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Veröffentlicht am von theNEWguy

USK: Jahresbilanz für 2009

Weniger Shooter, mehr Casual-Games

Die USK hat vor ein paar Tagen ihre Jahresbilanz für 2009 veröffentlicht. Diese bietet einige sehr interessante Eindrücke und Zahlen. Die Prüfer haben in insgesamt 3100 Verfahren Computer- und Videospiele einer Altersprüfung unterzogen. Das ist ein Zuwachs um 114 Prüfungen. Die zunehmenden Prüfverfahren erklärt die USK mit einer Zunahme von Casual-Games und Musikspielen. Interessant ist an dieser Stelle, dass dieser Trend in Zukunft von der USK nicht mehr gesehen wird, da gerade solche kleinen Titel künftig vermehrt über Online-Plattformen vertrieben werden. Diese können von der USK aber nicht geprüft werden, da nach derzeitiger Rechtslage das Medium immer auf einem Datenträger vorliegen muss damit es einer Prüfung unterzogen werden kann. Jedoch sieht Felix Falk, Geschäftsführer der USK, dass dies in Zukunft angepasst werden könnte:
„Das partnerschaftliche Verfahren, in dem die USK als Selbstkontrolle der Wirtschaft den Prüfprozess organisiert und die Obersten Landesjugendbehörden die Alterskennzeichnung vergeben, hat sich bewährt und sollte im Sinne eines stringenten und wirksamen Jugendschutzes auch für Online-Spiele gelten"
Mehr als 80% aller beantragten Spiele erhielten laut USK Aussage 2009 eine Altersfreigabe von null, sechs oder zwölf Jahren. In etwas weniger als 7% aller Prüfverfahren wurde keine Freigabe für Jugendliche erteilt. Laut Jürgen Hilse, seines Zeichens ständiger Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden bei der USK, hat sich die Zahl der Prüfverfahren bei Ego-Shootern mehr als halbiert. Von 148 Prüfverfahren in 2008 zu 66 Prüfverfahren 2009. Die meisten Spiele, welche durch die Obersten Landesjugendbehörden zur Freigabe beantragt worden sind, zählen zu den Geschicklichkeitsspielen (13%) sowie mit 11,8% zu den Denkspielen. Laut USK machen Spiele für stationäre und tragbare Konsolen mittlerweile den größten Teil aller Prüfverfahren aus. Spiele für PC haben einen Prüfanteil von mittlerweile unter 40%.
Quelle: USK

Kommentare

29.01.2010 16:50 Uhr - Karate Kid
Ist auch kein Wunder, dass weniger Shooter geprüft wurden, viele Publisher verzichten mitlerweile auf einen Release.

29.01.2010 17:04 Uhr - JakkieEstakado
es erscheinen auf jeden fall noch genug harte gamez.....kam mir gar nich so vor daß es so wenige shooter waren und 18er gamez sowieso nicht........na ja

29.01.2010 17:38 Uhr - Prince Goro
Sehr informativer Beitrag, danke dafür!

29.01.2010 17:57 Uhr - Otti
User-Level von Otti 2
Erfahrungspunkte von Otti 80
Mehr als 80% aller beantragten Spiele erhielten laut USK Aussage 2009 eine Altersfreigabe von null, sechs oder zwölf Jahren.


Das sollten mal die Politiker lesen für die alle Videospiele immer nur böses Teufelszeug sind ^^

29.01.2010 18:10 Uhr - johnrambo2000
Habe gar nicht gemerkt, dass 2009 weniger Shooter erschienen sind... die meisten Erwachsenen-Games kommen eh nur zensiert nach Deutschland, oder auch gar nicht (siehe AVP).

Und die Politiker der CDU / CSU können erleichtert aufatmen :-)



29.01.2010 20:01 Uhr - jamyskis
Diese Zahlen sagen überhaupt nichts aus. Mit der Veröffentlichung dieser Daten will die USK irgendwie zeigen, dass Shooter zu einer Minderheit gehören und eine Freigabeverweigerung selten ist.

Leider ist das nicht der Fall und die Darstellung dieser Ergebnisse ist etwas irreführend. Wie mein Vorredner sagte, viele Publisher verzichten inzwischen auf ein Deutschland-Release, da die Markt in der Industrie inzwischen als zu gefährlich angesehen wird. Glaub's mir, ich weiss - ich arbeite ja schließlich darin.

Ein weiteres Problem ist es, dass 70-80% der Spiele, die eine USK 0 oder 6 Freigabe erhalten, sind die Regalfüller, die es seit ewig gibt für PC - die billige, einfallslose und nutzlose Rennspiele, Rätselspiele, Kartenspiele und Kinderspiele, die oft in die seltsamsten Orten zu kaufen sind (u.a. ATU - ja, PC-Spiele in einem Autowerkstatt!). Solche Spiele haben eine Entwicklungszeit von nur einigen Wochen und werden dauerhaft von Budgetpublisher haufenweise rausgepumpt.

29.01.2010 20:08 Uhr - spartan
"Laut USK machen Spiele für stationäre und tragbare Konsolen mittlerweile den größten Teil aller Prüfverfahren aus. Spiele für PC haben einen Prüfanteil von mittlerweile unter 40%."

das spricht gegen die These, dass es sich hierbei nur um Regalfüller handelt.

Desweiteren sollte man mal die Verkaufszahlen der beliebtesten Spiele und zugleich deren Kennzeichnung dagegenhalten, erst dann wird ein aussagekräftiges Bild draus.

Aber hey, mit der Bilanz beweist der Verein, dass er existiert, soll mir relativ egal sein, was in deren Abschlussberichten steht.

29.01.2010 21:17 Uhr - Gladion
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29.01.2010 - 20:01 Uhr schrieb jamyskis
Diese Zahlen sagen überhaupt nichts aus. Mit der Veröffentlichung dieser Daten will die USK irgendwie zeigen, dass Shooter zu einer Minderheit gehören und eine Freigabeverweigerung selten ist.

Was in der Tat auch der Fall ist.

29.01.2010 - 20:01 Uhr schrieb jamyskis Leider ist das nicht der Fall und die Darstellung dieser Ergebnisse ist etwas irreführend. Wie mein Vorredner sagte, viele Publisher verzichten inzwischen auf ein Deutschland-Release, da die Markt in der Industrie inzwischen als zu gefährlich angesehen wird. Glaub's mir, ich weiss - ich arbeite ja schließlich darin.

Wie viele Shooter sind denn in Deutschland im letzten Jahr nich erschienen? Da du sagst, dass Shooter keine Minderheit sind, müssen das ja... hunderte sein.

Die Statistik ist nicht 100% korrekt, das ist mir klar - eben auch durch solche Faktoren wie du sie genannt hast. Aber sie werden nicht dramatisch verfälscht.

29.01.2010 - 20:01 Uhr schrieb jamyskis Ein weiteres Problem ist es, dass 70-80% der Spiele, die eine USK 0 oder 6 Freigabe erhalten, sind die Regalfüller, die es seit ewig gibt für PC - die billige, einfallslose und nutzlose Rennspiele, Rätselspiele, Kartenspiele und Kinderspiele, die oft in die seltsamsten Orten zu kaufen sind (u.a. ATU - ja, PC-Spiele in einem Autowerkstatt!). Solche Spiele haben eine Entwicklungszeit von nur einigen Wochen und werden dauerhaft von Budgetpublisher haufenweise rausgepumpt.

Und die zählen aus welchem Grund nicht?

29.01.2010 23:20 Uhr -
29.01.2010 - 21:17 Uhr schrieb Gladion

29.01.2010 - 20:01 Uhr schrieb jamyskis Ein weiteres Problem ist es, dass 70-80% der Spiele, die eine USK 0 oder 6 Freigabe erhalten, sind die Regalfüller, die es seit ewig gibt für PC - die billige, einfallslose und nutzlose Rennspiele, Rätselspiele, Kartenspiele und Kinderspiele, die oft in die seltsamsten Orten zu kaufen sind (u.a. ATU - ja, PC-Spiele in einem Autowerkstatt!). Solche Spiele haben eine Entwicklungszeit von nur einigen Wochen und werden dauerhaft von Budgetpublisher haufenweise rausgepumpt.

Und die zählen aus welchem Grund nicht?


Weil das nicht DIE Spiele sind, mit denen sich Gamer lang beschäftigen. Ich denke, auf was jamyskis hinaus will ist, dass ein Spiel, dass null Budget hat, sich schon rentiert, wenn in einem Jahr 10 Leute es kaufen. Will sagen: es gibt haufenweise 'jugendfreie' Spiele, die kein Schwein spielt, aber wenig 'jugendgefährdene', die die breite Masse spielt.

29.01.2010 23:26 Uhr - Oberstarzt
Ich sehe das genauso wie jamyskis:

Es werden deswegen weniger Shooter geprüft, da die Vertreiber auf eine Veröffentlichung in Deutschland lieber ganz verzichten. Die Gründe dafür dürften auf der Hand liegen.

30.01.2010 12:20 Uhr - Stipe
29.01.2010 - 23:26 Uhr schrieb Oberstarzt

Ich sehe das genauso wie jamyskis:

Es werden deswegen weniger Shooter geprüft, da die Vertreiber auf eine Veröffentlichung in Deutschland lieber ganz verzichten. Die Gründe dafür dürften auf der Hand liegen.



Mich würde dann mal interessieren, welche hochwertigen Shooter 2009 nicht in Deutschland erschienen seien sollen? Gears of War 2 kam ja 2008 (nicht) raus und AvP kommt 2010 (nicht) raus. Für 2009 fällt mir wirklich kein Shooter ein, den ich gerne gespielt hätte, der aber in Deutschland GAR NICHT erschienen ist.

30.01.2010 15:19 Uhr - ParamedicGrimey
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Gut, dass es in Computerspielen NUR ums lynchen geht, nicht wahr verehrte CDU/CSU...?

30.01.2010 19:12 Uhr - Mugatu
Wenn ich mir so das Diagramm von 2008 anschaue, kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln:

5,2% (USK 18) + 1,4% (keine Freigabe) = 6,6%
---> 6,6% der Spiele sind für Erwachsene

1,4% / 6,6% = 0,21
---> mehr als 20% der Spiele für Erwachsene erhalten keine Freigabe.

Toll.


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