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tschaka17
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Eintrag: 18.10.2017

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Officer Downe

Herstellungsland:USA (2016)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Comicverfilmung, Komödie,
Science-Fiction

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,60 (5 Stimmen) Details
inhalt:
Officer Downe (Kim Coates) sorgt auf brutalste Weise für Gerechtigkeit, während er ein unsterbliches Geheimnis trägt. Er ist weit mehr als der ultimative Mensch, er ist der ultimative Cop! Nicht einmal der Tod selbst kann Officer Downe stoppen! Ein einzigartiges telepathisches Wissenschafts-Experiment lässt ihn als Geißel der Unterwelt von L.A. immer wieder auferstehen. Dieser Cop kriegt nie genug und kommt immer wieder - sogar aus dem Grab!
eine kritik von tschaka17:

Bist du bereit ein paar Verbrecherschädel zu zertrümmern?

Officer Downe. Wenn ein Film schon mit den Produzenten von Crank wirbt und sich selbst als irre Mischung aus Action & Komödie im Trashstil darstellt erwartet man einen total aberwitzigen Streifen. Basierend auf der gleichnamigen Graphic Novel von Joe Casey & Chris Burnham verfilmt Musiker Shawn "Clown" Crahan den Stoff um den untoten Cop dann auch als absolut überzogenen Kracher. Dabei fallen die meisten Kritiken vernichtend aus. Als Unkenner von Graphic Novel, Ahnungsloser in Bezug auf den Musiker-Regisseur und vorgewarnt von allen negativen Meinungen habe ich mir den Streifen dennoch angesehen. Und war im Grunde genommen ganz zufrieden.

Officer Downe ist eigentlich vor 25 Jahren gestorben. Seine Stadt versinkt jedoch in Kriminalität und so hat seine Chefin ihn für den Kampf gegen das Verbrechen wiederbelebt. Mehrfach. Geht auch relativ einfach. DIe Leiche ins Labor im Keller der Polizeistation, Maschinen an und schon meldet sich Officer Downe wieder zum Dienst. Dann springt er in seinen "Tod auf 4 Rädern" und heizt den Bösen ordentlich ein. So sind weder Drogendealer noch Killernonnen oder Kung-Fu-Wichser vor ihm sicher. Und zwischendurch besorgt es Officer Downe auch schnell mal einer netten Blondine. Mehrfach. Versteht sich.

Dass die Handlung ziemlich Banane ist kann sich jeder an einer Hand zusammenreimen. Oder so ähnlich. Auch wenn der Film teilweise Hintergründe versucht zu erklären kann man Logik natürlich nicht als Maßstab nehmen. Die Geschichte bleibt dann letztendlich das größte Problem. Der rumballernde Officer Downe, der over-the-top Fieslinge ins Jenseits befördert und dabei immer einen cooeln Spruch auf Lager hat, ist ganz klar der beste Part. Genau DAS wollte ich sehen. Sobald der Film aber versucht eine Story zu erzählen wird es zäher und da das Script eben Müll ist auch einfach unnötig. Wobei es schon geniale Situationen gibt.

Der Cast überzeugt hingegen vollkommen. Was andere Kritiker stark bemängeln hat für mich genau den richtigen Trashfaktor. Maue Dialoge von schlechten Schauspielern hauen einen aus den Socken. Dazu gesellen sich allerdings auch einige talentiere Menschen. Kim Coates als Officer Downe ist definitives Highlight. Kenner der Graphic Novel meckern hier besonders, für mich als Unwissenden ist Coates als Downe aber einfach nur genial. Cool in allen Belangen ballert er sich sprücheklopfend durch die Gegend. Mehr wollte ich von dem Charakter auch nicht. Tyler Ross in seiner Rolle als Officer Gable performt eigentlich auch solide. Die Charakterzeichnung ist zwar inkonsequent und dämlich, aber irgendwie macht Ross das Beste draus. Reicht doch!

Inszenatorisch ist der Streifen ziemlich am Schwanken. Die Settings sind dabei generell schön gestaltet und vor allem kreativ. Sie passen gut in den "over-the-top"-Modus. Ob Kirche, Polizeistation oder geheimes Energielabor. Abgefahren! Weniger gelungen ist die Kameraarbeit. Stellenweise ist es etwas wackelig und insbesondere eine Dialogsequenz ist so unruhig gehalten, dass es nervt. Turn-Angel von Michael Bay lässt grüßen. Leider hier arg schlecht umgesetzt. Ansonsten fängt die Kamera den Film so ein wie er ist: Das totale Chaos! Zwischendurch gibt es auch psychodelische Schübe, Drehungen, Farbfilter und Co. Eben den absoluten Wahnsinn. Im Hintergrund donnert ein ziemlich guter Musikmix. Zwar passen die Tracks nicht immer zum Bild, aber es drückt ordentlich.

Bei einem Trashfilm sind selbstverständlich auch die Effekte von Belangen. Nach dem Trailer hatte ich schlechtestes CGI erwartet, wurde aber nur teilweise bedient. Ja, es gibt mieseste Effekte. Und alle Dinge sind natürlich over-the-top. Jedoch beinhaltet der Streifen auch mittelmäßiges bis passable Computerarbeit und ab und an sogar handgemachte FX. Dabei splattert der Film munter durch die Gegend und Officer Downe geht auch nicht so schnell down. Was ein Wortspiel. Bei der Thematik und der Gewalt ist eine Freigabe ab 18 selbstredend richtig.

Humor ist ein streitbarer Punkt. Ich persönlich habe relativ oft gelacht. Man(n) sollte allerdings auch auf die kleinen Details achten. Kaffeetassen etc. Doch auch offensichtlich Kracher wie die Knarre mit dem schönen Namen "Die Antwort" oder die meisten Sprüche von Downe haben mir gut gefallen. Politisch korrekt sind dabei die wenigsten Inhalte des Films.

Abschließend muss man hier ganz klar wissen, worauf man sich einlässt. Wer keinen Trash mag, eigentlich zähle ich mich auch dazu, wird den Streifen hassen. Eine maue Story, mies gezeichnete Figuren und oft schlechte Schauspieler, selbst bei den Hauptfiguren teilen sich die Meinungen. Dazu gibt es eine aggressiv Bildführung, over-the-top Gewalt, eine Mischung aus passablen und katastophalen Effekten und einen offensiven Soundtrack, der nie so ganz zum Geschehen passt.

Selbst Fans von solchen Filmen werden unterschiedliche Meinungen zu Officer Downe haben. Für einige funktioniert der Streifen auch in seinem Genre nicht. Einige feiern ihn gerade für seine Art total. Ich hatte Spaß. Die Story ist Käse, gerade wenn sie versucht sich zu erzählen. Hälfte 2 fällt deswegen im Vergleich zum chaotischen Part 1 ab. Der haut Sprüche und Gewalt raus, so wie ich wollte. Kim Coates als Downe im Rampage-Modus. Doch auch die zweite Hälfte bietet noch akzeptable Unterhaltung. Wobei es trotz nur 88 Minuten Laufzeit zu Längen kommt. Dennoch würde ich den Film noch einmal schauen.

Von einer Empfehlung kann ich hier weniger sprechen. Viel eher möchte ich bisher abgeschreckte Leute ermutigen, doch den Blick zu riskieren. Viele werden den Film beschissen finden, einigen Menschen wird es vielleicht ähnlich passabel gefallen wie mir. Manche werden feiern.

6/10 für Officer Downe. Im Vergleich zu anderen Filmen natürlich schwach, im Genre schon relativ ok.

Rechts ranfahren, Schwanzlutscher.

6/10
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Kommentare

18.10.2017 12:29 Uhr - DriesVanHegen
User-Level von DriesVanHegen 3
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Hm...wenn die Action und die überdrehte Stimmung passt, kann man wohl einen Kauf riskieren. Nur schade, dass dann doch noch versucht wird eine Handlung einzubauen. Bei CRANK 1/2 funktioniert das ganze mit einer einzigen Zeile Story ja auch hervorragend und es kann sich in vollen Zügen auf den Quatsch eingelassen werden.
Mal sehen, deine Besprechung sagt ja aber, dass es auf jeden Fall ordentlich fetzt.

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