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Ghostfacelooker
Level 14
XP 3.536
Eintrag: 23.12.2017

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Bright

Herstellungsland:USA (2017)
Genre:Action, Drama, Fantasy, Krimi, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,33 (12 Stimmen) Details
inhalt:
In einer alternativen Realität leben magische Gestalten unter uns und 2 Cops werden auf den Straßen von L. A. in prophezeite Straßenkämpfe hineingezogen. Mit Will Smith.
eine kritik von ghostfacelooker:

Der Dunkle Lord wird zurückkehren und nach den Herzen der Orks greifen.

Nein wir sind nicht in Herr der Ringe und auch bestimmt nicht in Harry Potter. Wir befinden uns in einer unbestimmten Zeit, die im fiktiven Los Angeles ungefähr zweitausend Jahre nach dem ersten Krieg gegen den Dunklen Lord spielt.

Einer Zeit, in der Elfen keine großherzigen Weisen sind, sondern überwiegend versnobte Reiche, denen die Welt gehört und in der Tinker Bells Sippschaft fiese kleine, geflügelte Nervensägen sind, die eine Moskito ähnliche Plage darstellen.

In dieser Zeit ist das Bad Boy Duo der zweifelhaften Märchenwelt, Will Smith und Joel Edgerton, die zwei Cops unterschiedlicher Spezies geben. Während Smith eine Mischung aus seinen Rollen in Bady Boys und Independence Day abliefert, gibt Edgerton den schüchternen Ork Mischling, der aufgrund seiner Herkunft von der eigenen Gemeinschaft gemieden und gemobbt wird.

Wir befinden uns aber mit der Story auch nicht in einer alternativen Alien Nation-Spacecop L.A 1991 Adaption, obwohl das ungleiche Paar schon an James Caan und Mandy Patinkin erinnern kann.

Smith (Bad Boys) alias Daryl Ward, ist genervt, teilweise vom Leben, aber im Moment ganz besonders von seinem neuen Partner und einzigem Ork-Cop in L.A, Nick Jakoby, alias Edgerton (King Arthur). Dazu kommen private Probleme und die Abneigung der Kollegen des Departements gegen den Ork, da man Orks als vermeintliche Sympathisanten des Dunklen Lords und somit bei dessen Wiederkehr als treue Gefolgsleute erachtet.

Somit kann man der Netflix Produktion Bright, schon mal eine sozialkritische Tiefe unterstellen, da der Film einerseits zwar fiktive Rassendiskriminierung thematisiert, diese aber mit all dem Hass und der damit verbundenen Gewalt, respektive der Nichtakzeptanz der Rasse schon durchaus in aktuelle Aspekte unserer Zeit mit hineinspielt, nur das eben Zugehörigkeit und oder Hautfarbe variabel durch Orks ersetzt werden.

Der Genremix aus vielen filmischen Themen, funktioniert aber auch auf simpleren Ebenen des Films wie roher Gewalt und deren teilweise expliziten Darstellung, oder zynischem Humor, sowie emotionalem Drama, das sich in den Dialogen zwischen Ward und Jakoby widerspiegelt.

Für die Actionelemente sorgen hierbei größtenteils die Inferni, einer Gruppe abtrünniger Elfen, die nichts weniger im Sinn haben als die Welt zu erobern oder sie dabei zu zerstören, natürlich nicht bevor sie den Dunklen Lord wieder zum Leben erweckt haben.

Angeführt werden sie von Leilah, die nicht die liebe gute Dame aus dem Clapton Song ist und alle verzaubert, sondern eine, alle die ihr in die Quere kommenden in den Arsch tretende Elfe die von Noomi Rapace dargestellt wird. So kaltblütig und gleichzeitig sexy androgyn in einem, hat man sie bestimmt selten gesehen.

Der Begriff Bright, ist nicht nur der Titel der facettenreichen, blutigen Harry Potter Variante, ohne den kindlichen Schnickschnack, sondern ein Synonym für Zauberer. Aber nicht nur einem beliebigen Zauberer, sondern einem Unikat in der magischen Welt, der als einziger die Macht hat den Wand, einem magischen Zauberstab, zu halten und zu führen, denn sonst pulverisiert der Wand jeden, der ihn berührt, was in einer Szene sehr süffisant von Ward kommentiert wird und auch im Trailer zu sehen ist.

Der Wand (ja ein wirklich kreativer Name und hört sich auf Denglisch natürlich ultramystisch an), ist natürlich nicht nur ein Zauberstab, sondern gleichzeitig eine Art Sinne vernebelnde Wunderlampe, die Wünsche erfüllt, nicht aber ohne vorher die Gier derer in ihrem Einflußbereich anzukurbeln was auch der Grund ist, warum ab einem gewissen Zeitpunkt im Film alle den Wand und unsere beiden Cops jagen.

Dazwischen hat man noch ein Das fünfte Element Abklatsch namens Tikka eingeflochten, die von Lucy Fry überwiegend desorientiert und kryptisch nuschelnd gegeben wird, aber doch einen Schlüsselmomente im Film zugeschrieben bekommt.

Die Settings und die Figuren des Films dürften jeden Fantasyfan zufrieden schmunzeln, falls nicht sogar ob der skurrilen Storyline jubeln lassen, vorausgesetzt man konnte sich für genannte Filme begeistern.

Man könnte aber auch anführen, dass die Produktion zu viel von allem will und nur im Fahrwasser bekannter Blockbuster zu fahren sucht und dabei die eigenständigen Akzente im Film ignorieren und die zynischen Dialoge nur als Alibi sehen um gesellschaftliche vorhandene Klüfte und Klischees zu kaschieren.

Egal wie man es sehen will, der Storymix bietet genug Potential und Hintergrund seiner eigenen Welt, um einige Teile hervorbringen zu können, die hoffentlich in ähnlich hoher Qualität und Umsetzung wie dieser Film fortgeführt werden.

Trotzdessen möchte ich aufgrund der Möglichkeiten der Geschichte diesen zwar guten Auftakt, selbst aber nur mit einer neutralen Wertung versehen, nicht weil er nicht unterhalten würde, sondern weil es noch soviel zu erfahren gäbe, dass man nur hoffen kann er bleibt kein vermeintlicher Pilotfilm einer Saga, die dann doch nicht weitergeführt werden würde.

Nachtrag zur Meldung vom 05.01.2018:

https://www.schnittberichte.com/ticker.php?ID=4482

Der Film wird weitergeführt und es bleibt mir nun zu sagen, dass ich mir wünsche, das die offenen Fragen des Auftakts beantwortet werden und man sich für eine bestimmte Richtung des Films entscheiden sollte, denn nur Copthriller oder Fantasyfilm sind das Rezept, das auf Dauer interessant sein dürfte. Hieße also düsterer Grundton oder phantasievolle Action! Man darf gespannt sein

5/10
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Kommentare

23.12.2017 04:59 Uhr - Tom Cody
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Na, wenn sich Netflix da mal, bei geschätzten 90 Mio. Dollar Produktionskosten, nicht noch ein wenig weiter in die roten Zahlen reitet. Macht jetzt bei ein paar Milliarden auch nichts mehr.

Sehr interessante und gutgeschriebene Kritik. An "Alien Nation" musste ich beim Lesen der Story auch sofort denken (PS: Der Schauspieler heißt Mandy Patinkin).

Bei einer Bluray-Premiere würde ich vielleicht mal einen Blick riskieren. Aber da dieser Film wohl auch wieder nur über Netflix zu sehen sein wird, komme ich diesbezüglich sowieso nicht in Versuchung.

23.12.2017 07:56 Uhr - Necron
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Von dem "Netflix" Weltwunder hört man z.Z. ja so einiges. Die 5/10 scheint dem gerecht zu werden, da das alles so eher gemischt klingt was durch Netz schwirrt. Deine Review klingt dafür sogar noch sehr wohlwollend-fair positiv, was mich weiterhin neugierig macht, gerade in Bezug auf den Stoff und das Potential. Auf Scheibe würde ich dem Film eine Chance geben. Mal gucken ob das aber auch möglich sein wird, mein Vorposter merkt dazu ja bereits etwas an...

23.12.2017 09:44 Uhr - Ghostfacelooker
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23.12.2017 04:59 Uhr schrieb Tom Cody
Na, wenn sich Netflix da mal, bei geschätzten 90 Mio. Dollar Produktionskosten, nicht noch ein wenig weiter in die roten Zahlen reitet. Macht jetzt bei ein paar Milliarden auch nichts mehr.

Sehr interessante und gutgeschriebene Kritik. An "Alien Nation" musste ich beim Lesen der Story auch sofort denken (PS: Der Schauspieler heißt Mandy Patinkin).

Bei einer Bluray-Premiere würde ich vielleicht mal einen Blick riskieren. Aber da dieser Film wohl auch wieder nur über Netflix zu sehen sein wird, komme ich diesbezüglich sowieso nicht in Versuchung.


Danke dir habs ausgebessert. Ganz ehrlich eine Bluray, falls es eine gäbe nur im Sonderangebot^^^^^^dazu sind einfach zu viele lose Stränge übrig.

23.12.2017 09:50 Uhr - Ghostfacelooker
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23.12.2017 07:56 Uhr schrieb Necron
Von dem "Netflix" Weltwunder hört man z.Z. ja so einiges. Die 5/10 scheint dem gerecht zu werden, da das alles so eher gemischt klingt was durch Netz schwirrt. Deine Review klingt dafür sogar noch sehr wohlwollend-fair positiv, was mich weiterhin neugierig macht, gerade in Bezug auf den Stoff und das Potential. Auf Scheibe würde ich dem Film eine Chance geben. Mal gucken ob das aber auch möglich sein wird, mein Vorposter merkt dazu ja bereits etwas an...


Wie gesagt Potential ja aber andererseits das soviel Gas geben wollen und hier noch und da noch etwas in einem ohne das es wirklich abgerundet sondern vielmehr als Auftakt wirkt, ist mein Bedenken. Wenn weitere Teile folgen gut, ansonsten hat man was wie Seventh Son, wobei der im Vergleich noch
in sich geschlossen wirkt, bei dem man eigentlich auch mehr sehen will. Es wäre so als würde man bei Herr der Ringe nach dem Aufbruch der Gefährten abblenden und nicht mehr weiter erzählen^^

23.12.2017 12:18 Uhr - tschaka17
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Gute Kritik, werde meine Erwartungen dann definitiv runterschrauben. Wobei ich trotzdem nach dem Trailer noch ziemlich Lust auf den Streifen habe, irgendwie reizt mich das Thema einfach.

23.12.2017 12:25 Uhr - Ghostfacelooker
1x
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23.12.2017 12:18 Uhr schrieb tschaka17Gute Kritik, werde meine Erwartungen dann definitiv runterschrauben. Wobei ich trotzdem nach dem Trailer noch ziemlich Lust auf den Streifen habe, irgendwie reizt mich das Thema einfach.


Hatte keine definitive Erwartungshaltung da der Trailer mich schon sehr stark an Alien Nation erinnerte, die Magie usw ist eben Bonus. Wenn es sowas wie z.B die ersten drei Star Wars Episoden wird, in der man mit diesem Teil einen Auftakt startet dann hat es definitiv mehr Reiz, aber der Film allein will meiner Meinung nach für sich allein, zu viel und mischt zu viel bereits gesehenes von Hellboy bis Harry Potter und Herr der Ringe

24.12.2017 10:58 Uhr - Insanity667
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So wie sich das liest, wird wohl die Luft da schnell wieder raus sein. Schade eigentlich, weil es anfangs ja doch gar nicht so verkehrt geklungen hat. Wie auch immer, schöne Rezi zu einem offensichtlich doch nicht so großen Wurf von Netflix.

25.12.2017 12:36 Uhr - Ghostfacelooker
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24.12.2017 10:58 Uhr schrieb Insanity667So wie sich das liest, wird wohl die Luft da schnell wieder raus sein. Schade eigentlich, weil es anfangs ja doch gar nicht so verkehrt geklungen hat. Wie auch immer, schöne Rezi zu einem offensichtlich doch nicht so großen Wurf von Netflix.


Wie gesagt floppt er für mich nur dann wenn es nicht weitergeführt werden würde, ansonsten könnte es eine gute Saga werden, weshalb ich auch die 5 nahm^^^^

26.12.2017 12:22 Uhr - Watchman013
Neugierig geworden durch dein ja eher verhalten begeistertes Review hab ich mir Bright heute Morgen zu Gemüte geführt. Will Smith gehört zwar nicht gerade zu meinen Lieblings Schauspielern, aber das SF- Fantasy Setting klang doch sehr interessant.
Was soll ich sagen, der Film hat mir tatsächlich , trotz der ja auch von dir schon erwähnten Schwächen, sehr gut gefallen. Für mich daher eher eine gute 7 , hoffentlich kommt da noch was nach!

26.12.2017 13:00 Uhr - Ghostfacelooker
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26.12.2017 12:22 Uhr schrieb Watchman013Neugierig geworden durch dein ja eher verhalten begeistertes Review hab ich mir Bright heute Morgen zu Gemüte geführt. Will Smith gehört zwar nicht gerade zu meinen Lieblings Schauspielern, aber das SF- Fantasy Setting klang doch sehr interessant.
Was soll ich sagen, der Film hat mir tatsächlich , trotz der ja auch von dir schon erwähnten Schwächen, sehr gut gefallen. Für mich daher eher eine gute 7 , hoffentlich kommt da noch was nach!


Danke und dieses Hoffen ist einerseits das was ich auch habe und andererseits eben genau der Punkt warum ich den Film neutral bewertet habe

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