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Kaiser Soze
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Eintrag: 07.12.2017

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Pandorum

Herstellungsland:Deutschland, Großbritannien (2009)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Science-Fiction, Thriller,
Mystery

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,46 (13 Stimmen) Details
inhalt:
An Bord eines riesigen Raumschiffes erwachen die Astronauten Payton (DENNIS QUAID) und Bower (BEN FOSTER) aus tiefem Schlaf – ohne Orientierung, ohne jegliche Erinnerungen. Auf sich gestellt, bleibt den beiden nicht viel Zeit: Das Energiesystem des Raumschiffs steht kurz vor dem Zusammenbruch. Durch die engen düsteren Luftschächte macht sich Bower auf den Weg zur Brücke – die einzige Chance, dem Tod in der dunklen Unendlichkeit zu entgehen. Nur über Funk hält er Kontakt mit Payton. Doch es dauert nicht lange, bis beide feststellen, dass sie nicht allein an Bord sind...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von kaiser soze:

Ihr kennt das (denke ich) alle:
Filme, von denen man noch nie einen Trailer gesehen, etwas über den Inhalt gelesen oder sonst irgendetwas erfahren hat - Blindkäufe bei DVDs und Blu-Rays oder im TV bzw Streamingdienste, wie Netflix, entsprechendes.

Genau solch einen Film habe ich vor kurzem gesehen:

„Pandorum“

aus dem Jahr 2009 mit Dennis Quaid und Ben Foster in den Hauptrollen.
Regie führte der Deutsche Christian Alvart, der bereits 2005 mit „Antikörper“ und dem (meiner Meinung nach) ebenfalls unterschätztem, wenn auch etwas seichtem „Fall 39“ (ebenfalls 2009) auf sich aufmerksam machte, bevor er begann „Tatort“ Filme zu drehen. Von mir aus hätte er auch bei Horror / Thrillern bleiben können...

Es ist wunderbar komplett unvoreingenommen an einen Film herangehen zu können! Ich hatte kurz nach Beginn
des Film interessehalber doch noch schnell nachgesehen - es handelt sich offiziell um einen SFi, Mytery Horrorthriller.
Naja, sehe ich etwas anders; dazu später mehr!

Allgemein ist auch dieses Werk mal wieder nicht sonderlich gut bei den Kritikern angekommen, hier bei SB.com hingegen blinkt die grüne 8 von 10 Punkte Wertung auf. Aber warum?
 

Nun „Pandorum“, mit dem „wunderschönen“ Untertitel

„Die Welt stirbt, die Angst überlebt“

- wer denkt sich bloß sowas aus, wer genehmigt so einen Schottuntertitel und vor allem warum? - gehört zu den Werken, die den Zuschauer entweder durch seine dichte Atmosphäre, die dauerhaft aufrechterhaltene Spannung und einer Handlung, die man (so) nicht alle Tage vorgeführt bekommt, in den Bann ziehen oder eben einfach nur nervt und enttäuscht - es ist mal wieder Geschmackssache!

Ich gehöre zur ersten Gruppe und muss sagen, dass mir das Set an Bord des Raumschiffs „Elysium“ sehr gut gefallen hat. Dunkelheit, Licht, schnelle unbekannte, menschenähnliche Feinde, Überlebungskampf und die Ungewissheit, was ist dort passiert?
Mich hat der Film gepackt!

Überwiegend liegt hier meiner Meinung nach ein SFi Horrorfilm vor, in dem auch mit Actionszenen nicht gespart wird. Die o.g. Thriller- oder Mysteryeinordnung resultiert, vermute ich, aus der Ungewissheit der Handlung und (zeitlichen) Einordnung. Schließlich leiden alle Darsteller entweder an Amnesie (aufgrund des künstlichen Kälteschlafs) oder verraten nur sehr wenig von dem, was Sie wissen! Aus dieser Ungewissheit und der Neugier, wie es wohl zu dem kam, was man dort sieht und wann bzw auf welche Art und Weise dies aufgelöst wird, hält auch den Spannungsbogen oben.

Ein paar fein verstreute Schockmomente - ich liebe Schockszenen! - runden den Film wunderbar ab.

Irgendwie erinnerte mich der Film von seiner Atmosphäre her gesehen an „Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ (1979), bekanntlich von Ridley Scott. Auch hier wurde ich durch die Handlung und Atmosphäre unterhalten, egal, ob gerade „etwas passiert“, oder eben nicht.
Ich möchte mich bei diesem Vergleich aber auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Dies mag gegebenenfalls rein subjektiv sein; aber es ist ja auch mein Review.

Die Darsteller fand ich durchweg klasse.
Dennis Quaid, dessen Mimik (-spiel) fast mit der von Steven Seagal und Sylvester Stallone vergleichbar ist, mag ich, seit ich ihn in „Frequency“ (2000) sah - hier eine weitere Filmempfehlung meinerseits!
Aber auch Ben Foster spielt sehr überzeugend. Vor allem, wenn er durch die engen Schächte robbt oder vor den lauernden Feinden fliehen muss. Seine Furcht und die weiteren Personen, auf die er nach und nach trifft und immer weitere Informationen erhält, sind der rote Faden des Films. Manhs Erklärung der Vergangenheit sind dann die ersehnte Auflösung der Vergangenheit, aber noch nicht des Rätsels komplette Lösung.

Wenn man bedenkt, dass das Raumschiff fast 1.000 Jahre unterwegs war, sind auch die Mutationen der menschenähnlichen Jäger gar nicht mehr so abwegig.
 

Fazit:
Rundum gelungener SFifilm, den ich sicherlich nochmal sehen werde!
 

9 von 10 Punkte

 

9/10
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Kommentare

07.12.2017 13:19 Uhr - NoCutsPlease
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Deine vielen Miniabsätze und die häufigen Themensprünge verleihen deinen Texten immer den leichten Anstrich eines Brainstormings, das ist aber keine Kritik.

Der Film erhält von mir eine 7.
Story und Atmo haben ihren Reiz, aber gewisse Szenen waren mir dann doch zu zappelig inszeniert und sagen irgendwie billig aus.

07.12.2017 16:26 Uhr - Kaiser Soze
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07.12.2017 13:19 Uhr schrieb NoCutsPlease
Deine vielen Miniabsätze und die häufigen Themensprünge verleihen deinen Texten immer den leichten Anstrich eines Brainstormings, das ist aber keine Kritik.


Ja, das kann durchaus sein :D
Denke, dass meine Meinung aber durchaus rüberkommt und finde dies auch nicht schlimm.
Danke dir!

Der Film erhält von mir eine 7.
Story und Atmo haben ihren Reiz, aber gewisse Szenen waren mir dann doch zu zappelig inszeniert und sagen irgendwie billig aus.


Billig.. ok, fällt mir grad nicht ein, kann aber durchaus sein.
Hat mich wohl die Geschichte ausreichend abgelenkt.

07.12.2017 19:11 Uhr - Tom Cody
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Erstmal: Jau, schöne Kritik zu einem leider völlig unter Wert gelaufenen SciFi/Horror-Mix. Der Film hat mich damals ebenfalls sehr positiv überrascht.

Aber: Warum erwähnst du den Namen des Regisseurs, Christian Alvart, kein einziges Mal? Es kommt ja selten genug vor, dass ein deutscher Filmemacher so gelungenes Genrekino abliefert. Auch die ebenfalls überzeugende Antje Traue sollte man nicht unter den Tisch fallen lassen. Ich bin ziemlich überzeugt, dass ihr gerade diese Rolle ihren Part in "Man of Steel" eingebracht hat.

Über die Gleichstellung der mimischen Fähigkeiten eines Dennis Quaid mit denen eines Steven Seagal (gibt es da überhaupt welche?) könnte man natürlich auch streiten. ;-)

Der finale Twist in "Pandorum" (der hier selbstverständlich nicht verraten wird) ist ja wohl auch der Hammer!
Wirklich schade, dass der Film so gefloppt ist. Ursprünglich war nämlich sogar mal geplant, das Ganze bei einem Erfolg zu einer Trilogie auszuweiten. Da wird jetzt leider nichts mehr draus werden...

07.12.2017 20:47 Uhr - BFG97
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Und einmal mehr hat mich eine wunderbare Rezi auf einen Film aufmerksam gemacht, von dem ich zuvor kaum etwas gehört hatte. Wird schnellst möglich gesichtet und ach ja dein Stil gefällt mir ziemlich gut ;)

07.12.2017 21:03 Uhr - Kaiser Soze
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@Tom
Vielen Dank!
Stimmt, den deutschen Regisseur hätte ich erwähnen können, werde ich morgen nachholen, bin gerade unterwegs und am Handy ist das immer blöd.
Ich hatte von Quaid und Foster abgesehen keinen Darsteller erwähnt. Weder handlungstechnisch, noch um die Spielzeit oder Bedeutung anzudeuten. Dies war Absicht.

@BFG97
Danke sehr!
Ja, nachholen!

08.12.2017 10:47 Uhr - DriesVanHegen
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Den habe ich damals sehnlichst erwartet habe und das in erster Linie wegen Christian Alvart! Ich war ein aufgrund seines ANTIKÖRPER fast schon ein kleiner Fan von ihm.
Während mir dieser noch ziemlich präsent ist, muss ich aber zugeben, dass von PANDORUM nicht viel hängengeblieben ist...weder vom hier erwähnten Twist, noch von besonderen Horror- oder Actionsequenzen. Aber ich meine dennoch dem Tenor hier beistimmen zu können. Unterhalten war ich, aber denn müsste ich mir wirklich noch einmal zu Gemüte führen.

Btw:
Den Vergleich Quaid-Seagal finde ich absolut köstlich und bei näherer Überlegung mitnichten abwegig :D

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