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dicker Hund
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XP 1.661
Eintrag: 07.12.2017

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Battle Royale 2 - Requiem

(Batoru rowaiaru II: Chinkonka)
Herstellungsland:Japan (2003)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Drama, Krieg, Science-Fiction,
Thriller
Alternativtitel:Batoru rowaiaru II: Rekuiemu
Battle Royale II
Battle Royale II: Requiem
Battle Royale II: Revenge
Battle Royale II: Survival Program
Battle Royal - BR 2: Survival Program

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,35 (44 Stimmen) Details
inhalt:
Drei Jahre nach der ersten "Battle Royale" ist der Überlebende Shuya Nanahara (Tatsuya Fujiwara) ein international bekannter Terrorist, der allen Erwachsenen den Krieg erklärt hat. Sein Ziel: Die Abschaffung des BR-Gesetzes, das es der Regierung ermöglicht, Kinder und Jugendliche für perverse Spiele um Leben und Tod mediengerecht zu missbrauchen. Nanaharas Terrorgruppe "The Wild Seven" verübte bereits eine Reihe von opferreichen Anschlägen. Die Regierung reagiert mit einem neuen Programm namens "Battle Royale 2" und schickt 42 Schüler, die Nanahara und seine Schar in ihrer Inselfestung angreifen sollen. Nur wenige von ihnen überleben die ersten Hinterhalte der Terroristen, bevor Nanahara erkennt, dass es sich um Jugendliche handelt, die sein früheres Schicksal teilen. Er befreit sie von den explosiven Halsbändern und überzeugt sie, gemeinsamen gegen die Erwachsenen und das BR-Gesetz vorzugehen. Als die Regierung die Insel stürmen lässt, stoßen die Soldaten auf erbitterten Widerstand der Terroristen und einiger Schüler ...
eine kritik von dicker hund:

Kenta Fukasaku musste drei Jahre nach dem Erfolg seines Vaters "Battle Royale" die Regie bei der Fortsetzung übernehmen, nachdem Kinji Fukasaku bei Beginn der Dreharbeiten verstarb. Handelt es sich dem äußeren Anschein nach um einen weiteren Sci-Fi-Noir-Ausflug, stellt sich das Ergebnis bald als eine Mischung aus Kriegsfilm und fadem Kammerspiel heraus, welche einige Elemente des Originals mehr oder weniger passend hinzukopiert.

Schon der Auftakt lässt so einiges an Hoffnung auf ein ebenbürtiges Sequel fahren. Nach einer kurzen Intro dümpelt das Ausrüstungsritual der Teilnehmer am neuen "Battle" nahezu ereignislos bis zur 25. Minute vor sich hin, bis dann beinahe erlösend das erste Mal der Zähler aktiviert wird. Dazu lässt das extreme Overacting des neuen Lehrers Riki Takeuchi das souveräne Spiel von Takeshi Kitano schmerzlich vermissen. Belanglose Rückblenden mit nichtssagenden Sportereignissen, die leider in regelmäßigen Abständen wiederkehren, bremsen das sowieso schon ausbaufähige Tempo weiter aus. Im einleitenden Abschnitt sind allenfalls die Choreografien der aufgescheuchten Schüler und der nach wie vor stimmige Score wirklich positiv erwähnenswert. Die blutigen Momente kennt man dagegen fast eins zu eins aus dem Erstling. In der Härte bleiben sie hier anfangs konstant, derbere Splattereien werden aber im weiteren Fortgang zu Gunsten einer Mehrzahl von obligatorischen CGI-Einschüssen rückläufig (Gewalt 6/10).

Die Landung zu Boot an der Küste der neuen Insel gefällt dann erst einmal mit dem Feuer der Scharfschützen aus der suspekten Hochhausruine und mit der wieder einmal epochalen Vertonung. Der Zynismus des Plots, jugendliche Zwangssöldner gegen die anti-erwachsenen Partisanen einzusetzen, wird durch die eingespielte Weihnachtsmusik noch unterstrichen. In solchen Szenen gewinnt der Film seine Momente, denen man eine gewisse Intensität angesichts des wachsenden Bodycounts nicht absprechen kann (Horror 5/10). Das geheimnisvolle Untergrundversteck der klassisch als "Terroristen" bezeichneten Rebellen weiß nun durch sein schmierig-heruntergekommenes und doch pathetisch-verspieltes Aussehen zu beeindrucken. Wenn in einer solchen Umgebung Überblendungen auf Kinder, die in Afghanistan unbekümmert über ausgebrannte Panzer klettern, mit lyrischen Botschaften besprochen werden, erinnert man sich an die Stimmung aus dem Jahr 2000. Jetzt ist es Zeit, die Gedanken über den mehrdeutigen Subtext schweifen zu lassen.

Zu viel Zeit, muss leider ergänzt werden. Denn aus den kerzen- und tücherverzierten Not-Gemächern der Guerilla kommt man so schnell nicht mehr heraus. Hier versumpft der Plot insbesondere in dem zu Grunde gelegten Revenge Cut für eine unfassbar zähe Stunde in ausgewalzten Dialogen und unzähligen, mitunter gar wiederholten Rückblenden, die nicht einmal der dort aufgetaute Kitano noch zu würzen vermag. Das ist um so ärgerlicher, weil die Teilnehmer des zweiten Königskampfes nach wie vor in den Untertiteln ausgezählt werden, das ursprüngliche Spektakel aber im Grunde schon verfrüht beendet ist. Wenn im Unterschlupf dann endlich wieder die Action Einzug hält, ist das Interesse beinahe schon flöten gegangen. Zu viele Figuren werden angerissen und wieder fallengelassen, zu planlos erscheinen die wenigen Anknüpfungen an den Vorgänger. Wenigstens rumst und kracht es danach wieder ausreichend, außer zwischen den Geschlechtern und im Bereich von der flachen Hand auf dem Weg zum Schenkel, versteht sich, denn Sex und Humor haben hier keinen Platz (je 1/10).

"Battle Royale II" erweist sich als nicht unbedingt notwendiges Sequel, das mit der prätentiösen Laufzeit von mehr als zwei Stunden gerne ein "Herr der Ringe" wäre, aber nur in einzelnen Abschnitten überzeugen kann, bis zu deren Erreichen bisweilen arg die Geduld des Zuschauers strapaziert wird. Das Ergebnis ist durch die inszenatorischen Sternschnuppen schließlich schon irgendwie okay (6/10 Punkten), aber nur ein Schatten der Größe des ersten Teils und nahe an der Verfehlung des Themas. Die vorliegend besprochene Fassung ist ungeprüft, würde aber vermutlich ebenso mit einer Erwachsenenfreigabe durch die FSK gelangen wie die leicht kürzere Requiem-Fassung, die leider zu wenig und gelegentlich zudem an falscher Stelle strafft, jedoch durchaus eine hinreichende Version darstellt.

6/10
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Kommentare

07.12.2017 09:03 Uhr - Horace Pinker
1x
User-Level von Horace Pinker 19
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 7.617
Schöner Abschluss deiner BR Reihe, der deinem gewohnten Stil treu bleibt und auch alle wichtigen filmischen Aspekte abdeckt. BR 2 kommt sicher nicht an den Erstling ran, hat mir aber trotz vorhandener Schwächen noch gut gefallen, würde 7 Punkte vergeben. Erwähnenswert wäre übrigens noch die mehrfach im Film angebrachte und ziemlich deutliche Kritik an der amerikanischen Außenpolitik bzw. v.a. den durch die USA geführten oder angeheizten weltweiten Konflikte.

07.12.2017 09:32 Uhr - NoCutsPlease
1x
DB-Helfer
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Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 10.740
Den zweiten Teil habe ich bislang ausgelassen, da ich mit einer deutlich schwächeren Fortsetzung gerechnet habe. Die mopsfidele Besprechung bestätigt diesen Eindruck, aber das Thema klingt dennoch passabel genug, um den irgendwann mal nachzuholen.

07.12.2017 10:19 Uhr - dicker Hund
1x
User-Level von dicker Hund 11
Erfahrungspunkte von dicker Hund 1.661
Besten Dank!

Horace:
Diese Deutung des von mir angesprochenen interpretationsoffenen Subtextes ist sicherlich legitim. Bedenkt man allerdings, wer die einschlägigen Äußerungen wann von sich gibt, wäre auch eine Auslegung als Kritik an der Kritik denkbar. Aber vielleicht hatte ich aus den dargelegten Gründen ja einfach nur zu viel Muße, darüber nachzudenken;-)

NCP:
Kein Grund zur Eile...

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