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Veröffentlicht am von Doc Idaho

Gefahr und Begierde in den USA als R und NC17 DVD

Lust, Caution bekommt zusätzlich eine zensierte Fassung

Während der Verleih vor dem amerikanischen Kinotstart betonte, Ang Lees mit etwas gewagteren Sexszenen versehenen Spionagefilm aus Respekt vor den Machern und dem Stoff nicht für ein R-Rating zu zensieren, führte bei der DVD Auswertung scheinbar doch kein Weg an einer profitableren Freigabe vorbei.
Einige Händler, vor allem Walmart, Marktführer bei DVDs, führen nur in einem Bruchteil ihrer Geschäfte NC-17 Versionen. Genauso wie bei Bertoluccis Erotikdrama Die Träumer gibt es also für diese Gechäfte auch eine zensierte R-Rating Fassung.

Der Film lief im Oktober in deuschen Kinos. Unzensiert und ab 16 Jahren.

Inhaltsangabe / Synopsis:

Shanghai 1941, zur Zeit der japanischen Besatzung Chinas. Die junge Studentin Wang Jiazhi kommt an der Universität in Kontakt mit der chinesischen Widerstandsbewegung. Ihr Kommilitone Kuang wählt sie für eine gefährliche Mission aus, nachdem er sich von ihrem Charme und ihrer Ausstrahlung überzeugt hat. Ihr Auftrag: Sie soll ... [mehr]
Quelle: DVDTown
Mehr zu:

Gefahr und Begierde

(OT: Se, Jie, 2007)
Schnittbericht:
Meldung:

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Kommentare

04.12.2007 10:25 Uhr - logan5514
Das ist ja wirklich lustig. Bei uns läuft der mit FSK 16 und in den USA muss sowas noch geschnitten werden. Aber habe ich das jetzt richtig verstanden: Walmart kann also "beeinflussen" ob ein Film auch zensiert rauskommt? Sprich, aus dem Grund, dass viele Amerikaner ihre Filme im Walmart kaufen, schneidet man eine R-Rated-Version zurecht? Das ist schon heftig, im Hinblick auf Größe und Auswirkung von Konzernen.

04.12.2007 10:36 Uhr - Doc Idaho
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Wal-Mart verkauft mehr als 30% aller DVDs in den USA.

04.12.2007 11:11 Uhr - 53Fatman
Also wenn ich der Publisher von diesem Film wäre und mir Wal-Mart und Konsorten freundlich nahe legen, schneiden Sie eine r-rated ansonsten gibts kein Geld würde ich da auch nicht lange zögern, wieso auch. Ist doch OK.

Bei uns ausserdem nicht viel anders, bei uns führen auch nur ein Bruchteil der großen Elektronikfachmärkte Indextitel unter der Ladentheke, es lohnt eben nicht.

Finde die Handhabe (mal abgesehen davon das es imho unsinnig ist sowas zu zensieren) vollkommen ok, es erscheint ja nebenbei die ungekürzte Fassung die "theoretisch" überall erhältlich ist in den USA.

Früher fand ich das noch schlimm das Filme für eine r-rated geschnitten wurden (siehe Cliffhanger), damals gab es nämlich keinen "unrated-Markt/Hype" und deshalb erschienen oftmals auch nur die gekürzten Fassungen auf DVD.

Heutzutage kein Problem mehr.

Grüße

Fatman

04.12.2007 12:25 Uhr -
Kann der Film nicht einfach als Unrated rauskommen?

04.12.2007 12:39 Uhr - turnstile67
@Final Fantasy:
Klar könnte er das, aber ... Liest Du Dir eigentlich die News nicht richtig durch? Oder Doc's Post Nr. 2?

...rolleyes...

04.12.2007 13:03 Uhr - logan5514
@ 53Fatman: Okay klar, man kann ja immer noch auf eine ungekürzte Fassung zurückgreifen, die es ja im Normalfall auch immer parallel zur "gekürzten" Fassung gibt, aber dennoch finde ich es irgendwie beängstigend, dass jetzt nicht nur die Produktionsfirmen einen Film wahrlos zerschneiden können, und damit das Werk des Regisseurs "zerstören" bzw. die Idee dahinter entfremden (siehe Ultraviolett, etc.) sondern jetzt auch noch Supermärkte ein Wörtchen mitzureden haben. Diese Tatsache ist das Schlimme. Aber es gibt ja Gott sei Danke meistens (wie oben schon gesagt) auch immer eine Uncut-Fassung!
(Freu mich übrigens auf den Film)

04.12.2007 13:15 Uhr - Doc Idaho
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6. 04.12.2007 - 13:03 Uhr schrieb Logan5514
[...] sondern jetzt auch noch Supermärkte ein Wörtchen mitzureden haben. Diese Tatsache ist das Schlimme.


Auch wenn das für dich jetzt alles sehr überraschend zu kommen scheint, ist das eine Selbstverständlichkeit im Handel.
Du empfindest du das nur als schlimm, weil dir die Mechanismen dahinter nicht bekannt sind und halt nur Konsument bist. Aber prinzipiell profitierst du davon.

ciao

04.12.2007 13:29 Uhr -
@Doc Idaho:
Ich bin lange genug in führenden Positionen im Handel tätig gewesen, um sehr wohl zu wissen, daß der Verbraucher selten bis gar nicht profitiert! Die "Mechanismen dahinter" sind menschenverachtend und tendieren eindeutig zur Kriminalität, siehe Einkaufszentrale Media Markt/Saturn. Hier wird mit Absicht die Wirtschaft erpresst, die Marktposition auszubauen, und dies alles wird ausgetragen auf dem Rücken der kleinen Arbeitnehmer. Etliche Entlassungswellen in großen deutschen Betrieben sind durch die Einmischung großer Verkaufsketten überhaupt erst zustande gekommen.
Und wer weiter denkt, sieht sehr schnell ein, daß durch dieses Verhalten der Arbeitsmarkt stark belastet wird, die Sozialabgaben steigen, dies widerrum zu Preis- und Steuererhöhungen führt, was widerrum die Firmen zwingt, Einsparungen vorzunehmen etc pp. Eine endlose Teufelsspirale!
Die großen Handelsketten sind das Geschwür in einer gesunden Wirtschaft und müssten eigentlich stark staatlich begrenzt werden, aber wer tut das schon?
Und das ist ein Preis, der dem Verbraucher eigentlich zu hoch sein sollte, um dafür eine günstige DVD als "profitabel" zu bezeichnen. Denn im Hintergrund zahlt er dafür doppelt und dreifach drauf!

Sorry fürs Off-Topic, aber als ehemaliger Marktleiter mit weitreichendem Einfluss denke ich das Thema etwas besser zu verstehen.

04.12.2007 13:44 Uhr -
turnstile67,
Ich habe die News schon gelesen, aber ich versteh es nicht. Verkauft Wal-Mart auch keine Unrated DVDs? Warum bringen die dann immer so viele raus, wenns sich doch nicht lohnt?

04.12.2007 13:46 Uhr - Doc Idaho
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@The Professor

Zum einen kein "Sorry" nötig. Zum anderen hast du Recht, das Verhalten von Media Markt, Walmart (insbesondere) und Co ist hier unter aller Sau.

Aber ich bezog mich hier nur auf die Produktgestaltung in Absprache mit dem Handel. Und das (für sich genommen) hat auf jeden Fall Vorteile für den Verbraucher. Vor allem bei den DVDs darf man auch nicht vergessen, dass Walmart massgeblich an dem Erfolg des Formats mitverantwortlich war (aber das ist noch mehr offtopic).

Du hast Recht und im "big picture" sieht alles nicht mehr so rosig aus. Aber soweit wollte ich hier nicht gehen. Ich bezog mich nur auf die Produktgestaltung und z.B. bewußt nicht auf die Preise, die gerne vom Handel diktiert werden und so zu vielen der Probleme führen, die du beschrieben hast.

ciao

04.12.2007 14:36 Uhr - logan5514
Um nicht weiter zu graben und die Topic ganz zu verlassen nur noch ein "Danke". Sehr aufschlussreich, was hier in kurzer Zeit diskutiert wurde.

04.12.2007 15:59 Uhr -
yeah ne special-wal-mart-edition :)

PG-WAL-MART rated :D

04.12.2007 16:03 Uhr -
Ich will keinem zu Nahe treten, aber der o.a. Bericht zur DVD-Veröffentlichung sagt wortwörtlich, dass die Entscheidung nicht durch Großvertreiber, wie Walmart, nicht vorgegeben wurde, sondern der Herausgeber deren Firmenpolitik hinsichtlich Verkauf von NC-Rating-DVDs berücksichtigt. Die Verkaufszahlen würden unter Herausgabe nur einer ungeschnittenen Fassung und dem folglichen NC-Rating als deutlich geringer eingeschätzt.
Trotz künstlerischer Ansprüche der "Macher" ist und bleibt der Film nach wie vor ein weitgehend kommerzielles Produkt und WIR sind Teil der Kundschaft. Es gilt das Mini-Max-Prinzip (geringster Aufwand - größtmögliches Ergebnis).
Ich kann die Herausgabe zweier Schnittfassungen immer dann begrüßen, wenn sie a) zeitgleich erfolgen und b) eine davon immer die ungeschnittene ist.

04.12.2007 17:20 Uhr - Batman
Also das in Amerika alle Sexszenen geschnitten werden mussten, war ja eigentlich abzusehen, da es schon ganz schön zur Sache geht. Wie gut das wir in Deutschland wenigstens damit keine Probleme mehr haben. Warten wir doch einfach auf die deutsche DVD, die hoffentlich unszensiert kommt. ;o)

04.12.2007 17:48 Uhr - schobi
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Wenn ich Wal-Mart höre oder lese muss ich unweigerlich an die geniale South Park-Folge denken XD

04.12.2007 18:18 Uhr - logan5514
@ schobi: Jap, die ist wirklich gut. Und irgendwie wahr (siehe hier) ;)

04.12.2007 20:16 Uhr - Slowlight
@FreddyMyers
Das Mini-Max-Prinzip gilt hier nicht, denn das gibt es gar nicht. Das hieße nämlich, man hat zwei Unbekannte in der Gleichung. Das ist mathematisch nicht lösbar. Entweder gehe ich mit 20,- Euro in die Stadt, um mir die coolste DVD zu kaufen, die ich für das Geld finden kann oder ich suche eine bestimmte DVD und will möglichst wenig Geld dafür geben.

07.12.2007 10:11 Uhr -
@Slowlight
Dein Name is Programm. Das MiniMax-Prinzip, und da muss ich Dich leider enttäuschen, gibt es. Es kommt aus der Wirtschaftswissenschaft. Ziel ist es mit dem geringstem Input den größtmöglichen Putput zu generieren.
In meiner Aussage, um es mal plastisch auf die DVD-Veröffentlichung hier zu beziehen, stellt sich den Verlegern der DVD die Frage:
a) Produktions-, Werbe-, Vertriebskosten... etc. gegenüber Einnahmen für eine Fassung (hier dann Erwartungen bei nur einer DVD / entweder cut oder uncut)
b) etwas höhere Kosten (aber gleiche wie oben) wegen Herstellung und Vertrieb zweier Fassungen
Mathematisch ist das sehr wohl lösbar, weil die Kosten kalkulierbar sind, die Einnahmen jedoch die unbekannte nur zu erwartende Erwartung darstellt.
Noch Fragen?

11.12.2007 22:07 Uhr - Slowlight
@FreddyMyers

Ganz ruhig bleiben. Schau einfach mal in einem Wirtschaftslexikon, VWL- oder BWL-Buch Deiner Wahl unter 'Ökonomisches Prinzip' oder 'Wirtschaftliches Prinzip' nach. Du wirst in keinem Buch das Minimax-Prinzip finden, weil es eben nicht existiert.

Als Beispiel zitiere ich aus 'Grundlagen und Prozesse des Wirtschaftens', 2. Auflage Cornelsen Verlag 2002, herausgegeben von Prof. Dr. Franz-Josef Kaiser. Auf Seite 178 steht: "Der homo oeconomicus richtet sein Handeln nach dem ökonomischen Prinzip aus, welches in zwei Versionen vorliegt: Das Maximalprinzip und das Minimalprinzip. [...] Eine gleichzeitige Anwendung des Maximalprinzips und des Minimalprinzips ist nicht möglich."

12.12.2007 13:13 Uhr - Lukas
@Slowlight und Freddy Myers

Ich darf hier mal als Volkswirt für ein wenig Aufklärung sorgen. ;-)
Also das mit dem Wirtschaftlichkeitsprinzip und seinen beiden Ausprägungen Minimalprinzip (fixer Output mit minimalem Ressourceneinsatz) und Maximalprinzip (maximaler Output mit fixem Ressourceneinsatz) stimmt soweit.
Die Minimax-Regel (auch Maximin- oder Wald-Regel genannt) wiederum ist eine Entscheidungsregel bei Unsicherheit. Dabei werden für alle zur Verfügung stehenden Handlungsvarianten die jeweils möglichen Ergebnisse und im Speziellen das schlechtmöglichste Ergebnis betrachtet. Gewählt wird dann die Handlung, bei der das schlechtmöglichste Ergebnis "am wenigsten schlimm" ist. Um das mal an einem Beispiel zu verdeutlichen:
Handlung A: Hier kann man 50,- Euro verlieren oder 100,- Euro gewinnen.
Handlung B: Hier kann man 10,- Euro verlieren oder 10,- Euro gewinnen.
Schlechtmöglichstes Ergebnis ist bei Handlung A 50,- Euro Verlust und bei Handlung B 10,- Euro Verlust, also entscheidet man sich für B.
Die Maximin-Regel sorgt also sozusagen dafür, dass möglichst wenig schiefgehen kann.

12.12.2007 15:51 Uhr - Slowlight
@lukas

Von einer Minimax-Entscheidungsregel ist mir auch schon mal etwas zu Ohren gekommen. Wir beide haben also keine Probleme miteinander ;-) Aber darum ging es FreddyMyers ja nicht. Seine Aussagen "Es gilt das Mini-Max-Prinzip (geringster Aufwand - größtmögliches Ergebnis)" und "Ziel ist es mit dem geringstem Input den größtmöglichen Putput zu generieren." sind wie oben beschrieben einfach nicht zutreffend.

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