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Veröffentlicht am von The Undertaker

Bundesfighter II Turbo - Keine Ermittlungen wegen §86a-Verstoß

Oberstaatsanwalt hält das Wolfenstein 3D-Urteil für überholt

Im Dezember 2017 berichteten wir, dass das LKA Baden-Württemberg gegen das Spiel Bundesfighter II Turbo ermittelt. Es ging um den Verdacht der "Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen", weil ein Charakter bei einer Sprungattacke seine Arme und Beine ähnlich eines spiegelverkehrten Hakenkreuzes formt.

Wie der Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler (VDVC) berichtet (und auch Gamestar.de), ging die Anzeige von einem Mitglied des VDVC aus. Zu einer Ermittlung kam es aber nie und auch nachdem es eine Beschwerde dagegen gab, sah die Generalstaatsanwaltschaft keinen Grund jetzt Ermittlungen zu starten.

Der zuständige Oberstaatsanwalt hat die derzeitige Rechtslage zu dem Thema außerdem als "überholt" bezeichnet. 1998 entschied das OLG Frankfurt, dass das Spiel Wolfenstein 3D den Straftatbestand des §86a StGB erfülle, obwohl die Beschlagnahme von 1994 nicht wegen diesem Paragraphen erfolgte. Seitdem werden Hakenkreuze und weitere Kennzeichnungen in Spielen für den deutschen Markt entfernt und die USK nimmt keine Spiele zur Prüfung an, die solche Symbole enthalten.

Einen Präzedenzfall sollte dies aber nicht geschaffen haben, denn es handelt sich hierbei nicht um ein Gerichtsurteil, welches eine Neubewertung der Thematik schaffen kann und auch andere Spiele dürften jetzt nicht plötzlich mit verfassungswidrigen Symbolen bei uns erscheinen. Es könnte aber vielleicht ein Anstoß für einige Publisher sein, um ein neues Urteil zu erwirken.

Wie radio.cz berichtet, gehen möglicherweise die Entwickler des tschechischen Spiels Attentat 1942 vor Gericht, um das Game, das auf der unabhängigen Internationalen Videospielmesse "A Maze" in Berlin mit dem Hauptpreis ausgezeichnet wurde, auch in Deutschland auf den Markt bringen zu dürfen.

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