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Veröffentlicht am von sausagemoo81

Onkel Remus' Wunderland wird es nicht bei Disney+ geben

Bob Iger bestätigt, dass der kontroverse Disney-Film im Giftschrank bleibt

Mit der Zeit werden es wohl die meisten alten Disney-Klassiker auf die hauseigene Streaming-Platform Disney+ schaffen, aber zumindest ein Film wird wohl auf Dauer fehlen. Wie CEO Bob Iger jüngst bestätigte, verzichtet man auf Onkel Remus' Wunderland (OT: Song of the South) aus dem Jahr 1946. Er sei nicht mehr akzeptabel in unserer heutigen Welt.

Der Film, welcher echte Menschen mit gezeichneten Figuren mixt, wird seit langem schon als rassistisch angesehen und wurde deshalb in den USA auch lange Zeit nicht mehr aufgeführt. Das letzte Mal war er in den 80ern in den Kinos, Aber als Disney in den 90ern ins DVD-Geschäft einstieg, verzichtete man auf Onkel Remus. In Europa dagegen gab es ihn auf DVD.

Etliche andere Disney-Klassiker, wie z.B. Dumbo oder Das Dschungelbuch gibt es bei Disney+ mit einem Warnhinweis vor dem Film, dass manche Szenen im Film nicht mehr zeitgemäß sind:

This program is presented as originally created. It may contain outdated cultural depictions.

Bei Onkel Remus dagegen genügte dieser Hinweis aber wohl nicht. Den Film will man lieber ganz vergessen.

Inhaltsangabe / Synopsis:

US-Südstaaten gegen Ende des 19. Jahrhunderts:
Der schwarze Onkel Remus (James Baskett) erzählt dem jungen Johnny (Bobby Driscoll) Geschichten um den Hasen Meister Lampe um das Kind von den familiären Problem abzulenken.
Die erzählten Geschichten werden in animierten Szenen in diesen Realfilm eingeblendet. (Kaiser Soze)
Quelle: Deadline
Mehr zu:

Onkel Remus' Wunderland

(OT: Song of the South, 1946)

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Kommentare

16.03.2020 00:09 Uhr - spannick
3x
den Film gab es weltweit nicht offiziell von Disney auf DVD, also auch nicht in Europa.

16.03.2020 00:17 Uhr - TheRealAsh
8x
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Dass das jetzt nicht mehr zeitgemäß ist, ist mir schon klar. Martin Luther hat da ja auch so seine Probleme. Ich persönlich habe den Film natürlich schon ewig nicht gesehen, wahrscheinlich irgendwann mal in der 1. oder 2. Klasse, dennoch: ich habe diesen Onkel Remus als sehr positiven Charakter in Erinnerung, der sich vor allem um die Belange von Kindern gekümmert hat. Und auch wenn das einer dieser viel kritisierten "Onkel Tom"-Charaktere ist, war hier das Herz für DIESE Zeit zumindest am richtigen Fleck. Ich hatte also in meiner Kindheit ein absolut positives Bild von Afroamerikanern und das habe ich immer noch. Das Tragische ist, dass ich eine ähnliche positive Erinnerung an Bill Cosby habe, die mittlerweile ja leider völlig zerstört ist. Heathcliff Huxtable war für mich eine vorbildliche Vaterfigur. Leider war das der reale Schauspieler nicht.

Diese Entscheidung mag für Disney+ richtig sein, für geschichtliche Perspektiven bleibt der Film sicherlich wichtig, auch wenn er vielleicht in den Giftschrank gehört, verleugnen sollte man das nie. Und dafür danke ich Schnittberichte, danke für den Bericht :-)

16.03.2020 00:20 Uhr - Ned Flanders
16.03.2020 00:09 Uhr schrieb spannick
den Film gab es weltweit nicht offiziell von Disney auf DVD, also auch nicht in Europa.


Gerade mal bei eBay geschaut und siehe da, ne DVD

16.03.2020 00:29 Uhr - Jimmy Conway
6x
Irre. Ich bin Jahrgang 1980 und weiß noch wie ich den, es müsste Ende der 80er oder sogar noch Anfang der 90er, das letzte mal im TV sah. Das war noch in der ARD.
Mein Weltbild von Negern (so durfte man die damals tatsächlich noch ohne böse Hintergedanken nennen), Schwarze (was dann einigen auf den Keks ging), ach ja Afroamerikanern...oder sind es doch nur Afrikaner...nun ja, ich hatte NIE ein negatives Weltbild dieser Menschen! Und auch nicht von Remus. Diese politische Agenda nervt nur.
Onkel Remus ist bestimmt ein ganz anderer Film als Jud Süß.

16.03.2020 00:29 Uhr - FdM
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16.03.2020 00:20 Uhr schrieb Ned Flanders
16.03.2020 00:09 Uhr schrieb spannick
den Film gab es weltweit nicht offiziell von Disney auf DVD, also auch nicht in Europa.


Aber auf VHS


Davon wurde ja nichts geschrieben,es steht oben etwas von DVD,da gab es nie was offizielles.
Disney sollte sich mal im Hinterkopf halten,um was für ein Meisterwerk es sich hier handel,immerhin der erste Real/Zeichentrickfilm Mix,der gemacht wurde.
Das die amerikanische Geschichte nun mal so geprägt ist,damit muss Disney leben,ich komme aber auch mit dem Tape klar,das hat zumindest ein anständiges Bild,nicht wie dieses drecks-runtergerechnete Bootleggeschiss...

16.03.2020 00:36 Uhr - Laughing Vampire
4x
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Ist ja nicht so, daß Filme nicht auch einfach Zeitdokumente sein können... Aber verwunderlich ist das bei einem Konzern wie Disney natürlich nicht, und solange solche Bestimmungen nicht staatlicher Natur sind (*hust* Deutschland und das "gefährliche" Filmerbe aus dem Dritten Reich, das doch eh nur für Filmhistoriker und vielleicht zwei, drei Verwirrte interessant ist -- würde z.B. "Kolberg" gerne mal restauriert sehen, mit seinem Entstehungskontext ein völlig irrsinniges Werk), kann man eben nichts machen. Habe diesen deutschen Titel allerdings noch nie gehört, kenne den nur als "Song of the South", und mein Interesse hält sich auch in Grenzen.

16.03.2020 00:41 Uhr - Knochentrocken
12x
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„Er sei nicht mehr akzeptabel in unserer heutigen Welt.“

Na dann ganz schnell alle auf die Straßen und vergesst eure Exemplare von jeglichen Kevin Spacey- und Weinstein-Filmen nicht zur großen Kunst- und Historien-Verbrennung!

#joke

16.03.2020 01:36 Uhr - FdM
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16.03.2020 00:20 Uhr schrieb Ned Flanders
16.03.2020 00:09 Uhr schrieb spannick
den Film gab es weltweit nicht offiziell von Disney auf DVD, also auch nicht in Europa.


Gerade mal bei eBay geschaut und siehe da, ne DVD


Im Grunde genommen nicht falsch,allerdings sieht man auf Foto 3,dass es ganz eindeutig das Bootleg ist...von daher ist Ihr Kommentar dann nicht ganz korrekt,aber das weiss ja auch jeder seit Jahren,dass es den nicht auf digital gibt,hat Disney damals schon geäußert...

16.03.2020 01:45 Uhr - Apple Pie
1x
16.03.2020 00:20 Uhr schrieb Ned Flanders
16.03.2020 00:09 Uhr schrieb spannick
den Film gab es weltweit nicht offiziell von Disney auf DVD, also auch nicht in Europa.


Gerade mal bei eBay geschaut und siehe da, ne DVD


Wer lesen und nicht nur Bilder anschauen kann, wobei selbst auf denen bereits ersichtlich ist, dass es sich um eine gebrannte DVD handelt, der wir spätestens im letzten Absatz stutzig:

(Für den deutschsprachigen Raum vom Rechteinhaber autorisierte Kleinstauflage
auf wiederbeschreibbarem Medium)


Es gibt ergo KEINE offizielle Disney-DvD.

16.03.2020 01:52 Uhr - Bokusatsu
2x
Schon 1946 war Song of the South als Buch Vorlage umstritten.Walt Disney traf sich mit verschiedenen Personen in Vorbereitung nur um den Stoff anzupassen.
Aber am Ende verfilmte er seine Original Idee mit all den kontroversen Punkten.
Vielleicht gebe es weltweit den Film wenn Walt Disney nur auf die Kritiker gehört hätte?
Zu den Vorbehaltsfilmen wie Kolberg:
Für heutige Zuschauer sind diese Werke ohne den historischen Hintergrund eher nichts.Kolberg lief schon öfters auf Arte.Und restaurierte Szenen von vielen Filmen finden sich in der (unpassend) bezeichneten Dokumentation Verbotene Filme.Darunter sogar welche von Heimkehr.Den einzigen Vorbehaltsfilm den selbst die Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung nicht zeigen will.

16.03.2020 01:56 Uhr - Dr. Brot
7x
16.03.2020 00:17 Uhr schrieb TheRealAsh
Ich persönlich habe den Film natürlich schon ewig nicht gesehen, wahrscheinlich irgendwann mal in der 1. oder 2. Klasse, dennoch: ich habe diesen Onkel Remus als sehr positiven Charakter in Erinnerung, der sich vor allem um die Belange von Kindern gekümmert hat. Und auch wenn das einer dieser viel kritisierten "Onkel Tom"-Charaktere ist, war hier das Herz für DIESE Zeit zumindest am richtigen Fleck.


Das ging mir genauso. Meinem naiven, kindlichen Ich blieben die Neger in dem Film durchweg als freundliche und sympathische Menschen in Erinnerung, während mir die weißen Plantagenbesitzer, mit ihrem aufgesetzten Etepetete-Gehabe fürchterlich auf den Zeiger gingen. Wie diese eitlen Gecken und Damen da geschniegelt und gestriegelt durch die Gegend stolzierten, fand ich damals so dermaßen unerträglich, daß ich dem geleckten Büblein in seinem Matrosenanzug das Ende redlich gegönnt habe.

Letztendlich war das ganze Drumherum aber ohnehin nur Staffage, weil das eigentlich Interessante für mich die Tricksequenzen waren und bis heute geblieben sind. Von daher finde ich es auch höchst bedauerlich, daß sich Disney so feige vor seinem unbequemen Erbe wegduckt und es lieber in seinem Giftschrank wegschließt, als es als das zu betrachten, was es ist und den Menschen zugänglich zu machen. Der Film ist schließlich auch ein nicht ganz unwichtiges historisches Dokument, ein Zeugnis der damals, im Jahr 1946, immer noch vorherrschenden Zustände in Amerika, wo Mischehen in vielen Staaten verboten waren und Lynchjustiz immer noch erschreckend häufig vorkam. Oft hat man den Eindruck, die USA würden angesichts ihrer rassistischen Vergangenheit am liebsten in kollektive Amnesie verfallen und alles verdrängen, was nicht in das eigene Selbstbild paßt. Da gäbe es eigentlich reichlich aufzuarbeiten, aber stattdessen kehrt man lieber alles unter den Teppich, in der Hoffnung, daß keiner drunterschaut und die ganzen Leichen sieht.

16.03.2020 02:10 Uhr - FdM
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16.03.2020 01:52 Uhr schrieb Bokusatsu
Schon 1946 war Song of the South als Buch Vorlage umstritten.Walt Disney traf sich mit verschiedenen Personen in Vorbereitung nur um den Stoff anzupassen.
Aber am Ende verfilmte er seine Original Idee mit all den kontroversen Punkten.
Vielleicht gebe es weltweit den Film wenn Walt Disney nur auf die Kritiker gehört hätte?
Zu den Vorbehaltsfilmen wie Kolberg:
Für heutige Zuschauer sind diese Werke ohne den historischen Hintergrund eher nichts.Kolberg lief schon öfters auf Arte.Und restaurierte Szenen von vielen Filmen finden sich in der (unpassend) bezeichneten Dokumentation Verbotene Filme.Darunter sogar welche von Heimkehr.Den einzigen Vorbehaltsfilm den selbst die Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung nicht zeigen will.


Wo kann man das nachlesen,dass die Stiftung den nicht zeigen will,dazu habe ich nichts gefunden...

16.03.2020 02:32 Uhr - BFG97
5x
Moderator
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Unterlasst bitte Diskussionen über Bootlegs und wo man diese kaufen kann.

16.03.2020 02:48 Uhr - Bokusatsu
16.03.2020 02:10 Uhr schrieb FdM
Wo kann man das nachlesen,dass die Stiftung den nicht zeigen will,dazu habe ich nichts gefunden...

In der Dokumentation Verbotene Filme wurde es gesagt.Man sah Ausschnitte daraus mit den Bedenken der Stiftung danach.Das der Inhalt selbst für heute zu gefährlich sei.Paar Zuschauer könnten diese Propaganda noch glauben.
Außerdem zeigt man Heimkehr nie wenn die Stiftung alle Jahre wieder die Vorbehaltsfilme unter besonderen Umständen zeigt.Die anderen Filme in abwechselnder Reihenfolge schon.

16.03.2020 02:51 Uhr - Laughing Vampire
3x
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16.03.2020 01:52 Uhr schrieb Bokusatsu
Zu den Vorbehaltsfilmen wie Kolberg:
Für heutige Zuschauer sind diese Werke ohne den historischen Hintergrund eher nichts.Kolberg lief schon öfters auf Arte.Und restaurierte Szenen von vielen Filmen finden sich in der (unpassend) bezeichneten Dokumentation Verbotene Filme.Darunter sogar welche von Heimkehr.Den einzigen Vorbehaltsfilm den selbst die Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung nicht zeigen will.

Ja, ist mir bekannt. Es wäre trotzdem schön, wenn diese Filme einfach normal zugänglich gemacht werden würden. Meinetwegen mit Disclaimern oder was auch immer. Selbst in der Uni hatten wir nur irgendwelche miserablen Veröffentlichungen dubioser Herkunft aus dem Ausland ("Jud Süß" und solche Geschichten). Es gibt meiner Meinung nach für das Verständnis einer bestimmten Zeit nichts Interessanteres, als sich deren Filme mal in voller Länge anzusehen und auf sich wirken zu lassen. Aber solange diese Werke wenigstens ordentlich archiviert und digitalisiert werden, ist das schon mal besser als nichts, und da sieht es nach meinem Wissen durch die Murnau-Stiftung bei uns ganz gut aus.

16.03.2020 02:52 Uhr - Grosser_Wolf
1x
Allerdings gab's ihn in einigen Ländern legal auf LaserDisc - zumindest in Japan.

Ich schätze den Film allein wegen seinen Figuren (Bruder Kaninchen, Bruder Fuchs und Bruder Bär) und der Tricktechnik. Ansonsten wurde schon genug gesagt: keine Aufarbeitung, drucksen, unter den Teppich kehren anstatt dazu zu stehen (und meinetwegen ein Vorwort einarbeiten). Pfui.

16.03.2020 05:35 Uhr - BLUEANGEL X
2x
Schade um den film.

16.03.2020 07:19 Uhr - Batmobil
Wie man sieht: Bob Iger paßt nicht mehr in die heutige Welt von Disney.
Bleibt die Frage, wird es noch extremer, oder geht der Laden unter Corona endgültig in die Knie?

16.03.2020 08:41 Uhr - lappi
7x
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Feige. Einfach feige. Anstatt sich mit seiner filmischen Vergangenheit kritisch auseinanderzusetzen, verweigert man sich dem.
Wo ist bitte das Problem ein kritisches Vorwort oder Einleitung zu gestalten, die vor dem Film läuft und auf die Situation hinweist? Ich habe von den Looney Tunes eine DVD mit Propaganda-Cartoons und auch eindeutig rassistischen Cartoons, die sich hemmungslos verschiedener Stereotypen bedienen. Und? Legale VÖ mit einem Hinweis auf den historischen Hintergrund. Man versucht erst gar nicht die Werke zu verstecken oder zu leugnen. Es wird erklärend auf den Entstehungsrahmen hingewiesen. Und was noch bemerkenswerter ist, ist das Urteil: würde man zensieren oder leugnen/verstecken, würde man den Opfern in keiner Weise gerecht werden. Diese würden dann ebenso vergessen und verleugnet werden.
Die Aussage mit dem Rassismus ist nachvollziehbar aber auch aufs gesamte Oeuvre Disneys fadenscheinig, da einige Disneyfilme Figuren und Beziehungen darstellen, die sich über andere erheben und als natürlich besser angesehen werden (sollen). Analog gesehen, ist das kaum was anderes als Rassismus nur meist mit Tieren statt Menschen.

16.03.2020 08:54 Uhr - privatejoker
5x
Das ist mal wieder typisch USA. Man will auf biegen und brechen die eigene, schlechte Vergangenheit aus der Geschichte tilgen. In einem Land welches zum Teil immer noch rassistisch ( in den Südstaaten werden Afroamerikaner immer noch als Nigger bezeichnet) ist sollte man weiterhin der Jugend von heute Zeigen was ihre Vorväter für schlechte Landsleute waren. Disney ist und bleibt ein Drecksladen.

16.03.2020 09:55 Uhr - alex_wintermute
Kenne den Film nicht, an welchen Stellen tauchen denn rassistische Tendenzen auf?

16.03.2020 11:08 Uhr - alex_wintermute
BTW falls der Film vor Rassismus nur so strotzen sollte, finde ich es echt gut, dass Disney das Werk aus dem Programm nimmt. Unsere Kinder müssen vor derartiges Teufelswerk geschützt werden.

16.03.2020 11:51 Uhr - kondomi
5x
Ich finde diese zunehmende Politische Korrektheit einfach nur abartig !

Ist es denn ein bestätigtes Urteil, dass Onkel Remus Wunderland rassistisch ist ?
Subjektive Meinungen sollten hier nicht zählen, sondern auf Fakten beruhen.
Ist es denn gleich schon rassistisch, wenn Schwarze und Zeichentrickfiguren zusammen in einen Film sind oder gibt es auch andere "Beweise", dass der Film Schwarze negativ darstellt ?

Gibt es nichts wichtiges in der Gesellschaft als die politische Korrektheit ?
Im Zuge der ganzen Gender- Mainstream- Gesellschaft müssen wahrscheinlich alle 97 Geschlechter zu Wort kommen, die ihren Senf dazugeben !
Es ist so ähnlich, wie damals in der Prohibition in den USA: Als Alkohol wieder legalisiert wurde, drohten tausende von Menschen in der Prohibitionsmaschinerie arbeitslos zu werden, daher musste ein anderer Stoff her, der verboten werden musste, um die Gehälter zu rechtfertigen: Cannabis !
Aus Hanf wurde Marihuana gemacht , mit neuem Namen und als das böse schlechthin verkörpert ! Ironischerweise wurden hier früher auch wirklich rassistische Äusserungen getätigt, um das Kraut zu verbieten, z.B dass Marihuana nur von Schwarzen geraucht würde, die die weissen Frauen in ihrem Rausch vergewaltigen würden !
Ich meine nur, dass bestimmte Institutionen einfach ihre Existenzberechtigung haben "müssen" und darunter zählt sicherlich auch diese Gender- Mainstream- Politische Korrektheit.( Grob zusammengefasst)

Der Film Onkel Remus Wunderland ist ein Kunstwerk, der nicht "verboten"/Nicht gezeigt werden sollte, sondern eher darüber aufgeklärt sollte, wie damals schwarze Menschen gesehen wurden(z.B mit einer Texttafel vor Beginn des Filmes), falls der Film doch heutzutage "komisch" wirken sollte.
Das selbe sollten sie auch mit Drogen tun, statt alles nur zu verteufeln !

Sorry, falsch ich hier durcheinander schreibe, aber ich wollte einfach nur mein Statement dazu abgeben !






16.03.2020 12:24 Uhr - Der Dicke
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16.03.2020 09:55 Uhr schrieb alex_wintermute
Kenne den Film nicht, an welchen Stellen tauchen denn rassistische Tendenzen auf?


Dieser Artikel hat die Tendenzen letztes Jahr recht gut zusammengefasst:

https://www.theguardian.com/film/2019/nov/19/song-of-the-south-the-difficult-legacy-of-disneys-most-shocking-movie

16.03.2020 12:28 Uhr - Knochentrocken
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Ich glaube, wenn ich mich richtig erinnere, wars doch am Ende des Films sogar so, dass Onkel Remus die Plantage verlässt. Und wenn er ein „Sklave“ wäre, dann könnte er das so einfach nicht machen.

Ich glaube was hier einigen aufstößt, ist dass die Weißen reich sind und die Schwarzen arm dargestellt werden.

Ändert nichts an der Tatsache, dass dies ein Kulturgut ist mit revolutionären Entwicklungen. Noch dazu ist es (laut Internet) eine korrekte Verfilmung des Buches.

16.03.2020 14:15 Uhr - Tom Öozen
4x
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Ohhh Leute habt ihr und der Rest der Welt Probleme mit eurem "Political Correctness".
Ist doch nur ein Film, wie ihr immer zu pflegen sagt. Alles nur ein Film; keine Aufregung.Aber die Welt dreht sich in komischen Kreisen muss ich sagen.Alles nur plumpe Gehirnwäsche, da zieh ich mir lieber nochmal ne ordentliche Fako rein mit Fritz.

16.03.2020 16:26 Uhr - lappi
1x
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16.03.2020 14:15 Uhr schrieb Tom Öozen
Ohhh Leute habt ihr und der Rest der Welt Probleme mit eurem "Political Correctness".
Ist doch nur ein Film, wie ihr immer zu pflegen sagt. Alles nur ein Film; keine Aufregung.Aber die Welt dreht sich in komischen Kreisen muss ich sagen.Alles nur plumpe Gehirnwäsche, da zieh ich mir lieber nochmal ne ordentliche Fako rein mit Fritz.


Ich denke nicht, dass es einfach um den Film geht. Es geht darum, wie Disney mit Kultur und Aufarbeitung umgeht.
Stell dir vor, etwas überspitzt natürlich, dass Deutschland einfach vor dem NS und seinen Kulturgütern die Augen verschließt.

16.03.2020 17:27 Uhr - Apple Pie
3x
16.03.2020 08:54 Uhr schrieb privatejoker
Das ist mal wieder typisch USA. Man will auf biegen und brechen die eigene, schlechte Vergangenheit aus der Geschichte tilgen. In einem Land welches zum Teil immer noch rassistisch ( in den Südstaaten werden Afroamerikaner immer noch als Nigger bezeichnet) ist sollte man weiterhin der Jugend von heute Zeigen was ihre Vorväter für schlechte Landsleute waren. Disney ist und bleibt ein Drecksladen.


Das ist leider kein Problem, das allein die USA betrifft. Aber natürlich ist dieser Film ein sehr gutes Beispiel dafür, dass ein nach außen hin blütenweiß und freundlich erscheinender Konzern wie Disney sich dafür hütet, seine "Altlasten" heute noch zu propagieren. Restriktion ist eben das einfachste Mittel, unliebsame Inhalte von der Masse fernzuhalten. Ein offener, verantwortungsvoller Umgang mit dem Film bzw. eine etwaige Einführung mit Erklärungen und/oder Verweis auf die Verwurzelung des Kontext in der damaligen Zeit, wäre sicher angebrachter, aber würde eben 1.) zusätzlichen Aufwand bedeuten und 2.) auch Kritik ernten. Das Saubermann-Image mittels Vertuschung zu bewahren, erscheint dann doch bequemer.
Was den Rassismus in den Südstaaten angeht, muss ich Dir allerdings zustimmen; hier schwelgen einige Orte und Counties noch inmitten einer semi-offenen Lynch-Gesetzgebung und Rassenhass wird offen ausgelebt. Es gibt sehr gute Dokumentationen und Zeitzeugenberichte über die Zeit aus den 1960ern bis in die heutige Zeit und da offenbart sich wirklich Schreckliches, das man sich unter Gesichtspunkten einer eigentlich zivilisierten Gesellschaft kaum vorstellen mag und was "bloßen" Rechtsextremismus, wie man ihn u.a. in Deutschland findet, wie einen schlechten Scherz anmuten lässt.

16.03.2020 16:26 Uhr schrieb lappi
16.03.2020 14:15 Uhr schrieb Tom Öozen
Ohhh Leute habt ihr und der Rest der Welt Probleme mit eurem "Political Correctness".
Ist doch nur ein Film, wie ihr immer zu pflegen sagt. Alles nur ein Film; keine Aufregung.Aber die Welt dreht sich in komischen Kreisen muss ich sagen.Alles nur plumpe Gehirnwäsche, da zieh ich mir lieber nochmal ne ordentliche Fako rein mit Fritz.


Ich denke nicht, dass es einfach um den Film geht. Es geht darum, wie Disney mit Kultur und Aufarbeitung umgeht.
Stell dir vor, etwas überspitzt natürlich, dass Deutschland einfach vor dem NS und seinen Kulturgütern die Augen verschließt.


Gerade Deutschland verschließt hinsichtlich der NS-Vergangenheit gern die Augen vor einigen Opfergruppen. Ich sammle gerade Material für eine Arbeit über "vergessene Opfer" des Nationalsozialismus und konzentriere mich dabei u.a. auf die Gruppe der Sinti und Roma, die nach dem Krieg noch immer massiver Ausgrenzung ausgeliefert waren und bis heute keine richtiggehende Rehabilitation erhalten haben. Das aber nur am Rande und zur Erklärung, warum wir beim Thema "Aufarbeitung der NS-Zeit", zumindest aus staatlicher Sicht, keine Vorbildfunktion haben.

Generell hast Du aber vollkommen recht; es ist vollkommen inakzeptabel, dass Disney dieses Stück Kulturgut tilgen möchte.

16.03.2020 18:54 Uhr - Der Dicke
3x
SB.com-Autor
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16.03.2020 17:27 Uhr schrieb Apple Pie
Es gibt sehr gute Dokumentationen und Zeitzeugenberichte über die Zeit aus den 1960ern bis in die heutige Zeit und da offenbart sich wirklich Schreckliches


Ah, die Correctness-unverdächtigen 60er!

https://youtu.be/MQGFsxz6Kd8

16.03.2020 20:04 Uhr - Sprachlos
3x
Den Film kann man -sofern ich das abschätzen kann- legal im Internet downloaden. In 2017 wurde wohl eine Restaurierung der 35mm Rollen erstellt. Qualität ist sehr gut (1080p, über 21 GB). Einfach einmal nach "Song of the South 35mm Restoration" googlen. Ich würde es nicht schreiben, wenn ich den Eindruck hätte, es wäre illegal. Wenn jemand einen anderen Eindruck hat, bitte diesen Beitrag löschen.

17.03.2020 13:01 Uhr - Onkelpsycho
1x
Lustigerweise existiert in den amerikanischen Disney Parks eine seit Jahrzehnten erfolgreiche und beliebte Attraktion, in der man mit Booten durch die Filmszenen fährt, die auf Onkel Remus Wunderland basieren. Aber da sagt natürlich niemand was. Inwiefern diese Attraktion allerdings inzwischen an Political Correctness angepasst wurde, weiss ich nicht. Zumindest hat man natürlich darauf verzichtet der Figur Onkel Remus hier einen Platz einzuräumen, viel mehr bezieht sich das Meiste auf die Charaktere Hase/Fuchs/Bär. Aber bei Disney ist sowas leider nicht machbar. Ehrlich gesagt trauere ich jetzt schon um alle Filme die in Zukunft nicht mehr veröffentlicht werden, weil denen da gerade was nicht passt. In einigen Jahren werden es Filme mit abfälligen Bemerkungen über Randgruppen sein, Filme in denen geraucht oder getrunken wird oder die den Disney Leuten sonst nicht in den Kram passen... Umso trauriger ist es, dass 20th Century Fox nun dazugehört und wer weiß, was in naher Zukunft noch alles...

17.03.2020 17:28 Uhr - KoRn
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User-Level von KoRn 15
Erfahrungspunkte von KoRn 3.959
Meine Güte nur weil der Bär als steroetyp dumm dargestellt wird, wird der Film nicht mehr gezeigt?
Ja Okay Rassismus gegen Bären ist nicht okay. Aber der Film ist doch ein Kind seiner Zeit :D

17.03.2020 18:09 Uhr - Movieveteran
16.03.2020 01:56 Uhr schrieb Dr. Brot

daß ich dem geleckten Büblein in seinem Matrosenanzug das Ende redlich gegönnt habe.



Was ist denn mit dem geleckten Büblein Schlimmes passiert ? Ist der zur weiteren Behandlung von katholischen Priestern adoptiert worden ?

Und wenn wir schon beim Thema sind. Warum sind eigentlich katholische Priester nicht ebenfalls nicht mehr zeitgemäss ?

17.03.2020 18:11 Uhr - Movieveteran
17.03.2020 17:28 Uhr schrieb KoRn
Meine Güte nur weil der Bär als steroetyp dumm dargestellt wird, wird der Film nicht mehr gezeigt?
Ja Okay Rassismus gegen Bären ist nicht okay. Aber der Film ist doch ein Kind seiner Zeit :D


Wahrscheinlich denken die Verantwortlich weiter und sehen den Bären als Teil der weiblichen Anatomie. Daher ist die Darstellung letzten Endes frauenfeindlich.

17.03.2020 18:16 Uhr - Movieveteran
16.03.2020 17:27 Uhr schrieb Apple Pie
die Gruppe der Sinti und Roma, die nach dem Krieg noch immer massiver Ausgrenzung ausgeliefert waren und bis heute keine richtiggehende Rehabilitation erhalten haben.


Dann nenn sie wenigstens korrekt und zwar nicht diesen PC Sch.....ck. Was würdest du wohl davon halten als "Bayern und Friesen" bezeichnet zu werden ? Wenn sie nicht Zigeuner genannt werden wollen, was wohl gar nicht stimmt, sondern auch wieder eine PC Fieberfantasie war, sollten sie doch wohl in der Lage sein für sich selber einen Namen zu finden.

17.03.2020 19:05 Uhr - Apple Pie
3x
17.03.2020 18:16 Uhr schrieb Movieveteran
16.03.2020 17:27 Uhr schrieb Apple Pie
die Gruppe der Sinti und Roma, die nach dem Krieg noch immer massiver Ausgrenzung ausgeliefert waren und bis heute keine richtiggehende Rehabilitation erhalten haben.


Dann nenn sie wenigstens korrekt und zwar nicht diesen PC Sch.....ck. Was würdest du wohl davon halten als "Bayern und Friesen" bezeichnet zu werden ? Wenn sie nicht Zigeuner genannt werden wollen, was wohl gar nicht stimmt, sondern auch wieder eine PC Fieberfantasie war, sollten sie doch wohl in der Lage sein für sich selber einen Namen zu finden.


Glückwunsch; diesem Blödsinn darfst Du gern mal dem Zentralrat der deutschen Sinti und Roma erzählen. Vom Urteil solch gebildeter Experten wie Dir können wir wahrlich noch viel lernen.

Achja, dass sie sich z.T. mit Stolz untereinander und auch selbst als "Zigeuner" bezeichnen, ist legitim und verständlich. Dir gibt es aber noch lange nicht das Recht, das zu tun.

17.03.2020 20:19 Uhr - Dr. Brot
2x
17.03.2020 18:09 Uhr schrieb Movieveteran
Was ist denn mit dem geleckten Büblein Schlimmes passiert ? Ist der zur weiteren Behandlung von katholischen Priestern adoptiert worden ?


Nein, das dumme Balg ist in seinem kindlichen Überschwang in ein Bullengehege geklettert und dort überraschenderweise von einem dieser aggressiven Rindviecher auf die Hörner genommen worden. Als Kind war ich der Meinung, daß das kleine Bubi allein schon wegen seiner Blödheit sein Schicksal verdient hat. Von mir aus hätten die mit dieser Szene auch den Film beenden können und seine nachfolgende Genesung gar nicht mehr zeigen müssen, dann hätte er wenigsten für all die Vollpfosten, die glauben, sie könnten gefahrlos über eine Kuhweide laufen, auf ewig ein warnendes Beispiel abgegeben.

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