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Veröffentlicht am von Tom Cody

The House That Jack Built kommt als Director's Cut und gekürzte R-Rated

Limitierte Kino-Auswertung und beide Fassungen in den USA digital ab Dezember 2018

Der dänische Regisseur und Enfant terrible Lars von Trier meldete sich dieses Jahr mit seinem neuen Film The House That Jack Built mit einem wahren Paukenschlag zurück auf der internationalen Bühne. Der Regisseur, der die letzten sieben Jahre bei den Filmfestspielen in Cannes zur Persona non grata erklärt worden war, entfachte bereits in der Vergangenheit teils heftige Kontroversen um Filme wie Idioten, Antichrist oder Nymphomaniac. The House That Jack Built, der die Geschichte eines Serienmörders aus dessen verzerrter Perspektive erzählt und mit Stars wie Matt Dillon, Bruno Ganz, Sofie Gråbøl, Uma Thurman und Riley Keough aufwartet, macht da keine Ausnahme und ist wahrscheinlich das bisher kontroverseste Werk von Lars von Trier. Nach seiner Premiere in Cannes wurde der Film, den der Regisseur selbst als seinen bisher brutalsten bezeichnet, als misogyn, unnötig grausam, übertrieben gewalttätig oder einfach nur schrecklich kritisiert. Lars von Trier, der offensichtlich gerne mal bewusst provoziert, hat also offenbar ein Ziel schon mal erreicht.

In den USA existieren bereits zwei verschiedene Fassungen. Am 28. November wird dort für einen Tag der unrated Directors Cut (der auch in Cannes gezeigt wurde) in den Kinos laufen, bevor dann, ab dem 14. Dezember 2018, eine gekürzte R-Rated Fassung sowohl in den Kinos als auch als digitales Video-on-Demand starten wird. Der ungekürzte Directors Cut wird dann ebenfalls als VoD gegen Bezahlung erhältlich sein. 

Weitaus interessanter dürfte hierzulande die Frage sein, wie die Situation in Deutschland aussehen wird. Noch ist leider nicht bekannt, mit welcher Freigabe und in was für einer Fassung der Verleiher Concorde-Film den Streifen hierzulande am 29.11.2018 in die Kinos bringen wird. Sobald genaueres bekannt ist, wird natürlich eine dementsprechende Meldung folgen.

Inhaltsangabe / Synopsis:

THE HOUSE THAT JACK BUILT erzählt die Geschichte eines hochintelligenten Serienkillers namens Jack (Matt Dillon) im Zeitraum von zwölf Jahren aus dessen Perspektive. Jack betrachtet jeden einzelnen seiner Morde als Kunstwerk und tauscht sich in seinen Gedanken regelmäßig mit dem mysteriösen Verge (Bruno Ganz) aus. Während die Polizei dem Killer über die Jahre immer dichter auf den Fersen ist, geht Jack immer größere Risiken ein, denn er ist noch nicht zufrieden mit seinem Werk... (Concorde Filmverleih)
Quelle: Slashfilm

Kommentare

03.11.2018 00:41 Uhr - Pentegrin
1x
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Ich frage mich, was so toll daran ist, mit unnötig grausamen Sachen zu provozieren ...

03.11.2018 00:44 Uhr - voorheeskrüger
1x
Lars von Trier weiter so.Du bist einer von sehr wenigen.Lars von Trier is the Best.

03.11.2018 01:58 Uhr - Bearserk
1x
Aha, hatte ich mich doch schon bei der R-Rating News gewundert, ob der ohne Zensuren durch kommt und scheint ja wohl nicht der Fall zu sein.

Und auf die deutsche Auswertung bin ich mal echt gespannt.
Interessanterweise räume ich dem hier bessere Chancen ein.
Die Befindlichkeiten sind hier oft etwas anders gelagert.

03.11.2018 06:37 Uhr - Universal Terminator
1x
Ich glaube durchaus, dass er es hier schafft.
Da seh ich gute Chancen.

03.11.2018 07:07 Uhr - deNiro
4x
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"als misogyn, unnötig grausam, übertrieben gewalttätig"

Kann es eine bessere Werbung für so eine Art Film geben?

03.11.2018 09:02 Uhr - Postman1970
2x
Brutal und provokant ist ja schön und gut.

Für mich dreht der Regisseur aber zeitweise zu stark ab.
Gegen seine Filme wirken manchmal Argento Drehbücher regelrecht ausgefeilt.

Den Zuschauer sollte man beim Betrachten nicht irgendwann verlieren.
Nach so einem unnötigen Müll wie Nymphomaniac hätte ich ihm als Produzent schon kein Geld mehr gegeben.

Zumindest hört sich die neue Handlung etwas bodenständiger an ...

03.11.2018 11:41 Uhr - Nick Rivers
Ich mag Matt Dillon, ich mag es aber nicht wenn ein Regisseur bewußt einen Film nach dem anderen raushaut, der dem Zuschauer ein beschissenes Gefühl, Beklemmung und Ekel aufzwängt, egal ob das jetzt Kunst sein soll oder seine spezielle Art und Weise sich auszudrücken. "Melancholia" hatte mich tatsächlich sogar damals dazu bewegt das Kino zu verlassen und ich hab weiß Gott filmtechnisch schon so Einiges über mich ergehen lassen.

Das ist meine Meinung und einfach überhaupt nicht mein Geschmack.

03.11.2018 12:06 Uhr - SchwarzerFrost
4x
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Melancholia ist ein "Meisterwerk". Halt nichts für jeden und nicht für jedes Gemüt geeignet. Bei mir hat er voll eingeschlagen. Ich freue mich auf den neuen. Würde ihn mir auch im Kino ansehen, allerdings nur ungekürzt. Ansonsten wird halt auf die Veröffentlichung gewartet ;) Ist ja günstiger als der Kinobesuch^^.

03.11.2018 12:19 Uhr - Martyr
5x
03.11.2018 11:41 Uhr schrieb Nick Rivers
... ich mag es aber nicht wenn ein Regisseur bewußt einen Film nach dem anderen raushaut, der dem Zuschauer ein beschissenes Gefühl, Beklemmung und Ekel aufzwängt, egal ob das jetzt Kunst sein soll oder seine spezielle Art und Weise sich auszudrücken.


Das schöne ist doch, dass Geschmäcker verschieden sind.
Ich persönlich schätze mutige Filmemacher wie von Trier, Noé, Cronenberg, Verhoeven, Winding Refn, Cosmatos... die es sogar schaffen ihre langjährigen Fans zu verstören und sich aus dem immer einheitlicheren Kino von 2018 hervorheben.
Das obige Zitat trifft für mich eher zu, wenn es im Kontext Disney, JJ. Abrams, Christopher Nolan oder anderen Söldnern der großen Studios und Streaming- Dienste steht.
Wenn etwas bei mir Ekel und ein beschissenes Gefühl auslöst, dann Disney, Marvel, "Star Wars" und Netflix und allem anderen, dass aus purer Geldgier nur noch auf dem Niveau von Zehnjährigen produziert wird.

03.11.2018 13:19 Uhr - Nick Rivers
@ Martyr

Ja ich finde auch, daß Kino zum Glück so krass vielseitig ist, daß wirklich für jeden Geschmack und jegliche persönliche Neigung was dabei ist! Deine mutigen Filmemacher sind größtenteils auch meine großen Schaffensmeister, allen voran Verhoeven, der ist einfach meine absolute Nummero Uno XD
Aufregen über die Geldscheffelmentalität besagter Studios etc. tu´ ich mich schon lange nicht mehr, das ist alles mittlerweile viel zu durchschaubar und witzlos geworden, obwohl hier und da auch hin und wieder mal ein ganz unterhaltsamer Film dabei ist. Ich fand zB Solo - a star wars story recht gelungen, oder Rampage hat auch Spaß gemacht. Aber wirklich nachhaltig berührt haben mich neulich erst The last movie star und That good night als Abgesang zweier großartiger Darstellerlegenden. Und das bringt finde ich langfristig mehr Freude als ein Film, der dir pausenlos einen bitteren Magenschwinger verpasst 😉

03.11.2018 16:24 Uhr - mfritz
2x
Ich habe den Film (den Unrated Cut) vor kurzem auf der Cologne Film Conference gesehen.
Trotz der Tatsache das ich kein Lars von Trier bin, fand ich den Film sehr, sehr gut.
Er ist böse und für ein Mainstream Publikum sehr brutal. Genrefans wird die Gewalt nicht wirklich schocken, bis auf 1 Szene vielleicht. Auf Grund der Machart und des durchaus vorhandenen künstlerischen Anspruchs, denke ich wird der Film keine wirklichen Probleme mit der FSK bekommen. Man darf sich auf jeden Fall auf einen grossartigen Matt Dillon freuen, dessen Spass am töten zumindest mich 150 Minuten bitterböse, aber Bestens unterhalten hat.

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