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Eintrag: 16.12.2017

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Der Prinzipal - Einer gegen alle

(Originaltitel: The Principal)
Herstellungsland:USA (1987)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Drama, Krimi, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,17 (12 Stimmen) Details
inhalt:
In der Brandel-Highschool stehen nicht Mathe,Biologie und Sport sondern Terror,Rauschgift und Vergewaltigung auf dem Stundenplan.Duncan (Michael Wright) und seine brutale Gang kontrollieren alles,die Lehrer haben längst resigniert.Doch dann kommt ein neuer Direktor:Rick Latimer (James Belushi).Der junge Lehrer wurde an die Ghetto-Schule strafversetz,weil er in einem Wutanfall den Porsche des Anwalts,der ihm seine Frau ausspannte mit einem Baseballschläger bearbeitet hatte.Latimer ist fest entschlossen,die Brandal-Highschool wieder zu dem zu machen,was sie einmal war:eine ganz normale Schule.Mit Hilfe seiner Kollegin Hilary (Rae Dawn Chong),dem Hausmeister Jake (Louis Gossett Jr.) und seinem Bäseballschläger startet Latimer einen ungleichen Krieg...
eine kritik von nocutsplease:

In puncto Thrillerdramen, die desaströse Verhältnisse an US-amerikanischen Schulen thematisieren, dürfte 187 - Eine tödliche Zahl zu den bekanntesten und beliebtesten Beispielen zählen. Obwohl die Idee bereits im Jahr 1982 mit Die Klasse von 1984 in exploitativer Weise aufgegriffen wurde, war wohl erst der anno 1987 entstandene The Principal thematischer Vorreiter im Bereich der Hollywood-Produktionen. Die Regie dieses Films, der an den Kinokassen knapp 20 Millionen US-Dollar einspielte, übernahm Christopher Cain (Young Guns, Karate Kid IV), während Frank Deese das Drehbuch schrieb. Angesichts des deutschen Titels Der Prinzipal - Einer gegen alle besteht übrigens leichte Verwechslungsgefahr mit dem zwei Jahre später produzierten Morgan-Freeman-Drama Der knallharte Prinzipal, das im Original auf den Namen Lean on Me hört. 


The Principal widmet sich Rick Latimer, der als Lehrer an einer ganz normalen Highschool arbeitet. Dumm nur, dass er das Auto des Mannes an den er seine Frau verloren hat, in einem spontanen Wutausbruch mit dem Baseballschläger demoliert. Die daraus resultierende Strafversetzung lässt ihn zwar zum Direktor der Brandel-Highschool aufsteigen, aber vom Arbeitsumfeld her auch einige Klassen absteigen. Mitten im sozialen Brennpunkt bestimmen nun Schlägereien, (versuchte) Vergewaltigungen, Drogenhandel und gewaltsame Unterdrückung seinen Alltag, während der eigentliche Lehrstoff kaum jemanden zu interessieren scheint. Da Rick jedoch niemand ist, der einfach klein beigibt, legt er sich kurzerhand mit Gangleader Victor Duncan an, der bis dato ungehindert die Schule regiert hat. Der Plot summiert sich zu einer stimmigen Mischung aus Thriller, Action und Drama, die mit einer gut platzierten Dosis Situationskomik gewürzt wird, ohne die gesamte Geschichte ins Lächerliche zu ziehen. 


Die Charakterzeichnung ist zwar weitgehend zweckmäßig gehalten, kreiert aber Figuren mit denen man mitfiebern kann. Mit James Belushi (Mein Partner mit der kalten Schnauze, Red Heat, Salvador) als Rick Latimer wurde meiner Meinung nach der passende Darsteller für diese Rolle gewählt. Egal, ob er in reinen Komödien oder überwiegend ernsten Filmen mitspielt, verleiht seine Person der Sache stets einen humoristischen Anstrich sowie eine vorlaute Coolness - und beides steht ihm auch hier gut zu Gesicht. Louis Gossett Junior (Die Tiefe, Enemy Mine, 1983 Oscar als Bester Nebendarsteller in Ein Offizier und Gentleman) verkörpert den Hausmeister Jake, der als einziger Mitarbeiter der Schule das Potenzial zum offenen Widerstand aufzubringen scheint. Rae Dawn Chong (Die Farbe Lila, Phantom-Kommando, Am Anfang war das Feuer) stellt die hübsche Lehrerin Hilary Orozco dar und Michael Wright (The Wanderers, Windhunde, Money Talks) den farbigen Gangleader Victor Duncan, den man angesichts seiner Kaltblütigkeit wahrlich nicht zum Feind haben möchte. Des Weiteren hat Drehbuchautor Frank Deese einen Gastauftritt als Mr. Petersen.


Unter inszenatorischen Gesichtspunkten fühlt man sich bei The Principal gleich in den 80er Jahren angekommen. Hinter der Kamera operierte Arthur Albert (Das Duell der Meister, Der Chaoten-Cop, Ein verrückter Leichenschmaus) und konnte vor kalifornischer Kulisse das Ghettoflair der Brandel-Highschool passend einfangen. Gut choreografierte Stunts und echte Blechschäden stehen ganz in der Tradition handgemachter Action, die zudem mit ein paar angemessenen grafischen Härten überzeugen kann. Auf musikalischer Seite wirkte Jay Gruska (TV-Serie Superman und Beverly Hills 90210) als Komponist mit, während der Soundtrack mit Songs von ihm und John Waite die Akustik stimmig abrundet.


Fazit: The Principal bietet eine sehr gelungene Mischung aus Thriller, Action und Drama mit einem wohldosierten Schuss Humor. Die Darsteller füllen ihre Rollen treffend aus und das raue Flair weiß ebenfalls zu gefallen, weshalb ich hierfür eine sichere Empfehlung aussprechen kann.

8/10
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Kommentare

16.12.2017 17:01 Uhr - TheRealAsh
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Von der 110th Street direkt ins Gangsters Paradise und wieder zurück mit unserem NoCoolioPlease;-) Danke für den Tipp, kenne ich nicht, schätze aber 187 und Dangerous Minds, obwohl ich mir die mal wieder anschauen müsste. Grade 187 gibts momentan ja als neue VÖ.

Und cool, dass James Belushi dabei ist, auf den bin ich seit der neuen Twin-Peaks-Staffel wieder total angefixt:D Leider ist er filmisch ja seit längerem nicht mehr so in den Topp-Dingern dabei, obwohl er ein super Typ ist.

16.12.2017 17:57 Uhr - Pratt
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Tolles Review zu einen von Jim Belushi's besten Filmen!!! Ist leider eher ein Geheimtipp!!! In meinen Augen deutlich besser als Dangerous Minds oder 187. Zwar mit einigen Klischees, aber ist ja keine Doku!!!

16.12.2017 18:18 Uhr - Ghostfacelooker
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Wenn einer ein Review zu so einem Klassiker schreibt, dann sollte mich der Autor nicht wundern:))

16.12.2017 19:26 Uhr - JasonXtreme
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Jawollja, die Wertung halte ich, werter Kollege! Geiler Film mit gut aufgelegtem Beluschi... Geheimtipp!? Also der is doch bei Filmfans durchaus bekannt, dachte ich? :-)

16.12.2017 21:46 Uhr - NoCutsPlease
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Vielen Dank, liebe Leser und Schreibkollegen! :)

Ash:
Dann greif dir "The Principal" bei Gelegenheit! Deine Hand hat schon einmal die richtige Haltung eingenommen.

Pratt:
Ja, mit der zweckmäßigen Charakterisierung habe ich auch auf die Klischees angespielt.
Als Geheimtipp sehe ich den Film nicht unbedingt, denn er ist schon recht bekannt, wenn auch etwas in Vergessenheit geraten.

Ghost:
* zwinker

Jason:
Ja, der Film kam insbesondere in den späten 90ern/frühen 2000ern recht oft im Free-TV. War so ein Kandidat, der am Wochenende gern nach 22:00 gesendet wurde.

16.12.2017 21:50 Uhr - dicker Hund
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Inzwischen zuletzt 8 mal 8 Punkte vom Ungeschnittenen: Daraus folgt die Qual der Wahl. Wenn ich einen Videothekentitel in der Hand halte und mich dann erinnere oder auf Nachschau feststelle, dass der von Dir besprochen wurde, wird das mehr und mehr zum Argument;-)

16.12.2017 23:38 Uhr - Insanity667
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Ihhhh...

Da geht man 9 Monate auf Standby und hofft, bei einem weiteren schäbigen Comebackversuch durch die Hintertür haben die anderen etablierten Autoren mittlerweile qualitativ schon das Handtuch geworfen, damit der Weg zum Review-Olymp für mich endlich frei ist... und dann DAS!

Nein, Ernst beiseite:
Deine Rezi, die altbekannte und vertraute Wortgewandtheit und dein Gespür für Ausgewogenheit an Infos und persönlicher Einschätzung hat mir, wie immer, sehr gut gefallen. Da weiß man, was die letzten Monate so ein bisschen gefehlt hat. Der Film ist bekannt, hat von mir aus der Erinnerung heraus auch seine verdienten 8/10 bekommen und lag eine Zeit lang sogar mal auf VHS (aus dem TV... VOX glaube ich... aufgenommen) vor.

Witzigerweise habe ich erst letztens wieder "187 - Eine tödliche Zahl" gesehen und an DIESEN Film gedacht, aber nicht mehr gewusst, wie er heißt und mich eine halbe Stunde lang dumm und dämlich gegooglet! :D Der sollte vielleicht mal wieder angeschafft werden!

17.12.2017 02:07 Uhr - Horace Pinker
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Wie gewohnt sprachlich hochwertiger und inhaltlich kompetenter Filmtipp aus dem Hause NoCuts. Von The Principal habe ich vorher noch nie gehört und auch von den erwähnten Genrekollegen habe ich bisher nur die Klasse von 1984 gesehen, also ein weiterer Bereich in dem bei mir wohl noch Nachholbedarf besteht ;)

17.12.2017 14:27 Uhr - Tom Cody
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Eine Kritik auf dem gewohnt hohen NCP-Niveau.
Den Film habe ich damals sogar im Kino gesehen - herrje, ist das lang her. Damals hat er mir recht gut gefallen, aber an allzu viele Details kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Bleibt also nur "Ginkobil Ratiopharm" oder eine erneute Sichtung (wohl eher das zweite).

Wenn man überlegt, was für Schrottfilme manchmal auf Bluray erscheinen (teilweise sogar noch als Mediabook), wäre eine BR-Veröffentlichung hier eine echte Alternative.

17.12.2017 17:46 Uhr - NoCutsPlease
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User-Level von NoCutsPlease 23
Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 11.595
Da schaut man mal einen knappen Tag nicht hier rein und dann gibt es dermaßen viel Feedback zu lesen und zu kommentieren.
Thank you very much! :)

Wuff:
Freut mich, dass du so oft mit dabei bist und ich dir bei der Titelauswahl behilflich sein kann, auch wenn ich nur recht selten im Horrorbereich unterwegs bin (was nicht unbedingt daran liegt, dass ich wenig Horror schaue, sondern eher daran, dass hier bereits so viele Horrortitel ausführlich besprochen wurden).

Insanity:
Schön, dass du wieder da bist!
Die Auffrischung der Erinnerung kann ich nur empfehlen und die Parallelen zu "187" sind mehr als deutlich.

H.P.:
So ist das nun einmal, jeder hat in anderen filmischen Bereichen seinen Wissensvorsprung.
Freue mich schon darauf, wenn du mir wieder einen Titel aus Fernost nahebringst, den ich noch nicht kenne.

Tom Cody:
Den hast du sogar im Kino gesehen, na das ist mit 30 Jahren wahrlich eine ganze Ecke her!
Der Notwendigkeit einer Blu-Ray-Veröffentlichung stimme ich natürlich voll und ganz zu.

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