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Martyrs666
Level 5
XP 313
Eintrag: 17.01.2018

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68 Kill

Herstellungsland:USA (2017)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Drama, Komödie, Krimi, Liebe/Romantik,
Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,33 (3 Stimmen) Details
inhalt:
Klärgruben abzupumpen hatte zwar noch nie zu Chips (Matthew Gray Gubler) Vorstellung eines perfekten Lebens gezählt, doch man will ja nicht meckern und immerhin ist seine Freundin Liza (AnnaLynne McCord) total heiß. Ja ok, sie ist "etwas" dominant und stockt ihr Einkommen durch einen Sugar Daddy auf, aber jede Beziehung hat doch so seine kleinen Schwierigkeiten, oder? Als Liza dann vorschlägt, ihren schmierigen Wohltäter um sein Vermögen zu erleichtern, entdeckt Chip eine Seite an ihr, von der er nicht wusste, dass sie existiert ... oder es einfach nicht wahrhaben wollte. Eins kommt zum Anderen und plötzlich hat er - ansonsten eher eine Pussy - eine Waffe in der Hand, ein Mädchen in seinem Kofferraum und keine 24 Stunden mehr, um aus dem Schlamassel wieder raus zu kommen.
eine kritik von martyrs666:

Trent Haaga ist schon weit herumgekommen im Indie-Filmgeschäft, sowohl als Drehbuchautor (Cheap Thrills, Deadgirl) als auch als Schauspieler (Citizen Toxie, Terror Firmer). Gerade Cheap Thrills war ein fieser, kleiner Thriller-Bastard und hat mir persönlich ziemlich gut gefallen. Jetzt hat er mit 68 Kill sein Regie-Debüt gegeben, zu dem er erneut auch für das Script verantwortlich ist. Da stellt sich natürlich die Frage: Ist es ihm gelungen, an den Vorgänger anzuknüpfen?

Über die Story sollte man am besten nicht allzu viel wissen, bevor man sich besagtes Erstlingswerk anschaut, denn diese schlägt mehrere Haken und bietet einige nette Plottwists, die zu verraten einen beträchtlichen Teil des Spasses an 68 Kill nehmen würde! Ganz allgemein gesagt geht es um den irgendwie doch ganz liebenswerten Loser Chip, seine etwas dominante Freundin Liza, 68.000 $ und, um den Film zu zitieren, die eine Sache, auf die alle Probleme Chips' zu reduzieren sind: PUSSYS!

Das hört sich jetzt wahnsinnig chauvinistisch und frauenfeindlich an, ist es aber lustigerweise nicht. Im Gegenteil: 68 Kill hat einige wirklich starke Frauenfiguren zu bieten, die zugegebenermaßen ziemlich daneben sind, ihre männlichen Kollegen allerdings jederzeit locker dominieren. Damit bricht der Film mit der oft sehr männlich belegten Riege der Film-Psychopathen.

Das mag einerseits an der literarischen Vorlage liegen, denn der amerikanische "Slasher-König" Bryan Smith hat ein augenscheinliches Faible für gewalttätige weibliche Akteure. Neben 68 Kill, das leider nur auf Englisch zu haben ist, seien hier Interessenten vor allem die Bücher The Killing Kind 1 & 2 (im Festa-Verlag unter den Titeln Todesgeil und Blutgeil erschienen, die von mir hiermit den Innovationspreis des "Vereins zur Erhaltung deutscher Titelverbrechen e.V." erhalten!) empfohlen. Wer zumindest eins der beiden kennt, weiß, wovon ich spreche!

Andererseits liegt es aber auch an den grandiosen Darstellerinnen, die dieser Film auffährt. Vor allem Annalynne McCord spielt bereits erwähnte Liza mit einer Mischung aus Verruchtheit, Bösartigkeit und Sex-Appeal, die den (wahrscheinlich vor allem männlichen) Zuschauer ihr zuliebe mit Freuden sämtliche moralischen Vorsätze über Bord werfen lassen würde. Nun hat Ms. McCord bereits in Excision Mut zur Hässlichkeit bewiesen und in der ziemlich gestörten Hauptrolle geglänzt. Diese Performance überbietet sie in 68 Kill nochmals, da sie hier die Ambivalenz des Bösen (sexy Äusseres, absolut verdorbenes Inneres) einfach glänzend rüberbringt!

In Sachen Abgefucktheit steht ihr Sheila Vand allerdings in nichts nach. Die Hauptdarstellerin aus dem grandiosen s/w-Arthouse-Vampirfilm A Girl Walks Home Alone at Night ist zwar rein optisch etwas stereotyper geraten, was sie aber mit einer absolut wahnsinnigen Performance mehr als wett macht.

Insgesamt ist an der Darstellerfront wenig bis gar nichts auszusetzen. Alisha Boe als Violet schafft problemlos den Spagat zwischen zart und hart, wobei ihre Figur vor allem durch die Umstände zu letzterem gezwungen wird, und Matthew Gray Gubler (Criminal Minds, Life After Beth) ist in der männlichen Hauptrolle so naiv-trottelig, dass man fast schon Mitleid bekommt.

Der schauspielerischen Qualität steht glücklicherweise die des Drehbuchs in nichts nach, und so kann sich der geneigte Zuschauer über geschliffenen Dialoge, zahlreiche herrlich absurde Situationen, tiefschwarzen Humor und, vor allem gegen Ende hin, einige richtig blutige Splattereffekte freuen, die Trent Haaga's Regiedebüt einfach zu einem über die gesamte Laufzeit unterhaltsamen Thriller der etwas abseitigeren Natur machen. Das macht mir die Bewertung dieses Films zum Glück sehr leicht:

Fazit

68 KILLS ROCKT!!!

10/10
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Kommentare

17.01.2018 18:48 Uhr - Necron
2x
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Diese interessante Review hat mich noch einmal darin bestärkt diesen Films sehen zu wollen. Und (Excision) McCord geht immer. :)

17.01.2018 19:11 Uhr - Insanity667
2x
DB-Helfer
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Erfahrungspunkte von Insanity667 1.555
Ich liebe McCord und Vand... beide in einem Streifen und dann noch in so abgefuckten Rollen? Ist gekauft, genauso wie dein Review!

Du solltest dich öfter (mal wieder) hinter die Tasten klemmen! Deine Beiträge les' ich, seit ich mich hier rumdrücke, immer wieder gerne! :)

17.01.2018 19:13 Uhr - tschaka17
3x
User-Level von tschaka17 7
Erfahrungspunkte von tschaka17 668
War mir bei dem Teil nicht ganz sicher und werde meine Erwartungshaltung trotz der sehr positiven Review relativ niedrig halten. Dennoch werde ich mir den dann bei Zeiten auch mal anschauen. Cheap Thrills steht nach wie vor unbenutzt im Regal... Ich Schlingel :D

17.01.2018 19:26 Uhr - Intofilms
2x
Vielen Dank (einmal mehr) für diese erstklassige Rezi, Martyrs! Die hat definitiv auch 'gerockt'! :D
Den werde ich mir auch noch gönnen. Bin ja nicht blöd.^^

18.01.2018 10:48 Uhr - DriesVanHegen
1x
User-Level von DriesVanHegen 5
Erfahrungspunkte von DriesVanHegen 336
AnnaLynne McCord hat sich mit ihrer Performance bei EXCISION absolut eingebrannt, weshalb ich diesen hier irgendwann auch noch sehen muss.
Alles spricht dafür und jetzt hier so eine absolute Jubel-Wertung - ich denke, da kann nicht viel schiefgehen.

18.01.2018 13:37 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 15
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 3.680
Na liest sich doch in besagtem Fall sowie mit Cheap Thrills der mir immer mal wieder ins Auge fällt und bei dem ich nie wußte was ich von dem halten soll ganz gut.

18.01.2018 19:24 Uhr - Martyrs666
DB-Helfer
User-Level von Martyrs666 5
Erfahrungspunkte von Martyrs666 313
18.01.2018 13:37 Uhr schrieb Ghostfacelooker
Na liest sich doch in besagtem Fall sowie mit Cheap Thrills der mir immer mal wieder ins Auge fällt und bei dem ich nie wußte was ich von dem halten soll ganz gut.

Wenn ich mich für einen entscheiden müsste, würde ich auf jeden Fall 68 Kill schauen. Cheap Thrills ist zwar ziemlich gut, kommt aber vom Unterhaltungswert auf keinen Fall an ersteren ran, einen leicht kranken Humor immer vorausgesetzt! ;-)

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