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Veröffentlicht am von McQueen

Die Goldene Stadt (1942) - erstmals ungekürzte Kinofassung auf Blu-ray und DVD im März 2023

Deutscher Filmklassiker aus der NS-Zeit mit Originalende als Bonus

Das deutsche Drama Die Goldene Stadt, entstand 1942 während der NS-Zeit von Regisseur Veit Harlan (1899-1964) und war damals der zweite deutsche Farbfilm nach dem im Jahre 1941 gezeigten Frauen sind doch bessere Diplomaten von Georg Jacoby. Regisseur Harlan hatte für seinen Film ein anderes Ende vorgesehen, als das was dann später im Kino gezeigt wurde. Denn Reichspropagandaminister Joseph Goebbels bestand darauf, das Ende des Filmdramas nach seinen Vorstellungen zu ändern und somit musste dies komplett neu gedreht werden.

Die angepasste Version, die somit als Kinofassung betitelt wird, hatte im November 1942 seine Uraufführung in den deutschen Lichtspielhäusern und war mit insgesamt 31 Millionen Zuschauern der erfolgreichste Spielfilm während der NS-Zeit. Im gleichen Jahr bekam er bei den Filmfestspielen in Venedig den internationalen Filmkammerpreis und Hauptdarstellerin Kristina Söderbaum wurde als beste weibliche Schauspielerin mit der Coppa Volpi ausgezeichnet.

Nachdem der zweite Weltkrieg 1945 sein Ende fand, wurde der Film seitens der Alliierten verboten. Im Jahre 1954 wurde er neu geprüft und einer Zensur unterzogen. Von diesem Zeitpunkt an, war der Film nur in einer um 6 Minuten gekürzten Fassung, mit einer FSK 16 Freigabe, erschienen. Die folgenden Veröffentlichungen auf VHS und DVD beinhalteten jeweils diese geschnittene Filmversion. 

Spirit Media, in Zusammenarbeit mit OneGate Media, nahm sich nun diesen deutschen Filmklassiker an und veröffentlicht Ihn am 31. März 2023 in seiner ungeschnittenen Kinofassung auf Blu-ray und DVD. Mit dabei als Extra, das Originalende, so wie sich Regisseur Veit Harlan dies damals vorgestellt hat. Die Freigabe ist weiterhin eine FSK 16.

Extras und Besonderheiten:

  • Booklet zur Kontextualisierung mit Text von Luciano Palumbo
  • Originalende von Veit Harlan
  • Nachkriegstrailer
  • Stummer Rohschnitt für einen weiteren Trailer
  • Zwischen Moor und Moderne. Veit Harlans »Die goldene Stadt« (2022) Video-Essay von Filmwissenschaftler Prof. Dr. Marcus Stiglegger im Auftrag der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung; Inclusive beigelegtem Booklet zur Kontextualisierung mit Text von Luciano Palumbo

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Kommentare

24.01.2023 02:35 Uhr - FdM
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Na,ob die Kinobesucher-Zahl stimmt,halte ich für orange,da es fast eine 50% Auslastung bedeuten würde,es wurden nachweislich an mehreren Stellen falsche Werte verbreitet,hmmm.

Die Geschichte und der Aufwand für die VÖ klingt umfangreich,sehr schön,die Interessenten wird es freuen,für den Preis klingt das alles sehr gut 👍

24.01.2023 04:28 Uhr - Luke Skywalker
4x
24.01.2023 02:35 Uhr schrieb FdM
Na,ob die Kinobesucher-Zahl stimmt,halte ich für orange,da es fast eine 50% Auslastung bedeuten würde,es wurden nachweislich an mehreren Stellen falsche Werte verbreitet,hmmm.

Finde das Thema interessant. Hast du dafür vielleicht irgendwelche Quellen? Filme mit mehr als 10 Mio und sogar mehr als 20 Mio Besucher waren zu der Zeit doch nicht so selten wie heute.

24.01.2023 04:33 Uhr - FdM
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24.01.2023 04:28 Uhr schrieb Luke Skywalker
24.01.2023 02:35 Uhr schrieb FdM
Na,ob die Kinobesucher-Zahl stimmt,halte ich für orange,da es fast eine 50% Auslastung bedeuten würde,es wurden nachweislich an mehreren Stellen falsche Werte verbreitet,hmmm.

Finde das Thema interessant. Hast du dafür vielleicht irgendwelche Quellen? Filme mit mehr als 10 Mio und sogar mehr als 20 Mio Besucher waren zu der Zeit doch nicht so selten wie heute.


Ich habe Bevölkerung in Deutschland 1942 eingegeben, da waren es knapp über 60 Millionen Bürger... 50% klingt dann etwas zu hoch,zumal nicht Corona,sondern der Krieg tobte und das halbe Land schon zerbombt war...da gehen die Leute nochmal schnell ins Kino ?

24.01.2023 07:19 Uhr - Dr. Jones
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24.01.2023 04:33 Uhr schrieb FdM
24.01.2023 04:28 Uhr schrieb Luke Skywalker
24.01.2023 02:35 Uhr schrieb FdM
Na,ob die Kinobesucher-Zahl stimmt,halte ich für orange,da es fast eine 50% Auslastung bedeuten würde,es wurden nachweislich an mehreren Stellen falsche Werte verbreitet,hmmm.

Finde das Thema interessant. Hast du dafür vielleicht irgendwelche Quellen? Filme mit mehr als 10 Mio und sogar mehr als 20 Mio Besucher waren zu der Zeit doch nicht so selten wie heute.


Ich habe Bevölkerung in Deutschland 1942 eingegeben, da waren es knapp über 60 Millionen Bürger... 50% klingt dann etwas zu hoch,zumal nicht Corona,sondern der Krieg tobte und das halbe Land schon zerbombt war...da gehen die Leute nochmal schnell ins Kino ?


Könnte auch damit zusammen hängen das vor dem Hauptfilm die Wochenschau lief .

24.01.2023 08:29 Uhr - humptydumpty
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24.01.2023 02:35 Uhr schrieb FdM
Na,ob die Kinobesucher-Zahl stimmt,halte ich für orange,da es fast eine 50% Auslastung bedeuten würde

31 Millionen Zuschauer bedeutet nicht, dass jeder zweite Bürger den Film gesehen hat. Auch heute gehen manche mehrmals in den gleichen Film ins Kino und damals war der Anteil sicher sehr viel höher. Ich habe keine Ahnung, ob die Zahl belegbar ist, erfolgreiche Filme liefen damals aber sehr lange in den Kinos und wenn eine Kopie dann mal in ein Dorfkino gekommen ist, ging wahrscheinlich das ganze Dorf hin. Außerdem gab es sehr wenig Freizeitalternativen und wie bereits über mir erwähnt, war so ein Kinobesuch der einzige Weg sich auch mit Bewegtbildern über den Krieg zu informieren.

24.01.2023 10:30 Uhr - FdM
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24.01.2023 08:29 Uhr schrieb humptydumpty
24.01.2023 02:35 Uhr schrieb FdM
Na,ob die Kinobesucher-Zahl stimmt,halte ich für orange,da es fast eine 50% Auslastung bedeuten würde

31 Millionen Zuschauer bedeutet nicht, dass jeder zweite Bürger den Film gesehen hat. Auch heute gehen manche mehrmals in den gleichen Film ins Kino und damals war der Anteil sicher sehr viel höher. Ich habe keine Ahnung, ob die Zahl belegbar ist, erfolgreiche Filme liefen damals aber sehr lange in den Kinos und wenn eine Kopie dann mal in ein Dorfkino gekommen ist, ging wahrscheinlich das ganze Dorf hin. Außerdem gab es sehr wenig Freizeitalternativen und wie bereits über mir erwähnt, war so ein Kinobesuch der einzige Weg sich auch mit Bewegtbildern über den Krieg zu informieren.


Natürlich,keine 3 Jahre vor Kriegsende.... dann war das ja alles vielleicht gar nicht so schlimm und ganz anders ?
Die Leute waren im Krieg und im Einsatz,jetzt könnte man alle Daten aufschreiben und analysieren....
ICH halte 31 Millionen für orange,leider sind alle Großeltern verstorben.da kann ich nicht mehr nachfragen.
Die Zahl klingt halt komisch im Zusammenhang mit Krieg und den restlichen Umständen....viel Spaß und go ✌


24.01.2023 11:48 Uhr - Luke Skywalker
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Naja, ob man persönlich die Zahl für glaubwürdig hält ist ja okay, aber wenn man schreibt "es wurden nachweislich an mehreren Stellen falsche Werte verbreitet" würde ich schon gerne mehr erfahren.
Für 1946 wurden offiziell immerhin 300 Mio. Kinobesuche gemeldet.

24.01.2023 12:17 Uhr - great owl
Kino aus Onkel Addi Zeiten na dann Hail Herbs :(=)
https://www.youtube.com/watch?v=N1IKcQqIb5o

24.01.2023 12:26 Uhr - OllO
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Die angepasste Version, die somit als Kinofassung betitelt wird, hatte im November 1942 seine Uraufführung in den deutschen Lichtspielhäusern und war mit insgesamt 31 Millionen Zuschauern der erfolgreichste Spielfilm während der NS-Zeit


Für mich heißt das nicht unbedingt, dass sich die Zuschauerzahl auf Deutschland alleine bezieht, vielleicht sind damit allgemein 31 Millionen Zuschauer gemeint. Ich weiß ja nicht, in welchen Ländern der Film während der NS Zeit noch lief aber wenn der noch in anderen Ländern über einen längeren Zeitraum lief, könnten die Zahlen ja vielleicht doch stimmen.

24.01.2023 12:34 Uhr - humptydumpty
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24.01.2023 10:30 Uhr schrieb FdM
Natürlich,keine 3 Jahre vor Kriegsende.... dann war das ja alles vielleicht gar nicht so schlimm und ganz anders ?
Die Leute waren im Krieg und im Einsatz,jetzt könnte man alle Daten aufschreiben und analysieren....
ICH halte 31 Millionen für orange,leider sind alle Großeltern verstorben.da kann ich nicht mehr nachfragen.

Was heißt hier "nicht so schlimm und ganz anders"? Glaubst Du ernsthaft die Menschen haben sich damals ausschließlich mit dem Krieg beschäftigt? Das Finalspiel der deutschen Fußballmeisterschaft etwa, haben 1942 trotz Krieg 90.000 Zuschauer besucht.

24.01.2023 13:28 Uhr - Crossbone
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Ich finde es erstaunlich, daß das Originalende von Harlans Film erhalten geblieben ist.

24.01.2023 14:10 Uhr - Ragory
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24.01.2023 12:26 Uhr schrieb OllO
Die angepasste Version, die somit als Kinofassung betitelt wird, hatte im November 1942 seine Uraufführung in den deutschen Lichtspielhäusern und war mit insgesamt 31 Millionen Zuschauern der erfolgreichste Spielfilm während der NS-Zeit


Für mich heißt das nicht unbedingt, dass sich die Zuschauerzahl auf Deutschland alleine bezieht, vielleicht sind damit allgemein 31 Millionen Zuschauer gemeint. Ich weiß ja nicht, in welchen Ländern der Film während der NS Zeit noch lief aber wenn der noch in anderen Ländern über einen längeren Zeitraum lief, könnten die Zahlen ja vielleicht doch stimmen.


Die Filme wurden bestimmt auch ins Ausland verkauft. Hier ist ja sogar zu lesen, dass er auf den Fimfestspielen in Venedig zu sehen war. Auch ist er sicherlich im Reichsprotektorat Böhmen und Mähren gut aufgenommen worden. Es gab ja im Dritten Reich auch Filme, die ausschließlich zur Vorführung im Ausland zugelassen wurden, wie z.B. "Große Freiheit Nr. 7".

24.01.2023 15:00 Uhr - Dr. Brot
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24.01.2023 10:30 Uhr schrieb FdM
Natürlich,keine 3 Jahre vor Kriegsende.... dann war das ja alles vielleicht gar nicht so schlimm und ganz anders ?
Die Leute waren im Krieg und im Einsatz,jetzt könnte man alle Daten aufschreiben und analysieren....
ICH halte 31 Millionen für orange,leider sind alle Großeltern verstorben.da kann ich nicht mehr nachfragen.
Die Zahl klingt halt komisch im Zusammenhang mit Krieg und den restlichen Umständen....viel Spaß und go ✌


Laut Schnittberichte hatte der Film am 24.11.1942 seinen Kinostart. Der totale Krieg wurde erst ein paar Monate später ausgerufen, bis dahin hat man im Deutschen Reich versucht, den Anschein zu erwecken, daß in der Heimat alles seinen gewohnten Gang gehen kann und die Zivilbevölkerung durch den Krieg nicht wirklich beeinträchtigt wird. Die richtig schlimmen Jahre standen da erst noch bevor, das mit dem Kinobesuch war da wahrscheinlich noch durchaus drin.

Ich denke aber, daß viele der Zuschauer Soldaten waren, die entweder Fronturlaub hatten oder in den besetzten Gebieten mit dem Okkupieren beschäftigt waren und mal für eine Weile abschalten wollten. Von denen sind sicherlich viele mehrfach in den Film gegangen. Es ist ja nicht so, als wären die Soldaten 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche mit dem Gewehr im Anschlag im Schützengraben gelegen. Das hält kein Mensch durch.

24.01.2023 20:22 Uhr - FdM
User-Level von FdM 2
Erfahrungspunkte von FdM 54
24.01.2023 15:00 Uhr schrieb Dr. Brot
24.01.2023 10:30 Uhr schrieb FdM
Natürlich,keine 3 Jahre vor Kriegsende.... dann war das ja alles vielleicht gar nicht so schlimm und ganz anders ?
Die Leute waren im Krieg und im Einsatz,jetzt könnte man alle Daten aufschreiben und analysieren....
ICH halte 31 Millionen für orange,leider sind alle Großeltern verstorben.da kann ich nicht mehr nachfragen.
Die Zahl klingt halt komisch im Zusammenhang mit Krieg und den restlichen Umständen....viel Spaß und go ✌


Laut Schnittberichte hatte der Film am 24.11.1942 seinen Kinostart. Der totale Krieg wurde erst ein paar Monate später ausgerufen, bis dahin hat man im Deutschen Reich versucht, den Anschein zu erwecken, daß in der Heimat alles seinen gewohnten Gang gehen kann und die Zivilbevölkerung durch den Krieg nicht wirklich beeinträchtigt wird. Die richtig schlimmen Jahre standen da erst noch bevor, das mit dem Kinobesuch war da wahrscheinlich noch durchaus drin.

Ich denke aber, daß viele der Zuschauer Soldaten waren, die entweder Fronturlaub hatten oder in den besetzten Gebieten mit dem Okkupieren beschäftigt waren und mal für eine Weile abschalten wollten. Von denen sind sicherlich viele mehrfach in den Film gegangen. Es ist ja nicht so, als wären die Soldaten 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche mit dem Gewehr im Anschlag im Schützengraben gelegen. Das hält kein Mensch durch.


O.k. mit der Erläuterung kann ich mehr anfangen.Gut,die Zahl ist nicht auf Deutschland eingegrenzt,vielleicht kommt es ja doch hin ✌

25.01.2023 08:11 Uhr - Serienfan
2x
Ich glaube, heute können viele nicht mehr nachvollziehen, welche Bedeutung das Kino während des 2. Weltkriegs hatte.

Fast alle "Vergnügungseinrichtungen" waren geschlossen. Es gab noch kein Fernsehen. Jeder, der es sich damals irgendwie leisten konnte, ging regelmäßig ins Kino, allein schon, weil man sich in der "Wochenschau" informieren wollte.

Dass der zweite große Farbfilm in dieser Zeit diese Besucherzahl (bzw. verkaufte Tickets) erreichte, ist also keineswegs unglaubwürdig.

Zum Film selbst: Die nachträgliche "Säuberung" des Films um allerlei abfällige Bemerkungen über Tschechen und andere Ausländer halte ich für geschichtsverfälschend. Leider wurden viele Filme aus der damaligen Zeit auf diese Art verändert, was den falschen Mythos befeuerte, die meisten FIlme, die unter der Naziherrschaft entstanden, seien doch "harmlos" gewesen. Sehr gut finde ich es daher, dass man sich nun den Film so ansehen kann, wie er damals auf das Publikum losgelassen wurde, um sich selbst einen Eindruck zu verschaffen, wie ideologieverseucht gerade das Unterhaltungskino im "Dritten Reich" war.

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