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Sharktopus vs. Pteracuda - Kampf der Urzeitgiganten

(Originaltitel: Sharktopus vs. Pteracuda)
Herstellungsland:USA (2014)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Science-Fiction, Trash
Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,00 (2 Stimmen) Details
inhalt:
Der amerikanische Genwissenschaftler Dr. Rico Symes (Robert Carradine) hat im Auftrag des US-Militärs eine neue Spezies erschaffen: Er hat die Gensequenz eines Pterodactylus-Flugsauriers mit dem Erbmaterial eines Barracudas gekreuzt. Doch diese Biowaffe, die sowohl fliegen als auch schwimmen kann lässt sich kaum bändigen und ist brandgefährlich. Doch als eine Terrororganisation versucht der neuen Waffe habhaft zu werden, kann das Monster entkommen und terrorisiert fortan die Weltbevölkerung. Nur der Sharktopus scheint für den Kampf der Monsterkreaturen gerüstet…
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von ivan_danko:

TELE 5 ist schon ein geiler Sender. Manchmal fühlt sich der männliche Zuschauer fast orgiastisch beflügelt ("Rambo-Reihe"), manchmal schlichtweg verarscht ("Sand Sharks"), manchmal auch etwas von beidem. Ich mag Trashfilme, einige haben eben den besonderen Touch, andere sind vollkommen unkonsumierbar, aber bei diesem ganz speziellen Beispiel liegt die Wahrheit wohl irgendwo dazwischen. So gelacht hab ich auf alle Fälle nicht mal bei 10 % der angeblichen Top-Komödien der letzten Jahre... 

 

"SHARKTOPUS VS. PTERACUDA" - KAMPF DER URZEITGIGANTEN (2014)

 

Worüber hat er denn gelacht? Übelster CGI-Splatter, der so unglaublich schlecht gemacht ist, dass das Ding mit einer FSK 16 durchgerutscht ist? JA! Übelste CGI-Effekte, die so unglaublich schlecht gemacht sind, dass das meine Frau mit einem x-beliebigen Grafikprogramm hinbekommen könnte? JA! Konstruierte Handlung, die sich wohl nur ein Schwerstalkoholiker mit Hang zu Sci-Fi-Paranoia einfallen hat lassen können? JA! Das Ding ist wirklich so Scheiße, dass es schon wieder gut ist. Urzeitgiganten, ich krieg sie nicht mehr... Wer sich "Jurassic Park" in schlecht erwartet, hat Unrecht, wer sich "Jaws" in schlecht erwartet, hat auch Unrecht. Ich liefer Euch die Auflösung: Es ist viel schlimmer! Natürlich stecken wieder verrückte Wissenschaftler dahinter, mehr Erklärung brauchts dann wirklich auch nicht. Der HAMMER sind der Sharktopus und sein Gegenspieler, der Shark hat sogar Mimik, der kann sein Köpfchen wie ein Menschlein in stehender Position nach vorne neigen und fast schon grinsen, bevor er einige darstellerische Vollversager in sämtliche Körperteile zerlegt. 

Aporopos Darsteller, ich möchte die eigentlich gar nicht erwähnen, ist vollkommen egal, wer da auf ganzer Linie versagt. Robert Carradine, Sohn von John Carradine, Halbbruder von David Carradine ("Kung Fu") und Keith Carradine ("Wild Bill"), wirkt mit. Ich schreibe absichtlich nicht "spielt mit", weil schauspielern kann der so wie der ganze andere Cast in diesem Film leider auch nicht. Muss wohl mit ner Pulle Jack kollidiert sein. Bin mir fast sicher, die prominenten Verwandten würden den am liebsten für das filmische Machwerk hier vollkommen verschweigen.

Wie die Schauspieler, so auch der Regisseur: Kevin O'Neill ("Sharktopus Vs. Whalewolf") hat dabei Referenzen: Als Visual-Effects-Supervisor für anständige B-Movies wie "Sniper 2" oder "Pulse" hat der Gute ganz passable Arbeit abgeliefert, hier allerdings breiten wir den Deckmantel des Schweigens über seine Arbeit und seinen Namen. Macht aber nix, das einzige Ziel war eindeutig die Unterhaltung des anspruchlosen Zusehers, und das hat auf ganz unglaublich dämliche Art und Weise sogar funktioniert.

Jungs, stellt Euch ein Sixpack kalt, konsumiert es wenn möglich vor dem Film, schickt die Mama schlafen und schaut Euch das Ding einfach mal an. Wer "Sharktopus" wegen seiner grenzdebilen Machart genießen konnte, wird hier bestens bedient. Wer keinen Film ertragen kann, der schlecht getrickst, schlecht gespielt und auch noch schlecht geschnitten und gefilmt wurde, sollte die Finger lieber davon lassen.

Ich für meinen Teil werde mir bei erster Gelegenheit den Vorläufer "Sharktopus" und den Nachfolger "Sharktopus Vs. Whalewolf (!)" anschauen und werde dann berichten, wie schlimm es vorher war und nachher noch geworden ist. In diesem speziellen Fall lasse ich die Wertung entfallen, normalerweise würde der Film Minuspunkte verdienen. Aus irgend einem unerklärlichen Grund konnte ich aber einfach nicht um- oder abschalten, was das Ganze dann wohl wieder relativiert.

 

 

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Kommentare

04.11.2017 23:47 Uhr - NoCutsPlease
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Muahaha, die Sorte Film, auf die ich einfach mal komplett verzichte.
Nach "Sharknado" und "Mega Shark vs. Giant Octopus" habe ich auf Lebenszeit genug von derartigem Sondermüll!
Die Kritik hat mir mehr Spaß gemacht als es so ein Ding jemals könnte. :)

PS: Bei den Darstellern meinst du bestimmt Robert Carradine, der immerhin in einigen guten Filmen wie "Django Unchained", "The Long Riders" und "Coming Home" dabei war.
Und John Carradine war übrigens ein wahrlich begnadeter Charakterdarsteller, der u.a. in "Früchte des Zorns" und "Der Mann, der Liberty Valence erschoss" mitgewirkt hatte.

04.11.2017 23:57 Uhr - Dissection78
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Towarischtsch Danko, Sie haben es geschafft! Ich gebe seit Jahren einen Dreck auf Asylum- und/oder Syfy-Auswurf und finde es auch schade, dass Roger Corman auf diesen kalkulierten Trashzug aufspringt, aber, mein lieber Herr Genosse, Ihre Rezension macht dermaßen viel Spaß, dass ich mir vorliegendes Machwerk vielleicht doch mal zu Gemüte führe.

Nebenbei - und nach einem kurzem Blick in die IMDb - erwähnt spielt wohl Robert Carradine eine der Hauptrollen und nicht John Carradine. Letzterer ist schon fast 30 Jahre tot, es sei denn es gibt einen Enkel (oder Urenkel), der ebenfalls John heißt. Robert ist der Sohn von John, Halbbruder von David und der Bruder von Keith. Somit ist er schwerlich der Sohn des Halbbruders von David und der Halbneffe von Keith. Sollte ich mich irren, bitte ich um Absolution. Ich hoffe, ich konnte die Verwirrung vervollständigen.

05.11.2017 00:42 Uhr - Ivan_Danko
2x
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Vielen Dank für Lob und die Korrekturen, die Bio war einigermaßen verwirrend... Natürlich war John Carradine ein reiner Schreibfehler, nach der Recherche über die Verwandschaftsverhältnisse war ich wohl etwas durcheinander bei so vielen Carradines... richtig ist natürlich Robert Carradine, wie bereits korrigiert.

Das Machwerk ist nur auf eigene Gefahr zu Gemüte zu führen, ich mag solche Filme eigentlich nicht besonders, aber der hat mir auf perverse Art und Weise recht viel Spaß gemacht...

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