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CHOLLO
Level 5
XP 441
Eintrag: 16.11.2017

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Kinder des Zorns 2 - Tödliche Ernte

(Originaltitel: Children of the Corn II: The Final Sacrifice)
Herstellungsland:USA (1992)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,72 (28 Stimmen) Details
inhalt:
Nachdem die Kinder des Zorns alle Erwachsenen ihres Dorfes ermordet haben, entdecken die Bewohner des Nachbarortes die grausam entstellten Leichen. Auf der Suche nach einer möglichen Ursache kommt der Reporter John Garrett einem bösartigen Geheimnis auf die Spur. Doch die Anhänger des mächtigen Maisgottes setzen ihr blutiges Handwerk längst fort, und Gatlin wird erneut zur Brutstätte des Grauens.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von chollo:

Allen Widrigkeiten zum trotz geriet die Verfilmung von Stephen King's "Children of the Corn" aus dem Jahr 1984 zum rentablen Erfolg. Die Macher von damals hatten es tatsächlich fertig gebracht aus den knappen Zutaten eine bekömmliche Suppe zu brauen. Dem Budget von ca. 1 Millionen Dollar standen Einnahmen von über 15 Millionen gegenüber. In solchen Fällen gibt es im Filmgeschäft eigentlich nur eine Regel.Und die heißt Fortsetzung. Das war nach Aussagen des Regisseurs wohl auch das, was ihm der Produzent während der gelungenen Testvorführung in's Ohr flüsterte. Ich wage zu bezweifeln das sich Regisseur Fritz Kiersch oder sonst ein Mitglied seiner Crew dagegen gewehrt hätten weil sie z.B. ihren Erstling für so gelungen hielten als das sie ihn durch eine Fortsetzung zerstören wollten. Abgesehen davon stand so ziemlich jeder der Verantwortlichen noch am Anfang seiner Karriere, und eine schnell nachgeschobene Fortsetzung barg die Möglichkeit noch weiter Fuß in dem Metier zu fassen oder wenigstens etwas Knete abzugreifen. Das Problem lag höchst wahrscheinlich an ganz anderer Stelle. Man hätte schlicht und ergreifend den Apfel bis zum Kern geschält und die etwa hundert Seiten starke Kurzgeschichte gab einfach nicht mehr her. Jeder noch so begabte Drehbuchautor hätte sich an so einem Projekt die Zähne ausgebissen und so ließ man das Vorhaben vorerst auf sich beruhen.

1993, also satte 9 Jahre nach dem ersten Teil war es dann doch soweit und man gestand der Fortsetzung dann doch noch etwas Potenzial zum Geld verdienen zu. Überschwänglich war das Vertrauen dann aber wohl doch nicht. Das Rundum Paket umfasste ca. 900.000 Dollar. Bedenkt man das mittlerweile wieder fast ein Jahrzehnt ins Land gegangen war und sich das Geschäft auch in dieser Hinsicht verändert hatte, kann man hier nur von einem Mikro-Mikro-Budget sprechen. Und das sieht man dem fertigen Film dann auch leider an.

Der Film schließt direkt an die Ereignisse des ersten Teils an und das Kaff Gatlin scheint über Nacht von einem verschlafenen Nest zu einer einzigen Straße geschrumpft zu sein. Zwar macht man sich die Mühe diesen Umstand durch Perspektiven-wechsel im Tag/Nacht Rhythmus zu verschleiern, doch jedem halbwegs aufmerksamen Zuschauer dürfte dieser Umstand spätestens nach der Hälfte des Films nicht mehr verborgen bleiben. Der Regisseur/Kameramann versucht zusätzlich dieses Manko durch halbseitige Kammerspiele wie die Ereignisse in der Kirche wieder wettzumachen, was aber nur bedingt gelingt. Zu schlecht eingefangen und ausgeleuchtet sind die Locations um wirklich zu begeistern. Wenigstens beim Maisfeld hat man sich nicht lumpen lassen und eine gewisse 'Weite' und dadurch Atmosphäre geht von diesem Handlungsort wahrlich aus. Was aber nicht unbedingt schwer zu finden oder Kostenintensiv gewesen sein dürfte.

Auch bei der Besetzung fehlte dem Team der Verantwortlichen bei weitem das glückliche Händchen ihrer Vorgänger. So ziemlich jedes vorhandene Rollenklischee wurde hier bedient und mit maximal bemühten Akteuren versehen. Der coole Highschool-Junge der auch auf dem Land die blonde Schönheit bekommt, der gutgläubige Priester der zum Ende bitter enttäuscht wird oder der zwielichtige Arzt der seine vermeintlich gerechte Strafe erhält. Alle sind sie hier vorhanden. Die Schauspieler waren mir allesamt unbekannt und wie schon erwähnt, fand ich ihr Spiel dann auch eher bescheiden, um nicht zu sagen etwas verkrampft. Einzig der neue "Sektenführer" besitzt etwas Charisma und darf milden Schauer versprühen. Die Krönung ist dann noch die völlig blechern klingende deutsche Synchronisation. Die wirklich jeden Dialog in's dümmliche zieht. Aber auch hier hat man noch ein klein wenig die Kurve gekriegt indem man diese wenigstens mit etwas Wortwitz versehen hat.

Die Story des zweiten Teils die praktisch auf den Geschehnissen des Ersten aufbaut ist ebenfalls mehr als nur Hanebüchen. Wie kann es beispielsweise sein das eine Horde von Kinder die die gesamte Erwachsenenpopulation eines kleinen Dorfes massakriert haben, einfach in die nächste Stadt transferiert werden um dort nur einen lapidaren Termin beim Onkel Doktor zu bekommen. Zunge rausstrecken, dem Finger mit den Augen folgen und zum Schluss einen Lolli weil man so schön mitgemacht hat...Hallo?! Von den ermordeten Eltern die offenbar die Opfer aus dem Cafe des Erstlings präsentieren und laut der Geschichte nach ca. 3 Jahren nur einen minimalen Verwesungsprozeß zeigen mal ganz abgesehen. Kontinuität scheint hier ein Fremdwort gewesen zu sein.

Doch es ist wahrlich nicht alles schlecht. Es gibt einen Punkt bei dem der Film die Regeln von Horror-Fortsetzungen einhält, und das betrifft die Härte. Zweifelsfrei hat dieser Output deutlich mehr Schauwerte zu bieten als das Original.Zudem sind sie auch ordentlich in Szene gesetzt und gleichmäßig über die gesamte Laufzeit verteilt. Splatterfans und Gorehounds sollten jetzt aber keine feuchten Hände kriegen, auch von solchen Sphären sind wir hier weit entfernt. Außerdem zwängt sich bei solchen Einlagen der Eindruck förmlich auf, das das alles nur Mittel zum Zweck ist weil man es einfach mit der Atmosphäre nicht so richtig hinbekommen hat.

Insgesamt haben wir es hier mit einem Sequel zu tun, das niemand wirklich gebraucht hätte. Wer sich wundert das zwischen Teil 1 und 2 so eine Zeitspanne liegt und dabei skeptisch wird, ist nicht unbedingt auf dem falschen Dampfer. Vielleicht hätte man es einfach bei dem ersten belassen sollen. Oder mit anderen Worten: Leidliches Mittelmaß

4/10
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Kommentare

16.11.2017 17:20 Uhr - Rayd
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Ich fand den sogar gar nicht verkehrt aber über 5 Punkte würde er denke ich nicht von mir kriegen da sieht es mit deinen 4en schon ganz gut aus. Review ist auch schön zu lesen. (Les am besten nochmal den letzten Absatz, da hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen mit wär anstatt wer.)
Ging es eigentlich nur mir so, oder sah der Hauptdarsteller nicht ein wenig wie ein etwas dicklicher Nathan Fillion (Castle) aus? (Ist er natürlich nicht, meine halt vom aussehen^^)

16.11.2017 17:25 Uhr - Ghostfacelooker
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Sehr informatives Review mit gleichbleibender Qualität

16.11.2017 20:35 Uhr - cecil b
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Erfahrungspunkte von cecil b 5.645
Ich persönlich interessiere mich jetzt ja weniger für die Kosten und Einspielergebnisse, aber du gibst ja wieder einen gelungenen Eindruck vom Film! :)

Ich finde diesen Film auch aufgrund seiner hanebüchenen Ideen sehr unterhaltsam. Das ist Schrott, der aber echt nicht langweilig ist, mMn. Und was die Klischee-Rollen angeht: Da könnte ich ja bei fast jedem Freitag der 13te Film jaulen. Tue ich auch, aber ich freue mich dann darauf, wenn es blutig wird. Und so geht es mir auch mit diesem Film, der sehr blutig ist, und viele ganz schön abgedrehte Szenen hat. Die Oma mit dem Rollstuhl: Optimal für Saufgelage. ;) Ich mag Teil 1-3 aufgrund des Unterhaltungswerts.

Und Teil 2 ist gar nicht sooo schlecht gemacht, finde ich. Deine Wertung ist allerdings schlüssig. ;)

16.11.2017 20:38 Uhr - CHOLLO
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@Ghostface;Rayd

Danke für das Lob!!

@Rayd

Wurde korrigiert,danke! Und ja, jetzt wo du es sagst.Eine gewisse Ähnlichkeit lässt sich nicht leugnen;)

16.11.2017 20:40 Uhr - CHOLLO
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Thanx cecil:)

19.11.2017 15:12 Uhr - Horace Pinker
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Stellvertretend für deine beiden Children of the Corn Reviews kann ich nur sagen, dass sie toll ausformuliert und informativ geschrieben sind und passend deine Ansicht vermitteln, good Job Chollo! Teil 2 habe ich bisher nicht gesehen, Teil 1 empfand ich aber (anders als du) als richtig üble Gurke und eine der schlechtesten King Verfilmungen die nicht über 3 Punkte hinauskommt, da die Morde bei weitem zu handzahm umgesetzt wurden, die Effekte allgemein nicht gerade das gelbe vom Ei sind, die Schauspielleistung imho zwischen grottig und gerade so annehmbar schwankt und sich auch öfters mal Langeweile breit macht. Da haben mir die Teile 4-6 weit besser gefallen, zwar waren sie teils auch etwas stupide, dafür aber für mich weit unterhaltsamer, spannender, blutiger und mit Darstellern wie David Carradine, Kane Hodder, Fred Williamson und Eva Mendes (Teil 5) Naomie Watts und Karen Black (Teil 4) oder Stacy Keach und Nancy Allen (Teil 6) auch weitaus prominenter besetzt.

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