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Veröffentlicht am von Mike Lowrey

Dead Ringers - Die Unzertrennlichen mit deutscher Blu-ray-Premiere

David Cronenberg-Thriller erstmals in Deutschland uncut in HD

Dead Ringers - Die Unzertrennlichen mit Jeremy Irons in einer Doppelrolle heimste sowohl für seinen Hauptdarsteller als auch für Regisseur David Cronenberg (für dessen Filme wir auch ein ausführliches Special haben) gute Kritiken ein. Seit jeher ungeschnitten ab 18 Jahren freigegeben, mussten Fans eigentlich nur aufpassen, der gekürzten FSK 16-Variante aus dem Weg zu gehen. Und darauf zu hoffen, dass auch dieses Werk irgendwann seine Blu-ray-Veröffentlichung in Deutschland bekommt.

Erfreulicherweise hat das Warten auf Letzteres bald ein Ende. Koch Media wird Die Unzertrennlichen erstmals auf Blu-ray auf den Markt bringen. Am 27. September 2018 erwartet Fans ein Limited Edition Digipak mit zwei DVDs und einer Blu-ray. Enthalten ist natürlich die ungeschnittene Fassung.

Bonusmaterial:

  • Audiokommentar mit William Beard
  • Audiokommentar mit Jeremy Irons
  • Interview mit Heidi Von Palleske
  • Interview und Lesung mit Stephen Lack
  • Make Up mit Gordon Smith
  • Interview mit Kameramann Peter Suschitsky
  • EPK Interview mit Jeremy Irons, David Cronenberg, Produzent Marc Boyman und Drehbuchautor Norman Snider
  • Behind the Scenes
  • Kinotrailer

Inhaltsangabe / Synopsis:

Nichts scheint die erfolgsverwöhnten Zwillingsbrüder Elliot und Beverly Mantle trennen zu können. Sie teilen sich alles von der lukrativen Gynäkologiepraxis bis zu ihren Geliebten. Doch in Wahrheit sind beide weit unterschiedlicher als man vermutet. Elliott ist der extrovertiertere, der die Forschungsarbeiten Beverlys zu seinem Vorteil ausnutzt, und dem ... [mehr]

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Kommentare

04.07.2018 00:07 Uhr - Kerry
3x
Eine genial konstruierte Studie des Verfalls. Hervorragende Schauspieler (Jeremy Irons in einer fulminant umgesetzten Doppelrolle), mitreißendes Drehburg und eine recht zurückhaltend, und gerade deswegen grandiose Regie.
Einer der wenigen Filme, welche bei jedem Ansehen erneut faszinieren und erneut erstaunen.

Einer von Cronenbergs besten, wenn nicht gar der beste.

04.07.2018 00:24 Uhr - ???
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...ein unglaublich schönes, Graphic Novel ähnliches, Artwork. Ich bin begeistert! Den Film kenne ich wiederum, mal ausnahmsweise, nicht. ^^

04.07.2018 01:29 Uhr - kokoloko
User-Level von kokoloko 10
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Super Artwork, Interesse am Film groß, gekauft!

04.07.2018 01:48 Uhr - Melvin-Smiley
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Erfahrungspunkte von Melvin-Smiley 63
Asche auf mein Haupt, aber der steht schon seit Mitte 2010 ungesehen im Regal; natürlich in der grottigen LP-Version, die nicht wirklich dazu beiträgt, Freude auf den Film zu schüren.
Als Cronenberg-Fan muss ich diese Lücke aber dringend schließen. Zumal ich Irons als Charakter-Darsteller wirklich schätze.

Und endlich bringt man mal wieder ein Digipak und nicht direkt ein langweiliges Mediabook.

04.07.2018 01:55 Uhr - spobob13
1x
04.07.2018 00:07 Uhr schrieb Kerry
Eine genial konstruierte Studie des Verfalls. Hervorragende Schauspieler (Jeremy Irons in einer fulminant umgesetzten Doppelrolle), mitreißendes Drehburg und eine recht zurückhaltend, und gerade deswegen grandiose Regie.
Einer der wenigen Filme, welche bei jedem Ansehen erneut faszinieren und erneut erstaunen.

Einer von Cronenbergs besten, wenn nicht gar der beste.


Für mich klar der beste Cronnenberg Film mit einem Score der zum bedrückenden Ende genial daherkommt. Eine Art Kammerspiel und Charakterstudie über zwei gleiche und doch nicht gleiche Zwillinge die unzertrennlich verbunden sind. Ohne Actioneinlagen. Einfach nur Dialoge und einer Geschichte die Ihresgleichen sucht. Mal kein Mainstream sondern einfach nur cool, bedrückend, ja manmal unangenehm. Ganz starker Film. Jeremy Irons hätte damals einen Oscar verdient.

04.07.2018 03:53 Uhr - LemmyKravitz
Arthouse Kino vom feinsten...
Wer Horror oder Action erwartete wird eher eingeschlafen sein ;-)

04.07.2018 06:34 Uhr - Postman1970
Ich hatte den damals als Jugendlicher recht zäh in Erinnerung, aber heute schaue ich vieles mit anderen Augen an.

Wobei mir "Mein Bruder Kain" vor kurzem als letztes digitales Release nicht so gefallen hat, denn die ersten 30 Minuten waren sehr schleppend, das Schauspiel recht überzogen und die Story in weiten Teilen vorhersehbar.

Bei Cronenberg ging mir irgendwann leider in seinen Filmen der "Independent Body Horror" inkl. den Spezialeffekten verloren und es wurde dann nur noch an Psychoproblemen herumgeackert und vieles konnte man sich nur noch denken, welches in jungen Jahren bei ihm noch optisch gezeigt wurde.

Ab "Die Fliege" ging es im Trend abwärts und vieles wird mit oft mit der gleichen Idee nur leicht variiert. Aber "Die Unzertrennlichen" ist vielleicht auch noch einer der letzten Filme von ihm, welcher seine Duftmarke gut verströmt.

Ab "Naked Lunch" mochte ich fast nichts mehr (als Beispiel "eXistenz" nur ein Variante von "Videodrome" und "Crash" fand ich sehr langweilig, weil ich an der Idee anders als der Hauptdarsteller eben nichts geil fand) ...und neuerdings macht er nur noch Kommerz und nichts mehr fürs Genre.

04.07.2018 08:59 Uhr - MrCreazil
2x
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Würde ich genau andersherum sehen: Cronenberg hat sich mit der Zeit vom Kommerz (seinen Werken, selbst den späteren ausgerechnet das zu unterstellen, ist sehr gewagt und ganz offen und ehrlich einfach falsch), nämlich konkret dem Exploitation-(Body)-Horror, wegentwickelt und seinen Stil, seine Darstellungsformen verfeinert. Dass es sich bei ihm thematisch prinzipiell um den gleichen Themenkomplex dreht, ist nun mal seine Art als Auteur und Regisseur, die Gegenstände, die ihn als Menschen im innersten bewegen und beschäftigen, filmisch zu untersuchen, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, das allerdings aus verschiedenen Blickwinkeln. Da gestehst Du Cronenbergs Werken zu wenig Spielraum zu, obgleich ich zugebe, dass es aufgrund des immer gleichen Themas einseitig anmuten mag. Freilich beschäftigt er sich mit Dingen, die schwierig zu erfassen sind und daher seine Arbeit und verschiedenen Herangehensweisen mehr als rechtfertigen. Meine Meinung.

Jetzt fehlt nur noch "Crash" auf Blu-ray und ich bin zufrieden!

04.07.2018 09:01 Uhr - emano
2x
Für mich auch einer der besten Cronenbergs. Irons ist der Hammer (ähnlich in M Butterfly), der Score von Shore wie immer grandios und Suschitzkys Kamera genauso unaufdringlich wie Cronenbergs Regie.

Laut Koch-Media-Seite bringen sie den Film im 1:1,78-Format. Ich weiß nicht genau, ob dies das Original-Format ist, aber ich denke, das dürfte dann der Transfer sein, den auch Shout in den USA veröffentlicht hat neben dem 1:1,66. Bei DVD Beaver und den Caps gibt es interessante Bildvergerleiche, die auch die Farbwiedergabe im Vergleich zur 1:1,66-Version zeigen. Da gefällt mir die 1:1,78-Version deutlich besser. Diese Version ist auch schärfer und körniger.

DVD Beaver:
http://www.dvdbeaver.com/film6/blu-ray_reviews_74/dead_ringers_blu-ray.htm

Caps:
http://www.caps-a-holic.com/c.php?go=1&a=0&d1=9196&d2=9197&s1=88636&s2=88650&i=3&l=0

Ich muss Postman auch teilweise Recht geben. Hab meine Magisterarbeit über Cronenberg geschrieben und ihn verschlungen. Crash war für mich sein letzter guter Film. Ab Existenz (sehr selbstreferenziell) ging es für mich in eine merkwürdige Richtung und ich habe mir einige seiner Spätwerke einfach erspart. History of Violence ist zwar ein guter Film, aber irgendwie kein Cronenberg mehr, wie ich sie schätzte.

Neben Dead Ringers gefallen mir Videodrome, Naked Lunch und The Fly ausgesprochen gut. Auch diese Filme sind nicht gleich, zeigen aber Cronenebergs Handschrift eben sehr deutlich.

Zum Artwork: Nette Idee, aber mir gefällt in diesem Fall das von Shout deutlich besser. Schön steril und subtiler, deshalb meiner Meinung nach auch passender zum Film:

https://www.google.com/search?q=shout+dead+ringers&client=firefox-b-ab&tbm=isch&source=iu&ictx=1&fir=HSsNFuj7bAiVzM%253A%252CCxT4RyqWVdiNHM%252C_&usg=__iyQAtUYtFUQXnupWcTQm2Vw1fTE%3D&sa=X&ved=0ahUKEwiB8bWm9YTcAhXkNpoKHapLCdsQ9QEIaDAM#imgrc=F-VdAj4ihQTwwM:

04.07.2018 11:33 Uhr - Postman1970
1x
04.07.2018 08:59 Uhr schrieb MrCreazil
Würde ich genau andersherum sehen: Cronenberg hat sich mit der Zeit vom Kommerz (seinen Werken, selbst den späteren ausgerechnet das zu unterstellen, ist sehr gewagt und ganz offen und ehrlich einfach falsch), nämlich konkret dem Exploitation-(Body)-Horror, wegentwickelt und seinen Stil, seine Darstellungsformen verfeinert...

...Jetzt fehlt nur noch "Crash" auf Blu-ray und ich bin zufrieden!


Ich kann deine Gedanken durchaus verstehen, auch wenn ich eine andere Meinung habe.
Ich mag vmtl. mehr den Gruselfaktor und Körperhorror und du mehr die Geschichten um Hirne und menschliche Psychen auf Abwegen.

Mir ist sind seine Psychostorys (ähnlich de Palmas Streifen, der hat aber ein paar Design- und Kameratricks mehr drauf) zu lange zu träge und letztendlich besitzen sie nur 1-2 Kniffe um alles am Leben zu halten und zwischendrin findet man oft nur Füllgeplapper. Vielleicht liegt es auch daran, dass geistige Psychosen spannend inziniert selbst für einen Cronenberg im Vergleich zu körperlichen Mutationen schwerer umsetzen sind.

Den "Spider" gibt es bislang auch nur auf DVD oder ist der nicht dein Fall?

04.07.2018 11:46 Uhr - emano
4x
@Postman1970

Meinst du "ab der Fliege" oder "nach der Fliege" ging es nach deiner Meinung abwärts? Der Film ist voller Bodyhorror und sein kommerziell erfolgreichster Film.

Ich liebte Naked Lunch über alles. Habe den Film 50 Mal oder öfter gesehen. Manchmal flashed er mich total, manchmal langweilt mich sein abstraktes Konstrukt. Das ist sehr eigenartig bei Cronenberg. Videodrome und vor allem Dead Ringers greifen mich aber immer wieder auf dieselbe intensive Weise. Für mich ist Dead Ringers sein intensivster Film, weil er einerseits abstrakt ist, ein bisserl Bodyhorror bietet und Cronenberg das Kafkaeske (die Verwandlung, die in all seinen Filmen eine immens wichtige Rolle spielt) in eines der für seine Verhältnisse realistischsten Settings platziert. Denn Dead Ringers ist der Film des "alten" Cronenberg, den ich am wenigsten als "Phantatsischen Film" bezeichnen würde.

04.07.2018 11:56 Uhr - MrCreazil
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04.07.2018 11:33 Uhr schrieb Postman1970
04.07.2018 08:59 Uhr schrieb MrCreazil
Würde ich genau andersherum sehen: Cronenberg hat sich mit der Zeit vom Kommerz (seinen Werken, selbst den späteren ausgerechnet das zu unterstellen, ist sehr gewagt und ganz offen und ehrlich einfach falsch), nämlich konkret dem Exploitation-(Body)-Horror, wegentwickelt und seinen Stil, seine Darstellungsformen verfeinert...

...Jetzt fehlt nur noch "Crash" auf Blu-ray und ich bin zufrieden!


Ich kann deine Gedanken durchaus verstehen, auch wenn ich eine andere Meinung habe.
Ich mag vmtl. mehr den Gruselfaktor und Körperhorror und du mehr die Geschichten um Hirne und menschliche Psychen auf Abwegen.

Mir ist sind seine Psychostorys (ähnlich de Palmas Streifen, der hat aber ein paar Design- und Kameratricks mehr drauf) zu lange zu träge und letztendlich besitzen sie nur 1-2 Kniffe um alles am Leben zu halten und zwischendrin findet man oft nur Füllgeplapper. Vielleicht liegt es auch daran, dass geistige Psychosen spannend inziniert selbst für einen Cronenberg im Vergleich zu körperlichen Mutationen schwerer umsetzen sind.

Den "Spider" gibt es bislang auch nur auf DVD oder ist der nicht dein Fall?


Kann ich alles nachvollziehen, verschiedene Sichtweisen sind schließlich was Schönes und das, was Kino (und Fiktion im Allgemeinen) erst interessant macht. :)

"Spider" habe ich bisher tatsächlich noch nicht gesehen.

04.07.2018 12:03 Uhr - Postman1970
1x
04.07.2018 11:46 Uhr schrieb emano
@Postman1970

Meinst du "ab der Fliege" oder "nach der Fliege" ging es nach deiner Meinung abwärts? Der Film ist voller Bodyhorror und sein kommerziell erfolgreichster Film.


"Die Fliege" war für mich absolut top und der letzte Überflieger.
"Naked Lunch" war mir hingegen zu abstrakt, aber oft wandeln sich bei mir auch Filme, denn so etwas ist immer stimmungs- oder manchmal auch altersabhängig.

04.07.2018 11:46 Uhr schrieb emano
Denn Dead Ringers ist der Film des "alten" Cronenberg, den ich am wenigsten als "Phantatsischen Film" bezeichnen würde.


Vielleicht ist dass der Punkt warum mir der Film nicht ganz so gefällt.
Zu wenig "abstruser" Horror, und zu viel Realismus.

Vor mir ist bislang noch keiner körperlich mutiert ;-)
Ich habe im Alltag aber täglich mit merkwürdigen Menschen zu tun, die obwohl Führungspersönlichkeiten oder in Schlüsselpositionen keinerlei Empathie oder gar Mitgefühl haben, weshalb mir "geistiger" Horror oft zu realistisch ist.

Ich denke, dass es nur wenige echte Gen-Defekte gibt und damit unsere Gesellschaft selbst erst die Abnormalen erschafft. Als Baby war man oft noch ein weißes Blatt Papier ...

04.07.2018 12:25 Uhr - emano
1x
Und genau das ist doch Cronenbergs Thema. Die Mutationen, die er zeigt, sind immer Teil der Gesellschaft. Siehe Crash, Videodrome und nicht zueltezt der von mir wenig geschätzte Existenz. Aber auch Dead Ringers zeigt unter anderem die Auflösung des Geschlechtes, auch ein Trend der vergangenen Jahrzehnte, in denen die klassischen Rollenmuster über den Haufen geworfen wurden. Der eine Zwilling ist der männlcihe Part, der andere der weiblich und beide begehren dieselbe "Mutter". Und daraus entseht das neue Fleisch. Nur eben mit weniger Bodyhorror. Da haste Recht. Und genau das fehlt mir in seinen neuen Filmen.

04.07.2018 13:29 Uhr - Mr.Tourette
1x
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Sehr fein, kann ich wieder eine Bildungslücke schließen.

05.07.2018 07:11 Uhr - dok
1x
also mir gefällt das cover mal gar nicht . der film ist grossartig , keine frage .

05.07.2018 12:59 Uhr - Stoi
05.07.2018 07:11 Uhr schrieb dokalso mir gefällt das cover mal gar nicht

Das Original-Plakat ist auch nicht besser.

https://www.mauvais-genres.com/19843/dead-ringers-english-movie-poster-27x40-1989-david-cronenberg-jeremy-irons.jpg

Der Vorpsann ist sehr schön gestaltet, daraus hätte man auch ein Poster bzw. Coverartwork machen können.

08.07.2018 03:54 Uhr - spobob13
04.07.2018 12:25 Uhr schrieb emano
Und genau das ist doch Cronenbergs Thema. Die Mutationen, die er zeigt, sind immer Teil der Gesellschaft. Siehe Crash, Videodrome und nicht zueltezt der von mir wenig geschätzte Existenz. Aber auch Dead Ringers zeigt unter anderem die Auflösung des Geschlechtes, auch ein Trend der vergangenen Jahrzehnte, in denen die klassischen Rollenmuster über den Haufen geworfen wurden. Der eine Zwilling ist der männlcihe Part, der andere der weiblich und beide begehren dieselbe "Mutter". Und daraus entseht das neue Fleisch. Nur eben mit weniger Bodyhorror. Da haste Recht. Und genau das fehlt mir in seinen neuen Filmen.

Diese merkwürdige Interpretation, die gut in die heutige Genderdebatte passt, ist aber schon deine Eigene?

09.07.2018 08:50 Uhr - emano
Sicher ist dies meine Interpretation. Habe alle Filme in meiner Magisterarbeit zu Cronenberg sozusagen selbst interpretiert, da es damals kaum (deutschsprachige) Sekundärliteratur gab. Mein Prof meinte, dass ihm einiges zu weit ging, aber dass er sich die Filme nun neu anschauen müsste. Habe aus Figurennamen wie Nicholas Tudor (Shivers) die ganze Erzählstruktur des Filmes abgeleitet. Das war dann doch ein bisserl zu viel vielleicht. Ob Cronenberg dies beabsichtigte, was ich hineininterpretiere, weiß ich nicht. Seine Filme sind schön offen für viele Sichtweisen. Natürlich passt dies in die heute Gendergeschichte, aber als Kind der 80er erinnere ich mich, dass die Auflösung der Geschlechterrolen damals auch ein großes Thema war - insbesondere im Bereich der Popkultur.
08.07.2018 03:54 Uhr schrieb spobob13
04.07.2018 12:25 Uhr schrieb emano
Und genau das ist doch Cronenbergs Thema. Die Mutationen, die er zeigt, sind immer Teil der Gesellschaft. Siehe Crash, Videodrome und nicht zueltezt der von mir wenig geschätzte Existenz. Aber auch Dead Ringers zeigt unter anderem die Auflösung des Geschlechtes, auch ein Trend der vergangenen Jahrzehnte, in denen die klassischen Rollenmuster über den Haufen geworfen wurden. Der eine Zwilling ist der männlcihe Part, der andere der weiblich und beide begehren dieselbe "Mutter". Und daraus entseht das neue Fleisch. Nur eben mit weniger Bodyhorror. Da haste Recht. Und genau das fehlt mir in seinen neuen Filmen.

Diese merkwürdige Interpretation, die gut in die heutige Genderdebatte passt, ist aber schon deine Eigene?

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