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Veröffentlicht am von Muck47

Der unheimliche Mr. Sardonicus - Erstmals uncut in Deutschland auf Blu-ray

Koch Films bringt Kult-Grusler als William Castle Collection #1 im August 2019

Etliche kleine Horrorstreifen inszenierte William Castle vor allem in den 50ern und 60ern, welchen er nicht selten einen persönlichen Touch verlieh: Auch in Der unheimliche Mr. Sardonicus eröffnet er selbst den Film und führt den Zuschauer in die Welt des schaurigen Barons Mr. Sardonicus ein. Als Gimmick verteilte man damals vor den Kinos Daumen-hoch/-runter-Kärtchen. Gegen Ende sprach Castle erneut von der Leinwand und ließ die Zuschauer per Mehrheitsentscheid über ein gutes oder eher schlechtes Ende der Geschichte abstimmen.

Allerdings fand man in den Archiven später immer nur die eine End-Variante, welche auch der Kurzgeschichten-Vorlage entspricht und so bleibt dies vor allem eine nette Marketing-Anekdote. Faktisch gab es jedoch zumindest in Deutschland eine andere Filmfassung, denn es fehlten hier rund 3 Minuten. Zudem gab es damals noch häufiger vorgenommene, lokale Anpassungen wie auf Deutsch nachgedrehte Aufnahmen von Briefen. Hier sei als vergleichbares Beispiel nochmal die deutsche Fassung von Alfred Hitchcocks Psycho erwähnt. In einem Schnittbericht werden wir dies auch für Mr. Sardonicus schon bald genauer aufbröseln.

Möglich wird dies nämlich durch die ab dem 22. August 2019 erhältliche, deutsche Heimkino-Premiere von Koch Films. Nach der Kinoaufführung war der Film hierzulande nur im TV zu sehen, hier wie dort in gekürzter Form. Koch hat nun das in Amerika und Großbritannien bereits auf Blu-ray erhältliche HD-Master lizenziert und wird dieses in einem Digipak mit DVD und Blu-ray in Deutschland auswerten.

Die deutsche Schnittfassung ohne Fremdsprachenwechsel findet man als Bonus auch noch, rekonstruiert mit dem gleichen HD-Master als Basis. Ein Booklet sowie ein paar Featurettes sind auch noch an Bord. Und wie die Bezeichnung "William Castle Collection #1" schon andeutet, sind noch weitere Filme des Regisseurs geplant.

Inhaltsangabe / Synopsis:

Der Arzt Cargrave (Ronald Lewis) wird von seiner Jugendliebe nach Böhmen bestellt, um dort den stets maskiert auftretenden Baron Sardonicus (Guy Rolfe) zu behandeln, welcher entstellte Menschen um sich herum zu lieben scheint. Der Grund für Cargraves Anwesenheit ist ein Muskelstarrkrampf, der Sardonicus ein diabolisches, ummenschliches Dauergrinsen verliehen ... [mehr]

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Der Unheimliche Mr. Sardonicus

(OT: Mr. Sardonicus, 1961)
Schnittbericht:

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Kommentare

13.06.2019 00:19 Uhr - Intofilms
1x
Nicht mein liebster Film von Impresario William Castle (das wäre wohl „Homicidal“), aber natürlich trotzdem ein sehr schöner, stimmungsvoller B-Grusler. Und bei den Köchen sicherlich in guten Händen. ;D

13.06.2019 00:37 Uhr - Filme-Narr
Gute Nachricht! Mir gefallen viele B-Grusler der 50er und frühen 60er Jahre. Allerdings könnte man hier noch hinzufügen, dass damals (und auch noch in den 70ern) die bundesdeutschen Filmverleiher gerne mal die Handlung gestrafft haben um, ihrer Ansicht nach, unnötige Längen zu beseiten. Die fehlenden drei Minuten bei diesem Horrorstreifen müssen also nicht zwangsläufig auf Zensurmaßnahmen zurückzuführen sein.

13.06.2019 08:20 Uhr - brainbug1602
1x
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Wem die kommende deutsche Blu-ray von Koch zu teuer ist und keinen deutschen Ton braucht, kann einen Blick über den Atlantik wagen. Mill Creek hat den Film in den USA in sehr guter Qualität auf Blu-ray rausgebracht. Es gibt zwei verschiedene Ausgaben. Entweder als Double Feature mit "The Brotherhood of Satan" oder mit "Homicidial" (ebenfalls von William Castle). Für ~10 Dollar bekommt man so gleich zwei Filme.

13.06.2019 08:39 Uhr - Dissection78
2x
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William Castle hat im Horror- bzw. Thrillerbereich einige wirklich interessante B-Werke abgeliefert ("House on Haunted Hill", "13 Ghosts", "The Tingler", "Macabre"). Aber vor allem (realistischere) Sachen wie der bereits erwähnte "Homicidal" oder auch "Straight Jacket", "The Night Walker" und "I Saw What You Did" haben es mir besonders angetan.
Und Castles kuriose Marketingstrategien finde ich irgendwie drollig und sympathisch. Ich warte noch auf eine VÖ von "Mant!". Den hatte er ja 1962 unter dem Pseudonym 'Lawrence Woolsey' gedreht ;)

13.06.2019 13:39 Uhr - alex_wintermute
Das klingt schon mal sehr gut, vielleicht erlebe ich noch, dass die William Castle Perle "Strait Jacket" mit Joan Crawford endlich mal in Deutschland auf BD/DVD erscheint. Koch Media ist immer wieder für Überraschungen gut.

13.06.2019 20:47 Uhr - Filme-Narr
1x
@Dissection78

Du scheinst ein Filmnostalgiker oder gar ein Filmhistoriker zu sein, so detalliert wie du über über Begebenheiten bezüglich alter Filme der 50/60er Jahre zu berichten weißt. Ich schau mir Filme jener Jahre auch gerne an und freue mich über jede Info, die ich diesbezüglich bekommen kann.
Ich hab folgene Frage an dich:
1972 lief bei uns der Witchploitationer IN DEN KRALLEN DES HEXENJÄGERS gekürzt mit FSK 16. Hast du ne Ahnung, ob er wegen Schnittauflagen seitens der FSK gekürzt werden musste oder ob mal wieder (wie damals nicht selten) aus Straffungsgründen Handlung entfernt wurde?

14.06.2019 09:53 Uhr - Dissection78
4x
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Filmfan, vielleicht auch bis zu einem gewissen Grad Nostalgiker, Historiker jedoch nicht, auch wenn ich mich sehr für Filmgeschichte interessiere. Aber danke für die Blumen!

Auf die konkrete Frage habe ich leider keine befriedigende Antwort. Ich weiß es schlicht und ergreifend nicht. Ich kenne nur die Uncut-Fassung von "In den Krallen des Hexenjägers" und habe keine Ahnung, was damals für die deutsche Kinoversion geschnitten wurde. Die ungeschnittene deutsche Variante habe ich zuletzt vor etwa zwei Jahren gesehen. An nachsynchronisierte (oder deutsch untertitelte Abschnitte), was ja auf etwaIge Handlungsstraffungen hindeuten würde, kann ich mich nicht erinnern. Das heißt aber nichts. Müsste mir den nochmal zu Gemüte führen.

14.06.2019 23:17 Uhr - Filme-Narr
3x
Danke, Dissection für die Antwort.
Ja, in der Tat bedeutet eine damals vollständig synchronisierte Fassung nicht automatisch, dass diese anno 1972 auch zum Einsatz kam. Der Verleih könnte entschieden haben, den Film zu straffen, nachdem die Synchro bereits beendet wurde. So würde die komplette deutsche Synchronisation aus den frühen 70er Jahren heute noch zur Verfügung stehen und man könnte sie fürs DVD/BD-Release verwenden. Möglicherweise lief es so.

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