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Veröffentlicht am von Das Wiesel

Afternoon Delight musste für R-Rating zensiert werden

trotzdem: Rated R for strong sometimes graphic sexual content ...

Too intense - zu heftig, dass ist gerade bei Sexszenen oft der Grund, warum ein Film in den USA für ein R-Rating zensiert werden muss. Dies erfuhr auch die Regisseurin Jill Soloway, als sie versuchte, für ihren Independent-Film Afternoon Delight den Segen der MPAA zu erhalten. Zwar wurde ihr von Freunden nahegelegt, das Drama um eine desillusionierte Hausfrau/Mutter und ihre Begegnung mit einer Stripperin doch mit einem NC-17 in die Kinos zu bringen, aber das war nicht möglich, da Soloway vertraglich zu einem R-Rating verpflichtet wurde.

Um das zu erreichen, zensierte sie ihren Film im Vergleich zur vollständigen Version sogar schon vor der MPAA-Prüfung und trotzdem war es nicht genug. Sie bereute diese Selbstzensur sogar, da die MPAA-Freigabe wie Politik ist und sie so schon vor dem eigentlichen Kampf bereits Argumente (mögliche Zensureingriffe) aus der Hand gab.

And you know, when I showed the film at Sundance, I also felt like some scenes were too intense, and I cut them down a little myself for the theatrical version before the MPAA even got involved. Which I sort of regret, because this is a political process and in a way if I had started with a more intense version I could have kept in what I wanted in the end, maybe.

Kürzen musste sie am Ende doch noch einiges mehr. Zum Teil auch nur Ausdrücke wie "oh yeah" oder selbst in Sexszenen, in denen ohnehin keine Details erkennbar waren.

Soloway [...] was forced to cut quite a bit from certain scenes. In one case, she had to cut words, or expressions of enjoyment — “oh yeah” type-stuff — from a scene in which Rachel watches McKenna do her job. “They wanted it to be less intense, less uncomfortable,” Soloway says. “And I went crazy trying to get that done.” In another, there was a problem with the length— which was under ten seconds— of a silhouetted sex scene, which was apparently too much for the MPAA folk.

Wie so oft zuvor, vermutet auch Soloway, dass vor allem die weibliche Perspektive auf Sex hier ein Problem darstellte und Unbehagen bei der MPAA hervorrief.

I think it’s about the sexual agency of female characters. The scene portrays two women in a sexual situation connecting emotionally with one another. That might be what was “uncomfortable” for the MPAA.

Einen deutschsprachigen Termin für Afternoon Delight gibt es leider noch nicht. In den USA ist aber bereits eine Blu-ray für den 18. Februar 2014 angekündigt. Leider nur in der R-Rated-Version.

Inhaltsangabe / Synopsis:

Rachel ist eine Hausfrau in L.A., die von ihrem Ehe- und Alltagsleben gelangweilt ist. Um mit ihrem Ehemann Jeff wieder Schwung in das gemeinsame Sexleben zu bekommen, veranstalten die beiden einen Ausflug in einen Stripclub, wo Rachel ein paar private erotische Erlebnisse von der jungen blonden Tänzerin McKenna ... [mehr]
Quelle: flavorwire
Mehr zu:

Love. Sex. Life.

(OT: Afternoon Delight, 2012)

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Kommentare

04.01.2014 00:11 Uhr - Zombie
5x
Typisch Amis wieder mal. Extrem prüde, was die Zeigefreudigkeit bei Sex angeht, aber extrem offen und zeigefreudig wenn es um blutige Gewalt geht.

04.01.2014 00:38 Uhr - The Hitman
10x
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04.01.2014 00:11 Uhr schrieb Zombie
Typisch Amis wieder mal. Extrem prüde, was die Zeigefreudigkeit bei Sex angeht, aber extrem offen und zeigefreudig wenn es um blutige Gewalt geht.

Ich würde eher sagen: Scheinheilig, statt prüde.

04.01.2014 01:32 Uhr - eXeiZ
4x
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Wieso? Ich dachte ein Storch bringt die Babys?! :(

04.01.2014 02:05 Uhr - spobob13
5x
Typisch Ami - der muß wegen der prüden MMPA auf die UNRATED warten - kommt zu 100% - und gut is.

Wir müssen etwas länger warten- vielleicht dürfen eines Tages bei uns Erwachsene in ferner Zukunft auch z.B "I spit on your grave" anschauen dürfen. In Europa und dem ach so prüden Ami-Land ist das eine Selbstverständlichkeit - keiner regt sich darüber auf.

Böd aus der Wäsche schauen - ja das sind wir. Da können wir uns locker herablassend einen drauf geben, weil unsere Zensur bei einer halb entblössten Brust keinen Aufstand macht - Juhee wir sind doch viel lockerer als die prüden Amis.

04.01.2014 09:34 Uhr - hardcore1982
5x
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04.01.2014 00:38 Uhr schrieb The Hitman
04.01.2014 00:11 Uhr schrieb Zombie
Typisch Amis wieder mal. Extrem prüde, was die Zeigefreudigkeit bei Sex angeht, aber extrem offen und zeigefreudig wenn es um blutige Gewalt geht.

Ich würde eher sagen: Scheinheilig, statt prüde.


Genauso Scheinheillig wie wenn man sich über anderer Länder Zensur lustig macht obwohl man selbst ein Zensurproblem hat das einfach nur anders gelagert ist?
Zumal in den meisten Fällen (wie spobob13 schon schrieb) kriegen die "Amis" ihre unrated Versionen auf DVD und BD während bei uns "Krauts" noch nicht mal Kultfilme wie Tanz der Teufel verkauf werden dürfen.
Da hat es der gemeine "Ami" doch irgendwie leichter.
Zumal von der MMPA auf ein ganzes Volk zu schließen wie es hier gerne gemacht wird ist doch totaler Quatsch. Klar gibt es dort die Gruppen die sich gehör verschaffen wollen von irgendwelchen verklemmten Hausfrauen etc... aber man wundere sich die gibt es hier auch.

04.01.2014 10:40 Uhr - Oberstarzt
2x
Bei uns wahrscheinlich ab 12 durchgewunken.

04.01.2014 10:40 Uhr - peda
1x
Warum die für einen geschissenen Indie-Streifen, dem (von der Handlung zu urteilen) eh kein großer Erfolg beschieden sein wird, eine Kinoauswertung mit R-Rating brauchen, und dafür auch noch dran rumschnibbeln, soll man mal kapieren.

Außerdem kann man auch bei einem R-Rating jede Menge zeigen. Glaube, das wissen wir hier alle, also von wegen prüde Amis... und wenn die Regisseurin schon weiß, dass sie in der angepeilten Freigabe nicht durchkommt... Aber es wird hier wieder gesülzt, was das Zeug hält. Bloß weil wir hierzulande HC Pornos mit FSK 16 abwinken - muss man nicht unbedingt als weltweiten Maßstab ansehen.

Unterm Strich hat der Streifen seine Publicity jetzt bekommen, und wenn da keine Unrated nachgeschoben wird, fress ich nen Besen.

04.01.2014 13:44 Uhr - Ned Flanders
5x
die meisten kids in ami-land sind immer total erstaunt wie ne nackte frau wirklich aussieht und das die auch ne brust haben,da sie ja immer nur frauen beim liebesspiel im tv,kino oder dvd mit BH sehen.

aber dafür wissen sie wenigstens wie man schon als 5 jähriger ne waffe lädt.

04.01.2014 14:38 Uhr - Jerry Dandridge
2x
Wie konnten die nur so prüde werden? In den 70ern hat man noch in jedem Film mindestens einmal Titten gesehen. Hab mir erst gestern "Nur Vampire küssen blutig" angesehen. Was ein genialer Film. Was ist aus dieser Welt nur geworden?

05.01.2014 02:18 Uhr - spobob13
@Ned Flanders

Zwar etwas sehr pauschal - aber irgendwie auch nicht ganz von der Hand zu weisen.

Anmerkung: Waffenbesitz ist jedoch auch in Amerika in fast allen Bundesländern erst ab 18 bzw. 21 erlaubt.

Ab wann ein Kind oder Jugendlicher ein eine nackte Frau sehen darf - obliegt dem jeweiligen Jugendschutz des Landes. Das kann man für gut und für schlecht bewerten.

Erst bei der Zensur für Volljährihge hört der Spass auf. Und da sind zwischen Deutschland und dem Rest der freien Welt einfach unüberwindbare Gräben.

Unser Staat entscheidet "FÜR DICH". Was du sehen darfst, wieviel du abzugeben hast (am liebsten alles) - eine gerechte Ausschüttung erfolgt zu 100%.

Die BRD ist eine Mini-Marx Version mit hohen äthischen Grundsätzen. Ich fänd etwas mehr Freiheit für das Individuum nach US-Vorbild zig mal besser.


06.01.2014 22:13 Uhr - Ralf2001
04.01.2014 10:40 Uhr schrieb peda
Warum die für einen geschissenen Indie-Streifen, dem (von der Handlung zu urteilen) eh kein großer Erfolg beschieden sein wird, eine Kinoauswertung mit R-Rating brauchen, und dafür auch noch dran rumschnibbeln, soll man mal kapieren.

Außerdem kann man auch bei einem R-Rating jede Menge zeigen. Glaube, das wissen wir hier alle, also von wegen prüde Amis...


Das weisst aber nur Du ;)

Nacktheit, Sexszenen etc. waren und sind in USA schon immer ein Riesenproblem beim R-Rating.

Nur Gewalt ist weniger problematisch

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