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Veröffentlicht am von Bob

Im Zeichen des Bösen mit 3 Versionen auf Blu-ray

Orson Welles' Klassiker kommt von Koch Media

Im Rahmen ihrer Masterpieces of Cinema-Reihe veröffentlichte das Label Koch Media schon einige Filmklassiker in exzellenten Blu-ray-Editionen. Zuletzt beispielsweise Der große Treck. Diesen Monat folgt nun ein noch wichtigerer Titel: Orson Welles' Film Noir Im Zeichen des Bösen (OT: Touch of Evil) aus dem Jahr 1958.

Anders als zum Beispiel bei Citizen Kane, hatte der Regisseur hier leider nicht die Kontrolle über den Endschnitt des Films, was dazu führte, dass er nicht in seinem Director's Cut in die Kinos kam. Es wurden sogar neue Szenen von einem anderen Regisseur nachgedreht.

Welles fand natürlich wenig Gefallen an den Änderung der Kinofassung und schrieb draufhin ein fast 60-seitiges Memo an das Studio, in dem er seine Vorstellungen vom Film erläuterte. Dieses Memo diente in den 1990ern, lange nachdem Welles gestorben ist, auch als Vorlage für die sog. Reconstructed/Restored Version, die oftmals auch als Director's Cut bezeichnet wird, weil sie Welles Vorstellungen am nähesten kommt.

Neben der Kinofassung und dem simulierten Director's Cut existiert aber auch noch eine Preview-Fassung des Films, die sowohl Szenen aus Welles erster Schnittfassung als auch die neu gedrehten Szenen des 2. Regisseurs hat.

Die Blu-ray von Koch Media wird alle 3 Versionen auf 2 Blu-rays beinhalten. Genauso wie die britische Blu-ray des Films werden die Kinofassung und der Director's Cut sowohl im 1,85:1-Format als auch im 1,37-Format vorliegen. Die Preview-Version nur in 1,85:1.

Die Blu-ray der Masterpieces of Cinema-Reihe, die auch sonst noch intereressantes Bonusmaterial zu bieten hat, steht ab dem 24. Januar 2014 im Handel.

Inhaltsangabe / Synopsis:

Orson Welles' zeitloses Meisterwerk - erstmals komplett und in ganzer Länge mit restauriertem Material zu sehen - ist ein außergewöhnlicher Film Noir über Korruption und Besessenheit. Welles selbst spielt den korrupten Polizeichef Hank Quinlan, der einem mexikanischen Jugendlichen ein Verbrechen anhängt, um seinen diabolischen Plan ungehindert durchführen zu können. (Universal Pictures)

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Kommentare

07.01.2014 00:16 Uhr - Kreator
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Auch wenn der Titel mich nicht interessiert, ist es natürlich mal wieder grandios, was Koch Media hier leistet!

07.01.2014 00:16 Uhr - Tom Cody
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Donnerwetter! Großes Lob an Koch-Media, daß sie (wieder einmal) ein solch cineastisches Meisterwerk mit einer entsprechenden Veröffentlichung würdigen. Das Label macht sich bei mir immer beliebter.
Eine solche Behandlung würde ich mir z.B. auch bei einem verstümmelten Klassiker wie Peckinpah`s "Sierra Charriba" wünschen. Damit ist zwar nicht zu rechnen, aber man wird ja noch träumen dürfen...

07.01.2014 01:05 Uhr - spannick
1x
inklusive der Kinosynchro für alle 3 Fassungen (auf DVD gab es nur eine Neusynchro)

07.01.2014 07:07 Uhr - the proff
1x
Orson Welles ein Wahnsinniger mit Methode!
Charlton Heston als Mexikaner!
Die Kamera !
Der böse Plot!
Und diese düstere fast greifbare Atmo !

07.01.2014 07:29 Uhr - Filmifreaki
07.01.2014 01:05 Uhr schrieb spannick
inklusive der Kinosynchro für alle 3 Fassungen (auf DVD gab es nur eine Neusynchro)

Ist das bestätigt? Das wäre der absolute Hammer!

07.01.2014 09:17 Uhr - Christian1982
1x
07.01.2014 07:29 Uhr schrieb Filmifreaki
07.01.2014 01:05 Uhr schrieb spannick
inklusive der Kinosynchro für alle 3 Fassungen (auf DVD gab es nur eine Neusynchro)

Ist das bestätigt? Das wäre der absolute Hammer!

Es sollen beide deutsche Synchronisationen dabei sein und habe bei Koch Media Nachgefragt. Es soll wie folgt sein:

Die 1958er Kinofassung soll die Kinosynchro haben, der Directors Cut einmal die Neusynchro und dazu die Kinofassung aufgefüllt mit DC und ähnlich auch nochmal
die Previewfassung - hier werden 2 Szenen OmU sein.

07.01.2014 10:07 Uhr - nivraM
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SO muss eine würdige Veröffentlichung eines Klassikers aussehen! SO und nicht anders!

07.01.2014 11:59 Uhr - Enf
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Sehr geile Nachricht, jetzt weiß ich auch, warum ich den Film noch nicht in der Sammlung habe - ich habe einfach auf diese Veröffentlichung gewartet :)

07.01.2014 12:40 Uhr - Martyr
Freue mich sehr auf diese VÖ. Bis auf das Durcheinander bei der Verpackung der "Masterpieces of Cinema" Reihe (manche Titel in DVD- Format, manche in Blu- ray- Format...sieht eben nicht sehr schön aus im Regal) wird hier bestimmt wieder alles stimmen! Drei bzw. Fünf Fassungen (laut Cover, damit sind wohl auch die alternativen Synchros gemeint), im quasi Mediabook mit fundierten Informationen, gutes Bonusmaterial... und wieviel muss man dafür ausgeben? Keine 15 Euro! Was würden da so manche Repack- Labels für nehmen...

07.01.2014 12:50 Uhr - burzel
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pfft, die öffentlichen zeigten den zuletzt ungekürzt mit Untertiteln bei den nich-synchronisierten Szenen; da hatte ich mir kurzzeitig meine eigene BD-Version erstellt. Der Film fand ich aber so sehr fragwürdig in Haltung und Moral, dass der mich nich angesprochehn hat. Lediglich die Figur des Sgt. Pete Menzies und die Szenenabfolgen in dem ländlichen Motel waren sehr interessant.

07.01.2014 13:10 Uhr - holgocop
Muss "burzel" Recht geben. Wir hatten den Film damals in Filmgeschichte besprochen, hauptsächlich wegen der genialen Plansequenz am Anfang. Hab ihn mir dann auch in den ÖR angesehen und war schockiert, wie wenig mir der Film gefiel. Das Tempo war unangenehm überdreht und hektisch (ganz und gar nicht passend für diese Art Film), Heston als Mexikaner war schon beinahe so schlimm wie "blackfacing" und insgesamt gab es eigentlich niemanden der auch nur ansatzweise als Identifikationsfigur taugte. Leider für mich - abgesehen von der Eingangssequenz - kein Klassiker.

07.01.2014 14:38 Uhr - burzel
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die beste aller Einganfssequenzen im Noir-Genre hat für mich "Die Rechnung ging nicht auf" von Kubrick.

07.01.2014 16:21 Uhr - Belluss
Der Film fand ich aber so sehr fragwürdig in Haltung und Moral, dass der mich nich angesprochehn hat.


auch mal was neues [für mich] einen Film nach moralischen Aspekten zu bewerten, ich nehme dann mal an das Natural Born Killers oder American History X absolute Hassfilme von dir sind?

07.01.2014 16:37 Uhr - DixonSteele
07.01.2014 13:10 Uhr schrieb holgocop
Wir hatten den Film damals in Filmgeschichte besprochen,
nsgesamt gab es eigentlich niemanden der auch nur ansatzweise als Identifikationsfigur taugte. Leider für mich - abgesehen von der Eingangssequenz - kein Klassiker.


Mit dem Thema Film Noir scheinst du dich ja noch nicht auseinandergesetzt zu haben. Da gehts um abgefuckte Typen, der Plot ist oftmals sekundär. Da gibts keine "Identifikationsfiguren". Es geht schließlich um die negtativen Seiten des Menschen, die im klassischen Hollywoodkino bis dato nicht wirklich beleutet wurden. Euer Dozent hätte euch das mal erzählen sollen...

Zur Veröffentlichung:

Mir reicht meine DVD vollkommen, 1998er Synchronisation hin oder her.

07.01.2014 16:55 Uhr - burzel
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07.01.2014 16:21 Uhr schrieb Belluss
Der Film fand ich aber so sehr fragwürdig in Haltung und Moral, dass der mich nich angesprochehn hat.


auch mal was neues [für mich] einen Film nach moralischen Aspekten zu bewerten, ich nehme dann mal an das Natural Born Killers oder American History X absolute Hassfilme von dir sind?


ich finde, eim Film muß sich tragen durch Figuren; die dürfen auch nicht nur positiv besetzt sein. Du mußt halt richtig lesen: "die Figur des Sgt. Pete Menzies[...] fand ich sehr ionteressant"; das war mir aber zu wenig; da es sonst sehr fragwürdig zuging; am Ende alles irgenwie dahingestellt blieb; das war mir zu wenig;

Nimm Psycho: Bates ist sicherlich kein Musterknabe aber er erweckt bei mir Mitleid, weil er durch Umstände, die er nicht alleine zu verantworten hat, zu dem er geworden ist, waser ist; alles wird schlüssig aufgelöst.

Oder nimm den japanischen Film Stray Cat Rock: Keine Seite ist abgrundtief böse oder himmelhochjauchzend gut; aber die Story ist in sich schlüssig

Das alles fehltmir bei Touch of Evil.


07.01.2014 17:08 Uhr - burzel
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07.01.2014 16:37 Uhr schrieb DixonSteele
07.01.2014 13:10 Uhr schrieb holgocop
Wir hatten den Film damals in Filmgeschichte besprochen,
nsgesamt gab es eigentlich niemanden der auch nur ansatzweise als Identifikationsfigur taugte. Leider für mich - abgesehen von der Eingangssequenz - kein Klassiker.


Mit dem Thema Film Noir scheinst du dich ja noch nicht auseinandergesetzt zu haben. Da gehts um abgefuckte Typen, der Plot ist oftmals sekundär. Da gibts keine "Identifikationsfiguren". Es geht schließlich um die negtativen Seiten des Menschen, die im klassischen Hollywoodkino bis dato nicht wirklich beleutet wurden. Euer Dozent hätte euch das mal erzählen sollen...

Zur Veröffentlichung:

Mir reicht meine DVD vollkommen, 1998er Synchronisation hin oder her.



Hä, was ist das für eie Aussage?? Schräge Typen, ok, passt; aber "Handlung sekundär"; lies mal Chandler oder Hammet, dann merkst du, wie wichtig da selbst der kleinste Kieslstein im Absatz ist. Und das kommt auch im Film raus. Schau dir mal The Phenix City Story; da geht ohne Handlung gar nichts, weil alles ineinander verwoben ist; totz oder wegen schräger schräger Typen.

Auch bei Touch of Evil ist die Handlung wichtig; dass diese bzw das Drumherum nicht schlüssig ist, ist eine andere Sache. Bis ich das malo gelesen hatte, wöre ichnie auf die Idee kgekommen, dass das ein Noir-Film sein soll. Der Film ist und bleibt für mich ein frühes "Mexican-Border"-Drama, wie es Rodriguez auf sehr brachiale Art in Machete wiederbelebt hat. Um ein Noir-Krimi zu sein, müsste in Touch of Evil was passiert sein; es passiert aber nix und das was passiert scheint die Figuren so gar nicht zu interessieren, dass sich daraus kein Aufklärungs-Bedarf und mithin für mich keine Spannubng ergibt.

ich habe meine HD-Aufnahme nach Sichtung wieder gelöscht, trotz der Begeisterung, dass die öffentlichen den Film als mit OMU-durchsetzten Szenen zeigen.

07.01.2014 17:25 Uhr - DixonSteele
1x
07.01.2014 17:08 Uhr schrieb burzel
Um ein Noir-Krimi zu sein, müsste in Touch of Evil was passiert sein; es passiert aber nix und das was passiert scheint die Figuren so gar nicht zu interessieren,


Aha, ein Noir muss also ein Krimi. Scheinst dich ja wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben....

Die meisten Noirs sind zwar Krimis/Thriller, aber "Film Noir" ist ebenfalls eine Bezeichnung für eine technische Gestaltung. Lichtführung etc.,daraus resultierende Schatten von Menschen und Gittern (dazu die Symbolik von Streifen und Gittern).

An dieser Stelle mal ein Zitat von Paul Schrader:

"Ein Film über das Nachtleben der Großstadt ist nicht notwendiger ein Film Noir, und ein Film Noir muß nicht notwendigerweise von Verbrechen und Korruption handeln". (Zitiert in: Kino der Nacht. Hollywoods Schwarze Serie).

Auch passend dazu: Es kommt nicht auf die Plausibilität des Plots, sondern auf die Inszenierung an. (Ebd.)

Deshalb zählen auch Gefängnisfilme wie "Brute Force" (Profilneurotiker Tom Cody würde wieder die Darsteller aufzählen. Burt Lancaster, Yvonne de Carlo und Charles Bickford) dazu.


07.01.2014 17:41 Uhr - Belluss
ich finde, eim Film muß sich tragen durch Figuren; die dürfen auch nicht nur positiv besetzt sein. Du mußt halt richtig lesen: "die Figur des Sgt. Pete Menzies[...] fand ich sehr ionteressant"; das war mir aber zu wenig; da es sonst sehr fragwürdig zuging; am Ende alles irgenwie dahingestellt blieb; das war mir zu wenig;

Nimm Psycho: Bates ist sicherlich kein Musterknabe aber er erweckt bei mir Mitleid, weil er durch Umstände, die er nicht alleine zu verantworten hat, zu dem er geworden ist, waser ist; alles wird schlüssig aufgelöst.

Oder nimm den japanischen Film Stray Cat Rock: Keine Seite ist abgrundtief böse oder himmelhochjauchzend gut; aber die Story ist in sich schlüssig

Das alles fehltmir bei Touch of Evil.


Das dir der Film aufgrund unschlüssiger Handlungen oder Haltungen der Darsteller nicht gefallen hat ging für mich aus deinem letzten Post leider nicht hervor aber ich habs dann soweit verstanden ;-)

07.01.2014 19:24 Uhr - Filmifreaki
07.01.2014 09:17 Uhr schrieb Christian1982
07.01.2014 07:29 Uhr schrieb Filmifreaki
07.01.2014 01:05 Uhr schrieb spannick
inklusive der Kinosynchro für alle 3 Fassungen (auf DVD gab es nur eine Neusynchro)

Ist das bestätigt? Das wäre der absolute Hammer!

Es sollen beide deutsche Synchronisationen dabei sein und habe bei Koch Media Nachgefragt. Es soll wie folgt sein:

Die 1958er Kinofassung soll die Kinosynchro haben, der Directors Cut einmal die Neusynchro und dazu die Kinofassung aufgefüllt mit DC und ähnlich auch nochmal
die Previewfassung - hier werden 2 Szenen OmU sein.


EIN TRAUM!!!!

07.01.2014 23:24 Uhr - David_Lynch
Im Rahmen ihrer Masterpieces of Cinema-Reihe veröffentlichte das Label Koch Media schon einige Filmklassiker in exzellenten Blu-ray-Editionen.


Kann man nicht so ohne Weiteres sagen, die VÖ von "Night of the Hunter" litt z.B. sehr unter mieser Bildqualität, falschem Format und fehlenden Extras. Mal sehen wie sich diese hier schlagen wird, aber bisher waren die britischen und amerkianischen BluRay-Äquivalente eigentlich immer gleichwertig oder sogar überlegen.

08.01.2014 08:27 Uhr - Dale_Cooper
Sehr schön, da freu ich mich drauf, endlich eine würdige VÖ dieses Films, nachdem "Citizen Kane" auch schon eine super VÖ jetzt hat...!

@David_Lynch: es gibt in UK eine wahnsinnig gute neue Blu Ray von "Night of the hunter" - wieder mal von Arrow - versuch es mal mit der!

08.01.2014 12:42 Uhr - burzel
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Erfahrungspunkte von burzel 859
07.01.2014 17:25 Uhr schrieb DixonSteele
07.01.2014 17:08 Uhr schrieb burzel
Um ein Noir-Krimi zu sein, müsste in Touch of Evil was passiert sein; es passiert aber nix und das was passiert scheint die Figuren so gar nicht zu interessieren,


Aha, ein Noir muss also ein Krimi. Scheinst dich ja wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben....

Die meisten Noirs sind zwar Krimis/Thriller, aber "Film Noir" ist ebenfalls eine Bezeichnung für eine technische Gestaltung. Lichtführung etc.,daraus resultierende Schatten von Menschen und Gittern (dazu die Symbolik von Streifen und Gittern).

An dieser Stelle mal ein Zitat von Paul Schrader:

"Ein Film über das Nachtleben der Großstadt ist nicht notwendiger ein Film Noir, und ein Film Noir muß nicht notwendigerweise von Verbrechen und Korruption handeln". (Zitiert in: Kino der Nacht. Hollywoods Schwarze Serie).

Auch passend dazu: Es kommt nicht auf die Plausibilität des Plots, sondern auf die Inszenierung an. (Ebd.)

Deshalb zählen auch Gefängnisfilme wie "Brute Force" (Profilneurotiker Tom Cody würde wieder die Darsteller aufzählen. Burt Lancaster, Yvonne de Carlo und Charles Bickford) dazu.



nach dieser Argumentation könnte jeder Schwarz-Weiß-Film ein "Film Noir" sin. Ich assoziiere damit eben die "schwarze Serie" an Krimis, die ab 1941 mit Malteste Falcon begann. Ich habe Touch oof Evil als dort zugehörig kennen gelernt bzw. unter dem Hinweis, er gehöre dazu, ja stelle quasi der Abschluß der schwarzen Serie dar, mir den Film überhaupt erst angesehen; und ich fand viekes an dem Film, aber mit Sicherheit keine Zuordnung zur "Schwarzen Serie". Dass es die von dir dargestelte Zuordnung bezogen auf den französischen Film gibt (z.B. Quai des brumes) , ist mir schon bewußt, hier assoziiere ich den Begriff aber nicht im Sinne von Film Noir; das sind für mich einfach nur S/W-Filme, genauso wie Charlie-Chaplin-Filme "nur" S/W-Filme für mich sind. The Girl Who knew to much ist auch S/W. Ist es deswegen ein Film Noir? Nein es ist ein Giallo.

Und nur weil irgendein Film ein s/w-Film ist, von Fim Noir zu reden, finde ich einfach zu wenig, es gibt dafür zu viele und auch heute noch drehen Regisseure Filme aus Budget-Mangel oder aus stilistischen Gründen in s/w (Dead Man, Jim Jarmush). Ich bezweifle, dass die absichtlich an die Noir-Zuordnung denken, geschweige denn diese Zuordung von vorn herein anstreben.


08.01.2014 13:08 Uhr - DixonSteele
2x
08.01.2014 12:42 Uhr schrieb burzel
07.01.2014 17:25 Uhr schrieb DixonSteele
07.01.2014 17:08 Uhr schrieb burzel
Um ein Noir-Krimi zu sein, müsste in Touch of Evil was passiert sein; es passiert aber nix und das was passiert scheint die Figuren so gar nicht zu interessieren,


Aha, ein Noir muss also ein Krimi. Scheinst dich ja wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben....

Die meisten Noirs sind zwar Krimis/Thriller, aber "Film Noir" ist ebenfalls eine Bezeichnung für eine technische Gestaltung. Lichtführung etc.,daraus resultierende Schatten von Menschen und Gittern (dazu die Symbolik von Streifen und Gittern).

An dieser Stelle mal ein Zitat von Paul Schrader:

"Ein Film über das Nachtleben der Großstadt ist nicht notwendiger ein Film Noir, und ein Film Noir muß nicht notwendigerweise von Verbrechen und Korruption handeln". (Zitiert in: Kino der Nacht. Hollywoods Schwarze Serie).

Auch passend dazu: Es kommt nicht auf die Plausibilität des Plots, sondern auf die Inszenierung an. (Ebd.)

Deshalb zählen auch Gefängnisfilme wie "Brute Force" (Profilneurotiker Tom Cody würde wieder die Darsteller aufzählen. Burt Lancaster, Yvonne de Carlo und Charles Bickford) dazu.



nach dieser Argumentation könnte jeder Schwarz-Weiß-Film ein "Film Noir" sin. Ich assoziiere damit eben die "schwarze Serie" an Krimis, die ab 1941 mit Malteste Falcon begann. Ich habe Touch oof Evil als dort zugehörig kennen gelernt bzw. unter dem Hinweis, er gehöre dazu, ja stelle quasi der Abschluß der schwarzen Serie dar, mir den Film überhaupt erst angesehen; und ich fand viekes an dem Film, aber mit Sicherheit keine Zuordnung zur "Schwarzen Serie". Dass es die von dir dargestelte Zuordnung bezogen auf den französischen Film gibt (z.B. Quai des brumes) , ist mir schon bewußt, hier assoziiere ich den Begriff aber nicht im Sinne von Film Noir; das sind für mich einfach nur S/W-Filme, genauso wie Charlie-Chaplin-Filme "nur" S/W-Filme für mich sind. The Girl Who knew to much ist auch S/W. Ist es deswegen ein Film Noir? Nein es ist ein Giallo.

Und nur weil irgendein Film ein s/w-Film ist, von Fim Noir zu reden, finde ich einfach zu wenig, es gibt dafür zu viele und auch heute noch drehen Regisseure Filme aus Budget-Mangel oder aus stilistischen Gründen in s/w (Dead Man, Jim Jarmush). Ich bezweifle, dass die absichtlich an die Noir-Zuordnung denken, geschweige denn diese Zuordung von vorn herein anstreben.



Deine ganze "Argumentation" hat folgendes gezeigt:

a) Du kannst entweder nicht lesen, oder aber bist zu dumm Geschriebenes zu verstehen. Als ob ich gemeint hätte, jeder s/w Film sei ein Film Noir.
b) Du hast null Ahnung vom Film Noir, dich offensichtlich noch nie mit dem Thema auseinadergesetz gesetzt, und wahrscheinlich generell noch nie Sekundärliteratur zu irgendeinem Filmthema (Regisseur, Genre, Analyse) gelesen.

Von daher werde ich keine weitere Zeit mehr an so einen Honk verschwenden.



10.01.2014 20:10 Uhr - Dissection78
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User-Level von Dissection78 15
Erfahrungspunkte von Dissection78 3.905
Natürlich kann man sich jetzt darüber streiten, welcher Film dazu gehört und welcher nicht. Ich persönlich sehe im "Film noir" eher einen Stil, kein Genre und stimme mit DixonSteele dahingehend überein.

Ein Film noir muss kein Krimi sein. Zwar basieren viele dieser Werke auf Kriminalgeschichten, aber es gibt auf der anderen Seite auch Vertreter, die nichts oder nur entfernt was mit Krimistorys zu tun haben, in denen jedoch trotzdem eine Grundstimmung der Ausweglosigkeit dominiert - u.a. "Das verlorene Wochenende" (ein Trinkerdrama von '45) oder Billy Wilders "Boulevard der Dämmerung".
"Film noir" ist meiner Meinung nach eher eine Bezeichnung für die inszenatorische Gestaltung (aber da sind sich ja selbst Filmwissenschaftler uneins). Die "Schwarze Serie" bedient sich gestalterischer Mittel, die ihre Wurzeln in großen Teilen im deutschen Film der Weimarer Zeit und somit im Expressionismus haben. Die düstere Atmosphäre von "Nosferatu" und die Ausleuchtung von Fritz Langs "M" finden sich da wieder. Eingeführt wurden diese stilbildenden Elemente der "Schwarzen Serie" hauptsächlich von europäischen, insbesondere von deutschen Filmemachern, die in die USA kamen. Ausdrucksstarke Einstellungen und eine Ästhetik, in der dem ausgeprägten Spiel mit Licht und Schatten eine große Rolle zukommt, dominieren. Außerdem überwinden die Werke des "Film noir" die engen Milieugrenzen, sind weniger konventionell als vorherige Krimis, Thriller oder Gangsterfilme, üben Sozialkritik und haben eine pessimistischere, zynischere (realistischere ?) Sicht auf die Dinge. Hinter den Kulissen äußerer Gesellschaftskosmetik verbirgt sich dort unter anderem (aber nicht ausschließlich) allgegenwärtige Korruption und Egoismus.

Klar, dass ein Film mit Sicherheit kein Film noir ist, nur weil er schwarzweiß ist. Es existieren übrigens auch Farbfilme, die man zu der Gattung zählt ("Niagara").

"Im Zeichen des Bösen" ist ein Film noir, einer der letzten klassischen Vertreter seiner Art, und "The Girl Who Knew Too Much" ist natürlich ein Giallo und kein "Schwarzer Film" :)

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