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Wonder Woman

Herstellungsland:USA, China, Hongkong, Großbritannien (2017)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Comicverfilmung,
Fantasy, Krieg, Science-Fiction
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,16 (37 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Vor ihrem Siegeszug als Wonder Woman wurde die Amazonenprinzessin Diana zu einer unüberwindlichen Kriegerin ausgebildet. Sie wuchs in einem abgelegenen Inselparadies auf – erst von einem notgelandeten amerikanischen Piloten erfährt sie von den fürchterlichen Konflikten im Rest der Welt. Darauf verlässt sie ihre Heimat, weil sie überzeugt ist, dass sie der bedrohlichen Situation Herr werden kann. In dem Krieg, der alle Kriege beenden soll, kämpft Diana an der Seite der Menschen, entdeckt allmählich ihr volles Potenzial … und ihre wahre Bestimmung. (Warner Bros.)

eine kritik von tschaka17:

Sei auf der Hut, Diana. Sie haben Dich nicht verdient!

Helden wie Captain America, Hulk oder Thor erfreuen sich nicht erst seit dem Marvel Cinematic Universe großer Beliebtheit. Den Filmen des roten Comicriesen wird meist eine gute Grundqualität unterstellt. Auf den ultimativen Hype-Zug möchte ich persönlich allerdings nicht aufspringen.

Etwas anderes sieht es aktuell bei DC aus. Auch hier gibt es weltweit bekannte und beliebte Charaktere wie Batman, Superman oder eben Wonder Woman. Von den ganzen "kleineren" Helden möchte ich hier garnicht erst sprechen. Das ausgerufene DC Extended Universe vermochte bisher jedoch nicht so wirklich durchzustarten. Man of Steel (2013) kann man durchaus noch als soliden Streifen bezeichnen, Batman v Superman (2016) hat die Fans insgesamt arg enttäuscht und Suicide Squad (2016) war ein ziemliches Chaos. Einzelne Befürworter hat aber mit Sicherheit jeder dieser Streifen.

Mich als Nicht-Comicleser & dementsprechend Nicht-Kenner locken nur wenige Filme mit Superheldenthematik hinter dem Ofen hervor. Dem DCEU habe ich den Kinobesuch bisher verwehrt. Auch Wonder Woman war ursprünglich zu einem günstigen Preis im Heimkino geplant, durch einen Kaufvorzug bin ich allerdings nun schon jetzt zu einer Sichtung gekommen. Insgesamt war ich ziemlich zufrieden. Betrachtet wird der Film aus reiner Unterhaltungssicht ohne jedwege Verknüpfungen zu anderen Filmen oder Comics.

STORY

Diana lebt auf der Insel der Amazonen. Diese wurden einst von Zeus geschaffen um den Frieden auf der Welt zu wahren. Doch Zeus Sohn Ares - der Gott des Krieges - säte Zorn und Hass unter den Menschen. Während sich die Amazonen auf den finalen Kampf mit Ares vorbereiten, stürzt der Kampfpilot Steve Trevor auf deren Insel ab. Diana rettet ihn und erfährt Schreckliches: Es herrscht der 1. Weltkrieg. Unzählige Menschen sterben. Von ihrem Pflichgefühl getrieben macht sie sich auf die Reise, um Ares zu töten und den Krieg zu beenden.

Ich hatte wirklich keinen Plan von Wonder Woman. Die Frau in knappem Kostüm, welche kämpfen kann und das Lasso der Wahrheit besitzt. Und mal von Linda Carter dargestellt wurde. Der Film hat es jedoch geschafft mir relativ simpel die Hintergrundgeschichte und Verknüpfung zur heutigen Zeit mit Batman und Konsorten zu erklären. Nun war mein Interesse geweckt.

CAST

Viel wurde im Vorhinein über die Besetzung der Wonder Woman mit Gal Gadot diskutiert. Am Ende waren eigentlich alle ziemlich zufrieden. Mir war die israelische Schönheit bis dato absolut unbekannt. Abgesehen davon, dass die Dame wirklich attraktiv ist, schafft sie es aber auch, den Zuschauer mit ihrem Spiel zu fesseln. Die naive, jedoch tief ehrliche und tapfere Art packt einen einfach. Vielleicht eine Heldin mit sehr beschönigtem Weltbild, allerdings auch mit dem Willen dafür zu kämpfen. Gadot bringt diese Aura perfekt rüber und macht auch in den Kampfszenen eine sportliche Figur. Tolle Besetzung!

Auch Chris Pine als Co-Star und britischer Spion Steve Trevor funktioniert ordentlich. Schnieke unterwegs, mit einem realistischeren Blick auf das Leben und dem gleichen Antrieb nach Gerechtigkeit wie Wonder Woman. Im Kampf ebenfalls fit, charesmatisch und für ein wenig Witz veranwortlich. Passt!

Aus Spoilergründen werde ich auf den Antagonisten nicht mit Namen eingehen. Dieser ist leider deutlich glatter geraten als die Hauptfiguren. Irgendwie ohne Ecken und Kanten, mit extremen Mächten ausgestattet und trotzdem dämlich agierend ist er von Beginn des großen Kampfes an chancenlos. Schadet vor allem im Finale.

TECHNISCHE ASPEKTE

Superhelden, Fantasy, Science-Fiction. Hier wird schnell klar, dass viel Arbeit am Computer geleistet wird. Wo die Marvel-Filme einen einigermaßen realistischen Look erzeugen versagt DC bisher auf ganzer Linie. Gerade bei weiten Aufnahmen wirkt die Umwelt in Wonder Woman so unglaublich künstlich, da haut es einen aus der Szene. Problematisch ist hier vor allem ein starkes Ungleichgewicht. Manche Sequenzen - Schlachtfeld - sind mit viel Details und einem echten Setting sehr ordentlich, so dass die wenigen Nahaufnahmen mit CGI gut funktionieren. Auch die Insel der Amazonen sieht von der Ferne wirklich stark aus. Klippensprünge, das Flugzeug oder das komplette Finale fallen da mit ihrem CGI-Frontalfeuer sehr negativ auf. Die Effekte sind dabei nicht das Problem. Diese stammen zwar durchgängig aus dem Computer, sind aber solide eingefügt. Nein, die animierte Szenerie stößt einen ab. Massiver Kritikpunkt.

Dem Grundlook kann man daher nur eine mittelmäßige Note geben. Stellenweise spitze, an anderen Stellen widerlich künstlich. Positiv in diesem Kontext ist allerdings die Kameraarbeit. Trotz PG-13 hält die Kamera oft drauf, wobei aufgrund mangelndem Blut die Freigabe aber absoult vertretbar ist. Schön eingesetzte Slow-Motion hebt spezielle Momente hervor. Für manche wird es ein wenig zu viel sein, ich persönlich bin aber ein großer Fan diese Stilmittels. Zack Snyder ist eben Producer. Ebenfalls schön ist die Farbgebung. Satte, goldige Farben und dreckiges Braun wechseln sich munter ab und geben dem Film einen edlen Touch.

Für die Musik verantwortlich ist Rupert Gregson-Williams, der Bruder von Harry Gregson-Williams. Er hat einen soliden Mix aus mitreißenden Tracks und leichter, träumerischer Untermalung gewählt. Saubere Arbeit.

FAZIT

Die Laufzeit von stolzen 141 Minuten merkt man dem Film nur in wenigen Momenten an. Im ersten Drittel schleppt sich der Streifen etwas, da er eben viel erklären muss. Sobald die Reise startet drückt auch der Streifen merklich aufs Tempo. Getragen wird der Film von seinen starken Protagonisten und deren Chemie. Das gegenseitige Erkunden der jeweils fremden Welt sorgt für einige Lacher und nimmt den Zuschauer mit. Story passt, Musik & Spaß auch. Abzüge geben der schwache Gegner und vor allem die totale Überladung mit Computerszenerie.

Wonder Woman ist in meinen Augen sehr stabile Unterhaltung. Bisher für mich der beste Film aus dem DCEU. Auf jeden Fall selber ein Bild machen! Vor allem von Gal Gadot ;)

7,5/10

8/10
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Kommentare

06.11.2017 18:57 Uhr - Necron
1x
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Schöner Einblick in den Film. Werde ich auch noch sichten müssen. Und Gal Gadot ist einfach aller erste Sahne, also jedenfalls was ich bisher so von ihr in Batman vs Superman gesehen hatte.

07.11.2017 23:02 Uhr - deNiro
1x
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Volle Zustimmung, auch mich hat der Film wunderbar unterhalten, genauso wie das toll formulierte Review!

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