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Punisher77
Level 13
XP 2.562
Eintrag: 13.01.2018

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Frankensteins Rache

(The Revenge of Frankenstein)
Herstellungsland:Großbritannien (1958)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror
Alternativtitel:Blood of Frankenstein
Ich bin Frankenstein

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,75 (4 Stimmen) Details
inhalt:
Baron Frankenstein (Peter Cushing) ist unter dem falschen Namen Dr. Victor Stein in einem kleinen Städtchen untergetaucht. Tagsüber praktiziert er als Arzt. Aber Nacht für Nacht arbeitet er mit seinem Assistenten Dr. Kleve hinter verschlossenen Türen an einem grauenhaften Experiment: Aus Leichenteilen und brauchbaren Gliedmaßen, die er gezielt amputiert, will er einen neuen Menschen erschaffen. Weil er aber ein verkümmertes Gehirn einsetzt, wird seine Kreatur zu einem primitiven Killer. Als Baron Frankstein von seinem Monster dann selbst angefallen und schwer verletzt wird, kann ihm nur noch Dr. Kleve helfen, indem sein Assistent die selbe Operation vornimmt und sein Gehirn in einen neuen Körper pflanzt. Als Dr. Franck beginnt sein "zweites" Leben.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von punisher77:

                                       FRANKENSTEINS RACHE

Mit Frankensteins Fluch (1957) gelang der britischen Produktionsfirma Hammer Films der endgültige, internationale Durchbruch. Zusammen mit dem ein Jahr später folgenden Dracula etablierte Hammer den Gothic Horror-Film auf der großen Leinwand und wurde zum Marktführer in diesem Genre. Es verwundert also nicht, dass bereits ein Jahr später das erste Sequel, Frankensteins Rache, in die Kinos kam.

Die Regie übernahm wie beim Vorgänger Terence Fisher und das Drehbuch der Fortsetzung, die zunächst den Titel The Blood Of Frankenstein trug, stammte ebenfalls von Jimmy Sangster. Dieser zeichnete diesmal jedoch nicht allein für das Skript verantwortlich: Einige zusätzliche Dialoge stammen von Hurford Janes und George Baxt schrieb die Szenen mit den betrunkenen Grabräubern. Dass der Titel später geändert werden musste, lag daran, dass Hammer-Produzent Sir James Carreras einen Vertriebsdeal mit Columbia Pictures ausgehandelt und dabei mit einem Poster geworben hatte, das den Titel The Revenge Of Frankenstein trug. Peter Cushing schlüpfte erneut in die Rolle des Victor Frankenstein. Christopher Lee war jedoch nicht mehr dabei. Zur weiteren Besetzung des in den Bray Studios gedrehten Films gehörten u.a. Francis Matthews (Blut Für Dracula, 1965), Eunice Gayson (James Bond Jagt Dr. No, 1962), Oscar Quitak (Operation Amsterdam, 1959) und Michael Gwynn (Dracula – Nächte Des Entsetzens, 1970). Hammer-Stammschauspieler hat ebenfalls eine kleine Rolle im Frankenstein-Sequel.

Victor Frankenstein (Peter Cushing) ist dem Fallbeil noch einmal entkommen und praktiziert seit drei Jahren unter dem – unglaublich kreativen - „Decknamen“ Dr. Stein, wobei er sich vor allem um die Armen kümmert. Nebenbei arbeitet Frankenstein immer noch an der Erschaffung eines künstlichen Menschen. Eines Tages taucht bei ihm der ehrgeizige, junge Mediziner Dr. Hans Kleve (Francis Matthews) auf, der Frankensteins Geheimidentität enttarnt. Als Preis für sein Schweigen verlangt Kleve, bei Frankenstein in die Lehre gehen zu können. Die beiden schaffen es, das Hirn von Frankensteins Helfer (Oscar Quitak) in den Körper eines Toten (Michael Gwynn) zu verpflanzen und diesen zum Leben zu erwecken, doch als sich die neue Krankenschwester Margaret (Eunice Gayson) um die Kreatur zu kümmern beginnt, überschlagen sich die Ereignisse …

Frankensteins Rache ist ein gutes Beispiel dafür, wie man einen erfolgreichen Film unter Beibehaltung seiner stilprägenden Elemente fortsetzt und ihm zusätzlich etwas Neues hinzufügt, so dass man nicht von einer reinen Kopie des Originals sprechen kann. Das und die Tatsache, dass dabei ein so guter Film herausgekommen ist, überrascht umso mehr, wenn man bedenkt, unter welchem Zeitdruck der Film entstand – so musste Terence Fisher drei Tage, nachdem er Dracula abgedreht hatte, schon wieder für Frankensteins Rache auf dem Regiestuhl Platz nehmen.

Als Fan des Originals, das ein reiner Gruselfilm war, muss man sich allerdings darauf einstellen, dass Frankensteins Rache auch Züge eines Dramas aufweist und die Kreatur diesmal nicht so grauenhaft aussieht wie im Original. Die von Michael Gwynn hervorragend dargestellte Kreatur sieht – im Gegensatz zu Christopher Lees Monstrum – wie ein ganz normaler Mensch aus, der „nur“ ein paar Narben aufweist. Auch wenn dadurch der Grusel-Faktor des Films etwas heruntergeschraubt wird, erweist sich diese Vorgehensweise als äußerst clever, da die Identifikation mit Frankensteins Geschöpf diesmal leichter fällt als in Frankensteins Fluch. Fishers erstes Frankenstein-Sequel legt den Fokus auf den Schmerz der Kreatur und auf die Bedeutung der Verpflanzung des Gehirns eines Menschen in einen toten Körper. Dass der Film einen nicht unbeträchtlichen Teil seiner nur 86minütigen Spieldauer diesem Aspekt mag Puristen zwar ein Dorn im Auge sein, doch dank der darstellerischen Leistungen der von diesem Experiment betroffenen Darsteller (Gwynn & Oscar Quitak) sollte der Ärger darüber schnell verfliegen, zumal der Film trotz allem über zahlreiche Gänsehautmomente verfügt, z.B. wenn die Kreatur auf der Suche nach Frankenstein auf einer Festgesellschaft auftaucht.

Ein weiteres Qualitätsmerkmal des Films ist Peter Cushing, der in jeder Szene, in der er auftaucht, den Rest der Besetzung mühelos an die Wand spielt. Wie im Original gibt er überzeugend den unterkühlten Wissenschaftler, der vor allem von seinem Forschungsdrang getrieben wird und sich wenig um moralische Belange kümmert. Mit Francis Matthews verfügt der Film über ein jüngeres Gegenstück, das sich noch nicht ganz von seinen moralischen Grundsätzen verabschiedet hat … mit Francis Matthews hat man bei Hammer genau den richtigen Darsteller für diese Rolle gefunden. Gleiches gilt für die fabelhafte Eunice Gayson, der man ihre Fürsorge zu jeder Sekunde abnimmt.

Terence Fisher hat Frankensteins Rache einmal mehr ordentlich inszeniert. Man mag bemängeln können, dass Fisher vielleicht eher routinierter Handwerker als visionärer Künstler war, aber für die Hammer-Filme war er genau der richtige Mann. Fisher verstand es, sowohl die Schauspielszenen, als auch die Schock – und Horrorszenen effektvoll inszeniert hat.

Dass Frankensteins Rache zum Teil Elemente des Dramas enthält, heißt jedoch nicht, dass der Horror komplett unter den Tisch fiel … man wusste ja schließlich schon damals, was man dem Publikum schuldig war. So haben die Hammer-Ausstatter Victor Frankenstein ein neues, gruseliges Labor zusammengezimmert, in dem der experimentierfreudige Baron in einer besonders schaurigen Szene die Ergebnisse seiner bisherigen Versuche präsentieren kann, zu dem u.a. ein freischwebendes Paar Augen gehört. Auch was den Rest der Ausstattung und Kulissen (z.B. ein düsterer Friedhof, die Behandlungsräume des Barons etc.) angeht, hat man bei Hammer erneut alle Register gezogen.

Frankensteins Rache kommt nicht ganz an Frankensteins Fluch heran, da dieser stilprägender war und im Gesamtpaket den besseren und atmosphärischeren Gruselfilm bot. Dennoch ist Frankensteins Rache eine würdige, weit überdurchschnittliche  Fortsetzung und eine hervorragende Mischung aus Gruselfilm und Drama, die nicht nur das Rezept des Originals noch einmal verwendet, sondern den Mut hat, neue Zutaten hinzuzufügen. Und deshalb sollte man sich Frankensteins Rache als Freund klassischer Gruselkost ruhig mal zu Gemüte führen.

8-9/10

P.S.: Wer sich wundert, warum ich mit Teil 2 angefangen habe - ein Review zu Teil 1 (Frankensteins Fluch) habe ich bereits geschrieben. Nach einer erneuten Sichtung habe ich es allerdings etwas überarbeitet und die Bewertung angepasst.

9/10
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Kommentare

13.01.2018 19:28 Uhr - Intofilms
3x
Ganze drei Tage Pause zwischen zwei Filmen: Das nennt man wohl 'hochproduktiv'... Wahnsinn! :))
Deiner feinen Rezi kann ich absolut nichts hinzufügen, ich kann sie nur wieder in den höchsten Tönen loben und freue mich im Übrigen riesig über deine extrem sympathische Filmauswahl! Und ich freue mich natürlich auch über so viel Harmonie zwischen uns (in deiner Brust, lieber Puni, schlägt eben auch ein nostalgisches Herz). Auch ich mag diese Fortsetzung sehr (aufgerundete 9 Punkte). Der Erstling, der für damalige Verhältnisse ein kapitaler Horrorschocker gewesen sein dürfte, ist sicherlich besser. Trotzdem gilt auch für den etwas schwächeren Film noch das Prädikat: Hammer at its best! ;D

13.01.2018 21:36 Uhr - Insanity667
3x
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Jetzt werden die Hammer-Gruselklassiker ausgepackt, es wird immer doller hier! Deiner Sahne-Rezi ist nichts hinzuzufügen, Mr. Castle! Dein Abwechslungsreichtum und das Spektrum, das du abdeckst, macht dich meiner Meinung nach hier zu einem der ganz Großen! :) Bitte weiter so!

Ach ja, ich vergebe für diesen Cushing-Klassiker 8/10 Punkte! Der erste ist einfach unschlagbar! :) Da bin ich bei vollen 10/10. Ob nun Lee die 2 Punkte Differenz ausmacht oder einfach der Kultstatus oder beides? Keine Ahnung, aber ich fühl mich wohl damit! ;)

13.01.2018 21:48 Uhr - Intofilms
3x
Yep! Herr Castle hat schon ein ganz besonders feines Händchen - bei der Filmauswahl (Spektrum) wie auch beim Schreiben. Das gilt aber auch für Sie, Herr Grant! :))

13.01.2018 23:29 Uhr - NoCutsPlease
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Von James Bond über Axel Foley zurück zum guten alten Gruselfilm - und natürlich gewohnt erstklassig. Gibt es eigentlich ein Genre, das Mr. Castle nicht bedient?

14.01.2018 08:23 Uhr - leichenwurm
3x
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Jau... starkes Review zu einer tollen Fortsetzung. Ich kann mir nicht helfen, aber ich fand die "Hammer-Frankenstein-Filme" irgendwie immer etwas besser als die "Hammer-Draculas". Klar... Christopher Lee... coole Socke und so, aber es liegt wahrscheinlich daran das ich dem Vampir-Thema nie ganz so viel abgewinnen konnte wie anderem Horror-Stoff. Und gerade die dramatischen und tragischen Elemente, die das "Frankenstein"-Thema ja auch bedient (wie du ja in deinem Review auch betonst) fand ich immer sehr interessant. Also...lange Rede, gar keinen sinn... ein klasse Review lieber Punisher zu einer wirklich gelungenen Fortsetzung ; -) !

14.01.2018 09:22 Uhr - Punisher77
2x
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Thanx a lot, my friends!

@Intofilms:
Ja, auch ich bewege mich dann und wann gern auf der Nostalgieschiene, wobei es mir diesmal vor allem darum ging, mal wieder über Klassiker wie "Jäger Des Verlorenen Schatzes", "Beverly Hills Cop" oder diesen hier zu schreiben. Mittelmäßige oder gar schlechte Filme zu besprechen, kann zwar auch ganz reizvoll sein, aber ich wollte auch mal wieder Filme rezensieren, denen man auch eine höhere Punktzahl verpassen kann.

@Insanity 667 & NoCutsPlease:
In der Tat versuche ich seit dem neuen Jahr, mein Filmspektrum etwas zu erweitern und für mehr Abwechslung zu sorgen ... es müssen ja nicht immer gleich drei Steven Seagal - oder JCVD-Reviews hintereinander sein.
Und ja, es gibt Genres, die ich bisher noch nicht bedient habe, z.B. romantische Komödien oder Dramen wie z.B. "Dead Man Walking". Ich könnte mir auch mal die Rezension einer TV-Serie machen, aber irgendwie hab ich zu viel Respekt davor, mich mit der Komplexität einer Serie zu befassen, die 5-7 Staffeln hat ...

@Leichenwurm:
Obwohl ich die Frankenstein-Filme sehr schätze, ist es bei mir genau anders, was nicht nur an Christopher Lee liegt, sondern auch daran, dass ich die Vampir-Thematik etwas reizvoller finde.

14.01.2018 09:29 Uhr - Insanity667
3x
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14.01.2018 09:22 Uhr schrieb Punisher77
Ich könnte mir auch mal die Rezension einer TV-Serie machen, aber irgendwie hab ich zu viel Respekt davor, mich mit der Komplexität einer Serie zu befassen, die 5-7 Staffeln hat ...


Probieren geht über studieren! :) Du kannst vielleicht auch nach und nach immer mal eine Staffel einzeln besprechen. Ich hab das auch ausprobiert mit der Animeserie und es ist eigentlich überhaupt nix anderes. Nur Mut! ;)

14.01.2018 15:00 Uhr - TheRealAsh
3x
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Wow, wieder mal toll, ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich von denen noch gar keinen gesehen habe, weil die ja auch gar nicht so leicht zu besorgen sind. Bin bei Hammer ehrlich gesagt sehr verwürfelt mit dem ein oder anderen und hab mich auch oft über irgendwelche Verweise leiten lassen, die mich zu bekannteren dann gar nicht mehr geführt haben. Tiptop mal wieder, Frankie-Boy!

15.01.2018 15:19 Uhr - Punisher77
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@Insanity:
Vielleicht versuch´ ich´s mal ;-).

@RealAsh:
Also, wenn Du noch keinen von denen gesehen und die Möglichkeit hast - greif zu. Gerade der erste Teil, "Frankensteins Fluch" ist für mich einer der besten klassischen Gruselfilme überhaupt.
Aber leider hast Du Recht - Die "Frankenstein"-Filme sind derzeit vor allem als sündhaft teure Mediabooks erhältlich. Den ersten Teil hab ich mir für relativ kleines Geld als Blu Ray/DVD-Kombo aus dem UK besorgt. Dort gab es auch weitere, recht erschwingliche DVDs zu bestimmten Titeln - im Moment sieht´s da aber eher mau aus.

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