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Phenomena
OT: Phenomena
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Note: 8,80 (51 Stimmen) Details
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Inhalt:
Nach dem Mord an einer dänischen Touristin hat die Polizei nur ein Beweisstück: den abgetrennten halb verwesten Schädel des Opfers. Sie schaltet Professor McGregor ein, dessen Assistentin Rita ebenfalls ein Opfer des ... [mehr]
Inhalt:
Nach dem Mord an einer dänischen Touristin hat die Polizei nur ein Beweisstück: den abgetrennten halb verwesten Schädel des Opfers. Sie schaltet Professor McGregor ein, dessen Assistentin Rita ebenfalls ein Opfer des Killers wurde. Als Spezialist für Insektenkunde kann er aufgrund der an den Leichenteilen befindlichen Fliegen und Maden an den genauen Todeszeitpunkt feststellen. Zur selben Zeit kommt Jennifer Corvino in Zürich an, um dort das Internat zu besuchen. Sie hat die außergewöhnliche Begabung, Insekten zu rufen und auch kontrollieren zu können. Als der Killer erneut zuschlägt sind die Opfer Schülerinnen aus dem Internat. Durch den Fund eines Handschuhes, welcher mit Larven einer bestimmten Fliegenart bedeckt ist, welche sich nur von Leichen ernährt, kommt der Professor auf die Idee, dass Jennifer sich mit Hilfe einer dieser Fliegen zum Aufbewahrungsort der Leichen führen lassen kann. Und tatsächlich wird Jennifer zu einem alten Haus geführt, wo sie mit Erschrecken feststellen muss, dass die Morde der letzten Zeit bei weitem nicht die einzigen waren... (17.09.2011, Quelle: Dragon Film Entertainment DVD-Cover) [einklappen]

Reviews
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14.04.2013 01:38 Uhr -
Dissection78
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Nach dem Mord an einer dänischen Touristin hat die Polizei nur ein Beweisstück: den abgetrennten, halb verwesten Schädel des Opfers. Sie schaltet Professor McGregor ein, dessen Assistentin Rita ebenfalls ein Opfer des Killers wurde. Als Spezialist für Insektenkunde kann er aufgrund der an den Leichenteilen befindlichen Fliegen und Maden an den genauen Todeszeitpunkt feststellen. Zur selben Zeit kommt Jennifer Corvino in Zürich an, um dort das Internat zu besuchen. Sie hat die außergewöhnliche Begabung, Insekten zu rufen und auch kontrollieren zu können. Als der Killer erneut zuschlägt sind die Opfer Schülerinnen aus dem Internat. Durch den Fund eines Handschuhes, welcher mit Larven einer bestimmten Fliegenart bedeckt ist, welche sich nur von Leichen ernährt, kommt der Professor auf die Idee, dass Jennifer sich mit Hilfe einer dieser Fliegen zum Aufbewahrungsort der Leichen führen lassen kann. Und tatsächlich wird Jennifer zu einem alten Haus geführt, wo sie mit Erschrecken feststellen muss, dass die Morde der letzten Zeit bei weitem nicht die einzigen waren... (Quelle: Dragon Film Entertainment)
Nach Sergio Leones "Es war einmal in Amerika" spielte Jennifer Connelly erneut unter der Ägide eines italienischen Regisseurs... und das ziemlich gut. Neben ihr sind u.a. Donald Pleasence, Daria Nicolodi und Patrick Bauchau ("Panic Room", "2012 - Das Ende der Welt") zu sehen. Pleasence gibt seine Rolle leise und zurückgenommen, Bauchau ist cool und Signora Nicolodi fällt dem Overacting anheim.
Nach "Tenebrae" drehte Dario Argento im Jahr 1984 dieses 1985 erschienene Horror-/Gruselmärchen, in dem Motive aus den klassischen Gialli Argentos mit seinem übersinnlichen Horror à la "Suspiria" kombiniert werden.
Und wie beispielsweise David Lynch ist Dario Argento nicht bereit Bildern oder Sequenzen Begriffe zuzuordnen, nur um der Erklärung und Rechtfertigung willen. Dies ist für ihn ein irrelevanter und überflüssiger Teil des kreativen Prozesses. Der Wunsch, mit seinen Filmen das Publikum direkt anzusprechen, verbunden mit dem Vertrauen auf die Augen und Ohren der Zuschauer, erzeugen diese seltsame Wirkung auf die Sinne und den Geist. Natürlich ist Lynch da radikaler, denn Argento geht etwas leichtfüßiger und - zumindest in vorliegendem Fall - märchenhafter vor.
Oder wie Argento selbst sagte: "Ich inszeniere meine Filme wie große Feste (...) Für mich spielt im Film alles mit; Dekorationen, Lichtkombinationen, psychedelische Effekte, künstliche Klänge (...) Dies alles ergibt ein Gesamtkunstwerk, in dem sich eine Reinheit entwickelt, die wie ein Zuschauer nach dem Mysterium sucht." (zitiert aus "Cinema")
Die bewusst überzeichneten Figuren gehen mit den faszinierenden Bildern und der peitschenden Musik eine interessante Symbiose ein. Einerseits ist vieles grotesk dargestellt - und mit Metal unterlegt u.a. von "Iron Maiden", was in einigen Szenen und in meinen Augen recht gut funktioniert, sowie "Motörhead" (das funktioniert weniger gut) -, andererseits gibt es etliche ruhige Momente, in denen ambient-artige Musik im Hintergrund zu hören ist. Und gerade Letzteres passt perfekt in die schöne Landschaft der Schweiz und zur unheimlichen Atmosphäre. Der Score stammt nebenbei wieder von Goblin, einige Kompositionen steuerten Simon Boswell und Bill Wyman bei.
Die alte deutsche VHS-Fassung war um 6 Minuten gekürzt und indiziert. 2012 wurde "Phenomena" vom Index gestrichen.
Die amerikanische R-Rated-Fassung mit dem Titel "Creepers" ist um sage und schreibe fast 32 Minuten gekürzt.
Eine 2012 erschienene FSK-16-Fassung von Ascot Elite ist um ca. 9 Sekunden geschnitten.
Uncut kam "Phenomena" ebenfalls 2012 von XT Video heraus (s. hierzu die Schnittberichte von Magiccop, Forrest und Eiskaltes Grab).
Es gibt Fans, die "Phenomena" für einen der schwächeren Argento-Streifen halten. In gewissem Maße kann ich das sogar nachvollziehen. Doch ich muss gestehen, ich liebe den Film und kann noch nicht mal genau benennen, warum das so ist. Doch in meinen Augen ist "Phenomena" einfach ein schaurig-schönes, bizarres Horrormärchen. Wie Alice im Wunderland auf einem Drogen-Horrortrip, dazu geniale Kamerafahrten (DoP: Romano Albani), die tolle Schweizer Landschaft und die Musik, die mal hervorragend passt und manchmal komplett danebenhaut.
Aber gerade dies macht, neben der seltsamen, abseitigen Story sowie Jennifer Connelly und Donald Pleasence in den Hauptrollen, den alptraum- und zugleich märchenhaften Charme dieses Filmes aus. Da fallen mir immer zwei Worte aus dem Englischen ein: "ethereal" und "eerie".
Für mich zusammen mit "Profondo Rosso", "Suspiria" und "Tenebrae" das beste Argento-Werk. "Phenomena" ist übrigens auch Argentos eigener Favorit.
Bewertung: 9/10
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2.
14.11.2012 20:23 Uhr -
Matt²
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Mitarbeiter
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Nach dem Mord an einer dänischen Touristin hat die Polizei nur ein Beweisstück: den abgetrennten halb verwesten Schädel des Opfers. Sie schaltet Professor McGregor ein, dessen Assistentin Rita ebenfalls ein Opfer des Killers wurde. Als Spezialist für Insektenkunde kann er aufgrund der an den Leichenteilen befindlichen Fliegen und Maden an den genauen Todeszeitpunkt feststellen. Zur selben Zeit kommt Jennifer Corvino in Zürich an, um dort das Internat zu besuchen. Sie hat die außergewöhnliche Begabung, Insekten zu rufen und auch kontrollieren zu können. Als der Killer erneut zuschlägt sind die Opfer Schülerinnen aus dem Internat. Durch den Fund eines Handschuhes, welcher mit Larven einer bestimmten Fliegenart bedeckt ist, welche sich nur von Leichen ernährt, kommt der Professor auf die Idee, dass Jennifer sich mit Hilfe einer dieser Fliegen zum Aufbewahrungsort der Leichen führen lassen kann. Und tatsächlich wird Jennifer zu einem alten Haus geführt, wo sie mit Erschrecken feststellen muss, dass die Morde der letzten Zeit bei weitem nicht die einzigen waren... (Quelle: Dragon Film Entertainment )
Achja, die klassichen Argentos sind eben doch die Besten und dieser hier gehört für mich immer noch zu seinen Top 3.
Warum ? Setting, Cast und vorallem die grandiose Bildsprache die der gute Dario grade in seinen älteren Werken so vortrefflich umsetzen konnte sind gerade bei Phenomena wirklich phenomenal. Desweiteren ist der Soundtrack von Goblin auch hier wieder stets präsent und passend eingesetzt und wird sogar noch durch Iron Maiden und Motörhead ergänzt, klasse ! Die FX von Servio Stivaletti sind gut gelungen und passend inszeniert.
Die Arrow BD (die ich jedem nur wärmstens empfehlen kann) hat auch bei diesem Argento wieder eine herrausragende Qualität in Bild und Ton. Das Bild ist so scharf und detailreich das man gar nicht merkt wie alt der Film doch eigentlich schon ist.
Bewertung: 9/10
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3.
23.07.2012 22:07 Uhr -
cecil b
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Mitarbeiter
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Phenomena gehört zu Argentos seltsamsten Filmen. Und dass muss schon was heißen !
Die jugendliche Jennifer zieht in ein Züricher Internat. Dort wurde gerade eine Schülerin blutigst ermordet. Nur ihr Kopf konnte wiedergefunden werden. Anhand einiger Maden die sich an dem Kopf laben, können die Polizisten feststellen, wann sie ermordet wurde. Dabei hilft ihnen Professor McGregor, ein Insektenexperte. Dieser versteht sich bestens mit Jennifer, die Insekten über alles liebt. Von den Mitschülerinnen wird sie eher nicht gemocht. Sie lachen über ihre Liebe zu Insekten.Mit Insekten versteht sie sich besser, als mit den meisten Menschen. Da der Prof. im Rollstuhl sitzt, und somit auf die Hilfe eines Schimpansen angewiesen ist, sind für ihn Tiere auch bedeutender als Menschen. Zumindest so lange sie Leben ! Als dann weitere Morde geschehen, versuchen der Prof. und Jennifer herauszufinden, wer hinter den Morden steckt. Jennifer entdeckt ihre Fähigkeit, beim Schlafwandeln Visionen der Morde zu haben. Sie versucht vor Morden zu warnen, wird dafür aber nur für Krank oder Drogensüchtig gehalten. Sie gibt aber nicht auf zu versuchen, den Mörder zu finden. Als dann noch der Prof. stirbt, ist sie auf sich alleine gestellt. Sie erlebt unfassbares Grauen !
Die Oskar- prämierte Jennifer Connely in einem Argento ? Der Hammer ! Sie ist der Beweis für : Wahre Schönheit vergeht nie ! Argentos Film ist wieder ziemlich kunstvoll gestaltet. Statt schriller, bedeutungsvollen Farben, setzt er diesmal stark darauf, kräftige Schwarz und Weiß Kontraste hervorstechen zu lassen. Die Figur der Jenifer könnte aus einen Märchen stammen. Sie wird gemobbt und von der Internatsleitung für nicht zurechnungsfähig erklärt. Und dass bloß weil sie anders ist. Schwarz/ Weiß denken ? Aber dass, was Jennifer anders macht, ist dann ja ihre größte Stärke.
Der Film hat interessante und blutige Momente. Aber er hat seine Längen, die ihn nicht durchgängig spannend halten. Da das Internat wieder ein gutes Gesellschaftssymbol wiedergibt, ist der anarchistische Humor schon recht unterhaltsam. Aber der Film hat auch seine Schwierigkeiten. Er ist ein Märchen, wie es für Kinder gedreht wird, und er ist ein Splatterfilm. Leider geht dieser gewagte Mischmasch nicht ganz auf. In dem einem Moment findet man den Film rührend kitschig, im nächsten geschehen recht billig getrickste Splatterszenen mit Iron Maiden Musik ! So kann man weder das Märchen, noch den Splatter ganz ernst nehmen. Trotzdem muss man sagen, dass das krasse, kuriose Finale einfach ein Brüller ist. Kaum zu glauben, was Argento da auf den Zuschauer los lässt ! Leider gibt es aber Momente, in der die Syncro den Film zweckentfremdet ! Jennifer und der Schimpanse verstehen sich nämlich wortlos ! Na Ja, geht schlimmer.
Mit Phenomena ist es ein bisschen wie mit Hellraiser 3. Beide zünden nicht richtig,haben zu trashige Momente, haben aber ein so kultiges Terrorfinale, dass sie überzeugen können. Wobei PHENOMENA eine höhere Liga ist !.Ein kunstvolles Meisterstück, welches experimenteller Stil manchmal den Faden zur Dramaturgie verliert.
7 Punkte. Demented Foreeeeever !
P.S: Wenn Jenny durch den Wald rennt, sind im Hintergrund Gestalten(?) oder andere Konturen zu erkennen !
Bewertung: 7/10
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