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Veröffentlicht am von Das Wiesel

MPAA in den USA unter Beschuss

Mehr Waffen-Gewalt in PG-13-Filmen als in R-Rated-Filmen

Vor ein paar Tagen machte in Hollywood eine Studie des Annenberg Public Policy Center und der Ohio State University die Runde, die zu dem Ergebnis kam, dass insbesondere Waffengewalt genauso oft, wenn nicht gar häufiger in PG-13-Filmen anzutreffen ist als in Filmen mit einem R-Rating. Der Schusswaffen-Einsatz hat sich in dieser Freigabe seit 1985 verdreifacht.

The Wrap: Gun violence in PG-13 movies has more than tripled since 1985, the study’s authors write. In fact, last year movies with that rating contained more gun violence than the top-grossing R-rated movies. Since 2009, the amount of carnage in PG-13 films has been roughly equivalent to films that are rated R.

Man untersuchte jeweils die 30 erfolgreichsten Filme von 1950 bis 2012 und fanden heraus, dass 396 von den 420 untersuchten Filme [mit einem PG-13?] mindestens eine fünfminütige Sequenz mit Gewalt beinhalten.

The Wrap: To arrive at its conclusions, the study examined the 30 top-grossing movies each year from 1950 to 2012, and found that 396 of the 420 movies studied since 1985, or 94 percent, had at least one, five-minute segment containing violence.

Jetzt äußerte sich die MPAA zur Studie und betonte noch einmal, dass die Altersfreigaben für Eltern gemacht werden und von denen die Kritik nicht kommt, sondern von Wissenschafltern. Die MPAA-Altersfreigaben stellen Empfehlungen an Eltern dar und beurteilen Filme aus Elternsicht. Und das PG-13 repräsentiert eine ernste Warnung ("strong warning") an Eltern, sich mit dem Inhalt des Films auseinanderzusetzen, bevor sie ihn ihren Kindern zeigen.

Diese Position ist verständlich. Die MPAA dient einfach den Eltern und hat den Auftrag, ihnen bei der Wahl der Filme zu helfen. Leider hat das aber auch gravierende Auswirkungen für Erwachsene. Viele Filme, die sich nicht wirklich an Kinder richten, streben ein PG-13 an, weil ein R-Rating für viele Kinogänger trotzdem abschreckend bleibt und ein PG-13 sicherer ist. Zuletzt auch bei Philomena.

Diesen Konflikt vermag die MPAA wohl auch auf lange Sicht nicht aufzulösen. Die Industrie, die Eltern und selbstentscheidende Kinogänger haben einfach andere Interessen. Irgendjemand bleibt immer auf der Strecke.

Quelle: The Wrap Wisconsin Gazette

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Kommentare

26.11.2013 00:09 Uhr - SebastianR
11x
Ich find eher bedenklich was in den USA im Fernsehen mit TV-14 Rating gezeigt werden darf.

26.11.2013 00:09 Uhr - schmierwurst
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Find ich gut, das die Amis da auch mal einen auf den Deckel bekommen. Hoffentlich werden jetzt wieder mehr Filme von unserem Interesse gleich für ein R-Rating konzipiert.

26.11.2013 00:13 Uhr - TimoD16051995
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Finde ich gut.Ist wie bei uns.Bei vielen DVD s steht ja die Alterfreigaben sollen keine Empfehlung darstellen sondern die Kinder vor Pysche und so zu schützen.Aber jeder kann selber entscheiden was man schaut und was nit.Ich habe mit 12 von meinen Eltern gesagt gekriegt das ich alles schauen kann.was ich eill.Wenn sie es mir verbieten würden würde ich es sowieso machen.Und da habe ich auch direkt meinen ersten Horrorfilm gesehen das war Poltergeist :D

26.11.2013 00:14 Uhr - SebastianR
4x
26.11.2013 00:09 Uhr schrieb schmierwurst
Find ich gut, das die Amis da auch mal einen auf den Deckel bekommen. Hoffentlich werden jetzt wieder mehr Filme von unserem Interesse gleich für ein R-Rating konzipiert.


So optimistisch wäre ich nicht. Eher wird man die Filme noch lascher drehen. Es ist ja jetzt schon so, dass man Remakes von knallharten Horror/Actionfilme die sich von vornherein an ein Erwachsenes Publikum gerichtet haben, für eine "Kinderfreigabe" dreht. Sollten sich die Statuten der MPAA ändern, so wird der Regiesseur/Verleih sich einfach daran orientieren.

26.11.2013 00:18 Uhr - schmierwurst
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26.11.2013 00:14 Uhr schrieb SebastianR
26.11.2013 00:09 Uhr schrieb schmierwurst
Find ich gut, das die Amis da auch mal einen auf den Deckel bekommen. Hoffentlich werden jetzt wieder mehr Filme von unserem Interesse gleich für ein R-Rating konzipiert.


So optimistisch wäre ich nicht. Eher wird man die Filme noch lascher drehen. Es ist ja jetzt schon so, dass man Remakes von knallharten Horror/Actionfilme die sich von vornherein an ein Erwachsenes Publikum gerichtet haben, für eine "Kinderfreigabe" dreht. Sollten sich die Statuten der MPAA ändern, so wird der Regiesseur/Verleih sich einfach daran orientieren.


Schreib doch bitte nicht sowas. Ein kleines Fünkchen Hoffnung möchte ich schon gerne noch behalten ;-)

26.11.2013 00:20 Uhr - schmierwurst
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26.11.2013 00:13 Uhr schrieb TimoD16051995
Finde ich gut.Ist wie bei uns.Bei vielen DVD s steht ja die Alterfreigaben sollen keine Empfehlung darstellen sondern die Kinder vor Pysche und so zu schützen.Aber jeder kann selber entscheiden was man schaut und was nit.Ich habe mit 12 von meinen Eltern gesagt gekriegt das ich alles schauen kann.was ich eill.Wenn sie es mir verbieten würden würde ich es sowieso machen.Und da habe ich auch direkt meinen ersten Horrorfilm gesehen das war Poltergeist :D

Mag ja sein, das es bei uns Empfehlungen sind. Aber was ist mit den Filmen, die von vornherein schon zensiert erscheinen?

btw: Mein erster Horrorfilm (ich nenn ihn jetzt mal so) war Critters, und ich war 6 ^^

26.11.2013 00:23 Uhr - FishezzZ
7x
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Was mich wirklich aufregt ist das "NC 17". Genau deswegen werden wir Filme wie "Haus der 1000 Leichen" oder auch "Evil Dead" niemals wirklich Uncut bekommen.

26.11.2013 02:39 Uhr - Maggro
3x
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Hmm, Ich finde diese Nws auch ein wenig bedenklich.
Im Grunde, sagt diese Studie es zwar nicht so direkt, aber schon hintergründig, dass Filme, die ne PG-13-Freigabe bekommen haben,mit der Zeit immer brutaler wurden.
Klar wird am Anfang zwar von "Waffen-Gewalt" gesprochen, jedoch nicht über deren Intensität und Darstellung. Es ist ein Unterschied, ob da jetzt rumgeballert wird, wie bei den Sturmtrupplern in Star Wars, die kein Scheunentor tffen könnten, selbst wenn sie direkt davor stehen, oder ob es blutige Kopfschüsse sind. Waffengewalt ist zwar beides, aber doch in nem komplett unterschiedlichen Level. Desweiteren wird danach dann plötzlich von Gewalt allgemein gesprochen.Auch hier ist natürlich zu untershceiden ob man von Bud Spencer-Gewalt, oder von Saw-Gewalt spricht.

Beim rsten lesen dieser Studie mag es trotzdem so wirken, als sieen PG13 Filme heutzutage viel gewalttätiger als früher. Und das könnte die Eltern uf den Plan rufen, die dann iwederrum Stunk bei der MPAA machen. Die vergibt dann schneller n R-Raring, und die Filmstudios die auf PG13-Freigaben hindrehen, würden ihre Filme in Zukunft noch harmloser drehen, auch diejenigen die themarisch eher für älteres Publikum gedacht sind.

Und das ist meiner Ansicht nach das wirkliche Problem: Diese Mentlität der Amerikaner, dass R-Rated-Filme, und noch schlimmer, die NC17-Filme , gradezu böse sind. Und dementsprechend boykottieet werden müssen. Dementsprechend ist das Publikum für solche Filme einfach viel kleiner als das für PG13-Filme.
Ich glaube hier in Euopa ist das alles nicht so das Problem. Zumindestens wir deutschen Kinogänger haben ja her eniger Hemmungen Film mit iner Creigabe ab 16, oder ab 18 anszusehen. Klar ist die entsprechende Menge an Leuten hier gesamt weniger als in den Staaten, und desshalb wird hier auch alles auf FSK 6 oder 12 gedreht, aber von der Mentalität wäre es hier locker möglich solche Filme zu drehen, und ein größeres Publikum würde sie sehen, wenn wir wie die Amis 300 Millionen (oder 600? Keine Ahnung wie viele grade da drüben leben) wären.

26.11.2013 02:55 Uhr - MartinRiggs
2x
26.11.2013 00:23 Uhr schrieb FishezzZ
Was mich wirklich aufregt ist das "NC 17". Genau deswegen werden wir Filme wie "Haus der 1000 Leichen" oder auch "Evil Dead" niemals wirklich Uncut bekommen.


Das gilt ja auch für Event Horizon. Zum Glück stellte sich das ganze Team dann dagegen, als Paramount angeschissen kam und noch mehr Kürzungen für ein "PG-13!!!" haben wollte. Die Verantwortlichen von Paramount sollen in der Hölle schmoren, für das, was sie dem Film durch die Kürzungen ohnehin schon angetan haben.

26.11.2013 04:29 Uhr - 909
1x
26.11.2013 02:39 Uhr schrieb Maggro
Hmm, Ich finde diese Nws auch ein wenig bedenklich.
Im Grunde, sagt diese Studie es zwar nicht so direkt, aber schon hintergründig, dass Filme, die ne PG-13-Freigabe bekommen haben,mit der Zeit immer brutaler wurden.
Klar wird am Anfang zwar von "Waffen-Gewalt" gesprochen, jedoch nicht über deren Intensität und Darstellung. Es ist ein Unterschied, ob da jetzt rumgeballert wird, wie bei den Sturmtrupplern in Star Wars, die kein Scheunentor tffen könnten, selbst wenn sie direkt davor stehen, oder ob es blutige Kopfschüsse sind. Waffengewalt ist zwar beides, aber doch in nem komplett unterschiedlichen Level. Desweiteren wird danach dann plötzlich von Gewalt allgemein gesprochen.Auch hier ist natürlich zu untershceiden ob man von Bud Spencer-Gewalt, oder von Saw-Gewalt spricht.

Beim rsten lesen dieser Studie mag es trotzdem so wirken, als sieen PG13 Filme heutzutage viel gewalttätiger als früher. Und das könnte die Eltern uf den Plan rufen, die dann iwederrum Stunk bei der MPAA machen. Die vergibt dann schneller n R-Raring, und die Filmstudios die auf PG13-Freigaben hindrehen, würden ihre Filme in Zukunft noch harmloser drehen, auch diejenigen die themarisch eher für älteres Publikum gedacht sind.

Und das ist meiner Ansicht nach das wirkliche Problem: Diese Mentlität der Amerikaner, dass R-Rated-Filme, und noch schlimmer, die NC17-Filme , gradezu böse sind. Und dementsprechend boykottieet werden müssen. Dementsprechend ist das Publikum für solche Filme einfach viel kleiner als das für PG13-Filme.
Ich glaube hier in Euopa ist das alles nicht so das Problem. Zumindestens wir deutschen Kinogänger haben ja her eniger Hemmungen Film mit iner Creigabe ab 16, oder ab 18 anszusehen. Klar ist die entsprechende Menge an Leuten hier gesamt weniger als in den Staaten, und desshalb wird hier auch alles auf FSK 6 oder 12 gedreht, aber von der Mentalität wäre es hier locker möglich solche Filme zu drehen, und ein größeres Publikum würde sie sehen, wenn wir wie die Amis 300 Millionen (oder 600? Keine Ahnung wie viele grade da drüben leben) wären.


Irgendwas um die 300-350 Millionen.
Unsere Freigaben werden auch immer lockerer, ist also nicht wirklich skandalös.
Aber auch hier wird bei bestimmten Filmen auf das Rating geachtet, deshalb werden u.a. FSK12-Filme auf FSK6 getrimmt. Alles die gleiche Soße, nur mit anderem Kackegeschmack.

26.11.2013 06:01 Uhr - guilstein
Wenn die MPAA so in erster Linie die Wünsche der Eltern repräsentiert, zeigt das eigentlich nur, dass Amis besser keine Kinder erziehen sollten!

26.11.2013 09:05 Uhr - Rated XXL
2x
Jetzt äußerte sich die MPAA zur Studie und betonte noch einmal, dass die Altersfreigaben für Eltern gemacht werden und von denen die Kritik nicht kommt, sondern von Wissenschafltern. Die MPAA-Altersfreigaben stellen Empfehlungen an Eltern dar und beurteilen Filme aus Elternsicht. Und das PG-13 repräsentiert eine ernste Warnung ("strong warning") an Eltern, sich mit dem Inhalt des Films auseinanderzusetzen, bevor sie ihn ihren Kindern zeigen.

...das ist auch ein Unterschied zum deutschen System: Bei uns sind die FSK-Freigaben bindend, egal was die Eltern dazu sagen...

26.11.2013 10:25 Uhr - Kerry
4x
Der in der Studie geäußerten Kritik kann ich vorsichtig zustimmen.
Es stimmt, in PG-13 bzw. FSK-12 Filmen wird immer mehr Gewalt gezeigt. Was dort eben nicht gezeigt wird, ist die Auswirkung von Gewalt. Wolverine fuchtelt mit seinen Messern umher, die Gegner fallen um, das wars.
Beim Einsatz von Schusswaffen ist dies sogar noch ausgeprägter. Da mäht der "Held" mal eben so im Vorbeigehen zig Menschen mit der Maschinenpistole nieder, und niemanden interessiert es. Man sieht ja nichts. Der Held ballert, die Gegner fallen um, das wars.
Von Filmen a la Battleship möchte ich erst gar nicht anfangen.
Wenn die Auswirkungen von Gewalt ausgeblendet werden, nicht jedoch die Gewalt an sich, scheint für die Jugendschützer alles ok zu sein.
Diese Einstellung könnte schon hinterfragt werden, zumindest betrachte ich diese als fragwürdig.
Realistische Darstellung von Gewalt hingegen führt meist zu einem R / bzw. FSK-16 / FSK-KJ. Im Prinzip wird den lieben Kleinen somit eingebleut, dass Gewalt doch gar nicht so schlimm, eigentlich ganz "cool" und vollkommen normal ist. Es passiert ja nichts weiter. Leid und Schmerz werden ausgeblendet.
Zumindes einmal überlegenswert.

26.11.2013 10:40 Uhr - hardcore1982
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26.11.2013 06:01 Uhr schrieb guilstein
Wenn die MPAA so in erster Linie die Wünsche der Eltern repräsentiert, zeigt das eigentlich nur, dass Amis besser keine Kinder erziehen sollten!


So eine Quatsch, wo steht das denn?
Das PG-13 repräsentiert eine Warnung an Eltern, steht doch oben.
Hauptsache erstmal die Amipolemikkeule schwingen... .

26.11.2013 10:40 Uhr - sonyericssohn
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@Kerry
Ich erinnere nur an den Half Life 1 Wahnsinn. Du erschiesst nen Eissenschaftler und der hockt sich auf den Boden und schüttelt den Kopf. Seehr realistisch !!

26.11.2013 11:51 Uhr - guilstein
26.11.2013 10:40 Uhr schrieb hardcore1982
26.11.2013 06:01 Uhr schrieb guilstein
Wenn die MPAA so in erster Linie die Wünsche der Eltern repräsentiert, zeigt das eigentlich nur, dass Amis besser keine Kinder erziehen sollten!


So eine Quatsch, wo steht das denn?
Das PG-13 repräsentiert eine Warnung an Eltern, steht doch oben.
Hauptsache erstmal die Amipolemikkeule schwingen... .

Da oben steht aber auch, dass die MPAA Filme aus Elternsicht beurteilt, und für die scheint es vollkommen o.k. dass man Jugendlichen heroisierte Waffengewalt präsentiert, aber Sex und "unpassende" Sprache besser vorenthält. Jemand der so eine Doppelmoral an den Tag legt, ist meiner Meinung nicht in der Lage seine Kinder erziehen zu können (eine Schusswaffe zu besitzen, Regierungen zu wählen oder Verträge über 50,- € ohne Vormund abschließen zu dürfen), egal ob der jetzt Ami ist oder nicht.

26.11.2013 12:45 Uhr - hardcore1982
1x
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26.11.2013 11:51 Uhr schrieb guilstein
26.11.2013 10:40 Uhr schrieb hardcore1982
26.11.2013 06:01 Uhr schrieb guilstein
Wenn die MPAA so in erster Linie die Wünsche der Eltern repräsentiert, zeigt das eigentlich nur, dass Amis besser keine Kinder erziehen sollten!


So eine Quatsch, wo steht das denn?
Das PG-13 repräsentiert eine Warnung an Eltern, steht doch oben.
Hauptsache erstmal die Amipolemikkeule schwingen... .

Da oben steht aber auch, dass die MPAA Filme aus Elternsicht beurteilt, und für die scheint es vollkommen o.k. dass man Jugendlichen heroisierte Waffengewalt präsentiert, aber Sex und "unpassende" Sprache besser vorenthält. Jemand der so eine Doppelmoral an den Tag legt, ist meiner Meinung nicht in der Lage seine Kinder erziehen zu können (eine Schusswaffe zu besitzen, Regierungen zu wählen oder Verträge über 50,- € ohne Vormund abschließen zu dürfen), egal ob der jetzt Ami ist oder nicht.


Es sollte wohl klar sein das die Instutition sich so sieht und Empfehlungen ausspricht.
Der Vergleich ist als ob man von FSK auf deutsche Eltern schließt, nur das es da noch Verbindlich ist. Auch die FSK geht davon aus das sie im Sinne der Eltern handelt.
Wenn man aus einem Land kommt in dem Erwachsenen Medien durch beschlagnahme vorenthalten werden sollte man zwecks rating in anderen Ländern vielleicht nicht immer nur auf die anderen Länder herabschauen und auch mal den Ball flach halten.
Zumal auch hierzulande FSK 12 Filme immer gewaltätiger werden. Freigaben unterstehen auch hier einem Wandel. Herr der Ringe Köpfungen Ab12 weil Fantasy. Gewalt ist auch da Gewalt.
Die Überpräsenz von Sex und Gossensprache in deutschen Medien finde ich auch bedenklich. Was alles so Ab 6 durchkommt weil "nur" ein bischen Sex und Gossensprache vorkommt finde ich als Vater genauso bedenklich.
Die Idee hinter dem amerikanischen System (als Idee), dass Eltern selbst in der verantwortung stehen und sich gefälligst selbst darum kümmern finde ich an sich gut. Die Umsetzung ist immer eine andere Sache. Das Problem was wir hier doch haben ist das sich die meisten Eltern mit Medien gar nicht mehr auseinandersetzen. Ohh ab 6 passt. Die scheinheilige Sicherheit das doch drauf steht ab wieviel Jahren finde ich viel gefährlicher als sich mit den Medien auseinander zu setzen.

26.11.2013 14:00 Uhr - Topf
1x
das problem liegt nicht bei der MPAA, sie liegt an der zielgruppenverdrossenheit der großen produktionsfirmen. die MPAA gibt haargenau vor was zu sehen sein darf und was nicht für das jeweilige rating, zum beispiel blutende abgeschnittene körperteile bewirken ein R-rating, abgeschlagene körperteile ohne blut (siehe herr der ringe und co) sind ok - aber auch nur durch eine grauschwelle der ratingsysteme in amerika. die meisten pg-13 filme haben heutzutage das "wenn wirs zeigen dann nicht blutig" problem. GI JOE als beispiel hatte abartige fiese szenen im petto, jedoch so unblutig,dass sie für ein pg-13 ausgereicht haben... in puder zerplatzende schädel oder der schmelzende kopf sind dafür das beste beispiel. oder die transformationsszene aus vanhellsing zum werwolf- der betroffene reißt sich die haut vorm körper und darunter tritt das fell zum vorschein. die dadurch geforderte kreativität der filmemacher ist das problem diese müssen ihren film den gegebenheiten anpassen wodurch puderige kopfplatzer erst möglich werden um derberes material jungen zuschauern zugänglich zu machen.

26.11.2013 14:05 Uhr - guilstein
Es sollte wohl klar sein das die Instutition sich so sieht und Empfehlungen ausspricht.
Der Vergleich ist als ob man von FSK auf deutsche Eltern schließt, nur das es da noch Verbindlich ist. Auch die FSK geht davon aus das sie im Sinne der Eltern handelt.


Die FSK geht davon aus, dass sie im Interesse der Gesellschaft handelt (tut sie nicht, aber das ist erstmal der Auftrag), wobei immer der Gedanke mitspielt, dass sich Eltern, wie du schon erwähntest, eben nicht im Voraus mit Medien auseinandersetzen.

Wenn man aus einem Land kommt in dem Erwachsenen Medien durch beschlagnahme vorenthalten werden sollte man zwecks rating in anderen Ländern vielleicht nicht immer nur auf die anderen Länder herabschauen und auch mal den Ball flach halten.


Das ist eine ganz andere Baustelle. Ob der Staat seine Bürger in diesem Maße bevormunden soll, steht auf einem ganz anderen Blatt. Mir geht es darum, dass jemand, dessen Interessen nicht rational sind (Gewalt- ja/ Sex und fluchen - nein), nicht als Modell für eine Beurteilung dienen sollte, die dieselben Leute in ihrem etwas fragwürdigen Erziehungsmodell bestärkt.

Was alles so Ab 6 durchkommt weil "nur" ein bischen Sex und Gossensprache vorkommt finde ich als Vater genauso bedenklich.


Man kann (nicht muss) wohl eher eine Parallele zwischen bewaffneten Amokläufen und coolen Shootouts finden, als mit Sex/Fluchen.

Die Idee hinter dem amerikanischen System (als Idee), dass Eltern selbst in der verantwortung stehen und sich gefälligst selbst darum kümmern finde ich an sich gut.


Natürlich bereitet die frühe Konfrontation mit Sex ganz andere Probleme für Eltern, aber ob so ein dummes Gör mit 12 seine nackte Mumu auf Facebook postet, kann der Gesellschaft doch erstmal egal sein, aber wenn so ein Sprössling um sich schießend seiner Schule einen Besuch abstattet, betrifft das automatisch andere, für die seine Eltern keine Verantwortung übernommen haben.


26.11.2013 15:46 Uhr - hardcore1982
1x
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Da Eltern Teil der Gesellschaft sind, geht die FSK natürlich davon aus das sie im Sinne der Eltern handelt. Was sie meiner Meinung nach auch nicht tut aber gut.

Du siehst das Gewalt ja /Sex Fluchen Nein zu schwarz weiß. Es kommt darauf an welche Gewalt, wie sexuell der hintergrund ist und wie und wie oft geflucht wird.
Die fuck Regelung, ja die ist albern at it's best.
Ein PG-13 kann sehr wohl sexuelle Inhalte haben, nur fallen die anderes aus als bei rated R. Also von Ja alles von Gewalt kann nicht die Rede sein.

Ich habe keine Ahnung wie Du jetzt aufeinmal auf Amokläufe kommst.
Bei Amokläufen schließe ich nicht auf Filme oder Spiele, sondern auf Versagen des Systems.
Bei Schulamokläufer handelt es sich um von der Klasse ausgestoßene bei denen Lehrer wegsehen oder im schlimmsten Fall durch vorführen mitmachen.
Der Film/Spiel ansich ist nicht der Auslöser für die Tat und bisher auch nie beweisbar gewesen.
Das ist nur ein lustiger weg sich nicht den eigentlichen Problemen zu stellen, weil es günstiger ist hat man halt einen Sündenbock, in der politik und der Presse sehr beliebt.

Im Bereich von Sex und Fluchen ist die hemmschwelle deutlich geringer zu durchbrechen als bei einem Amoklauf.
Und auch da werden evtl. Dritte gefährdet, zwar nicht lebensgefährlich aber unschön.
Ich habe z.B. keine Lust drauf von Gören angepöbelt zu werden (scheint heute aber häufig normal).

26.11.2013 16:17 Uhr - Barry Benson
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Jetzt äußerte sich die MPAA zur Studie und betonte noch einmal, dass die Altersfreigaben für Eltern gemacht werden... Die MPAA-Altersfreigaben stellen Empfehlungen an Eltern dar und beurteilen Filme aus Elternsicht... Die MPAA dient einfach den Eltern und hat den Auftrag, ihnen bei der Wahl der Filme zu helfen...

Wenn man das auch über die FSK sagen/schreiben könnte!!!

26.11.2013 17:26 Uhr - MouseRat
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ähm, kann mich bitte mal jemand kurz über die MPAA-Einstufungen aufklären?
kenn mich ehrlich gesagt nicht wirklich aus...

bedeutet PG-13 quasi ab 13 Jahren ohne Erwachsenen, R-Rated ab 18 Jahren ohne Erwachsenen, und NC-17 generell ab 18 Jahren einen Film sehen zu dürfen, habe ich mir das jetzt richtig zusammengereimt???


26.11.2013 17:57 Uhr - Chop-Top
1x
Diese Unverhältnismäßigkeit bei PG 13-Filmen liegt (wie in Deutschland bei der FSK auch) natürlich auch an dem Major-Studios/Mainstream-Bonus. IBei irgend einem Millionen-Blockbuster von Michael Bay oder Christopher Nolan wird da schon eher mal ein Auge zugedrückt als bei einem "kleineren" Film.

26.11.2013 18:23 Uhr - SebastianR
26.11.2013 17:26 Uhr schrieb MouseRat
ähm, kann mich bitte mal jemand kurz über die MPAA-Einstufungen aufklären?
kenn mich ehrlich gesagt nicht wirklich aus...

bedeutet PG-13 quasi ab 13 Jahren ohne Erwachsenen, R-Rated ab 18 Jahren ohne Erwachsenen, und NC-17 generell ab 18 Jahren einen Film sehen zu dürfen, habe ich mir das jetzt richtig zusammengereimt???



Hier steht es richtig:
http://de.wikipedia.org/wiki/MPAA#Bewertungskategorien

26.11.2013 18:39 Uhr - VoiceofScorn
2x
..finde nur ich die überschrift sehr witzig?? :D "unter beschuss, wegen zuviel waffengewalt!" ;)

26.11.2013 19:42 Uhr - MouseRat
1x
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@ SebastianR: Vielen Dank für die Info! :)

26.11.2013 19:48 Uhr - sonyericssohn
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26.11.2013 18:39 Uhr schrieb VoiceofScorn
..finde nur ich die überschrift sehr witzig?? :D "unter beschuss, wegen zuviel waffengewalt!" ;)


Etwas irritierend hm ? Gerade wegen deren beschissenen Waffenpolitik / -lobby.

27.11.2013 02:43 Uhr - jasiemichauch
>§ 131 I Gewaltdarstellung<
"... Gewalttätigkeiten gegen Menschen...in einer Art schildern...die eine VERHARMLOSUNG solcher Gewalttätigkeiten ausdrückt..."

Verharmlosung.

Genau das und nichts anderes ist es, wenn jemand im FSK-12 Kugelhagel "stirbt" indem er nur umfällt ohne zu bluten oder zerfezt zu werden.
Das scheinen die weltfremden Behördenhengste noch nicht mitbekommen zu haben.

27.11.2013 21:22 Uhr - DrunkenMaster88
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Erfahrungspunkte von DrunkenMaster88 17
Denke auch das wenn die MPAA sagt, wir müssen strenger bewerten, werden die großen Studios ihr Filme automatisch kürzen und dem neuen Gewaltgrad anpassen. Bleibt denen ja auch nichts anderes übrig.
Sprich am Ende kommen noch mehr Teenie Remake Versionen von Klassikern wie "Total Recall" oder "Robocop"

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