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Veröffentlicht am von theNEWguy

Pressemitteilung der CDU/CSU Bundestagsfraktion zur GC

Interaktive Spiele sind Kultur- und Wirtschaftsgut

In Köln läuft die Gamescom, Europas größte Messe für Computer- und Videospiele. Es wird mit tausenden Besuchern gerechnet, und die Publisher präsentieren ihre neuesten Spiele, welche sie in der Mache haben. Die Spielemesse ist dabei mittlerweile zu einem wichtigen Faktor avanciert, den auch die Politik immer stärker wahrzunehmen beginnt. Die Bundestagsfraktion von CDU/CSU gab vor ein paar Tagen eine Pressemitteileung zur Gamescom heraus. Jens Koeppen, Obmann in der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft sowie der zuständie Berichterstatter Thomas Jarzombek bestärkten darin die Forderung, Computer- und Videospiele stärker als kulturelles Gut zu fördern: [q] "Die Politik muss den interaktiven Spielen noch mehr Beachtung schenken. Jeder Dritte Deutsche spielt Computer- oder Konsolenspiele, immer mehr nutzen direkt das Internet. Interaktive Spiele sind ein bedeutendes Kultur- und Wirtschaftsgut. [...]."[/q] Gleichsam wird konstatiert, dass besonders Browser- und Online-Spiele momentan zu den wichtigsten Entwicklungen im Spielesektor gehören. Besonders deutsche Unternehmen hätte sich hier in letzter Zeit hervorgetan. All dies müsse in der Enquete-Kommission untersucht werden. Doch auch der Medienkompetenz hat man sich verschrieben. Die Kommission ist daran interessiert, die Medienkompetenz zu stärken und somit ein bessere Verständnis und Bewusstsein beim Konsumenten hervorzurufen. So seien Serious Games beispielsweise auch in der Anwendung in Schulen denkbar. Die hier vorgetragenen Punkte sind unumwunden richtig und wichtig, und weisen definitiv in die richtige Richtung. Noch vor ein paar Jahren wäre ein solch positives Statement von der Union wohl nur schwerlich zu erwarten gewesen. Auch bei der Union gibt es eine ganze Reihe junger Menschen, die eine negative Abschreibung von Videospielen ablehnen und sich für einen positiven Wertebezug einsetzen. Doch auch hier ist das Ziel noch nicht erreicht. So hätte man in diesem Kommentar zur Gamescom auch die für CDU/CSU eher kritischen Spiele erwähnen können (Actionspiele, Ego-Shooter). Diese machen in der Präsentation auf der Spielemesse in Köln nämlich einen großen Teil aus. Das dies keine Erwähnung im Text gefunden hat, dürfte dem Umstand geschuldet sein, dass in der Union nach wie vor eine Debatte zum Thema anhält, und noch kein einheitlicher Konsens gefunden ist. Die Pressemitteilung findet sich hier.
Quelle: CDU/CSU

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Kommentare

22.08.2011 00:09 Uhr - janhe93
hoho und sowas aus dem mund von politikern... und ich dachte immer leute die videospiele spielen wären potenzielle amokläufer

22.08.2011 00:17 Uhr - Asgard
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22.08.2011 - 00:09 Uhr schrieb janhe93
hoho und sowas aus dem mund von politikern... und ich dachte immer leute die videospiele spielen wären potenzielle amokläufer

Eben deswegen müssen sie ja noch genauer unter die Lupe genommen werden. Zumindest kann man das zwischen den Zeilen herauslesen.

22.08.2011 00:20 Uhr - Weavel
Da bin ich ja mal Gespannt was da noch kommt.
Wenn aus Unionskreisen bisher von ''mehr Beachtung'' für Videospiele die Rede war konnten die Spieler ja nurnoch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

22.08.2011 00:25 Uhr - Oberstarzt
Ein Statement, gar ein positives, der Union zu Egoshootern wird sich wohl erst finden, wenn der Großteil der Mitglieder und der Haupt Unions-Wählergruppe, ungebildete medienunaffine Rentner, gestorben sein wird. Das dürfte so in 20 Jahren sein.

22.08.2011 00:33 Uhr - restock
Ich komm nicht drum herum diese Äusserung als Profilierung unter den Jungwählern zu werten.
Das ändert sich vielleicht mal wenn solche Worte von der Führungsebene kommen, und selbst dann würd ich den Spacken keine Stimme geben, doch das wird wohl erst geschehen wenn ich alt und grau bin.

22.08.2011 00:42 Uhr - tacc
Gibts eigentlich auch Spiele die nicht interaktiv sind? Dachte das nennt man "Film".

22.08.2011 01:05 Uhr - cenyt
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Browsergames und Co... aha.
Die Gesellschaft soll also Zeitvertriebe von Arbeitslosen und Jugendlichen, welche nicht den geringsten Tiefgang bieten, anerkennen, während die bloße Existenz tatsächlicher Kunstwerke mit Handlung, Emotionen und ästhetischem Anspruch totgeschwiegen wird, aufgrund der Tatsache, dass diese in einem gewissen Maße Gewalt beinhalten, deren Existenz natürlich ebenso totgeschwiegen wird und nur als perverser Trieb mutmaßlicher Massenmörder dargestellt wird?

Tut mir leid, aber ich lese aus dieser Pressemitteilung nur das typische Politikerkredo "Lernspiele = Kulturgut, alles andere nicht" heraus.

Wenn die Branche nicht nur die Majorität, sondern auch die Höhepunkte ihres Outputs in einer Produktpalette hat, von der sich die Politik abwendet, dann ist deren Interesse an der Branche als Ganzes eine ganz erbärmliche Lüge.

Entgegen der Illusion vieler Kritiker läuft ein Game ab 18 nicht nach dem Muster "Start > Töte Alles und Jeden!" ab.

Diese Mitteilung ist, als würde man über das Kulturgut Fernsehen sprechen, dabei aber nur Sesamstraße, Nachrichten und Fußball erwähnen.

Welches Ziel verfolgt man nun mit dieser leeren Aussage, um die das schöne Wort "Pressemitteilung" gewickelt wurde? Nichts als junge Wähler zu gewinnen, denen der Irrglauben eingetrichtert werden soll, dass die Politik eines ihrer Hobbys versteht.

22.08.2011 01:08 Uhr - Moviefreak120
"Die Politik muss den interaktiven Spielen noch mehr Beachtung schenken. Jeder Dritte Deutsche spielt Computer- oder Konsolenspiele, immer mehr nutzen direkt das Internet. Interaktive Spiele sind ein bedeutendes Kultur- und Wirtschaftsgut. [...]."

Interaktive spiele sind spiele für kleine Kinder und Casualgamer und nix für richtige zocker!

Aber im endeffeckt passiert doch nix mit unserer Zenzurpolitik!

ja ja, laber laber Rhabarber XD

22.08.2011 02:42 Uhr - NoFuckinX
1x
"Welches Ziel verfolgt man nun mit dieser leeren Aussage, um die das schöne Wort "Pressemitteilung" gewickelt wurde?"

Die CDU ist eine Lobbypartei der Wirtschaft, das sollte wohl selbst dem dümmsten mitlerweile aufgefallen sein. Auch die Games Industrie hat Geld und Lobbyisten. Die Meldung kann man also übersetzen mit: "Was der Industrie Kohle bringt, finden wir gut".

Mit einer tatsächlich positiven Sicht der Konservativen auf Games hat das nichts zu tun. Beim nächsten Amoklauf werden Games weiterhin als Buhmann aus dem Schrank geholt werden.

22.08.2011 11:09 Uhr - Oberstarzt
@cenyt:
Volle Zustimmung, besser hätte ich es auch nicht formulieren können.

22.08.2011 11:59 Uhr - Catfather
Vollkommen unglaubwürdig,was wie die Politiker selbst auch sind. Aktuell wird das "Kulturgut" bis zum verrecken zensiert, einige Games erscheinen gar nicht erst oder werden beschlagnahmt und ausgerechnet die Partei die das hauptsächlich mit zu verantworten hat, schleimt jetzt so unglaubwürdig herum. Einfach nur zum kotzen diese Rentner- und Hausfrauenpartei!

22.08.2011 12:23 Uhr - Totally Blind Mule
Ist denn schon wieder Wahlkampf?

22.08.2011 14:34 Uhr - SmokinGun95
du meinst wohl wahlkrampf?
hehe. heh. wahlkrampf...
jedenfalls wurde in dieser ''mitteilung'' nichts wirklich neues gesagt. lernspiele oder diese (meiner meinung nach) meistens ziemlich lahmen deutschen spiele sind ok und zum rest ist ''noch kein einheitlicher konsens gefunden''... -.-

22.08.2011 15:57 Uhr - Topf
eigentlich ist jeder waffenbesitzer ein potenzieler amokläufer

zocken bringt kaum einen auf sowas, wenn man eine waffe besitzt mit sicherheit mehr.

22.08.2011 17:53 Uhr - Unrated-Freak
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Deren Meinung ist mir egal, die wollen die Jugend locken um zu zeigen "wir interessieren uns auch dafür", wenn dann Postal 3, CoD 7, Saints Row 3 und Dead Island auf dem Markt kommen, ist das geheule wieder groß.

Und wer sagt Zocken von Shootern macht (fördet) Amokläufer
ist ein Idiot und läuft mit zuen Augen durch die Welt.

22.08.2011 18:46 Uhr - kleenerthor
Wieso ist die Videospiel-Gemeinschaft denn so scharf drauf von Politikern anerkannt zu werden??

Das Medium Film ist jawohl defintiv "mitten in der Gesellschaft" angekommen und auch dort wird teils bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Politische Anerkennung schützt also defintiv nicht vor Zensur.

Ich pfeife auf die Anerkennung meines Hobbies von Leuten, die dieses Hobby nicht verstehen, egal ob die Putzfrauen, Bäcker, Busfahrer, Politiker oder sonstwas sind!

22.08.2011 19:37 Uhr - Manhunt
Es ist klar warum die CDU gerade die Browsergames lobt, die sich zur größten Abzocke im ganzen Netz entwickelt haben.

22.08.2011 19:56 Uhr - sevenarmedswordsman
Schwarzgelbes bzw. schwarzes Politikergefasel. Jetzt fehlt
nur noch Guido Schwesterwelle : " Ich diene Deutschland ! " -
wer die wählt, kauft auch lieber geschnittene Filme ...

22.08.2011 20:07 Uhr - DON
Wow das hat mich wachgerüttelt, ab jetzt werde ich die Unionfaschos sicher wählen...

22.08.2011 21:22 Uhr - Die Marquise
Wen zum Teufel interessiert die CDU? Und was haben solche Pressemitteilung aus dem Partei-Propaganda-Büro auf dieser Seite zu suchen? Bin ich im falschen Film?

angewidert,

die Marquise

22.08.2011 22:55 Uhr - Man Behind The Sun
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22.08.2011 - 01:08 Uhr schrieb Moviefreak120
"Die Politik muss den interaktiven Spielen noch mehr Beachtung schenken. Jeder Dritte Deutsche spielt Computer- oder Konsolenspiele, immer mehr nutzen direkt das Internet. Interaktive Spiele sind ein bedeutendes Kultur- und Wirtschaftsgut. [...]."

Interaktive spiele sind spiele für kleine Kinder und Casualgamer und nix für richtige zocker!

Aber im endeffeckt passiert doch nix mit unserer Zenzurpolitik!

ja ja, laber laber Rhabarber XD


Ja Junge, genau sowas ist Wasser auf den Mühlen von denen...

Klar, die Rede ist von "interaktiven Spielen", also Mario und Co. Dass die Union und die Politik an sich Spiele wie "Modern Warfare", gerade wieder nach den Ereignissen in Norwegen, in naher Zukunft bestimmt nicht gutheißen wird, ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Also einfach mal froh sein, dass sich in der Richtung überhaupt was tut. Revolutionen (und das sind Videospiele nun mal, wenn auch schon seit längerer Zeit) brauchen nun mal etwas länger und kommen nicht von einen auf den anderen Tag.

23.08.2011 09:50 Uhr - jamyskis
Beim gamescom war die Junge Union mit einem Stand vertreten. So will die CDU jetzt offentlich Gamer als Wähler gewinnen, jetzt wo die CDU und CSU in anderen Bevölkerungsgruppen einen steilen Meinungsumfragenabstieg erlitten haben.

Kein Wunder denn, dass die CDU/CSU weiter so macht. Ich fand es persönlich erbärmlich, dass man unbedingt politische Interessen in die Messe schleppen musste.

(Ich muss dabei sagen, dass ich die Sozialdemokraten, FDP und Grünen nicht dort gesehen habe, weiß aber nicht, ob ich sie aber einfach übersehen habe).

23.08.2011 14:21 Uhr - theNEWguy
Moderator
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22.08.2011 - 21:22 Uhr schrieb Die Marquise
Wen zum Teufel interessiert die CDU? Und was haben solche Pressemitteilung aus dem Partei-Propaganda-Büro auf dieser Seite zu suchen? Bin ich im falschen Film?

angewidert,

die Marquise


Propaganda-Mitteilungen der Linkspartei haben uns leider zu Redaktionsschluss nicht erreicht, sonst hätten wir sie wohl auch gebracht.

Ansonsten ist die Sache die, dass auch in der Parteienlandschaft ein schrittweiser Wandel erkennbar ist. Selbst wenn von Seiten der Konservativen noch zaghaft damit umgegangen wird, so ist das ein Faktum, welcher sich nicht wegdisskutieren lässt. Positive Bekenntnisse zur Kultur der Spiele, hätte es bei der CDU vor ein paar Jahren schlicht und einfach nicht gegeben. DAs hier also auch einmal eine News kommt, die auf einer CDU-Quelle basiert, finde ich weder verwerflich, noch sonst irgendwie falsch. Es drückt nur aus, dass auch bei der Politik das Thema Spiele mittlerweile viel stärker in den Fokus gerückt ist. Niemand muss sich hier persönlich angegriffen fühlen, nur weil er von der Partei an sich nichts halten mag.

24.08.2011 13:09 Uhr - Oberstarzt
16. 22.08.2011 - 18:46 Uhr schrieb kleenerthor

Das Medium Film ist jawohl defintiv "mitten in der Gesellschaft" angekommen und auch dort wird teils bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Politische Anerkennung schützt also defintiv nicht vor Zensur.

Aber nicht die Art von Film, wie Du sie meinst. Harte Action und Horrorfilme sind nachwievor verpöhnt. Auf den Inhalt kommt es an, bei Film wie auch beim Computerspielt. "Pädagogisch wertvolles" ist ok, "Killerspiele" oder entsprechende Filme gehören verboten. Daran wird sich (leider) denke ich auch nich naher Zukunft nichts ändern.

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