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NoCutsPlease
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Eintrag: 21.10.2017

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Theater des Grauens

(Theater of Blood)
Herstellungsland:Großbritannien (1973)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Komödie
Alternativtitel:Theatre of Blood
Much Ado About Murder

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,17 (6 Stimmen) Details
inhalt:
Dem ruhmreichen, aber wahnsinnigen Klassiker-Schauspieler Edward Lionheart wird die höchste Auszeichnung von acht Kritikern verweigert. In seinem Wahn ersinnt er einen äußerst markaberen Plan, um sie für immer zum Schweigen zu bringen...
eine kritik von nocutsplease:

Douglas Hickox war nicht nur der Vater vom ebenfalls als Regisseur tätigen Anthony Hickox (Sundown, Hellraiser III, Full Eclipse), sondern hat auch mit Titeln wie Zulu Dawn, Brannigan - Ein Mann aus StahlBlutroter Morgen und Auf der Fährte des Adlers ein paar interessante Genrebeiträge geliefert. Einen seiner bekanntesten Vertreter bildet die aus dem Jahr 1973 stammende britische Produktion Theater of Blood, die sich als Mischung aus Horror und Komödie präsentiert sowie Elemente des klassischen Dramas verwendet. Das Drehbuch verfasste Anthony Greville-Bay, während Stanley Mann (Der Feuerteufel, Damien - Omen II, Conan der Zerstörer) und John Kohn, die 1966 eine Oscar-Nominierung für Der Fänger erhielten, die Idee für den Plot lieferten. Zudem bildeten die Werke von William Shakespeare eine nicht gerade unerhebliche Inspirationsquelle. 


Worum geht es? Eine Riege von alteingesessenen Theaterkritikern wird nach und nach gewaltsam aus dem Leben befördert und es stellt sich recht schnell heraus, dass der passionierte Shakespeare-Darsteller Edward Kendal Sheridan Lionheart dahintersteckt, der mit den peniblen Verriss-Experten noch ein ernstes Hühnchen zu rupfen hat. Mehr Details braucht der Leser an dieser Stelle über das inhaltliche Grundgerüst dieses mit schwarzem Humor, bissiger Situationskomik und britischer Trockenheit gewürzten Filmes nicht zu erfahren. Die erzählerische Spannung speist sich überwiegend aus den kreativen Morden sowie den beiden Fragen, wen es denn als nächstes Opfer erwischt und wie die Sache für den mörderischen Protagonisten wohl ausgehen mag.


Das mimische Ensemble wird von niemand Geringerem als Vincent Price (Die Fliege, Die Verfluchten, Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes) angeführt, der so durch und durch britisch wirkt, dass man allzu leicht seine US-amerikanische Herkunft vergessen könnte. Als Edward Lionheart verkörpert er in schrullig-irrer Manier ein verkanntes Schauspielgenie, das zwar durchaus talentiert und vielseitig, aber auch fanatisch, rabiat und größenwahnsinnig zu sein scheint. Ironischerweise ist dieser Bösewicht natürlich deutlich sympathischer als es seine Mordopfer je sein könnten. Diana Rigg, die man am ehesten aus der TV-Serie Mit Schirm, Charme und Melone sowie als Bond-Girl in Im Geheimdienst Ihrer Majestät kennt, spielt Lionhearts Tochter Edwina, die ihm tatkräftig und mit vollem Körpereinsatz bei seiner Rache zur Hand geht. Die berüchtigte Kritikerriege besteht durchweg aus britischen Charakterdarstellern, die mit ihrer individuellen Note sehr zum Gelingen des Films beitragen. Somit trifft man auf bekannte Gesichter wie Ian Hendry (Ekel, Get Carter, Ausbruch der 28), Harry Andrews (Luftschlacht um England, Tod auf dem Nil, Der Schrecken der Medusa), Robert Morley (Der Wachsblumenstrauß, African Queen, 1939 Oscar-Nominierung als Bester Nebendarsteller in Marie Antoinette), Michael Hordern (Agenten sterben einsam, Gandhi, Cleopatra) und Jack Hawkins (Ben Hur, Lawrence von Arabien, Die Brücke am Kwai). Die polizeilichen Ermittlungen führen Milo O'Shea (Barbarella, The Verdict) als Inspektor Boot und Eric Sykes (The Others, Harry Potter und der Feuerkelch) in der Rolle von Sergeant Dogge, wobei die Gesetzeshüter bewusst als tollpatschig und ineffizient beschrieben werden.


Audiovisuell vereint Theater of Blood sämtliche positiven Elemente des Genrekinos der 70er Jahre. Die Kameraarbeit des gebürtigen Wieners Wolfgang Suschitzky (Get Carter, Drei Strolche in der Wildnis) weiß die vielseitigen Schauplätze in London, Middlesex und Windsor effektiv zu nutzen. Insbesondere die bewusst schäbigen, heruntergekommenen und düsteren Kulissen tragen wirksam zur Atmosphäre bei. Eine besondere Würze liefern die abwechslungsreichen Mordszenen, welche sich an Schlüsselereignissen aus William Shakespeares Werken orientieren, mit handgemachten Goreeffekten punkten und überwiegend on-screen stattfinden. Die Kompositionen seitens Michael J. Lewis (Der Schrecken der Medusa, Sprengkommando Atlantik) bescheren eine breite Palette von romantischem Klavierspiel über melancholische Streicherklänge bis hin zu schrillen und düsteren Melodien.


Fazit: Theater of Blood präsentiert sich als überaus unterhaltsamer Mix aus Horror und Komödie, der mehr als nur ein anerkennendes Augenzwinkern für Shakespeares literarisches Erbe übrighat. Da das Ganze angenehm schrullig und einfach sympathisch erzählt sowie überzeugend gespielt wird, dürften Freunde des klassischen Theaters hier genauso ihren Spaß haben wie Fans von blutigen Gruselfilmen.

9/10
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Kommentare

21.10.2017 11:35 Uhr - TheRealAsh
2x
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Da macht der Herr Ohneschnitte-Bitte ja wieder anspruchvollst weiter, tolle Rezi, toller Film!

Würde sich hier eigentlich ein Bluray Update lohen, falls bei dir vorhanden?

21.10.2017 11:56 Uhr - NoCutsPlease
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Vielen Dank an die Hand, die die Waldhütte regiert und die Dämonen zur Strecke bringt! ;)
Wie viele von deinen zehn Fingern bekommt der Film denn?

Die NSM-Blu-Ray habe ich nicht, aber die kann einfach nur qualitativ besser als die MGM-DVD im Letterboxed-Format aussehen.

21.10.2017 12:14 Uhr - Intofilms
1x
Wunderbare Rezi zu einem wunderbaren Film, NCP!
Mensch, dass der hier noch gar keine Rezi hatte - ein Unding! Aber jetzt hast ja zum Glück für die nötige Abhilfe gesorgt.

Ich hatte es tatsächlich immer als selbstverständlich angesehen, dass der gute Vincent Brite sei, und dachte immer, dass er für seine amerikanischen Produktionen einen ohnehin nur schwachen amerikanischen Akzent 'faken' würde. Bis Dissection mich dann mal darauf aufmerksam machte, dass er in Wirklichkeit doch US-Amerikaner war...

Ich liebe diesen Film ebenfalls. Der gute Vincent, wie er leibt und lebt. Dann noch das tolle Schauspielerensemble, der lustige und unterhaltsame Plot, die netten Effekte - und fertig ist das Vergnügen. Macht irre viel Spaß! Von mir gibt's entweder eine starke 8 oder eine hauchdünne 9. An meinen Lieblingshorrorfilm mit Vincent Price "Das Kabinett des Professor Bondi" kommt dieser doch nicht ganz heran. Aber viel fehlt nicht! ;-)

Ich kann übrigens die Arrow-Blu-ray empfehlen.


21.10.2017 12:17 Uhr - leichenwurm
2x
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Bei der Wertung geh ich mit. Schrulliger, makabrer Horrorspass, mit bösem Humor und kreativ bebildertem Ableben unsympathischer Figuren ;-)) ! Toll formuliertes Review NoCutsPlease!

21.10.2017 12:23 Uhr - Intofilms
1x
@Wurmi
'Makaber' passt hier wie die Faust aufs Auge! ;-) Bringt mit einem Wort den ganzen Film perfekt auf den Punkt. Definition laut Duden: "mit Tod und Vergänglichkeit scherzend".

21.10.2017 12:27 Uhr - NoCutsPlease
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Thanks a lot, dear readers and welcome to the show! ;)

@ Intofilms:
Hehe, die Anspielung im Review war übrigens genau deinem einen Kommentar gewidmet, auf den Dissection damals mit seiner Richtigstellung reagiert hat. Price würde aber auch einen verdammt guten Briten abgeben.
Ich war ebenfalls überrascht, dass der Film hier noch nicht besprochen wurde, deshalb habe ich mich da gleich einmal rangesetzt.
Und im Zweifel macht man mit einer Veröffentlichung von Arrow nix verkehrt.

@ leichenwurm:
Habe dank deiner treffenden Einordnung mit dem "kreativ bebilderten Ableben unsympathischer Figuren" noch den Satz eingefügt, dass der Bösewicht sympathischer als seine Opfer ist. :)

21.10.2017 12:31 Uhr - Intofilms
1x
Soso, diese Blöße hattest du also noch auf dem Schirm. Grrr...!^^
Ja, das war mir echt ganz schön peinlich, naja...
;-)

21.10.2017 12:42 Uhr - NoCutsPlease
1x
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Ach was, so schlimm war das doch gar nicht. :)

Nebenbei: Ich weiß zwar nicht, ob Wuffi dieses Mal vorbeischaut, aber mich würde mal interessieren, wie die Pastete bei ihm ankommen dürfte. ;)

21.10.2017 15:40 Uhr - Horace Pinker
1x
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Wie immer wundervolle Rezension, die sowohl eine sehr vergnügliche Lektüre hergibt, als auch die Essenz des Werks treffen wiedergibt. Ich fand den zwar auch recht unterhaltsam, würde den aber nicht ganz so hoch bewerten wie du (läge eher bei 7-8 Punkten), allerdings bin ich auch nicht der größte Freund der Werke des Barden :) Was Price angeht, haben mir etwa die beiden Phibes Filme besser gefallen.
Kleiner Hinweis: Im 4. Absatz meintest du doch sicher Theatre of Fear?

21.10.2017 15:53 Uhr - NoCutsPlease
1x
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Danke dir H.P. und schön, dass ich mal wieder einen Film erwischt habe, den du ebenfalls kennst (auch wenn er bei dir etwas schwächer abschneidet).
Zur Wertung: Ich war lange Zeit bei einer sehr guten 8, habe mich dann aber beim Verfassen der Kritik und dem Abwägen der Kriterien zu einer knappen 9 entschieden.

Zu deinem Hinweis: Meinst du den "Theatre of Fear", den du hier als 2/10-Warnung besprochen hast? Oder möchtest du auf den Unterschied zwischen britischem (theatre) und amerikanischen Englisch (theater) hinaus? Obwohl es ein britischer Film ist, ist der Originaltitel "Theater of Blood" komischerweise in amerikanischem Englisch gehalten.

21.10.2017 16:00 Uhr - Horace Pinker
1x
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21.10.2017 15:53 Uhr schrieb NoCutsPlease
Danke dir H.P. und schön, dass ich mal wieder einen Film erwischt habe, den du ebenfalls kennst (auch wenn er bei dir etwas schwächer abschneidet).
Zur Wertung: Ich war lange Zeit bei einer sehr guten 8, habe mich dann aber beim Verfassen der Kritik und dem Abwägen der Kriterien zu einer knappen 9 entschieden.

Zu deinem Hinweis: Meinst du den "Theatre of Fear", den du hier als 2/10-Warnung besprochen hast? Oder möchtest du auf den Unterschied zwischen britischem (theatre) und amerikanischen Englisch (theater) hinaus? Obwohl es ein britischer Film ist, ist der Originaltitel "Theater of Blood" komischerweise in amerikanischem Englisch gehalten.

Sorry mein Fehler, was das Fear angeht hatte ich wohl noch den anderen Streifen im Kopf und bezüglich Theatre ging ich davon aus, dass die Macher bei einer britischen Produktion auch die britische Schreibweise benutzen, was wohl ein Trugschluss war. Dann ist ja alles in Ordnung und vor meinen nächsten "Korrekturtipps" lese bzw. denke ich erstmal besser nach ;)

21.10.2017 17:12 Uhr - Ghostfacelooker
1x
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War Anthony Hickox nicht auch der der Warlock 2 drehte?

Hüstel:

Anfangs dacht ich schon du schreibst über das ein oder andere Theater des Grauens in den News und Review bereichen, doch dann musste ich bedauerlicherweise feststellen, das nicht ich der Hauptdarsteller bin, sondern der gute Vincent^^^^^^Tolles Review

21.10.2017 19:18 Uhr - NoCutsPlease
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Merci Ghost. :)
Ganz recht, "Warlock 2" und auch "Waxwork 1+2" sind Anthony Hickox zuzuordnen.

Über das von dir angesprochene Theater des Grauens könnte man auch schreiben, aber das würde wohl eine unendliche Geschichte werden. ;)

21.10.2017 19:37 Uhr - Dissection78
3x
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Gei-el! Den MUSS ich mir mal wieder geben!

Bei Deinem Rev werden Erinnerungen wach. Als Kind habe ich solche Filme samstagnachts heimlich im dunklen Wohnzimmer in der Glotze geschaut. Ich glaube, dies war vor allem im Rahmen der ZDF-Reihe "Der phantastische Film" (allein von deren ultragruseligem Vorspann war ich jedesmal fasziniert). Und dann immer mit einem Ohr ganz genau hingehört, ob die Eltern wach werden und auf die Toilette müssen. Dann musste der Fernseher ganz schnell ausgeschaltet werden. Das war nochmal eine ganz besondere Form des Nervenkitzels. Später hat mein seliger Herr Vater Grusel- und Horrorfilme mit mir zusammen geschaut, wobei er immer eingepennt ist. Er hatte sich wahrscheinlich gedacht, wenn der junge Dissection - ja, das ist mein richtiger Name :'( - die sowieso guckt, dann sollte er vorsichtshalber die Aufsicht führen.
"Theater des Grauens" war definitiv dabei, "Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes" und "Die Rückkehr des Dr. Phibes" (wobei ich den ersten "Phibes"-Streifen als gleichwertig zum grauenvollen Theater erachte und die Fortsetzung als schwächer im Hinterkopf habe), britische "Hammer"-Grusler, Cormans Poe-Verfilmungen, "Das Kabinett des Professor Bondi", "Mörderspinnen", "Die Stunde, wenn Dracula kommt", "Formicula", "Frogs"(?) usw. So wurde ich zum Horrorsuchti.

Aber, um beim Thema zu bleiben:
"Theater des Grauens" ist herrlich schwarzhumorig, schaurig, durchaus anspruchsvoll und blutig. Bei den kreativen Kills der "Saw"-Reihe frage ich mich immer, ob deren Macher sich von vorliegendem Film und den "Phibes"-Sachen inspirieren ließen. Wenn dem so ist, bleibe ich doch lieber bei den Originalen.

PS:
Was die Sache mit dem "Briten" Price betrifft: Als Kind und Jugendlicher dachte ich ebenfalls, er wäre Engländer und wunderte mich als ich letztendlich herausfand, dass er US-Amerikaner war. Deswegen musste ich das damals richtigstellen, Intofilms ;D

21.10.2017 20:04 Uhr - NoCutsPlease
2x
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Hehe, welch seltener Gast. Falls du dich aber mal blicken lässt, gibt es dafür auch einen umfangreichen Kommentar von dir.
Muchas gracias, Dissection! :)
Und es freut mich natürlich, wenn ich Kindheitserinnerungen wecken konnte. Das ist bei Filmen ja immer eine ganz spezielle Sache mit besonderem Stellenwert.
Der Vorspann von "Der phantastische Film" bot übrigens wahrlich ein schaurig-surreales Spektakel.

Price gibt aber auch einen richtig guten Engländer ab, da kann man schon einmal falsche Erwartungen hegen. Seine US-Frühwerke aus den 40ern sind ja nicht einmal ansatzweise so bekannt wie die späteren Gruselklassiker.

21.10.2017 20:12 Uhr - Intofilms
2x
@Großer Dissection
Deine Info war mir höchst willkommen, ich weiß doch gerne ganz genau bescheid! ;-)

Die elaborierten "Saw"-Kills sehe ich übrigens auch ganz stark in den beiden "Phibes"-Filmen präfiguriert (aber stimmt, "Theater des Grauens" sollte hier wohl auch nicht übersehen werden). Die liebe ich ja auch über alles. Ich müsste mir echt mal wieder eine Vincent-Show gönnen. Den letzten Film, den ich mit ihm gesehen habe - nun, da kam es freilich ganz besonders dicke, handelte es sich dabei doch um "Tower of London". Kann es sein, dass dies sein Overacting-Meisterstück darstellt (und das würde ja was heißen)...?!^^ Jedenfalls war das eine extrem hohe Vincent-Dosis und die hält wohl noch immer an, sonst hätte ich in der Zwischenzeit bestimmt schon wieder den ein oder anderen Corman-Grusler mit Vincent gesehen...^^ Aber die kommen schon wieder zu ihrem Recht. Jetzt gibt es bald wieder neblig-trübe Herbsttage, die Tage werden kürzer und die Nächte länger. Da passen die einfach perfekt!

21.10.2017 20:37 Uhr - dicker Hund
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Ist eine Lücke von mir, muss ich gestehen. Da geben mir die schmackhafte Rezi und die Kommentare einen ganz schönen Ruck, die Augen beim Stöbern auch hiernach offen zu halten.

21.10.2017 20:58 Uhr - NoCutsPlease
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Grazie, il cane grosso. :)

Schau dir den Film bei Gelegenheit auf jeden Fall an.
Insbesondere das innovative Pastetenrezept solltest gerade DU unbedingt mal in Augenschein nehmen. ;)

21.10.2017 21:21 Uhr - Dissection78
3x
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Muchas gracias ebenso, NCP und Intofilms!

Ich muss gestehen, zum damaligen Zeitpunkt war mir schon bewusst, dass Price Anfang der 40er in Ami-Produktionen mitgewirkt hat, weil ich "Der Unsichtbare kehrt zurück" im dritten Programm gesehen hatte. Ich achtete tatsächlich da schon in TV-Zeitschriften auf Infos wie das Produktionsland und das Produktionsjahr. War mir jedoch anscheinend egal. Für mich war Price Engländer! :)

Egal! Schulz jetzt mit Kindheitserinnerungen! ;)

22.10.2017 10:35 Uhr - Tom Cody
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Eine wirklich schöne Rezension zu diesem etwas ungewöhnlichen Genre-Klassiker. Deine Beurteilung als "...überaus unterhaltsamer Mix aus Horror und Komödie" bringt es 100%ig auf den Punkt.

An die von "Dissection78" erwähnte ZDF-Reihe kann ich mit ebenfalls gut erinnern, genau so wie an den surrealen Vorspann (https://youtu.be/CXIjbbet1V4) Wobei ich da, nebenbei erwähnt, ein klein wenig mehr (auch in bezug auf die Filme) zu der ARD-Science Fiction-Reihe tendierte (https://youtu.be/TDaFZNdS150).

Ich weiß zwar nicht mehr genau, ob ich "Theater des Grauens" tatsächlich auch in der ZDF-Reihe gesehen habe ("Frogs" auf jeden Fall), ihn aber auch immer noch als sehr gute Genre-Mischung im Gedächtnis behalten habe. Ich denke, ich sollte die Erinnerung an dieses makabre Kleinod längst mal wieder auffrischen...

22.10.2017 13:30 Uhr - NoCutsPlease
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Thanks Mr. Cody! :)
Ich habe ja nun einmal eine Schwäche für ungewöhnliche Genre-Klassiker und nach meinem Bergman-Ausflug war es mal wieder Zeit für unterhaltsamere und härtere Kost.
Durch "Der phantastische Film" und das ARD-Äquvalent ist man damals auf so manche Perle überhaupt erst aufmerksam geworden.
Deiner angedachten Erinnerungsauffrischung stimme ich ebenfalls vollkommen zu.

22.10.2017 14:20 Uhr - cecil b
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Eine spitzenmäßige Review, in jeder Hinsicht!

Diesen makaberen Humor habe ich schon lange auf dem Plan. Wenn die Liste doch etwas kleiner wäre. ;)

22.10.2017 15:54 Uhr - NoCutsPlease
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Obrigado cecil! :)
Mensch, dabei hätte ich den Titel so sicher in deiner langjährigen Kenntnis verortet, aber so ist das mit den Filmen. Da ist nicht unbedingt vorhersehbar wer was kennt.
Und als bekennender Cecilianer stehen ohnehin schon viel mehr Namen auf der Liste als beim "normalen" Filmfan. ;)

22.10.2017 19:21 Uhr - cecil b
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Und der Schrank ist voll ungesehener Filme. Dieser Film gehört in den Schrank, da wirst du Recht haben. ;)

23.10.2017 08:32 Uhr - NoCutsPlease
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Da sagst du was. :)
Mit einem Schrank, der noch genug ungesehenes Material bietet, kenne ich mich auch aus. Und es kommt immer noch genug Neuware hinzu. Außerdem schaut man sich die Sachen nicht in der Reihenfolge an, in der man sie kauft, sondern nach Stimmung. Manches wartet Monate, andere Streifen werden unmittelbar gesichtet.

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