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Ghostfacelooker
Level 14
XP 3.378
Eintrag: 19.11.2017

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Kill Bill: Volume 1 & 2
Black Mamba Edition - Ultimate Fan Collection

Rebirth

Herstellungsland:USA (2016)
Genre:Drama, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Was wenn du eines Tages feststellst, das alles was du hast, Erfolg, halbwegs gutes Aussehen, eine wunderschöne Frau, tolle Kinder, dir nicht genug sind und du ohne es zu wollen zu einem Roboter der Gesellschaft geworden bist, obwohl du dies in deiner Jugend nie für möglich hieltest? Brichst du aus, wenn sich dir die Chance bietet? Genau diese Gedanken sind es, die Zack, als er Kyle, nach Jahren wieder sieht, in den Kopf setzt. Und als Kyle diesem Impuls nachgibt, gibt es kein zurück mehr.
eine kritik von ghostfacelooker:

Als ich den Filmtrailer sah, dachte ich, es mit einer abgefahreneren, suizidalen Darbietung von Bill und Ted´s Höllenversion zu tun bekommen, in dem man an die Grenzen menschlicher Belastung ausreizt und diese Bricht, um so ein Extremverhalten der Probanden auszulösen.

Doch man bekommt Kyle, der in allen Dingen, seines Lebens, wenn nicht erfolgreich, so zumindest doch zufrieden sein kann. Jedoch wird ihm genau diese Monotonie, des privaten und gesellschaftlichen Alltags schleichend bewusst, als er Zack, einen Freund aus College Tagen trifft, der ihn auf kryptische Weise auf eine Lebens verändernde Erfahrung aufmerksam macht. Anstelle schrillender Alarmglocken in Kyles Kopf, tritt Neugierde, die ja bekanntlich der Katze Tod ist, und nagt an seinem Verstand.

Bis hierhin, hat man als Zuschauer auch immer noch die Hoffnung die trailerbeschönten Schockmomente die den eigenen Verstand auf Hochtouren laufen lassen sollten, würden sich mit wohligem Kribbeln visuell vom kommenden Geschehen, durchs Auge ins Hirn bahnen, doch man sieht Fran Kranz, als naiv wirkenden, sich für alles mögliche entschuldigende und fast hilflos umherstolpernden Kyle, in der inneren Agonie zwischen Für und Wieder, Ja und Nein, Hü und Hott, durch die Szenerie stolpern.

Mal wirkt die Szene wie auf einer Fight Club Afterparty, in denen sich die Teilnehmer grölend und schulterklopfend selbst ob ihrer Aggression und von gleicher berauscht, bejubeln.

Mal wieder wie in einem psychedelischen Tantra Seminar, in dem man sich eigentlich selbst nicht bewusst ist, das das Thema Sex sein könnte und dies durch seltsame Gefühlswallungen erst einmal miteinander ergründen muss, bevor man loslegen kann.

Wenn dieser Kontext bewusst als Stilmittel eingesetzt worden ist und Kyle´s laienhaftes Schauspiel die gesellschaftliche Abhängigkeit und Gleichschaltung, gewollt als roter Faden durch die Geschichte führen soll, so müsste ich dem Regisseur Karl Mueller, der mit dem Horrorthriller Mr. Jones auf sich aufmerksam machen konnte, meine Achtung zollen, hat er doch dann den Herdentrieb eines jeden arbeitenden Menschen mit all seinem Konsumverhalten und der Tatsche der Routine seines Berufslebens mit vereinzelt möglichen Highlights im Privaten je nach monetären Möglichkeiten in einer einzigen Person und ihrem Verhalten vereint.

Doch ich glaube vielmehr, das diese Interpretation des Films, die ihn deutlich aufwerten würde, nicht beim ersten Ansehen, im direkten Filmgeschehen, automatisiert im Zuschauer hervorgerufen wird und dieser somit jubelnd all seinen Freunden von dem künftigem Must-See-Movie erzählt.

Die einzig wirklich hervorstechende Person, die auch einen gewissen thrill in ihrem Verhalten und sexuellen Reiz des optischen zu versprühen weiß, ist Naomi, die von Nicky Whelan dargestellt wird.

Alle anderen Personen sind im Großteil des Films, ihrer Präsenz wegen trivial, und könnten von jedem Schauspieler dargestellt werden, sogar von unseren eigenen „Stars“.

Da hilft auch der mäßig spannende Teil nicht, indem Kyle seine Grenzen zu erreichen scheint und dieser Farce eines Meet and Greets ein Ende zu bereiten sucht, denn auch hier stellt sich ein De ja-Vu an den um Dimensionen besseren The Game mit Michael Douglas ein, mit dem das Geschehen nicht mitzuhalten vermag.

Erst als ich die frappierende Analogie zwischen der Szene in der Kyle Zacks Hand schüttelt und dabei eine ähnliche Mediale trägt wie Tom Cruise als er vor versammelter Scientology Mannschaft von seinem Obersten David Miscavige geehrt wurde, und die Auszeichnung in ihrer surrealen Übergröße mehr wie eine Auszeichnung eines Hundefutterherstellers wirkt, wurde mir ebenso die Parallele, die ich vorher durch die monotone Darbietung dieses Werkes gar nicht wahrnahm, bewusst.

Natürlich ist dies eine Anspielung auch in der Symbologie auf eine der umstrittensten Organisationen der Welt, die mehr als nur Gehorsam und Loyalität von ihren Mitgliedern einfordert und deren Doktrin ähnlich drastische Maßnahmen bei Verstößen vorsieht.

Doch das macht diesen Film im Nachhinein, da genau dieser Unterton auf die Sekte fast bis zum Schluss nicht wirklich deutlich wird, was anders herum gesehen vielleicht eine Stärke sein könnte, für mich auch nicht besser.

Womit ich fairerweise auf eine neutrale Bewertung kommen will, da es bestimmt Leute gibt die diese Subtilität zu schätzen wissen und nicht von der überwiegend stümperhaften Inszenierung abgeschreckt sind.  

5/10
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Kommentare

23.11.2017 15:57 Uhr - NoCutsPlease
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Inhaltliche Subtilität klingt ansprechend, stümperhafte Inszenierung dafür aber umso weniger. Vermutlich sind deine bissigen Untertöne mal wieder unterhaltsamer als der Film selbst.
Das scheint also ein Titel zu sein, der deutlich hinter seinen Möglichkeiten bleibt und somit auf die "Vielleicht"-Liste wandert.

23.11.2017 16:32 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 14
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 3.378
23.11.2017 15:57 Uhr schrieb NoCutsPleaseInhaltliche Subtilität klingt ansprechend, stümperhafte Inszenierung dafür aber umso weniger. Vermutlich sind deine bissigen Untertöne mal wieder unterhaltsamer als der Film selbst.
Das scheint also ein Titel zu sein, der deutlich hinter seinen Möglichkeiten bleibt und somit auf die "Vielleicht"-Liste wandert.


Bro es könnte sein das deine Augen mehr sehen als meins^^^^âber für mich ist es nicht mehr als ich schrieb. Danke für den Kommentar^^

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