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Veröffentlicht am von Kaiser Soze

Candyman (2021) uncut im Januar 2022

Sequel erscheint ungeschnitten in 4K-UHD, Blu-ray & DVD

„Candyman. Candyman. Candyman. Candyman. Candyman.“

Tony Todd gelang mit Candyman's Fluch (1992) der Durchbruch. Der Film basiert auf Clive Barkers Kurzgeschichte The Forbidden. Er kehrte in den Fortsetzungen in die titelgebende Rolle zurück. In Deutschland eckten die Horrorfilme mitunter an. Mittlerweile ist Teil 1 wieder unzensiert in Deutschland erhältlich (wir berichteten hier & hier), Candyman 2 - Die Blutrache (1995) nicht mehr indiziert und Candyman 3 - Der Tag der Toten (1999) neugeprüft.

Es dauerte mehrere Jahre bis es der neue Candyman-Film von der Ankündigung ins Kino schaffte. Der R-Rated-Film erhielt die FSK 16-Freigabe und lief im / ab August 2021 in den deutschen Kinos. Am 06. Januar 2022 veröffentlicht Universal Pictures das Sequel des ersten Teils erstmals und ungekürzt in 4K-UHD, Blu-ray & DVD jeweils als Amarays.

Als Bonusmaterial werden u. a. ein alternatives Ende, unveröffentlichte Szenen und Features (Sag meinen Namen, Body Horror, Aus Sicht der Regisseurin, Schattenspiele, Die Bedeutung des schwarzen Horrors) geboten. Deutscher Trailer: 

Inhaltsangabe / Synopsis:

Ein Jahrzehnt nach dem Abriss des letzten Wohnturms hat die Gentrifizierung auch das Viertel Cabrini Green erreicht. Der Künstler Anthony McCoy (Yahya Abdul-Mateen II; Watchmen – Die Wächter, Wir) und seine Freundin, die Galeristin Brianna Cartwright (Teyonah Parris; Beale Street, The Photograph) beziehen eine luxuriöse Eigentumswohnung in dem ... [mehr]

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Kommentare

23.12.2021 00:33 Uhr - sterbebegleiter
4x
So ein langweiliger Schinken. Einziger Lichtblick ist die darstellerische Leistung von Teyonah Parris.

23.12.2021 00:49 Uhr - .Stem
2x
Ich fand das Ende sehr Nett. War absolut Solide Slasherkost

23.12.2021 01:48 Uhr - FordFairlane
16x
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Erfahrungspunkte von FordFairlane 35
Ein ganz große Enttäuschung und von einem Slasher kann nan hier überhaupt nicht reden. Jordan Peele hat ein Franchise mißbraucht, um eine politische Aussage in den Film zu quetschen. Das Ende wirkt, als hätte man versucht die Sache mit den Rassistischen Polizisten noch in den Film zu stopfen.
Der 6 Sekundem Cameo von Tony Todd im CGI-GEWAND war da nur das Sahnehäubchen.

Ein echter Jammer, da Candymans Fluch mein Lieblingshorrorfilm ist.

23.12.2021 05:09 Uhr - McGuinness
22x
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Absolut furchtbarer, ungenießbarer und ganz im Sinne der Woke - Bewegung inszenierter Film, dessen Horrorelemente meines Erachtens nach einzig und allein in den Handlungen des " bösen - weißen Mannes " zu finden sind.
Um politisch im Wandel der Zeit zu bleiben und dem geneigten Zuschauer jegliche Empathie, Akzeptanz und den Schutz von Minderheiten geradezu aufzuzwängen, darf hier ein Schwarzer nicht nur homosexuell sein, nein, dieser muss selbstredend natürlich auch eine Beziehung mit einem Weißen eingehen... " Love sees no Color " 🤦🏼‍♂️

" Candyman's Fluch " (1992) ist eine Offenbarung, doch dieses politische Trommelfeuer hier einfach nur eine bodenlose Frechheit !
Darüber hinaus fand ich den Film auch nicht sonderlich spannend, viel zu langatmig und teils recht konfus ; völlig überflüssige, rein politische Produktion, die leider dennoch sein Zielpublikum finden wird 👎🏻

23.12.2021 06:35 Uhr - Crying Freeman
1x
Man hätte das Statement etwas subtiler verpacken können, aber manche Aspekte wie zB wie die Ereignisse aus dem Original aufgegriffen und bewusst verfälscht werden, fand ich doch smarter als erwartet. Kein Meisterwerk, aber sicherlich der beste Eintrag ins Franchise seit dem Original (auch wenn das nicht allzu schwer ist)

23.12.2021 09:09 Uhr - Big Al
5x
Sehr lahme Vorstellung.

23.12.2021 11:43 Uhr - Letzfetz
6x
Ich fand den auch echt Schlecht):

23.12.2021 14:54 Uhr - Superfly
9x
23.12.2021 01:48 Uhr schrieb FordFairlane
Ein ganz große Enttäuschung und von einem Slasher kann nan hier überhaupt nicht reden. Jordan Peele hat ein Franchise mißbraucht, um eine politische Aussage in den Film zu quetschen. Das Ende wirkt, als hätte man versucht die Sache mit den Rassistischen Polizisten noch in den Film zu stopfen.
Der 6 Sekundem Cameo von Tony Todd im CGI-GEWAND war da nur das Sahnehäubchen.

Ein echter Jammer, da Candymans Fluch mein Lieblingshorrorfilm ist.


23.12.2021 05:09 Uhr schrieb McGuinness
Absolut furchtbarer, ungenießbarer und ganz im Sinne der Woke - Bewegung inszenierter Film, dessen Horrorelemente meines Erachtens nach einzig und allein in den Handlungen des " bösen - weißen Mannes " zu finden sind.
Um politisch im Wandel der Zeit zu bleiben und dem geneigten Zuschauer jegliche Empathie, Akzeptanz und den Schutz von Minderheiten geradezu aufzuzwängen, darf hier ein Schwarzer nicht nur homosexuell sein, nein, dieser muss selbstredend natürlich auch eine Beziehung mit einem Weißen eingehen... " Love sees no Color " 🤦🏼‍♂️

" Candyman's Fluch " (1992) ist eine Offenbarung, doch dieses politische Trommelfeuer hier einfach nur eine bodenlose Frechheit !
Darüber hinaus fand ich den Film auch nicht sonderlich spannend, viel zu langatmig und teils recht konfus ; völlig überflüssige, rein politische Produktion, die leider dennoch sein Zielpublikum finden wird 👎🏻


Solche geistigen Aussetzer der ewig gleichen Gesinnungsbrüder zeigen, dass diese Art politischer Statements bitter nötig sind. Anstatt sich über inhaltliche Schwächen aufzuregen, die dann noch als schnelles Alibi nachgeschoben werden, wird sich mal wieder über das Verhältnis von Hautfarben und Sexualität empört. Die arme weiße Hetero-Front kann einem fast leid tun.

Den Film selbst fand ich ganz okay und insgesamt besser als erwartet. Der Film hat ein paar kleinere Hänger, weiß aber insgesamt ganz gut zu unterhalten und schließt sich ambitioniert an die Ereignisse des Originals an. Nicht das Slasher-Sequel, das ich erhofft hatte, aber ein durch und durch brauchbarer Thriller, wenn auch kein Highlight.

23.12.2021 15:02 Uhr - Kaiser Soze
19x
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23.12.2021 14:54 Uhr schrieb Superfly
Solche geistigen Aussetzer der ewig gleichen Gesinnungsbrüder...


... wäre auch genau die passende Zusammenfassung deines Beitrags.

Ich habe den Film noch nicht gesehen, aber klar ist die Inszenierung und Glaubwürdigkeit der Figuren, Geschichte, Handlung(-sentwicklung) usw. sehr ausschlaggebend, ob man mit einem Film etwas anfangen kann oder nicht. Klischees gibts halt von allen Seiten.

23.12.2021 15:22 Uhr - McGuinness
20x
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@Superfly

Hätte der Film inhaltlich mehr zu bieten, als sich überwiegend auf die angebliche Diskriminierung des ach so armen schwarzen Volkes zu fokussieren, dann wäre ich sicherlich auch näher darauf eingegangen.
So allerdings ist und bleibt dies zumindest für mich, insbesondere als weißer Hetero 😉 ein rein propagandistisch motiviertes Werk, welches seinen Titel des großen Vorbilds nur dazu benutzt, um seine politischen Statements unters Volk zu bringen.

23.12.2021 17:45 Uhr - Cocoloco
14x
23.12.2021 14:54 Uhr schrieb Superfly
Solche geistigen Aussetzer der ewig gleichen Gesinnungsbrüder zeigen, dass diese Art politischer Statements bitter nötig sind. Anstatt sich über inhaltliche Schwächen aufzuregen, die dann noch als schnelles Alibi nachgeschoben werden, wird sich mal wieder über das Verhältnis von Hautfarben und Sexualität empört.

Störe mich weder an das eine noch das andere. Wenn es aber zum reinen Selbstzweck integriert wird, ist meiner Meinung nach das Ziel verfehlt und verliere jegliches Interesse.
Bei Jordan Peele weiß man aber schon was einem erwartet.

23.12.2021 18:21 Uhr - Lowmaker
1x
Klingt ja alles nicht so toll, was ist denn mit dem Härtegrad ? Reist der denn wenigstens noch was raus ?

23.12.2021 18:24 Uhr - Jack Bauer
13x
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23.12.2021 15:22 Uhr schrieb McGuinness
@Superfly

Hätte der Film inhaltlich mehr zu bieten, als sich überwiegend auf die angebliche Diskriminierung des ach so armen schwarzen Volkes zu fokussieren, dann wäre ich sicherlich auch näher darauf eingegangen.
So allerdings ist und bleibt dies zumindest für mich, insbesondere als weißer Hetero 😉 ein rein propagandistisch motiviertes Werk, welches seinen Titel des großen Vorbilds nur dazu benutzt, um seine politischen Statements unters Volk zu bringen.


Gut getroffen! Der Peele entwickelt sich mit rasender Geschwindigkeit zu einer echten Seuche!

23.12.2021 19:34 Uhr - Cinema(rkus)
10x
User-Level von Cinema(rkus) 1
Erfahrungspunkte von Cinema(rkus) 28
"Weiße Hetero-Front" ?
Hört sich manchmal an, als müsste man sich hierfür schämen, wenn man weiß ist und - welch ein Skandal - hetero ? häääh ???
Aber, o.K., machen wir nicht nochmals ein Fass auf, dass dann geschlossen wird.

Zum Film:
Peele, hat mit "Get out" und "Wir" eigentlich sehr gute Ware abgeliefert.
Nur, und jetzt wird es traurig, wenn dann jedes mal die gleiche Keule rausgeholt wird, uns über die weiße Birne geschlagen wird, dann verpufft das anfängliche Anliegen des Filmemachers, es beginnt irgendwann zu nerven.
Von "Candyman" gibt es nur einen einzigen starken Film, das Original von B. Rose. Tony Todd - der sich danach auch nur noch in Fließbandware aufgerieben hat - agiert hier sehr souverän und furchteinflößend und eine herrliche Virginia Madsen, über die MANN sowieso kein weiteres Wort verlieren muss.
Das Remake ist einfach - so ehrlich sollten auch die hier so aufgeklärten und aufgeschlossenen und supertoleranten User sein - über das Ziel (was auch immer es war) gnadenlos hinaus geschossen. Leider.

23.12.2021 19:35 Uhr - McGuinness
10x
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@Jack Bauer

Genau deswegen habe ich mit den Werken Peeles auch keinerlei Berührungspunkte, da permanent die Stigmatisierung der Schwarzen als auserkorene Opfer einer von Weißen dominierten Gesellschaft vorangetrieben wird.

Nach eigener Aussage von Peele sind die furchterregendsten Monster in unserer Welt menschliche Wesen, nur das diese bei ihm immer in der Gestalt des weißen Mannes vorkommen, wodurch ich zumindest überhaupt keine Lust mehr habe, mir irgendeinen Film von ihm anzuschauen, da ich letzten Endes irgendwie immer ahne, was mich erwartet und mir von Anfang an die Möglichkeit genommen wird, hier vollkommen unbefangen an das jeweilige Werk heranzugehen.

23.12.2021 21:45 Uhr - Intofilms
11x
Man kann doch (einen) Menschen nicht als „Seuche“ hinstellen. Erinnert mich an ganz dunkle Zeiten. Pfui!

24.12.2021 09:02 Uhr - deNiro
12x
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Eigentlich wollte ich zum Werk oben nichts schreiben - ich möchte ja schließlich nicht zu den "ewig gleichen Gesinnungsbrüdern" gehören.😂
Obwohl, das dürfte eh zu spät sein, insofern:

Wie einige Kommentatoren bereits richtig erwähnten, ist der Film eine einzige, freche Zumutung an simple gestrickter, stumpfer politischer Agitation im Gewand eines Horrorfilms.
Mal ganz davon abgesehen, dass auch hier wieder alle relevanten Rollen ausschließlich mit schwarzen Menschen besetzt wurden, (ist natürlich kein Rassismus, kommt ja von politisch korrekter Seite und wurde ja bereits mit "is ja schwarzes Kino™", gelabelt) weißen Protagonisten nur und ausschließlich, die Rolle des dämlichen, nervigen, sexhungrigen Opfers zusteht, entwickelt der Film zu keiner Zeit so etwas wie Suspense oder Horror.
Die recht übersichtlich verteilten, nicht all zu drastischen Gore-Szenen, können den Film auch nicht retten.

Eine unwürdige und unnötige Neuinterpretation eines Klassikers! Schade.

24.12.2021 10:05 Uhr - Dupedoro
9x
Es ist schon erstaunlich, dass ausgerechnet bei "Candyman" so übel über die "Political Correctness-Keule" gewettert wird. Denn welcher Horror-Franchise - wenn nicht Candyman -, bei dem es schon im Original zentral um Versklavung und die daraus resultierende Bestrafung geht, eignet sich denn bitte besser als für dieses wichtige Thema?

Ein wohlhabendes heterosexuelles schwarzes Pärchen als Hauptprotagonisten, ein homosexueller schwarzer Mann, der mit einem anderen weißen Mann zusammen ist, das ist doch wirklich nix Außergewöhnliches mehr und schon gar nicht wenn man es in einem Film unterbringt. Übrigens: Der Bad Guy hier im Film ist immer noch Schwarz, nämlich die Verkörperung des Candyman.

Ich halte den neuen Candyman davon abgesehen übrigens ebenfalls für keinen sonderlich guten Horrorfilm, aber was definitiv nicht unerwähnt bleiben sollte:

Dass Candyman (2021) keine Neuinterpretation und schon gar kein Remake ist, sondern es sich um eine waschechte Fortsetzung handelt, bei der Virginia Madsen nicht nur gleich mehrfach zu hören ist, sondern auch noch auf einem Foto zu sehen ist, erwähne ich an dieser Stelle gerne auch nochmal. ´

In der deutschen Fassung wird sie sogar wieder wie im Original von Ulrike Möckel gesprochen, dickes Lob an dieser Stelle an das verantwortliche Synchronstudio.

Dass sogar Vanessa Williams ihre Rolle aus dem Original nochmal spielt, haben hier einige wohl ebenfalls unterschlagen.


24.12.2021 11:39 Uhr - deNiro
11x
User-Level von deNiro 5
Erfahrungspunkte von deNiro 337
24.12.2021 10:05 Uhr schrieb Dupedoro
Es ist schon erstaunlich, dass ausgerechnet bei "Candyman" so übel über die "Political Correctness-Keule" gewettert wird. Denn welcher Horror-Franchise - wenn nicht Candyman -, bei dem es schon im Original zentral um Versklavung und die daraus resultierende Bestrafung geht, eignet sich denn bitte besser als für dieses wichtige Thema?

Ein wohlhabendes heterosexuelles schwarzes Pärchen als Hauptprotagonisten, ein homosexueller schwarzer Mann, der mit einem anderen weißen Mann zusammen ist, das ist doch wirklich nix Außergewöhnliches mehr und schon gar nicht wenn man es in einem Film unterbringt. Übrigens: Der Bad Guy hier im Film ist immer noch Schwarz, nämlich die Verkörperung des Candyman.

Ich halte den neuen Candyman davon abgesehen übrigens ebenfalls für keinen sonderlich guten Horrorfilm, aber was definitiv nicht unerwähnt bleiben sollte:

Dass Candyman (2021) keine Neuinterpretation und schon gar kein Remake ist, sondern es sich um eine waschechte Fortsetzung handelt, bei der Virginia Madsen nicht nur gleich mehrfach zu hören ist, sondern auch noch auf einem Foto zu sehen ist, erwähne ich an dieser Stelle gerne auch nochmal. ´

In der deutschen Fassung wird sie sogar wieder wie im Original von Ulrike Möckel gesprochen, dickes Lob an dieser Stelle an das verantwortliche Synchronstudio.

Dass sogar Vanessa Williams ihre Rolle aus dem Original nochmal spielt, haben hier einige wohl ebenfalls unterschlagen.



Es handelt sich in meinen Augen definitiv um eine Neuinterpretation, nämlich die von J. Peele und DaCosta.("Die Macher des Films wollen ihn als "eine spirituelle Fortsetzung" verstanden wissen" - aha, alles klar) Die machen nämlich aus einem spannenden, düsteren Horrorfilm (inzwischen wohl auch so etwas wie ein Genreklassiker) mit subtiler politischer Botschaft einen politisch motivierten Film mit Horroranleihen.

Mir gehen diese offensichtlichen, aufdringlichen politischen Querverweise und erhobenen moralischen Zeigefinger in vielen neuen Filmen einfach nur noch auf die Nerven.
Ja, wir haben nun verstanden, dass schwarze Menschen unterdrückt und ausgebeutet wurden. Danke, passt! Lasst uns nun schauen wie man das in Zukunft besser machen kann.
Ganz sicher nicht, indem man das (Unrechts-) Verhalten von damals einfach spiegelt und dem bösen Weißen ständig und überall diesen Spiegel vorhält und ihn erziehen möchte. Wissentlich, dass die Empfänger dieser "Nachricht", keinerlei Schuld trifft!

Richtig, Homosexuelle sind längst nichts Außergewöhnliches mehr, sind aber definitiv immer noch nur eine Minorität, werden aber gleichzeitig überproportional und inflationär in vielen Filmen inzwischen platziert und damit als Werkzeug und simples Symbol - oft auch überzeichnet und klischeehaft - "missbraucht". Das geht übrigens auch vielen Homosexuellen inzwischen tierisch auf den Sack!

Das Original wusste genau aus dem Aspekt heraus, dass Candyman ein geschundenes, versklavtes Opfer war, durchaus auch ein gewisses nachvollziehbares Verständnis (evtl. sogar Sympathien??) bei Rezipienten zu kreieren. Das fehlt beim neuen Film komplett. Mir ist vollkommen egal wer oder was "Candyman" ist und welches Schicksal ihn ereilt. Eben auch weil der Opferaspekt, einem politischem Zeigefinger gewichen ist.

24.12.2021 13:02 Uhr - McGuinness
8x
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@deNiro

Sehr gute, wahrheitsgemäße und pointierte Aussage !


@Dupedoro

Werke wie beispielsweise " Amistad " (1997) oder " 12 Years a Slave " (2013) verstehen es auch auf die damaligen Verhältnisse aufmerksam zu machen, OHNE den moralischen Zeigefinger auf uns zu richten, anklagend zu sein und dabei dem Teufel in Gestalt des weißen Mannes den Spiegel vorzuhalten, so wie es besonders deutlich in Peeles Film zu sehen ist.

" Candyman's Fluch " (1992) greift diese Thematik zwar ebenfalls auf, aber eben nur am Rande und meiner Meinung nach auch vollkommen ausreichend, bietet zudem aber absolut spannende Unterhaltung, ist fabelhaft inszeniert worden und gilt heutzutage zu recht als Kultfilm !

Diese mit Gewalt dem Zuschauer beim betrachten eines Films aufgezwungene Überakzeptanz jeglicher Minderheiten nervt nicht nur vollkommen, sondern führt bei mir zumeist auch dazu, dass ich mir den Film eigentlich gar nicht mehr zu Ende ansehen möchte.
Ich persönlich werde jedenfalls auf diesen fehlgeleiteten Zug nicht mit aufspringen und möchte mir beim ansehen des jeweiligen Films selbst ein Urteil bilden können, ohne dass ich genötigt werde, die Intention / politische Haltung des Regisseurs zu übernehmen !

24.12.2021 13:33 Uhr - Dupedoro
9x
Ich danke euch für eure eloquenten Ausführungen. Das weiß ich zu schätzen. Dennoch bin ich größtenteils anderer Meinung. Ich merke natürlich auch, dass Homosexuelle in vielen Produktionen präsenter werden, man nehme zum Beispiel die neue Chucky-Serie (die übrigens fast durchgehend überdurchschnittliche bis sehr gute Kritiken erhalten hat).

Aber geht das jetzt deswegen sogar schon vielen Homosexuellen selbst auf den "Sack" (wie treffend !?) Woher nimmst du dafür deine Belege deNiro? Und warum geht es auf den Sack?
Und muss man deswegen Minderheiten dann einfach weglassen weil sie eben Minderheiten sind? Und wenn nicht, wann darf man sie zeigen? Wenn es für die Geschichte förderlich ist? Nur dann?

Candyman ist wie gesagt auch in meinen Augen kein guter Film und ja, da prügeln weiße Polizisten auf einen Schwarzen ein. Aber passiert doch immer noch im wahren Leben. In 2020. Jetzt. Will man nicht in einem Horrorfilm sehen? NIcht zwingend, nicht jedes Mal, klar. Muss man auch nicht, denn es gibt so viele Filme, viele gute, viele die scheiße sind.

Candyman (2021) ist dürftig. Aber nicht wegen solchen Anspielungen auf die Realität, sondern weil er zu lahm inszeniert ist und sein Hauptdarsteller in meinen Augen eine Schlaftablette ist.

Euch erstmal schöne Festtage.








24.12.2021 13:53 Uhr - deNiro
6x
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24.12.2021 13:33 Uhr schrieb Dupedoro

Aber geht das jetzt deswegen sogar schon vielen Homosexuellen selbst auf den "Sack" (wie treffend !?) Woher nimmst du dafür deine Belege deNiro? Und warum geht es auf den Sack?


Warum das vielen Homosexuellen auf den Sack geht? Hatte ich doch geschrieben? Niemand möchte auf seine sexuelle Orientierung reduziert werden, und/oder....

....inflationär in vielen Filmen inzwischen platziert und damit als Werkzeug und simples Symbol - oft auch überzeichnet und klischeehaft - "missbraucht".


Woher ich das weiß? Ich unterhalte mich viel mit Menschen ;)

Nein, es geht nicht um das Weglassen von Minderheiten. Nur eben um die Art, die Qualität und QUANTITÄT der Präsentation.

So, Euch nun auch frohe Weihnachten!

25.12.2021 11:25 Uhr - Lukas
Nach vielen guten Kritiken und interessanten Trailern freue ich mich auf die Heimkinopremiere dieses Films! :)

25.12.2021 16:08 Uhr - Oberstarzt
3x
23.12.2021 14:54 Uhr schrieb Superfly
23.12.2021 01:48 Uhr schrieb FordFairlane
Ein ganz große Enttäuschung und von einem Slasher kann nan hier überhaupt nicht reden. Jordan Peele hat ein Franchise mißbraucht, um eine politische Aussage in den Film zu quetschen. ...


23.12.2021 05:09 Uhr schrieb McGuinness
Absolut furchtbarer, ungenießbarer und ganz im Sinne der Woke - Bewegung inszenierter Film, dessen Horrorelemente meines Erachtens nach einzig und allein in den Handlungen des " bösen - weißen Mannes " zu finden sind.

... völlig überflüssige, rein politische Produktion, die leider dennoch sein Zielpublikum finden wird 👎🏻


Solche geistigen Aussetzer der ewig gleichen Gesinnungsbrüder zeigen, dass diese Art politischer Statements bitter nötig sind. Anstatt sich über inhaltliche Schwächen aufzuregen, die dann noch als schnelles Alibi nachgeschoben werden, wird sich mal wieder über das Verhältnis von Hautfarben und Sexualität empört. Die arme weiße Hetero-Front kann einem fast leid tun.
...


@Superfly: Ich glaube die Macher des Films haben in Ihnen genau die von McGuiness besagte Zielgruppe gefunden!

Du beklagst Dich über mangelnde Auseinandersetzung inhaltlicher Schwächen? Vielleicht ist gerade jende dem Film attestierte, aufgesetzte BLM-Message genau so eine?

Ich kenne dieses Remake noch nicht, habe mir aber im Vorfeld der Ankündigung bereits gedacht, dass man jetzt den Candyman-Mythos als ein "zeitgemäßes" Wokeness-Vehikel missbrauchen wird. Ich befürchte, meine damaligen Befürchtungen haben sich bewahrheitet, weswegen ich mir das Remake wohl leider werde antun müssen, um dies verifiziert zu sehen.

Somit werde ich wohl bei meiner schon immver vertretenen Auffassung bleiben: An Teil eins kommt keiner der Nachfolger heran!

27.12.2021 10:24 Uhr - Airto
3x
Die Woke-Fans braucht man eh nicht überzeugen und die anderen sind ob der zwanghaften Diversität und der Moralkeule nur mehr abgeschreckt.
Also, was soll der Schmarrn.


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