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Kaiser Soze
Level 10
XP 1.379
Eintrag: 20.11.2017

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Demolition Man - Ein eiskalter Bulle

(Demolition Man)
Herstellungsland:USA (1993)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Komödie, Krimi, Science-Fiction,
Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,29 (73 Stimmen) Details
inhalt:
Sie kommen aus der Vergangenheit und mischen die Zukunft kräftig auf: im Jahre 2032, aus dem Eis ewiger Verbannung erwacht, liefern sich der Cop und der Killer aus der Jetztzeit das spannendste Duell des kommenden Jahrtausends.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von kaiser soze:

Viele Jahre nachdem die „Rocky“ Reihe (ab 1976) und die „Rambo“ Reihe (ab 1982) begonnen hatten, aber lange vor der „Expendables“ Reihe (ab 2010), eine Zeit, in der Actionstars noch „stahlharte Söldner“ (kleines Wortspiel) waren oder zumindest so wirkten (sollten / mussten), erschienen unter anderem mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle einige Filme, die im Gegensatz zu erstgenannten zwar keine Fortsetzungen nach sich zogen, dafür aber nicht minder unterhaltsam / gelungen sind und waren!

Neben „Tango & Cash“ oder „Cilffhanger - Nur die Starken überleben“ (um nochmal auf stahlhart zurückzukommen...), erschien einer meiner persönlichen Lieblingsfilme der 90er mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle:

„Demolition Man“
- Ein eiskalter Bulle -

aus dem Jahr 1993!

Im stetigen Wettkampf gegen seine Konkurrenten, allen voran „der österreichischen Eiche“, probierten die Actionstars sich aber neben den brutalen Actionfilmen auch in anderen Genres, etwa Action Komödien.
„Demolition Man - Ein eiskalter Bulle“ ist meiner Meinung nach Stallones beste Komödie!

Die Komödie ist hier in den Kontext einer utopischen (?!) Zukunftsvariante eingebettet - einer Zukunft, in der alle Menschen gut und harmonisch, in einer langweiligen Welt unter der Kontrolle und Beobachtung des Gründervaters leben.
Hier bekommt man „eine Geldstrafe von einem halbe Credit“, wenn man Schimpfwörter sagt!

Der Genremix aus Action, SFi und komödiantischen Sprüchen funktioniert (für mich) einfach wunderbar - ja, geradezu perfekt! Gut, einige oder vielleicht sogar viele der Witze und Wortspiele sind eher flach - erinnern mich auch manchmal an den alten Barkeeper aus „Der Blutige Pfad Gottes“ (1999), der (tourettebedingt) auch immer alle Sprichwörter durcheinander würfelte.

Mir fällt da ad hoc: Sandra Bullock:     „Gut, jetzt blasen wir dem Kerl einen!“
                             Sylvester Stallone: „Weg! Wir blasen den Typen weg!“
ein.
Sowas ist nicht jedermanns Humor; aber in dem Film passt es einfach!

Andere wirklich lustige Äußerungen:

  • Sandra Bullock:       „(...) Denken Sie nicht auch?“
    Gefängnisdirektor: „Ich bemühe mich nicht zu denken, aber sie sind jung - sie können denken, was sie
                                   wollen.“
  • Edgar Friendly (Rebellenführer):
    „Ich will nackt mit grünen Wackelpudding beschmiert durch die Straßen laufen und ich will mir die Freiheit nehmen den PlayBoy zu lesen. Warum? Weil ich das Bedürfnis dazu verspüre! Weißt du, wie die Zukunft aussieht? Wie ne 47 jährige Jungfrau, die in nem beigen Pyjama rumsitzt, einen Banane-Broccoli-Shake trinkt und singt ich bin das heißeste Wiener Würstchen!“

Dies / Diese Qualität sehen nicht alle Kritiker so, wie man etwa an der (zu Unrecht!) erhaltenen Goldenen Himbeere von Sandra Bullock entnehmen kann; trübt meine Begeisterung für diesen Film aber nicht im geringsten.

Um noch einmal auf oben angesproche Geldstrafe bzw allgemein die utopische Welt zu sprechen zu kommen.
Hier liegt der einzige etwas ernstere / kritischere Teil des Films.
Die perfekte Zukunft ist eine Welt der Überwachung, in der nur diejenigen Platz finden, die nach den Regeln des Gründervaters unter ständiger Beobachtung (mit implantierten Chips) leben. Zugegebenermaßen eine relativ seichte Kritik, aber erinnerte mich dennoch etwas an etwa einen Verhoevenfilm (z.B. „Starship Troopers“ (1997), in dem nur Bürger in der Stadt leben dürfen, Ricos Eltern aber nicht.).

Apropos Erinnerung:
Hinzu kommen zig Verweise auf andere Filme und Darsteller - einige davon:

  • Simon Phoenix (Wesley Snipes) „borgt“ sich im Museum die Waffe von einer Figur mit den Worten „entschuldige Rambo, ich muss mir dass mal borgen“. Er wird daraufhin im Museum in Sektion 8 eingesperrt. Sektion 8 ist der inoffizielle Name der psychiatrischen Abteilung beim amerikanischen Militär.
  • Wobei Simon Phoenix eine Anspielung an das Spiel „Simon Says“ ist, weshalb er teilweise auch sagt „Simon
    sagt, ...“
     
  • Arnold Schwarzenegger war Präsident und ihm wurde eine Bibliothek gewidmet.
    Arni revangierte sich und zeigte im selben Jahr Sly als Terminator im Film „Last Action Hero“.
     
  • Die Poster an den Wänden von Lt. Lenina Huxley (Sandra Bullocks) Büro sind u.a. „Lethal Weapon 3“ Poster.
    Diese antwortet auf die Frage, wo sie so treten gelernt hat, übrigens in der regulären Fassung „durch das Anschauen von Jackie Chan Filmen“ bzw in der spanischen Version „durch das Anschauen von Bruce Lee Filme“.
     
  • Wobei Huxley wohl eine Anspielung an Aldous Huxley, dem Autor von „Schöne Neue Welt“, sein dürfte. „Demolition Man“ spielt 1996 bzw 2032 (erschien aber 1993). Somit soll 1996 wohl eine nahe Zukunft und 2032 (100 jahre nach „Schöne Neue Welt“) die ferne Zukunft darstellen.
     
  • So wird gegen Ende des Films der Verbrecher „D. Frost“ aufgetaut, der ja bekanntlich „Blades“ (Wesley Snipes) Kontrahent im Film „Blade 1“ (1998) war.
    Allerdings erschein „Blade 1“ erst 5 Jahre später, worauf mich freundlicherweise der geschätzte Kollege „dicker Hund“ aufmerksam gemacht hat. War mir aus heutiger Sicht komplett entfallen - somit ein lustiger Zufall, keine Anspielung. (Danke nochmal für den Hinweis!)

Aber genug vom komödiantischen. Selbstverständlich kommt auch Action in dieser SFi ACTION Komödie vor!

Siese ist zwar, wie man aus der FSK ab 16 Jahren Freigabe vermuten kann, nicht sonderlich hart, sehr unterhaltsam dafür allemal!
An dieser Stelle seien mal die sehr guten Schnittberichte empfohlen, allen voran der SB zur geschnittenen FSK ab 12 Jahren Version: https://www.schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=764339
Da fehlt wirklich sehr viel! Unnötig viel!

Auch wenn dieses Review etwas einseitig ist, hoffe ich, dass es gefällt und meine Begeisterung für diesen Film nachvollziehbar rüber kommt! Für mich gibt es hier nichts zu meckern. Geiler Streifen!
Schade nur, dass das Geheimnis der drei Muscheln nicht gelüftet wird...
 

10 von 10 Punkten!

 

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Kommentare

20.11.2017 14:06 Uhr - MacManus
1x
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Tolle Kritik, einseitig muss ja nicht verkehrt sein. Der Film geniest für mich einfach Kultstatus. Er wird nie langweilig und mach richtig Spaß. Aber ich glaub Bullock hat damals die Goldene Himbeere und nicht die Goldene Palme erhalten.

20.11.2017 14:51 Uhr - dicker Hund
1x
User-Level von dicker Hund 11
Erfahrungspunkte von dicker Hund 1.661
Unterhaltsame Kritik zu einem kurzweiligen Film, der mir auch eine höhere, wenn auch nicht die höchste Punktzahl wert wäre.

"Blade" konnte man damals aber sicher noch nicht vorhersehen;-)

20.11.2017 15:40 Uhr - Kaiser Soze
1x
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@MacManus

Ja, Kultstatus! Sowas von Zurecht!
Himbeere ist korrigiert, danke!


@dicker Hund

Da sagste mal was :-D dann wohl doch nur ein Zufall! Hast ne Erwähnung im Review! Danke!

20.11.2017 19:14 Uhr - Flo_The_Movie_Nerd
1x
Zuerst mal muss ich sagen, dass das mal wieder ein großartiges Review zu einem ebensolchen Film ist. Weiter so.

Und ich denke "D. Frost" könnte eine Anspielung auf das englische defrost = ab-/auftauen sein 😉

21.11.2017 00:14 Uhr - tschaka17
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Macht einfach Spaß der Streifen. Genauso wie die Rezi ;)

21.11.2017 09:34 Uhr - Kaiser Soze
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Vielen Dank euch beiden!

@ Flo
Ja, das ist natürlich auch eine mögliche Erklärung.

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