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Veröffentlicht am von Mike Lowrey

Tal der Skorpione - Nach großen Problemen uncut in deutschen Kinos

Deutscher Actionfilm wurde von FSK in kürzerer Fassung (!) abgelehnt, in längerer freigegeben

Der deutsche Film hat es für gewöhnlich nicht leicht beim Publikum, egal ob es heimisch oder ausländisch ist. Die oft schweren Stoffe, die es bei internationalen Festivals ins Aufgebot schaffen, versprühen meist nicht das Flair, unabhängig von ihrer Qualität. Doch ebensowenig, wie der Arthouse-Sektor deswegen die Flinte ins Korn wirft, lässt sich der Independent-Sektor davon beeindrucken. So sehr man Filmemacher wie Ittenbach, Schnaas, Walz, Boll und Co. auch belächeln mag, viele ihrer Werke haben ihre Fans und finden auch im Ausland ihr Publikum. Sicherlich hilfreich ist dabei auch die Machart, die zwar oft ziemlich berechenbar auf möglichst schockierende Gewalttaten setzt, aber damit eben doch in gewisser Weise eine universelle Entertainment-Sprache spricht.

Den Beweis, dass diese inhaltliche Gemengelage immer noch gut funktioniert, will nun der seit 2013 entstandene und nun fertiggestellte, deutsche Actionfilm Tal der Skorpione (aka Breakdown Forest - Reise in den Abgrund) antreten. Sechs Jahre sind eine lange Zeit, aber das Dargebotene sorgte trotzdem für enorme Probleme bei der FSK. Wie wir vom deutschen Rechteinhaber Busch Media exklusiv erfuhren, lehnte die FSK eine Schnittfassung ab, für die sich das Label ursprünglich eine 16er-Freigabe erhofft hatte. Einstimmig fiel das Urteil aus, die Prüfer sahen bei dem Werk eine schwere Jugendgefährdung. In der Kinoprüfung wohlgemerkt, was nichts anderes als den Verdacht eines strafrechtlichen Verstoßes gegen §131 StGB (Gewaltverherrlichung) bedeutet. Eine leichte Jugendgefährdung ist im Kino noch möglich, eine schwere nicht.

Die FSK machte keinen Hehl daraus, dass sie in der 105-Minuten-Fassung von Tal der Skorpione diverse bedenkliche Zutaten identifiziert hat. Es wirkt es fast so, als wollten die Gutachter durch die Aufzählung von Tötungsszenen, Zitaten moralisch bedenklicher Dialogzeilen und den ausdrücklichen Hinweis auf Empathielosigkeit und "lustvoll ausgespielten" Grausamkeit der Protagonisten ihre Empörung kundtun. Und Busch Media zugleich auch suggerieren, dass sie mit dem Film auch in einer Revision keine Chance auf eine Freigabe haben.

Der glückliche Umstand für das Label war aber, dass man bereits im Februar 2019 eine Langfassung prüfen ließ. Diese läuft satte 131 Minuten. Es ist fraglich, ob dieses zusätzliche Material wirklich eine abschwächende Wirkung hat im Vergleich zur abgelehnten Version mit 105 Minuten Laufzeit. Viel wahrscheinlicher ist, dass die anders zusammengesetzte FSK-Prüfrunde hier entscheidend war. Das Gremium vergab hier uncut die 18er-Freigabe und hielt dem Film aber zugute, dass er oft derart übertreibt, dass es zu wirklichkeitsfremd wirkt und damit genug Distanziertheit beim Zuschauer erreicht.

Bemerkenswert ist der öffentlich einsehbare Teil der Freigabebegründung dennoch:

"Die explizit visualisierten und aufdringlich vertonten Tötungs- und Gewaltszenen vermitteln die Lust und Faszination am Töten, was sich besonders deutlich in der Übertötung der Opfer abbildet“.

Was ist nun Tal der Skorpione genau? Der Actionfilm hat einige Darsteller zu bieten, die für sich genommen schon eher skurrile Charaktere sind. Ralf Richter, Claude-Oliver Rudolph (als "Ruprecht Knochenhauer"), Martin Semmelrogge, Bert Wollersheim, Micaela Schäfer und diverse mehr. Sie alle werden in ein Szenario geworfen, das man von der Grundidee her schon kennt. Aus Battle Royale - Nur einer kann überleben. Oder The Tournament - Battle Royale unter Killern. Oder Die Todeskandidaten. Oder diversen anderen Filmen, die mit der Prämisse spielen, dass sich eine Gruppe von Leuten so lange bedingungslos bekämpft, bis sich einer zum Sieg durchgetötet hat.

Das Konzept hat Appeal bei Actionfans und Tal der Skorpione bietet sich als weitere Alternative an. Sicherlich kann dem Film dieser Husarenritt bei der FSK helfen, um eine Gruppe von Interessenten für sich zu gewinnen. Ob es die Leute auch mobilisiert, um ins nächstgelegene Lichtspielhaus zu gehen, wo Tal der Skorpione am 20. Juni 2019 seinen deutschen Kinostart hat, wird die Zeit zeigen müssen. Und auch, was mit der kommenden deutschen Heimkino-Veröffentlichung auf Blu-ray und DVD passiert, die von Busch Media schon ganz selbstbewusst mit Uncut-Stempel angekündigt wird. Ist sie am Ende wirklich ungeschnitten oder landen diese Hoffnungen am Ende doch im Tal der Tränen? Immerhin ist hier gar keine Jugendgefährdung mehr erlaubt. Wir werden es im Blick behalten.

Inhaltsangabe / Synopsis:

Tal der Skorpione erzählt von einem gnadenlosen Spiel in der Wildnis, wo kriminelle Psychopathen gegeneinander ums Überleben kämpfen müssen. Urheber dieses Gladiatorenkampfes sind die größenwahnsinnigen Wissenschaftler Gebrüder Ribbeck, die aus den Genen des Siegers einen Übermenschen klonen wollen. Mittendrin findet sich der Polizist Kamarowski wieder - und steht nun bis an die Zähne bewaffneten Schwerverbrechern gegenüber. (Busch Media)

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Quelle: Busch Media Offizielle Filmseite
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Tal der Skorpione

(OT: Tal der Skorpione, 2019)
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Kommentare

28.05.2019 00:11 Uhr - Silenzio
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Einstimmig fiel das Urteil aus, die Prüfer sahen bei dem Werk eine schwere Jugendgefährdung. In der Kinoprüfung wohlgemerkt, was nichts anderes als den Verdacht eines strafrechtlichen Verstoßes gegen §131 StGB (Gewaltverherrlichung) bedeutet.


Ich glaube da hat sich ein Fehler in der Einleitung eingeschlichen. Eine schwere Jugendgefährdung ist nicht gleichzusetzen mit einer strafrechtlichen Relevanz.

28.05.2019 00:37 Uhr - Fratze
1x
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28.05.2019 00:11 Uhr schrieb Silenzio
Einstimmig fiel das Urteil aus, die Prüfer sahen bei dem Werk eine schwere Jugendgefährdung. In der Kinoprüfung wohlgemerkt, was nichts anderes als den Verdacht eines strafrechtlichen Verstoßes gegen §131 StGB (Gewaltverherrlichung) bedeutet.


Ich glaube da hat sich ein Fehler in der Einleitung eingeschlichen. Eine schwere Jugendgefährdung ist nicht gleichzusetzen mit einer strafrechtlichen Relevanz.

Kein Fehler, hier wird gesprochen vom "Verdacht eines strafrechtlichen Verstoßes", und den impliziert die Feststellung einer schweren Jugendgefährdung sehr wohl ; )

28.05.2019 00:51 Uhr - Dr.Ro Stoned
3x
Ich finde immer mal wieder gute filme aus dem deutschsprachigen raum.

Ob der obige sich auch dort einreihen wird, oder eine miese und billig interpretierte variante der oben genannten "vorbilder" wird, lässt mich neugierig warten.

Ralle richter, der alte semmelrogge und claude oliver rudolph sind ja schon 3 herausstechende charaktere der deutschen schauspieler-fraktion.
Werd mir den mindestens auf einem medium mal ansehen.

Prinzipiell bin ich jedenfalls immer offen für entsprechende, deutsche genre filme.


28.05.2019 00:59 Uhr - Topper_Harley
1x
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Wird auf jeden Fall im Kino gesichtet.
Wenn der Film nichts taugt, halb so schlimm. Weiter machen, lernen und nicht unterkriegen lassen wir uns dürfen mit unseren heimischen Produktionen ;)

28.05.2019 01:04 Uhr - spobob13
2x
Ich habe zwar schon Trailer gesehen die vielversprechend aussahen - aber der Film doch nix war. Aber wenn wie hier schon der Trailer eine Gurke ist, dann kann der Film sicher nix mehr herausreissen. 2-3 Sekunden Dialoge reichen meist schon aus um eine miesen Film als solchen zu erkennen.

28.05.2019 02:56 Uhr - wirsindviele
1x
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28.05.2019 01:04 Uhr schrieb spobob13
Ich habe zwar schon Trailer gesehen die vielversprechend aussahen - aber der Film doch nix war. Aber wenn wie hier schon der Trailer eine Gurke ist, dann kann der Film sicher nix mehr herausreissen. 2-3 Sekunden Dialoge reichen meist schon aus um eine miesen Film als solchen zu erkennen.


Also schlecht sieht der Trailer nun echt nicht aus.
Ganz im Gegenteil.
Einzig Semmelrogges gelaber macht doch schon einen unglaublich stumpfen Eindruck.

28.05.2019 07:00 Uhr - Dr. Jones
8x
Ich bin ein Star - Holt mich hieraus .
Wurde aber auch höchste Zeit für einen Kinofilm .

28.05.2019 08:57 Uhr - sonyericssohn
5x
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Semmelrogge, Richter, Rudolph.... Sorry, da hab ich schon gegessen.
Obwohl...

28.05.2019 09:11 Uhr - Tamerlane
4x
So viele Talentfreie „Schauspieler“ .... da fehlt ja nur noch ein Gewichtiger Tütelfleischaufreisser... ach wie nett, da ist er ja.
Wer auch nur im Ansatz glaubt, der Film könnte was sein, sollte dringend aufhören Filme zu sehen.

28.05.2019 09:23 Uhr - alex_wintermute
1x
Trailer hat mich nicht gerade angefixt. Kann nur wirsindviele im Punkt von Semmelrogge zustimmen, der ging auch mir auf den Keks. Dann lieber nochmal "Die Todeskandidaten" mit Steve Austin und Vinnie Jones anschaun. Der schlägt in eine ähnliche Kerbe.

28.05.2019 09:50 Uhr - JasonXtreme
3x
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28.05.2019 09:11 Uhr schrieb Tamerlane
So viele Talentfreie „Schauspieler“ .... da fehlt ja nur noch ein Gewichtiger Tütelfleischaufreisser... ach wie nett, da ist er ja.
Wer auch nur im Ansatz glaubt, der Film könnte was sein, sollte dringend aufhören Filme zu sehen.


Talentfrei würde ich bei diesen Leuten nicht sagen, die haben in ihrer Vergangenheit gezeigt was sie können.... aber sie können es halt nicht mehr, haben keinen Bock drauf, oder machen jeden Dreck weil sie pleite sind. Bei Semmelrogge und Rudolph ist das ja bekannt bis offensichtlich, Mathieu Carriere pinkelt auch gern mal in RTL Dokuformaten öffentlich vor der Kamera... also ich erwarte hier aus genannten Gründen ebenso nichts

28.05.2019 09:55 Uhr - alex_wintermute
1x
28.05.2019 09:50 Uhr schrieb JasonXtreme
28.05.2019 09:11 Uhr schrieb Tamerlane
So viele Talentfreie „Schauspieler“ .... da fehlt ja nur noch ein Gewichtiger Tütelfleischaufreisser... ach wie nett, da ist er ja.
Wer auch nur im Ansatz glaubt, der Film könnte was sein, sollte dringend aufhören Filme zu sehen.


Talentfrei würde ich bei diesen Leuten nicht sagen, die haben in ihrer Vergangenheit gezeigt was sie können.... aber sie können es halt nicht mehr, haben keinen Bock drauf, oder machen jeden Dreck weil sie pleite sind. Bei Semmelrogge und Rudolph ist das ja bekannt bis offensichtlich...


Den Rudolph fand ich echt stark in "Alpha City" von Eckhart Schmidt, in meinen Augen sein bester Film. Gerade neulich auf DVD gesehen und war überrascht wie gut der Film ist. Total unterbewertet auf IMDB und OFDB.

28.05.2019 09:59 Uhr - Topper_Harley
4x
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Mensch Leute, ihr macht einem ja wieder richtig Freude auf den Film. Habe und werde auch hier den Trailer nicht gucken, bin aber jetzt mega mäßig gespannt wie scheiße der Film letztendlich doch wird und ob es gerade deswegen eine Gaudi wird🤣
(ohne das geniale UCI Kino Abo für 23,4 im Monat würde ich das aber auch nicht machen, direkt Netflix gekündigt dafür, es lebe das Kino!)

28.05.2019 11:47 Uhr - Venga
4x
Viel spannender als der Film selbst ist doch wohl die Freigabepolitik.
Das eine Gremium sagt: Geht gar nicht.
Das andere Gremium sagt: Ja, schon krass, aber ab 18 kein Problem.
Und das alles passiert eher aus Zufall, weil man zwei Fassungen in den Ring geworfen hat.
Nun ist die Langfassung rechtlich sicher freigegeben und die Normalfassung wurde wegen "schwerer Jugendgefährdung" abgelehnt. Das ist schon ziemlich verrückt, wenn man bedenkt, dass die Prüfkriterien der FSK im Kern eigentlich feststehen sollten, in diesem Fall aber offenbar durch unterschiedliche Empfindungen der Gremiums-Teilnehmer jeweils anders bewertet wurden.
Dies war dann mal Glück für das Label, aber eine Blamage für die FSK, denn Glück sollte bei den Freigaben eigentlich keine Rolle spielen.

28.05.2019 12:05 Uhr - Topper_Harley
1x
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28.05.2019 11:47 Uhr schrieb Venga
Viel spannender als der Film selbst ist doch wohl die Freigabepolitik.
Das eine Gremium sagt: Geht gar nicht.
Das andere Gremium sagt: Ja, schon krass, aber ab 18 kein Problem.
Und das alles passiert eher aus Zufall, weil man zwei Fassungen in den Ring geworfen hat.
Nun ist die Langfassung rechtlich sicher freigegeben und die Normalfassung wurde wegen "schwerer Jugendgefährdung" abgelehnt. Das ist schon ziemlich verrückt, wenn man bedenkt, dass die Prüfkriterien der FSK im Kern eigentlich feststehen sollten, in diesem Fall aber offenbar durch unterschiedliche Empfindungen der Gremiums-Teilnehmer jeweils anders bewertet wurden.
Dies war dann mal Glück für das Label, aber eine Blamage für die FSK, denn Glück sollte bei den Freigaben eigentlich keine Rolle spielen.


Ja schon, aber nein, die Fsk ist einfach nen lustiger Haufen von Filmmuffeln die unlustige Entscheidungen treffen über Dinge wovon sie keine Ahnung haben. War nie anders und wirds wohl auch nicht mehr.

28.05.2019 15:59 Uhr - Mr.Tourette
1x
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Schön, dass Taubert und Ittenbach Nachfolger finden...

28.05.2019 16:15 Uhr - Fratze
3x
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28.05.2019 15:59 Uhr schrieb Mr.Tourette
Schön, dass Taubert und Ittenbach Nachfolger finden...

Also bitte, gegen Taubert ist Ittenbach ja wohl Spielberg!

28.05.2019 18:10 Uhr - Mr.Tourette
3x
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28.05.2019 16:15 Uhr schrieb Fratze
28.05.2019 15:59 Uhr schrieb Mr.Tourette
Schön, dass Taubert und Ittenbach Nachfolger finden...

Also bitte, gegen Taubert ist Ittenbach ja wohl Spielberg!


Auch in der Landesunterliga muss es einen Tabellenführer geben! ;)

28.05.2019 18:22 Uhr - madmike
Den Trailer geguckt und was mich am meisten gestört hat ... da wo er wohl lustig sein sollte, war er es überhaupt nicht .... also im Kino werde ich den auf keinen Fall schauen ... und auf Disc evtl. auch nicht ... der Trailer hat mich nicht wirklich gereizt, alles spielt fast nur im Wald und viel Peng Peng ... da helfen dann wirklich nur Ittenbachs Effekte :-) ... dann lieber Battle Royale, Tournament, etc. oder ein Wick nehmen :-)

28.05.2019 19:06 Uhr - Eh Malla
3x
Unfassbar wie die FSK sich wiedermal selbst verarscht. Diesen Kindergartenverein wird wohl nie jemand verstehen...

28.05.2019 20:08 Uhr - OllO
1x
Der Trailer sieht wirklich aus, als hätte man den Film mit ein paar Tausend Euro selber im Wald drehen können, im negativen Sinne. Das kann ja durchaus seinen Scharm haben aber das wirk einfach nur billig und unlustig wo es witzig sein soll. Vielleicht wenn der mal irgendwogestreamt wird.

28.05.2019 20:16 Uhr - TRAXX
28.05.2019 00:37 Uhr schrieb Fratze
Kein Fehler, hier wird gesprochen vom "Verdacht eines strafrechtlichen Verstoßes", und den impliziert die Feststellung einer schweren Jugendgefährdung sehr wohl ; )

Mitnichten ist das der Fall!
Die Feststellung einer schweren Jugendgefährdung impliziert keineswegs den Verdacht eines strafrechtlich relevanten Verstoßes. Wenn ein derartiger Verdacht bei einer FSK-Prüfung aufkommen würde, so müsste dies auch explizit erwähnt und danach gehandelt werden. Sprich: Die FSK wäre verpflichtet dies den zuständigen Behörden zu melden. Siehe hier bei den FSK-Grundsätzen:

§ 20 Ablehnung einer Jugendfreigabe

(2) Filme und andere Trägermedien, bei denen nach Auffassung des Ständigen Vertreters in Betracht kommt, dass sie den Tatbestand des § 18 Abs. 3 Nr. 1 der Grundsätze erfüllen, werden nicht zur Kennzeichnung vorgeschlagen. Der Ständige Vertreter weist den Antragsteller darauf hin, dass er den Vorgang der in FSK-Angelegenheiten zuständigen obersten Landesjugendbehörde zur Prüfung vorlegen wird, ob eine Mitteilung an die zuständige Strafverfolgungsbehörde für den Fall zu veranlassen ist, dass eine Veröffentlichung in dieser Fassung vorgesehen ist.

28.05.2019 21:52 Uhr - Rigolax
1x
Erstaunlich überhaupt, dass hier bei einem deutschen Film ein Verstoß nach § 131 StGB vermutet wurde. Wie oft kommt das schon vor? Das kann ja eben auch tatsächlich größere Konsequenzen für die Macher haben. Zeigt auch wieder nur, wie feindlich Deutschland gegenüber (vermeintlich) kontrovers Kreativschaffende ist. Bei unseren Nachbarn würde da kein Hahn nach krähen.

Um den Unterschied zwischen schwer jugendgefährdend und strafrechtlich relevant vielleicht auch noch greifbarer zu machen: Nach § 15 Abs. 2 Nr. 1 JuSchG strafrechtlich relevante Inhalte (z. B. § 131 StGB) sind immer auch schwer jugendgefährdend; Inhalte nach Nr. 2 bis 5 (z. B. "kriegsverherrlichend" oder "gewaltbeherrscht") sind nur schwer jugendgefährdend, nicht strafrechtlich relevant.

Mit anderen Worten: Nach JuSchG strafrechtlich relevante Inhalte sind immer auch schwer jugendgefährend, aber nicht alle schwer jugendgefährdenden Inhalte sind strafrechtlich relevant.

Dazu kommt noch, dass an sich nicht alle strafrechtlich relevanten Inhalte schwer jugendgefährdend sind: also Inhalte, die nicht im Katalog des § 15 Abs. 2 Nr. 1 JuSchG geführt sind, wie zum Beispiel § 86a StGB (Verwendung von NS-Symbolen).

28.05.2019 22:26 Uhr - KKinski
User-Level von KKinski 1
Erfahrungspunkte von KKinski 24
28.05.2019 18:10 Uhr schrieb Mr.Tourette
28.05.2019 16:15 Uhr schrieb Fratze
28.05.2019 15:59 Uhr schrieb Mr.Tourette
Schön, dass Taubert und Ittenbach Nachfolger finden...

Also bitte, gegen Taubert ist Ittenbach ja wohl Spielberg!


Auch in der Landesunterliga muss es einen Tabellenführer geben! ;)

Taubert ist zumindest als Darsteller beteiligt...

28.05.2019 22:32 Uhr - Fulgento
3x
Hat einer schon gelesen, dass die Schäfer mit spielt????

Liebe Battle Royale Movies.
Aber das hats mir verhagelt!

28.05.2019 23:01 Uhr - Eh Malla
3x
28.05.2019 22:32 Uhr schrieb Fulgento
Hat einer schon gelesen, dass die Schäfer mit spielt????



Einzige logische Erklärung warum der Film keine Freigabe bekommen hat :D

28.05.2019 23:46 Uhr - Topper_Harley
4x
User-Level von Topper_Harley 4
Erfahrungspunkte von Topper_Harley 217
28.05.2019 22:32 Uhr schrieb Fulgento
Hat einer schon gelesen, dass die Schäfer mit spielt????

Liebe Battle Royale Movies.
Aber das hats mir verhagelt!


ohne Spaß, jetzt bin ich raus.😣

29.05.2019 00:33 Uhr - Fulgento
4x
....Ralf Richter, Martin Semmelrogge, MICAELA SCHÄFER..... und Diverse mehr....

Vermutlich noch die Lohfink....
Bin auch raus.
😁😆

29.05.2019 02:22 Uhr - TRAXX
28.05.2019 21:52 Uhr schrieb Rigolax
Um den Unterschied zwischen schwer jugendgefährdend und strafrechtlich relevant vielleicht auch noch greifbarer zu machen: Nach § 15 Abs. 2 Nr. 1 JuSchG strafrechtlich relevante Inhalte (z. B. § 131 StGB) sind immer auch schwer jugendgefährdend; Inhalte nach Nr. 2 bis 5 (z. B. "kriegsverherrlichend" oder "gewaltbeherrscht") sind nur schwer jugendgefährdend, nicht strafrechtlich relevant.

Mit anderen Worten: Nach JuSchG strafrechtlich relevante Inhalte sind immer auch schwer jugendgefährend, aber nicht alle schwer jugendgefährdenden Inhalte sind strafrechtlich relevant.

Das ist ja schön und gut (und auch richtig) was du da schreibst... der Punkt ist aber der, dass die FSK bei einem Verdacht auf einen strafrechtlich relevanten Inhalt eben dies explizit im Prüfbericht anmerken und entsprechend handeln muss. Siehe dazu nochmals den Auszug aus § 20 der FSK-Grundsätze:

"Filme [...] bei denen [...] in Betracht kommt, dass sie den Tatbestand des § 18 Abs. 3 Nr. 1 [= u.a. §131 StGB] der Grundsätze erfüllen, werden nicht zur Kennzeichnung vorgeschlagen. Der Ständige Vertreter weist den Antragsteller darauf hin, dass er den Vorgang der in FSK-Angelegenheiten zuständigen obersten Landesjugendbehörde zur Prüfung vorlegen wird, ob eine Mitteilung an die zuständige Strafverfolgungsbehörde für den Fall zu veranlassen ist, dass eine Veröffentlichung in dieser Fassung vorgesehen ist."

Wenn also die FSK nur und ausschließlich die Freigabe aufgrund von einer vorliegenden schweren Jugendgefährdung verweigert, dann schließt sie gleichzeitig auch eine strafrechtliche Relevanz aus, andernfalls würde seitens der FSK, wie oben zitiert, eine "Mitteilung an die zuständige Strafverfolgungsbehörde" erfolgen.

29.05.2019 09:16 Uhr - silverhaze
5x
Wer behauptet die FSK zu verstehen der kann auch Holz schweißen.

29.05.2019 10:34 Uhr - Eh Malla
29.05.2019 09:16 Uhr schrieb silverhaze
Wer behauptet die FSK zu verstehen der kann auch Holz schweißen.


Genau, die sollten sich alle mal n Tütchen Blueberry vorher gönnen, dann wird jeder Film mit nem Augenzwinkern durchgewunken :´D

29.05.2019 12:50 Uhr - silverhaze
1x
Dank 3 Schicht auf Rezept ;)

29.05.2019 16:56 Uhr - Rigolax
29.05.2019 02:22 Uhr schrieb TRAXXDas ist ja schön und gut (und auch richtig) was du da schreibst... der Punkt ist aber der, dass die FSK bei einem Verdacht auf einen strafrechtlich relevanten Inhalt eben dies explizit im Prüfbericht anmerken und entsprechend handeln muss. Siehe dazu nochmals den Auszug aus § 20 der FSK-Grundsätze:

"Filme [...] bei denen [...] in Betracht kommt, dass sie den Tatbestand des § 18 Abs. 3 Nr. 1 [= u.a. §131 StGB] der Grundsätze erfüllen, werden nicht zur Kennzeichnung vorgeschlagen. Der Ständige Vertreter weist den Antragsteller darauf hin, dass er den Vorgang der in FSK-Angelegenheiten zuständigen obersten Landesjugendbehörde zur Prüfung vorlegen wird, ob eine Mitteilung an die zuständige Strafverfolgungsbehörde für den Fall zu veranlassen ist, dass eine Veröffentlichung in dieser Fassung vorgesehen ist."

Wenn also die FSK nur und ausschließlich die Freigabe aufgrund von einer vorliegenden schweren Jugendgefährdung verweigert, dann schließt sie gleichzeitig auch eine strafrechtliche Relevanz aus, andernfalls würde seitens der FSK, wie oben zitiert, eine "Mitteilung an die zuständige Strafverfolgungsbehörde" erfolgen.


Sorry! Ich hatte gedacht, die Kritik richtet sich ausschließlich an der Formulierung im Artikel und dass nicht in Frage gestellt wird, dass das Gremium Inhalte nach § 131 StGB festgestellt hatte (was ja durchaus bemerkenswert wäre). Dann muss ich dir auch zustimmen, der Sachverhalt ist unklar geschildert im Artikel. Wäre schön, wenn sich dazu geäußert werden könnte, also ob da definitiv Verstöße nach § 131 StGB festgestellt worden sind.

Denkbar wäre, dass das Gremium Inhalte nach § 15 Abs. 2 Nr. 3a JuSchG festgestellt hat, also Fallgruppe "gewaltbeherrscht", wobei diese Fallgruppe meines Wissens nach sehr selten relevant wird und auch eigentlich mal für die bösen Computerspiele gedacht war.

Auch möglich, wobei das eher komisch wäre, wenn Nr. 5 relevant war, also "offensichtlich" schwer jugendgefährdend. Das ist eigentlich eher bei Hardcore-Pornographie einschlägig.

Nr. 3 bezieht sich ja wohl nur auf "tatsächliche", also reale Darstellungen, ist hier also raus. Ebenso offensichtlich Nr. 2 (Kriegsverherrlichung) und Nr. 4 (Posendarstellungen Minderjähriger).

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