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Veröffentlicht am von sausagemoo81

Darkman - Sam Raimis heimliche Schnittfassung

Wie man Universal austrickste, um zu retten, was zu retten war

Sam Raimis Darkman - Der Mann mit der Gesichtsmaske (1990) schaffte es leider nie in der Wunschfassung des Regisseurs in die Kinos. Es gab zu viele Test-Screenings mit wenig berauschenden Zuschauerwertungen. Das Publikum lachte an den falschen Stellen und beschwerten sich über das fehlende Happy End. Zu viele Szenen waren ihm einfach zu wild und manch einer sagte offensichtlich sogar, dass Darkman der schlechteste Film war, den sie je sahen. Mit ingesamt zwölf Drehbuchversionen und mehreren Cuttern bahnte sich ein Desaster an.

Ursprünglich im Director's Cut knapp 2 Stunden lang, ging eine eigentlich finale Fassung nur noch 85 Minuten. Viele der Szenen, die für Raimi & Co so wichtig waren, fehlten in dieser kurzen Version. Diese Version bekam noch schlechtere Noten als das längere Original. Trotzdem tendierte das Studion mehr zu dieser als zur längeren Variante. Universal resignierte da wohl und wollte den Film am Ende einfach nur in irgendeiner akzteptablen Version ins Kino zu bringen, damit er hoffentlich sein Geld wieder einspielt.

BRUCE CAMPBELL: My favorite scene was cut because of a preview. Colin’s character starts to woo Julie, and you go, “Maybe this guy is all right.” Cut to his apartment and he’s wearing a towel, and he opens up a box and throws gold coins on the bed. Then drops his towel dives onto the coins buck-ass naked. They do previews, and that scene kept popping up. An exec looks at me and goes, “I’ll give you a copy of that scene because it’s never going to be in the movie.” And I was like, “You pussy.”

Am Freitag der letzten Woche, bevor der Film den Kritikern gezeigt werden sollte, beschloss man, eine kurze Version mit wohl 85-87 Minuten Laufzeit und vom Cutter Bud S. Smith abgesegnet, als finale Fassung des Films festzulegen. Richtig glücklich war damit aber keiner. Vor allem nicht Bob Murawski, welcher aktuell für Raimi tätig war. Der meinte, dass eine viel bessere Version des Films möglich ist. Zusammen mit Robert Tapert, einem der Produzenten, machte man sich übers Wochenende an die Arbeit und fügte einige Szenen wieder ein. Universal war ahnungslos.

ROBERT TAPERT: I don’t mind saying this now, and Sam will probably be unhappy, but the studio said, “There is nothing we can do to save this picture. Let’s lock it [Smith cut approved].” So we locked the picture on Friday night at 5 p.m. We were incredibly disheartened and dispirited. And Sam’s present editor, a guy by the name of Bob Murawski, said, “There is a much better movie than what we are locking right now.” So, the decision was made that we would re-edit the movie. We spent 48 hours basically recutting the entire movie, restoring things we thought were important. We added nine minutes back in, things we really liked that the preview audiences would recoil from, but that was what it was meant to do. We locked it — and didn’t tell anybody.

Die Studiobosse waren natürlich stinksauer, als sie Tage später davon erfuhren. Sowas hatte bisher noch nie jemand gewagt. Aber man konnte auch nichts mehr daran ändern. Die Negative waren nur in der neuen Fassung und schon in zwei Tagen sollte der Film der Presse gezeigt werden.

DANIEL: [Universal Pictures chairman] Tom Pollock was seriously fucking furious. I remember thinking, “That is one ballsy guerrilla move.” Is it as big a breach of every conceivable protocol of delivering a movie in post-production? Yes. Totally. It was an Ocean’s Eleven maneuver.

Diese heimliche Fassung am Studio vorbei ist jene, die wir heute alle kennen. Nicht Raimis Wunschfassung, aber trotzdem gut genug, damit der Film uns heute noch als Kultfilm im Gedächnis bleibt. Gut genug für einen Erfolg an den Kinokassen. Und gut genug für zwei Sequels.

In Deutschland war der Film lange indiziert und oft nur gekürzt erhältlich. Erst 2013 gab es ein Happy-End und der Film bekam mit nach der FSK-Neuprüfung die Freigabe ab 16 Jahren.

Inhaltsangabe / Synopsis:

Peyton Westlakes Ziel war es, mit synthetischer Haut Verbrennungsopfern zu helfen. Nachdem er brutal überfallen und mit Säure entstellt wird, kennt er nur noch eines: Rache! Nur jeweils 100 Minuten bleiben ihm, bevor sich die täuschend echten Masken, mit denen er sich als "Darkman" fortan auf einen düsteren Rachefeldzug begibt, von selbst zersetzen. Zeit genug für den Anti-Superhelden, seinen Peinigern ein grausames Ende zu bereiten. (Koch Media)

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Quelle: THR
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Darkman - Der Mann mit der Gesichtsmaske

(OT: Darkman, 1990)
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Kommentare

25.08.2020 00:11 Uhr - Malo HD
6x
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Bei diesem Film würde ich gerne mal Deleted Scenes sehen.

25.08.2020 00:32 Uhr - Thrax
11x
Kurz gesagt: Raimi und sein Team haben den Studiobossen von Universal damals kurzerhand den Mittelfinger gezeigt.
Jetzt ist er mir sogar noch sympathischer als ohnehin schon.

25.08.2020 00:50 Uhr - FordFairlane
5x
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Der Streifen wirkte auf mich damals schon viel zu gehetzt mit seinem 86 Minuten (Ohne Abspann), wer weiß ob nicht doch die andere Fassung von Bud Smith besser war. Hinterher kann ja jeder sagen, dass seine eigene Fassung die beste von allen ist. Eine 2 Stunden Version wäre schon interessant.

Darkman fehlte es irgendwie an Profil, seine Verletzung und sein Charakter wurde viel zu schnell heruntergespult und die Beziehung zu seiner Liebe ein spur zu sülzig.

Die beiden Direct-to-Video Fortsetzungen waren teilweise auch nur eine spur schlechter als das Original.


25.08.2020 00:52 Uhr - Cocoloco
12x
Studios sollten ohnehin nicht so sehr auf die Meinung irgendwelcher Test-Screenings hören. Sobald man anfängt zu versuchen es jedem Honk recht zu machen, kommt nur scheiße raus.
Erst recht wenn ich mir so Leute im Kino angucke, die über Sachen lachen die nicht lustig sind (und auch nicht lustig sein sollen, zB. wenn jemand in einer ernsten Szene getötet wird) und generell mehr mit der Popcorn-Schachtel und eigenem Geschwätz beschäftigt ist, als auf dem Film zu achten.

25.08.2020 01:36 Uhr - FordFairlane
2x
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25.08.2020 00:52 Uhr schrieb Cocoloco
Studios sollten ohnehin nicht so sehr auf die Meinung irgendwelcher Test-Screenings hören. Sobald man anfängt zu versuchen es jedem Honk recht zu machen, kommt nur scheiße raus.
Erst recht wenn ich mir so Leute im Kino angucke, die über Sachen lachen die nicht lustig sind (und auch nicht lustig sein sollen, zB. wenn jemand in einer ernsten Szene getötet wird) und generell mehr mit der Popcorn-Schachtel und eigenem Geschwätz beschäftigt ist, als auf dem Film zu achten.


Bei solchen Testscreening werden aber nicht Leute eingeladen, die mit den Comics aufgewachsen sind und dadurch wissen, was sie zu erwarten hätten. Die greifen sich teilweise Leute von der Straße und laden diese zu einer Vorstellung ein, ohne Infos über den Film zu bekommen.
Vor Cinemaxx bin ich gemeinsam mit einem Kollegen im Jahre 2003 auch mal abgefangen wurden, man sollte in so ein Testscreening gehen. Einen Agentenfilm sollte es sein. Was wir bekommen haben war Johnny English. Hinterher hat man ein Blatt ausgefüllt.


25.08.2020 02:26 Uhr - Cocoloco
2x
25.08.2020 01:36 Uhr schrieb FordFairlane
25.08.2020 00:52 Uhr schrieb Cocoloco
Studios sollten ohnehin nicht so sehr auf die Meinung irgendwelcher Test-Screenings hören. Sobald man anfängt zu versuchen es jedem Honk recht zu machen, kommt nur scheiße raus.
Erst recht wenn ich mir so Leute im Kino angucke, die über Sachen lachen die nicht lustig sind (und auch nicht lustig sein sollen, zB. wenn jemand in einer ernsten Szene getötet wird) und generell mehr mit der Popcorn-Schachtel und eigenem Geschwätz beschäftigt ist, als auf dem Film zu achten.


Bei solchen Testscreening werden aber nicht Leute eingeladen, die mit den Comics aufgewachsen sind und dadurch wissen, was sie zu erwarten hätten. Die greifen sich teilweise Leute von der Straße und laden diese zu einer Vorstellung ein, ohne Infos über den Film zu bekommen.
Vor Cinemaxx bin ich gemeinsam mit einem Kollegen im Jahre 2003 auch mal abgefangen wurden, man sollte in so ein Testscreening gehen. Einen Agentenfilm sollte es sein. Was wir bekommen haben war Johnny English. Hinterher hat man ein Blatt ausgefüllt.


Welche Comics?

25.08.2020 06:54 Uhr - Batmobil
2x
25.08.2020 02:26 Uhr schrieb Cocoloco
Welche Comics?


Sehr witzig :(
Es ist doch genau verständlich was gemeint ist, oder?

Das da jemand den Sparfuchs macht und sich keine Rechte sichern will und daher einen Shadow/Batman-Abklatscht produziert sortiert ihn trotzdem in Richtung "Comics" ein.
Ich denke aber, der Film ist eben wegen dieser Sparfuchsnummer schlecht geworden.
Man mußte um sämtliche Rechte drumherum, raus kam der häßlichste Hund der Welt.

25.08.2020 09:03 Uhr - Wong Fei Hung
4x
Hier würde ich mich sogar ein Remake wünschen. Sollte dann ernster, düsterer, und actionreicher, und brutaler sein.

25.08.2020 09:34 Uhr - OllO
6x
Die eigentliche Frage ist doch, ob das restliche Material jetzt noch irgendwo lagert und man die 2 Stunden Fassung nochmal zurückschneiden kann oder nicht.

25.08.2020 09:53 Uhr - Cinema(rkus)
7x
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Cocoloco
Test-Screenings ? 1000 % Zustimmung.
Ähmmmmm, ich sehe Filmschaffende immer noch als Künstler. Und Künstler haben etwas zu entwerfen, das später entweder gefällt, oder eben missfällt. Aber das "Kunstwerk" muss die DNA des Künstlers transportieren und nicht die Meinung von 1000 verschiedenen Leuten tragen.
Ich lade einen Querschnitt aus der Bevölkerung zu einem Test-Screening ein ? Verteufelt soll das Filmstudio sein. Und dann "schneide" ich den Film im nachhinein so, wie es mir "Hinz und Kuntz" auf dem Formblatt ankreuzt und ausfüllt ?
Mann, Banausen.
Als Künstler muss ich zu meinen Werken stehen. Wie viele Maler hatten zu Lebzeiten kein Einkommen, weil das Volk für die Gemälde noch nicht bereit war ? Haben diese dann die Leinwand auf dem Marktplatz präsentiert und durch den Querschnitt gefragt ?
Oh Mann, bitte habt Mut dazu, zu euren Visionen zu stehen.

Zum Film selbst:
Manche Storys brauchen mehr Zeit und - sorry - auch mehr Budget. Bringe ich ein gewisses Budget nicht zusammen, dann verabschiede ich mich von dem gesamten Werk; so würde ich zumindest denken. Die Story hat Potential, wäre "reif" für ein Remake. Erzählt die Story mit höherem Budget, geht visuell - auch von der Gewalt her- an die Grenzen und es wäre ein Hit; ähnlich wie der neue "Joker"-Streifen.

25.08.2020 11:03 Uhr - Roderich
4x
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Neben Evil Dead I und II Raimis bester Film meiner Meinung nach. Eine wilde Mischung aus Horror- und Superheldenfilm der sich nie zurückhält, also ungebremst die Ideen des Regisseurs umsetzt. Das Finale auf dem Hochhaus, als der Oberschurke lachend mit dem Bolzengerät herumschiesst! Die Visionen auf dem Rummelplatz! Die krassen Verbrennungseffekte! Larry Drake!!! Hammer!

25.08.2020 12:36 Uhr - Ralle87
3x
25.08.2020 09:53 Uhr schrieb Cinema(rkus)
Cocoloco
Test-Screenings ? 1000 % Zustimmung.
Ähmmmmm, ich sehe Filmschaffende immer noch als Künstler. Und Künstler haben etwas zu entwerfen, das später entweder gefällt, oder eben missfällt. Aber das "Kunstwerk" muss die DNA des Künstlers transportieren und nicht die Meinung von 1000 verschiedenen Leuten tragen.
Ich lade einen Querschnitt aus der Bevölkerung zu einem Test-Screening ein ? Verteufelt soll das Filmstudio sein. Und dann "schneide" ich den Film im nachhinein so, wie es mir "Hinz und Kuntz" auf dem Formblatt ankreuzt und ausfüllt ?
Mann, Banausen.
Als Künstler muss ich zu meinen Werken stehen. Wie viele Maler hatten zu Lebzeiten kein Einkommen, weil das Volk für die Gemälde noch nicht bereit war ? Haben diese dann die Leinwand auf dem Marktplatz präsentiert und durch den Querschnitt gefragt ?
Oh Mann, bitte habt Mut dazu, zu euren Visionen zu stehen.

Zum Film selbst:
Manche Storys brauchen mehr Zeit und - sorry - auch mehr Budget. Bringe ich ein gewisses Budget nicht zusammen, dann verabschiede ich mich von dem gesamten Werk; so würde ich zumindest denken. Die Story hat Potential, wäre "reif" für ein Remake. Erzählt die Story mit höherem Budget, geht visuell - auch von der Gewalt her- an die Grenzen und es wäre ein Hit; ähnlich wie der neue "Joker"-Streifen.


Volle Zustimmung.

25.08.2020 13:10 Uhr - Dr.Ro Stoned
3x
Und mal wieder, lieber Cinemarkus, gebe auch ich dir wie tatsächlich jedes Mal meine vollste Zustimmung. Danke für deine fundierten und sinnvollen Kommentare.
Daumen Hoch

25.08.2020 14:32 Uhr - DARKHERO
5x
Ich mag gerade das gehetzte an diesen Film. Die schnellen Schnitte tragen eindeutig Ramis Handschrift und erinnern stellenweise an Evil Dead 2.
Ich mag den Film wie er ist, eine längere Fassung würde ich trotzdem feiern, weil ich die offizielle Version auswendig kenne.
Es ist einfach ein verdammt genialer Charakter, welcher sich weder zu Ernst nimmt und dadurch köstlich ist zuzusehen.
Es gibt eh nichts was ich an den Film bemängel, selbst diese billig wirkenden SFX haben ihren Charme, weil es alles sehr Detailverliebt ist.

Ein Remake kann ich mir schlecht vorstellen, weil ein Synthetischer Stoff der nur ca 90min bei Licht stabil ist, würde heute kaum noch glaubwürdig sein, aber genau dass macht den Film aus. Diese Situationen in denen Westlake dadurch gerät sind einfach nur köstlich

25.08.2020 15:17 Uhr - D-P-O / 77
2x
Einer meiner Lieblingsfilme von Sam Raimi. ...
"TAKE THE F***ING ELEPHANT" :D

... Nur knapp geschlagen von "A Simple Plan" und "The Gift".

25.08.2020 16:43 Uhr - Barry Benson
3x
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25.08.2020 09:53 Uhr schrieb Cinema(rkus)
Cocoloco
Test-Screenings ? 1000 % Zustimmung.
Ähmmmmm, ich sehe Filmschaffende immer noch als Künstler. Und Künstler haben etwas zu entwerfen, das später entweder gefällt, oder eben missfällt. Aber das "Kunstwerk" muss die DNA des Künstlers transportieren und nicht die Meinung von 1000 verschiedenen Leuten tragen.
Ich lade einen Querschnitt aus der Bevölkerung zu einem Test-Screening ein ? Verteufelt soll das Filmstudio sein. Und dann "schneide" ich den Film im nachhinein so, wie es mir "Hinz und Kuntz" auf dem Formblatt ankreuzt und ausfüllt ?
Mann, Banausen.
Als Künstler muss ich zu meinen Werken stehen. Wie viele Maler hatten zu Lebzeiten kein Einkommen, weil das Volk für die Gemälde noch nicht bereit war ? Haben diese dann die Leinwand auf dem Marktplatz präsentiert und durch den Querschnitt gefragt ?
Oh Mann, bitte habt Mut dazu, zu euren Visionen zu stehen.

Zum Film selbst:
Manche Storys brauchen mehr Zeit und - sorry - auch mehr Budget. Bringe ich ein gewisses Budget nicht zusammen, dann verabschiede ich mich von dem gesamten Werk; so würde ich zumindest denken. Die Story hat Potential, wäre "reif" für ein Remake. Erzählt die Story mit höherem Budget, geht visuell - auch von der Gewalt her- an die Grenzen und es wäre ein Hit; ähnlich wie der neue "Joker"-Streifen.

Ich persönlich finde der Vergleich mit dem Maler hinkt ein bisschen. Da ja hinter dem Maler nicht jedes mal ein Geldgeber bzw. wie in dem Fall ein Produzent(oder sogar mehrere,...) steht und einen Regisseur beauftragt einen Film zu drehen. Ich kann verstehen, das manche sagen/schreiben dass das Werk eines Künstlers(Regisseurs) nicht verändert werden darf. Aber wenn ich z.B. einen Maler beauftrage meine Wohnung zu renovieren und mir das Endergebnis nicht gefällt, habe ich ja auch das Recht am Ende Veränderungen vorzunehmen oder in Auftrag zu geben! Will damit nur sagen, derjenige der bezahlt, hat auch am Ende das Recht zu entscheiden!
Wie gesagt, ich finde auch das der Regisseur freie Hand haben sollte! Aber am Ende entscheidet der finanzielle Aspekt. Produzenten drehen Filme um Geld zu verdienen und nicht um den Regisseur einen gefallen zu tun. Ob da immer am Ende was "besseres" bei raus- bzw. herumkommt, sei mal dahingestellt und muss jeder für sich selbst entscheiden😉
Bis denne,...
Barry😘

25.08.2020 18:52 Uhr - Cinema(rkus)
3x
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Barry Benson

Bei meinem Kommentar sehe ich Regisseur und Produzent - mehr oder weniger - in einem Boot, im Boot der Kreativen. Mich stört eben, dass man dann "Außenstehende" (= Testscreening) hinzuzieht und es denen - wie Cocoloco schon schrieb - allen recht machen will und dadurch das eigene Werk verwässert/verändert und in die verschiedensten Richtungen biegt.
Um bei Deinem Beispiel zu bleiben. Du würdest dann - bei Renovierung der Wohnung - mit Deinem Maler und Deiner Family eine Lösung suchen. Kann mir aber kaum vorstellen, dass Du 100 Leute von der Straße einfängst und jeder darf sich dann - nach seinem Wunsch - in Deiner Wohnung austoben. Du hättest dann keinen Stil mehr in Deiner Bude, sondern ein Kaleidoskop von Bruchstücken verschiedener Stile, die dann aber keinem mehr so richtig gefallen.
Sich nach jedem zu richten, das klappt einfach nicht im Leben; und in der Kunst- und Filmwelt schon überhaupt nicht. Finde ich zumindest.
Gruß C.M.

25.08.2020 19:33 Uhr - Barry Benson
3x
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Erfahrungspunkte von Barry Benson 980
25.08.2020 18:52 Uhr schrieb Cinema(rkus)
Barry Benson

Bei meinem Kommentar sehe ich Regisseur und Produzent - mehr oder weniger - in einem Boot, im Boot der Kreativen. Mich stört eben, dass man dann "Außenstehende" (= Testscreening) hinzuzieht und es denen - wie Cocoloco schon schrieb - allen recht machen will und dadurch das eigene Werk verwässert/verändert und in die verschiedensten Richtungen biegt.
Um bei Deinem Beispiel zu bleiben. Du würdest dann - bei Renovierung der Wohnung - mit Deinem Maler und Deiner Family eine Lösung suchen. Kann mir aber kaum vorstellen, dass Du 100 Leute von der Straße einfängst und jeder darf sich dann - nach seinem Wunsch - in Deiner Wohnung austoben. Du hättest dann keinen Stil mehr in Deiner Bude, sondern ein Kaleidoskop von Bruchstücken verschiedener Stile, die dann aber keinem mehr so richtig gefallen.
Sich nach jedem zu richten, das klappt einfach nicht im Leben; und in der Kunst- und Filmwelt schon überhaupt nicht. Finde ich zumindest.
Gruß C.M.

Das mag mehr oder wenig alles "richtig"(oder nicht!?) sein! Aber wenn z.B. wie bei dem o.g. Film so viele Test-Scrennings mit wenig berauschenden Zuschauer gemacht wurden, würde ich(!!!) als Geldgeber bzw. Produzent kalte Füsse in Bezug auf einen finanziellen Flop kriegen. Ich sage nicht das ich es gut heiße sich in die Arbeit eines Regisseurs(s. Hellboy 2019) einzumischen, kann es aber aus der Sicht der Produzenten verstehen!
Über all dem steht das mächtige $ Zeichen!
Am Ende geht es nur ums Geld!!!
Bis denne,...
Barry😉

25.08.2020 19:47 Uhr - Barry Benson
2x
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User-Level von Barry Benson 8
Erfahrungspunkte von Barry Benson 980
Um bei Deinem Beispiel zu bleiben. Du würdest dann - bei Renovierung der Wohnung - mit Deinem Maler und Deiner Family eine Lösung suchen. Kann mir aber kaum vorstellen, dass Du 100 Leute von der Straße einfängst und jeder darf sich dann - nach seinem Wunsch - in Deiner Wohnung austoben. Du hättest dann keinen Stil mehr in Deiner Bude, sondern ein Kaleidoskop von Bruchstücken verschiedener Stile, die dann aber keinem mehr so richtig gefallen.

Natürlich nicht! Darum gehts auch gar nicht! Mit dem Beispiel wollte ich auch nur ausdrücken, das es leider auch genug Filme ohne ein Testscrenning gibt, wo am Ende oder auch mitten in einer Produktion, Produzenten bei nicht gefallen drin rumfingern! Und wie schon geschrieben, ob da immer am Ende was "besseres" bei raus- bzw. herumkommt, sei mal dahingestellt!
😉

26.08.2020 13:34 Uhr - Man Behind The Sun
1x
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Hätte das mal jemand bei den "Friday the 13th"-Filmen getan...

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