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Veröffentlicht am von Bob

Baise-Moi erstmal ungekürzt in Großbritannien

BBFC hebt vorherige Zensurmaßnahmen auf

Der französische Skandalfilm Baise-Moi (Fick mich!) aus dem Jahre 2000 erschien in Deutschland damals ungekürzt mit einer FSK 18-Freigabe. In Großbritannien dagegen musste der Film zensiert werden. Sex und Gewalt in Kombination ist dort in der Regel ein Tabu, auch für eine Freigabe ab 18 Jahren. Aber die BBFC passt ihre Richtlinien regelmäßig an und so kommt es häufig vor, dass Filme später eine neue Freigabe erhalten oder unzensiert bei gleicher sein können.

So geschah das jetzt auch bei Baise-Moi. In Großbritannien wird er am 25. März 2013 weiterhin ab 18, aber jetzt unzensiert auf DVD von Arrow Video neu veröffentlicht.

Nach einer Vergewaltigung begeht Nadine einen Mord im Affekt. Auf der Flucht trifft sie Manu, die ebenfalls Schreckliches erlebt hat. Gemeinsam begeben sich die beiden auf eine wilde Tour durch die französische Provinz. Jenseits aller Konventionen und Wertvorstellungen führen sie ein Leben, aus dem es kein Zurück gibt... (Studio Canal DVD-Cover)

Kommentare

17.02.2013 00:05 Uhr - Oberstarzt
2x
Das Prädikat "Ungeschnitten" macht den Film auch nicht unbedingt besser.

17.02.2013 00:07 Uhr - BlindTaken
...der titel sagt alles über den film was man(n) wissen muss ;)

17.02.2013 00:10 Uhr - babayarak
1x
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Fand den ziemlich dürftig und langweilig. Man sah Genitalien, aber sonst war in dem Streifen nichts los. Dann lieber Jean Rollin Filme glotzen.

17.02.2013 00:11 Uhr - schmierwurst
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Krasser Film. Hab nicht schlecht gestaunt, als der bei uns in der (mittlerweile geschlossenen) Videothek bei den Disney-Filmen stand :D

17.02.2013 00:14 Uhr - trustno1
4x
Männerverachtender Kampflesben-Dreck, typische Gender Mainstream-Gehirnwäsche aus der untersten Schublade. Mehr gibt es zu dem Film nicht zu sagen.

17.02.2013 00:15 Uhr - Jack Bauer
5x
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Keine Ahnung, warum um den damals so ein Tohuwabohu veranstaltet wurde. Die paar expliziten Sexszenen waren jedenfalls kaum der Rede wert - und der Rest des Films noch viel weniger. Unspektakulärer, hässlicher und vor allem langweiliger Film.

Lieber THELMA & LOUISE gucken. :-)

17.02.2013 00:17 Uhr - AkiRawOne
Dafür ist er aber wirklich mal was anderes. Auch wenn er nicht der Oberhit ist, kann
man den echt mal anschauen.

17.02.2013 00:20 Uhr - Lamar
1x
Ich finde den Film OberAllerÜbelst.

Den Mist kann man sich auch in der Ungeschnittenen Fassung nicht angucken. Ich habe ihn gesehen, ich kann es beurteilen. Schrott Film !

17.02.2013 00:42 Uhr - Hollandkäse
6x
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17.02.2013 00:14 Uhr schrieb trustno1
Männerverachtender Kampflesben-Dreck, typische Gender Mainstream-Gehirnwäsche aus der untersten Schublade. Mehr gibt es zu dem Film nicht zu sagen.


Sag mir doch bitte, was der Film mit Gender Mainstreaming zutun hat.

17.02.2013 00:43 Uhr - VenomST75
3x
Ich war ein wirklich großer Fan von Karen Lancaume aka Karen Bach - leider hat sie sich 2005 das Leben genommen. R.I.P. Karen!

17.02.2013 01:30 Uhr - Lykaon
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Das Buch ist toll, der Film ist so lala -.-

17.02.2013 07:23 Uhr - KKinski
7x
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@trustno1: Hast Du irgendein Problem? Wenn ich mir die Liste der Filme ansehe, zu denen Du einen Kommentar abgegeben hast, dann sind da zig Filme dabei, in denen Frauen die Opfer sind. Togukawa, New-York Ripper, Neon-Flesh ...

Was das im Zusammenhang mit deinem Post für psyschologische Rückschlüsse zulässt, darüber will ich mir gar keine Gedanken machen.

17.02.2013 08:16 Uhr - deNiro
5x
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Also sooo schlecht fand ich den jetzt auch nicht!
Da gibt es weitaus üblere Streifen. Klar ist die Handlung übersichtlich, den Schauspielern merkt man an, das sie eine Schauspielschule noch nie von innen gesehen haben. Trozdem finde ich, hat der Film irgendwie diese schmuddelige und dreckige Atmosphere und Ästhetik eines Filmes der seine Zielgruppe eher in Sex und -Bahnhofkinos findet. Außerdem mag ich die Kompromisslosigkeit die der Film in den Sex und Gewaltszenen zeigt.
Nebenbei ist der Soundtrack, sehr gelungen.
Bei weitem kein Meilenstein, aber extremes Kino für zwischendurch!

17.02.2013 08:19 Uhr - cyco e
5x
17.02.2013 07:23 Uhr schrieb KKinski
@trustno1: Hast Du irgendein Problem? Wenn ich mir die Liste der Filme ansehe, zu denen Du einen Kommentar abgegeben hast, dann sind da zig Filme dabei, in denen Frauen die Opfer sind. Togukawa, New-York Ripper, Neon-Flesh ...

Was das im Zusammenhang mit deinem Post für psyschologische Rückschlüsse zulässt, darüber will ich mir gar keine Gedanken machen.


Uuhhh...der war fies!! Aber wo du recht hast ,haste recht!

17.02.2013 09:49 Uhr - trustno1
13x
Stimmt, hatte ich doch im Rahmen der "Political Correctness" glatt vergessen, dass sich die Zeiten geändert haben und Filme wie "Der New York Ripper" heute nicht mehr für sehenswert befunden werden dürfen. Und es stimmt, dass man im Sinne der Gleichschaltung eben politisch stets korrekt zu sein hat. Die meisten merken dabei nicht einmal, wie infiltriert ihr Denken inzwischen ist. In diesem Kontext nehme ich selbstredend auch ohne Widerrede hin, was für Probleme ich nach Ansicht einiger User hier angeblich habe, respektive was für psychologische Rückschlüsse sich aus meinen Kommentaren ziehen lassen. Zu beurteilen, ob diese zutreffen oder nicht, überlasse ich gerne den Menschen, die mich persönlich kennen. Was hingegen der eine oder andere, mir völlig fremde User hier mitsamt seiner politisch korrekten Zensurschere im Oberstübchen denkt, schrammt mir mit absoluter Gleichgültigkeit am Allerwertesten vorbei.

17.02.2013 10:08 Uhr - Trollhunter
10x
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...setz deine Alumütze wieder auf und erfreue dich deiner individuellen Misogynie ;-)

"Kampflesben-Dreck", Gehirnwäsche, Gleichschaltung, infiltriert ... hat da jemand seine Pillen abgesetzt ? *g


nebenbei sagte niemand, dass New York Ripper etc, nicht sehenswert wäre, sondern dass bei den von Dir kommentierten viele FIlme mit doch arg frauenfeindlichem Unterton zu finden sind

btT: der Film hat schon was, vor allem die durchgehend schmuddelige und Aggressive Stimmung war nicht übel, und so einen FIlm ungeschnitten in der Videothek vorzufinden ist doch schonmal was...dürfte so manchem Durchschnittsseher auf den Magen geschlagen sein

17.02.2013 10:44 Uhr - LinguaMendax
2x
An was sich die Leute hier alles stören.Hört doch auf,ähnliche Szenerien jubelt ihr in anderen Filmen hoch in den Himmel.Wenn ICH dann mal so ehrlich sein darf,ich finde den alten MANIAC zum Kotzen und den Neuen 1000x besser.So,jetzt dürft ihr euch alle künstlich aufregen.Und BAISE-MOI gehört genauso zur Filmkunst wie andere Streifen auch.Mann-o-Mann...

17.02.2013 12:16 Uhr - KKinski
9x
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17.02.2013 09:49 Uhr schrieb trustno1
Stimmt, hatte ich doch im Rahmen der "Political Correctness" glatt vergessen, dass sich die Zeiten ...

Du hast in Deinem Post die Worte "Mainstreammedien" und "Gutmenschen" vergessen. Bin ich froh, dass bei dem Thema der Islam nur schwer unterzubringen ist.

17.02.2013 13:04 Uhr - will-lee
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Fand den Film auch nicht so dolle, aber das Artwork der Version hier finde ich echt gelungen :)

17.02.2013 14:09 Uhr - Fratze
6x
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Also, ich muss mal grad eine Lanze für trustno1 brechen:
Auch unter dem Vorbehalt, dass dieser Comment, über den sich hier einige echauffieren, vielleicht nicht der vorsichtigste Post seinerseits ist, habe ich trustno1 hier bisher immer als einen der eloquentesten, reflektiertesten, argumentativsten und vernünftigsten User erlebt. Außerdem schreiben hier täglich diverse Vollpfosten völlig unreflektierten Stuss, nur um irgendwas zu posten. Da ist dieser Comment noch relativ harmlos.
Und was psychologische Rückschlüsse aufgrund gewisser Filme angeht: Was ist denn das bitte für ein Argument? Klingt mir nach der Westentaschenpsychologie eines Mitarbeiters der FSK oder BPJM, der davon ausgeht, dass Menschen, die solche Filme sehen, das Gesehene automatisch ausleben wollen. Im Forum einer kirchlichen Gruppierung oder des Frühstücksfernsehens hätte ich solch eine Argumentation vielleicht erwartet, aber nicht grad hier! Wenn man darüber wirklich Rückschlüsse auf die Psyche ziehen könnte, gehörten wohl wir ALLE als Horror-/Splatter-/Uncut-Fans in die Klapse!

Also, bitte etwas vorsichtiger allerseits ; )

17.02.2013 14:12 Uhr - mondkrank
6x
17.02.2013 10:08 Uhr schrieb Trollhunter
nebenbei sagte niemand, dass New York Ripper etc, nicht sehenswert wäre, sondern dass bei den von Dir kommentierten viele FIlme mit doch arg frauenfeindlichem Unterton zu finden sind

Ihr beiden Spezialisten habt jetzt nicht ernsthaft die Liste der kommentierten Filme durchgeschaut, um euch euch anschließend ein Urteil zu der Persönlichkeit eines Users zurechtzubiegen? Das ist in etwa so originell, wie die Computer von pubertären Amokläufern nach Ego Shooter Software abzusuchen. Anstatt grundlos nach einer persönlichen Angriffsfläche zu suchen, hätte es wohl ausgereicht die Kritik am Film selber zu entkräften.

Im Gegensatz zu den von euch hervorgekramten Filmen, verhebt sich Baise Moi auch meiner Ansicht nach an dem Umstand, dass der Film sich ernst nimmt und die Umsetzung des Grundthemas dennoch über eindimensionale Inszenierung und offenkundige Absichten stolpert und das ganze sich tatsächlich grundlegend auf faul konstruierten Gender Quark stützt. Das Ganze dann noch auf demselben Niveau, wie die Darstellung der Deutschen in Spielberg Filmen. Das kann man durchaus kritisieren.

Bevor ihr Laienpsychologen jetzt wieder den Film-Trüffelschweinchen-Modus startet:
Ich bin Fan der ersten 10 Minuten von Gutterballs, habe bei vielen bösen Filmchen meine Kommentare hinterlassen und schlage meine Freundin nur, wenn sie mein Bier verschüttet.

grüße Mond

17.02.2013 14:49 Uhr - crankster
2x
haben die ersten elf Kommentatoren echt nix besseres zu tun als Samstag Abends auf nen frischen Post zu warten um dann als Erste ihren Senf dazugeben zu können?
Der Film is nebenbei bemerkt grottenschlecht!

17.02.2013 14:53 Uhr - Fratze
1x
DB-Helfer
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Erfahrungspunkte von Fratze 718
@mondkrank:
... oder so. Danke für die Ergänzung mit dem Amokläufer, fiel mir auf die Schnelle nicht ein : )

17.02.2013 15:25 Uhr - BlindTaken
11x
17.02.2013 14:49 Uhr schrieb crankster
haben die ersten elf Kommentatoren echt nix besseres zu tun als Samstag Abends auf nen frischen Post zu warten um dann als Erste ihren Senf dazugeben zu können?
Der Film is nebenbei bemerkt grottenschlecht!


...nee leider nicht habe keine freunde, familie oder haustiere aber dafür haarausfall, übergewicht und starken körpergeruch...

...mein höhepunkt des tages sind die frischen posts von schnittberichte.com und mein orgasmus frühs unter der dusche...

...wenn du mein freund sein möchtest freue ich mich über eine pm von dir...

:-)

17.02.2013 16:16 Uhr - David Haye
1x
Der Film ist stellenweise echt heftig, die deutsche Freigabe hat mich damals schon gewundert. Aber ein Knaller ist der Film dennoch nicht, obwohl er damals einen ziemlichen Hype ausgelöst hat.

17.02.2013 16:59 Uhr - S.K.
DB-Co-Admin
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Erfahrungspunkte von S.K. 1.750
Der provokante Filmtitel verspricht mehr als man(n) zunächst denkt.
Die ganze Handlung ist einfach nur auf Gewalt und Vergewaltigung reduziert, könnte ich eine einzige Sache an nennen wo irgendwas richtig oder gut gemacht wurde.

Mein Rat: Sich den Film ersparen. Man verpasst nichts.

17.02.2013 17:01 Uhr - trustno1
9x
@ Fratze & Mondkrank

Ihr beide habt es treffend auf den Punkt gebracht; besser könnte ich meinen Blick auf die Dinge nicht besser in Worte fassen. Es freut mich aufrichtig, dass ihr "eine Lanze für mich brecht" und ich kann mich eurer Argumentation nur anschliessen. In der Tat ist es so, dass ich wenn möglich stets versuche, meine Kommentare auf die Sache bezogen abzufassen. Bei "Baiser-moi" indes geht das insofern nicht, weil ich diesen Film für einen der übelsten Machwerke mit unterschwelliger politischer Botschaft halte, die ich in vollem Umfang ablehne. Der Film transportiert in seinem ganzen Ernst die Botschaft, dass Männer grundsätzlich Schweine und darüber hinaus Vergewaltiger sind. Und dass es legitim ist, sie über den Kamm geschert alle abzuknallen, natürlich erst nach vollzogenem Akt.

Während "Neon Flesh" eine nicht ernstzunehmende Posse ist, bleibt unbestritten, dass "Der New York Ripper" eine unverhohlene Frauenfeindlichkeit ausstrahlt. Dabei bezweifle ich, dass Lucio Fulci damals eine politische Kontroverse auslösen wollte. Damals machte sich schlichtweg einfach noch niemand irgendwelche Gedanken über die politisch inkorrekte Komponente der dargestellten Gewalt.

Heute, wo alles politisch korrekt vom Gutmenschentum überreguliert ist, geht sowas natürlich nicht mehr. Dass damit jedoch eine bessere Welt geschaffen wird, stelle ich zurecht in Frage. Die jüngste Sexismus-Debatte ist ein treffendes Beispiel dafür. Die Massenmedien prägen dabei die Meinung von John Doe und Otto Normalo. Es ist ihre Aufgabe, die breite Masse zu erziehen und ihr Denken zu beeinflussen. Die meisten kauen die vorgegebene Doktrin völlig kritiklos nach, was auch beabsichtigt ist. Eine wirklich eigene Meinung hingegen haben heutzutage nur noch wenige.

Meine Freundin sieht sich im Schlafzimmer soeben den Film "Revenge - Sympathy For The Devil" an. Gestern hatte sie sich "Srpski Film" in ihrer Muttersprache angesehen und heute Abend will sie sich unbedingt "Neon Flesh" ansehen. Der "New York Ripper" hat ihr übrigens auch gefallen. Ja, müssen wir uns jetzt beide die Aluhauben wieder aufsetzen und eine von den Brüsseler Wohlfühlpillen einwerfen, damit wir wieder politisch korrekt ticken?

Während sich meine Freundin also "Revenge" und danach "Neon Flesh" (beide in den von euch so verhassten Mediabooks) reinzieht, gönne ich mir im Wohnzimmer 80er-Metal von W.A.S.P, Twisted Sister und den Mentors in vollem Rumms auf Vinyl. Ihr könnt ja in der Zwischenzeit einen politisch korrekten Shitstorm auf mich lostreten.

17.02.2013 17:50 Uhr - Thrax
Hab den Film noch nie gesehen, aber den Meinungen hier nach zu urteilen gereicht mir das jetzt wohl nicht gerade zum Nachteil. :D

17.02.2013 18:52 Uhr - Der Dicke
17.02.2013 15:25 Uhr schrieb BlindTaken

...nee leider nicht habe keine freunde, familie oder haustiere aber dafür haarausfall, übergewicht und starken körpergeruch...

...mein höhepunkt des tages sind die frischen posts von schnittberichte.com und mein orgasmus frühs unter der dusche...


Spritz beim Duschen doch einfach mit dem Duschgel auf deinen Körper, dann kommt der Wohlgeruch ganz von selbst !

Thrax : Du hast in der Tat nicht viel verpasst. Und das hat mit trustno1's jetzt mehr als einmal zum Ausdruck gebrachten Paranoia-Fantasien nicht viel zu tun.

17.02.2013 20:07 Uhr - DrHeckyl
1x
Ich fand den Film damals geil, vor allem weil es ja nicht so oft vorkommt das man explizite Sexszenen in Kombination mit Gewal erleben kann. Deshalb ist "Baise moi" für mich eine absolute Perle die mich damals oder Bzw. mein Hirn gef***t hat. Kann mich noch daran erinnern wie ich den Streifen erst in der Videothek aus Langeweile mitgenommen habe und später bei meinem örtlichen Expert-Händler unter der Ladentheke für 28 Euro gekauft habe. Das war noch zu Zeiten wo man die Filme nicht mal schnell aus dem Internet ziehen konnte und genau deshalb war dieser grenzwertige Streifen für mich was ganz besonderes.

Zitat: "Mit meiner Muschi ist es wie mit einem Auto das man in der Vorstadt geparkt hat, ich lasse nichts drin, weil man nicht verhindern kann das er aufgebrochen wird, es ist doch nur ein Schwanz und wir sind nur Mädchen, das wird schon wieder".

17.02.2013 21:42 Uhr - Thrax
17.02.2013 18:52 Uhr schrieb Der Dicke
17.02.2013 15:25 Uhr schrieb BlindTaken

...nee leider nicht habe keine freunde, familie oder haustiere aber dafür haarausfall, übergewicht und starken körpergeruch...

...mein höhepunkt des tages sind die frischen posts von schnittberichte.com und mein orgasmus frühs unter der dusche...


Spritz beim Duschen doch einfach mit dem Duschgel auf deinen Körper, dann kommt der Wohlgeruch ganz von selbst !

Thrax : Du hast in der Tat nicht viel verpasst. Und das hat mit trustno1's jetzt mehr als einmal zum Ausdruck gebrachten Paranoia-Fantasien nicht viel zu tun.



Ach dem seine Posts ignoriere ich gepflegt seit dem ersten Mal als ich sie gelesen habe. Wenn ich Gutmenschen und die Moralkeule um mich geschlagen bekommen will, dann schaue ich mir die Kommentare unter den Yahoo-Nachrichten an.

17.02.2013 21:49 Uhr - bone-fiesler
2x
@trustno 1: sagt dir der Begriff “Paranoia“ etwas?

17.02.2013 22:19 Uhr - Lykaon
2x
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@trustno1:

Hammerfreundin o_O :D

17.02.2013 22:33 Uhr - Joker1978
3x
Aaaaahhhhahahahaha, köstlich hier. Wieder einmal. Eines der wenigen Foren, wo es so zugeht. Aber ich bin da auch kein Experte.
Ach so, der Film, ja genau, also den brauch ich nicht, finde das ist echter Käse. Schlecht in allen Belangen, Schauspieler, Musik, Story und auch die Regie hat's verbockt.
Danke schön und eine gute Nacht.

17.02.2013 22:41 Uhr - Trollhunter
2x
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1.
Ihr beiden Spezialisten habt jetzt nicht ernsthaft die Liste der kommentierten Filme durchgeschaut, um euch euch anschließend ein Urteil zu der Persönlichkeit eines Users zurechtzubiegen? Das ist in etwa so originell, wie die Computer von pubertären Amokläufern nach Ego Shooter Software abzusuchen.


nö, ich hab garnichts geschaut, wollte nur die Aussage übersetzen, da anscheinend falsch aufgefasst ... soweit geht mein Interesse an anderen Usern jier einfach nicht *g

2.
Heute, wo alles politisch korrekt vom Gutmenschentum überreguliert ist, geht sowas natürlich nicht mehr.


während ich dem Rest deines Postings(#27) völlig positiv gegenüber stehe, sowohl was Filmauswahl als auch Musik betrifft, stört mich diese Formulierung wieder ..und zwar mächtig .. ich kann dieses Wort "Gutmenschen" einfach nicht mehr hören oder lesen, denn was damit ausgedrückt werden soll, bzw. wer dieses Wort vor allem benutzt..... ich kanns einfach nicht ab


zu dem Rest steh ich aber.... von Gehirnwäsche bis Kampflesbendreck, Infiltration etc .... das warirgendwie daneben, oder aber zumindest sehr sehr eigen

in diesem Sinne...die Wahrheit ist irgendwo da draußen .. aber trust no one ;-)

17.02.2013 22:54 Uhr - Bountyhunter
3x
Was trustno1 und diejenigen, die hier für ihn eine "Lanze brechen", nicht verstehen (wollen?) ist, dass das, was hier einigen Usern, wie ich finde, zu recht, übel aufstößt, die Art ist, wie hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Man muss Filme nicht nach Gender-Aspekten beurteilden: ich zum Beispiel verehre Leone seinem indiskutablen Frauen-Bild zum Trotz, und dass das, was ich von Fulci kenne mir wiederum am Allerwertesten vorbei geht hat auch nichts mit Gender zu tun. Wenn sich aber jemand einerseits an den Frauenmorden im Giallo oder an der über zehn Minuten ausgewalzten Massenvergewaltigung einer Frau in "Gutterballs" delektiert, sich andererseits so sehr über einen (von Frauen gemachten) Film aufregt, in dem Männer die Opfer sind, die gef*ckt und getötet werden, entsteht da schon eine ziemlich unangenehme Diskrepanz.

Zum Film: War als er neu (und ich 20) war aufgrund der Mischung aus expliziten Sex- und Gewalt-Szenen ein Schocker, den man gesehen haben musste, um mitreden zu können. Kann mich nicht wirklich an den Film erinnern, weil ich ihn seit dem nicht mehr gesehen habe, glaube aber auch nicht, dass ich heute noch sonderlich viel mit ihm anfangen könnte.

@mondkrank: die "Deutschen", die bei Spielberg (oder auch Tarantino) schlecht wegkommen, sind Nazis. Wenn du dich mit deiner Aussage auf die Indy-Filme beziehst genauer gesagt: Comic-Nazi-Schurken, bei denen jetzt wohl niemand ernstlich erwartet, dass sie sonderlich komplex dargestellt würden. Oskar Schindler, so weit ich weiß ebenfalls deutsch, kommt bei Spielberg wesentlich besser weg. Wer jetzt umbedingt ein "komplexeres" Bild der armen Deutschen, die sich zuerst in den Fängen des nicht wirklich bösen, sondern einfach wahnsinnigen Hitlers befanden, um dann auch noch von den roten Massen aus dem Osten überrannt zu werden braucht, der kommt ja bei Eichinger & co. voll auf seine Kosten...

17.02.2013 23:41 Uhr - kditd
bis auf die vergewaltigung am anfang, die in dieser realitaetsform wirklich mal was neues war, ist der film doch sehr schlecht.
war am ende eigenltich nur noch genervt von den "hauptdarstellerinnen".
aber der film hat wegen der besagten szene auf jeden fall seinen platz in der liste der skandalfilme verdient.

18.02.2013 01:05 Uhr - MikeyMyers
Der Film scheint mir eine Mischung aus Thelma & Louise und I spit on your grave zu sein, so wie die Handlung beschrieben wurde.

18.02.2013 01:25 Uhr - Fratze
1x
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@Bountyhunter:
Das hätte ich für meinen Teil schon verstanden, wenn das irgendwer mal angemerkt hätte. Du bist der Erste, der das hier einbringt, wenn du mal nachlesen magst.
Das wäre dann ja auch Kritik an trusts Statement gewesen, die ist aber nicht erfolgt. Man hat sich damit begnügt, ihm aufgrund seiner oben getätigten (wie gesagt sicherlich unvorsichtigen) Aussage und sonstiger positiver Bewertungen gewisser anderer Filme eine generelle frauenfeindliche Tendenz zu unterstellen, und das halte ich für falsch! Einfach ausgedrückt: Ich mag z.B. auch "Cannibal Holocaust", habe aber trotzdem keine kannibalistischen Neigungen.
Anschließend wurde er nun wegen seiner Aussagen über P.C., seiner Kritik an den Medien und am Herdentrieb der breiten Masse als "paranoid" bezeichnet. Ich bin zwar auch kein Freund der jüngst (v.a. in gewissen Kreisen) so beliebt gewordenen Vokabel "Gutmensch", die er dazu anführt - du siehst, ich plappere auch nicht stumpf alles nach ; ) -, aber Paranoia kann ich daran nicht wirklich ablesen... höchstens etwas über das Ziel hinaus geschossen. Das wurde m.E. allerdings durch vorangegangene Posts eher mal provoziert, da braucht sich jetzt niemand wundern, finde ich. Das Ganze wurde hier unnötigerweise auf eine persönliche Ebene getragen, statt sachlich zu argumentieren, und eben jene Diskussionsbasis, die du erst jetzt als Erster stellst, hab ich dabei bislang vermisst.

18.02.2013 02:02 Uhr - MartinRiggs
Hab vieles über den Film gehört. Nur nichts Gutes. Sollen sich die Engländer doch freuen. Meinen Augen bleibt dieses Machwerk jedoch weiterhin erspart.

PS: Dann doch lieber den Film "Thriller" ;)

18.02.2013 02:21 Uhr - kleinkariert
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17.02.2013 00:05 Uhr schrieb Oberstarzt
Das Prädikat "Ungeschnitten" macht den Film auch nicht unbedingt besser.
Und sei der Pfiff noch so dünn, hauptsache Erster sein.

Finde das Artwork auch nicht schlecht, wie von Arrow gewohnt. Ob es zum Kauf reicht, wird sich je nach Laune zeigen. Der Film geht i.O.

18.02.2013 07:49 Uhr - mondkrank
3x
@Bountyhunter

Mein genanntes Beispiel war nicht politisch angehaucht, sondern lediglich ein Bild für die eindimensionale Inszenierung eines konstruierten Feindbildes. Auf die Indiana Jones Filme habe ich mich nicht bezogen, da für diese Art Film das gängige Abziehbild durchaus stimmig war, aber letztendlich hätte nach deren ausgiebigen Auswalzung der eine oder andere auch denken dürfen, dass Spielberg sich hinreichend ausgetobt hat, das aber nur am Rande.

Schindlers Liste hingegen ist alles andere, als eine behutsame Beleuchtung der menschlichen Zerwürfnisse innerhalb eines Terrorregimes der damaligen Zeit, egal wie viele Klassen dort von ihren Lehrern hineingeprügelt wurden. Dass Oskar Schindler als dramaturgisch herausgestellter Deutscher besser in seiner Darstellung abschneidet, ist zudem bestenfalls Beleg meiner geäußerten Kritik. Tarantino hat in seiner Groteske Inglourious Basterds den gemeinen Deutschen ungleich facettenreicher und unvoreingenommener portraitiert, als Spielberg in allen seinen Filmen zusammen, zumindest gemessen am stilistischen Kontext des Films. Ich wundere mich, dass du Tarantino und Spielberg in diesem Aspekt auf eine Stufe stellst, genau wie über deine betont zynischen Ausführungen und offensichtliche Dünnhäutigkeit zu dem von dir aufgebrachten Thema. Stichwort: „arme Deutsche“ und „der nicht wirklich böse Hitler“, weil du anscheinend hinter meiner Spielberg Kritik gleich ein verklärtes Geschichtsempfinden wähnst.

Ich bin lediglich der Meinung, dass komplexe Themen, auch eine komplexe Darstellung erfordern, ohne dass ohnmächtig eine Nazi- oder Frauenhass Karte ins Gesicht gehalten werden muss oder mit deren Andeutung kokettiert wird. Womit wir dann auch direkt wieder beim eigentlichen Thema wären. Ich für meinen Teil kann mit Trustno1s deutlicher Wortwahl durchaus was anfangen. Anhand der einwandfreien Orthographie und in sich stimmigen Ausführung, sollte man problemlos über ein paar zugespitzte Bemerkungen hinwegsehen können, bzw. fand ich es sogar sehr amüsant, da ich mich im selben Maße über dieses Machwerk geärgert habe und zwar nicht, wie hier jeder Zweite zu wissen meint, weil Männer in der Geschichte zu Opfern gemacht werden und hier Doppelmoral gepredigt würde, sondern weil der Film nachweislich politisch motiviert ist und mit billig charakterisierten Feindbildern und lachhaften Dialogen einen ebenso selbstzweckhaften wie hanebüchenen Plot vorantreibt.

Auch ist die Feststellung nicht richtig, dass hier Filme nach „Gender Aspekt“ unterteilt wurden im bisherigen Gesprächsverlauf und sich daraus ein Recht ableiten würde, sich echauffieren zu dürfen, über eine vermeintliche Doppelmoral. Richtig ist, dass explizit DIESER EINE FILM kritisiert wurde, bei dem der „Gender Aspekt“ eben kein wahlloser Aufhänger ist, sondern tatsächlich eine zentrale Grundmotivation der Regisseurinnen darstellt. Das ist überhaupt der Kern der ganzen Kritik. Buch und Umsetzung stammen von einer militant lesbisch-feministische Autorin, die selber in ihrer Jugend vergewaltigt wurde und sich auch außerhalb ihres filmischen Schaffens überwiegend mit der vermeintlichen Unterdrückung der Frau auseinandersetzt. Diese Mischung eines gefärbten Weltbildes und Männerhass, merkt man dem Film tatsächlich auch an und zwar nicht aus einem Kunstverständnis heraus, sondern aus fehlendem Abstand zu dem Thema, wie die grotesk eindimensionale Charakterisierung der „Männerschweine“ und deren folgerichtige Abschlachtung ernüchternd belegen.

Die „unangenehme Diskrepanz“ die ICH verspüre, ist eher dem Umstand geschuldet, dass dieser Film in gewissen feministischen Kreisen unverhohlen als Vehikel für Männerhass gefeiert wird und so auch konstruiert wurde, mit seinem verquast, primitiven Verständnis von Machtumkehr. Während das zentrale Thema Vergewaltigung hingegen lediglich als kalkulierter Schockler a’la „hoppla ein steifer Penis“ und Startschuss zum fröhlichem Männermorden herhalten muss, während die angeblich traumatisierten Mädchen sich anschließend mit billigen Onelinern durch Horden gedemütigter Männer und haushohe Klischees kämpfen. Die Vergewaltigungsszene in Gutterballs hingegen, auf die du dich beziehst, hat keine politische Aussage, dafür aber eine gelungene „Angeklagt“ Referenz zu bieten und ist lediglich eine derbe, aber kontextuell wertfreie Grenzüberschreitung, die ich mir zuhause mit einem Bier in der Hand und einem laschen Grinsen im Gesicht anschauen kann.. Man müsste schon sehr verbohrt sein, wenn man dieser Szene eine politisch, sexuelle Motivation unterstellen möchte, zumal Ryan Nicholson sich dazu im Interview ebenfalls eindeutig positioniert hat.

Genauso verhält es sich mit vielen anderen Werken, seien es Bethmann Filme oder diverse Exploitation Klassiker. Vergewaltigung steht nicht zu unrecht unter Strafe, denn es kommt auch in modernen Gesellschaften noch oft vor und gewisse Filme skizzieren diese tierischen Trieb im Menschen anspruchsvoll, andere mehr oder minder ungeschickt oder bewusst plakativ. Dass Frauen Männern aber in den Arsch ballern und zu Tieren degradieren, nachdem sie vorher von einem Scherenschnitt Vergewaltiger gebumst wurden, natürlich in einem Lagerhaus, und der auch dann prompt keinen mehr hochbekommt, weil das arme Mädchen nicht aufrichtig genug winselt – ist für mich hingegen eher eine hochnotpeinliche Emanzen Kompensationsfantasie, als ein eingefangener Missstand unserer Gesellschaft und belegt die ganze prätentiöse Verlogenheit dieses Films. Von daher ist die vorangegangene Kritik durchaus berechtigt, ob man sie nun teilt, ist natürlich jedem selber überlassen.

Grüße mond

18.02.2013 13:30 Uhr - deNiro
1x
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@mondkrank

Ich kann deine durchaus objektive, in manchen Teilen subjektive, Einschätzung des Filmes grundsätzlich nachvollziehen.
Doch gibt es eins, zwei Punkte die ich anmerken möchte.

Ich denke, ohne jetzt eine Diskussion über die Emanzipation- und Unrechtsdebatte, lostreten zu wollen, das du den Fakt der Vergewaltigung der Regisseurin nur am Rande beleuchtet hast, und damit die maßgebliche Motivation dieser, etwas vernachlässigst.

Für mich ist dieser Fakt allein, der Grund dafür, weshalb der Film seine Protakonisten schablonenhaft und stereotyp zeichnet! Dies ist nichts weiter als ein Werkzeug um möglichst ein breites Spektrum anzusprechen und kommunikativ zu erreichen.

In diesem Zusammenhang finde ich es auch nicht angebracht, dem Film Verlogenheit vorzuwerfen, denn in meinen Augen handelt es sich um die soziale Skizzierung eines Milieus das nunmal auch aus "Scherenschnitten" besteht.

Auch das der Film in gewissen Kreisen als "Schablone" oder "Vorbild" gefeiert wird, würde ich dem Film in keiner Weise vorwerfen wollen. Das tust du ja bei "Braveheart" oder "American History X" auch nicht;)
Sonst habe ich deine Ausführungen sehr genossen!

18.02.2013 13:49 Uhr - trustno1
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Hut ab vor mondkranks ausführlicher und absolut zutreffender Analyse des Films Baise-moi. Mit fast schon akademischer Akribie zerpflückt er dieses unsägliche Machwerk primitivster Provenienz; ich hatte dies in meinem ersten Post einfach etwas unverblümter und vielleicht auch etwas zu drastisch ausgedrückt. Der Unterschied zu manch exploitativem Werk der Herren Nicholson, Bethmann, etc. besteht in der Tat darin, dass Baise-moi eindeutig eine politische Botschaft vermittelt, wie der User mondkrank sehr aufschlussreich erläutert hat.

Dass mein Kommentar hinsichtlich meiner Wortwahl vielleicht nicht unbedingt einem mehrheitsfähigen Konsens entsprochen haben mag, ist das eine. Das andere aber, nämlich das Lostreten einer Tirade auf mich persönlich, zeugt doch von einem ziemlich kleingeistigen Weltbild der jeweiligen Schreiberlinge. Offensichtlich reicht hier bereits nur ein leiser Hauch von Kritik am EU-Apparat, um unterstellt zu bekommen, man sei paranoid. Eine derartige Denkweise ist insofern besorgniserregend, weil die daraus resultierenden Interpretationen sehr wohl darauf schliessen lassen, wie sehr sich manch einer von den Massenmedien beeinflussen lässt.

Dass es bei genau diesen Medien inzwischen salonfähig geworden ist, unverhohlen und gebetsmühlenartig die Schlechtigkeit des männlichen Geschlechts auf anklagende Weise zu kolportieren, geschieht mit der vollen Absicht, die Denkweise der breiten Masse nachhaltig zu beeinflussen. Und wie es aussieht, geht die Rechnung vollends auf, wie an manchen Kommentaren hier unschwer abzulesen ist. Dass mir dieser Sachverhalt von den betreffenden Usern in Abrede gestellt wird, versteht sich von selbst und gipfelt dann eben auch in der Unterstellung, ich sei paranoid.

Wer sich überdies einmal etwas mit der Gender Mainstream-Thematik auseinandersetzt und dabei sein kleingeistiges Soll-Denken aussen vor lässt, stellt schnell einmal fest, dass diese auf der politischen Agenda eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Nur weil manche dies nicht wahrhaben wollen, heisst das noch lange nicht, dass sie nicht existiert.

Natürlich ist es einfach, jemanden als paranoid zu bezeichnen oder ihn allein aufgrund seiner Kommentare zu anderen Filmen als frauenfeindlich zu brandmarken, obwohl man die betreffende Person gar nicht kennt. Selbst wenn die persönlichen Angriffe nicht mir gegolten hätte, betrachte ich es als ziemlich vermessen, jemanden bar jeglicher Kenntnis über seine Person, ihn auf solche Art und Weise zu diffamieren. Dies belegt ganz deutlich ein Defizit bezüglich der Reflektionsfähigkeit.

Es freut mich aber, dass es auf dieser Seite auch User gibt, die sehr wohl in der Lage sind, sich differenziert und sachbezogen auszudrücken, ohne in persönliche Beleidigungen und haltlose Unterstellungen abzudriften. Dies einmal, besonders im Kontext zur eigenen Denkweise gründlich zu überdenken, kann ich gewissen Individuen hier nur dringend empfehlen.

18.02.2013 14:30 Uhr - II__II
5x
@trustno1

Der Unterschied zwischen dir und mond ist allerdings der, dass er es nicht nötig hat wir der hinterletzte angebräunte Wutbürger rumzupöbeln.
Deine Begriffswahl und deine dualistisch konstruierten Feindbilder machen es halt schwer dich ernstzunehmen.
Vor Allem wenn du, wie auch schon wieder in deinem letzten Beitrag, auf verschwörungsideologische Rhetorik ohne Beweise zurückgreifst.

18.02.2013 14:56 Uhr - burzel
2x
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@ Mond

das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Es wird doch umgebracht, egal ob Männlein oder Weiblein.Und auch Männer kommen nicht durchweg schlecht weg. Gut, ich guck(t)e mir dden Film auch eher unter dem Aspekt "Trash" an, finde ihn auch gar nicht so weit entfernt von manchem Jess-Franco-Film oder ist es gar die krasse Variante von "und erlöse uns nicht von dem Bösen"?? Eine "militant lesbisch-feministishe"-Ebene erschliesst sich mir nicht.
Ich finde es eher sehr überzeugend dargestellt: Zwei Frauen aus sozial schwachen Verhältnissen, wollen aus ihrem Umfeld ausbrechen und ziehen nach persönlichen schweren Schicksalen mordend und verwüstend durch das Land, wobei sie den, in ihren Augen, Reichen einen "reinwürgen". Im Gegensatz zu Thelma und Louise, war die "Reise" von Anfang an darauf ausgelegt und auch die Konsequenz zu Ende, die einzig Mögliche.
Jeder halbwegs Film-Interessierte hat halt eine andere "Seh-Sozialistion". Daher kann es wohl nmicht nur das einzig Richtige oder Falsche für einen Film geben.

18.02.2013 15:18 Uhr - trustno1
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Köstlich, ich bin ein frauenfeindlicher und paranoider Verschwörungstheoretiker, der seine Pillen abgesetzt hat und die Aluhaube wieder aufsetzen soll. Ja, wisst ihr denn nicht, dass ich vor ein paar Tagen der Anstalt entwischt bin? Ich habe dem Herrn Doktor aber fest versprochen, bis heute Abend wieder zurück zu sein...

18.02.2013 16:14 Uhr - Amok-666
45. 18.02.2013 14:30 Uhr - II__II
Deine Begriffswahl und deine dualistisch konstruierten Feindbilder machen es halt schwer dich ernstzunehmen.

Könntest du bitte kurz erklären auf welche "dualistisch konstruierten Feindbilder" du dich hier beziehst vorallem im zusammenhang mit der "verschwörungsideologischen Rhetorik ohne Beweise ".
Würde mich sehr interessieren.Danke schonmal im voraus.

18.02.2013 17:31 Uhr - II__II
5x
Männerverachtender Kampflesben-Dreck, typische Gender Mainstream-Gehirnwäsche aus der untersten Schublade.


Die meisten merken dabei nicht einmal, wie infiltriert ihr Denken inzwischen ist.


Heute, wo alles politisch korrekt vom Gutmenschentum überreguliert ist, geht sowas natürlich nicht mehr.


Die Massenmedien prägen dabei die Meinung von John Doe und Otto Normalo. Es ist ihre Aufgabe, die breite Masse zu erziehen und ihr Denken zu beeinflussen.


usw.

Ist jetzt irgendwie nicht sonderlich reflektiert, sondern der stumpfe, verallgemeinernde, jeden konkreten Fakt umschiffende Blödsinn der halt an jeden Stammtisch nach drei Bier zum Besten gegeben wird.
Allein schon Aussagen wie die letzte der oben zitierten, sind nichts weiter als redundanter, kulturpessimistischer Populismus.
Vielleicht hilft es mal ne Einführung in die Mediensoziologie oder am besten gleich was von Pierre Bourdieu zu lesen.

18.02.2013 18:06 Uhr - Amok-666
1x
Nunja...in dem Fall...
Herr Ober,n´Bier für trustno1 und für mich nen´Whiskey-Cola und mach nen´ Doppelten.
Danke.

18.02.2013 18:10 Uhr - trustno1
1x
Ich darf mir doch heute keinen mehr hinter die Binde kippen, ich muss zurück in die Anstalt und Alkohol verträgt sich so schlecht mit den Pillen, die ich dort bekomme.

18.02.2013 18:16 Uhr - trustno1
Und als Verschwörungstheoretiker erlaube ich mir auf Noam Chomsky und seine zehn Strategien der Manipulation zu verweisen, als Kulturpessimist darf ich das. Und ach was soll's: ich nehme auch noch 'n doppelten Whisky.

18.02.2013 18:17 Uhr - II__II
5x
Selbstironie ist übrigens auch ein rhetorische Figur die man beherrschen sollte, wenn man sie so inflationär anwendet.

18.02.2013 18:18 Uhr - Trench
2x
Ich möchte hier ja wirklich niemanden persönlich angreifen aber kann es sein das es hier den ein oder anderen User gibt der etwas sehr empfindlich ist? Ich lese hier ja schon seit Jahren mit und muss jedesmal herzhaft lachen wenn ich sehe wie sich hier an einzelnen Worten oder vielleicht falsch verstandenen Sätzen derart aufgegeilt wird das sofort ein verbaler Kleinkrieg ausbricht. Wir sind doch alle erwachsen also stellt euch doch bitte nicht so an. MFG

18.02.2013 18:20 Uhr - II__II
1x
Davon ab mag Chomsky der Einstein der Linguistik sein, als politischer Theoretiker bzw Philosoph aber eine peinliche Nulpe.

18.02.2013 18:20 Uhr - AenimaD
Gut für die Briten :D Den Film macht es nicht besser, fand den mehr als banal.

Edit: Was geht denn hier? Immer dieser pseudo-eloquente Forenmüll... Klingt gebildet, bleibt aber überhebliches, sinnentleertes Geflame. Also Ruhe jetzt und nett sein ;)

18.02.2013 18:24 Uhr - Bountyhunter
@mondkrank:
Finde deine sehr ausführlichen Ausführungen zu "Baise-moi" erstmal in sich schlüssig, müsste den Film, um dessen Verteidigung es mir übrigens mitnichten geht, nochmal sehen, um mir ein Bild machen zu können, ob ich dieser zustimme oder eben nicht. Was mir allerdings nicht einleuchtet bzw. wo ich offen und gerne zugebe, dass ich es nicht verstehen will ist, dass die die latente Frauenfeindlichkeit vieler Filme von männlichen Regisseuren "weniger schlimm" sein soll als die offen vorgetragene Männerfeindlichkeit der Filmmacherinnen von "Baise-moi". Ich persönlich finde die Sexulaiserung weiblicher Körper im Kontext einer Vergwalktigungsszene wie in "Gutterballs", den ich übrigens im Bezug auf einen Kommentar von trustno1 erwähnt habe, oder mehr noch in "Irreversibel" bedenklich. Im ersteren Falle, weil er, das beschreibst Du ziemlich gut, das Geschehen komensurabel macht, was bspw. "Salo" oder auch "Cannibal Holocaust", den ich übrigens (@Fratze) auch mag, m.E.n. nicht tun, ohne deshalb weniger drastisch zu sein in ihren Grenzüberschreitungen. Die Gender-Aspekte, die ich erwähnt haben, bezogen sich nicht auf andere Kommentare hier, sondern auf meine Arte Filme zu sehen: So finde ich etwa die Vergewaltigungsszenen in "Straw Dogs" oder "Once upon a Time in America" problematisch, es überwiegen aber andere ästhetische und auch (blödes Wort, aber ich weiß gerade kein besseres) politische Aspekte in meiner Bewertung dieser Filme, ich muss dann aber halt auch nicht gleich aufschreien, wenn ein Film mal Männer als schablonenhaft gezeichnetes Schlachtvieh präsentiert (wie es eben auch so ziemlich jeder Giallo, "politische Ambitionen" hin oder her, mit Frauen tut). Darin und in nichts anderem sehe ich eine Doppelmoral.
Was das "Nazi-Thema" anbelangt: Ich denke, dass jeder Film, der sich mit historischen Begebenheiten beschäftigt (wobei man klar als Comics Erkennbares wie Indiana Jones vielleicht ein Stück weit außen vorlassen kann), diese auf bestimmte Arten bewertet und also auch "politisch" ist. Mir persönlich ist das Geschichtsbild von bspw. Eichinger und Hirschbiegel halt noch wesentlich unsympathischer als die Rührseligkeiten eines Herrn Spielberg, die ich vielleicht wirklich etwas voreillig mit "Inglourious Basterds" in einen Topf geworfen habe (Stimme nämlich mit Dir darin überein, dass er es wesentlich besser macht als Spielberg und imo auch die vorhergenannten zusammen.) Ich verwehre mich allerdings dagegen, dass ich hier irgenjemandem, und sei es auch nur andeutungsweise, die Nazi-Karte vorhalten würde. Nur weil ich die Sicht einiger User hier eben genauso wenig mag wie das Geschichtsbild eines Films wie "Der Untergang" würde ich weder besagte User noch die Filmemacher als "Nazis" diffamieren.

@: trustno1

Leider hast Du recht damit, dass es auf SB.com Gang und Gebe ist, dass sich einige User, welche Einstellungen sie zu bestimmten Themen auch immer haben, gerne mal im Ton vergreifen. Ich beziehe mich mit meiner Kritik ausschliesslich auf das, was Du hier schreibst, ohne Dich irgendwie persönlich angreifen zu wollen. An eine etwas paranoide Weltsicht lässt bei Dir halt nicht nur das Vokabular ("Infiltrierung", "Gleichschaltung"), sondern auch die Art, wie Du Dich, zumindest in Ansätzen, zum letzten Menschen auf Erden stilisierst, der sich noch traut, so zu denken. Dass dem nicht so ist, merkst Du nicht nur an den Usern hier, die für Dich Partei ergreifen, sondern auch bspw. wenn Du Dir das Andrew Breitband-Zitat im heutigen Post über die Doku "Hating Breitbard" durchliest, das mit der Theorie, dass die Linke Begriffe wie PC benutze, um Andersdenkende mundtot zu machen in eine sehr ähnliche Richtung zielt wie Deine Posts hier. Ich würde eher sagen, dass leider im Deutschland von "Der Untergang" und Thilo Sarrazin (oder auch, um zum Gender-Thema zurück zu kommen: Eva Hermann) viel zu viele so denken wie Du. In diesem Thread hier habe ich das Gefühl, dass eher diejenigen, die halt anders denken als bspw. Du mit Totschlag-Argumenten von "politisch korrektem Gutmenschentum" mundtot gemacht werden sollen.

18.02.2013 22:21 Uhr - kleinkariert
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18.02.2013 18:18 Uhr schrieb Trench
Wir sind doch alle erwachsen

Das möchte ich anzweifeln.

19.02.2013 17:01 Uhr - mondkrank
2x
Dass ein User hier direkt so ungeschickt an die Wand gestellt wird, weil er sich kurzzeitig einer etwas kräftigeren Sprache bedient hat und wahrgenommene Gesellschaftsumstände in seinen themengebundenen Kommentaren kundtut, finde ich nicht in Ordnung. Ich lese und schreibe eine ganze Weile auf SB.com und besonders seit Einführung des „gefällt mir“ Daumens, erstickt die Seite geradezu an anbiedernden Binsenweisheiten oder einsilbigen Meinungsstatements. Die restlichen Prozente teilen sich Diskussionen über überteuerte Mediabooks und Unrated Verarschungen.

Dass aus diesem Umstand heraus gerade ein User wie Trustno1 hier vorgeführt werden soll, gibt ihm dann auf perfide Art und Weise schon wieder Recht. Denn anscheinend reicht ein wohlig wahrgenommener Moralkonsens aus, um vollkommen losgelöst von der eigentlichen Diskussion auf der persönlichen Schiene unbekümmert einen Selbsterhöhungstrip zu fahren. Das Ärgerliche daran ist, dass seine schärfsten Kritiker zu dem diskutierten Thema rein GAR NICHTS beigetragen haben. Hauptsache aus allen Rohren schießen, aber für eine bereichernde Begründung der verfassten Kritik hat es dann nicht mehr gereicht. Da wurde sich wahrscheinlich schon mit wohligem Seufzen zurückgelehnt und eine Zigarre angezündet.

Was soll man damit schon anfangen? Die Seite quillt über mit selbstgerechten Legasthenikern und saudummen Stammtischfatzken, mit pubertierenden Clowns und auf Krawall gebürsteten Stubenhockern und man hat nichts besseres zu tun, als einen Trustno1 direkt mit der kompletten Bandbreite vorschneller Anschuldigungen zu überhäufen. Manchmal kommen im Rahmen einer fruchtbaren Diskussion halt kontroverse Meinungen auf, wie mühselig, wenn dann gleich alle beleidigte Leberwurst spielen, anstatt auf das Thema konstruktiv einzuwirken oder sich eben elegant herauszuhalten, was ja auch möglich sein soll.

Selbst wenn ich nicht alle Meinungen von ihm teile, so habe ich bisher im gesamten Gesprächsverlauf dennoch stets den Eindruck gehabt, dass Trustno1 durchaus in der Lage ist konstruktiv auf Themen einzugehen, weniger hingegen, dass ein Großteil seiner Kritiker in irgendeiner Form Interesse daran gehabt hätte. Trustno1 als Paranoiker abzustempeln, der eine gesellschaftliche Gleichschaltung aufoktroyierter Wertebilder beklagt, um dann im Anschluss diese inhaltsarme Hexenjagd zu starten, spricht ironischerweise nicht wirklich gegen seine Thesen.

@Bountyhunter

Die Instrumentalisierung weiblicher Körper ist meiner Meinung nach nicht automatisch mit Frauenfeindlichkeit gleichzusetzen. Das ist jetzt ein weites Feld, daher kann ich jetzt schon sagen, dass das Thema nur angerissen wird, aber zumindest sollte meine Grundhaltung klar werden. Auch Frauenrechtlerinnen sind sich uneins, ob die Sexualisierung weiblicher Körper nun ein Zugewinn an Macht für die Frau bedeutet oder eine Herabwürdigung darstellt. Der Pro Sex Feminismus verfolgt die Idee, dass Frauen gerade durch eine aufreizende Aura dem Mann ein Stück seiner Macht nehmen. Auch werden Porno Darstellerinnen im Rahmen dieser Ideologie eher als Ikonen und Gegenentwürfe einer männlichen Machtfigur betrachtet. Das würde Alice Schwarzer mit ihrer PorNO Kampagne nun anders sehen, aber beleuchtet zumindest kurz die beiden vorhandenen Lager.

Dass eine vergewaltigte oder getötete Frau automatisch Frauenfeindlichkeit symbolisieren soll, mag ich nicht akzeptieren. Symbolisiert ein getötetes Tier denn eine Befürwortung von Tierhass, wie in „The Tournament“ oder Michael Myers Kindertaten in „Halloween“? Ich denke die Antwort ist nein, so simpel und banal darf eine Betrachtung nicht ausfallen. Wichtiger als das Gezeigte, muss die Intention dahinter sein und die wiederum ist gemeinhin Auslegungssache, es sei denn, dass der Regisseur erkennbar politisch motiviert ist. Das ist für mich als Konsument von allerlei derbem Zeugs ein zentraler Punkt. Wir unterscheiden ja auch zwischen der künstlerischen Darstellung der NS Vergangenheit und diversen Sexploitation Filmen und echter Nazi Propaganda und (als überspitztes Beispiel) Snuff, auch wenn die dargestellten Inhalte im Zweifel identisch sein könnten, zumindest im Hinblick auf den reinen Betrachtungsaspekt.

Ryan Nicholson behauptet die Vergewaltigungsszene in Gutterballs eingebaut zu haben, damit der Zuschauer einen Zugewinn an Freude empfindet, wenn der Bowling Mörder sich im späteren Verlauf den bösen Jungs annimmt. Als Referenz zu bspw. frühen Westernfilmen, in denen die Familie erschossen wird, damit der Protagonist am Ende Rache nehmen darf und jeder im Kinosaal jubelt „jau, die Schweine haben es verdient“ – dramaturgisch betrachtet zwar simpel aber effektiv. Außerdem beweist Nicholson auch durch die Flipperszene, dass er es versteht augenzwinkernd Filmzitate einzubinden, womit die Vergewaltigungsszene im vorhandenen Kontext aller aufgezählten Aspekte auch ein gewisses filmtechnisches Niveau aufweist und keine versteckten Intentionen im trojanischen Pferd Modus bedient.

Gerade viele der jüngeren und medial aufgeklärten Frauen, haben ein deutlich moderneres Rollenverständnis und sind, so meine Beobachtung, weniger beeindruckt durch Vergewaltigungsszenen, als der Mann es aufgrund seiner geschlechtlichen Nähe zum Täter befürchtet. Für wen biedern wir uns da eigentlich an? Ich habe Gutterballs mit verschiedenen Frauen gesehen und habe bisher keine Kritik gehört, bis auf eine Bemerkung zu den Silikontitten der Protagonistin. Warum sollen gerade Vergewaltigungen immer Statements eines verklärten Rollenverständnisses sein, während Mord, Gewalt, Erpressung und allerlei anderes Zeugs in Filmen vollkommen normal und als dramaturgisches Mittel anerkannt sind, egal wie selbstgerecht zelebriert deren Darstellung ist.

Ich bin von Grund auf gegen Zensur und fühle mich auch nicht so schnell angefasst wie viele andere Menschen, nur weil gewisse Themen eine gewisse Brisanz mit sich bringen. Nur bedingt meine offene Einstellung zu diesen Themen auch, dass ich mich bei Bedarf auch etwas mit den Hintergründen auseinandersetze. Mir würde es zum Beispiel gar nicht behagen, wenn ein bekennender Neonazi einen entsprechend gefärbten Film über deportierte Juden dreht oder ein verurteilter Sexualstraftäter Filme über verschleppte und geschändete Minderjährige macht. Darin sehe ich auch keine Doppelmoral, sondern den einzigen Weg, dass unzensierte Medien in unserer Gesellschaft Anerkennung finden können. Indem die künstlerisch freie Darstellung von fiktiven Themen, die wohlmöglich unser sozialethisches Empfinden verletzen, strikt von politisch und ideologisch gefärbte Inhalten getrennt und bewertet werden.

Grüße mond

22.02.2013 00:51 Uhr - burzel
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ich verstehe nicht, warum hier die "geschlechter-spezifische-Keule" oder die Frage der Darstellung von Frauenfiguren so herausgestellt wird und dabei so Titel fallen, wie New York Ripper. Solch ein Film kann hier gar nicht als Vergleich dienen (oder vieleicht doch; dazu später mehr), denn man muß die Umstände sehen und auch ein bisschen die Klientel, die diese Filme ansprechen soll(t)en (dass die Filme die Zeit überdauert haben, liegt vielleicht daran, dass sie doch nicht ganz so schlecht sind wie ihr Ruf und (jedenfalls für mich) einen Charme und Unbeschwertheit ausstrahlen, was mir bei aktuellen Filmen oft fehlt): Filme wie New York Ripper sind meines Erachtens, trotz oder gar wegen der Zurechnung zum Giallo, reinrassige Exploiter (Trash-Movies), die gewisse Dinge auszeichneten: Wenig, bis gar kein Drehbuch, niedriges Budget und nicht gerade hochtalentierte Schauspieler; zudem gab es in den 70ern in fast allen Ländern Europas (und auch in den USA) abseits des Massen-Kino-Marktes die Bahnhofs- oder Programm-Kinos. Die Filme dort liefen im häufigen Wechseln meist durchgängig an 1 bis 2 Tagen. Das Publikum war weniger Herr Meyer von nebenan (und wenn dann sicher nur sehr verstohlen und immer darauf achtend, dass er nicht erkannt wird), als eher finanziell nicht gut-gestellte Menschen. Ein gewisser Anteil an Sex und eine fragwürdige Darstellung der Frau schien in diesen Filmen Pflicht zu sein (denn auch wenn billig produziert brauchte man doch Publikum, um etwas zu verdienen). Ich vermute, mehr als die Hälfte der nur oberfläch film-interessierten Menschen hat je die Namen Franco oder Fulci oder (Dario) Argento gehört.
Was für mich Baise-Moi wiederum in die Kategorie Exploiter zieht, ist für mich die billige Optik, die wenige talentierten Schauspieler, wenig bis gar keine Charakter-Zeichnung (=wenig bis gar kein Drehbuch). Ich gucke den Film als Trash/Explotation-Movie und sehe, wie bereits erwähnt, gerade zu Franco sehr viele Parallelen, aber auch z.B. zu Filmen wie Velvet Smooth oder TNT Jackson. Möglicherweise kennen diejenigen Leute (abseits dieser Webseite), die hier lesbisch-feministische Aspekte sehen, Werke von z.B. Franco gar nicht .
Ich schaue mir eine nackte Lina Romay, die sich im Rattan-Sessel die Mumu rasiert ungleich lieber an als eine asexuelle, bis oben hin zugeknöpfte Jenifer Aniston.

22.02.2013 23:40 Uhr - Phileas
Na ja. Muss man nicht gesehen haben. Es gibt schlimmeres, aber die Komination von simpler Story, amateurhafter Machart sorgte bei mir für Langeweile pur.

Dass das neue UK Release uncut sein wird, ist aber schon seit einigen Wochen bekannt.

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