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Veröffentlicht am von The Undertaker

Dead Rising - Beschlagnahme aufgehoben

Videospiel verstößt somit nicht mehr gegen §131 StGB (Update)

Bis vor kurzem schaffte es noch kein Teil der Dead Rising-Reihe nach Deutschland: während Teil 1 (2006) und Teil 2 (2010) beschlagnahmt wurden, landete Dead Rising 3 (2013) bisher "nur" auf Liste B. Auch zwei weitere Teile wurden auf Liste B indiziert.

Erst Dead Rising 4, der erst ebenfalls nicht zu uns kommen sollte, bekam dann doch im Januar 2017 ungekürzt eine Freigabe und wurde in Deutschland veröffentlicht. Und nun folgt die nächste Überraschung: wie die BPjM in ihrem aktuellen Report berichtet, wurde die seit 2007 bestehende Beschlagnahme von Dead Rising aufgehoben und der Titel in Liste A umgetragen.

EDIT 28.11.: wie Gamestar berichtet, haben sie von Capcom erfahren, dass es im Juni 2017 eine neue Beschlagnahme beim AG Duisburg zu Dead Rising gab, die bisher auch nicht von der BPjM bekanntgemacht wurde. Capcoms Anwälte sind aber auch da bereits dran und wollen den Beschluss nun ebenfalls aufheben lassen, bevor sie einen Antrag auf Listenstreichung bei der BPjM stellen. Hier gibt es zum Fall weitere Infos.

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Dead Rising

(OT: Dead Rising, 2006)
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Kommentare

27.11.2017 18:10 Uhr - DanTheKraut
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Habe ich auch gelesen, ein Meilenstein was Spiele angeht.

27.11.2017 18:23 Uhr - DriesVanHegen
1x
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Nachdem der 4. ja endlich ungekürzt und überhaupt offiziell zu uns kam, war das in meinen Augen nur eine Frage der Zeit.
Wer diesen absolut überspitzten Trashfilm zum Mitspielen überhaupt so ernst nehmen konnte, um ihn auch noch als gewaltverherrlichend einzustufen...

27.11.2017 18:28 Uhr - fidezi
1x
Schön das es auch im bereich der Unterhaltungssoftware in diesem Jahr große Fortschritte gab.
Filmtechnisch ist der BPJM Report diesen Monat ja eher unspektakulär.
Zumindest "Rechtshistorisch" ist aber noch interressant das mit dem Roman
Josefine Mutzenbacher ein echtes Urgestein vom Index entlassen wurde.
27 Jahre nach der Mutzenbacher- Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes und läpische 49 Jahre ! nach der Erstindizierung.

27.11.2017 18:33 Uhr - Dandom
Die Remastered Version für Xbox One ist offenbar noch auf Listenteil B bzw. wurde nicht umgetragen, OBWOHL sie damals aufgrund von im Wesentlichen inhaltsgleich zur Erstveröffentlichung indiziert wurde. Vgl. aktuelle Bekanntmachung und Bekanntmachung Nr. 5/2017.

27.11.2017 19:57 Uhr - fidezi
27.11.2017 18:33 Uhr schrieb Dandom
Die Remastered Version für Xbox One ist offenbar noch auf Listenteil B bzw. wurde nicht umgetragen, OBWOHL sie damals aufgrund von im Wesentlichen inhaltsgleich zur Erstveröffentlichung indiziert wurde. Vgl. aktuelle Bekanntmachung und Bekanntmachung Nr. 5/2017.

Liegt bestimmt daran das der Beschluss des Amtsgerichts Hamburg sich nur auf die Aufhebung der beiden bestehenden Beschlagnahmungen (Xbox 360 Fassungen) bezieht und diese daher zwingend durch die BPJM umzutragen waren. Die Xbox One Fassung muss die BPJM noch aus eigener Initiative bzw. von Amtswegen gemäß § 18 Abs.7 S.1 JuSchG neubewerten und dann eventuell umtragen.

27.11.2017 20:02 Uhr - Dandom
27.11.2017 19:57 Uhr schrieb fidezi
27.11.2017 18:33 Uhr schrieb Dandom
Die Remastered Version für Xbox One ist offenbar noch auf Listenteil B bzw. wurde nicht umgetragen, OBWOHL sie damals aufgrund von im Wesentlichen inhaltsgleich zur Erstveröffentlichung indiziert wurde. Vgl. aktuelle Bekanntmachung und Bekanntmachung Nr. 5/2017.

Liegt bestimmt daran das der Beschluss des Amtsgerichts Hamburg sich nur auf die Aufhebung der beiden bestehenden Beschlagnahmungen (Xbox 360 Fassungen) bezieht und diese daher zwingend durch die BPJM umzutragen waren. Die Xbox One Fassung muss die BPJM noch aus eigener Initiative bzw. von Amtswegen gemäß § 18 Abs.7 S.1 JuSchG neubewerten und dann eventuell umtragen.


Ja, ich hätte gedacht, dass sie es bereits diesen Monat hätte machen müssen. Sonst ergibt das ganze Konstrukt ja keinen Sinn. Allerdings will ich der BPjM auch keinen regelrechten Rechtsfehler unterstellen. Na ja, vermutlich wird das nächsten Monat umgetragen.

27.11.2017 20:14 Uhr - The Undertaker
3x
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Die BPjM übersieht immer wieder mal inhaltsgleiche Fassungen, die dann meist einen Monat später auch umgetragen/gestrichen werden (siehe diesen Monat die DVD von "Stark", der letzten Monat schon als VHS gestrichen wurde).

28.11.2017 10:06 Uhr - SledgeNE
Sehr schön. :-)

28.11.2017 13:08 Uhr - Oberstarzt
Sauber, was haben wir damals das Ösi-Import-Game auf der X-Box gezockt! Sau schwer war das!

27.11.2017 18:23 Uhr schrieb DriesVanHegen
...Wer diesen absolut überspitzten Trashfilm zum Mitspielen überhaupt so ernst nehmen konnte, um ihn auch noch als gewaltverherrlichend einzustufen...

Ich gehe mal davon aus, dass denen das Fotografieren der Gewaltszenen, je brutaler umso besser und dann noch mit "Gewalt!"-Einblendungen, übel aufstieß.

Das hatte auch schon was Makabreres :-)

28.11.2017 16:43 Uhr - purchaser
Videospiel verstößt somit nicht mehr gegen §131 StGB


Das muss mir jemand erklären. Heißt das nun, das Videospiel wurde so verändert, dass es nicht mehr gegen den §131 StGB verstößt, oder wurde der §131 StGB verändert? Es gibt ja nur diese beiden Möglichkeiten.
Eine andere wäre nur noch, dass die BPjM eine Institution reiner Willkür darstellt.

28.11.2017 16:58 Uhr - DriesVanHegen
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28.11.2017 13:08 Uhr schrieb Oberstarzt
Sauber, was haben wir damals das Ösi-Import-Game auf der X-Box gezockt! Sau schwer war das!

27.11.2017 18:23 Uhr schrieb DriesVanHegen
...Wer diesen absolut überspitzten Trashfilm zum Mitspielen überhaupt so ernst nehmen konnte, um ihn auch noch als gewaltverherrlichend einzustufen...

Ich gehe mal davon aus, dass denen das Fotografieren der Gewaltszenen, je brutaler umso besser und dann noch mit "Gewalt!"-Einblendungen, übel aufstieß.

Das hatte auch schon was Makabreres :-)

Und wenn es bei Teil 4 niemanden mehr stört, kann's beim Erstling ja auch nicht mehr so garstig sein ;)

28.11.2017 17:46 Uhr - FranzBauer
27.11.2017 18:28 Uhr schrieb fidezi
Schön das es auch im bereich der Unterhaltungssoftware in diesem Jahr große Fortschritte gab.
Filmtechnisch ist der BPJM Report diesen Monat ja eher unspektakulär.
Zumindest "Rechtshistorisch" ist aber noch interressant das mit dem Roman
Josefine Mutzenbacher ein echtes Urgestein vom Index entlassen wurde.
27 Jahre nach der Mutzenbacher- Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes und läpische 49 Jahre ! nach der Erstindizierung.

Wobei ich die Indizierung hier ganz gut nachvollziehen kann. Schließlich musste die gute Josefine im bekannten Pornospielfilm um unfassbare zehn Jahre altern.

28.11.2017 16:43 Uhr schrieb purchaser
Videospiel verstößt somit nicht mehr gegen §131 StGB


[...] Eine andere wäre nur noch, dass die BPjM eine Institution reiner Willkür darstellt.


Und hier der obligatorische Hinweis, dass die BPjM mit der Beschlagnahmung nicht direkt etwas zutun hat.

28.11.2017 18:55 Uhr - Dandom
Die Meldung braucht wohl ein Update. http://www.gamestar.de/artikel/dead-rising-teil-1-nicht-laenger-beschlagnahmt,3322841.html

Die Umtagung war wohl ein Versehen, es besteht weiterhin ein neuer Beschluss eines AGs aus diesem Jahr.

28.11.2017 20:48 Uhr - The Undertaker
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28.11.2017 16:43 Uhr schrieb purchaser
Videospiel verstößt somit nicht mehr gegen §131 StGB


Das muss mir jemand erklären. Heißt das nun, das Videospiel wurde so verändert, dass es nicht mehr gegen den §131 StGB verstößt, oder wurde der §131 StGB verändert? Es gibt ja nur diese beiden Möglichkeiten.
Eine andere wäre nur noch, dass die BPjM eine Institution reiner Willkür darstellt.

Nein, weder das Game noch das Gesetz wurde geändert. Es liegt einfach daran, dass der Richter 2007 es so sah und der Richter jetzt wieder anders.

28.11.2017 18:55 Uhr schrieb Dandom
Die Meldung braucht wohl ein Update. http://www.gamestar.de/artikel/dead-rising-teil-1-nicht-laenger-beschlagnahmt,3322841.html

Die Umtagung war wohl ein Versehen, es besteht weiterhin ein neuer Beschluss eines AGs aus diesem Jahr.

Danke, ergänzt.

28.11.2017 22:00 Uhr - Ludwig
28.11.2017 20:48 Uhr schrieb The Undertaker
28.11.2017 16:43 Uhr schrieb purchaser
Videospiel verstößt somit nicht mehr gegen §131 StGB


Das muss mir jemand erklären. Heißt das nun, das Videospiel wurde so verändert, dass es nicht mehr gegen den §131 StGB verstößt, oder wurde der §131 StGB verändert? Es gibt ja nur diese beiden Möglichkeiten.
Eine andere wäre nur noch, dass die BPjM eine Institution reiner Willkür darstellt.

Nein, weder das Game noch das Gesetz wurde geändert. Es liegt einfach daran, dass der Richter 2007 es so sah und der Richter jetzt wieder anders.

28.11.2017 18:55 Uhr schrieb Dandom
Die Meldung braucht wohl ein Update. http://www.gamestar.de/artikel/dead-rising-teil-1-nicht-laenger-beschlagnahmt,3322841.html

Die Umtagung war wohl ein Versehen, es besteht weiterhin ein neuer Beschluss eines AGs aus diesem Jahr.

Danke, ergänzt.

Am besten wäre es die Überschrift zu ändern.

29.11.2017 02:11 Uhr - Dandom
28.11.2017 22:00 Uhr schrieb Ludwig
28.11.2017 20:48 Uhr schrieb The Undertaker
28.11.2017 16:43 Uhr schrieb purchaser
Videospiel verstößt somit nicht mehr gegen §131 StGB


Das muss mir jemand erklären. Heißt das nun, das Videospiel wurde so verändert, dass es nicht mehr gegen den §131 StGB verstößt, oder wurde der §131 StGB verändert? Es gibt ja nur diese beiden Möglichkeiten.
Eine andere wäre nur noch, dass die BPjM eine Institution reiner Willkür darstellt.

Nein, weder das Game noch das Gesetz wurde geändert. Es liegt einfach daran, dass der Richter 2007 es so sah und der Richter jetzt wieder anders.

28.11.2017 18:55 Uhr schrieb Dandom
Die Meldung braucht wohl ein Update. http://www.gamestar.de/artikel/dead-rising-teil-1-nicht-laenger-beschlagnahmt,3322841.html

Die Umtagung war wohl ein Versehen, es besteht weiterhin ein neuer Beschluss eines AGs aus diesem Jahr.

Danke, ergänzt.

Am besten wäre es die Überschrift zu ändern.


Na ja, die Überschrift passt doch immer noch, es wurde ja eine Beschlagnahme aufgehoben.

Ich bin mir auch gar nicht mal sicher, ob die Anwälte von Capcom Recht haben. Wenn die Aufhebung des Beschlagnahmebeschlusses des AG Hamburg aus materiellen, also tatbestandlichen Gründen erfolgte, dann ist die neuere ja quasi egal, die BPjM würde trotzdem umtragen (siehe die Stellungnahme von ihnen hier veröffentlicht zu Texas Chainsaw Massacre) bzw. § 24 Abs. 4 Satz 2 JuSchG. Falls die nur formell war, müsste man die neuere wohl auch erst los werden. Was mich in dem Kontext halt verwundert, ist die Nicht-Umtragung der Xbox One-Version, also des Remasters. Vermutlich bezieht sich die neuere Beschlagnahme darauf (Indizierung auf B im Mai, mutmaßlicher Beschluss der Version im Juni). Vor dem Hintergrund war die Umtragung der beiden Xbox 360-Versionen vielleicht wirklich ein Fehler.

29.11.2017 09:34 Uhr - Raskir
29.11.2017 02:11 Uhr schrieb Dandom
Wenn die Aufhebung des Beschlagnahmebeschlusses des AG Hamburg aus materiellen, also tatbestandlichen Gründen erfolgte, dann ist die neuere ja quasi egal, die BPjM würde trotzdem umtragen (siehe die Stellungnahme von ihnen hier veröffentlicht zu Texas Chainsaw Massacre) bzw. § 24 Abs. 4 Satz 2 JuSchG.


Ganz so einfach ist das nicht.
Das Urteil des AG Duisburg ist ergangen und entfaltet damit Rechtswirkung, unabhängig davon, ob der Richter bei seiner Entscheidung einer früheren Rechtsprechung eines anderen Gerichts folgt oder nicht. Da kann man leider nicht sagen, wenn das eine Gericht die Beschlagnahme aufhebt ist das Urteil des anderen Gerichts hinfällig.
Man muss hier trennen zwischen der logischen Konsequenz, dass das neuere Urteil wirksam angefochten wird (was äußerst warscheinlich ist, sofern die Meldung richtig ist, dass das vorherige Urteil aufgehoben wurde) und der rechtsverbindlichkeit des neueren Urteils.

29.11.2017 14:20 Uhr - Dandom
29.11.2017 09:34 Uhr schrieb Raskir
29.11.2017 02:11 Uhr schrieb Dandom
Wenn die Aufhebung des Beschlagnahmebeschlusses des AG Hamburg aus materiellen, also tatbestandlichen Gründen erfolgte, dann ist die neuere ja quasi egal, die BPjM würde trotzdem umtragen (siehe die Stellungnahme von ihnen hier veröffentlicht zu Texas Chainsaw Massacre) bzw. § 24 Abs. 4 Satz 2 JuSchG.


Ganz so einfach ist das nicht.
Das Urteil des AG Duisburg ist ergangen und entfaltet damit Rechtswirkung, unabhängig davon, ob der Richter bei seiner Entscheidung einer früheren Rechtsprechung eines anderen Gerichts folgt oder nicht. Da kann man leider nicht sagen, wenn das eine Gericht die Beschlagnahme aufhebt ist das Urteil des anderen Gerichts hinfällig.
Man muss hier trennen zwischen der logischen Konsequenz, dass das neuere Urteil wirksam angefochten wird (was äußerst warscheinlich ist, sofern die Meldung richtig ist, dass das vorherige Urteil aufgehoben wurde) und der rechtsverbindlichkeit des neueren Urteils.


Bezogen auf die Umtragung auf Listenteil A scheint dies aber für die BPjM zu reichen. Aus der News hier (die Stellungnahme war zu Hexen bis aufs Blut gequält*, https://www.schnittberichte.com/news.php?ID=10301):

Die Bundesprüfstelle hat hier die neue inhaltliche Einschätzung eines Gerichts zum Maßstab genommen, so dass der Film auch ohne Aufhebung der anderen Beschlüsse aus Listenteil B gestrichen werden konnte.


Wirklich verstanden habe ich das allerdings in diesem Sinne auch nicht. Wurde denn bei z. B. Tanz der Teufel wirklich jeder Beschluss einzeln angegangen?

29.11.2017 15:50 Uhr - Raskir
1x
@Dandom:
In den von dir zitierten News ist die Sachlage anders. Da hat das Gericht in einer späteren Entscheidung zu gunsten von Turbine entschieden und den Film anders bewertet (materiellrechtlich).
Hier bei Dead Rising wurde ein älteres Urteil angefochen (es wurde also festgestellt, dass die Tatbestandsmerkmale nicht mehr vorliegen).
Allerdings hat ein anderes Gericht zu einem späteren Zeitpunkt festgestellt, dass die Tatbestandsmerkmale doch vorliegen (im Prinzip war da die Sachlage umgekehrt).
Daher muss das neuere Urteil ebenfalls angefocheten werden. Natürlich hilft es bei der Argumentation, dass das ältere Urteil aufgehoben wurde. Aber das setzt das neue Urteil nicht automatisch ausser Kraft.

29.11.2017 16:50 Uhr - Dandom
@Raskir
Okay, Danke für die Erklärungen.
Ich würde jetzt ja denken, dass die Aufhebung des Beschlusses des AG Hamburg ausreicht, da sie neuer als der Beschlagnahmebeschluss das AG Duisburg ist, aber offenbar ist dann nur der Zeitpunkt ausschlaggebend, zu dem der aufzuhebenden Beschluss erlassen wurde. Dem entsprechend muss man dann wohl immer den neuesten Beschluss angehen, damit diese Entscheidung auf die älteren Beschlüsse durchschlägt (und es muss materiellrechtlich erfolgen). Dann ist die Sache ja wirklich blöd gelaufen in dem Fall hier.

29.11.2017 18:23 Uhr - The Undertaker
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Erfahrungspunkte von The Undertaker 38.979
29.11.2017 14:20 Uhr schrieb Dandom
Wirklich verstanden habe ich das allerdings in diesem Sinne auch nicht. Wurde denn bei z. B. Tanz der Teufel wirklich jeder Beschluss einzeln angegangen?

Bei TdT wurde soweit ich weiß wirklich sehr "gründlich" gearbeitet und man ließ die Beschlüsse ab 1992 aufheben. Alles davor nicht, wegen dem Urteil vom BVerfG zu dem Film damals (Beschlüsse davor könnten unwirksam gewesen sein).

Bei "Hexen" war es so, dass Turbine erst versuchte einen von zwei Beschlüssen formal aufzuheben, doch der BPjM reichte es formal nicht weil noch ein weiterer alter Beschluss bestand. Nachdem der Richter den Beschluss aber auch nachträglich abänderte, sodass er den Verstoß gegen §131 verneinte, musste der zweite Beschluss nicht extra noch für die BPjM aufgehoben werden.

Also entweder werden alle existierenden Beschlüsse formal aufgehoben, dann nimmt die BPjM einen Antrag an. Oder es reicht aus, dass man gegen einen Beschluss vorgeht und der Richter dann da den 131er-Verstoß ausschließt. Beides geht.

29.11.2017 15:50 Uhr schrieb Raskir
@Dandom:
In den von dir zitierten News ist die Sachlage anders. Da hat das Gericht in einer späteren Entscheidung zu gunsten von Turbine entschieden und den Film anders bewertet (materiellrechtlich).
Hier bei Dead Rising wurde ein älteres Urteil angefochen (es wurde also festgestellt, dass die Tatbestandsmerkmale nicht mehr vorliegen).

Das weiß aber doch keiner von uns Außenstehenden, ob die beiden Beschlüsse vom AG Hamburg formal oder inhaltlich aufgehoben wurden. Vom neuen Beschluss aus Duisburg hat man ja scheinbar auch bei der BPjM erst jetzt erfahren, denn dieser wurde auch noch gar nicht im BPjM Report von ihnen veröffentlicht bisher.

Es ist also durchaus möglich, dass man die Hambuger Beschlüsse nur formal hat aufheben lassen, denn da es die bis dahin einzigen waren, konnte die BPjM den Titel auf Liste A umtragen und einen Antrag auf Streichung annehmen.

29.11.2017 21:39 Uhr - Dandom
29.11.2017 18:23 Uhr schrieb The Undertaker
Es ist also durchaus möglich, dass man die Hambuger Beschlüsse nur formal hat aufheben lassen, denn da es die bis dahin einzigen waren, konnte die BPjM den Titel auf Liste A umtragen und einen Antrag auf Streichung annehmen.


Die BPjM hat die beiden Xbox 360-Versionen allerdings ja offenbar von Amts wegen umgetragen, mit Mitteilung des Gerichts. Von Amts wegen nimmt sie das AFAIK nur vor, wenn die Gründe inhaltlicher Natur waren, selbiges bei Einstellungen der Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft.

29.11.2017 23:29 Uhr - Terminator20
1x
Wieder ein schönes Beispiel, wie man kleine Händler vernichten kann. Man beschlagnahmt das Spiel, also müssen es alle Gamer aus dem Ausland importieren -> Deutsche Händler gehen leer aus und die Firmen die, die Spiele im Ausland verschicken lachen sich einen Ast ab, weil die können die Preise schön hochschrauben.

Wird Zeit, das dieser ganzer schwachsinn abgeschafft wird. Nur noch PEGI Freigabe und frei verkäuflich. Wenn der Händler dann an minderjährigen den Scheiß vertickt hat er eben pech gehabt oder eben die Eltern die, die Spiele für die Kids kaufen.

GEZ auch direkt PayTV machen, wer für die Propaganda bezahlen will soll es machen aber freiwillig, da freu ich mich jetzt schon auf die ganzen FUNK Fratzen die auf einmal arbeitslos sind :D

01.12.2017 14:52 Uhr - muffin
Das soll einer verstehen, entweder hat sich das Spiel oder der Paragraph verändert.
Das Spiel selbst ist ja ganz unterhaltsam, aber im Zombie Spiele Genre ist nach wie vor Dying Light mein Favorit und da freue ich mich sehr auf den 2. Teil.

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