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X-treme-upgrade
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Eintrag: 06.12.2017

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Blutiger Zahltag

31

Herstellungsland:USA, Großbritannien (2016)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,42 (40 Stimmen) Details
inhalt:
1976: In der Nacht vor Halloween werden fünf abgebrannte Jahrmarkts-Mitarbeiter von einer Bande sadistischer und spielsüchtiger Hinterwäldler entführt und zu einem mysteriösen, schrecklichen Ort gebracht: der "Murder World". Dort haben sie 12 Stunden Zeit, ein mörderisches Spiel namens „31“ zu überleben. Eine Gruppe von Psychopathen – alle als Clowns maskiert - wird auf sie gehetzt und hat nur eine Aufgabe: Die fünf Gefangenen zu töten. Das Spiel kennt keine Regeln, was zählt, ist der pure tierische Überlebensinstinkt. Wer bis um Punkt Mitternacht überlebt, ist frei. Das ist 31. Lasset das Spiel beginnen!
eine kritik von x-treme-upgrade:
Rob Zombie’s 7ter
 
Handlung:
 
Eine Gruppe Schausteller wird entführt und muss sich in einen Parcours Arenenkämpfe mit Psychophaten liefern. Wer 12 Stunden überlebt erlangt die Freiheit zurück...


Der richtige Zeitpunkt?

Endlich, nach Jahren der in Mode gekommenen seichten Geisterfilme, welche die heutige Horrorfilmlandschaft präsentiert, mit Knarrtsch hier, paranormale Vision da, kommt mal wieder was garstig böses in die Kinos. Wer wäre besser dafür geeignet als Rob Zombie?
 
Da harte Horrorfilme derzeit alles andere als “In” sind, war es schon für Rob Zombie schwer diesen Film zu realisieren, so wurde dieser Streifen über Crowfunding finanziert. Ebenso schwierig gestaltete es sich für das fertige Werk einen Verleih für eine Auswertung zu finden. Kommt einen ja schwer bekannt vor, wenn man zu “Haus der 1000 Leichen” zurück blickt, welcher auch auf Halde lag, bevor sich Lionsgate erbarmte ihn zu vertreiben.
 
Willkommen im Zombieland:
 
“Haus der 1000 Leichen” ist das ideale Stichwort auf “31” bezogen. Rob Zombie liefert mit “31” sozusagen ein Best of, auch mit Insidergags aus seinen bisherigen Filmen, ab. Visuell gleicht der Film zumindest sehr Zombies Regiedebüt und punktet durch den eigenwilligen Grindhousestil als auch einer kranken, verstörenden und kompromisslosen Atmosphäre, welches auch die Merkmale von “Haus...” waren. So hat Zombie auch wieder aus seiner Stammbesetzung einen klasse Cast zusammengestellt, allen Voran natürlich seine Frau Sherry Moon Zombie, welche wie gehabt darstellerisch perfekt besetzt ist, aber leider in so wenigen Filmen zu sehen. Auch bei den restlichen Darstellern geht dem Genre Fan das Herz auf, Meg Foster, Malcom Mc Dowell, Jane Carr, Judy Geeson, Lew Temple um nur ein paar zu nennen. Das Zombie ein Gespür für talentierte Schauspieler hat, erkennt man beispielsweise an Richard Brake, welcher Doom Head spielt, in Halloween II noch als Nebendarsteller zu sehen, erkennt Zombie die Talente seiner Darsteller und nutzt sie für seine Filme. So spielt Brake einen zentralen Charakter unter den Killern und zeigt was es heißt ein echt krass Geisteskranker zu sein. Eine absolut hammer Darstellung!
 
Darsteller, Kulisse und Musik sind sehr stimmig. Der Film hat eine Klasse unbehagliche Atmosphäre. Verschiedene visuelle Stile sorgen für Abwechslung und erheben sich deutlich von den 08/15 Einheitsbrei. Typisch Rob Zombie, im besten Sinne.
 
Überschlagende Kritiken:
 
Leider kam der Film bei den Fans (die Kritiker eh) nicht all zu gut weg, immer wieder zu lesende Kritikpunkte sind die schwache Charakterzeichnungen, vulgäre Ausdrucksweise, Gewalt und degradierende Dialoge gegen Frauen, als auch die Verherrlichung von Nationalsozialistischen.
 
Einige Punkte sind schon nicht ganz unbegründet andere schlichtweg fehlinterpretiert. Die Einführung der Charakter für ein 08/15 Puplikum, ist bei einen Rob Zombie Film immer schwer, da die Dialoge sich auf scherzhaftes sexuelles Gerede zentralisieren, was aber auch ein Typisches Markenzeichen Zombie’s ist, wenn sich die Dialoge um Titten, Ärsche und wer wenn besamt drehen.
 
In ein Rob Zombie Film ist kein Platz für die perfekt strahlenden Helden, die immer saubermann sind, immer das richtige tun, sagen und dabei immer geleckt aussehen. Die Zombie Charaktere haben meist immer Ihre Ecken und kannten, tragen aber dennoch Ihr Herz am rechten Fleck.
 
Was die Gewaltdarstellung betrifft, so schwelgt der Film nicht in hektorliterweise spritzenden Kunstblut, das Gesamtpacket macht es aus, so beherbergt der Film wie erwähnt eine düstere kranke Atmosphäre mit einigen expliziten Gewaltspitzen. Gerade in den Gewalt- und Kampfszenen dominieren schnelle rasante Schnitte, anstelle ewig drauf zu halten wie jmd. zerlegt wird. Was nicht heißen soll das der Film aufzeigt das Sterben eine schöne Sache ist. Es ist aber schon ersichtlich das einige (un-) sinnige Handlungen scheinbar nur getätigt werden um den nächsten Ekeleffekt aufzubauen. Die Effekte sind klassischer Natur handgemacht und wenn zum Einsatz kommend, alles Andere als zimperlich. In Zeiten von permanenten CGI Gewitter verdient das schon eine Erwähnung.
 
Wo ich seinerzeit in “Haus der 1000 Leichen” in Kino war, leerte sich mit der Zeit immer mehr die Vorstellung, die Besucher munkelten wie scheiße der Film doch wäre, so auch meine Freunde. Ein Umstand der sich bei meinen Kinobesuch in “31” ähnlich verhielt. Hier und da nörgelten die Besucher das der Film scheiße ist, verliesen die Vorstellung inklusive das einige scheinbar keine brutaleren bzw. verstörendere Filme kennen und manch Besucher geschockt über das gezeigte war und man munkeln hörte “wie krass”. Was aber wer wie schrecklich empfindet ist aber individuell zu werten und Horror hat viele Gesichter. Zumindest hat der Film so polarisiert das keiner sein Smartphone gezückt hat um sich anders abzulenken. Aber bekanntlich sind ja oftmals die großartigsten Kultfilme die, die seinerzeit in den Kinos nicht der große Wurf waren. So ist seit Jahren ja auch “Haus der 1000 Leichen” schon als Geheimtip bekannt und hat sich zum berüchtigten Kultfilm entwickelt. Vorstellbar das auch “31” in einigen Jahren diesen Status inne hat, genug Potenzial fährt der Streifen dafür auf.
 
So hab ich eine Kritik gelesen bei der von Hitlervergötterung geredet wird, bei jenen Menschen die sich deswegen aufregen kann ich nur sagen, dass genau das Zombies Absicht war, es wird zu keinen Zeitpunkt eine politische Aussage getroffen, vielmehr dient es als Stilmittel um ein unbehagliches beklemmendes Gefühl zu schaffen, was ja bei naiveren Naturen so gut funktioniert hat, das Zombie sich gleich NS-Gut vorwerfen lassen muss.
 
Die Dialoge und Gewalt gegen Frauen sind klar vorhanden, aber die Männer sterben nicht minder übel in den Film, letztlich sind es die Frauen die Stärke beweisen und sich nicht kampflos niedermetzeln lassen. Es ist schon eine Kunst und sehr einfach Frauenverachtend zu schreien, wenn man die stärke und den Kampfgeist der Damen komplett ausblendet um sich zu begründen.
 
Ich hingegen habe eher andere Kritikpunkte, so erschließt sich mir nicht weswegen jährlich diese “Spiele” stattfinden, auf genauere Hintergründe der Organisation wird leider nicht eingegangen (ein Aspekt der deshalb schon schade ist, da Malcom Mc Dowell, als Initiator ruhig mehr Screentime hätte haben dürfen). So konzentriert sich der gesamte Film auf den Parcours der Entführten und deren Kampf ums Überleben.
Der für mich größte Kritikpunkt ist jedoch die typisch unüberlegte Handlung der Charaktere, was kein “normaler” Mensch in der Form oder Sitaution tun würde, machen Sie! Wie bereits erwähnt wirkt das Handeln m.U. lediglich zur Vorbereitung einer nächsten Ekelszene. Ich glaube kaum das ich Appetit verspüren würde wenn ich gerade um mein Leben gekämpft habe und es noch nicht ausgestanden ist, mich von der Gruppe zu trennen um mir allein ein Bild von der Umgebung zu machen, den Killer die Chance zu geben sich wieder zu erheben anstelle ihn gleich korrekt umzulegen etc... die typischen Klischees halt. Nach Logik bei Horrorschockern zu fragen ist ja eh immer so eine Sache, so erschließt es sich mir nicht wie die Auftraggeber ohne Kameraüberwachung das Spiel nachverfolgen konnten. Aber letztlich sind die Kritikpunkte nur punktuell und für einen Horrorfilm eher zweitrangig, da diese Art Film Ihre Stärke aus Atmosphäre und Suspense holen statt formvollendeter Logik.
 
Freigegeben?
 
Das die FSK zunächst die Freigabe verweigerte, ist zwischen lächerlich und nachvollziehbar einzuordnen, da schon wesentlich brutalere und explizietere Streifen problemlos eine Freigabe erhielten, aber welches Material die Jugendschützer, als für Deutschland nicht kompatibel erachteten, kann man sich schon denken, jemanden zu töten ist nun mal nicht mit einen Schlag oder Messerstich getan, da muss man schonmal länger zulangen. Aber letztlich zählten sicher nicht nur einige Gewaltdarstellungen zu der Entscheidung, das wie erwähnte kompromisslose Gesamtpaket inklusive NS Symbolik dürfte zu der 1. Freigabeverweigerung geführt haben. Erst nach Widerruf und Wiederholungsprüfung bekam man letztlich doch noch eine 18er Freigabe. Da man schon für eine Kinofreigabe herumgezickte wäre es vorstellbar gewesen das man sich für die Heimkinoveröffentlichung von der unzensierten Kinofassung verabschieden müsste. Zwar neige ich immer zu der naiven Vorstellung (oder Wunschtraum), das daß gezeigte auch für den Heimkinomarkt zu vertreten ist, aber das ist halt oft nur trügerische Hoffnung, die wie eine Seifenblase zerplatzt. Blieb nur zu hoffen das der Film für die DVD/BD Auswertung nicht all zu sehr für eine FSK 18 runtergekürzt werden musste, aber diese Bedenken waren diesmal unbegründet, den überraschender- und untypischerweise erhielt auch die Kinofassung unzensiert die FSK 18 Freigabe für den Heimkinomarkt. Ob nun 5 oder 20 Messerstiche machen zwar auch nicht die Qualität eines Films aus, aber hier und da gibt es ja schon ganz üble Schnittfassungen, wenn es Freigabeverweigerungen hagelt.
 
Veröffentlichungsmasse statt inhaltliche Klasse:
 
Tiberius Film hatte wohl als Mastergrundlage die US Blu-Ray/DVD Variante vorliegen. Von daher erwartet einen, trotz Grindhouse Stil, ein gestochen scharfes Bild und glasklarer Sound, wo die Boxen zwischen subtil bedrohlichen und rasant pushenden Score alles hergeben. Selbst der kleinste tropfen Regen ist bei entsprechender Anlage klar wahrzunehmen. Für die deutsche Ausgabe sind lediglich Werbe- und der Kinotrailer als Extras vorhanden, die US Version hat noch ein Audiokommentar und eine 2 stündige Dokumentation zu bieten, mit den Titel “In Hell Everybody Loves Popcorn”. Den deutschen Konsumenten bleibt diese 90-minütige Dokumentation jedoch vorenthalten, da Tiberius Film sich mittlerweile bzw. oftmals bei den Kauf der Lizenzen auf den Hauptfilm beschränkt. Wo man an Bonus sparte wurde dagegen anderweitig mehrere Auflagen herausgebracht, Standart DVD und Blu-Ray, sowie 2 limitierte BD Steelbooks (1 Disc Blu-Ray Steelbook (4444) oder Amazon exklusiv 2 Disc Steelbook (2222), mit DVD & Blu-Ray) und eine nachkonvertierte BD 3D Variante. In nachkonvertierten 3D könnte der Kauf lokrativ sein, da der Film durch das Setting des Lagerhauses schon in 2D sehr viel tiefe vermittelt, welche in 3D dann nochmal richtig gut zur Geltung kommt, aber letztlich mehr als eine technische Spielerei zu werten ist, anstelle eines informativen Bonusmaterials. Zwar gut gemeint, aber auch kein Trost gegenüber der ansonsten reichhaltig ausgestatteten US Variante.
 
Fazit:
 
Wer kein Bock mehr hat immer nur seichten paranormalen Grusel zu sehen, wem Halloween II (2009) und Haus der 1000 Leichen (2003) gefallen hat, Abstriche bei Logik und Handlung macht , der ist in diesen Streifen bestens aufgehoben. Was man zu sehen bekommt ist wirklich grotesk und krank, eine herrlich düstere Atmosphäre, Kult Darsteller in Massen, ein schöner Old School Soundtrack und klassische von Hand gemachte Spezialeffekte lässt das Wohnzimmer zu einen klasse Horrorerlebnis der alten Schule werden.
9/10
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Kommentare

06.12.2017 09:45 Uhr - JasonXtreme
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Ich find das Ganze ziemlich ordentlich geschrieben, auch wenn manche Sätze etwas zu verschachtelt daherkommen ;) :D aber grade die letzten Jahre haben brutale Filme doch Hochkonjunktur, zumal die FSK DEUTLICH freundlicher bei solchen Dingern zu Werke geht!? Die Geisterfilmchen aus Absatz 1 gibt es zudem klar ohne Ende - aber der Rest erschließt sich mir daher nicht so ganz.

Aber nothing for ungood - ausführlich rezensiert!

06.12.2017 09:55 Uhr - NoCutsPlease
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Ausführliche Besprechung, deren euphorischer Wertung ich mich aber nicht anschließen kann (bin bei 6/10).
Die unsympathischen Charaktere der Protagonisten sind ein Graus. Diesen strunzdummen Nichtsnutzen würde man fast schon selbst ein böses Ende bereiten. Wie löst Zombie das? Er lässt die Gegner NOCH mieser aussehen, die allesamt mit ihren ewig gleichen Fick- und Mordsprüchen total nervig sind. Kraftausdrücke und Gemotze gehören ja zum Genre dazu, aber das war noch asozialer als ein Songtext von Bushido. Darüber hinaus ist das permanente Kameragewackel auch keine Wohltat.
Die einzigen wirklichen Stärken sind die blutigen und abwechslungsreichen Tode, die wirklich schön in Szene gesetzt wurden sowie das düstere Setting.

06.12.2017 10:31 Uhr - X-treme-upgrade
2x
Zunächst einmal Danke für das Feedback und die Beteiligung, was mich betrifft, so muss ich sagen das ich ein Faible für "Asoziale" bzw. Anti-Charaktere habe. Und mein (Film-) Geschmack ist nur bedingt "Massentauglich", was andere als Müll abstempeln, seh ich mitunter als die großartigste Unterhaltung. ^^

Was die Härtewelle betrifft, finde ich, ist diese derzeit noch nicht wieder gegeben, diese begann 2005 rum, ebnete aber 2010 ab. Klar, hier und da gibt es mal etwas Krankes, Garstiges oder Brutaleres, aber die Geisterfilmchen haben derzeit eher hochkonjunktur.

06.12.2017 10:47 Uhr - TheRealAsh
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Mir gefällt deine Rezi auch sehr gut und ich bin momentan bei 31 bei ner 8. Ich finde gerade, dass Zombies Filme nach der anfänglichen Enttäuschung und dem Hyper immer extrem wachsen. Lords of Salem halte ich mittlerweile für einen sehr guten Film, der seinen Vorbildern ordentlich Tribut zollt und richtig Laune macht.

06.12.2017 11:20 Uhr - DriesVanHegen
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Mir erscheint es mittlerweile so, dass Zombie zwar für Hd1000L und vor allem TDR gehuldigt wird, aber sonst tatsächlich einen weniger guten Stand hat und alle Folgefilme sehr skeptisch betrachtet wurden.
Ich wiederum fand sogar sein LORDS OF SALEM sehr, sehr beeindruckend und der wurde ja mannigfaltig gescholten.
31 aber hat dann auch mich ziemlich enttäuscht.
Ja, er beherrscht es wie kein anderer White Trash, abgeschmackte Dialoge und Prollattitüden darzustellen. Aber sonst waren die Charakter wenigstens cool, wenn sie schon nicht sympathisch waren. Aber hier? Allesamt unsympathisch und uncool. Dadurch bleibt zum Einen die Spannung auf der Strecke, zum Anderen nervt, dass später versucht wird, den Figuren Tiefe zu verleihen.
Hätte Zombie sich lieber auf sein Versprechen konzentriert, seinen brutalsten Film abzuliefern, hätte da ein kurzweiliger Gewaltspaß draus werden können. Der inhaltliche Rahmen ist super knackig und hätte mit allerlei blutigem Überlebenskampf gefüllt werden können. Stattdessen bekommt man in den Kämpfen Kameragewackel präsentiert, dass die vorhandenen Brutalitäten flöten gehen.
Andererseits: gibt es meines Wissens bisher ja nur die gekürzte R-Rated-Fassung zu sehen. Die "echte" Fassung wäre wünschenswert, aber retten kann sie das Spektakel wohl auch nicht mehr.

06.12.2017 12:29 Uhr - CHOLLO
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Erfahrungspunkte von CHOLLO 168
Deine Besprechung ist schön ausführlich und man kann deine Begeisterung für R.B. förmlich schmecken. Ich selbst konnte mich für seine Filme nie wirklich erwärmen. Das liegt zum einen daran das-wie bei den anderen Kollegen schon erwähnt-so gut wie alle Protagonisten Unsympathen sind und dadurch ein "mitfiebern" irgendwie schwer fällt. Zum anderen die dargestellte Gewalt zu plakativ und teilweise deplatziert eingesetzt wird. Auch in Sachen Dramaturgie hapert es meines Erachtens gewaltig bei Zombie sodass die berühmte "Spannungsschraube" nicht angedreht, sondern meistens eher in sandigen Boden gedrückt wird ;) Aber ich muss auch sagen das ich den hier hoch gelobten "Lords of Salem" nicht kenne und Geschmäcker halt einfach verschieden sind.

06.12.2017 13:17 Uhr - NoCutsPlease
DB-Helfer
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Ruppige Outlaws und Antihelden fernab jener Moral sehe ich sehr gerne, aber richtig asoziale Charaktere lasse ich dann doch lieber von einem Clint Eastwood oder Charles Bronson dem biologischen Wertstoffkreislauf zuführen, anstatt ihnen als Protagonisten zu folgen. :)

06.12.2017 15:02 Uhr - Ghostfacelooker
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Ohne Oberlehrer ( ich üb schon mal für den Neuen^^^^^) spielen zu wollen denke ich du meinst Crowdfounding von Crowd; Menge und nicht von Crow=Krähe und hieße es nicht Nationalsozialismus? oder eben Nationalsozialitischem?

Ansonsten gefällt mir die Schreibe mehr als der Film, da man deine Affinität zu Zombie und der Materie merkt und nebenbei find ICH (der auf verschachtelte Sätze steht, und diese auch selbst gern verwendet, frag Jason^^^^) das gut so

06.12.2017 18:04 Uhr - Necron
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Interessante Review, auch wenn mich der Vergleich mit Zombies Einsteiger "Haus der 1000 Leichen" verunsichert, da ich TDR x-fach besser finde und das für mich der Maßstab ist an dem sich Zombies Filme seit dem messen müssen.
Ich werde aber aus Neugier gleich mal einen Blick riskieren, Streifen ist ja sogar bei Amazon Prime dabei.
Meld mich in ca. 2 Stunden nochmal mit Feedback. ;)

06.12.2017 19:53 Uhr - Necron
User-Level von Necron 2
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Gerade gesichtet. "Ganz nett" für einen Zombie Film. Aber deutlich schwächer als TDR. Haus der 1000 Leichen ist da tatsächlich ein guter Vergleich.

6/10

Doomhead ist kultig, Rest war recht dünn bis dürftig...

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