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Veröffentlicht am von The Undertaker

Maniac (2012) ist nicht mehr beschlagnahmt

LG Stuttgart hebt den Beschluss des Remakes auf

Mit Alexandre Ajas Maniac (2012) entstand ein Remake zu William Lustigs Klassiker. Nachdem die ungekürzte Fassung noch im Kino ab 18 Jahren war, wurden für die Heimkinoauswertung etwas mehr als zwei Minuten geschnitten. Uncut gibt es den Film mit SPIO/JK-Freigabe.

Im Juni 2014 wurde der Titel mit Elijah Wood dann sogar auf Listenteil B indiziert. Und wie bereits das Original wurde das Remake nach §131 StGB beschlagnahmt, vom AG Stuttgart im März 2015. Doch nachdem dessen Beschlagnahmen und Indizierungen vor kurzem aufgehoben wurden (wir berichteten), gab Nameless Media jetzt bekannt, dass das Landgericht Stuttgart auch die Beschlagnahme des Remakes aufhob und außerdem festgestellt hat, dass der Film nach heutigen Maßstäben keinen im Sinne von § 131 StGB gewaltverherrlichenden Inhalt habe.

Kommentare

19.02.2020 19:04 Uhr - Hellraiser2020
9x
Megageil !
Langsam werden die vernünftig :)

19.02.2020 19:16 Uhr - Laughing Vampire
8x
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Fein. Toller Film.

19.02.2020 19:28 Uhr - dicker Hund
9x
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Sechs Jahre also. Beim Original waren es noch 36 Jahre bis zur Entschlagnahme. Die Fristen werden kürzer...

19.02.2020 19:30 Uhr - Böhser Hosen-Arzt
6x
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Geiellll

Aber wann kommt eigentlich der potentielle FSK 16 Film "Halloween II" (1981) wieder frei...☹

19.02.2020 19:45 Uhr - Steifi
8x
Top Nachricht, habe bisher keine Scheibe vom diesem tollen, düsteren Remake. Die damalige Sichtung hat mich - wie die des Originals - echt umgehauen und eine unglaubliche Stimmung rüber gebracht. Goodbye Horses... sag ich nur.

Aber schon seltsam... "außerdem festgestellt hat, dass der Film nach heutigen Maßstäben keinen im Sinne von § 131 StGB gewaltverherrlichenden Inhalt habe."

Haben sich die genannten Maßstäbe also in fünf Jahren so signifikant verändert, oder gesteht man sich da heimlich ein, dass ein Film für Erwachsene tatsächlich auch Erwachsenen verkauft werden darf?!

19.02.2020 19:47 Uhr - The Undertaker
8x
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Da hat sich nichts geändert, ist halt von dem Richter und seinen persönlichen Ansichten abhängig (was "gewaltverherrlichend" bedeutet).

19.02.2020 19:49 Uhr - Hellraiser2020
1x
19.02.2020 19:30 Uhr schrieb Böhser Hosen-Arzt
Geiellll

Aber wann kommt eigentlich der potentielle FSK 16 Film "Halloween II" (1981) wieder frei...☹


Und dann alle Halloween teile inner großen uncut box da wär ich sofort dabei

19.02.2020 19:55 Uhr - RetterDesUniversums
2x
Geile Sache:-)
Ja Halloween 2 Uncut hat doch eh schon jeder Sammler oder?

19.02.2020 20:01 Uhr - Hellraiser2020
19.02.2020 19:55 Uhr schrieb RetterDesUniversums
Geile Sache:-)
Ja Halloween 2 Uncut hat doch eh schon jeder Sammler oder?

Ich leider noch ned :(
Naja ich mein halt alle teile uncut auf bluray wär ne nice sache

19.02.2020 20:06 Uhr - sonyericssohn
3x
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Gut, das war ja eigentlich absehbar. Langsam bewegt sich was in diesem angestaubten Verein.

19.02.2020 20:09 Uhr - Intofilms
Das „außerdem“ verstehe ich nicht. Müsste es nicht heißen, die Beschlagnahme wurde aufgehoben, w e i l der Film nun nicht mehr als gewaltverherrlichend eingestuft wird...?

Ich wollte mir heute Abend eigentlich was anderes ansehen. Aber jetzt kann ich einfach nicht widerstehen. Sehr erfreuliche Nachricht. Ein wirklich gelungenes Remake! ;)

19.02.2020 20:13 Uhr - McKingstarr
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Okay nicht mehr beschlagnahmt bedeutet jetzt aber nicht, dass er deswegen auch nicht mehr indiziert ist oder?

19.02.2020 20:21 Uhr - TheRealAsh
4x
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"Erst wenn der letzte Baum gerodet, die letzte Videothek vergiftet, der letzte physische Datenträger gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Disney nicht essen kann."

19.02.2020 20:22 Uhr - Böhser Hosen-Arzt
2x
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19.02.2020 19:49 Uhr schrieb Hellraiser2020
19.02.2020 19:30 Uhr schrieb Böhser Hosen-Arzt
Geiellll

Aber wann kommt eigentlich der potentielle FSK 16 Film "Halloween II" (1981) wieder frei...☹


Und dann alle Halloween teile inner großen uncut box da wär ich sofort dabei


Ja, müssten nur noch:
Halloween 6
Halloween - Unrated Directors Cut (2007)
Halloween II (2009)
Vom Index runter. Dürfte ja bis auf Halloween II (2009) nich allzu schwer sein.

19.02.2020 20:39 Uhr - Kaiser Soze
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Danke für die erfreuliche Nachricht, auch wenn es immer noch schade ist, dass das nicht der Normalfall ist, aber kann ja noch werden und wird immer mehr.
Ich glaube, ich schaue mir den Film zur Feier des Tages gleich mal wieder an :-)
Danke, wie üblich, für die schnelle Berichterstattung!

19.02.2020 20:40 Uhr - Ludwig
5x
19.02.2020 19:45 Uhr schrieb Steifi
Aber schon seltsam... "außerdem festgestellt hat, dass der Film nach heutigen Maßstäben keinen im Sinne von § 131 StGB gewaltverherrlichenden Inhalt habe."

Haben sich die genannten Maßstäbe also in fünf Jahren so signifikant verändert, oder gesteht man sich da heimlich ein, dass ein Film für Erwachsene tatsächlich auch Erwachsenen verkauft werden darf?!

Diese Begründungen waren schon immer lächerlich. Alles was im Bereich Medienzensur in Deutschland seit Jahrzehnten geschieht ist eine nationale Schande, und eines demokratischen Staats nicht würdig.
Dass es nicht schon längst einen grösseren Aufschrei der Bevölkerung und Medien gegeben hat, wundert mich sehr.

19.02.2020 20:58 Uhr - FdM
1x
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Hat mir sehr gut gefallen,der Soundtrack ist der Wahnsinn... tolle Nachricht.

19.02.2020 20:59 Uhr - meteor83
1x
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Gute Nachricht, kenne bisher weder das Original noch das Remake. Werde mir beide wohl bei Media Markt Oder Saturn kaufen, sobald es beide Filme auf amaray einzeln gibt.

19.02.2020 21:01 Uhr - Il Gobbo
9x
SB.com-Autor
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Was ich viel interessanter finde, ist die Leichtigkeit, mit der Nameless gefühlt im Wochenrythmus Beschlagnahmungen (oder Indizerierungen) aufheben lassen kann.
Wie machen die das?

Sind die Kosten so niedrig? Ist das tatsächlich so leicht, wie es scheint?
Wenn ja: warum fechten denn nicht alle Rechteinhaber indizierter oder beschlagnahmter Titel die teils extrem veralteten Entscheidungen an? Den Markt für solche Filme scheint es ja zu geben.

19.02.2020 21:05 Uhr - The Undertaker
5x
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Die Kosten sind leider nicht niedrig, aber NotlD ist ein Sony-Titel wie TdT und bei Maniac (Original) war Sony an der Aufhebung laut Nameless wohl auch beteiligt, sie waren es daher wahrscheinlich hier auch. Vermutlich teilt man sich die Kosten und Sony hat das Geld ja. Nameless dürfte es aber sicher auch nicht schlecht gehen ;)

19.02.2020 21:01 Uhr schrieb Il Gobbo
Wenn ja: warum fechten denn nicht alle Rechteinhaber indizierter oder beschlagnahmter Titel die teils extrem veralteten Entscheidungen an? Den Markt für solche Filme scheint es ja zu geben.

Leider liegen viele der Filme rechtemäßig bei Studios, die daran kein Interesse oder nicht die finanziellen Mittel dafür haben. XT Video hat ja viele der 131er-Klassiker gebracht, die haben daran natürlich kein Interesse und sollten die Rechte mal wechseln sind die meisten Titel für viele Studios leider "durch". Maniac (1980) war es zwar imo auch durch die vielen Ösi-BDs, aber zum Glück sahen Sony/Nameless bei beiden Filmen Potenzial, dass die sich trotzdem in Deutschland gut verkaufen wenn sie frei sind.

19.02.2020 21:08 Uhr - Rigolax
4x
§ 131 StGB ist halt verfassungswidrig. Erfüllt weder das Bestimmtheitsgebot, noch das Verhältnismäßigkeitsprinzip (Geeignetheit, Erforderlichkeit, Angemessenheit). Es ist ja nicht einmal klar, was der Schutzzweck sein soll, außer paternalistische Moralvorstellungen von Bewahrpädagogen und Neokinoreformern zu bedienen.

19.02.2020 21:09 Uhr - terence-philip
2x
Hm? Hä? Waas?
Ich glaub, das träum' ich!
Hab ich heut abend zu viel Bier getrunken oder passiert das wirklich?

Und dann ausgerechnet das Landgericht Stuttgart!
Ich werd nie wieder über die Schwaben lästern!
Versprochen!

19.02.2020 21:17 Uhr - Olivenbaum
Langsam werden die Behörden vernünftig ;D
Ist der Film trotzdem noch indiziert dann? Oder wie läuft das jetzt?

19.02.2020 21:19 Uhr - Cryptkeeper78
2x
19.02.2020 21:17 Uhr schrieb Olivenbaum
Langsam werden die Behörden vernünftig ;D
Ist der Film trotzdem noch indiziert dann? Oder wie läuft das jetzt?


Ja, ist er noch. Wird wahrscheinlich auf Liste A umgetragen. Nameless muss dann noch die Indizierung aufheben lassen, bevor der Film komplett rehabilitiert ist.

19.02.2020 21:20 Uhr - Rigolax
1x
Ich vermute, dass der Film auf dem Index bleibt, aber täusche mich gerne.

19.02.2020 21:29 Uhr - Böhser Hosen-Arzt
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19.02.2020 21:20 Uhr schrieb Rigolax
Ich vermute, dass der Film auf dem Index bleibt, aber täusche mich gerne.


Ja, wird wohl nach SAW 3D der 2. Film sein, ders nich ganz schafft.

19.02.2020 21:55 Uhr - The Undertaker
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Studiocanal ging zwar gegen die Beschlagnahme vor (wie bei Die Horde auch), aber wäre mir neu, dass es bei Saw 3D bereits einen Antrag auf Listenstreichung gab. Kann ich mir nicht vorstellen, wäre auch "sinnlos" das versucht zu haben.

19.02.2020 21:56 Uhr - Hellraiser2020
2x
Ich denk bei ner neuprüfung könnten saw 3-7 uncut mit fsk 18 durchkommen

19.02.2020 22:01 Uhr - The Undertaker
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Saw 3 wurde erst Ende 2019 wieder indiziert, bei den anderen sehe ich das leider so schnell auch nicht kommen.

19.02.2020 22:02 Uhr - IamAlex
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19.02.2020 20:22 Uhr schrieb Böhser Hosen-Arzt
19.02.2020 19:49 Uhr schrieb Hellraiser2020
19.02.2020 19:30 Uhr schrieb Böhser Hosen-Arzt
Geiellll

Aber wann kommt eigentlich der potentielle FSK 16 Film "Halloween II" (1981) wieder frei...☹


Und dann alle Halloween teile inner großen uncut box da wär ich sofort dabei


Ja, müssten nur noch:
Halloween 6
Halloween - Unrated Directors Cut (2007)
Halloween II (2009)
Vom Index runter. Dürfte ja bis auf Halloween II (2009) nich allzu schwer sein.



So wie Zombie in Halloween ll die Kills unnötig in die Länge zieht wird es bestimmt noch lange dauern,bis der vom index ist. Und Teil 1 ist wegen der Vergewaltigung indiziert....da wird das auch bestimmt noch dauern.

19.02.2020 22:19 Uhr - Cryptkeeper78
19.02.2020 22:02 Uhr schrieb IamAlex
19.02.2020 20:22 Uhr schrieb Böhser Hosen-Arzt
19.02.2020 19:49 Uhr schrieb Hellraiser2020
19.02.2020 19:30 Uhr schrieb Böhser Hosen-Arzt
Geiellll

Aber wann kommt eigentlich der potentielle FSK 16 Film "Halloween II" (1981) wieder frei...☹


Und dann alle Halloween teile inner großen uncut box da wär ich sofort dabei


Ja, müssten nur noch:
Halloween 6
Halloween - Unrated Directors Cut (2007)
Halloween II (2009)
Vom Index runter. Dürfte ja bis auf Halloween II (2009) nich allzu schwer sein.



So wie Zombie in Halloween ll die Kills unnötig in die Länge zieht wird es bestimmt noch lange dauern,bis der vom index ist. Und Teil 1 ist wegen der Vergewaltigung indiziert....da wird das auch bestimmt noch dauern.


Im Ernst? Wegen der Vergewaltigung? Was ist dann mit "Irreversible"? Bei beiden Filmen glaube ich schon, dass die freikommen können. Das Gezeigte sollte mit einer normalen FSK 18 vereinbar sein.

19.02.2020 22:21 Uhr - CHOLLO
3x
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Top Film, Top Nachricht!

Wer "Halloween 2 (1981) in seiner ungeschnittenen (beschlagnahmten) Version sehen wil muss nur auf Amazon's Streaming Portal gehen, so konsequent läuft ein Verbot hierzulande ;)

19.02.2020 22:24 Uhr - Böhser Hosen-Arzt
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19.02.2020 22:21 Uhr schrieb CHOLLO
Top Film, Top Nachricht!

Wer "Halloween 2 (1981) in seiner ungeschnittenen (beschlagnahmten) Version sehen wil muss nur auf Amazon's Streaming Portal gehen, so konsequent läuft ein Verbot hierzulande ;)


Habe ihn auch bei Google Play Filme ungekürzt für 4 Euro gekauft. Trotzdem wöllte ich den noch im Regal haben.

19.02.2020 22:39 Uhr - kellermalle79
Bei uns hier in der Schweiz ist der vom SVV 18+ geprüft, überall erhältlich gewesen.
Mittlerweilen natürlich längst vergriffen.
Fand ihn nicht gut,wenn ich Maniac schaue,bleibe ich beim Superben original.
Beim Remake fehlte mir einfach die dreckige Atmo und dass Ende war auch nicht intensiv genug.

19.02.2020 23:08 Uhr - TONKA
Ja was heisst das jetzt?Auf Liste"A"gerutscht?Oder Frei ab 18 oder 16 Jahren?Kenntnisse mich nicht so gut aus.Bitte um Info liebe Leser!

19.02.2020 23:17 Uhr - FordFairlane
1x
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Ich denke in Deutschland haben sich die Regeln für eine Beschlagnahmung oder Indizierung deutlich geändert.
Nur weil irgendjemand einen Antrag auf sowas stellt, muss diesem noch lange nicht statt gegeben werden. Früher wurde einfach jeder Film welcher den selbternannten Jugendschützern nicht den Kram passt indiziert bzw. Beschlagnahmt.
Der Rechtstaat hat da natürlich auch anders gedacht und hat sich aus Prinzip eher immer für den Jugendschutz entschieden und alles und jeden aus Vekehr gezogen. Die Bösen Medien (VHS, Laserdisc).
Schön das es noch Label gibt die den Kampf gegen sowas aufnehmen.

In anderen Foren steht aber das man sich bei der Streichung vom Remake auf den Präzedenzfall des Originalfilms bezogen hat. Wodurch man auch automatisch eine Listenstreichung des Remakes beantragen konnte, da dieser den gleichen Tatbestand erfüllt hatte, welche in der heutigen Zeit kein Grund mehr für eine Beschlagnahmung darstellt

Top!

19.02.2020 23:32 Uhr - Fridolin11
2x
@TONKA
D.h. der Film wird zunächst mit dem nächsten Bundesanzeiger in Liste A umgetragen. Damit bleibt er bis zum Antrag auf Listenstreichung (und wenn dann die BpjM auch keinen jugendgefährdenden Inhalt mehr sieht und diesen tatsächlich streicht) weiterhin indiziert. Er darf in Deutschland aber wieder legal an Erwachsene verkauft werden.

@Sony
Jetzt wäre es aber mal Zeit Hostel Part II entschlagahmen zu lassen für eine ordentlich gemasterte deutsche Blu Ray

20.02.2020 00:18 Uhr - Bill Williamson
3x
19.02.2020 19:04 Uhr schrieb Hellraiser2020
Megageil !
Langsam werden die vernünftig :)


Das denke ich eher weniger mit der Vernunft.
Sehe Wrong Turn Box und jetzt sag das nochmal langsam werden die vernünftig.
Was ist mit den anderen Filmen.
Halloween 2
Braindead
Die Liste wäre ewig.
Das einzige vernünftige ist, wenn man sich die Filme im Ausland kauft.

20.02.2020 00:23 Uhr - CrazySpaniokel79
2x
So muss das!!! Film stellte wirklich Visuell perfekt nachvollziehbar wie Krank der Typ ist. Für mich eines der besten Remakes ever!

20.02.2020 01:10 Uhr - DeafYakuza
19.02.2020 20:22 Uhr schrieb Böhser Hosen-Arzt


Ja, müssten nur noch:
Halloween 6
Halloween - Unrated Directors Cut (2007)
Halloween II (2009)
Vom Index runter. Dürfte ja bis auf Halloween II (2009) nich allzu schwer sein.



Keine Chance, wegen der Vergewaltigungszene im UDC von H1. Siehe ähnlich wie Death Wish 2, welchen er eine Ablehnung von BPjM hat.

20.02.2020 01:24 Uhr - Easy V Nie
1x
20.02.2020 00:18 Uhr schrieb Bill Williamson
19.02.2020 19:04 Uhr schrieb Hellraiser2020
Megageil !
Langsam werden die vernünftig :)


Das denke ich eher weniger mit der Vernunft.
Sehe Wrong Turn Box und jetzt sag das nochmal langsam werden die vernünftig.
Was ist mit den anderen Filmen.
Halloween 2
Braindead
Die Liste wäre ewig.
Das einzige vernünftige ist, wenn man sich die Filme im Ausland kauft.


Hat aber nicht jeder Bock jeden noch so beschissenen C-Movie komplett überteuert aus dem Ausland zu bestellen. Manchmal tut's auch die Grabbelkiste.
Ausserdem kann man wohl kaum abstreiten, dass im Vergleich zu früher viel weniger indiziert und beschlagnahmt wird.

20.02.2020 01:25 Uhr - Ralle87
1x
Mich überkommt das Gefühl, dass die bei der BPjM auf Wiedergutmachung aus sind.
Schöne Nachricht.

20.02.2020 01:29 Uhr - shane54
Dann können wir uns ja hoffentlich auf eine baldige Veröffentlichung beider Filme freuen, wie bereits am 24. Dezember 2019 angekündigt wurde.
https://www.schnittberichte.com/news.php?ID=15477

Ich finde es auch interessant, dass BEIDE Filme, Original und Remake, ein neues Bildmaster bekommen werden!

20.02.2020 06:37 Uhr - Ludwig
4x
20.02.2020 01:25 Uhr schrieb Ralle87
Mich überkommt das Gefühl, dass die bei der BPjM auf Wiedergutmachung aus sind.
Schöne Nachricht.

Die schönste Wiedergutmachung wäre es, wenn sie den Laden einfach schliessen.

20.02.2020 06:37 Uhr - BigPokerKing
3x
Und gleich kommt wieder der Tom: “das ist beschämend... eine Schande... etc.“

20.02.2020 07:24 Uhr - Dr.Ro Stoned
1x
19.02.2020 20:21 Uhr schrieb TheRealAsh
"Erst wenn der letzte Baum gerodet, die letzte Videothek vergiftet, der letzte physische Datenträger gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Disney nicht essen kann."



Oh Nein. Wie geil. Aber mir fällt tatsächlich nicht mehr das Original ein......argh

20.02.2020 08:28 Uhr - InsaneLP
1x
20.02.2020 07:24 Uhr schrieb Dr.Ro Stoned
19.02.2020 20:21 Uhr schrieb TheRealAsh
"Erst wenn der letzte Baum gerodet, die letzte Videothek vergiftet, der letzte physische Datenträger gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Disney nicht essen kann."



Oh Nein. Wie geil. Aber mir fällt tatsächlich nicht mehr das Original ein......argh

Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fisch gefangen, der letzte Büffel geschossen ist, dann werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann. War glaube ich von... Geronimo? Sitting Bull?? Auf jeden Fall ein Indianerhäuptling.

20.02.2020 08:30 Uhr - InsaneLP
4x
20.02.2020 06:37 Uhr schrieb BigPokerKing
Und gleich kommt wieder der Tom: “das ist beschämend... eine Schande... etc.“

Sei bloß ruhig, und bring den nicht auf blöde Ideen 🙄🙄🙄
Was mich bei ihm am allermeisten stört, ist dass der seine Meinung nichtmal begründet oder erläutert. Er haut einfach nur Phrasen raus, wie sie im BA von 1986 auch hätten stehen können 🙄

20.02.2020 08:31 Uhr - InsaneLP
Zum Film : Hab beide noch nicht gesehen, wird Zeit, dass ich das nachholen. Da ich eh nur streame, kann mir der Index ziemlich egal sein :P

20.02.2020 08:42 Uhr - brutus302003
User-Level von brutus302003 1
Erfahrungspunkte von brutus302003 1
Besitze beide als Original DVD mit sehr guter Bild und Tonqualität in der Uncut Version. Halloween besitze ich alle in der Uncut-Version inkl. DC. So solte es sein. Klasse Film. Hoffe das auch die anderen bald vom Index kommen.

20.02.2020 09:05 Uhr - FdM
1x
User-Level von FdM 2
Erfahrungspunkte von FdM 54
19.02.2020 21:01 Uhr schrieb Il Gobbo
Was ich viel interessanter finde, ist die Leichtigkeit, mit der Nameless gefühlt im Wochenrythmus Beschlagnahmungen (oder Indizerierungen) aufheben lassen kann.
Wie machen die das?

Sind die Kosten so niedrig? Ist das tatsächlich so leicht, wie es scheint?
Wenn ja: warum fechten denn nicht alle Rechteinhaber indizierter oder beschlagnahmter Titel die teils extrem veralteten Entscheidungen an? Den Markt für solche Filme scheint es ja zu geben.


Ein sehr guter Hinweis...meine Einschätzung dazu ist jene...
So wie es aussieht,hat das Label einen guten Weg gefunden,mit den Labeln zu kommunizieren.
Da werden sich gegenseitig Sachen abgenommen und Projekte werden in Coop gestaltet,was die Kostensenkung senkt und ggf. auch eher kleinere Titel aufarbeiten kann...

So vom Geldfaktor ist es interessant,wie die Hauptlizenznehmer das rechnen.
Es passt natürlich,wenn man sich das mit einem anderen Label teilen kann,ich denke mal,die Entschlagnahme war schon im Raum,als man sich die Rechte gesichert hatte... auf jeden Fall sehr löblich,da darf mein MB auch gerne 30 Euro kosten.

20.02.2020 09:08 Uhr - Cryptkeeper78
3x
19.02.2020 23:17 Uhr schrieb FordFairlane
Ich denke in Deutschland haben sich die Regeln für eine Beschlagnahmung oder Indizierung deutlich geändert.
Nur weil irgendjemand einen Antrag auf sowas stellt, muss diesem noch lange nicht statt gegeben werden. Früher wurde einfach jeder Film welcher den selbternannten Jugendschützern nicht den Kram passt indiziert bzw. Beschlagnahmt.


Wir dürfen natürlich nicht vergessen, dass mit "Wrong Turn 5" in der Box gerade wieder eine Beschlagnahme stattgefunden hat. Leider sind wir damit weit entfernt davon, dass sich das Umdenken der Jugendschützer geändert hat. In England sind die "banned movies" ja schon lange abgeschafft, da sich dort die Geschworenen (Leute aus dem Volk) mit dem Film befassen und darüber abstimmen. Hier ist es nur ein Richter. Wenn sich das mal ändert (und mehr Leute über sowas entscheiden können), wird es sicher keine Beschlagnahmen mehr geben.

20.02.2020 09:18 Uhr - LiveFastDiarrhea
1x
20.02.2020 01:25 Uhr schrieb Ralle87
Mich überkommt das Gefühl, dass die bei der BPjM auf Wiedergutmachung aus sind.
Schöne Nachricht.


Die BPjM hat doch hiermit bisher gar nichts zu tun gehabt?!

20.02.2020 09:48 Uhr - The Undertaker
4x
DB-Co-Admin
User-Level von The Undertaker 35
Erfahrungspunkte von The Undertaker 43.658
19.02.2020 23:17 Uhr schrieb FordFairlane
In anderen Foren steht aber das man sich bei der Streichung vom Remake auf den Präzedenzfall des Originalfilms bezogen hat. Wodurch man auch automatisch eine Listenstreichung des Remakes beantragen konnte, da dieser den gleichen Tatbestand erfüllt hatte, welche in der heutigen Zeit kein Grund mehr für eine Beschlagnahmung darstellt

Was ich für Blödsinn halte. Es sind zwei verschiedene Filme aus unterschiedlichen Jahrzehnten, die vor unterschiedlichen Gerichten beschlagnahmt und wieder befreit wurden. Da läuft NICHTS wegen "(wesentlicher) Inhaltsgleichheit". Wie sollte das auch gehen. Auch nicht bei der BPjM, da zwei Filme. Außerdem war die Aufhebung des 1980er Films kein Präzedensfall, wenn dann war das damals TCM, weil vorher noch nie ein alter 131er nach Jahrzehnten aufgehoben wurde.

20.02.2020 10:13 Uhr - humptydumpty
2x
User-Level von humptydumpty 6
Erfahrungspunkte von humptydumpty 472
20.02.2020 09:08 Uhr schrieb Cryptkeeper78
In England sind die "banned movies" ja schon lange abgeschafft, da sich dort die Geschworenen (Leute aus dem Volk) mit dem Film befassen und darüber abstimmen. Hier ist es nur ein Richter. Wenn sich das mal ändert (und mehr Leute über sowas entscheiden können), wird es sicher keine Beschlagnahmen mehr geben.
In UK dürfen Filme seit 1985 nur mit BBFC-Freigabe veröffentlicht werden. Bei den sogenannten "video nasties" handelt es sich um Filme, die vorher veröffentlicht wurden. Nur ein Teil dieser Filme wurde auch strafrechtlich verfolgt und ein großer Teil ist inzwischen auch wieder veröffentlicht worden. Die Filme mussten aber nicht vor Gericht "freigeboxt" werden und damit haben sich ganz sicher keine Geschworenen befasst. Die Filme wurden einfach zur Neuprüfung eingereicht. Bei den Wiederveröffentlichungen um die Jahrtausendwende wurde noch stark geschnitten und seit die Freigaben noch liberaler geworden sind, viele davon auch ungeschnitten (was natürlich nach wie vor geschnitten wird ist "animal cruelty"). In UK sind "banned movies" auch nicht abgeschafft, streng genommen ist jeder Film, der in UK ohne BBFC-Freigabe veröffentlicht wird ein "banned movie" und Filme wie "Murder Set Pieces" oder "Grotesque" oder sogar "Mikey" sind "banned" weil die Freigabe abgelehnt wurde.

20.02.2020 10:59 Uhr - Cryptkeeper78
2x
20.02.2020 10:13 Uhr schrieb humptydumpty
20.02.2020 09:08 Uhr schrieb Cryptkeeper78
In England sind die "banned movies" ja schon lange abgeschafft, da sich dort die Geschworenen (Leute aus dem Volk) mit dem Film befassen und darüber abstimmen. Hier ist es nur ein Richter. Wenn sich das mal ändert (und mehr Leute über sowas entscheiden können), wird es sicher keine Beschlagnahmen mehr geben.
In UK dürfen Filme seit 1985 nur mit BBFC-Freigabe veröffentlicht werden. Bei den sogenannten "video nasties" handelt es sich um Filme, die vorher veröffentlicht wurden. Nur ein Teil dieser Filme wurde auch strafrechtlich verfolgt und ein großer Teil ist inzwischen auch wieder veröffentlicht worden. Die Filme mussten aber nicht vor Gericht "freigeboxt" werden und damit haben sich ganz sicher keine Geschworenen befasst. Die Filme wurden einfach zur Neuprüfung eingereicht. Bei den Wiederveröffentlichungen um die Jahrtausendwende wurde noch stark geschnitten und seit die Freigaben noch liberaler geworden sind, viele davon auch ungeschnitten (was natürlich nach wie vor geschnitten wird ist "animal cruelty"). In UK sind "banned movies" auch nicht abgeschafft, streng genommen ist jeder Film, der in UK ohne BBFC-Freigabe veröffentlicht wird ein "banned movie" und Filme wie "Murder Set Pieces" oder "Grotesque" oder sogar "Mikey" sind "banned" weil die Freigabe abgelehnt wurde.


Ja, moment, ich meinte, dass es im Falle einer möglichen "Beschlagnahme" oder wie es in UK betitelt wird, schon ewig nicht mehr kam, WEIL sich eben Geschworene damit beschäftigen und nicht nur ein Richter. Und die Leute aus dem Volk grundsätzlich dagegen waren, da sie selbst entscheiden wollen, was sie gucken und was nicht. Deswegen gibt es im Prinzip keine neuen "Video Nasties" mehr, denn in UK hat man mitbekommen, dass es keinen Sinn mehr hat. Die Info hatte ich von einem Engländer.

Die Neuprüfung ist was anderes. Das ist ja das was ich meinte, was hier auch möglich sein sollte: Eine ERNEUTE Sichtung ohne vor Gericht ziehen zu müssen. Das sind uns die Engländer weit voraus.

Und klar einige Filme wie "Murder Set Pieces" haben keine Freigabe bekommen, sind aber keine offiziellen "Video Nasties" mehr. Sicherlich werden auch solche Filme in der Zukunft auch dort neu geprüft.

20.02.2020 11:07 Uhr - Hackman83
Das ist ein gutes Zeichen das in Zukunft weitere Filme frei kommen.
Braindead würde ich gerne auf Blu-Ray sehen.

20.02.2020 12:51 Uhr - humptydumpty
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20.02.2020 10:59 Uhr schrieb Cryptkeeper78
Ja, moment, ich meinte, dass es im Falle einer möglichen "Beschlagnahme" oder wie es in UK betitelt wird, schon ewig nicht mehr kam, WEIL sich eben Geschworene damit beschäftigen und nicht nur ein Richter. Und die Leute aus dem Volk grundsätzlich dagegen waren, da sie selbst entscheiden wollen, was sie gucken und was nicht. Deswegen gibt es im Prinzip keine neuen "Video Nasties" mehr, denn in UK hat man mitbekommen, dass es keinen Sinn mehr hat. Die Info hatte ich von einem Engländer.

Die Neuprüfung ist was anderes. Das ist ja das was ich meinte, was hier auch möglich sein sollte: Eine ERNEUTE Sichtung ohne vor Gericht ziehen zu müssen. Das sind uns die Engländer weit voraus.

Und klar einige Filme wie "Murder Set Pieces" haben keine Freigabe bekommen, sind aber keine offiziellen "Video Nasties" mehr. Sicherlich werden auch solche Filme in der Zukunft auch dort neu geprüft.
Nein, nicht weil sich Gerichte damit beschäftigen und auch nicht weil man denkt, dass das keinen Sinn hat, sondern weil das Prinzip des "Verbots" ein ganz anderes ist und schon immer war. Neue "video nasties" gibt es ja bereits seit 1985 nicht mehr und bei allen "video nasties" handelt es sich um ungeprüfte Tapes. Nach 1985 ist das UK-Prinzip ganz einfach: BBFC-Freigabe bedeutet Veröffentlichung möglich, keine BBFC-Freigabe bedeutet keine Veröffentlichung möglich. Ein "Murder Set Pieces" oder "Grotesque" wurden zur Prüfung abgelehnt, da steht also erstmal auch nicht die Option "Freigabe gegen Schnittauflagen" im Raum und der Film ist damit "banned". Kann natürlich sein, dass irgendwann ein erneuter Versuch den Film freigeben zu lassen, mehr Erfolg hat.
Ist natürlich richtig, das grundlegende Problem bei dem deutschen Prinzip der "Beschlagnahme" ist, dass man (meist trotz Verjährung) wieder vor Gericht ziehen muss und ein Gericht davon überzeugen muss den Beschluss aufzuheben. Da ist es in UK tatsächlich einfacher. Keine Ahnung, ob es da irgendwelche Fristen gibt, aber da kann man einen Film einfach erneut vorlegen.

20.02.2020 13:04 Uhr - Ragory
Ich geb mal einen Tipp ab: Der Nächste wird "Day of the Dead" sein.

20.02.2020 13:57 Uhr - Cryptkeeper78
2x
20.02.2020 13:04 Uhr schrieb Ragory
Ich geb mal einen Tipp ab: Der Nächste wird "Day of the Dead" sein.


Man müsste einfach wissen, woran Sony noch die Rechte hat. Ist leider nicht so durchsichtig das Ganze.

Von den "neueren" Beschlagnahmen könnte definitiv einiges demnächst wieder frei sein, wie:

- Wrong Turn 5
- Hobo with a Shotgun
- Storm Warning
- Hostel 2

Wahrscheinlich wird allerdings lustiger Trash wie "Ausflug in das Grauen", "Teufel tanzt weiter", "Tanz der Dämonen", "Blood Feast" oder "Crying Fields" nie frei kommen, da dies wie gesagt zu trashig ist und sich kein Label darum kümmern wird.


20.02.2020 14:09 Uhr - Noxa
Könnte es sein das bei Braindead die Beschlagnahme nicht aufgehoben wurde, da das Gericht noch immer einen Verstoß gegen den 131er sieht?

Wenn Anträge auf vorzeitige Listenstreichung abegelehnt werden können, müsste das doch auch bei Gerichten und Beschlagnahmebeschlüssen der Fall sein.

Braindead ist doch ein ziemlich bekannter Film, halte es für seltsam das man nicht versucht hat den zu befreien.

20.02.2020 14:12 Uhr - Rigolax
2x
20.02.2020 13:57 Uhr schrieb Cryptkeeper78 Wahrscheinlich wird allerdings lustiger Trash wie "Ausflug in das Grauen", "Teufel tanzt weiter", "Tanz der Dämonen", "Blood Feast" oder "Crying Fields" nie frei kommen, da dies wie gesagt zu trashig ist und sich kein Label darum kümmern wird.


Man könnte die wohl sogar ohne das Zutun von Labels freikriegen, indem man einen Staatsanwalt darauf ansetzt (im Zuge von Ermittlungen), der dann die Aufhebung beantragt...

Alternativ könnte man versuchen, eine höchstrichterliche (verfassungsrichterliche) Entscheidung zu provozieren, die den Tatbestand § 131 StGB neue Schranken setzt, womit die älteren Entscheidungen quasi-hinfällig werden und die BPjM wieder eine Prüfkompetenz sieht (vgl. mit Friday Teil 3: https://www.schnittberichte.com/news.php?ID=10638). Im Endeffekt geht's eigentlich ja nur darum, die vom Index zu kriegen bzw. genauer FSK-kennzeichnungskompatibel zu bekommen; es könnte also auch schon reichen, § 18 Abs. 5 JuSchG zu reformieren bezogen auf die "Rechtskraft" der Gerichtsbeschlüsse für die Prüfkompetenz der BPjM (was aber in dem vor kurzem zur Diskussion gestellten JuSchG-Entwurf auch nicht vorgesehen ist).

Oder eben § 131 StGB von Seiten des Gesetzgebers abschaffen oder hinreichend reformieren.

20.02.2020 14:15 Uhr - Rigolax
20.02.2020 14:09 Uhr schrieb Noxa
Könnte es sein das bei Braindead die Beschlagnahme nicht aufgehoben wurde, da das Gericht noch immer einen Verstoß gegen den 131er sieht?

Wenn Anträge auf vorzeitige Listenstreichung abegelehnt werden können, müsste das doch auch bei Gerichten und Beschlagnahmebeschlüssen der Fall sein.

Braindead ist doch ein ziemlich bekannter Film, halte es für seltsam das man nicht versucht hat den zu befreien.


Nur wenn ein Gericht den Tatbestand an sich verneint ("keine Gewaltverrlichung mehr aus heutiger Sicht" etc.), dann reicht das (idR) schon für die BPjM, um wieder eine Prüfkompetenz zu sehen, da die älteren Beschlüsse damit "erschüttert" sind.

EDIT: Sorry, hatte die Frage nicht verstanden. <.< Ich lass das jetzt aber so stehen, egal.

20.02.2020 14:18 Uhr - The Undertaker
1x
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20.02.2020 14:09 Uhr schrieb Noxa
Könnte es sein das bei Braindead die Beschlagnahme nicht aufgehoben wurde, da das Gericht noch immer einen Verstoß gegen den 131er sieht?

Nein, es hat seit Jahren kein deutsches Label die Rechte am Film, weil Peter Jackson sie nicht mehr vergeben hat. Er arbeitet schon ewig an einer Restauration, wird aber nicht fertig und erst dann wird er hier wieder verfügbar sein. Dann hat sich die Beschlagnahme auch erledigt, es sei denn die Rechte wanden an eine Hinterhofbude.

20.02.2020 14:56 Uhr - Grosser_Wolf
20.02.2020 08:30 Uhr schrieb InsaneLP
20.02.2020 06:37 Uhr schrieb BigPokerKing
Und gleich kommt wieder der Tom: “das ist beschämend... eine Schande... etc.“

Sei bloß ruhig, und bring den nicht auf blöde Ideen 🙄🙄🙄
Was mich bei ihm am allermeisten stört, ist dass der seine Meinung nichtmal begründet oder erläutert. Er haut einfach nur Phrasen raus, wie sie im BA von 1986 auch hätten stehen können 🙄

So trocken wie der gute Tom immer schreibt, halte ich seine Kommentare für beißende Satire. Überspitzt und knackig. Macht Laune.

Zur Entschlagnahmung: habe ich nicht mit gerechnet. Sehr gut!

20.02.2020 15:43 Uhr - Cryptkeeper78
1x
20.02.2020 14:12 Uhr schrieb Rigolax
20.02.2020 13:57 Uhr schrieb Cryptkeeper78 Wahrscheinlich wird allerdings lustiger Trash wie "Ausflug in das Grauen", "Teufel tanzt weiter", "Tanz der Dämonen", "Blood Feast" oder "Crying Fields" nie frei kommen, da dies wie gesagt zu trashig ist und sich kein Label darum kümmern wird.


Man könnte die wohl sogar ohne das Zutun von Labels freikriegen, indem man einen Staatsanwalt darauf ansetzt (im Zuge von Ermittlungen), der dann die Aufhebung beantragt...

Alternativ könnte man versuchen, eine höchstrichterliche (verfassungsrichterliche) Entscheidung zu provozieren, die den Tatbestand § 131 StGB neue Schranken setzt, womit die älteren Entscheidungen quasi-hinfällig werden und die BPjM wieder eine Prüfkompetenz sieht (vgl. mit Friday Teil 3: https://www.schnittberichte.com/news.php?ID=10638). Im Endeffekt geht's eigentlich ja nur darum, die vom Index zu kriegen bzw. genauer FSK-kennzeichnungskompatibel zu bekommen; es könnte also auch schon reichen, § 18 Abs. 5 JuSchG zu reformieren bezogen auf die "Rechtskraft" der Gerichtsbeschlüsse für die Prüfkompetenz der BPjM (was aber in dem vor kurzem zur Diskussion gestellten JuSchG-Entwurf auch nicht vorgesehen ist).

Oder eben § 131 StGB von Seiten des Gesetzgebers abschaffen oder hinreichend reformieren.


Scheinst Dich da ja gut auszukennen. Kenne einen Anwalt, der aber nicht auf Medien spezialisiert ist und wenig Zeit hat. Man bräuchte echt einen Film-Fan, der dann da persönlich Druck macht, aber wird wohl ein Traum bleiben. Zumal derjenige, dass dann ja auch unentgeltlich machen müsste.

20.02.2020 16:49 Uhr - Rigolax
2x
20.02.2020 15:43 Uhr schrieb Cryptkeeper78
Scheinst Dich da ja gut auszukennen. Kenne einen Anwalt, der aber nicht auf Medien spezialisiert ist und wenig Zeit hat. Man bräuchte echt einen Film-Fan, der dann da persönlich Druck macht, aber wird wohl ein Traum bleiben. Zumal derjenige, dass dann ja auch unentgeltlich machen müsste.


Auskennen ist relativ. Das ganze Konstrukt durchblicken wohl nur sehr wenige Menschen in Deutschland und ich würde mich auch nur teilweise dazu zählen.

Realistischer Weise wäre eine Verbandsstruktur wohl am besten, um etwas zu erreichen. Ich weiß jetzt nicht, ob es in der Hinsicht noch irgendwas gibt. Im Videospielbereich gab es den VDVC, der z.B. erfolglos (aus Sicht des Gerichts nicht hinreichend die eigene Betroffenheit begründet) versuchte, gegen die Neufassung des § 131 StGB vorzugehen.

Es liegt auch an den Labels. Mir scheint, dass die sich mit dem Status Quo arrangiert haben und es ihnen genügt, peu à peu entsprechende Filme freizukriegen. Ein regelrechter Rundumschlag (Verfassungsbeschwerde) ist vielleicht relativ gesehen aufwendiger.

Im Grunde ist § 131 StGB (mittlerweile) meines Erachtens evident verfassungswidrig. Wie soll man diesen Paragraph bzw. Verbote auf Basis dessen ernstnehmen können, zumindest im Bereich fiktiver Unterhaltung? Da wird ein Film mit einem Weltstar wie Elijah Wood im Kino mit FSK-KJ unzensiert gezeigt, dann von einer anerkannten Juristenkommission (SPIO/JK) im Heimkino als nach § 131 StGB unbedenklich eingestuft, ein pluralistisches Behörden bzw. juristisches Laiengremium indiziert aber mit StGB-Relevanz auf Listenteil B, ein Staatsanwalt leitet es im Zuge von Ermittlungen an ein Gericht weiter, ein gelangweilter Richter an einem Amtsgericht verbietet den Film faktisch und ein paar Jahre später soll der Film dann § 131 StGB "aus heutiger Sicht" nicht mehr erfüllen. Wie soll man das denn vertreten können gegenüber der Bevölkerung aber auch dem Ausland (bezogen auf das Ansehen von Deutschland)? Das ist hier ein extremer Einzelfall, aber es gibt ja Dutzende Beispiele in letzter Zeit an Rehabilitierungen, an künstlerisch (im Ausland) sonst geschätzten Filmen (sattsam benutztes Beispiel: The Texas Chain Saw Massacre in der ständigen Sammlung des NY Museum of Modern Arts). Diese Verbotsmanie schadet(e) Deutschland vielmehr als es nützt. Vielleicht müsste man auch einfach mal den wirtschaftlichen Schaden kalkulieren, um manche Politiker hellhörig werden zu lassen, wenn denen schon nicht viel an der allgemeinen Kunstfreiheit liegt.

20.02.2020 17:24 Uhr - Cryptkeeper78
OK, danke auf jeden Fall für Deine Ausführungen. Ich leite es auch mal an meinen Kumpel weiter, der sich das mal anschauen soll. Finde ich auf jeden Fall spannend sich mal damit mehr auseinander zu setzen.

20.02.2020 18:23 Uhr - Tom Öozen
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Oh Mann, das läuft ja momentan hier wie beim Arbeitsamt; zack und abgefertigt.
Ich finde wie beim Vorgänger ein juristisches Dilemma, diese fragwürdigen Entscheidungen.
Bin mir sicher, der Richter hat sich diesen Streifen nicht mal vorher angeschaut, sondern reitet nur auf einer "Entlassungswelle" mit. Wie kann es sein, das er erst nach ein paar Jährchen nicht mehr dem Tatbestand (aus heutiger Sicht vor wenigen Jahren), der Gewaltverheerlichung entspricht?
Alles sehr merkwürdig; man sollte solche Filme der normalen Gesamtheit der Zuschauer vorenthalten und nicht durch Entschlagnahmungen sowie De-Indizierungen zumutbar machen!

20.02.2020 18:37 Uhr - Tele5
4x
20.02.2020 18:23 Uhr schrieb Tom Öozen
Oh Mann, das läuft ja momentan hier wie beim Arbeitsamt; zack und abgefertigt.
Ich finde wie beim Vorgänger ein juristisches Dilemma, diese fragwürdigen Entscheidungen.
Bin mir sicher, der Richter hat sich diesen Streifen nicht mal vorher angeschaut, sondern reitet nur auf einer "Entlassungswelle" mit. Wie kann es sein, das er erst nach ein paar Jährchen nicht mehr dem Tatbestand (aus heutiger Sicht vor wenigen Jahren), der Gewaltverheerlichung entspricht?
Alles sehr merkwürdig; man sollte solche Filme der normalen Gesamtheit der Zuschauer vorenthalten und nicht durch Entschlagnahmungen sowie De-Indizierungen zumutbar machen!


War ja klar, dass Du hier wieder mit der gleichen Leier hinterm Ofen vorkommst. Gähn!

20.02.2020 18:44 Uhr - sonyericssohn
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20.02.2020 18:23 Uhr schrieb Tom Öozen
Oh Mann, das läuft ja momentan hier wie beim Arbeitsamt; zack und abgefertigt.
Ich finde wie beim Vorgänger ein juristisches Dilemma, diese fragwürdigen Entscheidungen.
Bin mir sicher, der Richter hat sich diesen Streifen nicht mal vorher angeschaut, sondern reitet nur auf einer "Entlassungswelle" mit. Wie kann es sein, das er erst nach ein paar Jährchen nicht mehr dem Tatbestand (aus heutiger Sicht vor wenigen Jahren), der Gewaltverheerlichung entspricht?
Alles sehr merkwürdig; man sollte solche Filme der normalen Gesamtheit der Zuschauer vorenthalten und nicht durch Entschlagnahmungen sowie De-Indizierungen zumutbar machen!


Sag mal geht dir dein steinzeitliches Geschwafel nicht langsam selbst auf den Geist ? Okay man soll den Troll ja nicht füttern, aber such dir doch mal ein anderes Hobby als Filme und deren Unterschlagung. Sei doch froh wenn sich was tut und die FSK endlich erwachsen wird...im Gegensatz zu....dir.

20.02.2020 18:52 Uhr - Chímaira
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20.02.2020 18:23 Uhr schrieb Tom Öozen
Oh Mann, das läuft ja momentan hier wie beim Arbeitsamt; zack und abgefertigt.
Ich finde wie beim Vorgänger ein juristisches Dilemma, diese fragwürdigen Entscheidungen.
Bin mir sicher, der Richter hat sich diesen Streifen nicht mal vorher angeschaut, sondern reitet nur auf einer "Entlassungswelle" mit. Wie kann es sein, das er erst nach ein paar Jährchen nicht mehr dem Tatbestand (aus heutiger Sicht vor wenigen Jahren), der Gewaltverheerlichung entspricht?
Alles sehr merkwürdig; man sollte solche Filme der normalen Gesamtheit der Zuschauer vorenthalten und nicht durch Entschlagnahmungen sowie De-Indizierungen zumutbar machen!

Ich wundere mich, dass eine derart inkompetente Person als "DB-Helfer" bei Schnittberichte tätig ist

20.02.2020 19:15 Uhr - Skeletor
Dass ein verhältnismäßig neuer Film von einem Totalverbot befreit wurde ist ein ziemliches Novum. Es drängen sich hier Parallelen zur Freigabe von Mortal Kombat X auf, die bekanntermaßen eine Art "Dammbruch" darstellte...
Ich denke, dass die Zeit der Beschlagnahmungen im Splatter/Horror-Bereich damit der Vergangenheit angehört. Man gibt es eben nur nicht offiziell zu, denn den Finger am Drücker (§ 131 StGB) will man sich dann doch nicht nehmen lassen;-)

20.02.2020 19:17 Uhr - fidezi
@Rigolax
Im Schnitt sind deutsche Gerichte sehr streng bei der Klagebefugnis nur unmittelbar betroffene sollen gegen eine für sie Nachteilige staatliche Maßnahme klagen können vgl. z.B. § 42 Absatz 2 VwGO.
Auch die Labels können nicht einfach so eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts herbeiführen; ihr Rechtsschutzbedürfnis entfällt bereits dann wenn ein (Straf-)Gericht den Ausschluss eines Verstoßes gegen § 131 StGB im konkreten Fall ausspricht.

20.02.2020 19:19 Uhr - Rigolax
Folgender Abschnitt ist jedenfalls vortrefflich, denn so werden die Beschlagnahmen desavouiert, indem die "Entlassungen" (korrekter Weise) als prinzipiell ähnlich beliebige Entscheidungen dargestellt werden!

20.02.2020 18:23 Uhr schrieb Tom Öozen (...)
Bin mir sicher, der Richter hat sich diesen Streifen nicht mal vorher angeschaut, sondern reitet nur auf einer "Entlassungswelle" mit. Wie kann es sein, das er erst nach ein paar Jährchen nicht mehr dem Tatbestand (aus heutiger Sicht vor wenigen Jahren), der Gewaltverheerlichung [sic] entspricht?! (...)

20.02.2020 19:23 Uhr - Rigolax
20.02.2020 19:17 Uhr schrieb fidezi
@Rigolax
Im Schnitt sind deutsche Gerichte sehr streng bei der Klagebefugnis nur unmittelbar betroffene sollen gegen eine für sie Nachteilige staatliche Maßnahme klagen können vgl. z.B. § 42 Absatz 2 VwGO.
Auch die Labels können nicht einfach so eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts herbeiführen; ihr Rechtsschutzbedürfnis entfällt bereits dann wenn ein (Straf-)Gericht den Ausschluss eines Verstoßes gegen § 131 StGB im konkreten Fall ausspricht.


Das ist richtig, aber die Labels hätten z. B. die Neufassung des § 131 StGB vor einigen Jahren nutzen können, um eine BVerfG-Entscheidung zu provozieren, so wie es der VDVC versuchte.

Alternativ könnte man nicht auch versuchen, einen noch auf B indizierten bzw. genauer mit "aktiven" Beschlagnahembeschlüssen belasteten Film FSK kennzeichnen zu lassen und dann gegen den negativen Verwaltungsakt zu klagen (erfolglos) und das dann vor dem BVerfG zu bringen?

20.02.2020 19:25 Uhr - Barry Benson
2x
DB-Helfer
User-Level von Barry Benson 8
Erfahrungspunkte von Barry Benson 945
20.02.2020 18:23 Uhr schrieb Tom Öozen
Oh Mann, das läuft ja momentan hier wie beim Arbeitsamt; zack und abgefertigt.
Ich finde wie beim Vorgänger ein juristisches Dilemma, diese fragwürdigen Entscheidungen.
Bin mir sicher, der Richter hat sich diesen Streifen nicht mal vorher angeschaut, sondern reitet nur auf einer "Entlassungswelle" mit. Wie kann es sein, das er erst nach ein paar Jährchen nicht mehr dem Tatbestand (aus heutiger Sicht vor wenigen Jahren), der Gewaltverheerlichung entspricht?
Alles sehr merkwürdig; man sollte solche Filme der normalen Gesamtheit der Zuschauer vorenthalten und nicht durch Entschlagnahmungen sowie De-Indizierungen zumutbar machen!

Das geile daran ist, das es immer noch User gibt die darauf anspringen und es nicht mal merken!🤣🤣🤣

20.02.2020 19:30 Uhr - IH8YH
1x
19.02.2020 19:49 Uhr schrieb Hellraiser2020
19.02.2020 19:30 Uhr schrieb Böhser Hosen-Arzt
Geiellll

Aber wann kommt eigentlich der potentielle FSK 16 Film "Halloween II" (1981) wieder frei...☹


Und dann alle Halloween teile inner großen uncut box da wär ich sofort dabei


nene alle schön einzeln in super streng limitierten media books damit man den fans auch maximal geld aus der tasche ziehen kann

20.02.2020 20:05 Uhr - TheRealAsh
2x
User-Level von TheRealAsh 9
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 1.283
20.02.2020 07:24 Uhr schrieb Dr.Ro Stoned
19.02.2020 20:21 Uhr schrieb TheRealAsh
"Erst wenn der letzte Baum gerodet, die letzte Videothek vergiftet, der letzte physische Datenträger gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Disney nicht essen kann."



Oh Nein. Wie geil. Aber mir fällt tatsächlich nicht mehr das Original ein......argh


Weissagung der Cree;-)

Ich denke mir das nur manchmal, dass jetzt dann wirklich fast alles runter ist und irgendwie nichts mehr bleibt. Sowohl als Jugendlicher, als auch später, ich mochte meine "verbotenen" Filme, auch und vor allem, wenn sie mal nicht so der Hit waren:-)

20.02.2020 20:56 Uhr - McReedy
[...]

Von den "neueren" Beschlagnahmen könnte definitiv einiges demnächst wieder frei sein, wie:

- Wrong Turn 5
- Hobo with a Shotgun
- Storm Warning
- Hostel 2

[...]


Hobo? Na klar, warum eigentlich nicht?

######SPOILER######

Die freizügige Dame, die sich lasziv tanzend an einer Blutfontäne labt, sowie die Frauen, die lachend einen wehrlosen und kopfüber hängenden Mann aus reinem Vergnügen mit Baseballschlägern malträtieren; die brennenden Kinder im Schulbus, zynisch untermalt vom Song "Disco Inferno",

######SPOILER-ENDE######

sowie die Tatsache, dass man in dieser Stadt ausschließlich mit brutaler Gewalt seine Ziele erreichen kann, dürfte bei unseren hiesigen Richtern nicht nur zu einer reibungslos-unreflektierten Aufhebung des Beschlagnahmebeschlusses führen, sondern auch zu reihenweisen Schenkelklopfern bei der FSK und einer locker aus der Hüfte geschossenen 16er-Freigabe!

Mal ernsthaft: Dieser Film ist per definitionem Gewaltverherrlichung. Nicht falsch verstehen, ich mag ihn, er ist gut, aber ich bin realistisch genug, seine menschenverachtende Attitüde als solche zu erkennen und die Beschlagnahmung als nachvollziehbar einzuordnen.

Und Hostel 2? Nun ja, die Kehlenschnitt-Szene ist aufgrund ihrer sexuellen Motivation sicherlich immer noch gewaltverherrlichend.

20.02.2020 21:12 Uhr - The Undertaker
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20.02.2020 20:56 Uhr schrieb McReedy
Und Hostel 2? Nun ja, die Kehlenschnitt-Szene ist aufgrund ihrer sexuellen Motivation sicherlich immer noch gewaltverherrlichend.

Der ist in der indizierten und beschlagnahmten deutschen Fassung ja nicht drin, aber alles andere eben..

20.02.2020 21:35 Uhr - McReedy
20.02.2020 21:12 Uhr schrieb The Undertaker
20.02.2020 20:56 Uhr schrieb McReedy
Und Hostel 2? Nun ja, die Kehlenschnitt-Szene ist aufgrund ihrer sexuellen Motivation sicherlich immer noch gewaltverherrlichend.

Der ist in der indizierten und beschlagnahmten deutschen Fassung ja nicht drin, aber alles andere eben..


Das besondere Leckerli für die Hunde am Ende des Films ist aber auch nicht gerade ohne. ;-) Dazu kommt noch der im zweiten Teil besonders präsente Aspekt der Entmenschlichung in Gestalt der entführten Menschen, die zu Auktionsgegenständen degradiert werden und als Ware zur Gestaltung von pervertierten Freizeitaktivitäten dienen - Gewaltverherrlichung ist nicht bloß Grafisches, sondern auch Psychologisches.

Doch mal abgesehen davon, warum sollte ich mir den Film kaufen, wenn er sowieso der Kehlenschnitt-Szene beraubt wurde?

20.02.2020 23:39 Uhr - Rigolax
1x
20.02.2020 20:56 Uhr schrieb McReedyMal ernsthaft: Dieser Film ist per definitionem Gewaltverherrlichung. Nicht falsch verstehen, ich mag ihn, er ist gut, aber ich bin realistisch genug, seine menschenverachtende Attitüde als solche zu erkennen und die Beschlagnahmung als nachvollziehbar einzuordnen.


So ein Quatsch. Ich habe den Film gesehen und finde ihn nicht gewaltverherrlichend. Im Endeffekt lehnt er Gewalt auch ab. Wenn man natürlich es drauf anlegt, kann man da sonst was hereinlesen und ihn auch so verunglimpfen. PS: Alle Batman-Filme sind dann auch gewaltverherrlichend.

21.02.2020 06:35 Uhr - FdM
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20.02.2020 23:39 Uhr schrieb Rigolax
20.02.2020 20:56 Uhr schrieb McReedyMal ernsthaft: Dieser Film ist per definitionem Gewaltverherrlichung. Nicht falsch verstehen, ich mag ihn, er ist gut, aber ich bin realistisch genug, seine menschenverachtende Attitüde als solche zu erkennen und die Beschlagnahmung als nachvollziehbar einzuordnen.


So ein Quatsch. Ich habe den Film gesehen und finde ihn nicht gewaltverherrlichend. Im Endeffekt lehnt er Gewalt auch ab. Wenn man natürlich es drauf anlegt, kann man da sonst was hereinlesen und ihn auch so verunglimpfen. PS: Alle Batman-Filme sind dann auch gewaltverherrlichend.


Bei manchem Marvel - Film sterben 100 te von Leuten,das wird halt nur nicht so hervorgehoben, wie bei manch altem Klassiker,der von der Auswalzung lebt... bei manchen Filmen kann man eine Gewaltverharmlosung dann ggf. ungünstig werten.Warum Zombie-Filme beschlagnahmt sind,kann ich dann wirklich nicht nachvollziehen,wenn Gewalt von Mensch zu Mensch zelebriert wird,finde ich das eher nicht so mein Ding,ich persönlich kann nichts mit Torture Hin und her anfangen....

21.02.2020 09:18 Uhr - Cryptkeeper78
1x
20.02.2020 20:56 Uhr schrieb McReedy
[...]

Von den "neueren" Beschlagnahmen könnte definitiv einiges demnächst wieder frei sein, wie:

- Wrong Turn 5
- Hobo with a Shotgun
- Storm Warning
- Hostel 2

[...]


Hobo? Na klar, warum eigentlich nicht?

######SPOILER######

Die freizügige Dame, die sich lasziv tanzend an einer Blutfontäne labt, sowie die Frauen, die lachend einen wehrlosen und kopfüber hängenden Mann aus reinem Vergnügen mit Baseballschlägern malträtieren; die brennenden Kinder im Schulbus, zynisch untermalt vom Song "Disco Inferno",

######SPOILER-ENDE######

sowie die Tatsache, dass man in dieser Stadt ausschließlich mit brutaler Gewalt seine Ziele erreichen kann, dürfte bei unseren hiesigen Richtern nicht nur zu einer reibungslos-unreflektierten Aufhebung des Beschlagnahmebeschlusses führen, sondern auch zu reihenweisen Schenkelklopfern bei der FSK und einer locker aus der Hüfte geschossenen 16er-Freigabe!

Mal ernsthaft: Dieser Film ist per definitionem Gewaltverherrlichung. Nicht falsch verstehen, ich mag ihn, er ist gut, aber ich bin realistisch genug, seine menschenverachtende Attitüde als solche zu erkennen und die Beschlagnahmung als nachvollziehbar einzuordnen.

Und Hostel 2? Nun ja, die Kehlenschnitt-Szene ist aufgrund ihrer sexuellen Motivation sicherlich immer noch gewaltverherrlichend.


Hobo ist überzogener Troma-Style-Quatsch. Überhaupt nicht ernst zu nehmen. Die FSF hat doch neulich erst "Toxic Avenger" ungeschnitten ab 18 freigegeben. Dort wird ein Kind überfahren und der Kopf zerquetscht. Meinetwegen kann der ja indiziert bleiben, aber das ist 131er.

Hostel 2 genauso. Das ist kein Strafgegenstand. Überhaupt ist es lächerlich, dass solche Filme gerichtlich beschlagnahmt werden.

21.02.2020 13:12 Uhr - Ragory
1x
20.02.2020 18:23 Uhr schrieb Tom Öozen
Bin mir sicher, der Richter hat sich diesen Streifen nicht mal vorher angeschaut, sondern reitet nur auf einer "Entlassungswelle" mit.


Genauso gut könnte man sagen, dass sich der Amtsrichter in Stuttgart 2015 den Film nicht mal vorher angeschaut hat und sich stattdessen blind auf die Beurteilung der Bundesprüfstelle durch die damalige Vorsitzende Monnssen-Engberding verlassen hat.

21.02.2020 13:25 Uhr - Rigolax
Muss man vermutlich immer mal wieder betonen. Bei § 131 StGB geht es eben um ein StGB-rechtliches Verbreitungsverbot, viel näher an "Zensur" geht es nicht. Das ist meilenweit schwerwiegender als eine bloße A-Indizierung.

Was soll ein Verbot nach § 131 StGB überhaupt erreichen (sog. Schutzzweck)? Jugend(medien)schutz alleine rechtfertigt nach herrschender Meinung kein Verbot der Verbreitung an Erwachsene. Der "öffentliche Friede" als Schutzgut ist opak, geht aber wohl in Richtung Prävention von durch Medien generierte reale Gewalt; aber es gibt keinen belastbaren Forschungsstand, der die Annahme rechtfertigt, dass ein Verbot nötig wäre, vielmehr tendiert die Medienwirkungsforschung dahin, dass Medien gar keinen bis einen sehr gingen Teil ausmachen, z.B. Armut als Faktor viel mehr wiegt (vgl. insb. Ferguson/Markey). Der Gesetzgeber kann nur versuchen, sich verzweifelt auf seine sog. Einschätzungsprärogative zu stützen, was leider das BVerfG für legitim erachtete: "Den ihm zustehenden Entscheidungsraum hätte der Gesetzgeber daher nur dann verlassen, wenn eine Gefährdung Jugendlicher nach dem Stand der Wissenschaft vernünftigerweise auszuschließen wäre." (Mutzenbacher-Entscheidung).

Und ist es dann verhältnismäßig (Geeignetheit, Erforderlichkeit, Angemessenheit)? Man darf nicht vergessen, dass hier die schrankenlos formulierte Kunstfreiheit des Art. 5 eingeschränkt wird (gilt im sog. Werk- und auch Wirkbereich); das geht nur in einer Güterabwägung im Zuge der sog. praktischen Konkordanz, was aber oftmals bei Beschlagnahmebeschlüssen auch nicht passiert, weshalb viele mE verfassungswidrig sind.

21.02.2020 14:56 Uhr - Seán
Großartig! Hab es sowieso seltsam gefunden, dass ein Film der bereits ungekürzt im Kino lief im Nachhinein beschlagnahmt wird.
Trotzdem habe ich nicht damit gerechnet, dass der Film so früh bereits wieder entschlagnahmt wird.
Ich bin aber ziemlich sicher, dass der Film trotzdem auf dem Index bleibt.

21.02.2020 15:34 Uhr - Darth Avasarala
3x
20.02.2020 18:23 Uhr schrieb Tom Öozen
Wie kann es sein, das er erst nach ein paar Jährchen nicht mehr dem Tatbestand (aus heutiger Sicht vor wenigen Jahren), der Gewaltverheerlichung entspricht?


Hier muss ich leider zustimmen. Natürlich ist dieses "aus heutiger Sicht" Unfug! §131 StGB ist ein Gummiparagraph, der eines Rechtsstaats unwürdig ist. "Gewaltverherrlichung" findet entweder in fast jedem Action-, Superhelden- oder Fantasyfilm statt oder gar nicht. Nur weil eine Darstellung besonders detailreich und blutig ist, wird sie nicht gewaltverherrlichend und KANN gar nicht gewaltverharmlosend sein, weil sie dann eben nicht blutig und grausam sein kann... Und die "abstrakte Menschenwürde" einer Filmfigur ist den Grundrechten des Zuschauers AB 14 JAHREN unterzuordnen. Religionsmündigkeit, Strafmündigkeit und Sexualmündigkeit umfassen für mich aus staatlicher Sicht die die freie Medienauswahl a priori. Sorry, Deutschland... Nachsitzen!

Alles sehr merkwürdig; man sollte solche Filme der normalen Gesamtheit der Zuschauer vorenthalten und nicht durch Entschlagnahmungen sowie De-Indizierungen zumutbar machen!


Hättest du gerne... Der Staat hat kein Recht, irgendwelche Medien nach Gutdünken einiger "Experten" oder "Juristen" zu beschlagnahmen. Wenn Dir ein Film nicht passt, kannst Du ja gerne DEINEN Kindern diesen verbieten. Von Seiten des Staates aus muss ab 14 Jahren - und KEINEN TAG SPÄTER - die freie Medienauswahl im Rahmen der Glaubens- und Gewissensfreiheit sowie Straf- und Sexualmündigkeit stehen. Eine Benachteiligung bestimmter Filme und ganzer Genres ist ein eklatanter Verstoß gegen die Informationsfreiheit 14-17jähriger, von Erwachsenen im 131er-Bereich ganz zu schweigen.

Jugendschutz kann und darf bestenfalls noch kompetenzorientierte Begleitung sein, Kinderschutz unter 14 hingegen darf gerne auch präventiv-prohibitiv ausgelegt bleiben. Medienschutzalter 14 analog zur Sexualität. Punkt. Wer Filme schlechter stellt als realen Sex, Glaubensabfall, Strafmündigkeit, Tattoos, Alkohol in Elternbegleitung, Erwerbsfähigkeit etc. diskriminiert diese und ihre Labels, Macher und Fans massiv... Daher ist schon FSK 16 eine Schande für dieses Land. §131 StGB ist "downright criminal", um Picard zu zitieren...

Und klar könnten ELTERN diese Grundrechte einschränken, wie sie es bei Sex, Tattoos oder Alkohol auch können. Aber von Staatswegen aus gedacht ist das IMHO nicht zulässig...

21.02.2020 15:48 Uhr - Darth Avasarala
21.02.2020 14:56 Uhr schrieb Seán
Ich bin aber ziemlich sicher, dass der Film trotzdem auf dem Index bleibt.


Der Index in seiner heutigen Form wird wie §131 StGB ziemlich bald Geschichte sein. Die Deindizierungs- und Entschlagnahmungswelle hat sehr deutlich gezeigt, dass beide Einrichtungen keine rechtsstaatliche Grundlage haben. Willkür ohne Bestandsgarantie und noch dazu mit inverser Wirksamkeit durch den digitalen Umkehreffekt... Dieser Irrsinn muss und WIRD ein Ende haben...

21.02.2020 16:14 Uhr - Will21st
20.02.2020 12:51 Uhr schrieb humptydumpty
20.02.2020 10:59 Uhr schrieb Cryptkeeper78
Ja, moment, ich meinte, dass es im Falle einer möglichen "Beschlagnahme" oder wie es in UK betitelt wird, schon ewig nicht mehr kam, WEIL sich eben Geschworene damit beschäftigen und nicht nur ein Richter. Und die Leute aus dem Volk grundsätzlich dagegen waren, da sie selbst entscheiden wollen, was sie gucken und was nicht. Deswegen gibt es im Prinzip keine neuen "Video Nasties" mehr, denn in UK hat man mitbekommen, dass es keinen Sinn mehr hat. Die Info hatte ich von einem Engländer.

Die Neuprüfung ist was anderes. Das ist ja das was ich meinte, was hier auch möglich sein sollte: Eine ERNEUTE Sichtung ohne vor Gericht ziehen zu müssen. Das sind uns die Engländer weit voraus.

Und klar einige Filme wie "Murder Set Pieces" haben keine Freigabe bekommen, sind aber keine offiziellen "Video Nasties" mehr. Sicherlich werden auch solche Filme in der Zukunft auch dort neu geprüft.
Nein, nicht weil sich Gerichte damit beschäftigen und auch nicht weil man denkt, dass das keinen Sinn hat, sondern weil das Prinzip des "Verbots" ein ganz anderes ist und schon immer war. Neue "video nasties" gibt es ja bereits seit 1985 nicht mehr und bei allen "video nasties" handelt es sich um ungeprüfte Tapes. Nach 1985 ist das UK-Prinzip ganz einfach: BBFC-Freigabe bedeutet Veröffentlichung möglich, keine BBFC-Freigabe bedeutet keine Veröffentlichung möglich. Ein "Murder Set Pieces" oder "Grotesque" wurden zur Prüfung abgelehnt, da steht also erstmal auch nicht die Option "Freigabe gegen Schnittauflagen" im Raum und der Film ist damit "banned". Kann natürlich sein, dass irgendwann ein erneuter Versuch den Film freigeben zu lassen, mehr Erfolg hat.
Ist natürlich richtig, das grundlegende Problem bei dem deutschen Prinzip der "Beschlagnahme" ist, dass man (meist trotz Verjährung) wieder vor Gericht ziehen muss und ein Gericht davon überzeugen muss den Beschluss aufzuheben. Da ist es in UK tatsächlich einfacher. Keine Ahnung, ob es da irgendwelche Fristen gibt, aber da kann man einen Film einfach erneut vorlegen.

humptydumpty hat recht, es haben sich sehr wohl Gerichte und Geschworene mit Filmen beschäftigt!
Evil Dead wurde mehrmals freigesprochen. Was glaubst Du wohl warum der Director of Public Prosecutions (DPP) keine Filme mehr anklagt? Die wissen ganz genau das keine jury in der heutigen Zeit einen Film 'verurteilen' würden.
Eine weitere Tatsache ist, das ein Film wegen seiner 'Obszönität' verurteilt wird. Das vor einem Gericht durchzukriegen ist schwer in 2020.

Und zu der BBFC und der 'banned' Kiste .... im Heimkino gibt es keine Veröffentlichung, dies gilt allerdings nicht fürs kino oder das Fernsehen. Filme ohne BBFC Freigabe laufen immer wieder hier im TV.

21.02.2020 21:02 Uhr - Cocoloco
1x
Wow, hätte nie damit gerechnet, dass so ein frisch beschlagnahmter Film so schnell wieder frei kommt.
So hart und unangenehm der Film auch ist, gewaltverherrlichend ist der nie und somit die Beschlagnahme schon damals völlig überzogen.

21.02.2020 21:17 Uhr - The Undertaker
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Naja, gab schnellere Aufhebungen, zB Die Horde oder Saw 3D.

21.02.2020 22:11 Uhr - Rigolax
Hmm, wobei das in den Fällen Einsprüche waren nach den Beschlüssen, oder? Also keine späteren Aufhebungen.

21.02.2020 22:30 Uhr - Calahan
1x
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@Tom, grünen Daumen für die Satire..:), nicht!

21.02.2020 23:46 Uhr - McReedy
20.02.2020 23:39 Uhr schrieb Rigolax
20.02.2020 20:56 Uhr schrieb McReedyMal ernsthaft: Dieser Film ist per definitionem Gewaltverherrlichung. Nicht falsch verstehen, ich mag ihn, er ist gut, aber ich bin realistisch genug, seine menschenverachtende Attitüde als solche zu erkennen und die Beschlagnahmung als nachvollziehbar einzuordnen.


So ein Quatsch. Ich habe den Film gesehen und finde ihn nicht gewaltverherrlichend. Im Endeffekt lehnt er Gewalt auch ab. Wenn man natürlich es drauf anlegt, kann man da sonst was hereinlesen und ihn auch so verunglimpfen. PS: Alle Batman-Filme sind dann auch gewaltverherrlichend.


Batman enthält Selbstjustiz und spielt in einer korrupten Stadt, genau wie Hobo - so weit, so gut. Die wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Filmen bestehen darin, dass Batman nicht meuchelnd durch die Straßen Gothams zieht. Seine Gegner schaltet er aus, indem er sie kampfunfähig macht, jedoch ist er nicht darauf aus, sie zu töten. Hobo hingegen zelebriert tödliche Gewalt als alleiniges Mittel, Gerechtigkeit (vonseiten Hobos) und das Recht des Stärkeren (vonseiten der Kriminellen) in Hope Town durchzusetzen. Er bedient sich der gleichen Methoden wie seine Antagonisten und begibt sich auf deren Niveau - Feuer gegen Feuer sozusagen. Hobo könnte genauso gut aus der Stadt verschwinden und sich Hilfe von auswärts holen oder zumindest auf die Zustände aufmerksam machen. Der Film wäre dann zwar ziemlich langweilig und völlig anders, aber darum geht es hier nicht. Der Monolog von Hobo auf der Geburtenstation ist zwar gesellschaftskritisch und beinhaltet traurigerweise viel Wahres über die Menschheit, er stellt jedoch nicht die extreme und tödliche Gewalt als Lösung infrage. Eine tiefere Reflektion darüber bzw. ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema erfolgt nicht. Weiterhin gibt es in Batman keine reißerischen, sadistisch motivierten Gewaltdarstellungen im Minutentakt und in Großaufnahme.

In Batman finden die kriminellen Aktivitäten inmitten sozial-kulturell gefestigter Gefüge statt, z. B. gibt es bei der Polizei/Staatsanwaltschaft noch einige wenige rechtschaffene Personen, die mit rechtsstaatlichen Mitteln gegen die Korruption und Verbrechen vorzugehen versuchen. Batman zeigt gewaltfreie Lösungswege auf und zeichnet somit ein realistisches Abbild unserer Gesellschaft (nicht alle sind korrupt; es gibt Regeln, die für alle gleichermaßen gelten, und nur weil manche sie missachten, heißt das nicht, dass sie nicht existieren usw.) - Hobo entbehrt solcher Ansätze. Hier wird stattdessen der Eindruck erweckt, dass alle Handlungen losgelöst sind von einem übergeordneten Regulativ wie die Justiz (welche ja ebenfalls im Film brutale Gewalt anwendet) bzw. Gesetze, und zwar in einem universellen und anarchistischen Ausmaß.

Um es ganz einfach zu formulieren: Batman distanziert sich klar von Gewalt und setzt sie, wenn ihm keine andere Wahl gelassen wird, maßvoll ein. Hobo will zwar keine Gewalt anwenden, aber er sieht sich dazu gezwungen, alles und jeden zu töten, weil es vermeintlich keinen anderen Ausweg gibt. Das sind immense Unterschiede, die keinem Vergleich standhalten.

22.02.2020 00:02 Uhr - McReedy
21.02.2020 09:18 Uhr schrieb Cryptkeeper78
20.02.2020 20:56 Uhr schrieb McReedy
[...]

Von den "neueren" Beschlagnahmen könnte definitiv einiges demnächst wieder frei sein, wie:

- Wrong Turn 5
- Hobo with a Shotgun
- Storm Warning
- Hostel 2

[...]


Hobo? Na klar, warum eigentlich nicht?

######SPOILER######

Die freizügige Dame, die sich lasziv tanzend an einer Blutfontäne labt, sowie die Frauen, die lachend einen wehrlosen und kopfüber hängenden Mann aus reinem Vergnügen mit Baseballschlägern malträtieren; die brennenden Kinder im Schulbus, zynisch untermalt vom Song "Disco Inferno",

######SPOILER-ENDE######

sowie die Tatsache, dass man in dieser Stadt ausschließlich mit brutaler Gewalt seine Ziele erreichen kann, dürfte bei unseren hiesigen Richtern nicht nur zu einer reibungslos-unreflektierten Aufhebung des Beschlagnahmebeschlusses führen, sondern auch zu reihenweisen Schenkelklopfern bei der FSK und einer locker aus der Hüfte geschossenen 16er-Freigabe!

Mal ernsthaft: Dieser Film ist per definitionem Gewaltverherrlichung. Nicht falsch verstehen, ich mag ihn, er ist gut, aber ich bin realistisch genug, seine menschenverachtende Attitüde als solche zu erkennen und die Beschlagnahmung als nachvollziehbar einzuordnen.

Und Hostel 2? Nun ja, die Kehlenschnitt-Szene ist aufgrund ihrer sexuellen Motivation sicherlich immer noch gewaltverherrlichend.


Hobo ist überzogener Troma-Style-Quatsch. Überhaupt nicht ernst zu nehmen. Die FSF hat doch neulich erst "Toxic Avenger" ungeschnitten ab 18 freigegeben. Dort wird ein Kind überfahren und der Kopf zerquetscht. Meinetwegen kann der ja indiziert bleiben, aber das ist 131er.

Hostel 2 genauso. Das ist kein Strafgegenstand. Überhaupt ist es lächerlich, dass solche Filme gerichtlich beschlagnahmt werden.


Die unbestreitbar vorhandenen satirischen Züge des Films entheben ihn nicht seiner exzessiven Gewaltdarstellungen sowie seines misanthropischen Tenors. ;-)

Über den Sinn oder Unsinn von Beschlagnahmungen bzw. § 131 möchte ich nicht streiten, ist nämlich ohnehin fruchtlos. Ich befürworte dieses Gesetz nicht, aber ich versuche stets, nachzuvollziehen, wie eine Beschlagnahmung auf Grundlage von § 131 zustande kommt. Sowohl bei Hobo als auch bei Hostel 2 sehe ich diesen Straftatbestand erfüllt. Ob ein Richter das früher oder später völlig anders sieht und das Urteil seines Kollegen revidiert, ändert meine Auffassung dann auch nicht mehr.

22.02.2020 01:00 Uhr - Rigolax
21.02.2020 23:46 Uhr schrieb McReedy (...)

Um es ganz einfach zu formulieren: Batman distanziert sich klar von Gewalt und setzt sie, wenn ihm keine andere Wahl gelassen wird, maßvoll ein. Hobo will zwar keine Gewalt anwenden, aber er sieht sich dazu gezwungen, alles und jeden zu töten, weil es vermeintlich keinen anderen Ausweg gibt. Das sind immense Unterschiede, die keinem Vergleich standhalten.


Na ja, "Maßvoll". Als ob ein Batman nicht auch reihenweise Leute (realistischer Weise) tötet oder das zumindest billigend in Kauf nimmt, wenn er ihnen die Knochen bricht und sie dann auf den Straßen nachts liegen lässt. Dass Batman nicht tötet, ist ein zynischer (Comic-)Mythos der faktisch nicht standhält.

Aber selbst unter der Annahme, gibt es genügend andere Franchises, die auch das Töten auf Basis von Selbstjustiz darstellen und nicht verboten werden. Der wesentliche Unterschied ist nur, dass die Gewalt nicht so viel "Ekel" hervorruft. Schneide die Gewalt-Peaks aus dem Hobo raus, und er ist kein § 131 StGBer mehr, obwohl das Thema dasselbe ist. Ergibt das Sinn? EDIT: "reißerischen, sadistisch motivierten Gewaltdarstellungen im Minutentakt und in Großaufnahme" ist übrigens eine Unterstellung ("sadistisch").

"vermeintlich keinen anderen Ausweg gibt" ist auch eine interessante Aussage beim Hobo. Der Film zeigt doch eine Fiktion, in der es tatsächlich keinen anderen Weg gibt. Siehe z. B. einen Film wie The Purge, bei dem das jährliche Abschlachten Staatsdoktrin ist. Aus deutscher Verfassungssicht müsste man dann wohl die Regierenden ermorden (legaler Tyrannenmord).

22.02.2020 00:02 Uhr schrieb McReedyÜber den Sinn oder Unsinn von Beschlagnahmungen bzw. § 131 möchte ich nicht streiten, ist nämlich ohnehin fruchtlos. Ich befürworte dieses Gesetz nicht, aber ich versuche stets, nachzuvollziehen, wie eine Beschlagnahmung auf Grundlage von § 131 zustande kommt. Sowohl bei Hobo als auch bei Hostel 2 sehe ich diesen Straftatbestand erfüllt. Ob ein Richter das früher oder später völlig anders sieht und das Urteil seines Kollegen revidiert, ändert meine Auffassung dann auch nicht mehr.


Du betreibst halt Apologetentum. Was bringt denn das? Du gibst doch selbst zu, dass der Hobo auch Gesellschaftskritik hat. Warum sollte gerade dieser Film den Tatbestand erfüllen?

Angenommen er erfüllt jetzt aber den Tatbestand. Sollte er dann verboten werden? Müsste nicht die Kunstfreiheit höher gewichtet sein (praktische Konkordanz)? Würde denn das Verbot etwas Positives bewirken oder nicht vielmehr Schaden anrichten?

22.02.2020 11:26 Uhr - McReedy
22.02.2020 01:00 Uhr schrieb Rigolax
21.02.2020 23:46 Uhr schrieb McReedy (...)

Um es ganz einfach zu formulieren: Batman distanziert sich klar von Gewalt und setzt sie, wenn ihm keine andere Wahl gelassen wird, maßvoll ein. Hobo will zwar keine Gewalt anwenden, aber er sieht sich dazu gezwungen, alles und jeden zu töten, weil es vermeintlich keinen anderen Ausweg gibt. Das sind immense Unterschiede, die keinem Vergleich standhalten.


Na ja, "Maßvoll". Als ob ein Batman nicht auch reihenweise Leute (realistischer Weise) tötet oder das zumindest billigend in Kauf nimmt, wenn er ihnen die Knochen bricht und sie dann auf den Straßen nachts liegen lässt. Dass Batman nicht tötet, ist ein zynischer (Comic-)Mythos der faktisch nicht standhält.

Aber selbst unter der Annahme, gibt es genügend andere Franchises, die auch das Töten auf Basis von Selbstjustiz darstellen und nicht verboten werden. Der wesentliche Unterschied ist nur, dass die Gewalt nicht so viel "Ekel" hervorruft. Schneide die Gewalt-Peaks aus dem Hobo raus, und er ist kein § 131 StGBer mehr, obwohl das Thema dasselbe ist. Ergibt das Sinn? EDIT: "reißerischen, sadistisch motivierten Gewaltdarstellungen im Minutentakt und in Großaufnahme" ist übrigens eine Unterstellung ("sadistisch").

"vermeintlich keinen anderen Ausweg gibt" ist auch eine interessante Aussage beim Hobo. Der Film zeigt doch eine Fiktion, in der es tatsächlich keinen anderen Weg gibt. Siehe z. B. einen Film wie The Purge, bei dem das jährliche Abschlachten Staatsdoktrin ist. Aus deutscher Verfassungssicht müsste man dann wohl die Regierenden ermorden (legaler Tyrannenmord).

22.02.2020 00:02 Uhr schrieb McReedyÜber den Sinn oder Unsinn von Beschlagnahmungen bzw. § 131 möchte ich nicht streiten, ist nämlich ohnehin fruchtlos. Ich befürworte dieses Gesetz nicht, aber ich versuche stets, nachzuvollziehen, wie eine Beschlagnahmung auf Grundlage von § 131 zustande kommt. Sowohl bei Hobo als auch bei Hostel 2 sehe ich diesen Straftatbestand erfüllt. Ob ein Richter das früher oder später völlig anders sieht und das Urteil seines Kollegen revidiert, ändert meine Auffassung dann auch nicht mehr.


Du betreibst halt Apologetentum. Was bringt denn das? Du gibst doch selbst zu, dass der Hobo auch Gesellschaftskritik hat. Warum sollte gerade dieser Film den Tatbestand erfüllen?

Angenommen er erfüllt jetzt aber den Tatbestand. Sollte er dann verboten werden? Müsste nicht die Kunstfreiheit höher gewichtet sein (praktische Konkordanz)? Würde denn das Verbot etwas Positives bewirken oder nicht vielmehr Schaden anrichten?


Bei Batman, der übrigens auch eine Fiktion ist, dachte ich nur an die "Dark Knight"-Trilogie von Christopher Nolan. Bei der sieht man ja eindeutig, dass er kein Mörder/Henker sein will. Die Comics und anderen Filme, ebenso wie andere Franchises, kenne ich nicht und sind auch nicht Gegenstand der Diskussion.

Hobo hat genau eine von mir beschriebene Szene, die sich mit der Gesellschaft auseinandersetzt. Eine einzige Szene - inmitten einer Aneinanderreihung von expliziten Grausamkeiten gegenüber Menschen (Erwachsenen und Kindern). Das ist denkbar oberflächlich und genügt bei Weitem nicht, den Vorwurf der Gewaltverherrlichung zu entkräften. Und wie ich schon schrieb: Es findet keinerlei Distanzierung von extremer und tödlicher Gewaltanwendung statt; ein Ausweg wäre, sich auf den nächsten Zug zu schwingen, um sich aus diesem Höllenschlund zu verziehen und andernorts das Problem anzusprechen.

Wer redet hier von Verbot? Der Film kann sich im Besitz eines jeden Interessierten befinden, nur der Vertrieb/Verkauf wird erschwert. Ob man Kunstfreiheit in jedem Falle höher bewerten muss, ist nicht ohne Weiteres zu klären. Damit sollen sich andere beschäftigen, vorzugsweise Juristen, die dafür gut bezahlt werden. Fakt ist aber, dass Länder wie Österreich, Großbritannien oder USA bedeutend weniger Anstoß nehmen an extremer Gewaltdarstellung und Titel wie Hobo problemlos zu erwerben sind. Insofern ist § 131 StGB obsolet und sollte hinsichtlich seiner Daseinsberechtigung auf den Prüfstand gestellt werden.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob "Apologetentum" meinen Erklärungen zugrunde liegt. Ich sehe die Dinge, wie sie sind, nicht wie sie sein soll(t)en. Wir haben immer noch diesen Paragraphen, also müssen wir damit leben, dass unter diesen Straftatbestand fallende Medien beschlagnahmt und von einem bundesweiten Verbreitungsverbot betroffen sein könnten. Das ist ganz einfach so. Jetzt immer wieder aufs Neue zu lamentieren, dass es ja soooo unfair und überflüssig, spießig und Bananenrepublik-mäßig ist, ist Zeitverschwendung. Wir können es eh nicht ändern (in diesem Zusammenhang verweise ich auch auf die gut bezahlten Juristen ;-)). Nenne es meinetwegen "Fatalismus". Denn ein Apologet dieses Gesetzes bin ich ganz und gar nicht - wie ich ebenfalls schrieb ...

22.02.2020 12:37 Uhr - Rigolax
Batman meinte ich eher abstrahiert allgemein den Charakter. Gemein wird Batman öfter mal als, na ja, faschistoide Figur angesehen. Es gibt ja auch die Theorie, dass er das Verbrechen in Gotham erst quasi möglich macht oder anzieht; kein Joker ohne Batman.

„Nur der Vertrieb/Verkauf“ wird erschwert ist viel zu kurz gedacht. Wie soll so ein Film, mit einem Star wie Rutger Hauer besetzt, denn überhaupt entstehen, wenn er nicht vertrieben werden kann? Natürlich nur im Ausland, wo es keine solchen Gesetze gibt. Wäre Deutschland das Maß aller Dinge, gäbe es den Film nicht und wir würden die Diskussion um ihn gar nicht führen, dieses spezifische Kunst-/Kulturgut wäre nicht vorhanden. Das kann’s doch nicht sein.

Zudem reden wir hier von potentieller kriminalrechtlicher Verfolgung wegen so einen Popelfilm, der in Frankreich vermutlich unzensiert mit einem 12er im Kino lief (laut der fr. Wikipedia). Ich habe jetzt nicht nochmal auf deren offizielle Freigabeseite geguckt, letztes mal fand ich dazu nichts; aber Die Horde hatte da eine 12er uncut, war hier beschlagnahmt worden. Über so einen Quatsch reden wir.

Einerseits sagst du, dass die Gewichtung der Kunstfreiheit andere, vorzugsweise Juristen klären sollten. Dann aber, dass wir immer noch diesen Paragraphen haben, dessen Anwendung in der Praxis du verteidigst. Überlass das doch auch einfach anderen, vorzugsweise Juristen. Wir reden hier im Übrigen eigentlich eh über Rechtsbegriffe wie halt „Gewaltverrlichung“; eigentlich müsste man sich deren Bedeutung juristisch annäheren, da sie aber faktisch Gummiworte sind und auch die Richter die offensichtlich nach Gutdünken auslegen, ist deine und meine Ansicht quasi fast genauso gut wie die eines Volljuristen an einem Amtsgericht. Und das ist doch das Problem.

22.02.2020 13:35 Uhr - McReedy
Deutschland ist aber nicht das Maß aller Dinge und hat - wie andere Länder auch - rechtliche Besonderheiten. Ich erinnere nur an einen amerikanischen Bundesstaat, in dem es nach wie vor verboten ist, Oralverkehr zu praktizieren. Natürlich ist das haarsträubend, aber dieses Gesetz existiert nun mal, genau wie § 131 StGB. Hier juckt es niemanden, wie die Franzosen den Film eingestuft haben, selbst wenn der für das dortige Kinderprogramm eine Freigabe erteilt bekommen hätte.

Die Beurteilung, ob Kunstfreiheit IN JEDEM FALLE höher zu bewerten ist, ist hochkomplex, da sie umfangreiche im Rahmen eines Jura-Studiums anzueignende Kenntnisse erfordert. Gewaltverherrlichung als solche zu erkennen, bedarf nicht zwingend eines solchen Studiums, eher eines guten Differenzierungsvermögens, Empathie und die Fähigkeit, Kunstobjekte in ihrer Gesamtheit/-wirkung zu beurteilen (Stichworte: Abstraktion und Metaebene), indem z. B. die darin vermittelten Werte bzw. impliziten/expliziten Aussagen und ihr innewohnendes Welt-/Menschenbild auf ihre potenzielle Wirkung, bzw. wie sie interpretiert werden könnten, hin geprüft werden. Dies gestaltet sich von Film zu Film, von Videospiel zu Videospiel verschieden und folgt keinen immer gleichen Mustern, sondern muss individuell beurteilt werden. Wenn man natürlich verroht und abgestumpft ist, wird man auch noch so himmelschreiend offensichtliche Gewaltverherrlichung (z. B. das Videospiel "Manhunt") als "harmlos" und "Quatsch" abtun.

22.02.2020 14:21 Uhr - Rigolax
Jetzt suggerierst du, dass mir "gute[s] Differenzierungsvermöge[n], Empathie und die Fähigkeit, Kunstobjekte in ihrer Gesamtheit/-wirkung zu beurteilen" fehlt, weil ich Hobo with a Shotgun nicht für gewaltverherrlichend halte.

Damit habe ich keine Lust mehr mit dir zu diskutieren. Unfassbar, was du dir anmaßt hier.

22.02.2020 14:22 Uhr - Rigolax
PS: Manhunt ist ein gewaltkritisches Spiel. Wenn dann nimm schon eher Hatred. Da würde nichmal ich argumentieren, dass es nicht gewaltverherrlichend ist, aber zumindest das faktische Verbot auch nicht für sinnvoll halten.

22.02.2020 14:27 Uhr - Rigolax
"Himmelschreiend offensichtliche Gewaltverherrlichung". Unfassbar. Ich hoffe, mit deiner absolutistischen Meinung trägst du gesellschaftlich keine Verantwortung -- in egal welchem Lebensbereich.

EDIT "Wenn man natürlich verroht und abgestumpft ist (...)" bist im Übrigen offensichtlich du, sonst würdest du nicht so selbstherrlich argumentieren.

22.02.2020 15:02 Uhr - McReedy
Jaja, ich bin ein anmaßender, selbstherrlicher, absolutistischer, unbelehrbarer, verrohter, abgestumpfter und (sorry, dass ich deine Hoffnungen zerstören muss) Verantwortung tragender zweiter Donald Trump - nein, eigentlich noch viel schlimmer als das. Du hast mich erwischt. Brillantes Psychogramm, Dr. Lecter, Chapéau! :-D

Tut mir leid, dass du den letzten Satz fehlinterpretiert und gleich auf dich bezogen hast. Abgesehen davon, habe ich meine Meinung, die nun mal ist, wie sie ist. Da werden bittere Vorwürfe erst recht nichts daran ändern.

22.02.2020 15:35 Uhr - Rigolax
Wie konnte ich das denn bitte NICHT auf mich beziehen, wenn du es so darstellst? Das war die einzig naheliegende Interpretation. Aber mit sachgerechter Interpretation hast du es eh nicht so, wie schon hinlänglich an Filmen bewiesen.

Argumentiere doch einfach mal nicht so absolutistisch, dann kommt's vielleicht weniger aggressiv rüber. Deine Wahrheit ist nicht die letzte Wahrheit.

Lassen wir's nun besser, ich glaube die Moderation hier wird schon sonst genervt.

22.02.2020 18:04 Uhr - McReedy
Ich habe nie um eine Zweitmeinung gebeten und es auch nicht nötig, mich von Hinz und Kunz belehren zu lassen. Du bist doch genauso überzeugt von deiner Ansicht - was macht dich da so viel besser als mich? "Aggressiv" - dass ich nicht lache. Da spricht wohl eher die Enttäuschung aus dir, dass ich mich nicht so leicht verbiegen lasse, wie du es gerne gehabt hättest. Ich habe meine Ansichten stets mit starken und gut formulierten Argumenten untermauert. Argumente, von denen du nun versuchst abzulenken, indem du unsachlich wirst. Das bestärkt mich nur in meiner Überzeugung und gibt mir recht.

Aufgrund solch infantiler Verhaltensweisen meide ich normalerweise Diskussionen in Foren oder Kommentaren. Außer dass sie meine Zeit verschwenden, kommt so gut wie nie etwas Sinnvolles dabei heraus. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass sie spätestens in ein paar Tagen ohnehin niemanden mehr interessieren werden, vergessen in der digitalen Informationsflut und verewigt in der Bedeutungslosigkeit.

Schönen Abend noch.

22.02.2020 18:39 Uhr - Rigolax
Ne, du argumentierst maximal anmaßend, als ob du die letzte Wahrheit kennst.

Auf solche Menschen wie du kann ich echt verzichten. Das ist keine Basis für eine Diskussion, sondern für eine Diktatur.

29.02.2020 10:22 Uhr - Bodycount
Ohne all die Kommentare gelesen zu haben, ist das für mich eine sehr große Überraschung. Vielleicht noch mehr, wenn dieser Film jetzt komplett vom Index gestrichen wird.

Klar bin ich gegen jede Art von Zensur aber dieser Fall lässt den Rest der 131er wie eine Witznummer aussehen wenn da noch Zombiefilme und Fantasykram rumdümpelt währebd hier ein stark realitätsnaher Serienkillerfilm mit Toden aus der Ego-Perspektive freigegeben wird. Ich denke diese Art Film ist neben sowas wie a serbian Film das problematischste was man heute bewerten kann. Kann man wie gesagt null mit Fantasiewesen vergleichen. Creepshow 1 ist meines Wissens nach Folgeindizierung immer noch auf dem Index. Man fragt sich nun im Jahre 2020 immer mehr; wieso?

09.03.2020 17:26 Uhr - Cryptkeeper78
29.02.2020 10:22 Uhr schrieb Bodycount
Creepshow 1 ist meines Wissens nach Folgeindizierung immer noch auf dem Index. Man fragt sich nun im Jahre 2020 immer mehr; wieso?


Creepshow bleibt wohl eine der seltsamsten Folgeindizierungen aller Zeiten. Die Episodenstruktur und die überspitzte und satirische Handlung war schon damals keine 18er-Freigabe wert. Zumal die Pappmasché-Effekte (und dann unken einige über Tanz der Teufel) wirklich lächerlich sind. Sobald sich ein Label darum kümmert (es wird Zeit!) wird eine 16er rausspringen.

15.03.2020 00:33 Uhr - alraune666
19.02.2020 21:01 Uhr schrieb Il Gobbo
Was ich viel interessanter finde, ist die Leichtigkeit, mit der Nameless gefühlt im Wochenrythmus Beschlagnahmungen (oder Indizerierungen) aufheben lassen kann.
Wie machen die das?

Sind die Kosten so niedrig? Ist das tatsächlich so leicht, wie es scheint?
Wenn ja: warum fechten denn nicht alle Rechteinhaber indizierter oder beschlagnahmter Titel die teils extrem veralteten Entscheidungen an? Den Markt für solche Filme scheint es ja zu geben.


Fuer viele Rechteinhaber ist der Markt dennoch zu klein ... viel Arbeit und Kosten von deren Standpunkt fuer nichts.

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