SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Battlefield 2042 · Dynamische Schlachten · ab 69,99 € bei gameware Dying Light 2 · Stay Human · ab 54,99 € bei gameware

Das Engelsgesicht - Drei Nächte des Grauens

Originaltitel: The Beast Within

Herstellungsland:USA (1982)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror
Alternativtitel:Beast Within - Das Engelsgesicht, The
Engelsgesicht, Das
Entrailles de l'enfer, Les
Wcielenie
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,23 (24 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

1964: Das junge Ehepaar Eli und Caroline MacCleary hat nahe der Kleinstadt Nioba im US-Bundesstaat Mississippi eine Autopanne. Während Eli Hilfe holt, wird Caroline von einem Unbekannten vergewaltigt. Neun Monte später bringt sie Michael zur Welt.
Siebzehn Jahre später hat Michael schreckliche Visionen und Albträume. Die Familie kehrt an den Platz des Verbrechens zurück. Die Eltern stellen Nachforschungen an, doch bei den Stadtoberen treffen sie auf eine Mauer des Schweigens. Währenddessen verschlimmert sich der physische und psychische Zustand von Michael... ()

eine kritik von dissection78:
In Deutschland unter dem seltsamen Titel "Das Engelsgesicht - Drei Nächte des Grauens" erschienen, ist "The Beast Within" eine kleine, recht unbekannte, doch sehr stimmungsvolle Horrorperle aus dem Jahr 1982, die auch mit der ein oder anderen derb-blutigen Szene aufwarten kann, es mit dem Verspritzen des roten Lebenssaftes jedoch nicht übertreibt. Eine bestehende Indizierung für die ungeschnittene Fassung wurde im April 2010 aufgehoben.

Die Spezial-Make-Up- und Mutations-Effekte von Tom Burman sind klasse, auch wenn er es vielleicht mit den Bladdereffekten (soll heißen, unter künstlicher Haut werden an Darstellern z.B. Kondome oder Luftballons angebracht, in die mechanisch Luft ein- bzw. wieder abgelassen wird) etwas übertreibt. Aber was soll's... es sieht einfach geil aus!
Burman ist ein Meister seines Fachs. Er war und ist für zahllose Kino- und TV-Filme sowie Serien tätig (u.a. "Unheimliche Begegnung der 3. Art", "Invasion der Körperfresser", "Der Exterminator", "Die Goonies", "Blutiger Valentinstag", "Katzenmenschen", "Halloween III", "Stirb langsam 2", "Der Pate III", "Wayne's World", "Last Action Hero","Con Air", "Akte X", "Nip/Tuck", etc.pp.). Und somit sind seine Maskenkreationen auch der eigentliche Star des vorliegenden Werks.
Das soll jetzt aber nicht heißen, dass die Schauspieler schlecht sind. Denn das sind sie nicht. Im oftmals engen darstellerischen Rahmen eines Horrorfilms und trotz der mangelnden Tiefe ihrer zu spielenden Charaktere, sind sie absolut überzeugend. Sollte auch so sein, wenn Routiniers wie Ronny Cox ("Beim Sterben ist jeder der Erste", "RoboCop"), Don Gordon ("Bullitt", "Omen III"), Bibi Besch ("Star Trek II", "Im Land der Raketenwürmer") und die Peckinpah-Veteranen R.G. Armstrong und L.Q. Jones mitmachen.

Spannung wird vor allem durch die Soundkulisse erzeugt. Die Tonmischung mit den Tiergeräuschen und der Score von Les Baxter erzeugen eine gruselige Atmosphäre, die vom schwülen Süstaatenambiente noch unterstützt wird. Das Zusammenspiel mit effektivem Schnitt und Kameraführung tun ihr Übriges. Nebenbei bemerkt: Das Drehbuch schrieb "Fright Night"-Regisseur Tom Holland.

Klar, man sollte hier nicht nach Logik suchen. Doch wenn man sich mal darauf eingelassen hat, kann man die düstere (und leicht trashige) Geschichte, die ein bisschen an Stories von H.P. Lovecraft erinnert, gut genießen. Regisseur Philippe Mora wirft unnötigen Ballast bei der Erklärung der unheimlichen Ereignisse über Bord, konzentiert sich auf die dunklen Aspekte der Story und weiß das Milieu einer inzestuösen Südstaaten-Kleinstadt clever zu nutzen. Es wurde vor Ort in Mississippi gedreht.

Was gibt es für eine bessere Empfehlung für einen 80er-Jahre- Horrorfilm als eine negative Kritik des hysterisch-katholischen "Filmdiensts", der da schrieb:
"Kannibalismus, Vergewaltigung und Leichenschänderei. Blutig ausgeschmückt soll das erschrecken, dem sensiblen Betrachter den letzten Nerv rauben, doch die Dümmlichkeit der Handlung entlockt allenfalls ein Gähnen... Der Aufwand, der dabei getrieben wird, macht traurig über die Verschwendung von Zeit und Material."


Fazit:
Meiner Meinung nach einer der besten Filme des franko-australischen Regisseurs Philippe Mora, der in vielen Genres zuhause ist und beispielsweise den Australien-Western "Mad Dog - Der Rebell", die Dokumentation "Swastika" und den Werwolf-Trash "Das Tier II" drehte.
Insofern: Daumen hoch für "The Beast Within". Ein oft übersehener und unterschätzter Film, den ich mir immer wieder mal anschauen kann.

7/10
Weiter:
mehr reviews vom gleichen autor
Laurin
Dissection78
8/10
Feuerstoß
Dissection78
8/10
Geburt
Dissection78
8/10
Mann
Dissection78
6/10
die neuesten reviews
Million
VelvetK
9/10
Matrix
dicker Hund
9/10
Bloodthirsty
cecil b
5/10
Scream
Nightmareone
8/10
We
Dr. Kinski
8/10
kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)