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Veröffentlicht am von sausagemoo81

Men in Black: International - Kinofassung ist nicht der Director's Cut

Regisseur F. Gary Gray wollte mehrfach das Handtuch werfen

Mit etwas Mühe dürfte Men In Black: International am Ende für Sony einen kleinen Gewinn einfahren - was vor allem an den günstigen Kosten von nur 110 Millionen liegt, knapp die Hälfte vom 3. Teil und an der geschickten Finanzierung, die das Risiko teilweise auch nach China verlegt. Aber richtig glücklich ist man beim Studio sicher nicht über die schlechten Kritiken, gelangweilten Zuschauer und den geringen Erfolg an der Kinokasse. Wohl immer noch öfter als nicht, führen menschliche Dramen hinter den Kulissen zu unbefriedigenden Filmen. MIB 4 ist hier auf der Verlierer-Seite, obwohl alles mal so gut anfing.

Von der lange angedachten Idee eines Crossovers mit 21 Jump Street verabschiedete man sich schon 2016 wieder, als einer der Produzenten nicht auf seine Umsatzbeteiligung ab dem 1. verdienten Dollar verzichten wollte. Auch Will Smith und Tommy Lee Jones wollte man nicht mehr dabei haben. Viel zu teuer sind sie und auch nicht wirklich zukunftweisend - junges Blut muss her. Chris Hemsworth und Tessa Thompson erschienen optimal.

“The script was good,” sagt ein Insider “You don’t attract
Chris Hemsworth and Tessa Thompson if the script isn’t good.”

Ursprünglich sollte der Film eine etwas riskantere Story haben und Bezug auf die Immigrations/Flüchtlings-Debatte nehmen. Aber das hätte wohl zu große Teile Amerikas vergrault. Im fertigen Film ist davon nichts mehr zu sehen. Ein Maulwurf in den MIB und eine Superwaffe - um mehr geht es im Film nicht. Es besteht keine Chance, mit so einer Story irgendjemanden zu verägern - außer Filmfans natürlich, die nicht gelangweilt werden wollen.

Verantwortlich für die Änderungen ist scheinbar vor allem Walter Parkes, der Hauptproduzent des Films und der mit dem Recht auf den Final Cut des Films. Der veranlasste es auch, dass das Drehbuch sowohl in der Pre-Production als auch während der Dreharbeiten ständig überarbeitet wurde. Etwas, was vor allem dem Regisseur F. Gary Gray nicht passte und der deshalb mehrfach das Handtuch werfen wollte. So wird es zumindest berichtet. Sony konnte ihn aber trotzdem immer wieder davon überzeugen, den Film zu Ende zu drehen. Aber THR zufolge hatten auch die beiden Stars Chris Hemsworth und Tessa Thompson eigene Autoren für ihre Dialoge angeheuert, was die Sache sicher noch weiter verkomplizierte. Und scheinbar sprang Produzent Parkes auch ein paar mal als Regisseur ein - möglicherweise als FGG gerade darüber nachdachte, die Produktion zu verlassen.

Am Ende gab es zwei Versionen des Films. Einmal eine Schnittfassung des Produzenten Walter Parkes und eine des Regisseurs F. Gary Gray - wobei hier zu bedenken ist, dass vieles aus den frühen Drehbuchversionen sicher nicht gedreht wurde. Beide wurden einem Testpublikum gezeigt. Und am Ende war es Parkes Version, die ins Kino kam, nicht die des Regisseurs. Parkes hatte schließlich den Final Cut. Wie sehr sich die beiden Versionen unterscheiden, ist unklar. Dass Grays Version bei all den Problemen wesentlich besser ist - wenn überhaupt, kann aber auch bezweifelt werden. So oder so ist Men In Black: Inernational für die meisten wohl eine Enttäuschung.

Der Film erscheint am 3. November 2019 auf Blu-ray & Co. Ob es da vielleicht den Director's Cut im Bonusmaterial gibt, ist noch unklar.

Inhaltsangabe / Synopsis:

Bisher haben die Men in Black zuverlässig dafür gesorgt, dass der Abschaum des Universums keinen Platz auf der Erde findet. Doch jetzt sehen sich Agent H und Agent M einer noch viel größeren Bedrohung ausgesetzt - und die kommt nicht von einem fernen Planeten, sondern aus den eigenen Reihen. Denn wie es scheint, operiert ein Maulwurf innerhalb der "Men in Black"-Organisation. Den gilt es nun möglichst schnell zu enttarnen und unschädlich zu machen. Keine leichte Mission für die Agenten. (Sony Picturey)

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Quelle: THR
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Men in Black: International

(OT: Men in Black: International, 2019)

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Kommentare

24.06.2019 00:20 Uhr - cali
Teil 1 fand und finde ich richtig gut. Kein Kunstwerk, aber echt gute Unterhaltung.
Teil 2 hat noch Geld von mir gesehen. Super enttäuscht.
Teil 3 habe ich dann irgendwann im "FreeTV" goutiert. Dachte, jetzt geht es wieder ein bisschen aufwärts.
Teil 4 war denn auch im Blickfeld, aber was man hier so liest bedeutet: FreeTV!

24.06.2019 00:27 Uhr - Scarecrow
Mit Liam Neeson in der Hauptrolle, der außerirdischen Menschenhändlern in den Allerwertesten tritt, dafür hätte ich Interesse. Aber so recht wenig.

24.06.2019 00:44 Uhr - TheRealAsh
1x
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Also ich muss schon sagen, dass ich deine news echt gerne lese, sausagemoo👍🏻 Ein directors cut wäre wünschenswert, ich habe aber auch noch vor den im Kino zu sehen. Es bleibt jedenfalls spannend.

24.06.2019 01:11 Uhr - Deafmobil
Teil 1 und Teil 2 fand ich sehr gut. Teil 3 eher mittelmäßig. Nur Schade dass Tommy Lee Jones nur kurz zu sehen war.
Teil 4 werde ich nur ausleihen und einmal anschauen. In die Sammlung gehört bei mir sicher nicht. Mir reichts 1-3 Teil 4K Trilogie. Ohne Smith und Jones ist der Teil 4 für mich kein echter MIB Film.

24.06.2019 05:35 Uhr - Kane McCool
5x
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Wenn Produzenten 'ne andere "Vision" als der Regisseur haben ist das meistens nie gut.

24.06.2019 06:08 Uhr - babyface
2x
''Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen '' ( Helmut Schmidt )
Die Schauspieler bringen ihre eigenen Drehbuchautoren mit ? - Das ist ja wie bei den Fussballern die ihren eigenen Friseur haben beim Spiel.

24.06.2019 06:37 Uhr - KKinski
2x
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24.06.2019 06:08 Uhr schrieb babyface
''Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen '' ( Helmut Schmidt )
Die Schauspieler bringen ihre eigenen Drehbuchautoren mit ? - Das ist ja wie bei den Fussballern die ihren eigenen Friseur haben beim Spiel.

Klar, das ist jetzt aber nicht so ungewöhnlich.

24.06.2019 06:43 Uhr - RedArrow
1x
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Ist für mich ein typischer Ich - warte - ab - bis - der - im - Free - TV - läuft - Film.

Ansonsten 👍 hoch für die Teaser - Zeile. (Und die Meldung natürlich auch)

24.06.2019 07:16 Uhr - hille
Ich habe den Film im Kino gesehen. Der Humor war ein bisschen aufgesetzt ( obwohl der allererste Satz im Film , der Beste war. Von Liym Neeson übrigens) und ich finde, daß das wieder so ein Film war, von dem man die Handlung 2 Stunden später grösstenteils wieder vergessen hat.

24.06.2019 07:35 Uhr - Berny
Das mit 21 Jump Street wusste ich nicht! Wahnsinns schade, dass das nichts geworden ist.. Man kann nur hoffen, dass solche Dramen hinter den Kulissen noch ein zwei mal vorkommen und man irgendwann daraus lernt!

24.06.2019 08:33 Uhr - alex_wintermute
Eine gesunde Portion Humor hätte dem Film nicht geschadet. Den hab ich tatsächlich vermisst, empfand nur eine einzige Szene als witzig und zwar die Thor Anspielung mit dem Hammer. Ansonsten langweiliges Gelaber und CGI Overkill.

24.06.2019 12:22 Uhr - Mr.Tourette
2x
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Seit "The Interview" hat Sony halt keine Eier mehr. Mit wenig Risiko gibts halt auch nur wenig Gewinn.

24.06.2019 12:31 Uhr - Grosser_Wolf
1x
24.06.2019 07:35 Uhr schrieb Berny
Man kann nur hoffen, dass solche Dramen hinter den Kulissen noch ein zwei mal vorkommen und man irgendwann daraus lernt!

Ach pfff... das geht doch genau genommen schon seit Jahrzehnten so bzw. ähnlich. Produzenten übernehmen den Endschnitt oder lassen nachdrehen, und so weiter, und so fort. Und gefühlt mindestens drei Drehbuchautoren überarbeiten eine gute Idee so lange, bis die eigentliche Idee heraus gefiltert und alles brav und politisch korrekt zurecht gebogen ist. Davon, daß man finanzielle Vertragspartner wie China nicht verärgern will, ganz zu schweigen.

Schade @ News, das hört sich leider an, als hätte der Film ursprünglich mehr zu bieten, als er es nun tut.

24.06.2019 12:56 Uhr - alex_wintermute
24.06.2019 12:31 Uhr schrieb Grosser_Wolf
24.06.2019 07:35 Uhr schrieb Berny
Man kann nur hoffen, dass solche Dramen hinter den Kulissen noch ein zwei mal vorkommen und man irgendwann daraus lernt!

Ach pfff... das geht doch genau genommen schon seit Jahrzehnten so bzw. ähnlich. Produzenten übernehmen den Endschnitt oder lassen nachdrehen, und so weiter, und so fort. Und gefühlt mindestens drei Drehbuchautoren überarbeiten eine gute Idee so lange, bis die eigentliche Idee heraus gefiltert und alles brav und politisch korrekt zurecht gebogen ist.


Es sei denn man heißt Tarantino, der dürfte nahezu freie Hand genießen.

24.06.2019 14:22 Uhr - D-Chan
"Regisseur F. Gary Gray wollte mehrfach das Handtuch werfen."

Woran erinnert mich das bloß?

*hust* Fantastic Four * hust*

24.06.2019 15:06 Uhr - Cube
3x
Die angestrengt feministischen Dialoge reißen einen leider ständig aus dem Filmgeschehen heraus. Der Film ist nicht ganz so schlecht wie das Ghostbusters-Remake, gehört aber leider in die gleiche Schublade/Tonne.

24.06.2019 15:51 Uhr - turnstile67
24.06.2019 12:56 Uhr schrieb alex_wintermute
24.06.2019 12:31 Uhr schrieb Grosser_Wolf
24.06.2019 07:35 Uhr schrieb Berny
Man kann nur hoffen, dass solche Dramen hinter den Kulissen noch ein zwei mal vorkommen und man irgendwann daraus lernt!

Ach pfff... das geht doch genau genommen schon seit Jahrzehnten so bzw. ähnlich. Produzenten übernehmen den Endschnitt oder lassen nachdrehen, und so weiter, und so fort. Und gefühlt mindestens drei Drehbuchautoren überarbeiten eine gute Idee so lange, bis die eigentliche Idee heraus gefiltert und alles brav und politisch korrekt zurecht gebogen ist.


Es sei denn man heißt Tarantino, der dürfte nahezu freie Hand genießen.


Gibt noch 'n paar andere Regisseure. Z.B. Steven Spielberg, Martin Scorsese, Clint Eastwood, James Cameron, und mit Abstrichen Ridley Scott.

24.06.2019 16:06 Uhr - Cabal666
Ok, das erklärt so einiges.
Wirklich schlecht fand ich den Film aber nicht. Hemsworth und Thompson haben gut harmoniert, die Gags saßen größtenteils, die Action ging in Ordnung und es gab auch wieder richtig gutes 3D. Insgesamt hat mir der Film sogar besser als der zweite Teil gefallen (den ich auch besser finde, als er immer gemacht wird).
Der Director's Cut (wenn er denn kommt) würde mich aber auch interessieren.

24.06.2019 16:16 Uhr - Cabal666
24.06.2019 15:51 Uhr schrieb turnstile67
24.06.2019 12:56 Uhr schrieb alex_wintermute
24.06.2019 12:31 Uhr schrieb Grosser_Wolf
24.06.2019 07:35 Uhr schrieb Berny
Man kann nur hoffen, dass solche Dramen hinter den Kulissen noch ein zwei mal vorkommen und man irgendwann daraus lernt!

Ach pfff... das geht doch genau genommen schon seit Jahrzehnten so bzw. ähnlich. Produzenten übernehmen den Endschnitt oder lassen nachdrehen, und so weiter, und so fort. Und gefühlt mindestens drei Drehbuchautoren überarbeiten eine gute Idee so lange, bis die eigentliche Idee heraus gefiltert und alles brav und politisch korrekt zurecht gebogen ist.


Es sei denn man heißt Tarantino, der dürfte nahezu freie Hand genießen.


Gibt noch 'n paar andere Regisseure. Z.B. Steven Spielberg, Martin Scorsese, Clint Eastwood, James Cameron, und mit Abstrichen Ridley Scott.


Klar, wenn man sich einen großen Namen in Hollywood erarbeitet hat (was neben dem Erfolg der Produktionen auch von Beziehungen zur Chefetage abhängt), dann lassen einem die Produzenten und Studiobosse weitgehend freie Hand. F. Gary Gray hat zwar zuvor so einige erfolgreiche Filme gedreht (u.a. "Friday", "Set It Off", "The Italian Job", "Straight Outta Compton", "Gesetz der Rache" und zuletzt beim achten "Fast & Furious"), aber vom Ruf der Genannten oder eines Michael Bay, um einen anderen Namen zu nennen, ist er noch weit entfernt.

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