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Veröffentlicht am von Kaiser Soze

Keine Zeit zu sterben: Digibook, Steelbooks & Amarays (4K, Blu-ray & DVD) im Dezember 2021

FSK gibt 25. Bond-Film auch im Heimkino uncut ab 12 Jahren frei

Der britische Schriftsteller Ian Fleming schuf in den 50er-Jahren durch den britischen MI6-Agenten James Bond, 007, einen weltberühmten Geheimagenten. Seit Climax! (1954) erschienen knapp 28 Filme (Stand: 2021), von denen 25 Werke zur 'Hauptreihe' zählen. Nummer 25, Keine Zeit zu sterben (2021 - OT: No Time to Die), ist Daniel Craigs fünfter Einsatz in der Hauptrolle und erhielt das PG-13-Rating sowie die FSK 12-Freigabe.

007-Filme eckten seit jeher in diversen Ländern an. Dies erstreckt sich von Nachmittags-Ausstrahlungen im deutschen TV von James Bond 007 jagt Dr. No (1962) über Schnittfassungen der Special Edition & Ultimate Edition von Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1969) oder der gekürzte BBFC 12-Fassung von GoldenEye (1995) bis zur chinesischen DVD von Casino Royale (2006) u. v. m., wie unser Schnittberichte-Archiv aufzeigt.

James Bond 007 - Keine Zeit zu sterben erscheint am 16. Dezember 2021 in Deutschland. Die FSK vergab auch fürs Heimkino das grüne Siegel. Ausgehend von der Laufzeit handelt es sich weiterhin um die ungeschnittene Version. Es stehen mehrere Editionen mit jeweils 2 Discs zur Auswahl:

4K-UHD & Blu-ray

  • Steelbook
  • Amaray

Blu-ray

  • Digibook
  • Steelbook
  • Amaray

DVD

  • Amaray

Weitere Einblicke gewährt der nachfolgende, deutsche Trailer:

Inhaltsangabe / Synopsis:

James Bond (Daniel Craig) hat seine Lizenz zum Töten im Auftrag des britischen Geheimdienstes abgegeben und genießt seinen Ruhestand in Jamaika. Die friedliche Zeit nimmt ein unerwartetes Ende, als sein alter CIA-Kollege Felix Leiter (Jeffrey Wright) auftaucht und ihn um Hilfe bittet. Ein bedeutender Wissenschaftler ist entführt worden ... [mehr]

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Kommentare

06.12.2021 03:11 Uhr - Ludwig
1x
Und das obwohl in dem Film gleich reihenweise Leute getötet werden. Der Bodycount ist schon extrem hoch. Stünde da nicht "James Bond" drauf, hätte der ganz sicher eine höhere Freigabe.

06.12.2021 04:10 Uhr - Ralle87
4x
06.12.2021 03:11 Uhr schrieb Ludwig
Und das obwohl in dem Film gleich reihenweise Leute getötet werden. Der Bodycount ist schon extrem hoch. Stünde da nicht "James Bond" drauf, hätte der ganz sicher eine höhere Freigabe.

Die Freigabe hat nix rein mit dem body count zu tun. Es spielt auch eine Rolle, wie die Gewalt dargestellt wird und in welchem Kontext sie steht.

06.12.2021 05:26 Uhr - KKinski
2x
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06.12.2021 04:10 Uhr schrieb Ralle87
06.12.2021 03:11 Uhr schrieb Ludwig
Und das obwohl in dem Film gleich reihenweise Leute getötet werden. Der Bodycount ist schon extrem hoch. Stünde da nicht "James Bond" drauf, hätte der ganz sicher eine höhere Freigabe.

Die Freigabe hat nix rein mit dem body count zu tun. Es spielt auch eine Rolle, wie die Gewalt dargestellt wird und in welchem Kontext sie steht.

Bei dem Film pennt ohnehin jedes Kind oder Jugendliche:r ein. Der Film war eine Mittlere Enttäuschung. Die Gewalt war im Vergleich zum Vorgänger deutlich zurückgefahren, aber ein 6 jähriges Kind sollte den trotzdem nicht mit den Eltern sehen können. Hier wäre das alte ab12 eine ordentliche Freigabe gewesen.

06.12.2021 07:53 Uhr - Grosser_Wolf
3x
06.12.2021 05:26 Uhr schrieb KKinski
Die Gewalt war im Vergleich zum Vorgänger deutlich zurückgefahren, aber ein 6 jähriges Kind sollte den trotzdem nicht mit den Eltern sehen können. Hier wäre das alte ab12 eine ordentliche Freigabe gewesen.

Er IST auch ab 12 Jahren frei. *grübel*

06.12.2021 08:56 Uhr - deNiro
14x
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SPOILER!
Nur selten hat mich das Ende eines Filmes so emotional negativ zurückgelassen. Ich habe immer noch nicht überwunden, dass hier eine der größten Legenden einfach zu Grabe getragen wurde - und das nicht nur im übertragenen Sinne.

Mal ganz davon abgesehen, dass Bond hier nur noch wenig mit der ursprünglichen Figur des unemotionalen, kühlen Macho- Killers zu tun hat, kann ich Bond doch nicht einfach sterben lassen??? Bond ist nicht Han Solo, Bond ist eine Institution, ein Kulturgut, das über Jahrzehnte, dem jeweiligen (politischen) Zeitgeist sanft angepasst wurde. Aber eins war immer klar: Bond ist Bond, bleibt Bond.

Die Idee, den Graig- Kanon aus der ursprünglichen Bond- Timeline herauszulösen und in einer Art Parallel- Universum sterben zu lassen, scheint sogar recht kreativ, ist mir am Ende aber einfach zu viel des Guten, eröffnet das doch diverse Möglichkeiten für allerlei politisch korrekte Anpassungen. Für mich stand Bond immer für einfache Unterhaltung, Gut gegen Böse, klar gezeichnete Figuren. Ja, recht übersichtlich und auch rechts anspruchslos. Mehr musste Bond aber auch nie sein.


06.12.2021 09:14 Uhr - alex_wintermute
6x
06.12.2021 07:53 Uhr schrieb Grosser_Wolf
06.12.2021 05:26 Uhr schrieb KKinski
Die Gewalt war im Vergleich zum Vorgänger deutlich zurückgefahren, aber ein 6 jähriges Kind sollte den trotzdem nicht mit den Eltern sehen können. Hier wäre das alte ab12 eine ordentliche Freigabe gewesen.

Er IST auch ab 12 Jahren frei. *grübel*


Er meint aber das alte FSK12 System. Dort war FSK12 = ab 12 Jahren. Bei aktueller FSK12 darf Kindern im Alter von 6 Jahren aufwärts der Einlass zur Vorstellung gewährt werden, wenn sie von einer personensorgeberechtigen Person begleitet werden.

06.12.2021 09:53 Uhr - Jimmy Conway
13x
06.12.2021 08:56 Uhr schrieb deNiro
SPOILER!
Nur selten hat mich das Ende eines Filmes so emotional negativ zurückgelassen. Ich habe immer noch nicht überwunden, dass hier eine der größten Legenden einfach zu Grabe getragen wurde - und das nicht nur im übertragenen Sinne.

Mal ganz davon abgesehen, dass Bond hier nur noch wenig mit der ursprünglichen Figur des unemotionalen, kühlen Macho- Killers zu tun hat, kann ich Bond doch nicht einfach sterben lassen??? Bond ist nicht Han Solo, Bond ist eine Institution, ein Kulturgut, das über Jahrzehnte, dem jeweiligen (politischen) Zeitgeist sanft angepasst wurde. Aber eins war immer klar: Bond ist Bond, bleibt Bond.

Die Idee, den Graig- Kanon aus der ursprünglichen Bond- Timeline herauszulösen und in einer Art Parallel- Universum sterben zu lassen, scheint sogar recht kreativ, ist mir am Ende aber einfach zu viel des Guten, eröffnet das doch diverse Möglichkeiten für allerlei politisch korrekte Anpassungen. Für mich stand Bond immer für einfache Unterhaltung, Gut gegen Böse, klar gezeichnete Figuren. Ja, recht übersichtlich und auch rechts anspruchslos. Mehr musste Bond aber auch nie sein.


Volle Zustimmung. Als alter Bondfan tut mir das Ende immer noch weh. Und nein, ich habe noch nicht mal geweint, aber es stößt mir sauer auf. Bis zu dieser egomanischen Entscheidung, fand ich den Film allerdings ordentlich. Mir hat er mehr Spaß gemacht als die beiden Vorgängerfilme, aber dieses Ende...oh weh, jetzt hat Craig das, was er immer wollte. Sein Alleinstellungsmerkmal und Babs, Michael haben ihm doch über Jahre hinweg auch noch die Eier sanft massiert und zu allem zugestimmt.


06.12.2021 09:14 Uhr schrieb alex_wintermute
06.12.2021 07:53 Uhr schrieb Grosser_Wolf
06.12.2021 05:26 Uhr schrieb KKinski
Die Gewalt war im Vergleich zum Vorgänger deutlich zurückgefahren, aber ein 6 jähriges Kind sollte den trotzdem nicht mit den Eltern sehen können. Hier wäre das alte ab12 eine ordentliche Freigabe gewesen.

Er IST auch ab 12 Jahren frei. *grübel*


Er meint aber das alte FSK12 System. Dort war FSK12 = ab 12 Jahren. Bei aktueller FSK12 darf Kindern im Alter von 6 Jahren aufwärts der Einlass zur Vorstellung gewährt werden, wenn sie von einer personensorgeberechtigen Person begleitet werden.

Gut, zuhause kontrolliert das niemand. Lag früher dann auch an den eltern, ob die einen FSK 12 Filme ihren 6-jährigen Kindern zeigen möchten.
Diese Kino FSK 12 finde ich merkwürdig. Gibt ja sogar FSK 12 Filme, bei denen Gliedmaße fliegen und dann sehe ich so Grundschüler im Saal :-/

06.12.2021 10:32 Uhr - Cinema(rkus)
5x
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Genial konsequentes Ende.
Wie oft diskutieren wir hier über langjährige Film-Serien, die immer innerhalb der gleichen Formel stecken bleiben, Innovation vermissen lassen ?
Und dann wurden die Craig-Bond-Filme geboren, folgten ihrer eigenen Linie. Und ich empfinde es als mutig, innovativ, revolutionär und erstklassig. Mit einem hochdramatisch inszenierten Endpunkt.
Craigs Bond war hart, menschlich, hadernd, sich verliebend, zweifelnd, endlich etwas facettenreich charakterisiert.

Endlich vorbei die Zeiten, in denen die Frauen reihenweise - mit belämmerten Gesichtsausdruck - in die Arme eines Roger Moores fielen, was ich heutzutage nur noch peinlich berührt verfolgen kann. Gerade in seinem letzten Bond machte er auf mich nicht den Eindruck des unwiderstehlichen Womanizers. Auch mit den ganzen Rückprojektions-Szenen , taten sich die früheren Bond-Filme keinen Gefallen, wirken heute schon merklich veraltet. Die Action-Szenen, in denen man in früheren Bond-Filmen den Hauptdarsteller vor dahinter laufenden Aufnahmen ins Studio stellte, reißen MICH HEUTE (als Jugendlicher war das noch anders) jedes mal unsanft aus der Szenerie. Ich verstehe bis heute nicht, warum man nicht damals einfach die sagenhaften Bogner-Stunts gefilmt hat und auf diese billigen Zwischensequenzen verzichtete ?
Brosnan wirkte auf mich immer wie ein verwöhnter "Schnösel", seine Filme wurden - gerade zum Schluss hin - nur noch absurd. Unsichtbares Auto, reiten auf der CGI-Welle, oh Mann, fast wäre damals schon die gesamte Reihe gestorben.

Dann kam Craig und er hat die Reihe in ein neues Zeitalter geführt, ich sehe seine 5 Filme absolut losgelöst von den bisherigen Bond-Filmen. Seine Zeit, sein Leben, seine Bond-Timeline spielt für mich in einer eigenen Welt. Endlich konnte ich Bond wieder ernst nehmen, endlich weg von dem Klamauk, der sich über viele viele Filme, auch über einige Darsteller gezogen hat. Für mich sind die Craig-Bonds - in ihrer Gesamtheit - das Sahnehäubchen der gesamten Reihe, mutig und innovativ und mit einem ultimativen Schlusspunkt versehen.
Vielen Dank Mr. Craig; Sie und die Macher haben mir seit 2006 Bond wieder schmackhaft gemacht. Das Ende "Bitter-Sweet", aber total passend. MISSION erfüllt.

06.12.2021 10:33 Uhr - MrCreazil
13x
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Als alter Bond-Fan tut mir (fast) der gesamte Film weh... da gehe ich mit den negativen Stimmen d'accord, auch mit KKinski: trotz des hohen Bodycounts war die Gewaltdarstellung erschreckend losgelöst vom rauen Ton eines 'Casino Royale', bei dem die Gewalt zumindest spürbar war, reflektiert und im rechten Kontext selbst thematisiert wurde. Hier nun ist die Action kaum mehr als eine uninspirierte, einfallslose Videospiel-Schießbudenveranstaltung ohne echte Wirkung, ein Craig-Bond im Brosnan-Modus, der sich gedankenlos für die Familie und durch diese unzweideutig gerechtfertigt Horden gesichtsloser Henchmen abserviert, dies hingegen immer brav familienfreundlich präsentiert. Ein gewisser Widersacher stirbt gar einen absolut unwürdigen, harmlosen Viren-Tod: sackt mit ein paar Pickeln auf der Wange im Off zusammen und ist kurz darauf schon vergessen. Der Craig-Abschied ist erschreckend ehrfurchtslos durch und durch, keine State-of-the-Art-Actionfilm, sondern ein vergessenswerter Familienfilm. Da passt die FSK-Freigabe 1a ins Gesamtbild.

06.12.2021 10:59 Uhr - alex_wintermute
5x
Niemand hat die Rolle so gut verkörpert wie das Original: Sean Connery. Er besaß den trockenen Humor, den gewissen Charme und das smarte Aussehen von James Bond wie kein anderer Schauspieler. Sean Connery ist der unantastbare König der 007 Darsteller.

06.12.2021 11:22 Uhr - Jimmy Conway
10x
06.12.2021 10:32 Uhr schrieb Cinema(rkus)
Genial konsequentes Ende.
Wie oft diskutieren wir hier über langjährige Film-Serien, die immer innerhalb der gleichen Formel stecken bleiben, Innovation vermissen lassen ?

Das soll für dich Innovation sein? Ich nenne es falues Drehbuchschreiben, seinen Ego befriedigen und einen Schlag in die Fresse.


06.12.2021 10:32 Uhr schrieb Cinema(rkus)
Ich verstehe bis heute nicht, warum man nicht damals einfach die sagenhaften Bogner-Stunts gefilmt hat und auf diese billigen Zwischensequenzen verzichtete ?

Pah. Die gesamte Skijagd aus "On Her Majesty's Secret Service" oder "For Your Eyes Only" suchen noch heute ihresgleichen.
Allgemein war man in den 60ern bis Spät 80ern bei den Actionszenen kreativer und kam auch ohne Geballer aus. Die Pre-Credit-Sequenz von "Moonraker", bis heute unerrreicht.

06.12.2021 11:33 Uhr - MouseRat
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@alex: Absolut korrekt, so ziemlich dieselbe Lobeshymne wie von Sickboy in Trainspotting fällt mir gerade auf, Ursula Andress fehlt aber noch😉

06.12.2021 11:56 Uhr - deNiro
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06.12.2021 10:33 Uhr schrieb MrCreazil
Der Craig-Abschied ist erschreckend ehrfurchtslos durch und durch, keine State-of-the-Art-Actionfilm, sondern ein vergessenswerter Familienfilm.


So schaut's aus!
Fehlende Ehrfurcht und fehlender Respekt vor jahrzehntealten Ikonen des Filmes, scheinen aber aktuell per se in Mode. Speziell die, die diesen "alten, weißen Mann- Mythos" verkörpern. Dabei vergisst man, dass es durchaus Menschen gibt, die eben genau diese Figuren, "liebgewonnen" haben. Dieses Anpassen/ Schleifen von Ecken und Kanten, das Verschwindenlassen von unbequemen und aus der Zeit gefallenen Rollenbildern, folgt ganz offensichtlich einer Agenda.
Wobei wir wieder beim Thema wären 😂

06.12.2021 12:16 Uhr - Jimmy Conway
4x
Yepp, Man(n) muss sich anpassen. Am Ende sind aber die Charaktere einfach nur austauschbar, wenn das so weitergeht.
Bond hat sich im Übrigen immer der Zeit angepasst, aber bis dato nie die Bond-Essenz, was ihn ausmacht, einfach so weggeworfen.

06.12.2021 12:42 Uhr - Cinema(rkus)
3x
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Jimmy Conway

Nach 25 Filmen schafft es eine Reihe, mit einem Paukenschlag, der polarisiert und spaltet, zunächst zu einem Ende zu kommen; also ich nenne das - sorry - innovativ. Dieses Ende gab es doch bisher noch nie, oder ? Auch hat sich der Darsteller damit kein Hintertürchen offen gelassen, wie es in der Film- und Musikwelt doch soooo beliebt ist. Ein konsequentes Abtreten, ohne Chance auf ein Comeback.

Die Action-Szenen in den früheren Bondfilmen waren - damit wir uns nicht missverstehen - klasse inszeniert. Was mich heute jedoch mehr und mehr stört sind die billig getricksten Zwischenschnitte. Weil Du oben die Szenen aus "For Your Eyes Only" ansprichst; phantastisch gefilmt, Zustimmung meinerseits, dann kommt aber z.Bsp. der Schnitt auf Bond, der im Eiskanal die Hand grüßend zur Stirn hebt. Mann.....
Oder "Octopussy"; müssen die Lianen-Schwing-Szenen - untermalt mit Tarzan-Geschrei - sein ?
Diese Szenen sind mir heute einfach zu klamaukhaft.

Und bei Craig ?
Jetzt bitte nicht so tun, als wäre er komplett vom Bond-Macho-Gehabe abgekommen, als hätten wir es über 5 Filme mit einem verweichlichten Bettel-Mönch zu tun gehabt. Seine Bett-Geschichten - ich darf u.a. an das älteste Bond-Girl der Geschichte erinnern - hatte er noch zur Genüge, nur war alles geerdeter dargestellt. Was wohl im echten Leben eine damalige Amazone wie Grace Jones mit Roger Moore angestellt hätte ? Bitte Defibrillator in der Nähe aufbewahren, er wäre wohl nicht Herr der Lage gewesen. Bei den Craig-Filmen war alles mehr in der Realität verankert, eben auch die Geschichte, dass sich ein Typ wie er eben auch wahrhaftig verlieben kann. Soll das Schwäche von einem Mann darstellen ? Ihr werdet doch hier auch alle - hoffe ich doch - verliebt sein; na und, ist das dann Anzeichen von Schwäche ? Ein wenig Modifizierung einer Roman-Figur sollte man ihr in 60 Jahren schon zugestehen, oder ?
Insgesamt bleibe ich dabei; die 5 Craig-Filme stellen die Kirschen auf der Sahnetorte dar. Ich kann mit seiner Verkörperung des Agenten sehr gut leben.

06.12.2021 13:08 Uhr - Cinema(rkus)
3x
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deNiro

Deine hier kritisch gefärbte Meinung, scheint sich aber wirklich nur auf den Bond jetzt zu beziehen, oder ?
Deine Kommentare zu "Skyfall" und "Spectre" waren jedenfalls deutlich positiver, auch den Neuerungen der Figur konntest Du damals positives abgewinnen. Soooo negativ hörte sich das jedenfalls damals nicht bei Dir an. Neugierig, wie ich manchmal bin, habe ich mir eben die alten Kommentar-Stränge durchgelesen. Ich nehme mal an, dass Dich einfach DAS ENDE jetzt massiv gestört hat und Du im nachhinein die Craig-Filme etwas negativer bewertest.
Oder täuscht mich der Eindruck ?

06.12.2021 13:17 Uhr - Roderich
15x
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Erfahrungspunkte von Roderich 42
Wenn Blofeld mehrfach sterben kann, Felix Leiter mal ein Bein abgerissen wird und er in einem späteren Film nicht nur wieder aufersteht, sondern eine andere Hautfarbe hat, Moneypenny erst schön altert und dann superjung wird oder später auch die Hautfarbe wechselt, dann ist es doch völlig Latte, wenn man diese eher ungewöhnliche Serie von miteinander lose verknüpften Bondfilmen so enden lässt wie hier.

Was die rechten Schreihälse hier wirklich umtreibt ist natürlich die Angst, dass ein zukünftiger Bond nicht mehr ihrem stereotypen Heldenbild entspricht.

06.12.2021 13:56 Uhr - deNiro
9x
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06.12.2021 13:08 Uhr schrieb Cinema(rkus)
deNiro

Deine hier kritisch gefärbte Meinung, scheint sich aber wirklich nur auf den Bond jetzt zu beziehen, oder ?
Deine Kommentare zu "Skyfall" und "Spectre" waren jedenfalls deutlich positiver, auch den Neuerungen der Figur konntest Du damals positives abgewinnen. Soooo negativ hörte sich das jedenfalls damals nicht bei Dir an. Neugierig, wie ich manchmal bin, habe ich mir eben die alten Kommentar-Stränge durchgelesen. Ich nehme mal an, dass Dich einfach DAS ENDE jetzt massiv gestört hat und Du im nachhinein die Craig-Filme etwas negativer bewertest.
Oder täuscht mich der Eindruck ?


Richtig, mir gefallen die Craig-Bonds grundsätzlich gut. Doch wie MrCreazil bereits schrieb, geht es auch um einen respektvollen Umgang mit der Figur.
Craigs Bond hat während seiner filme eine Entwicklung durchlaufen, kam er Anfangs (Casino Royal) noch der ursprünglich Figur am nächsten, formte sich während der nächsten Filme eine Art Charakterstudie, die uns Bond als Menschen näher bringt, und mich sich hadern lässt. Muss ich das in einem Bondfilm haben? Nö, eigentlich nicht.

Abermals, ich möchte meinen Bond, so wie er ursprünglich gedacht war. So wie ich ihn über die vielen Jahre hinweg zu schätzen gelernt habe.
Darüber hinaus: Innovationen sind nicht per se positiv und nützlich. Innovationen und Änderungen nur der Änderungen Willen, lassen auch hier wieder nur blinden Aktivismus durchscheinen.

06.12.2021 14:00 Uhr - deNiro
19x
DB-Helfer
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Erfahrungspunkte von deNiro 337
06.12.2021 13:17 Uhr schrieb Roderich

Was die rechten Schreihälse hier wirklich umtreibt ist natürlich die Angst, dass ein zukünftiger Bond nicht mehr ihrem stereotypen Heldenbild entspricht.


Ihm Ernst, Du hast massive Probleme mit der Akzeptanz von anderen Meinungen! Dein reflexartiges, obligatorisches " die rechte Schreihälse-" Geblubber, ist im Kern einfach nur ein intellektueller Offenbarungseid und am Ende auch einfach nur nervig!

Überdies, und wenn schon, man darf durchaus einem stereotypen Heldentyp frönen, ohne gleich "rechts" zu sein!

06.12.2021 14:03 Uhr - Jimmy Conway
13x
06.12.2021 13:17 Uhr schrieb Roderich
Wenn Blofeld mehrfach sterben kann, Felix Leiter mal ein Bein abgerissen wird und er in einem späteren Film nicht nur wieder aufersteht, sondern eine andere Hautfarbe hat, Moneypenny erst schön altert und dann superjung wird oder später auch die Hautfarbe wechselt, dann ist es doch völlig Latte, wenn man diese eher ungewöhnliche Serie von miteinander lose verknüpften Bondfilmen so enden lässt wie hier.

Was die rechten Schreihälse hier wirklich umtreibt ist natürlich die Angst, dass ein zukünftiger Bond nicht mehr ihrem stereotypen Heldenbild entspricht.


Ach, Roderich, du bist doch auch ein radikaler Typ, mit deiner Meinung, dass wir Männer gar nichts mehr abhaben können. Also auch so ein Schreihals.
Du begreifst es nicht mit Bond nicht. Überhaupt NICHT. Null. Die Essenz des Bond ist es nicht aufzugeben., BASTA!

@Cinemarkus:
In Zeiten, in denen sich ein Iron Man opfert, Han Solo stirbt, Luke Skywalker stirbt, soll das innovativ sein?
Bei den anderen drei war es zumindest wirklich ein Heldentot, eine Aufopferung. Bei Bond...oh Mann, diese Inszenierung. Wesentlich schockierender wäre es gewesen, wenn Bond trotz allem versucht am Leben zu bleiben und es nicht schafft.
Das stößt mir einfach Übel auf, diese ganzen letzten 5-10 Minuten.


06.12.2021 14:46 Uhr - alex_wintermute
2x
Steht eigentlich schon definitv fest wer Craigs Nachfolger wird? Hab das nicht ganz mitverfolgt, weiß nur auch Frauen sind im Gespräch gewesen.

06.12.2021 14:51 Uhr - Kaiser Soze
15x
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User-Level von Kaiser Soze 27
Erfahrungspunkte von Kaiser Soze 17.931
06.12.2021 13:17 Uhr schrieb Roderich
Was die rechten Schreihälse hier wirklich umtreibt ist natürlich die Angst, dass ein zukünftiger Bond nicht mehr ihrem stereotypen Heldenbild entspricht.


Dann bin und bleibe ich gerne ein "rechter Schreihals" mit "stereotypen Heldenbild", wenn sowas als ach so stereotypisch denn normal gilt.
James Bond ist ein Mann, der Alkohol trinkt (Martine. Geschüttelt, nicht gerührt) und keinen Karottensaft (was nicht schlimm wäre, aber einfach nicht zu ihm passt), auf den die Frauen abfahren und der eben diese verführt, mit schnellen Autos (kein E, sondern PS-starke Karren, wobei ein schnelles E-Auto natürlich auch möglich wäre) fährt, vor einer Schlägerei genauso wenig zurück schreckt, wie vor Schießereien und der sich als Bond. James Bond. vorstellt.

Wer ein Spinoff mit Jane Bond schaffen will, kanns versuchen (ob das klappt?), wer einen anderen Typen als Agenten haben möchte, kann ein anderes Franchise beginnen, aber auf Teufel komm raus einen Charakter ändern, nur weils nicht mehr pc genug wäre, ist einfach falsch.


Naja, zum hiesigen Film "Keine Zeit zu sterben":
Habe ich noch nicht gesehen. Ich fand Craigs ersten 007-Einsatz spitze, Skyfall gut und die anderen beiden enttäuschend. Mal sehen, wie dieser Teil wird. Habe bislang so gut wie nichts drüber gelesen, aber iwann schaue ich auch diesen Bond-Film an.

06.12.2021 15:04 Uhr - ClaudeGable
14x
06.12.2021 14:51 Uhr schrieb Kaiser Soze
06.12.2021 13:17 Uhr schrieb Roderich
Was die rechten Schreihälse hier wirklich umtreibt ist natürlich die Angst, dass ein zukünftiger Bond nicht mehr ihrem stereotypen Heldenbild entspricht.


Dann bin und bleibe ich gerne ein "rechter Schreihals" mit "stereotypen Heldenbild", wenn sowas als ach so stereotypisch denn normal gilt.
James Bond ist ein Mann, der Alkohol trinkt (Martine. Geschüttelt, nicht gerührt) und keinen Karottensaft (was nicht schlimm wäre, aber einfach nicht zu ihm passt), auf den die Frauen abfahren und der eben diese verführt, mit schnellen Autos (kein E, sondern PS-starke Karren, wobei ein schnelles E-Auto natürlich auch möglich wäre) fährt, vor einer Schlägerei genauso wenig zurück schreckt, wie vor Schießereien und der sich als Bond. James Bond. vorstellt.

Wer ein Spinoff mit Jane Bond schaffen will, kanns versuchen (ob das klappt?), wer einen anderen Typen als Agenten haben möchte, kann ein anderes Franchise beginnen, aber auf Teufel komm raus einen Charakter ändern, nur weils nicht mehr pc genug wäre, ist einfach falsch.


Naja, zum hiesigen Film "Keine Zeit zu sterben":
Habe ich noch nicht gesehen. Ich fand Craigs ersten 007-Einsatz spitze, Skyfall gut und die anderen beiden enttäuschend. Mal sehen, wie dieser Teil wird. Habe bislang so gut wie nichts drüber gelesen, aber iwann schaue ich auch diesen Bond-Film an.


Danke!

06.12.2021 15:05 Uhr - ClaudeGable
13x

Auch ich finde dass man nicht auf Biegen & Brechen, einen etablierten Charakter ändern muss.

06.12.2021 15:56 Uhr - Ludwig
4x
06.12.2021 04:10 Uhr schrieb Ralle87
06.12.2021 03:11 Uhr schrieb Ludwig
Und das obwohl in dem Film gleich reihenweise Leute getötet werden. Der Bodycount ist schon extrem hoch. Stünde da nicht "James Bond" drauf, hätte der ganz sicher eine höhere Freigabe.

Die Freigabe hat nix rein mit dem body count zu tun. Es spielt auch eine Rolle, wie die Gewalt dargestellt wird und in welchem Kontext sie steht.

Ja, solche Begründungen kann man sich immer schön zurechtbiegen.

06.12.2021 16:10 Uhr - Kaiser Soze
5x
DB-Co-Admin
User-Level von Kaiser Soze 27
Erfahrungspunkte von Kaiser Soze 17.931
06.12.2021 15:56 Uhr schrieb Ludwig
06.12.2021 04:10 Uhr schrieb Ralle87
06.12.2021 03:11 Uhr schrieb Ludwig
Und das obwohl in dem Film gleich reihenweise Leute getötet werden. Der Bodycount ist schon extrem hoch. Stünde da nicht "James Bond" drauf, hätte der ganz sicher eine höhere Freigabe.

Die Freigabe hat nix rein mit dem body count zu tun. Es spielt auch eine Rolle, wie die Gewalt dargestellt wird und in welchem Kontext sie steht.

Ja, solche Begründungen kann man sich immer schön zurechtbiegen.


Die offizielle Begründung der FSK lautet (Fettdruck & Auflistung sind von mir eingefügt):

Der britische Topagent James-Bond wird aus dem Ruhestand geholt, nachdem ein Wissenschaftler entführt wurde, der an einer hochgefährlichen Massenvernichtungswaffe arbeitete. Bei seiner Suche nach den Hintermännern wird 007 einmal mehr mit der Geheimorganisation Spectre konfrontiert und gerät in allerlei gefährliche Situationen.

- Der Film enthält zahlreiche Action- und Gewaltszenen, die in typischer Genre-Manier meist deutlich überzogen sind.
- Körperliche Gewalt wird dabei nicht reißerisch ausgespielt.
- In einzelnen Szenen handelt James Bond nicht zum Selbstschutz, sondern ist von Rache getrieben, aber eine negative Vorbildwirkung ist bei Jugendlichen ab 12 Jahren nicht zu befürchten: Zuschauer ab diesem Alter sind aufgrund ihres Entwicklungsstands und ihrer Medienerfahrung in der Lage, diese Szenen in den Kontext der realitätsfernen Agentengeschichte einzuordnen und eine entsprechende Distanz zu wahren.
- Auch sonst bewegen die bildgewaltigen Actionszenen sich stets in einem Rahmen, der Jugendliche ab 12 Jahren nicht überfordert.

FSK ab 12 freigegeben, feiertagsfrei

Man sieht also, wie üblich, die Begründung ist eine subjektive Auslegung, da sehr kurz gehalten. In einer richtigen Analyse würde natürlich viel detaillierter auf "reißerisch" (ja oder eben nicht) eingegangen werden (können). Hier steht das "einfach so" im Raum, dass der Film nicht reißerisch sei.

Ich persönlich zähle Casino Royale (2006) zu den brutalsten FSK 12-Filmen, die ich kenne. Manchmal kann man schon das Gefühl haben, dass die "FSK 14" irgendwie fehlt. Als ich ein Kind war, war Beverly Hills Cop 3 ab 16, weil der zu brutal oder so fürs FSK 12 gewesen sein soll. Seinerzeit wären diese James Bond-Teile bestimmt alle ab 16 Jahren eingestuft worden - mMn. Ist dies besser oder schlechter, angemessener oder überzogener? Das ist dann besagte subjektive Einschätzung für die auch bestimmt beide Seiten Argumente finden werden.

06.12.2021 16:32 Uhr - alex_wintermute
5x
Besonders die Torture Szene im Schiff ist ziemlich hart, der nackte Daniel Craig auf dem Stuhl gefesselt und Mads Mikkelsen knüppelt ihn mit einem Tau mit Knoten die Eier weich. Dürfte für einige 6-jährige Kids im Kino etwas verstörend gewesen sein. BTW finde die Craig Bonds auch wesentlich härter als die Connery Bonds, letztere sind seltsamerweise immer noch FSK16.

06.12.2021 16:37 Uhr - Lukas
2x
Ich fand das Ende gelungen und stark inszeniert, da hat der Film ganz andere Probleme, auch wenn "Ein Quantum Trost" trotzdem der schwächste Craig-Bond bleibt. Nun darf man sehr gespannt sein, wie es weitergeht! :)

06.12.2021 17:04 Uhr - mondkrank
18x
06.12.2021 13:17 Uhr schrieb Roderich
Was die rechten Schreihälse hier wirklich umtreibt ist natürlich die Angst, dass ein zukünftiger Bond nicht mehr ihrem stereotypen Heldenbild entspricht.


Natürlich! Dafür, dass dir jegliches Konservative ein Dorn im Auge ist, hältst du über sehr viele Jahre, sehr konsequent, an deinem Wertebild fest. Zumindest in der Annahme, dass wirklich alles rechts ist, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist.. und ich dachte Öözen wäre für die Running Gags auf dieser Seite zuständig. Das Thema einer Filmbesetzung ist auch gar nicht politisch, es sei denn, es wird absichtlich hineingetragen, was dir und den Studiobossen natürlich absolut fern läge. Eine Filmserie ist zunächst einmal eine Marke, gemeinhin mit langjährigen Fans und Attributen, die dem Franchise zum Erfolg verholfen haben. Es ist ja nicht so, als gebe es in unserer globalisierten Welt keinen Wertepluralismus. Unterschiedliche Geschmäcker, Ansichten und Werte können problemlos nebeneinander bestehen. Konträr dazu steht, dass ein Wert den anderen überschreiben soll und die Befürworter des Beibehaltens sofort in die „rechte Schreihals“ Schublade getreten werden, von einem toleranten Werte Herkules wie dir.

Du verstehst offenkundig den wirklichen Reibungspunkt in dieser Diskussion nicht. Anders als bei Musik, einer Sortiment Erweiterung im Supermarkt oder Gerichten im Restaurant, wird beim Ändern einer Franchise-Ausrichtung eine beliebte Sache verändert, nicht ergänzt. Das ist der Grund, weshalb es immer wieder zu Reibereien kommt, wie bspw. beim All-Female Ghostbusters Reboot. Wenn ein Restaurant vegane Gerichte in die Speisekarte aufnimmt, dann werden dafür gemeinhin keine anderen Gerichte von der Karte gestrichen. Daher gibt es auch keinen Anlass für die Gäste sich über das Verschwinden ihres Lieblingsgerichts zu echauffieren und auch keine Notwendigkeit der Gegenseite als Reaktion darauf „Tiermörder“ zu skandieren. Vielmehr wird das Prinzip einer erweiterten Vielfalt gelebt. Das sollte dir eigentlich gefallen, hätte ich jetzt vermutet. Politisch wird es erst, wenn das Aufnehmen veganer Gerichte ideologischer Natur ist und dazu führt, dass der Fleischspieß gestrichen wird. Ich mag mir gar nicht ausmalen, was sich die Gäste, die den Fleischspieß vermissen und sich über die Streichung ärgern, von dir als Kellner anhören müssten.

Das wirkliche Thema wird durch das ermüdende Spielen der Rassismus- und Sexismus Karten mehr oder minder gekonnt verschleiert, nämlich, dass es für neue Ansätze auch neue, eigenständige Marken braucht. Wer sich sicher ist, dass eine diversere Cast-Ausrichtung Filme gleichwertig tragen kann, und warum sollte es auch nicht so sein, der sollte in erster Linie dafür Sorge tragen, dass hierfür eine starke und individuelle Marke entwickelt wird, die alle diversen und inklusiven Merkmale transportiert, die für die überzeugende Zielerreichung dieser Vision notwendig sind. Es gibt in der heutigen Zeit auch keine Ausreden mehr, dies nicht zu tun, es sei denn, dass die, die am lautesten schreien, dies nur als Teil ihrer Außendarstellung tun und konstruktiv eher nichts beisteuern. Mir fällt da natürlich Natalie Portman ein, die publikumswirksam ein Kleid mit zig Frauennamen als Protest gegen die geringe Anzahl an nominierten Regisseurinnen bei den Oscars trug, selber jedoch eine Produktionsfirma besitzt und ausschließlich Männer als Regisseure engagiert hat. An Geld und Einfluss liegt es also in der heutigen Zeit nicht.

Das Narrativ einer notwendigen Diversität in der Industrie wird für mich dann ihrer Überzeugungskraft beraubt, wenn deren Umsetzung fast ausschließlich im Windschatten von durch männliche Akteure kultivierten Filmreihen stattfindet und auch eine Polarisierung trifft bei dieser Art der Herangehensweise erst auf Nährboden. Ich bin für mehr Vielfalt statt Kulturkämpfe und das sollte auch ein Roderich mit Rechts-Tourette unterschreiben können, auch wenn du offenkundig einer von den Menschen bist, die in einem leeren Theatersaal die einzig anwesende Person auffordert sich von ihrem Platz zu erheben, damit dein selbstgerechter Hintern Platz findet.

Grüße mond

06.12.2021 17:47 Uhr - KKinski
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06.12.2021 17:04 Uhr schrieb mondkrank
06.12.2021 13:17 Uhr schrieb Roderich
Was die rechten Schreihälse hier wirklich umtreibt ist natürlich die Angst, dass ein zukünftiger Bond nicht mehr ihrem stereotypen Heldenbild entspricht.


Natürlich! Dafür, dass dir jegliches Konservative ein Dorn im Auge ist, hältst du über sehr viele Jahre, sehr konsequent, an deinem Wertebild fest. Zumindest in der Annahme, dass wirklich alles rechts ist, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist.. und ich dachte Öözen wäre für die Running Gags auf dieser Seite zuständig. Das Thema einer Filmbesetzung ist auch gar nicht politisch, es sei denn, es wird absichtlich hineingetragen, was dir und den Studiobossen natürlich absolut fern läge. Eine Filmserie ist zunächst einmal eine Marke, gemeinhin mit langjährigen Fans und Attributen, die dem Franchise zum Erfolg verholfen haben. Es ist ja nicht so, als gebe es in unserer globalisierten Welt keinen Wertepluralismus. Unterschiedliche Geschmäcker, Ansichten und Werte können problemlos nebeneinander bestehen. Konträr dazu steht, dass ein Wert den anderen überschreiben soll und die Befürworter des Beibehaltens sofort in die „rechte Schreihals“ Schublade getreten werden, von einem toleranten Werte Herkules wie dir.

Du verstehst offenkundig den wirklichen Reibungspunkt in dieser Diskussion nicht. Anders als bei Musik, einer Sortiment Erweiterung im Supermarkt oder Gerichten im Restaurant, wird beim Ändern einer Franchise-Ausrichtung eine beliebte Sache verändert, nicht ergänzt. Das ist der Grund, weshalb es immer wieder zu Reibereien kommt, wie bspw. beim All-Female Ghostbusters Reboot. Wenn ein Restaurant vegane Gerichte in die Speisekarte aufnimmt, dann werden dafür gemeinhin keine anderen Gerichte von der Karte gestrichen. Daher gibt es auch keinen Anlass für die Gäste sich über das Verschwinden ihres Lieblingsgerichts zu echauffieren und auch keine Notwendigkeit der Gegenseite als Reaktion darauf „Tiermörder“ zu skandieren. Vielmehr wird das Prinzip einer erweiterten Vielfalt gelebt. Das sollte dir eigentlich gefallen, hätte ich jetzt vermutet. Politisch wird es erst, wenn das Aufnehmen veganer Gerichte ideologischer Natur ist und dazu führt, dass der Fleischspieß gestrichen wird. Ich mag mir gar nicht ausmalen, was sich die Gäste, die den Fleischspieß vermissen und sich über die Streichung ärgern, von dir als Kellner anhören müssten.

Das wirkliche Thema wird durch das ermüdende Spielen der Rassismus- und Sexismus Karten mehr oder minder gekonnt verschleiert, nämlich, dass es für neue Ansätze auch neue, eigenständige Marken braucht. Wer sich sicher ist, dass eine diversere Cast-Ausrichtung Filme gleichwertig tragen kann, und warum sollte es auch nicht so sein, der sollte in erster Linie dafür Sorge tragen, dass hierfür eine starke und individuelle Marke entwickelt wird, die alle diversen und inklusiven Merkmale transportiert, die für die überzeugende Zielerreichung dieser Vision notwendig sind. Es gibt in der heutigen Zeit auch keine Ausreden mehr, dies nicht zu tun, es sei denn, dass die, die am lautesten schreien, dies nur als Teil ihrer Außendarstellung tun und konstruktiv eher nichts beisteuern. Mir fällt da natürlich Natalie Portman ein, die publikumswirksam ein Kleid mit zig Frauennamen als Protest gegen die geringe Anzahl an nominierten Regisseurinnen bei den Oscars trug, selber jedoch eine Produktionsfirma besitzt und ausschließlich Männer als Regisseure engagiert hat. An Geld und Einfluss liegt es also in der heutigen Zeit nicht.

Das Narrativ einer notwendigen Diversität in der Industrie wird für mich dann ihrer Überzeugungskraft beraubt, wenn deren Umsetzung fast ausschließlich im Windschatten von durch männliche Akteure kultivierten Filmreihen stattfindet und auch eine Polarisierung trifft bei dieser Art der Herangehensweise erst auf Nährboden. Ich bin für mehr Vielfalt statt Kulturkämpfe und das sollte auch ein Roderich mit Rechts-Tourette unterschreiben können, auch wenn du offenkundig einer von den Menschen bist, die in einem leeren Theatersaal die einzig anwesende Person auffordert sich von ihrem Platz zu erheben, damit dein selbstgerechter Hintern Platz findet.

Grüße mond


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Ich habe es nur überflogen. Das ganze Geschwafel geht den Produzenten am Gesäß vorbei. Wenn sie davon ausgehen, dass sie mit dem von dir kritisierten Veränderungen mehr Geld machen, dann machen sie das.
Die drehen die Filme um Geld zu verdienen, aus keinem anderen Grund.

06.12.2021 17:53 Uhr - alex_wintermute
3x
Bond passt sich dem Zeitgeist an, das war so und wird immer so bleiben.

06.12.2021 18:35 Uhr - ClaudeGable
9x
06.12.2021 17:47 Uhr schrieb KKinski
06.12.2021 17:04 Uhr schrieb mondkrank
06.12.2021 13:17 Uhr schrieb Roderich
Was die rechten Schreihälse hier wirklich umtreibt ist natürlich die Angst, dass ein zukünftiger Bond nicht mehr ihrem stereotypen Heldenbild entspricht.


Natürlich! Dafür, dass dir jegliches Konservative ein Dorn im Auge ist, hältst du über sehr viele Jahre, sehr konsequent, an deinem Wertebild fest. Zumindest in der Annahme, dass wirklich alles rechts ist, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist.. und ich dachte Öözen wäre für die Running Gags auf dieser Seite zuständig. Das Thema einer Filmbesetzung ist auch gar nicht politisch, es sei denn, es wird absichtlich hineingetragen, was dir und den Studiobossen natürlich absolut fern läge. Eine Filmserie ist zunächst einmal eine Marke, gemeinhin mit langjährigen Fans und Attributen, die dem Franchise zum Erfolg verholfen haben. Es ist ja nicht so, als gebe es in unserer globalisierten Welt keinen Wertepluralismus. Unterschiedliche Geschmäcker, Ansichten und Werte können problemlos nebeneinander bestehen. Konträr dazu steht, dass ein Wert den anderen überschreiben soll und die Befürworter des Beibehaltens sofort in die „rechte Schreihals“ Schublade getreten werden, von einem toleranten Werte Herkules wie dir.

Du verstehst offenkundig den wirklichen Reibungspunkt in dieser Diskussion nicht. Anders als bei Musik, einer Sortiment Erweiterung im Supermarkt oder Gerichten im Restaurant, wird beim Ändern einer Franchise-Ausrichtung eine beliebte Sache verändert, nicht ergänzt. Das ist der Grund, weshalb es immer wieder zu Reibereien kommt, wie bspw. beim All-Female Ghostbusters Reboot. Wenn ein Restaurant vegane Gerichte in die Speisekarte aufnimmt, dann werden dafür gemeinhin keine anderen Gerichte von der Karte gestrichen. Daher gibt es auch keinen Anlass für die Gäste sich über das Verschwinden ihres Lieblingsgerichts zu echauffieren und auch keine Notwendigkeit der Gegenseite als Reaktion darauf „Tiermörder“ zu skandieren. Vielmehr wird das Prinzip einer erweiterten Vielfalt gelebt. Das sollte dir eigentlich gefallen, hätte ich jetzt vermutet. Politisch wird es erst, wenn das Aufnehmen veganer Gerichte ideologischer Natur ist und dazu führt, dass der Fleischspieß gestrichen wird. Ich mag mir gar nicht ausmalen, was sich die Gäste, die den Fleischspieß vermissen und sich über die Streichung ärgern, von dir als Kellner anhören müssten.

Das wirkliche Thema wird durch das ermüdende Spielen der Rassismus- und Sexismus Karten mehr oder minder gekonnt verschleiert, nämlich, dass es für neue Ansätze auch neue, eigenständige Marken braucht. Wer sich sicher ist, dass eine diversere Cast-Ausrichtung Filme gleichwertig tragen kann, und warum sollte es auch nicht so sein, der sollte in erster Linie dafür Sorge tragen, dass hierfür eine starke und individuelle Marke entwickelt wird, die alle diversen und inklusiven Merkmale transportiert, die für die überzeugende Zielerreichung dieser Vision notwendig sind. Es gibt in der heutigen Zeit auch keine Ausreden mehr, dies nicht zu tun, es sei denn, dass die, die am lautesten schreien, dies nur als Teil ihrer Außendarstellung tun und konstruktiv eher nichts beisteuern. Mir fällt da natürlich Natalie Portman ein, die publikumswirksam ein Kleid mit zig Frauennamen als Protest gegen die geringe Anzahl an nominierten Regisseurinnen bei den Oscars trug, selber jedoch eine Produktionsfirma besitzt und ausschließlich Männer als Regisseure engagiert hat. An Geld und Einfluss liegt es also in der heutigen Zeit nicht.

Das Narrativ einer notwendigen Diversität in der Industrie wird für mich dann ihrer Überzeugungskraft beraubt, wenn deren Umsetzung fast ausschließlich im Windschatten von durch männliche Akteure kultivierten Filmreihen stattfindet und auch eine Polarisierung trifft bei dieser Art der Herangehensweise erst auf Nährboden. Ich bin für mehr Vielfalt statt Kulturkämpfe und das sollte auch ein Roderich mit Rechts-Tourette unterschreiben können, auch wenn du offenkundig einer von den Menschen bist, die in einem leeren Theatersaal die einzig anwesende Person auffordert sich von ihrem Platz zu erheben, damit dein selbstgerechter Hintern Platz findet.

Grüße mond


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Ich habe es nur überflogen. Das ganze Geschwafel geht den Produzenten am Gesäß vorbei. Wenn sie davon ausgehen, dass sie mit dem von dir kritisierten Veränderungen mehr Geld machen, dann machen sie das.
Die drehen die Filme um Geld zu verdienen, aus keinem anderen Grund.



Evtl. solltest DU nochmal lesen, anstatt nur "drüber zu fliegen"
Mir scheint, Du kommentierst da komplett am Thema vorbei. Mondkrank hat nämlich Veränderungen nicht kategorisch ausgeschloßen...
Wie gesagt, einfach nochmal ganz langsam lesen.

06.12.2021 18:44 Uhr - deNiro
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06.12.2021 17:47 Uhr schrieb KKinski
06.12.2021 17:04 Uhr schrieb mondkrank
06.12.2021 13:17 Uhr schrieb Roderich
Was die rechten Schreihälse hier wirklich umtreibt ist natürlich die Angst, dass ein zukünftiger Bond nicht mehr ihrem stereotypen Heldenbild entspricht.


Natürlich! Dafür, dass dir jegliches Konservative ein Dorn im Auge ist, hältst du über sehr viele Jahre, sehr konsequent, an deinem Wertebild fest. Zumindest in der Annahme, dass wirklich alles rechts ist, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist.. und ich dachte Öözen wäre für die Running Gags auf dieser Seite zuständig. Das Thema einer Filmbesetzung ist auch gar nicht politisch, es sei denn, es wird absichtlich hineingetragen, was dir und den Studiobossen natürlich absolut fern läge. Eine Filmserie ist zunächst einmal eine Marke, gemeinhin mit langjährigen Fans und Attributen, die dem Franchise zum Erfolg verholfen haben. Es ist ja nicht so, als gebe es in unserer globalisierten Welt keinen Wertepluralismus. Unterschiedliche Geschmäcker, Ansichten und Werte können problemlos nebeneinander bestehen. Konträr dazu steht, dass ein Wert den anderen überschreiben soll und die Befürworter des Beibehaltens sofort in die „rechte Schreihals“ Schublade getreten werden, von einem toleranten Werte Herkules wie dir.

Du verstehst offenkundig den wirklichen Reibungspunkt in dieser Diskussion nicht. Anders als bei Musik, einer Sortiment Erweiterung im Supermarkt oder Gerichten im Restaurant, wird beim Ändern einer Franchise-Ausrichtung eine beliebte Sache verändert, nicht ergänzt. Das ist der Grund, weshalb es immer wieder zu Reibereien kommt, wie bspw. beim All-Female Ghostbusters Reboot. Wenn ein Restaurant vegane Gerichte in die Speisekarte aufnimmt, dann werden dafür gemeinhin keine anderen Gerichte von der Karte gestrichen. Daher gibt es auch keinen Anlass für die Gäste sich über das Verschwinden ihres Lieblingsgerichts zu echauffieren und auch keine Notwendigkeit der Gegenseite als Reaktion darauf „Tiermörder“ zu skandieren. Vielmehr wird das Prinzip einer erweiterten Vielfalt gelebt. Das sollte dir eigentlich gefallen, hätte ich jetzt vermutet. Politisch wird es erst, wenn das Aufnehmen veganer Gerichte ideologischer Natur ist und dazu führt, dass der Fleischspieß gestrichen wird. Ich mag mir gar nicht ausmalen, was sich die Gäste, die den Fleischspieß vermissen und sich über die Streichung ärgern, von dir als Kellner anhören müssten.

Das wirkliche Thema wird durch das ermüdende Spielen der Rassismus- und Sexismus Karten mehr oder minder gekonnt verschleiert, nämlich, dass es für neue Ansätze auch neue, eigenständige Marken braucht. Wer sich sicher ist, dass eine diversere Cast-Ausrichtung Filme gleichwertig tragen kann, und warum sollte es auch nicht so sein, der sollte in erster Linie dafür Sorge tragen, dass hierfür eine starke und individuelle Marke entwickelt wird, die alle diversen und inklusiven Merkmale transportiert, die für die überzeugende Zielerreichung dieser Vision notwendig sind. Es gibt in der heutigen Zeit auch keine Ausreden mehr, dies nicht zu tun, es sei denn, dass die, die am lautesten schreien, dies nur als Teil ihrer Außendarstellung tun und konstruktiv eher nichts beisteuern. Mir fällt da natürlich Natalie Portman ein, die publikumswirksam ein Kleid mit zig Frauennamen als Protest gegen die geringe Anzahl an nominierten Regisseurinnen bei den Oscars trug, selber jedoch eine Produktionsfirma besitzt und ausschließlich Männer als Regisseure engagiert hat. An Geld und Einfluss liegt es also in der heutigen Zeit nicht.

Das Narrativ einer notwendigen Diversität in der Industrie wird für mich dann ihrer Überzeugungskraft beraubt, wenn deren Umsetzung fast ausschließlich im Windschatten von durch männliche Akteure kultivierten Filmreihen stattfindet und auch eine Polarisierung trifft bei dieser Art der Herangehensweise erst auf Nährboden. Ich bin für mehr Vielfalt statt Kulturkämpfe und das sollte auch ein Roderich mit Rechts-Tourette unterschreiben können, auch wenn du offenkundig einer von den Menschen bist, die in einem leeren Theatersaal die einzig anwesende Person auffordert sich von ihrem Platz zu erheben, damit dein selbstgerechter Hintern Platz findet.

Grüße mond

Wenn sie davon ausgehen, dass sie mit dem von dir kritisierten Veränderungen mehr Geld machen, dann machen sie das.
Die drehen die Filme um Geld zu verdienen, aus keinem anderen Grund.


Und genau das darf man doch auch kritisieren?! Veränderungen, die unter dem Deckmäntelchen eines politisch korrekten Zeitgeistes ihren Weg in Filme finden, im Kern aber nur monetären Zielen folgen, sind doppelt problematisch.
Aber auch das darf man ja inzwischen in jedem Werbespot bewundern. Moralische Zeigefinger, die in Wirklichkeit aber nur wirtschaftlichen Interessen folgen.

06.12.2021 19:51 Uhr - Roderich
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06.12.2021 17:53 Uhr schrieb alex_wintermute
Bond passt sich dem Zeitgeist an, das war so und wird immer so bleiben.


So ist es und deswegen darf er längst echte Gefühle zeigen, geht längere Beziehungen ein, wird von einer weiblichen M runtergemacht und wird vielleicht auch mal mit einem nichtweißen Briten besetzt. Oder einer Frau. Man wird sehen.

06.12.2021 20:01 Uhr - KKinski
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06.12.2021 18:35 Uhr schrieb ClaudeGable
06.12.2021 17:47 Uhr schrieb KKinski
06.12.2021 17:04 Uhr schrieb mondkrank
06.12.2021 13:17 Uhr schrieb Roderich
Was die rechten Schreihälse hier wirklich umtreibt ist natürlich die Angst, dass ein zukünftiger Bond nicht mehr ihrem stereotypen Heldenbild entspricht.


Natürlich! Dafür, dass dir jegliches Konservative ein Dorn im Auge ist, hältst du über sehr viele Jahre, sehr konsequent, an deinem Wertebild fest. Zumindest in der Annahme, dass wirklich alles rechts ist, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist.. und ich dachte Öözen wäre für die Running Gags auf dieser Seite zuständig. Das Thema einer Filmbesetzung ist auch gar nicht politisch, es sei denn, es wird absichtlich hineingetragen, was dir und den Studiobossen natürlich absolut fern läge. Eine Filmserie ist zunächst einmal eine Marke, gemeinhin mit langjährigen Fans und Attributen, die dem Franchise zum Erfolg verholfen haben. Es ist ja nicht so, als gebe es in unserer globalisierten Welt keinen Wertepluralismus. Unterschiedliche Geschmäcker, Ansichten und Werte können problemlos nebeneinander bestehen. Konträr dazu steht, dass ein Wert den anderen überschreiben soll und die Befürworter des Beibehaltens sofort in die „rechte Schreihals“ Schublade getreten werden, von einem toleranten Werte Herkules wie dir.

Du verstehst offenkundig den wirklichen Reibungspunkt in dieser Diskussion nicht. Anders als bei Musik, einer Sortiment Erweiterung im Supermarkt oder Gerichten im Restaurant, wird beim Ändern einer Franchise-Ausrichtung eine beliebte Sache verändert, nicht ergänzt. Das ist der Grund, weshalb es immer wieder zu Reibereien kommt, wie bspw. beim All-Female Ghostbusters Reboot. Wenn ein Restaurant vegane Gerichte in die Speisekarte aufnimmt, dann werden dafür gemeinhin keine anderen Gerichte von der Karte gestrichen. Daher gibt es auch keinen Anlass für die Gäste sich über das Verschwinden ihres Lieblingsgerichts zu echauffieren und auch keine Notwendigkeit der Gegenseite als Reaktion darauf „Tiermörder“ zu skandieren. Vielmehr wird das Prinzip einer erweiterten Vielfalt gelebt. Das sollte dir eigentlich gefallen, hätte ich jetzt vermutet. Politisch wird es erst, wenn das Aufnehmen veganer Gerichte ideologischer Natur ist und dazu führt, dass der Fleischspieß gestrichen wird. Ich mag mir gar nicht ausmalen, was sich die Gäste, die den Fleischspieß vermissen und sich über die Streichung ärgern, von dir als Kellner anhören müssten.

Das wirkliche Thema wird durch das ermüdende Spielen der Rassismus- und Sexismus Karten mehr oder minder gekonnt verschleiert, nämlich, dass es für neue Ansätze auch neue, eigenständige Marken braucht. Wer sich sicher ist, dass eine diversere Cast-Ausrichtung Filme gleichwertig tragen kann, und warum sollte es auch nicht so sein, der sollte in erster Linie dafür Sorge tragen, dass hierfür eine starke und individuelle Marke entwickelt wird, die alle diversen und inklusiven Merkmale transportiert, die für die überzeugende Zielerreichung dieser Vision notwendig sind. Es gibt in der heutigen Zeit auch keine Ausreden mehr, dies nicht zu tun, es sei denn, dass die, die am lautesten schreien, dies nur als Teil ihrer Außendarstellung tun und konstruktiv eher nichts beisteuern. Mir fällt da natürlich Natalie Portman ein, die publikumswirksam ein Kleid mit zig Frauennamen als Protest gegen die geringe Anzahl …


Liest Du das auch noch einmal?
Ich habe es nur überflogen. Das ganze Geschwafel geht den Produzenten am Gesäß vorbei. Wenn sie davon ausgehen, dass sie mit dem von dir kritisierten Veränderungen mehr Geld machen, dann machen sie das.
Die drehen die Filme um Geld zu verdienen, aus keinem anderen Grund.



Evtl. solltest DU nochmal lesen, anstatt nur "drüber zu fliegen"
Mir scheint, Du kommentierst da komplett am Thema vorbei. Mondkrank hat nämlich Veränderungen nicht kategorisch ausgeschloßen...
Wie gesagt, einfach nochmal ganz langsam lesen.


Meine Aussage bezieht sich darauf, dass den Investoren unser Geschwätz scheißegal ist. Egal, wie wir zu den Änderungen stehen. Solange Bond die Cash Cow vorm Herrn ist, lassen die den von einem Albionogorilla spielen, wenn es Erfolg verspricht.

06.12.2021 20:28 Uhr - deNiro
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06.12.2021 17:53 Uhr schrieb alex_wintermute
Bond passt sich dem Zeitgeist an, das war so und wird immer so bleiben.


Nö, Bond war immer Bond. Signifikante Wesensänderungen kamen erst mit Craig´s letzten Auftritten. Selbst der "geleckte" Brosnan war im Kern immer noch der machohafte Killer, der wenig bis gar nicht über sein Tun sinnierte.
Geändert haben sich tatsächlich aber die Rahmenbedingungen (weiblicher Chef, politische Veränderungen etc.)

06.12.2021 23:10 Uhr - great owl
3x
Der nächste Bond wird eine Frau .. My name is Bond, Jamenice Bond :(=)

07.12.2021 01:07 Uhr - Kaiser Soze
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06.12.2021 19:51 Uhr schrieb Roderich
06.12.2021 17:53 Uhr schrieb alex_wintermute
Bond passt sich dem Zeitgeist an, das war so und wird immer so bleiben.


So ist es und deswegen darf er längst echte Gefühle zeigen, geht längere Beziehungen ein, wird von einer weiblichen M runtergemacht und wird vielleicht auch mal mit einem nichtweißen Briten besetzt. Oder einer Frau. Man wird sehen.


Soso, er geht also neuerdings sogar längere Beziehungen ein? Merkwürdig, ich dachte immer, dass James Bond nur bei Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1969) verheiratet war. Aber wenn das eine neue Entwicklung ist, irre ich da wohl.

Ob man wirklich den Fehler begehen wird eine völlig unpassende Besetzung durchzusetzen und dann damit genügend Fans überzeugen kann (Einspiel), hoffe ich mal nicht. Aber ja, man wirds sehen. Wie geschrieben, wenn man unbedingt ein Jane Bond-Spinoff versuchen will, könnte man die abseits der Reihe versuchten
Warum auch immer.

07.12.2021 07:23 Uhr - deNiro
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07.12.2021 01:07 Uhr schrieb Kaiser Soze
06.12.2021 19:51 Uhr schrieb Roderich
06.12.2021 17:53 Uhr schrieb alex_wintermute
Bond passt sich dem Zeitgeist an, das war so und wird immer so bleiben.


So ist es und deswegen darf er längst echte Gefühle zeigen, geht längere Beziehungen ein, wird von einer weiblichen M runtergemacht und wird vielleicht auch mal mit einem nichtweißen Briten besetzt. Oder einer Frau. Man wird sehen.


Soso, er geht also neuerdings sogar längere Beziehungen ein? Merkwürdig, ich dachte immer, dass James Bond nur bei Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1969) verheiratet war. Aber wenn das eine neue Entwicklung ist, irre ich da wohl.


Ja, auch ich fände es toll, wenn wir der Figur evtl. noch Depressionen und/ oder einen Hang zum Selbstmitleid andichten könnten. Darüber hinaus wär es toll, wenn Bond / Bond*inn im nächsten Film etwas mehr über seine/ ihre Probleme mit Frauen/ Männern/ divers generell sprechen könnte. Evtl. ja in einer Sitzung beim Psychologen?? Dass dieser alte, weiße Mann, Probleme mit Gewalt hat und damit beim Zuschauer wohl regelmäßig Mikroaggressionen auslöst, ist ja inzwischen auch keine Geheimnis mehr und sicher Thema bei der nächsten Delphintherapie. ☝️
Ich hab da ein gutes Gefühl...

07.12.2021 09:45 Uhr - Roderich
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07.12.2021 01:07 Uhr schrieb Kaiser Soze
06.12.2021 19:51 Uhr schrieb Roderich
06.12.2021 17:53 Uhr schrieb alex_wintermute
Bond passt sich dem Zeitgeist an, das war so und wird immer so bleiben.


So ist es und deswegen darf er längst echte Gefühle zeigen, geht längere Beziehungen ein, wird von einer weiblichen M runtergemacht und wird vielleicht auch mal mit einem nichtweißen Briten besetzt. Oder einer Frau. Man wird sehen.


Soso, er geht also neuerdings sogar längere Beziehungen ein? Merkwürdig, ich dachte immer, dass James Bond nur bei Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1969) verheiratet war. Aber wenn das eine neue Entwicklung ist, irre ich da wohl.



Da Du No Time to Die offenbar nicht gesehen hast hier ein Spoiler: In dem Film ist Bond am Anfang seit Jahren mit Madelaine zusammen, seiner Freundin aus dem letzten Film, was vorher allenfalls für ein paar Wochen mit Vesper Lindt in Casino Royale der Fall war. Wenn allerdings nach Deiner Definition längere Beziehungen grundsätzlich nur per Heirat möglich sind dann war Bond in der Tat nur im Geheimdienst Ihrer Majestät für ca. eine Stunde "in einer längeren Beziehung" (Gratulation nach der Heirat und Fahrt von der Kirche zur Kurve).

07.12.2021 11:55 Uhr - Freak
8x
07.12.2021 09:45 Uhr schrieb Roderich
07.12.2021 01:07 Uhr schrieb Kaiser Soze
06.12.2021 19:51 Uhr schrieb Roderich
06.12.2021 17:53 Uhr schrieb alex_wintermute
Bond passt sich dem Zeitgeist an, das war so und wird immer so bleiben.


So ist es und deswegen darf er längst echte Gefühle zeigen, geht längere Beziehungen ein, wird von einer weiblichen M runtergemacht und wird vielleicht auch mal mit einem nichtweißen Briten besetzt. Oder einer Frau. Man wird sehen.


Soso, er geht also neuerdings sogar längere Beziehungen ein? Merkwürdig, ich dachte immer, dass James Bond nur bei Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1969) verheiratet war. Aber wenn das eine neue Entwicklung ist, irre ich da wohl.



Da Du No Time to Die offenbar nicht gesehen hast hier ein Spoiler: In dem Film ist Bond am Anfang seit Jahren mit Madelaine zusammen, seiner Freundin aus dem letzten Film...

Aber Kaiser meinte ja auch BOND. Was Du meinst ist nicht Bond, es ist nicht mal ein schlechter Bondfilm - es ist KEIN BOND. Und genau das ist doch das Problem, was vielen so derb aufstösst. Es gibt klasse Bondfilme, es gibt gute Bondfilme, und es gibt schlechte Bondfilme (die aber immer noch Bondfilme sind). Der Film hier ist ein wirklich gut gemachter Film. Optik passt, Spannungsaufbau und lockere Szenen dazwischen, die Action gut - ja, vielleicht sogar ein klasse Film (mit einem etwas blassen Bösewicht).
Aber es ist kein Bondfilm, denn das ist schon längst zu einer Marke geworden!
Und diese Marke versuchte man nun (wohl auch unter Druck von Hr. Craig, der einen definitiven Abgang wollte - was übrigens den eigentlich angedachten Regisseur DANNY BOYLE, ein Genie an Regisseur, zum Ausstieg aus der Produktion brachte) komplett umzukrempeln, um v.a. Leute, die "Bondfilmen" allgemein eher nicht oder nicht mehr so angetan sind, anzuziehen und ins Kino zu locken. Die selbstermächtigten 'Erleuchteten' heissen das dann in sturster Weise gut (weil es 'anders' ist, und momentan nur noch 'anders' mit 'gut' und 'richtig' gleichgesetzt wird), und verteufeln jeden, der das einfach scheisse findet.
Nun ja, über letzteres kann und wird man wohl noch lange (ohne Einigung) diskutieren und streiten.
Aber dass man hier mit einem Spin-Off oder gar einem komplett anderen Agenten besser gefahren wäre (nicht vom Einspiel her, sondern dem Stand, den dieser Film nun auf Ewig einnehmen wird), anstatt eine qualitativ unglaublich langlebige Marke zu zerstören, sollte eigentlich einleuchten.
(Ja, einige Punkte wurden weiter oben schon angesprochen. Sorry, dass ich diese nochmal brachte.)
06.12.2021 13:17 Uhr schrieb Roderich
Wenn Blofeld mehrfach sterben kann, Felix Leiter mal ein Bein abgerissen wird und er in einem späteren Film nicht nur wieder aufersteht, sondern eine andere Hautfarbe hat, Moneypenny erst schön altert und dann superjung wird oder später auch die Hautfarbe wechselt, dann ist es doch völlig Latte, wenn man diese eher ungewöhnliche Serie von miteinander lose verknüpften Bondfilmen so enden lässt wie hier...

Nein, eben nicht. Das Ganze hat sich über einen längeren Zeitraum so etabliert, dass sich alles um Bond herum ändern kann - er selbst aber immer Bond bleibt (ausser ein paar Änderungen in der schauspielerischen Art der Darstellung - von Darsteller zu Darsteller - mehr aber nicht).
Das war sicher bis 1969 noch nicht so geplant, hat sich dann aber (zwischen 1969 und 1973) einfach so ergeben. Und das hat auch immer so gepasst.
Bei Craigs Anfängen war es ja auch noch so, dass er eigentlich darauf zu steuerte, so zu werden - es war ja erst eine Art Origin-Story. Mit Skyfall dann auf einem Höhepünkt (mMn hat man da den Schluss zu sehr emotional überladen, aber auch das konnte ich noch verschmerzen, da sich mit dem nächsten Film der eigentliche Bond präsentieren konnte). Leider haben sie das dann schon mit Spectre verkackt, da die neuere Bond/Blofeld-Beziehung fast schon lächerlich erschien (die Idee dazu war ja geradezu von "Austin Powers" geklaut). Aber auch das hätte man mit einem ordentlichen Abschluss der Craig-Ära noch ansatzweise fixen können.
Doch das was dann kam, war eben der eine Fehler, den man bei dieser Reihe nicht machen hätte dürfen: Bond selbst zu verändern (weinerlich, orientierungslos, melancholisch und und und) - so sehr, dass er nicht mehr Bond ist. Irgendein Agent, aber nicht Bond.
Man kann ein Steak auf viele Arten zubereiten, servieren und essen. Alles reine Geschmackssache.
Doch ein Steak ohne Fleisch ist kein Steak!

07.12.2021 12:18 Uhr - thedude666
9x
06.12.2021 13:17 Uhr schrieb Roderich
Was die rechten Schreihälse hier wirklich umtreibt ist natürlich die Angst, dass ein zukünftiger Bond nicht mehr ihrem stereotypen Heldenbild entspricht.


Unglaublich! :D
Da braucht einer aber dringend (mal) Geschlechtsverkehr.....

Als "Bond-Film" eine absolute Sonderkatastrophe.
Ich nahm es hin, dass sie mir die geilen Endkämpfe in den Superschurken-Anlagen nahmen.
Ich nahm hin, dass sie aus 'nem smart-witzigen Spion einen Actionhelden machten.
Ich nahm hin, dass die übertrieben geilen Q-Gimmicks zu Werbung für Elektronik-Schnickschnack wurden. (hihihi, Schnickschnack - sie verstehen?!)
Ich nahm hin, dass feste Bestandteile und Charakterisierungen zusehens verschwanden und und einem Zeitgeist angepasst wurden, der dieser Figur einfach nicht entspricht.
Und einiges mehr...
Mir reicht's damit dick, für mich die einzige und letzte Sichtung.
Bond ist für mich tot, nicht nur Craig im Film.
Das Besondere ist jetzt einfach weg....Actionfilme gibt's wie Sand am Meer, warum man die 007-Reihe angepasst umbauen musste, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben.
Keine Ahnung ob da noch 'ne Wiederbelebung in guter alter Form kommen kann.

07.12.2021 12:51 Uhr - Jimmy Conway
8x
06.12.2021 17:53 Uhr schrieb alex_wintermute
Bond passt sich dem Zeitgeist an, das war so und wird immer so bleiben.

Ich schrieb es doch oben schon, er hat sich schon vor Craig dme Zeitgeist angepasst, aber nie seine "Werte" verloren. That's it. Dieser Film hat sehr vieles zunichte gemacht, wofür Bond steht und das größte Manko: die totale Selbstaufgabe! Ein No-Go. Egal wie aussichtslos, Bond versucht am Leben zu bleiben. DAS ist die Herausforderung. Das hat Craig, das hat Wilson, das hat Babs Broccoli und das haben die Drehbuchschreiber NICHT kapiert.
Das Ende war einfach hingefurzt. Craig hat doch bei der Weltpremiere selber gesagt, es liegt an den Fans, ob die den Film annehmen werden oder nicht. Irgendwie klingt es nach: uns kackegal, was die Fans meinen.


07.12.2021 11:55 Uhr schrieb Freak
Aber Kaiser meinte ja auch BOND. Was Du meinst ist nicht Bond, es ist nicht mal ein schlechter Bondfilm - es ist KEIN BOND. Und genau das ist doch das Problem, was vielen so derb aufstösst. Es gibt klasse Bondfilme, es gibt gute Bondfilme, und es gibt schlechte Bondfilme (die aber immer noch Bondfilme sind). Der Film hier ist ein wirklich gut gemachter Film. Optik passt, Spannungsaufbau und lockere Szenen dazwischen, die Action gut - ja, vielleicht sogar ein klasse Film (mit einem etwas blassen Bösewicht).
Aber es ist kein Bondfilm, denn das ist schon längst zu einer Marke geworden!
Und diese Marke versuchte man nun (wohl auch unter Druck von Hr. Craig, der einen definitiven Abgang wollte - was übrigens den eigentlich angedachten Regisseur DANNY BOYLE, ein Genie an Regisseur, zum Ausstieg aus der Produktion brachte) komplett umzukrempeln, um v.a. Leute, die "Bondfilmen" allgemein eher nicht oder nicht mehr so angetan sind, anzuziehen und ins Kino zu locken. Die selbstermächtigten 'Erleuchteten' heissen das dann in sturster Weise gut (weil es 'anders' ist, und momentan nur noch 'anders' mit 'gut' und 'richtig' gleichgesetzt wird), und verteufeln jeden, der das einfach scheisse findet.


THUMBS UP! Die "linken" Schreihälse merken es nur nicht, weil es nicht in ihrer Agenda passt :-D


06.12.2021 16:32 Uhr schrieb alex_wintermute
härter als die Connery Bonds, letztere sind seltsamerweise immer noch FSK16.

Bis einschließlich "Der Mann mit dem goldenen Colt" (1974) waren ursprünglich alle Bondfilme FSK 16. Halt andere Zeiten. Bis Ende 1974 war man auch erst mit 21 volljährig ;-)
"Feuerball" kam dann doch Anfang der 1980er auch um drei Minuten geschnitten FSK 12 auf VHS raus. Die uncut Version beließ man dann bei FSK 12. Bei "Man lebt nur zweimal" weiß ich es nicht genau.
Ansonsten haben Studios, Labels etc. gerade bei alten Filmen kein großes Interesse diese nochmal bei der FSK vorzulegen. Kostet ja Geld und dem BD/DVD Verkauf ist es egal.
Anders sieht es natürlich bei FSK 18 oder indizierten Titeln aus.

07.12.2021 13:46 Uhr - Freak
4x
@ Jimmy:
Nicht ganz. In den 2000ern wurden mehrere Bonds (keine Ahnung, ob alle - zu vielen finden sich aber neuere Einträge) nochmal geprüft. In dem Rahmen bekam z.B. "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" 2012 eine FSK:12 Freigabe.
Ich könnte mir vorstellen, dass es für die Prüfer um die Kaltblütigkeit oder Lässigkeit beim Töten geht. Wo Connery oft eher cool und lässig - eben fast schon kaltblütig seine Gegner ins Jenseits befördert, sieht man Craig meist irgendwelche Emotionen an. Das wäre aber auch die einzige Erklärung, die ich hätte, wenn man eben bedenkt, wie hart allein schon "Casino Royale" (wie es oben schon mal angesprochen wurde) eigentlich ist - mit einer 12er-Freigabe.
Was die Zeiten vor den 80ern angeht, da hast Du sicher Recht. Die richtige Freigabe-Wende kam erst mit "Der Spion, der mich liebte" und "Moonraker", in denen Moores Bond nicht mehr ganz so kühl war.

07.12.2021 14:42 Uhr - deNiro
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Noch ein abschließender Kommentar von mir, anstatt Bond zu verändern, hätte ich es ganz besonders spannend gefunden, wenn dieses Relikt der alten Zeit, auf den aktuellen Zeitgeist getroffen wäre und immer wieder damit in Konflikt geraten wäre. Das hätte wohl einiges mehr an Potential gehabt....

07.12.2021 15:05 Uhr - Freak
5x
07.12.2021 14:42 Uhr schrieb deNiro
Noch ein abschließender Kommentar von mir, anstatt Bond zu verändern, hätte ich es ganz besonders spannend gefunden, wenn dieses Relikt der alten Zeit, auf den aktuellen Zeitgeist getroffen wäre und immer wieder damit in Konflikt geraten wäre. Das hätte wohl einiges mehr an Potential gehabt....

Definitiv. Das hätte auch sehr gut gepasst.
Das war ja schon 1989 so, als er (der er die Dinge gerne allein in die Hand nimmt) kurzzeitig auf Hilfe von Q und Bouvier angewiesen ist. Oder auch darauffolgend 1995, als er sich einer Chefin unterordnen muss, die ihn passend als "Dinosaurier" bezeichnet. Damals noch kleinere Momente, die man aber im Jahr 2021 (oder 2020, nach geplantem Start) durchaus groß ausbauen hätte können.
Craigs Alter hätte dann auch gut zu der Richtung gepasst, und nebenbei auch angenehm an Connerys Altersvorstellung in "Sag niemals nie" erinnert - wo er ja auch merken muss, dass er selbst etwas aus der Zeit gefallen ist (auch wenn er sich trotzdem noch gut einfügt). Das wäre Bond gewesen - eine von unzählig vielen Möglichkeiten, den Geist der Reihe (ob in Film- oder Buchform) zu wahren, und trotzdem aktuell zu bleiben und mit der Zeit zu gehen.

Ich muss nebenbei auch gestehen, dass ich selber mit der neuen 007 überhaupt keine Probleme hatte (im Gegensatz zu manch einem Bekannten von mir), da ich die Idee und die Darstellung gut und passend fand. Und sie wäre ja auch nicht 007 geblieben.
Felix' Geschichte ging hingegen aber auch nicht, da er nunmal sein treuer Freund und Begleiter ist (auch in den Büchern). Den 'Unfall', welchen er in "Lizenz zum Töten" hat, erlebt er ja eigentlich schon im zweiten Roman - was ihn nicht daran hindert, Bond auch später immer wieder hilfreich zur Seite zu stehen.
Es wiegt aber alles nicht so schwer, wie die komplette Typ-Auflösung von Bond selbst...

07.12.2021 16:58 Uhr - Cinema(rkus)
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Ich habe mir jetzt wirklich alle Kommentare hier komplett durchgelesen und bin trotzdem etwas verwundert, welch negativer Gegenwind Daniel Craig entgegen bläst.
Die bisherigen Kommentare/Reviews - zum Teil von den gleichen Usern - zu den Craig-Bonds waren im Laufe der Jahre stets mehr positiv gehalten. Ich rätsle, an welchem Umstand nun dieser Umschwung liegt.

Kaiser Soze kann ich z.Bsp. auch beruhigen; Craig griff in seinen Filmen 26 mal zum Glas, somit weit entfernt von einem Antialkoholiker und so oft, wie kein anderer Bond vor ihm.
Der von DeNiro oben skizzierte psychopathische Killer ist doch z.Bsp. von 1973 - 1985 überhaupt nicht zu finden, oder habe ich die Moore-Bond-Filme falsch interpretiert ?
Craig brachte für mich die perfekte Mischung von Härte, modifiziert mit Menschlichkeit in die Rolle. Darf ich an Quantum Trost erinnern und den Schluss herausstellen ? Köstlich, wie er den Schurken durch die Wüste wegziehen lässt, hat mir sehr gut gefallen. Hier liest es sich teilweise so, als wäre der Craig-Bond ein ewiger Jammerlappen gewesen, der das Wort gnadenlos überhaupt nicht im Blut hatte. Mann, dann habe ich wohl die Filme anders wahr genommen ?

Ich glaube einfach, dass viele hier durch das Ende des letzten Bonds enttäuscht sind. Und für mich passte dieses aber perfekt zur Craig-Ära. Es hat sich irgendwie abgezeichnet, dass seine Zeit-Linie so enden wird.

Um mich aber abzugrenzen, und das bitte ganz klar:
Wer in Craigs Darbietung irgendetwas verweichlichtes/softeres sieht, mit seiner Darstellung nichts anfangen kann, sich irgendwie einen harten Helden ohne menschliche Züge wünscht, mit veralteten Ansichten und eben daraus resultierender Konfrontation mit der heutigen Zeit, der ist VON MIR so was von nullonix in irgendeine (rechte) Ecke gestellt. Diese User auf der Seite gehen einfach mit einem anderem Ansatz an die Figur, irgendeine politische Einstellung kann ich daraus nicht entnehmen. Übrigens: einen Bond, der dem Schurken irgendwelche Therapien anbietet, nur noch Müller-Milch zu sich nimmt, evtl. Lippenstift und Lidschatten trägt und enthaltsam lebt, nein, den würde ich auch nicht akzeptieren. Ich respektiere auch jeden Bond-Fan, der Moore, Connery, Dalton, Brosnan, o.k., sogar Lazenby bevorzugt.
Nur ich persönlich finde die Mischung aus Härte, Kompromisslosigkeit, aber eben auch menschlichen Zügen perfekt abgestimmt; deshalb ist Craig für mich die ideale Besetzung des Agenten. Und mit "Skyfall" hat er für mich - sorry - den Über-Bond in seinem Lebenslauf stehen.
Insgesamt jedoch, ist das Bond-Universum doch dermaßen groß und vielschichtig, dass sich jeder seine Favoriten raussuchen kann. Und diese nimmt einem auch keiner mehr weg.

07.12.2021 17:10 Uhr - Lukas
3x
07.12.2021 14:42 Uhr schrieb deNiro
Noch ein abschließender Kommentar von mir, anstatt Bond zu verändern, hätte ich es ganz besonders spannend gefunden, wenn dieses Relikt der alten Zeit, auf den aktuellen Zeitgeist getroffen wäre und immer wieder damit in Konflikt geraten wäre. Das hätte wohl einiges mehr an Potential gehabt....

Dann schau halt "Archer"! ;-)

07.12.2021 19:08 Uhr - Freak
3x
07.12.2021 16:58 Uhr schrieb Cinema(rkus)
Ich habe mir jetzt wirklich alle Kommentare hier komplett durchgelesen und bin trotzdem etwas verwundert, welch negativer Gegenwind Daniel Craig entgegen bläst.
Die bisherigen Kommentare/Reviews - zum Teil von den gleichen Usern - zu den Craig-Bonds waren im Laufe der Jahre stets mehr positiv gehalten. Ich rätsle, an welchem Umstand nun dieser Umschwung liegt.

Sei mir nicht böse für diesen altklugen Kommentar, aber
Du denkst gerade zuviel darüber nach - die Lösung ist ganz einfach und logisch:
es liegt am 'ganzen' letzten Film.
Zumindest trifft das so auf mich zu. Ich finde "Casino Royale" immer noch einen der 3 besten Bonds, und bin sogar ein Verfechter des doch ziemlich oft kritisierten "Quantum Trost". Ich bin also alles andere, als ein Craig-Gegner.
Hier hat sich ein rüpelhafter Neu-Agent mit guten Ansätzen nach und nach entwickelt, um dann mit "Skyfall" (auch ein grandioser Film) letztlich zu Bond zu werden. Da der Anfang dieser Craig-Ära eben auch mit der Verfilmung des ersten Romans (zugegeben, der war inhaltlich viel kleiner, aber im Film ist alles essenzielle davon zu finden) einherging, kann ich mit dieser Vorgeschichte gut leben - es verändert Bond nicht, sondern versucht lediglich zu erklären, wie er zu 'dem' Bond wurde.
Danach könnte dann (das ist ja eine der tollen Eigenschaften des bisherigen Bond-Franchise) jeder Film anschließen. (Eine kleine Ausnahme bildet die Quasi-Trilogie "Feuerball", "Man lebt nur zweimal" und "Im Geheimdienst ihrer Majestät", welche gegenüber den Romanvorlagen leider verdreht wurde, was zu Unstimmigkeiten zwischen den letzten beiden Filmen führt. Aber auch diese Filme kann man eigentlich in verschiedenen Reihenfolgen sehen - was bei den Büchern schwieriger ist.)
Erst mit "Spectre" wurde dann der echte Grundstein für eine Stand-alone-Craig-Miniserie gelegt. Das konnte ich noch mit viel Hoffnung verschmerzen (auch wenn ich es nicht wirklich 'gut' fand), da ich davon ausging, dass sie mit Craigs letztem Film noch die Kurve kriegen würden.
Doch genau dann brachten sie auf einmal einen gebrochenen, weinerlichen Familien-Bond, und unglaublich viele No-go-Momente, inkl. dem irgendwann absehbaren Ende.
Von nun an stehen diese Filme nicht mehr am Anfang, und man kann sie 'integrieren', sondern sie stehen absolut für sich allein. Der nächste Bond-Darsteller, wird nicht einfach das neue Gesicht, sondern ein Neuanfang, ein Reboot - es wird immer ein komisches Gefühl zurückbleiben.
Viele stützen sich dann (als Ausrede) auf die Romane 'Liebesgrüsse aus Moskau" (wie Bond am Ende vergiftet wird - aber 'nicht stirbt', was manch einer nun gerne reininterpretiert) und "Du lebst nur zweimal" (wo Bond sich am Ende bei seiner Schein-Frau und seinem Sohn -ja, ein echter Sohn!- nieder lässt). ABER die Romane bringen kein definitives Ende! Bond kommt immer zurück. Er überlebt die Vergiftung, und kehrt auch in "Der goldene Colt" zum Geheimdienst zurück.
Er wird wieder Bond. Bond ist nunmal die Figur, die immer zurückkehrt, und sich nicht verbiegen lässt - ausser von Vesper und Tracy, deren Tode sein Schicksal unterstreichen - um ihn herum kann alles passieren, aber er bleibt Bond. Bond-2021 ändert das alles. Er hat Bond selbst komplett verändert, tötet Leiter und er setzt einen definitiven Schlussstrich. Es wurde im Grunde ein Drama, mit Action-Einlagen.
Nein, nein, nein. Es liegt wirklich am ganzen Film.
07.12.2021 16:58 Uhr schrieb Cinema(rkus)
Der von DeNiro oben skizzierte psychopathische Killer ist doch z.Bsp. von 1973 - 1985 überhaupt nicht zu finden, oder habe ich die Moore-Bond-Filme falsch interpretiert ?

Also 'psychopatisch' ist zwar arg übertrieben, aber dieser Killer ist in der Moore-Ära sehr wohl zu finden.
1973 und 1974. Erst 1977 hatte sich Moores 'witzigerer' Bond etabliert (auch wenn "Der Mann mit dem goldenen Colt" schon ein paar Ansätze davon zeigte).
Und selbst 1981 ("In tödlicher Mission") kann man den kalten Killer noch in einigen Szenen erkennen.

07.12.2021 19:27 Uhr - ClaudeGable
3x
07.12.2021 19:08 Uhr schrieb Freak
07.12.2021 16:58 Uhr schrieb Cinema(rkus)
Ich habe mir jetzt wirklich alle Kommentare hier komplett durchgelesen und bin trotzdem etwas verwundert, welch negativer Gegenwind Daniel Craig entgegen bläst.
Die bisherigen Kommentare/Reviews - zum Teil von den gleichen Usern - zu den Craig-Bonds waren im Laufe der Jahre stets mehr positiv gehalten. Ich rätsle, an welchem Umstand nun dieser Umschwung liegt.

Sei mir nicht böse für diesen altklugen Kommentar, aber
Du denkst gerade zuviel darüber nach - die Lösung ist ganz einfach und logisch:
es liegt am 'ganzen' letzten Film.
Zumindest trifft das so auf mich zu. Ich finde "Casino Royale" immer noch einen der 3 besten Bonds, und bin sogar ein Verfechter des doch ziemlich oft kritisierten "Quantum Trost". Ich bin also alles andere, als ein Craig-Gegner.
Hier hat sich ein rüpelhafter Neu-Agent mit guten Ansätzen nach und nach entwickelt, um dann mit "Skyfall" (auch ein grandioser Film) letztlich zu Bond zu werden. Da der Anfang dieser Craig-Ära eben auch mit der Verfilmung des ersten Romans (zugegeben, der war inhaltlich viel kleiner, aber im Film ist alles essenzielle davon zu finden) einherging, kann ich mit dieser Vorgeschichte gut leben - es verändert Bond nicht, sondern versucht lediglich zu erklären, wie er zu 'dem' Bond wurde.
Danach könnte dann (das ist ja eine der tollen Eigenschaften des bisherigen Bond-Franchise) jeder Film anschließen. (Eine kleine Ausnahme bildet die Quasi-Trilogie "Feuerball", "Man lebt nur zweimal" und "Im Geheimdienst ihrer Majestät", welche gegenüber den Romanvorlagen leider verdreht wurde, was zu Unstimmigkeiten zwischen den letzten beiden Filmen führt. Aber auch diese Filme kann man eigentlich in verschiedenen Reihenfolgen sehen - was bei den Büchern schwieriger ist.)
Erst mit "Spectre" wurde dann der echte Grundstein für eine Stand-alone-Craig-Miniserie gelegt. Das konnte ich noch mit viel Hoffnung verschmerzen (auch wenn ich es nicht wirklich 'gut' fand), da ich davon ausging, dass sie mit Craigs letztem Film noch die Kurve kriegen würden.
Doch genau dann brachten sie auf einmal einen gebrochenen, weinerlichen Familien-Bond, und unglaublich viele No-go-Momente, inkl. dem irgendwann absehbaren Ende.
Von nun an stehen diese Filme nicht mehr am Anfang, und man kann sie 'integrieren', sondern sie stehen absolut für sich allein. Der nächste Bond-Darsteller, wird nicht einfach das neue Gesicht, sondern ein Neuanfang, ein Reboot - es wird immer ein komisches Gefühl zurückbleiben.
Viele stützen sich dann (als Ausrede) auf die Romane 'Liebesgrüsse aus Moskau" (wie Bond am Ende vergiftet wird - aber 'nicht stirbt', was manch einer nun gerne reininterpretiert) und "Du lebst nur zweimal" (wo Bond sich am Ende bei seiner Schein-Frau und seinem Sohn -ja, ein echter Sohn!- nieder lässt). ABER die Romane bringen kein definitives Ende! Bond kommt immer zurück. Er überlebt die Vergiftung, und kehrt auch in "Der goldene Colt" zum Geheimdienst zurück.
Er wird wieder Bond. Bond ist nunmal die Figur, die immer zurückkehrt, und sich nicht verbiegen lässt - ausser von Vesper und Tracy, deren Tode sein Schicksal unterstreichen - um ihn herum kann alles passieren, aber er bleibt Bond. Bond-2021 ändert das alles.
07.12.2021 16:58 Uhr schrieb Cinema(rkus)
Der von DeNiro oben skizzierte psychopathische Killer ist doch z.Bsp. von 1973 - 1985 überhaupt nicht zu finden, oder habe ich die Moore-Bond-Filme falsch interpretiert ?

Also 'psychopatisch' ist zwar arg übertrieben, aber dieser Killer ist in der Moore-Ära sehr wohl zu finden.
1973 und 1974. Erst 1977 hatte sich Moores 'witzigerer' Bond etabliert (auch wenn "Der Mann mit dem goldenen Colt" schon ein paar Ansätze davon zeigte).
Und selbst 1981 ("In tödlicher Mission") kann man den kalten Killer noch in einigen Szenen erkennen.


Das hat du alles sehr schön zusammengefasst!👍👍👍

07.12.2021 20:08 Uhr - Cinema(rkus)
3x
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Freak

He, Thanks für Dein ausführliches Statement. Im Kommentarstrang hatte sich für mich alles vermischt, vermengt, ineinander geschoben, ich konnte nicht mehr differenzieren, ob insgesamt alle Craig-Bonds nicht munden oder ob es um seine letzte Mission geht. Der Knackpunkt ist - zumindest bei Dir - wenn ich es jetzt richtig verstehe, der aktuelle Bond.
Und, ja, klar, das habe ich ja schon in meinem ersten Beitrag geschrieben, dieser Film polarisiert, spaltet. Aber, Freak, ist das nicht ein Umstand, den man bei vielen anderen Filmen gar nicht mehr wahrnehmen kann, weil alles im Einheits-Brei verschwindet ?
Ich PERSÖNLICH empfinde diesen Schluss aber gerade deshalb genial passend, weil ich die Bond-Filme mit Craig schon immer eigenständig einordnete. Und gerade deshalb wollte ich SEINE GESCHICHTE abschließend erzählt haben.
Verrat an der Figur ? Nein, sehe ich nicht so. Ich habe einen Mann über 15 Jahre begleitet und wurde seiner Entwicklung nahe gebracht. Für mich sind die 5 Filme - wenn ich ehrlich bin - eine einzige Geschichte, die mich im Laufe der Jahre gefesselt hat. Und dieses Gefühl hatte ich in sämtlichen anderen Bond-Filmen nicht. Hier dagegen führte ein roter Faden durch sämtliche Geschichten, der auf diesen Schlusspunkt zusteuerte. Man sah es kommen, glaubte es jedoch nicht (James Bond will return) und war umso schockierter.
Craig hat Bond nach dem 2002èr-Murks aus dem Abseits geführt, machte ihn wieder konkurrenzfähig. Klar, jetzt sind wir wieder beim Geschäft, gewann er mehr und mehr Einfluss, wird seit "Spectre" auch als Co-Produzent geführt. Wundert mich jedoch nicht bei den gigantischen Einspielzahlen. So funktioniert, ob es uns gefällt oder nicht, die Maschinerie.

Für mich war "Keine Zeit zu sterben" jedenfalls ein genialer Schluss-Akt.
Wie es weiter geht ? Mal schauen, abwarten. Weiter geht es, haben die Produzenten jedenfalls schon verkündet. Ich warte cool ab, die letzten 5 Filme kann mir keiner mehr nehmen.....

07.12.2021 22:09 Uhr - Freak
2x
@ Cinema(rkus):

Sorry schon im Voraus für den erneuten wohl sehr langen Post - werde versuchen, ihn zum letzten hier zum Thema zu formen. ;)

Ich kann Deinen Standpunkt verstehen.
Wenn man mit den anderen Filmen nie so tief verbunden war, und speziell die Craig-Bonds so gut fand, ist das nachvollziehbar. Klar.
Doch die meisten Bond-Fans haben auch die früheren Filme schon so energisch verfolgt, und oft gar geliebt. Für die ist es anders. Und genau diese Gruppierung hat doch das Franchise erst so lange am Leben erhalten, bzw. es so aufblühen lassen - über viele Jahrzehnte. Big sorry, aber das waren nicht diejenigen, die sich gelegentlich mal einen bis gar keinen älteren Bond angesehen, und nun halt mit den Craig-Filmen etwas tolles entdeckt haben.
Ich z.B. habe Bond begleitet (oder er mich), seit ich ihn zum ersten Mal als kleiner Stöpsel mit meinem Vater sah. Genau wie viele meiner Freunde, liebte auch ich die Tatsache, dass du hier eben zwar immer ein neues Abenteuer hattest, und doch aber immer wusstest, was dich erwartet. Die Filme liefen irgendwann rauf und runter. Dann kam Goldeneye und läutete die neue Brosnan-Ära ein ... man mag von ihm halten, was man will, aber jeder Film (auch der 2002er!) war ein Bondfilm. Sehr spät holte ich mir dann endlich alle Romane, und war überrascht, wie eng vor allem die ersten Verfilmungen (trotz einiger Freiheiten) an den Romanen lagen. Die Bücher sind auch große klasse.
Und dann kam dieser Film - 59 Jahre nach Dr. No. Und auf einmal muss man die Konstante ändern? Auf einmal ist das nicht mehr gut genug? Auf einmal braucht man das? Wieso?
Macht man jetzt aus den "Glorreichen Sieben" nur noch Fünf, weil das mal was neues ist?
Natürlich nicht. Da nimmt man halt 5 Charaktere, und macht einen eigenen Film - Wo ist denn hier das Problem? Der alte Broccoli hat immer sein eigenes Ding durchgezogen, sich zwar den Zeiten angepasst, aber Bond trotzdem nicht verbogen - ganz im Sinne von Ian Fleming (der das in den Romanen auch nicht getan hat). Seine Kinder haben das mMn nun mit Füssen getreten.

Zum finanziellen Aspekt: Glaubst Du im Ernst, der neue Bond wäre ein Flop geworden, wenn sie einen normalen Bondfilm daraus gemacht hätten - nach dem Hype, den der Film schon im Vorfeld erfahren hat?
Doch man sollte bei den Einnahmen einer so großen Reihe gleichzeitig auch etwas anderes beachten: Nehmen wir z.B. Star Wars. "Episode 8" war der wohl am meisten polarisierende Teil von allen. Das Einspiel war aber gigantisch. Der neu entfachte Hype nach "Episode 7" und "Rogue One" trieb die Leute in den Kinosaal. Der Folgefilm ("Solo") wurde dann der erste Flop der Star Wars Kino-Geschichte. Glaubst Du wirklich, dass die Mehrheit der Kinogänger sich nicht auf einen guten Han Solo Film gefreut hat, oder dass sie gar vorher wussten, dass er ihnen vielleicht nicht gefallen würde? Wohl kaum - das ist eher die logische Folge, wenn der direkte Film davor die Meinungen spaltet oder gar einen großen Teil der Besucher (vorerst mal) vergrault hat. Der nächste Bond könnte es ausbaden müssen - Vielleicht, nicht 100%ig sicher, denn manch ein Vergraulter wird auch neugierig auf die neue Richtung sein. Das ist aber ziemlich 'riskant', und damit eher gegen die typische Maschinerie.

Für mich jedenfalls ist dieser Film ein tiefer Schlag in die Magengrube. Ich habe mir ein-zwei Tage nach dem Kinobesuch mit voller Absicht den auch so ungeliebten 2002er Bond eingelegt, und ihn dann als überraschend gut empfunden - denn er fühlte sich wieder wie ein Bondfilm an.

08.12.2021 14:17 Uhr - Romando
3x
Die Abschiedsvorstellung von Daniel Craig als "007" wurde nun hiermit zelebriert. Seine Ära wird in der zukünftigen Filmgeschichte sehr kontrovers aufgenommen werden, aber das Publikum gab der Neuausrichtung durchaus recht, wenn man sich die Boxofficezahlen seiner filmischen Abenteuer zu Gemüte führt. Die Stilumkehr war auch dem Umstand geschuldet, dass (zumindest in Nuancen) "realistische" Agententhriller wie die "Jason Bourne"-Abenteuer ab Mitte der 2000er-Jahre sehr "en vogue" wurden und die Produzenten wollten meiner Meinung nach nicht den Anschluß verlieren, aber dass die Rückkehr zum klassischen Bond durchaus erwünscht wurde, bewies ja mehr als eindrucksvoll "Skyfall", weil dieser Film der Serie letztendlich auch zum erfolgreichsten Werk in der Bond-Geschichte avancierte. Ich habe zwar auch den Paradigmenwechsel goutiert, aber ich würde mir mit dem kommenden Nachfolger von Hrn. Craig wieder mehr Leichtigkeit, tendenziellen Frohsinn und Optimismus für die kommenden Abenteuer wünschen und den Aspekt eines psychisch angeschlagenen, deprimierten und desillusionierten Protagonisten sollte man hinantstellen, der nur Rache üben will und zum sprichwörtlichen "Rambo" mutiert. Es muss doch möglich sein, wenn man den zeitlichen Kontext berücksichtigt, zum schon erwähnten klassischen Bond zurückzukehren, ohne in die Lächerlichkeit abzudriften. Hier sei mal als leuchtendes Beispiel die "Mission Impossible"-Reihe erwähnt, die im Moment diesbezüglich alles richtig macht. So nebenbei: Ich könnte mir tatsächlich Henry Cavill als hervorragenden Bond-Darsteller vorstellen. Tom Hardy würde ich aus den schon genannten Gründen nicht bevorzugen. Lt. ersten Gerüchten soll die schon erwähnte Rückkehr schon auf der Agenda stehen.

Weil die Gerüchte nach wie vor nicht verstummen wollen: "James Bond" wird männlich und weißer Hautfarbe bleiben. Barbara Broccoli hat dies schon mehrfach bestätigt.

08.12.2021 15:39 Uhr - Freak
2x
@ Romando:
Henry Cavill wäre spitze, in der Tat.

08.12.2021 20:25 Uhr - Romando
2x
08.12.2021 15:39 Uhr schrieb Freak
@ Romando:
Henry Cavill wäre spitze, in der Tat.


Als ich ihm zum ersten Mal in "Man of Steel" wahrgenommen habe, war tatsächlich mein sofortiger Gedanke: "Ich sehe hier einen zukünftigen "James Bond"-Darsteller. Er wäre geradezu prädestiniert für die Rolle. Sein Charisma, sein Charme und seine Optik wären absolut optimal für den Kult-Agenten und er kann perfekt den Gentleman, den Frauenschwarm und gleichzeitig den präzisen eiskalten Killer ideal verkörpern. Er könnte wirklich die perfekte Mischung aller bisherigen Darsteller sein. Das er dies wirklich sein könnte, hat er ja schon in der unterschätzten Kinoversion von "S.O.L.O for Uncle" bewiesen und ein Depp-Fake-Video, indem Ausschnitte aus "Der Hauch des Todes" und "Lizenz zum Töten" bearbeitet wurden, zeigen eindrucksvoll, wie grandios er doch wäre als "007":

https://www.moviepilot.de/news/henry-cavill-als-james-bond-unfassbar-echt-wirkendes-video-macht-traum-vieler-007-fans-wahr-1133773

Er hat ja schon kundgetan, wie gerne er das Pop-Kultur-Phänomen verkörpern würde und sich direkt danach sehnt.

Bei diesen nicht offiziellen Filmplakat werden ungeheure Erwartungen geweckt, die hoffentlich doch nicht so eine Utopie darstellt:

https://comicbook.com/dc/news/henry-cavill-james-bond-fan-artwork/

08.12.2021 23:01 Uhr - Jimmy Conway
3x
@Freak:
Bezüglich Bond stimme ich dir in allem zu.
Auch ich bin damals schon, mit 6/7 Jahren, auch mit den Bondfilmen aufgewachsen. Zuerst Sean, George und Roger, dann halt Timothy zwischendurch, dann kam Brosnan.



Ich fand "Casino Royale" damals spitze und wieder erfrischend, eigentlich ein sehr schönes back to the roots. Weniger Krachbumm Effekte, kein unnötiges CGI; doch mehr Agententhrill.
Und auch heute ist der Film in meinen Top 10. Aber schon "Ein Quantum Trost" ließ mich kalt, unbeeindruckt zurück.
"Skyfall" begeisterte mich im Kino, aber nach einigen Jahren musste ich sagen, dass dies der für mich ganz klar überbewerteste Bondfilm aller Zeiten ist.
Ich mochte NIE diese ausufernde M-Story. Bernard Lee war auch mit sehr viel weniger Screentime klasse und eine Authorität. Dieses ganze Vetrauens-Dings-Bums ging mir dann nur auf den Sack. Und eigentlich fing das Bondgeheule auch schon mit Skyfall an. Tragik, Drama, kein Bock auf MI-6, bla bla bla. Wollten die Macher dann mit der Abschlusssequenz wieder gutmachen (Bond zu M: Mit Vergnügen, mit Vergnügen....ja ja).
Spectre zeigte den Craig Bond dann eigentlich am ehesten in "normaler" 007 Mission, ohne zu hadern. Nur wenn ich dann an diese unnötige Verbindung zu den vorherigen Bondfilmen denke...au weia.
Quantum...ja was war überhaupt mit denen? So wirklich hat man nicht erklärt, weshalb von Quantum gar keine Rede mehr ist. Ein Unterarm von Spectre, aber warum wurde es dann in CR und QoS so mächtig dargestellt. Das greift alles nicht.
Waltz hätte Oberhauser bleiben sollen und nicht Blofeld (Adoptivbruder von Bond...oh weh). Und Oberhauser hätte Chef von Quantum sein sollen.
Was man mit Spectre und Blofeld gemacht hat, ein Desaster.
Und Bond heult 15 Jahre später immer noch Vesper nach? Oh Gott. Diese ganze Liebesgeschichte funktioniert NUR in CR. Die beiden kannten sich gerade mal ein paar Tage, aber dann in fast jedem Folgewerk das Geschwafel um Vesper bla bla bla. Unglaublich, als wenn Bond ein Teenager wäre und über einer Dekade immer noch seinem ersten Sex nachtrauert.
Dasselbe gilt für die Liebesgeschichte mit Madeleine. Kennen sich paar Tage und big love story.
Je weiter man über diese Zusammenhänge der Craig Ära nachdenkt, weil man das alles noch so Ernst nimmt, desto mehr Kopfschmerzen bekomme ich.
Dabei werde ich, von diesem ganzen abstrusen Storygerüst dieser Ära, von jedem Film recht gut unterhalten...außer QoS, der lässt mich weiterhin völlig kalt.


08.12.2021 14:17 Uhr schrieb Romando

Weil die Gerüchte nach wie vor nicht verstummen wollen: "James Bond" wird männlich und weißer Hautfarbe bleiben. Barbara Broccoli hat dies schon mehrfach bestätigt.

Das mit einem Mann ist klar, Hat Sie vor dem Film schon gesagt und was soll "JAMES Bond will return" sonst bedeuten? Na ja, gibt so bekloppte, die immer noch denken James wäre ein normaler weiblicher Vorname.
Das mit der Hautfarbe hat Sie aber nie bestätigt/dementiert!
https://www.filmstarts.de/nachrichten/18538820.html

Dann schon eher, dass Bond britisch bleiben wird. Das hat aber schon Albert R. Broccoli gesagt, auch wenn man 1982 für "Octopussy" schon den US-Amerikaner James Brolin verpflichtet hat, bevor man dann doch wieder Roger als Zugpferd im Duell mit Sean vertrauen schenkte.
Die Aussage von Cubby kam wohl danach. Gut, Pierce ist kein Brite, das wäre jetzt aber pingelig.

Und Cavill? Ist immer noch meine Nr. 1 Weiß nicht, ob ich nicht auch schon bei "Man of Steel" an ihn als Bond dachte, aber spätestens nach "Codename: Uncle".

Das Deepfake Video mit dem Dalton-Bond sah ich auch, finde aber, Cavills Gesicht hätte noch besser zu Connery gepasst.


08.12.2021 14:17 Uhr schrieb RomandoHier sei mal als leuchtendes Beispiel die "Mission Impossible"-Reihe erwähnt, die im Moment diesbezüglich alles richtig macht.

Zumindest seit dem vierten M:I Film, "Phantom Protokoll", ist die Reihe merh Bond, als die Bondfilme mit Craig es sind.
"Phantom Protokoll" könnte sogar als lupenreiner Roger Moore Bond durchgehen. Einziger Unterschied, dass M:I mehr vom Teamwork lebt, auch wenn Ethan der Star bleibt, und halt die Sache mit den Masken :-)

09.12.2021 09:07 Uhr - Freak
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@ Romando:
als Superman fand ich ihn spitze (war anfangs etwas skeptisch - wie meist bei einem so großen Charakter - dann aber war er einfach passend).
Als Bond kam er mir da ehrlich gesagt noch nicht in den Sinn. Das passierte erst, als ich ein Bild aus "Uncle" sah - ein Bild, wo er im Anzug steckte. In dem Moment dachte ich mir: DAS wäre ein genialer Bond! Ich befürchte, dass gerade seine "Superman"-Vergangenheit einer Bond-Verpflichtung 'nen Strich durch die Rechnung machen wird (zu sehr ist er noch mit der Rolle verbunden), aber mein derzeitiger Favorit wäre er absolut.

@ Jimmy:
Erst mal: Brolin hätte ich im Nachhinein sehr gerne als Bond gesehen. Gerade bei "Octopussy" (Moores eindeutig schwächsten Film) lässt mich der Gedanke nicht los, ob Brolin die (etwas lahme) Story nicht doch sehr aufgewärtet hätte.
Was das M-Theater in "Skyfall" angeht, habe ich ja weiter oben schon geschrieben, dass sie gerade damit den Schluss total überladen haben. Genauso wie Bonds altes Haus - mit Haushälter, das wirklich nicht hätte sein müssen.
M im Rest etwas Tiefe zu verleihen (Gericht, etc.), fand ich dann widerum sogar einen guten Schachzug, da der Wechsel zu Mallory dadurch gut eingeleitet wurde (Ralph Fiennes ist eine richtig gute Wahl als M). Und dass Bond anfangs etwas verändert ist, sich aber nach und nach wieder komplett zu BOND entwickelt, finde ich nicht schlimm - im Gegenteil, es hat sogar Parallelen zu "Der Goldene Colt" (das Buch).
Der Film gefiel mir anfangs nicht ganz so gut - doch mittlerweile finde ich ihn echt grandios. Bin aber ironischer Weise auch der gleichen Meinung wie Du, dass er trotzdem heftig überbewertet wird. "Casino Royale" ist ihm nochmal weit überlegen (um ein Bsp aus der Craig-Ära zu nehmen).
"Spectre" beginnt auch gut - sehr gut sogar. Er hat wieder passend die Gun Barrell Sequenz, und läuft super an. Doch dann 'verläuft' er sich irgendwann. Wie Du schon sagst, er verliert sich zu sehr in Verbidnungen zu den vorangegangenen Teilen, und steckt dann immer mehr in der Blofeld-Sackgasse fest. Die Idee, Blofeld und Spectre zu bringen war nicht schlecht. Die Umsetzung dann aber sehr holprig. Auch das gänzliche Verschwinden von Quantum passt nicht ganz, wobei das aber auf der anderen Seite nicht ganz so schlimm ist. In den Büchern hatte sich Smersh (Spectre kommt in den Büchern erst ziemlich spät) auch irgendwann einfach verabschiedet - das war aber durch die Einführung von Spectre und der Blofeld-Trilogie gar nicht schlimm. Madeleine war auch ok (in "Spectre"!) - nur die Entwicklung ihrer Figur war dann too much - aber über den betroffenen Film (2021) habe ich schon genug abgelassen...

09.12.2021 10:25 Uhr - Jimmy Conway
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@Freak:
Ich finde "Octopussy" sehr unterhaltsam. Vor allem die letzten 40-50 Minuten haben es in sich. Und es liegt auch an Moore, den ich erst in "Im Angesicht des Todes" nicht mehr als fit empfinde.
Wie gesagt, "Octopussy" finde ich unterhaltsamer und spannender als Moores letzter oder "Der Mann mit dem goldenen Colt".
Andererseits wäre ich auf Brolin gespannt gewesen, es gibt ja die Casting Szenen auf der "Octopussy"-Film BD. Allerdings spricht er da doch zu sehr mit US-amerikanischen Akzent.
Optisch war er damals ja 1:1 Christian Bale :-D

09.12.2021 11:31 Uhr - Freak
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@ Jimmy:
Die Szenen waren auch auf den UE-DVDs schon drauf.
Ich fand Brolin allgemein nach "Westworld" einen sehr interessanten Darsteller, der leider zu schnell wieder in uninteressanten Projekten (nach "Amityville") verschwand. Aber die große Karriere macht halt jetzt sein Sohn.

Ich mag "Octopussy" auch. Ich kann allen Bonds etwas abgewinnen.
(den aktuellen Versuch sehe ich dabei nicht wirklich als Bondfilm an)
Aber (da kann ich natürlich nur für mich sprechen) von den 7 Moore-Filmen finde ich den 83er als zu lahm. Im 85er hat man Moore zwar das Alter noch mehr angemerkt - aber der gesamte Film ist mMn um einiges besser geraten (auch dank Christopher Walken). Im 74er (ja, der Film gehört zu den schlechteren, und manchmal empfinde ich ihn auch gar als den schlechtesten) ist Moore hingegen eben noch frisch(er) und kaltblütiger - noch nicht ganz der Witz-Bond (wenn ich da mal nur an den Tarzanschrei in "Octopussy" denke), und Chrsitopher Lee ist irgendwie immer gut.

09.12.2021 12:07 Uhr - Jimmy Conway
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Ja, stimmt, war auf den UE-DVDs auch drauf.

Brolin war ja in den 80ern immerhin der Star der Serie "Hotel" :-)

Und ja, Moore war 1974 natürlich frischer. Ich empfinde seine Darstellung in TMWTGG soagr sehr gut, auch wenn viele damit hadern, dass es nicht "Roger"-Style ist.
Gerade aber auch in seine Szenen mit Scaramanga finde ich ihn gut.
Ps.: In TMWTGG sterben ganze fünf Leute, vier werden von Scaramanga erledigt, Bond selber tötet dann nur Scaramanga ;-)

09.12.2021 12:33 Uhr - Freak
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09.12.2021 12:07 Uhr schrieb Jimmy Conway
Ps.: In TMWTGG sterben ganze fünf Leute, vier werden von Scaramanga erledigt, Bond selber tötet dann nur Scaramanga ;-)

Daran habe ich gar nicht gedacht, als ich ihn als "kaltblütiger" beschrieben habe.
Das ist mir so, ehrlich gesagt, noch gar nicht aufgefallen.
Mir schwebt da eher die Szene vor, wie er den Büchsenmacher auf's Korn nimmt.
Und natürlich, wie er allgemein agiert. Von der Darstellung mehr am 73er, als am Rest dran.
Ich mag auch den witzigen Moore-Bond. Aber der etwas ernstere Agent, wie eben 1973 und 74, und dann nochmal 1981 ist mir einen Tick lieber.

09.12.2021 22:48 Uhr - Jimmy Conway
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Stimmt, die Szene in der Moores Bond Lazar (den Büchsen und Kugelmacher) bedroht ist schon cool. Viele haben aber auch Bonds harsches Vorgehen gegen Andrea Anders vor Augen. Dies passe nicht zum Moore Bond. Ich fand es gut. Also nicht Frauen generell Ohrfeigen, aber das er sehr wütend war und um alles in der Welt zu erst an Scaramanga heran will, bevor dieser Bond erledigt (was Bond ja glaubt).
"Der Spion, der mich liebte" würde ich, was Moore Bonds etwas ernsteren Charakter betrifft, auch noch dazu zählen. Viele denke da wieder nur an den Beißer oder die Oneliner, aber auch der Beißer ist ja noch bedrohlicher als in "Moonraker". Und das betrifft Bond auch.
Halt wie er den dicken Glatzenmann Sandor vom Dach befördert oder wie er Stromberg, nachdem Stromberg binnen kurzer Zeit zwei erfolglose Mordversuche an Bond hinter sich hat, hinrichtet: "Das war ihr letzter Trumpf, Stromberg. Jetzt bin ich dran." O-Ton: "You've shot your bolt, Stromberg. Now it's my turn." Oder nicht zu vergessen, egal wie verführerisch Naomi (Caroline Munro) erschien, Sie wollte Bond und Anya tot, also schickt er ihr einen letzten Gruß, ohne mit der Wimper zu zucken.

10.12.2021 07:51 Uhr - Freak
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Jap - da hast Du auch wieder Recht. Bei Naomi lässt er zwar vorher noch 'nen lockeren Spruch ab, aber gerade bei Sandor und Stromberg bin ich Deiner Meinung. Auch die komplette Eroberung des Tankers läuft da ziemlich professionell ab (also auf Moores Ernsthaftigkeit bezogen). Das verliere ich oft aus den Augen, da man halt doch viel an die Beisser/Bond-Szenen oder auch das Spiel zwischen Bond und XXX denkt. - Dann noch der Lotus Esprit (Hammergeiles Kultauto, absolut! Aber es nimmt dem Ganzen auch wieder etwas Ernsthaftigkeit.).
Den muss ich mir endlich mal wieder ansehen - mein liebster Moore-Bond (auf den ganzen Film bezogen). Was Moores Darstellung betrifft (nur sein eigenes Schauspiel), wäre das "Leben und sterben lassen".

10.12.2021 09:45 Uhr - MrCreazil
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Ich möchte noch anmerken, dass ich 'Casino Royale' durchaus zum Besten zähle, was die Reihe hervorgebracht hat. Das lag aber auch daran, dass sie sich eben nicht vollkommen innovationsfreudig zeigten und nie vorher Gewesenes zelebrierten, sondern daran, dass sie Konzepte, die in vielen der Vorgänger bereits mal stärker, mal weniger stark ausgeprägt angelegt waren, konsequent ausformuliert und sich von vielem unnötigem Ballast befreit hatten. Craig wird niemals mein Lieblings-Bonddarsteller werden, aber ihn zu Casten war für diesen Typus Bond die ideale Wahl. Das Konzept der Kino-Mini-Serie sehe ich durchaus, sehe sie indessen ebenso ambivalent wie aus den hier bereits diskutierten Gründen. Und um Cinemarkus nicht endgültig zu verprellen: vieles, was Du sagst und an der Bond-Reihe kritisiert hast, trifft oftmals den Nagel auf dem Kopf und die Produzenten haben mit der Neuorientierung eines Craigs durchaus willkommene Pfade betreten. Ich gebe geradeheraus zu, dass ich mich am Anfang von diesem neuen Konzept irritiert und ein wenig befremdet fand (ich habe seinerzeit über 'Casino Royale' gemotzt, dass das kein Bond mehr sei, ich war halt jünger und naiver...), in der Folge erst wesentlich später die Meisterschaft des Films wahrnahm. Jedoch folgte auf 'Casino Royale' die rasche Ernüchterung und eine differenzierte Sichtweise auf die Craig-Ära macht sehr schnell deutlich, dass man anscheinend Angst vor der eigenen Courage bekam und den gewählten Weg nicht mehr mit der etablierten Konsequenz des Debuts weiterverfolgte. Bei 'Quantum' weiß ich gar nicht mehr, wie ich den inhaltlich fand, bei dem war das Problem (neben dem scheußlichen Titel-Song...), dass er inszenatorisch derart grottig war, dass es einem den kompletten Filmgenuss gründlichst vergällte. 'Skyfall' ging wieder in die richtige Richtung, wobei sie sich dort nostalgisch an etwaige verprellte Bond-Nostalgiker annäherten (um nicht zu sagen anbiederten) und serienbekannte Konstanten aufwärmten. 'Spectre' war nach der grandiosen Pre-Title-Sequenz leider wieder ein Schritt in eigentlich gar keine Richtung mehr, der war so derbe egal, dass es schmerzte und Craigs Abschied... nun, ich denke, es ist ersichtlich, was ich von dieser Katastrophe halte.
Darum mein Fazit: Craigs Amtszeit als Doppel-Null startete überaus stark, mutig, hart anpackend und mit einem vorzüglichen Konzept. Selbst danach bewahrte sie sich hohe Qualitätsmerkmale, blieb dahingegen durchwachsen und endete auf einer quälend dissonanten Note, bot nichts Halbes und nichts Ganzes. Wenn schon diese merkwürdige Hybrid-Mini-Serien-Form mit neuer Ausrichtung, dann bitte bis zum Ende konsequent, durchdacht und weniger halbherzig... und bitte, feuert endlich Neal Purvis und Robert Wade...

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