine 1A-Hommage an frühere (bessere) Hollywoodzeiten.
Hinzu kommt noch folgerichtig eine Fülle an banalen und hohlen Dialogen, die schon nach kurzer Zeit durchblicken lassen, dass kein einziger Charakter des gesamten Filmes einen IQ von über 80 aufweist. Was dann wirklich in ein paar echte Brüller ausartet. Wobei die anwesenden Mädchen im Kino bei weitem öfters gelacht und gekichert haben als ich, weil ein paar Scherze unter meinem Niveau waren, aber letztendlich überwiegt doch das positive Gefühl.

Alleine das Intro, und die Art wie der Filmtitel eingeblendet wird, ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal, denn auf so eine angeberische, auf dicke-Hose-machende Art muss man erstmal kommen.
Und dann gibt es logischerweise noch den ein oder anderen Gastauftritt der Ur-Baywatch Schauspieler, die ebenfalls zu jeder Sekunde in Selbst-Ironie schwelgen (Pam Anderson z.B. kann als einzige in Super-Zeitlupe laufen, während die übrigen Darsteller nur in normaler Zeitlupe laufen können)

Alles in allem für mich als nicht-Baywatch Fan eine absolut angenehme Überraschung. Wäre die Treffsicherheit der Witze noch ein wenig höher gewesen und streckenweise nicht gar so primitiv, hätte das ein echter Meilenstein werden können. Dennoch reicht es für mich für beinahe unfassbar gute 7/10 Punkte.
10.04.2017 16:11 Uhr - 300 (SB)
Als Fortsetzung gut genug, um dem Original keine Schande zu machen, aber weit davon entfernt, wenn man das Seh-Erlebnis vergleicht, dass man damals nach der Erst-Sichtung von Teil 1 hatte. Das war ja damals etwas völlig neues und wahrhaft spektakuläres (ähnlich wie Sin City) worüber man noch Monate reden konnte.
Inzwischen, Jahre später, hat man sich halt einfach schon daran gewöhnt, und durch die Spartacus Serie wurde der Kniff mit den Ultra-Zeitlupen-Splatterkämpfen auch schon zur Genüge ausgewalzt.
Die Fortsetzung zu 300 kam eben einfach einige Jahre zu spät.

Auch stört mich an den hiesigen Zeitlupensequenzen, dass diese hier sehr viel maßloser verwendet wurden als noch im ersten Teil. In Teil eins wurde diese Technik verwendet, um Kämpfe oder Choreographien, die ohnehin schon megacool waren, NOCH cooler aussehen zu lassen. In Teil zwei wurde das teilweise zu einem Overkill ohne Sinn und Verstand in völlig übertriebener Form.

Das Ganze macht trotzdem Laune, aber es sind nunmal keine Spartiaten, denen man hier zusieht, von daher eine gute Fortsetzung, aber weit entfernt von der Durchschlagskraft des Kult-Vorgängers.

8/10
10.04.2017 15:55 Uhr - Kong: Skull Island (Titel)
Die Kurzweiligkeit ist aber auch das einzige Positive an diesem hektischen Stuss. Hollywood überbietet sich im negativen Sinne selbst im Bestreben, möglichst wenig Handlung oder Charakterstärke, und dafür noch mehr Effekte und Explosionen einzubauen, frei nach dem Motto, dass es einem potenziellen Zehnjährigen, der sich diesen Film ansieht, zu keiner Sekunde langweilig werden darf. Wie sich das auf die Dialoge usw. auswirkt kann man sich demzufolge denken.
Also dass nun so derartig offensichtlich auf alles verzichtet wird, was in irgendeinem Zusammenhang mit erzählerischer Kraft, Spannungsaufbau usw steht - also die Essenz des Filmemachens an sich - ist wirklich erschreckend. (Sogar auf eine erkennbare Hauptperson hat man hier verzichtet - dafür ist unter den überlebenden Menschen politisch korrekt vorzeigbar jede denkbare Minderheit, Rasse und Hautfarbe vertreten. Nicht, dass das schlecht wäre, aber man bekommt es eben nunmal so stumpf und offensichtlich aufgezwungen, dass es einem wirklich ins Gesicht springt) Hollywood ist schlicht am Tiefpunkt angelangt. (und das denke ich mir nun schon fast bei jedem High-Budget-US Film aufs neue, den ich mir in letzter Zeit angesehen habe)
Hoffentlich hält die Welle dieser stumpfsinnigen CGI Filme nicht mehr allzulange an, weil dann sind die Zuschauer irgendwann tatsächlich soweit hirngewaschen, dass sie sich daran gewöhnt haben, dass Filme genau so sein müssen: Ein lärmiger, substanzloser Krawall. Und das muss wirklich nicht sein.

2/10

Ganz netter Nebeneffekt: Bemerkenswert, wie die amerikanischen Soldaten sich hier selbst bloßstellen: Sie kommen in ein fremdes Land (in diesem Fall halt eher fremde Insel), bombardieren einfachmal drauflos, und bekommen daraufhin ordentlich eine auf den Latz, weil sie dort einfach nix zu suchen haben und sich demzufolge auch nicht einmischen brauchen. Im Prinzip eine nette Metapher auf amerikanische Außenpolitik, aber diesem ausgehöhlten Film so etwas zu attestieren wäre fast schon wieder zu viel der Ehre, denn jeder Gorilla hätte hierzu ein besseres Drehbuch schreiben können.
31.03.2017 19:01 Uhr - Berlin File, The (SB)
The Berlin File ist nach wie vor einer der besten Agententhriller, die ich jemals gesehen habe. Habe auch schon hier was dazu geschrieben:

http://www.schnittberichte.com/svds.php?Page=Titel&ID=13032

Schade dass der hier scheinbar noch als Geheimtipp gehandelt wird.
Das asiatische Kino - speziell das Südkoreanische - ist derzeit nämlich führend in Sachen High-Budget Filme.
Da kann Hollywood als absolutes Schlusslicht schlicht einpacken, die haben da total den Anschluss verloren mit ihrem oberflächlichen, substanzlosen CGI-Gehirnwäsche-Müll.
19.03.2017 16:29 Uhr - Lazarus Effect, The (Titel)
Bedient sich ziemlich offensichtlich bei Flatliners, Friedhof der Kuscheltiere und Hollow Man, punktet aber durch die zwar wenig subtile, aber stringente und kurzweilige Inszenierung, guten Effekten und klasse ausgewählten Darstellern.

7/10
19.03.2017 16:26 Uhr - Seekers (Titel)
Ein deutscher Found Footage Film, der von vorne bis hinten aus Elementen besteht, die man aus amerikanischen Vorbildern abgekupfert hat, und dabei in wirklich JEDER Kategorie von A bis Z kolossal scheitert.

Unterste, unzumutbare Schublade. 1/10
18.02.2017 00:49 Uhr - John Wick: Kapitel 2 (Titel)
Tja, was soll man zu dem Rilm rezensieren? Es gibt weder eine Story, noch Spannung, noch interessante Charaktere, noch Dramaturgie oder sonst irgendeine Zutat, die ein Film eben so an sich hat. Davon gibt es sogar nochmals weniger als beim Vorgänger, der in dieser Hinsicht ebenfalls bereits dünn gesäht war, aber wenn es in einer Fortsetzung eben keine Story gibt, die Fortgesetzt werden kann, pfeift man halt einfach komplett drauf, haben sich die Macher wohl gedacht.

Dafür gibts Action, und zwar volles Brett. Wackelkamera und Stakkatoschnitt sind inzwischen glücklicherweise auch im US Kino endgültig Vergangenheit und John Wick geht hier derartig in die Vollen, dass man aus dem Grinsen nur schwer herauskommt.
Hier wird nahtlos an den Vorgänger angeknüpft was super choreographierte Nahkampf- wie auch Schusswaffen-Action (die meistens in Kopfschüsse münden) anbelangt, und in Sachen Style was die obercool ausgewählten und in Szene gesetztzten Locations anbelangt, wird hier sogar noch eins draufgesetzt, denn optisch ist das ganze eine Augenweide par excellence.

Aber warum lässt man dann wirklich ALLES andere derartig schleifen? Sogar die Konstellation der ohnehin dürftigen Charaktere war in Teil 1 noch minimal besser, weil man die Aufeinandertreffen der einzelnen Killer da wenigstens noch variiert hat, hier hingegen wird stur die Formel abgearbeitet: John Wick gegen Killer A, John Wick gegen Killer B usw, den ganzen Film hindurch, ohne Atempause, ohne Story, ohne Emotionen.

Was hätte das für ein super Film werden können, hätte man das ganze mit einer zumindest etwas tiefergehenden Story verknpüft wie es zB im asiatischen Kino "The Man From Nowhere" oder "A Bittersweet Life" so super vorgemacht haben - aber nein, hier wird ALLES wegreduziert bis auf die Action, in einer Sturheit, die sogar Crank alt aussehen lässt.

Gestört hat mich bei der Dauer-Action eigentlich nur der Anfang, dieser wirkte ein wenig ZU aufdringlich auch von der Tonspur und von der Hektik her, ansonsten hat man sich glücklicherweise wieder auf die Stärken des Vorgängers besinnt, und diesen wie gesagt ebenso gründlich kopiert, in Sachen Style sogar noch übertroffen, in Sachen Storytelling aber leider nochmals unterboten.

Bleibt somit bei einer runden 5/10 Wertung. 5 für spitzenmäßige Action die im aktuellen Hollywoodkino ihresgleichen sucht, 0 Punkte dafür, dass das einfach kein guter Film ist.

Und der Ausgangsbasis am Ende nach zu schließen, sind die Voraussetzungen, was einen möglichen dritten Teil anbelangt, sogar noch übler, was die oben genannten Mängel angeht. Aber mal abwarten.

Wie gesagt, somit gibts "nur" 5/10 Punkte, weil außer der Action und den Locations schlicht nichts existiert, was man bewerten könnte.
31.12.2016 13:34 Uhr - TV-Zensur Hinweise für den 31.12.2016 (News)
Dazu fällt mir auch ein cooler Spruch ein:

"Ich habe kein Geld, um über die Feiertage in den Urlaub zu fahren. Also werde ich heute Abend einfach so viel trinken, bis ich nicht mehr weiß, wo ich bin." ^^

Hoffe ihr gleitet mit einem Grinsen in das neue Jahr 2017!
24.12.2016 14:45 Uhr - R.I.P.D. (SB)
Was mich an den Film gestört hat, ist die Tatsache dass es eigentlich eine harmlose (im Sinne von nicht weltbewegend), aber dennoch recht amüsante Action-Komödie geworden ist - die man leider auf Teufel komm raus mit einem Overkill an CGI Effekten überflutet hat. Sowas macht einen Film weder bedeutsamer noch besser, daher finde ich speziell bei diesem Film die hundert Millionen Dollar oder was auch immer da reingepulvert wurde einfach nur pure Verschwendung.

Und der beste Witz des ganzen Films ist tatsächlich der, der genau in der Sekunde vor dem Abspann kommt. Also man kommt mit einem Lachen in den Abspann - garantiert ;)
19.12.2016 01:17 Uhr - TV-Zensur Hinweise für den 19.12.2016 (News)
Das könnte ich immer wieder betonen, denn dieser Film hat mich damals beeindruckt dass es immer noch nachhallt: War of the Arrows - aufbleiben und bis zum Ende durchhalten, dann werdet ihr mit einer finalen, 30 Minütigen Actionsequenz im Stile des Apocalyto-Finales belohnt, die es derartig in sich hat, dass es beispiellos ist. MUSS man gesehen haben.
14.12.2016 00:50 Uhr - TV-Zensur Hinweise für den 13.12.2016 (News)
Reindeer Games läuft im Director´s Cut, allerdings in einigen Gewaltszenen geschnitten. Die Stelle wo Monster den angeschossenen Typen in der Holzhütte durchs Eis brechen lässt hat komplett gefehlt, und wie "Nick" mit den Darts Pfeilen malträtiert wird war auch größtenteils zensiert. Danach hab ich aufgehört, mir den Film anzusehen.
16.11.2016 09:51 Uhr schrieb marx1201
16.11.2016 04:14 Uhr schrieb Barry Benson
Töten aus niedrigen Beweggründen, sprich aus Spass an der Freud. Was ihn schon deswegen zum "131er" gemacht hätte! Daran sieht man, die Willkür der FSK!


Daran sieht man, dass die FSK liberaler wird.


NICHTS macht einen Film zu einem sogenannten 131er Kandidaten, denn genannter Paragraph ist eine einzige inakzeptable Lachnummer, die dringend abgeschafft gehört.
Die jedesmal völlig herbeifantasierten und absolut unbelegbaren Indizierungs- oder Beschlagnahmebeschlüsse könnte man ausnamslos genausogut in die andere Richtung umformulieren, weshalb besagter Film eben DOCH eine Freigabe erhalten könnte.
Nicht nur daran sieht man, dass das gesamte deutsche Jugendschutzsystem nach wie vor ein Graus ist. Und nur weil man sich inzwischen schon daran gewöhnt hat, heißt das nicht, dass man aufhören muss oder soll, sich darüber zu beschweren.
13.11.2016 23:27 Uhr - TV-Zensur Hinweise für den 13.11.2016 (News)
Das gehört schon direkt hier hinein ;)
10.11.2016 00:40 Uhr - 31 (Titel)
Wenn man mit diesem typischen Hardcore-Rock-Hillbilly Setting von Rob Zombie zurecht kommt, kann man diesem Machwerk sicherlich etwas abgewinnen. Abgesehen davon braucht es halt einfach mehr als ein paar Abschlachtereien, um einen guten Film zu machen. Die Story ist Müll, die meisten Dialoge jenseits der Schmerzgrenze, und auch die meisten Gore-Szenen sind nur in völlig verwackelter und somit unübersichtlicher Großaufnahme zu sehen.

The Devils Rejects war Zombies Meisterwerk, Lords of Salem sein Tiefpunkt. 31 ist irgendwo dazwischen.

4/10
06.11.2016 21:15 Uhr - Don't Breathe (Titel)
Ich muss da widersprechen. Null Story, null Inovation, aber immerhin jede Menge Suspense und eine recht nervenzerrende letzte Viertelstunde - somit ein typisches Fede Alvarez Werk.

Zudem kommt hier noch äusserst erschwerend hinzu, dass man den gesamten Film über nichtmal weiß, wer hier eigentlich die Hauptperson sein soll, mit der man als Zuschauer mitfiebern soll? Ich war voll auf der Seite des alten Mannes, der ja schließlich sein Heim beschützen will im Gegensatz zu den Jugendlichen die Nachts einbrechen und ihn ausrauben wollen.
Also wenn alleine dieser Fakt nichtmal geklärt werden kann, deutet das schonmal auf einen gravierenden Mangel im Drehbuch hin. Es gibt unzählige weitere heftige Logik-Schnitzer, die man aber unter den Tisch fallen lassen kann.

Also als komplette Zeitverschwendung würde ich es nicht bezeichnen, aber am Ende des Filmes ist man eben auch nicht schlauer. Man hat halt rückstandslose 88 Minuten verbracht. Und genau das liefert Fede Alvarez immer wieder mit jedem neuen Film den er produziert. Deshalb werde ich auch nie ein Fan von seinen Werken sein.

5/10
06.11.2016 16:04 Uhr - Martyrs (SB)
Einer der besten und verstörensten Horrorfilme die ich jemals gesehen habe. Ich war damals 15, glaube ich, und ohnehin bereits aufs äusserste abgehärtet in dem Sektor, aber Martyts hat mich echt fertig gemacht.
Und das meine ich im Positiven Sinne.

Was würde ich darum geben, dass Horrorfilme auch jetzt noch diese nachhaltige Wirkung auslösen, wie man sie als Kind durchmacht. Denn genau das ist ja die Intention eines Horrorfilmes: Blankes Entsetzen auszulösen, und im Idealfall auch noch zum nachdenken anregen. Beides liefert dieser Film in einer Perfektion und Konsequenz, die seinesgleichen sucht.

Habe den Film seit damals nie wieder gesehen, weil er wohl für den Rest meiner Tage in vollem Umfang in mein Gedächtnis eingespeichert ist.
Somit auch für mich ganz klar der beste französische Horrorfilm aller Zeiten.

10/10
09.10.2016 22:38 Uhr - Shallows, The (Titel)
Diesmal gönne ich mir ausnamsweise den Luxus, den Text den ich hierzu in einem englischen Forum verfasst habe, einfach 1:1 hier rüberzukopieren:

"Amusing yet unpretending thriller, like a fast food dinner. You enjoy it while it lasts, and dont waste any more thoughts about it after its finished. The shark was just plain cgi so its not comparable to JAWS where you were scared to enter any form of waters after watching it. Plus the final 5 mins where a total lack of logic, but that doesnt really matter. 3/5 cause it will entertain you with lots of suspense."

Also aufgerundet auf unser 10er Wertungssystem ergibt das eine runde 6/10
05.10.2016 20:44 Uhr - Blair Witch (Titel)
Desaströs.
Anscheinend haben die Macher das Konzept eines Found Footage Films nichtmal ansatzweise verstanden. Der Sinn eines solchen ist es eigentlich, durch die Kameraführung den Eindruck von Realismus zu erwecken. Aber was hier bei diesem Blair Witch Projekt Remake (oder Fortsetzung? Da haben sich die Macher scheinbar selbst nicht so ganz festlegen können) fabriziert wurde, ist das genaue Gegenteil. Man sieht die Kameraführung zwar durchgehend durch die Augen der Protagonisten, allerdings folgt wirklich alle zwei bis drei Sekunden ein Schnitt, was das gesamte Seherlebnis zerstört, denn so wirkt es wie ein ganz konventionell gefilmter Film - nur zusätzlich mit durchgehender extremer Wackelkamera. Eine sehr schlechte Mischung.
Diese langen Einstellungen die man aus der Ego-Perspektive sieht wie die Protagonisten in Teil 1 durch den Wald irren, all sowas fehlt hier komplett, da wirklich permanent und völlig sinnfrei hin- und hergeschnitten wird, und zwar im Sekundentakt.

Innovationen gibt es NULL. Die gesamten bereits bekannten Zutaten aus dem Original werden hier stur wiederholt, die Steinhaufen, die Holzpuppen, die Hütte der Hexe usw.
Inhaltlich also eine dürftige Kopie, und von der Technischen Umsetzung her sogar noch schlechter als das Original, weil wie gesagt diese beklemmende Found Footage-Realismus gar nicht erst eintritt, durch den viel zu hektischen Schnittrythmus.
Als der Film etwa eine Stunde lang lief war für mich bereits der Entschluss gefasst, diesem von Grund auf verpfuschten Machwerk die Tiefstbewertung zu verpassen.

Allerdings muss ich zugeben, dass die letzten 15 Minuten dann doch noch ordentlich anziehen, und durchaus blanker Horror noch ausbricht. Aber auch dies geschieht überhaupt nicht auf diejenige subtil-schreckliche Art wie es das Finale vom Original hinbekommen hat, sondern im Gegenteil, man bekommt das ganze mit dem Holzhammer präsentiert durch Hektik, Geschrei, Lärm und Blut. Also wieder typisch auf die heutige Zielgruppe zugeschnitten. Null Innovationen, und für 15 Minuten Nervenkitzel lohnt sich ein Kinoticket nie und nimmer.

Wenn der Film alleine für sich selbst stehen würde wäre das schon eine schlechte Leistung, aber als Fortsetzung/Remake eines solchen Genre-Prägenden Kultfilmes ist das einfach nur Blamabel.
Wie gesagt, ein blanker 1/10 Kandidat, aber aufgrund der doch recht furchterregenden letzten Viertelstunde hebe ich die Wertung dann doch noch auf eine knappe 3/10. Nichtsdestotrotz ein kompletter Reinfall, und absolut keine Empfehlung.

Wenn ihr handfesten Found-Footage Horror sehen wollt, schaut euch Grave Encounters Teil 1 und 2 an, oder V/H/S 1.
06.08.2016 00:32 Uhr - Everly (Titel)
Also der Drehbuchautor dieses Machwerkes gehört verprügelt. Sowas wie eine Story ist schlicht nicht existent, und jegliche Handlungsabläufe im gesamten Film sind derartig unlogischer Unfug, dass man eigentlich permanent nur lachen oder den Kopf schütteln kann.
Und das Schlimme dabei ist, dass dem ganzen jegliche abfedernde Ironie fehlt, was zB COMMANDO zu einem absoluten Überfilm gemacht hat.
Bei Everly bekommt man den ganzen hirnverbrannten Stuss so serviert, als ob das alles tatsächlich ernst gemeint ist.

Die einzige Chance diesen Film zu genießen ist diejenige, dass man es schafft seinen IQ in den Keller zu drücken und gleichzeitig den Promillewert in die Höhe zu treiben, bis letzterer ersteren übersteigt. (In den letzten Jahren hat sich das amerikanische Kino in alamierendem Maße dahingehend entwickelt, dass man viele ihrer Filme tatsächlich ausschließlich nur noch auf diese Art konsumieren kann - man denke nur an zB Hardcore Henry. Ich frage mich, wohin diese Entwicklung noch führen wird. Wenn man sich schon daran gewöhnt, dass man US-Filme nur noch toll finden kann wenn man sein Gehirn vorher lahmlegt, wäre das irgendwie ziemlich ungünstig)

Der Regisseur und der Kameramann haben immerhin versucht das Beste aus dieser Misere zu machen, daher gibt es permanent was cooles zum Schauen, was den Film zumindest als Partyunterhaltung tauglich macht, wo man nicht aufpassen muss und es sowieso keine Story gibt, die man verstehen muss.

Also kurz gefasst: Optik okay, Inhalt gleich hirntot.
3/10

PS: Was sich die Macher dabei gedacht haben, ein Weinhnachtslied als Schluss-Song zu verwenden, war mir ein Rätsel, aber mit Logik braucht man hier sowieso nicht zu kommen ^^
01.08.2016 00:48 Uhr - Ip Man 3 (Titel)
Die große Stärke der Ip Man Filme ist ja die, dass diese auch abseits der Kampf-Sequenzen verdammt gute Filme sind, mit einer recht ordentlichen Story, sehr sympathischen Charakteren, und eben Donnie Yen, den Maestro aller Martial-Arts Schauspielern. (der Kerl hat so unglaublich viel Charisma, das ist unglaublich)

Dieser insgesamt Fünfte Film der Reihe wirkt jedoch nicht ganz so rund wie die Vorgänger (wobei Teil 1 und 2 auch nicht mehr zu übertreffen sind. Teil 2 ist für mich einer der TOP 3 Martial Arts-Filme aller Zeiten), zudem frage ich mich wie es ein Anti-Darsteller wie Mike Tyson geschafft hat, gecastet zu werden. Besonders im O-Ton klingt das jedesmal unerträglich wenn er den Mund aufmacht, da er zwar englisch spricht, aber immer wieder chinesische Wörter mitten in den Sätzen einstreut, was offenbar cool wirken soll, aber in Wahrheit ziemlich dämlich wirkt.
Zudem ist eigentlich bis zum Ende hin nicht ganz klar, wer denn nun der Haupt-Antagonist des Filmes ist. Zwischendurch gibts einen recht spektakulären Kampf gegen einen Thai-Krieger, der allerdings recht zusammenhangslos irgendwie hineinimplementiert wurde, fast schon wie ein Lücken-Füller nur damit es ein paar mehr Kampf-Sequenzen gibt.

Daher wirkt dieser Fünfte Film wie gesagt bei weitem nicht so Rund wie die ersten Drei, deswegen würde ich ihn "nur" als den bisher Viert-Besten der Fünf erschienenen Ip-Man Teile einordnen.

6/10

PS Finde auch den Running Gag mit Bruce Lee sehr lustig. In jedem der Ip Man Teile taucht hin und wieder der junge Bruce auf, in verschiedenen Altersstufen, der jedesmal wieder darauf drängt, von IP Man unterrichtet werden zu dürfen, immer total überheblich und verschnöselt (auf eine lustige Art).
Daher bekommt er auch ein ums andere Mal einen Korb - aber wir wissen ja, wie die Geschichte weiterging ^^
02.07.2016 00:27 Uhr - Population 436 (SB)
Merci für den guten Schnittbericht!
Habe mir den Film ohne irgendwas darüber zu wissen spontan in der Nachtwiederholung angesehen, und war positiv überrascht. Eine relativ interessante Ausgangsidee steigert sich ganz subtil zu einem milden, aber atmosphärisch beklemmenden Grusel, bei dem man voll und ganz mit der Hauptperson mitfiebert.
7/10



SPOILER

Dem Gegenüber steht allerdings ein Ende, dem ich grundsätzlich immer abgeneigt bin, denn den Helden nach allen bestandenen Prüfungen einfach trotzdem noch sterben zu lassen ist aus dramaturgischer Sicht immer Publikums-Veraraschung - es sei denn man lässt im Laufe des Films irgendwann oder irgendwie einfließen, dass auch ein Tod des Helden keinen Weltuntergang bedeutet (übertragen gesprochen natürlich), und wenn ich mich Recht erinnere wurde genau das hier getan, denn man erfährt dass seine Frau und sein Kind gestorben sind, de facto gibt es also niemanden der zuhause auf ihn wartet, was so ein Nicht-Happy-End damit aus dramaturgischer Sicht wieder rechtfertigt.
(Ich hoffe das klingt jetzt nicht allzu verwirrend ^^)
11.06.2016 22:14 Uhr - Holidays (Titel)
Hier werden zum Teil sehr frische Ideen mit anderen, bereits Altbekannten vermengt, so wie eben üblich in Anthologien. Der positive Aspekt überwiegt hierbei jedoch.
Besonders die Halloween-Geschichte schafft es, komplett ohne die üblichen Halloween-Klisches zu beeindrucken ;)
Highlight ist dennoch die Weihnachts-Story, ganz klar.
Beeindruckt hat mich auch die Vatertags-Episode, die von Anfang an eine bedrückende Spannung aufbaut und diese kontinuierlich steigert bis zu einer in der Luft liegenden, fast greifbaren Bedrohung - und dann jedoch eine unbefriedigende Auflösung bietet. Das hat mich etwas geärgert.

Dennoch ---> 7/10
08.06.2016 22:22 Uhr - Hardcore (Titel)
Was für eine ermüdende, hektische Gewaltorgie!
Alle die Ritalin statt Smarties fressen und jeder der die "Crank" Filme zu langweilig findet erlebt hier sicherlich eine aufregende Zeit, aber alle anderen werden spätestens nach 45 Minuten erschöpft das Handtuch werfen. (das Hirn schaltet sich jedoch schon lange vorher ab)
Hier wird komplett auf alles gepfiffen was für das Medium "Film" eigentlich essentiell ist, Dramaturgie, ein roter Faden, Charaktere, ect. Dafür wird alle 10 Sekunden wild drauflosgeballert und das generelle Motto von Hardcore Henry scheint zu sein, einfach alle umzubringen.

Eine halbe Stunde Call of Duty zu spielen macht um einiges mehr Spaß als geschlagene 96 Minuten einer zwar gut gemachten, aber viel zu breit ausgewalzten und völlig maßlosen Gewalt-Groteske zuschauen zu müssen.

4/10



SB.com