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Veröffentlicht am von Mike Lowrey

Viel Gewalt und Sex in Filmen lassen Eltern abstumpfen

US-Studie bietet Erklärungsansatz über Zunahme gnädiger Ratings

Vor etwa einem Jahr veröffentlichte ein Forscherteam in den USA eine Studie, in der es um den Waffeneinsatz in Filmen ging und interessante Ergebnisse zutage kamen. Nun legen die Wissenschaftler eine weitere Arbeit vor, in der sie unter die Lupe nahmen, wie Eltern, die selbst Gewalt und Sex in Filmen anschauen, in ihrer Beurteilung beeinflusst werden, wenn es darum geht, was sie ihren Kindern zu sehen erlauben. Die Studie, durchgeführt mit rund 1000 Personen, findet Hinweise darauf, dass Eltern, die sich entsprechenden Mengen dieser Inhalte aussetzen, "abgestumpfter" werden und demnach auch nicht so strikt sind, was ihre Kinder konsumieren.

Ein häufig berechtigter Reflex ist es ja bekanntlich schon seit Jahren, das PG-13-Rating als Kinderfreigabe abzutun. Häufig werden Stoffe, die nach R-Rating klingen oder aussehen, in die PG-13-Schablone gepresst, des Öfteren auch durch Zensuren, um ein größeres Publikum anzusprechen. Aber auch hier versucht man immer öfter, die Grenzen des Machbaren maximal auszureizen, was man wohl am Paradebeispiel The Hunger Games gut beobachten kann.

Die amerikanische Freigabebehörde MPAA begründet ihre auffällige Milde in einigen PG-13-Fällen damit, dass sie sich den heutigen Sehgewohnheiten anpasst. Und wenn Eltern, die gerade in den USA oftmals lautstark protestieren, wenn ihnen etwas zu weit geht (wie z.B. Family Guy), in Sachen Gewalt und Sex dann Dinge als nicht so schlimm erachten, wirkt sich das natürlich auch auf die Entscheidung der MPAA aus. Doch die aktuelle Studie liefert noch eine andere Interpretation. Da die Prüfer des Gremiums so viele Filme sehen und dementsprechend häufig mit solchen Inhalten konfrontiert werden, könnten auch sie abgestumpft sein und nicht mehr die eigentlich angebrachte Sensibilität an den Tag legen.

Quelle: Deadline

Kommentare

23.10.2014 00:08 Uhr - ScorpionMK
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Amis halt...

23.10.2014 00:13 Uhr - Psy. Mantis
1x
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Solche Studien gibt es nur in den USA.

23.10.2014 00:17 Uhr - KarateHenker
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Als ob solche Studien ein US-Phänomen wären...

23.10.2014 00:30 Uhr - Doktor Trask
1x
23.10.2014 00:13 Uhr schrieb Psy. Mantis
Solche Studien gibt es nur in den USA.
Nein ich sage nur KFN.

23.10.2014 01:02 Uhr - Maggro
5x
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Das sind jetzt vielleicht etwas vorschnelle Reaktionen, direkt zu sagen dass das ne typisch amerikanische Studie ist. So etwas kann auch problemlos in Deutschland publiziert werden.
Und im Grunde sind das ja auch nur Aussagen und Thesen, auf denen unser Jugendschutz aufbaut. Da finde Ich es sogar noch härter formuliert. Filme wirken dann nicht nur abstumpfend, sondern sogar "verrohend".

Und ein bisschen kann man diese Studienaussage sogar nachvollziehen. Es kann Ja durchaus sein, dass man sich als MPAA-, oder auch als FSK-Prüfer durchaus an manche Dinge gewöhnt, Und die dadurch lascher bewertet. Und auch die Tatsache, dass heutzutage durchaus viele vergleichsweise harte Filme eine niedrige Freigabe erhalten kann man schlecht von der Hand weisen ( dass das natürlich nic reines Phänomen der letzten Jahre ist ubd früher zu Zeiten wo es noch kein PG13 gab, in Einzelfällen noch extremer war, sieht man ja zum Beispiel an "Poltergeist"). Man muss aber vielleicht auch die großen Studios als Faktor mit einbeziehen, die durchaus auch ihren Anteil daran haben dürften, indem sie darauf pochen dass Filme unbedingt das kommerzielle PG13 bekommen.

23.10.2014 01:34 Uhr - jasiemichauch
11x
Na klar kann man da abstumpfen.
Filme mit einer PG-13 sind dafür sogar besser geeignet als harte Filme mit einem R oder NC-17.
Denn dort bekommt man massenhaft Gewalt und Waffeneinsatz zu sehen, jedoch ohne realistische Auswirkungen derselben zu Gesicht zu bekommen.
Also kaum Blut, keine zerfetzten Körper und keine entstellten Toten.
Da wird vielleicht manch einer mit einem schlichten Gemüt unbewusst wahrnehmen, dass so ein bisschen Gewalt schon nicht so schlimm ist.

23.10.2014 01:39 Uhr - ugurano
1x
ist doch normal das man abstupft, wenn man immer sowas anschaut, gibts ja auch andere richtung außer waffengewalt

23.10.2014 02:23 Uhr - Tom Öozen
4x
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Und was ist mit Frankreich oder Italien?
Da ist doch so gut wie alles ohne Altersbeschränkung!
Kopfschüttel...

23.10.2014 03:02 Uhr - Rated XXL
1x
Mit meinen 42 Jahren könnte ich schon Großvater sein...
nein, abgestrumpft bin ich noch lange nicht...immer her mit dem Splatter... :-)

23.10.2014 05:22 Uhr - DerJohnny
7x
Wie schön wäre es,wenn die FSK-Prüfer etwas abgestumpfter wären. Dann gäbe es Filme wie "Wolf Creek 2" uncut mit nem FSK-Flatschen in Deutschland und der Gang zur Juristenkommission sowie teure Ösi-Importe wären seltener notwendig! Ergo gäbe es weniger Indizierungen etc.
Ja,ja,man darf ja mal träumen...

23.10.2014 07:39 Uhr - NoCutsPlease
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Unterm Strich sagt die Studie überhaupt nichts neues aus. Dass Prüfgremien im Schnitt milder entscheiden als vor Jahrzehnten hat man schon in den 80ern gemerkt als viele "moralisch bedenkliche" Filme der 50er heruntergestuft wurden.
Und dass es heutzutage so viele Kinofilme mit PG-13 gibt liegt vor allem an dem Zielgruppen orientierten "Zurechtschustern" der Filme, z.B. das Remake von "Total Recall".

23.10.2014 09:13 Uhr - Laughing Vampire
5x
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23.10.2014 01:34 Uhr schrieb jasiemichauch
Na klar kann man da abstumpfen.
Filme mit einer PG-13 sind dafür sogar besser geeignet als harte Filme mit einem R oder NC-17.
Denn dort bekommt man massenhaft Gewalt und Waffeneinsatz zu sehen, jedoch ohne realistische Auswirkungen derselben zu Gesicht zu bekommen.
Also kaum Blut, keine zerfetzten Körper und keine entstellten Toten.
Da wird vielleicht manch einer mit einem schlichten Gemüt unbewusst wahrnehmen, dass so ein bisschen Gewalt schon nicht so schlimm ist.

Endlich mal einer, der das verstanden hat. Leider scheint es solche Menschen nur wenige zu geben, egal ob in Deutschland oder den USA.

23.10.2014 09:57 Uhr - Barry Benson
1x
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Kann mich der Studie und einigen Usern hier nur anschließen!
Als Beispiel(wirklich nur ein Beispiel!!!):
Habe letztens beim "zappen" in AMERICAN FIGHTER IV(Uncut auf MGM!) reingeschaut und hatte total vergessen(oder ist mir früher nie aufgefallen?!) wie Blutarm der Film war/ist! Als der Film seiner Zeit erschien war/ist er Rated R!
Der gleiche Film wäre vermutlich heute PG-13. Will damit nur sagen, würde es ein "Remake" der American Fighter Filme mit PG-13 Rating geben, würden sich die meisten wieder aufregen!
Obwohl sich der "härte Grad" zu den originalen nicht verändert hätte!
Über die Jahre ist man wirklich "abgestumpfter/gnädiger" geworden, was niedrigere Ratings mit PG-13 betrifft!

23.10.2014 09:57 Uhr - jamyskis
6x
Abgesehen von der abartigen deutschen Indizierungs- und Zensurpolitik, waren die Freigaben, die die FSK und USK erteilen, bis neulich meistens ziemlich angemessen. Es gab etliche Filme (Expendables 3, The Dark Knight u.a.) die wegen Blutarmut mit PG-13 abgesegnet worden sind, dafür aber für Kinder generell nicht geeignet sind. FSK 16 stellt meistens eine gute Entscheidung dar.

Das Problem liegt nur selten an der Gewaltdarstellung (wobei die FSK/USK früher viel zu viel Wert darauf gelegt haben) und mehr an der zugrundeliegenden Botschaft des Films selbst. Die BPjM und die Amtsgerichte haben dagegen ein echt schräges Konzept von "Gewaltverherrlichung" und "Kriegsverherrlichung". Sie haben einige Filme mit Indizierung oder Beschlagnahmung abgestraft, obwohl die Filme eindeutig als Satire oder unecht zu erkennen sind.

Einige FSK 12-Filme heutzutage (Baader-Meinhof Komplex, Hangover) stellen weitaus eine größere Jugendgefährdung dar als ein Durchschnittssplatterstreifen wie Braindead, die auch Jugendliche als übertriebene Satire erkennen können. Hangover dagegen verharmlost Alkoholmißbrauch, Baader-Meinhof Komplex verharmlost die Taten der RAF, und Teenieromatikfilme wie Twilight fördern ein verzerrtes Verständnis von zwischenmenschenlichen Beziehungen.

Fazit: Sowohl die MPAA als auch die USK legen viel zu Wert auf Blutdarstellung und nicht genug auf andere schädliche Faktoren. Es ist viel einfacher, einem Kind zu erklären, dass das Töten falsch ist und dass die Taten der Helden in z.B. Expendables nicht nachzuahmen ist. Nicht so einfach ist es, ein 12-jähriges Mädchen von der Idee wegzubringen, dass besoffen werden cool oder lustig ist, oder dass Oberflächlichkeit und Aussehensängste irgendwie lobenswerte Eigenschaften sein sollen.

23.10.2014 10:03 Uhr - Dale_Cooper
8x
Vielleicht sind die Eltern, die sich selbst gerne härtere Sachen anschauen, einfach auch nur entspannter und ganz vielleicht realistischer, weil sie wissen, dass Filme nicht abstumpfen......? ;o) Dieses blöde "Abstumpf"-Ding hält sich schon wenigstens seit den frühen Achtzigern.

Als Gegenbeispiel möchte ich mich selbst anführen, denn ich liebe zum Beispiel Horrorfilme und lehne jede Form von Gewalt und vor allem Gewalt als Lösungs-Idee im "wahren Leben" komplett ab. Außerdem kralle ich mich auch nach 30 Jahren Horrorfilmschauen noch ins Sofa, wenn was Schauriges auf der Mattscheibe passiert :o)

Als weiteres Gegenbeispiel möchte ich anführen, dass ich jedes Jahr aufs Fantasy-Film-Fest gehe, wo wirklich das krasseste Zeug unzensiert läuft. Leute die abgestumpft wirken hab ich dort noch nie gesehen.

Auf Biermeilen, vor Glotzen wo RTL II und Sat 1 läuft, in Einkaufszentren und im Strassenverkehr hingegen schon......


23.10.2014 10:07 Uhr - Stoi
6x
23.10.2014 09:57 Uhr schrieb jamyskis
...Baader-Meinhof Komplex verharmlost die Taten der RAF...

Das ist Unsinn.
Er bezieht bewusst keine Position, was ja gerade die Qualität des Streifens ausmacht und ist in der Gewaltdarstellung nun nicht gerade harmlos.

23.10.2014 10:34 Uhr - Kaiser Soze
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23.10.2014 10:07 Uhr schrieb Stoi
23.10.2014 09:57 Uhr schrieb jamyskis
...Baader-Meinhof Komplex verharmlost die Taten der RAF...

Das ist Unsinn.
Er bezieht bewusst keine Position, was ja gerade die Qualität des Streifens ausmacht und ist in der Gewaltdarstellung nun nicht gerade harmlos.


Naja, darüber lässt sich zumindest diskutiere.
Die übertriebene, brutale und vor allem menschenfeindliche Darstellung der Polizei (zB zu Beginn), die verharmlosten Gewalttaten der RAF (zB die Entführung Schleyers / die Flugzeugentführung) oder die Bilder aus dem Gefängnis, in der die RAF Terroristen als Opfer der bösen Gesellschaft gezeigt werden, würde ich schon eine Verharmlosung / Glorifizierung der RAF (Taten) nennen. Somit würde ich jamyskis recht geben.

23.10.2014 12:03 Uhr - KarateHenker
3x
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23.10.2014 02:23 Uhr schrieb Tom Öozen
Und was ist mit Frankreich oder Italien?
Da ist doch so gut wie alles ohne Altersbeschränkung!
Kopfschüttel...


Völliger Unsinn. Und das weißt du auch.

23.10.2014 13:36 Uhr - Kerry
23.10.2014 10:07 Uhr schrieb Stoi
23.10.2014 09:57 Uhr schrieb jamyskis
...Baader-Meinhof Komplex verharmlost die Taten der RAF...

Das ist Unsinn.
Er bezieht bewusst keine Position, was ja gerade die Qualität des Streifens ausmacht und ist in der Gewaltdarstellung nun nicht gerade harmlos.

Der aus meiner Sich sehr viel gelungenere Streifen zu dieser Thematik, ist Stammheim:
http://www.ofdb.de/film/12734,Stammheim
Thema ist hier ausschließlich die Gerichtsverhandlung.

Denke schon, dass die Menschen und somit auch die Prüfer mit der Zeit "abstumpfen". Ist ja auch bei unserer FSK und sogar bei der BPJM zu sehen; zahllose ehemals indizierte Filme kommen nach der Listenstreichung ohne Probleme mit FSK-16 durch.
Auch eine unzensierte Veröffentlichung der Walking Dead Staffeln 1 bis 4, wäre vor 25 Jahren undenkbar gewesen.
Auch bzgl. der Sexualität: 9Songs ab 16, die Träumer ab 16, Geschichte der O zumindest nicht mehr indiziert und FSK-KJ, 9 1/2 Wochen FSK 16, Roome in Rome ab FSK 16, die Liste ist endlos.
Ob man dies nun "Abstumpfung" oder "Wertewandel" nennen möchte, ist eine eher philosophische Frage.

23.10.2014 13:40 Uhr - Doktor Trask
3x
23.10.2014 01:34 Uhr schrieb jasiemichauch
Na klar kann man da abstumpfen.
Filme mit einer PG-13 sind dafür sogar besser geeignet als harte Filme mit einem R oder NC-17.
Denn dort bekommt man massenhaft Gewalt und Waffeneinsatz zu sehen, jedoch ohne realistische Auswirkungen derselben zu Gesicht zu bekommen.
Also kaum Blut, keine zerfetzten Körper und keine entstellten Toten.
Da wird vielleicht manch einer mit einem schlichten Gemüt unbewusst wahrnehmen, dass so ein bisschen Gewalt schon nicht so schlimm ist.
So sehe ich das auch mit unseren zensierten Filmen und besonders den Spielen, Gewalt kommt auch da nicht zu knapp vor aber deren Folgen werden ausgeblendet bzw. teils stark verharmlost, es bleib alles sauber bei den Games, kein Blut, keine Wunden, kein Ton geben die Opfer von sich, oft bleiben nicht mal Leichen zurück, nichts ist oder bleibt zu sehen, so könnten naive Menschen meiner Meinung nach schnell mal glauben Gewalt könne sauber und harmlos sein. Ich finde es bedenklicher Gewalt so steril zu halten statt es so zu zeigen wie es wirklich ist, schmutzig und abstoßend. Auch sollte man mal den eigentlichen Inhalt vieler Filme und Spiele mehr beachten als nur die reine Darstellung der Gewalt, so manche Handlung der Helden und Story ist einfach nichts für Kinder.

23.10.2014 13:53 Uhr - Doktor Trask
23.10.2014 10:03 Uhr schrieb Dale_Cooper
Vielleicht sind die Eltern, die sich selbst gerne härtere Sachen anschauen, einfach auch nur entspannter und ganz vielleicht realistischer, weil sie wissen, dass Filme nicht abstumpfen......? ;o) Dieses blöde "Abstumpf"-Ding hält sich schon wenigstens seit den frühen Achtzigern.

Als Gegenbeispiel möchte ich mich selbst anführen, denn ich liebe zum Beispiel Horrorfilme und lehne jede Form von Gewalt und vor allem Gewalt als Lösungs-Idee im "wahren Leben" komplett ab. Außerdem kralle ich mich auch nach 30 Jahren Horrorfilmschauen noch ins Sofa, wenn was Schauriges auf der Mattscheibe passiert :o)

Als weiteres Gegenbeispiel möchte ich anführen, dass ich jedes Jahr aufs Fantasy-Film-Fest gehe, wo wirklich das krasseste Zeug unzensiert läuft. Leute die abgestumpft wirken hab ich dort noch nie gesehen.

Auf Biermeilen, vor Glotzen wo RTL II und Sat 1 läuft, in Einkaufszentren und im Strassenverkehr hingegen schon......

Nun ja sich selbst als Einzelbeispiel zu nennen hat ja gerade für den Jugendschutz keine große Aussage und Beweiskraft (ja das nervt mich auch). Egal, ich habe keine Probleme mit Gewaltspiele, bei Filmen lassen mich zwar besonders die Folterfilmchen manchmal schlucken und mir ein flaues Gefühl im Magen entstehen (das ich diese Filme aber nicht sonderlich mag weil sie für mich Inhaltslos sind ist eine andere Sache) aber für mich bleiben sie nun einmal eben nur Filme. Bei echten Blut allerdings wird mir kotzübel, ja ich mag nicht mal ein Kotelett anfassen, sehe ich mein eigenes Blut kann mir sogar schwarz vor Augen werden trotz das ich nun 32 bin, ich mit 6 angefangen habe zu zocken und bereits mit 7 wusste wer Chucky, Jason, Michael und Freddy sind (man durfte die nicht gucken aber wenn die Eltern mal nicht zu Hause sind dafür aber Kumpels oder einfach die Neugier obsiegt, man kennt es ja...)

23.10.2014 14:25 Uhr - DerJohnny
23.10.2014 13:36 Uhr schrieb Kerry
23.10.2014 10:07 Uhr schrieb Stoi
23.10.2014 09:57 Uhr schrieb jamyskis
...Baader-Meinhof Komplex verharmlost die Taten der RAF...

Das ist Unsinn.
Er bezieht bewusst keine Position, was ja gerade die Qualität des Streifens ausmacht und ist in der Gewaltdarstellung nun nicht gerade harmlos.

Der aus meiner Sich sehr viel gelungenere Streifen zu dieser Thematik, ist Stammheim:
http://www.ofdb.de/film/12734,Stammheim
Thema ist hier ausschließlich die Gerichtsverhandlung.

Denke schon, dass die Menschen und somit auch die Prüfer mit der Zeit "abstumpfen". Ist ja auch bei unserer FSK und sogar bei der BPJM zu sehen; zahllose ehemals indizierte Filme kommen nach der Listenstreichung ohne Probleme mit FSK-16 durch.
Auch eine unzensierte Veröffentlichung der Walking Dead Staffeln 1 bis 4, wäre vor 25 Jahren undenkbar gewesen.
Auch bzgl. der Sexualität: 9Songs ab 16, die Träumer ab 16, Geschichte der O zumindest nicht mehr indiziert und FSK-KJ, 9 1/2 Wochen FSK 16, Roome in Rome ab FSK 16, die Liste ist endlos.
Ob man dies nun "Abstumpfung" oder "Wertewandel" nennen möchte, ist eine eher philosophische Frage.


Mit Erotik und Sexualität hatte die FSK noch nie Probleme.
1964 wurde hier in der BRD der schwedische Skandalfilm "Das Schweigen" aufgeführt.
Kennst du den? Da werden ständig Titten u.a. auch in Nahaufnahme volles Rohr gezeigt.
In den USA,England und sogar in FRANKREICH wurde der Film gekürzt! Wo lief er uncut? Richtig,hier in der Bundesrepublik Deutschland. Man berücksichtige das Jahr! 1964!!
Dann 1992 kam "Basic Instinct" UNRATED und ab 16 nach Deutschland während z.B. die Briten nur die R-Rated Version gucken durften und er auf der Insel ab 18 freigegeben wurde.
Also,von welchem " Wertewandel" redest du? Gut,es werden heute nen paar Streifen ab 16 eingestuft was vor 25 Jahren noch nen 18er war,z.B. "Total Recall" mit Schwarzenegger aber viele Filme,gerade gewalthaltige Slasher, werden von der FSK nach wie vor gnadenlos verstümmelt! Zum Glück gibt es ein paar Ausnahmen, wenn die FSK mal gut gelaunt war. Beispiel: "Sinners and Saints"
Zwar kein Slasher aber härter als jeder Ständer von nem Pornotypen. Da ist die uncut FSK 18 schon erstaunlich!!

23.10.2014 16:14 Uhr - freudensprung
7x
Man stumpft nicht von Filmen ab - wie sollte das bewiesen werden? Was passiert ist, dass sich Menschen daran gewöhnen Filme zu sehen und gerade bei amerikanischen Filmen die Klischeehaftigkeit der Produktionen erkennen und sie als filmische Mittel erkennen; genau wie sich der geneigte Splatter-Fan nicht am Ableben der Personen, sondern an der Qualität der als "gemacht" erkannten Spezialeffekte erfreut - its only a movie, its only a movie, its only a movie...

23.10.2014 16:34 Uhr - ParamedicGrimey
4x
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23.10.2014 01:34 Uhr schrieb jasiemichauch
Na klar kann man da abstumpfen.
Filme mit einer PG-13 sind dafür sogar besser geeignet als harte Filme mit einem R oder NC-17.
Denn dort bekommt man massenhaft Gewalt und Waffeneinsatz zu sehen, jedoch ohne realistische Auswirkungen derselben zu Gesicht zu bekommen.
Also kaum Blut, keine zerfetzten Körper und keine entstellten Toten.
Da wird vielleicht manch einer mit einem schlichten Gemüt unbewusst wahrnehmen, dass so ein bisschen Gewalt schon nicht so schlimm ist.


Ein schönes Beispiel aus dem Gaming-Bereich war die deutsche Fassung zu Half-Life, wo sich getötete Wissenschaftler auf den Boden setzen und mit dem Kopf schütteln. Bin immer noch fasziniert von der Verharmlosung.

23.10.2014 21:26 Uhr - Der Dicke
1x
23.10.2014 14:25 Uhr schrieb DerJohnny
Mit Erotik und Sexualität hatte die FSK noch nie Probleme.
1964 wurde hier in der BRD der schwedische Skandalfilm "Das Schweigen" aufgeführt.
Kennst du den? Da werden ständig Titten u.a. auch in Nahaufnahme volles Rohr gezeigt.
In den USA,England und sogar in FRANKREICH wurde der Film gekürzt! Wo lief er uncut? Richtig,hier in der Bundesrepublik Deutschland. Man berücksichtige das Jahr! 1964!!


In Frankreich war er sogar verboten. Und in der BRD, trotz FSK-Freigabe, keineswegs unumstritten. Ganz im Gegenteil.

http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Schweigen

Wie alle anderen Bergman-Filme aus den 50ern und 60ern ist der hier für Filmliebhaber absolut sehenswert.

23.10.2014 21:39 Uhr - DerJohnny
23.10.2014 21:26 Uhr schrieb Der Dicke
23.10.2014 14:25 Uhr schrieb DerJohnny
Mit Erotik und Sexualität hatte die FSK noch nie Probleme.
1964 wurde hier in der BRD der schwedische Skandalfilm "Das Schweigen" aufgeführt.
Kennst du den? Da werden ständig Titten u.a. auch in Nahaufnahme volles Rohr gezeigt.
In den USA,England und sogar in FRANKREICH wurde der Film gekürzt! Wo lief er uncut? Richtig,hier in der Bundesrepublik Deutschland. Man berücksichtige das Jahr! 1964!!


In Frankreich war er sogar verboten. Und in der BRD, trotz FSK-Freigabe, keineswegs unumstritten. Ganz im Gegenteil.

http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Schweigen

Wie alle anderen Bergman-Filme aus den 50ern und 60ern ist der hier für Filmliebhaber absolut sehenswert.


Natürlich war er heftigst umstritten. Das ändert aber nichts an der ungekürzten FSK-Freigabe um die es hier geht!
Ich finde auch,dass 70er Bergman-Filme absolut sehenswert sind. Z.B "Das Schlangenei"

23.10.2014 22:39 Uhr - Xavier_Storma
1x
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Na kommt, in good'ol Germany läuft es doch genauso... anders kann man sich doch nicht erklären, warum Filme, welche jahrzehntelang ihr Dasein auf dem Index fristen mussten (RoboCop, Predator) heute entsprechende Freigaben haben (Predator sogar FSK 16?! ).

24.10.2014 10:10 Uhr - Dale_Cooper
1x
Wenn heute Filme wie "Predator" und "Robocop" nicht mehr auf dem Index stehen bzw. zensiert sind, dann liegt das nicht daran, dass ein Wertewandel stattgefunden hat oder die FSK bessere Laune hat, sondern daran, dass sich die Grenzen von dem, was in Filmen gezeigt wird und gezeigt werden kann, deutlich verschoben haben.

Schön auch, dass ein Bergmann-Film den Weg in die Diskussion gefunden hat (der keine Horrorfilme drehte)- seine Filme finde ich ausnahmslos toll und sehenswert.

24.10.2014 11:52 Uhr - deNiro
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24.10.2014 10:10 Uhr schrieb Dale_Cooper
Wenn heute Filme wie "Predator" und "Robocop" nicht mehr auf dem Index stehen bzw. zensiert sind, dann liegt das nicht daran, dass ein Wertewandel stattgefunden hat


Wenn sich die Grenzen bzgl. extremer Darstellung geändert haben, wenn einst verbotene und gesellschaftlich nicht akzeptierte Grenzen nun plötzlich nicht mehr als gefährlich eingestuft werden, dann hat hier sehr wohl ein Wandel der Werte eingesetzt!

24.10.2014 11:55 Uhr - deNiro
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Erfahrungspunkte von deNiro 319
24.10.2014 11:52 Uhr schrieb deNiro
24.10.2014 10:10 Uhr schrieb Dale_Cooper
Wenn heute Filme wie "Predator" und "Robocop" nicht mehr auf dem Index stehen bzw. zensiert sind, dann liegt das nicht daran, dass ein Wertewandel stattgefunden hat


Wenn sich die Grenzen bzgl. extremer Darstellung geändert haben, wenn einst verbotene und gesellschaftlich nicht akzeptierte Grenzen nun plötzlich nicht mehr als gefährlich eingestuft werden, dann hat hier sehr wohl ein Wandel der Werte eingesetzt!

Nicht das Gewalt nun plötzlich als toll und ungefährlich eingestuft wird, aber der Umgang mit dieser ist nun weitaus liberaler und differenzierter. Ich finde das ist schon ein Wertewandel!

24.10.2014 12:53 Uhr - borgiboeller
Wie? Was? Entschuldigung, ich habe gerade nicht zugehört. Musste noch mit meiner kleinen Tochter "Evil Dead" zu Ende gucken...

24.10.2014 14:23 Uhr - Ragory
1x
23.10.2014 16:14 Uhr schrieb freudensprung
Man stumpft nicht von Filmen ab - wie sollte das bewiesen werden? Was passiert ist, dass sich Menschen daran gewöhnen Filme zu sehen und gerade bei amerikanischen Filmen die Klischeehaftigkeit der Produktionen erkennen und sie als filmische Mittel erkennen; genau wie sich der geneigte Splatter-Fan nicht am Ableben der Personen, sondern an der Qualität der als "gemacht" erkannten Spezialeffekte erfreut - its only a movie, its only a movie, its only a movie...


Genauso sehe ich das auch. Es ist ein Riesenunterschied, ob man die Mordvideos der IS oder andere reale Tötungsszenen sieht, oder einen gut gemachten Splatterfilm. Bei ersteren erfaßt mich immer noch ein Gefühl von Trauer, Entsetzen und Abscheu, und das, obwohl ich so ziemlich alles an Splatterfilmen schon gesehen habe. Die anfängliche Faszination, wie z.B. beim New York Ripper, ist inzwischen längst verflogen und die modernen Horrorfilme wie z.B. die SAW-Reihe, Wrong Turn etc. langweilen mich eher. Aber ich halte mich deswegen noch lange nicht für abgestumpft oder weniger empathisch als früher. Wie gesagt, ein Film ist nur ein Film und keine reale Gewalt. Wer nicht in der Lage ist, das auseinanderzuhalten, soll sich eben solche Filme nicht anschauen. Aber es ist nicht Sache der Politik, sich als Vormund für Erwachsene aufzuspielen.

24.10.2014 19:35 Uhr - DerJohnny
24.10.2014 11:52 Uhr schrieb deNiro
24.10.2014 10:10 Uhr schrieb Dale_Cooper
Wenn heute Filme wie "Predator" und "Robocop" nicht mehr auf dem Index stehen bzw. zensiert sind, dann liegt das nicht daran, dass ein Wertewandel stattgefunden hat


Wenn sich die Grenzen bzgl. extremer Darstellung geändert haben, wenn einst verbotene und gesellschaftlich nicht akzeptierte Grenzen nun plötzlich nicht mehr als gefährlich eingestuft werden, dann hat hier sehr wohl ein Wandel der Werte eingesetzt!


Es gab mal eine Zeit,da war die FSK toleranter als heute. Das war Ende der 70er,Anfang 80er.
Da liefen Filme wie "Die Geisterstadt der Zombies" UNCUT in den Kinos. Und "Das Ding aus einer anderen Welt" wurde ungekürzt ab 16 freigegeben.

24.10.2014 20:08 Uhr - borgiboeller
1x
... und dann kam Heiner Geißler und bließ zum Angriff, in etwa zeitgleich mit der Ausstrahlung von "Mama, Papa, Zombie". Das veränderte alles. U.a. die "Korrektur" des Paragraphen 131 :(

24.10.2014 20:39 Uhr - KarateHenker
2x
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24.10.2014 19:35 Uhr schrieb DerJohnny
24.10.2014 11:52 Uhr schrieb deNiro
24.10.2014 10:10 Uhr schrieb Dale_Cooper
Wenn heute Filme wie "Predator" und "Robocop" nicht mehr auf dem Index stehen bzw. zensiert sind, dann liegt das nicht daran, dass ein Wertewandel stattgefunden hat


Wenn sich die Grenzen bzgl. extremer Darstellung geändert haben, wenn einst verbotene und gesellschaftlich nicht akzeptierte Grenzen nun plötzlich nicht mehr als gefährlich eingestuft werden, dann hat hier sehr wohl ein Wandel der Werte eingesetzt!


Es gab mal eine Zeit,da war die FSK toleranter als heute. Das war Ende der 70er,Anfang 80er.
Da liefen Filme wie "Die Geisterstadt der Zombies" UNCUT in den Kinos. Und "Das Ding aus einer anderen Welt" wurde ungekürzt ab 16 freigegeben.


Bei Kinofreigaben kann man sich derzeit aber auch nicht über die FSK beschweren, wenn ich an Maniac, Evil Dead und Co. denke. Völlig absurd ist diesbezüglich allerdings die Regelung, die Filmen mit einer "einfachen Jugendgefährdung" ein ungeschnittenes Kinorelease ermöglicht, aber eine Freigabe für den Heimkinobereich verhindert - obwohl es eh nur um ein KJ-Siegel geht, das eine Abgabe an Personen unter 18 per se ja unmöglich machen soll!

25.10.2014 00:05 Uhr - Pyri
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Viel bedenklicher finde ich wie unkritisch dieser Empirie/diesen Analysen selbst hier begegnet wird.
"Viel Gewalt und Sex in Filmen lassen Eltern abstumpfen" - das klingt wie
"Viel Gewalt und Sex in Filmen lassen Kinder verrohen".
Wenigstens wurde das "abstumpfen" im Text apostrophiert: diese Wahrnehmungen deuten doch weit eher darauf hin, wie oberflächlich da mit bestimmten Begriffen wie Zuschreibungen von Kompetenz sich Inhalten genähert wird. Und das nicht nur in den USA mit diesem unsäglichen PG-13, das schon seit seiner Einführung für "Indiana Jones and the Temple of Doom" (1984), spätestens aber mit "Jurassic Park" (1993) ein reines Marketing-Tool ist, sondern gerade auch in Deutschland mit seinem inhaltlich nunmehrigen Alleskönner FSF/K-12, sofern die jeweiligen Darstellungen dabei stimmen. Da werden Serien wie "The Knick" von der FSF komplett frei ab 12 durchgewunken, aber wegen vier Sekunden in "The Walking Dead" das Strafrecht bemüht.

25.10.2014 07:53 Uhr - Doktor Trask
24.10.2014 20:08 Uhr schrieb borgiboeller
... und dann kam Heiner Geißler und bließ zum Angriff, in etwa zeitgleich mit der Ausstrahlung von "Mama, Papa, Zombie". Das veränderte alles. U.a. die "Korrektur" des Paragraphen 131 :(
Ja leider, die Hetzjagd auf die Filme hatte damals den gleichen Schaden verursacht wie später die Hetzjagd auf die Computerspiele, das hatte besonders auf die Arcadehallen eine sehr schlechte Wirkung, die waren mit einem Schlag und quasi über Nacht am Ende, ausufernde Zensur bei den Games hat sich ja auch breit gemacht, schlimmer noch wie bei den Filmen und was da die Zensur von Blüten trägt brauche ich den Filmfreunden wohl kaum extra zu sagen. Es gab zwar zwischendurch noch weitere Sündenböcke wie Pen & Paper RPG, Comics und Aktionspielzeuge aber hier blieb es relativ ruhig. Aktuell schießt man sich ja auf Anime und Manga ein, das ist sogar so schlimm das die EU allen Ernstes ein Verbot will und Deutschland so wieso, für alle Anime und Manga und so lange es kein klares Nein zu diesen Verbot gibt kann hier immer noch jeder Zeit Feierabend sein.

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