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Necron
Level 3
XP 198
Eintrag: 25.12.2017

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Star Wars: Die letzten Jedi

(Star Wars: The Last Jedi)
Herstellungsland:USA (2017)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Fantasy,
Science-Fiction
Alternativtitel:Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
Star Wars: Episode VIII - Der letzte Jedi
Star Wars: Episode VIII - Die letzten Jedi

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,96 (38 Stimmen) Details
inhalt:
Nachdem Rey (D. Ridley) endlich Jedimeister Luke Skywalker (M. Hamill) gefunden hat, möchte sie ihn dazu bewegen, den Kampf gegen die Erste Ordnung aufzunehmen. Doch der Jedimeister ist nicht mehr der Mann der er einmal war und so arbeitet er nur widerstrebend mit der jungen Machtbegabten.
Währenddessen versucht General Leia Organa (C. Fisher), den Widerstand zu ordnen und gegen die Erste Ordnung vorzugehen. Unterstützung erhält sie dabei von Poe Dameron (O. Isaac), dem angesehensten Piloten des Widerstands und von Finn (J. Boyega), der für sie auf eine geheime Mission geht und einen mysteriösen Mann namens DJ (B. Del Toro) akquirieren soll. Gegenwind erfahren sie jedoch schon in den eigenen Reihen, denn Vize-Admiral Amilyn Holdo (L. Dern) hält nichts von Leias Konfrontationskurs und somit ist der Widerstand praktisch entzweit. Dem obersten Anführer Snoke (A. Serkis) kommt das gerade recht, denn er hat mehrere Ziele, die er so viel leichter verfolgen kann. Zuerst einmal will er seinen Schüler Kylo Ren (A. Driver) noch stärker in der Macht der Dunklen Seite schulen um ihn gegen den Widerstand zu nutzen. Außerdem will er Luke Skywalker, noch mehr jedoch Rey, in seine Gewalt bringen, denn in ihr sieht er das Potenzial, die Balance der Macht endgültig auf die Dunkle Seite zu ziehen und die Jedi ein für alle Mal auszulöschen ...
eine kritik von necron:

Hoffnungsträger Rian Johnson darf bei dem neuen „Stars Wars: The last Jedi“ ran. Der Mann hinter dem Ausnahme Indieklassiker „Brick“ (stärker als mancher Big Bugdet Film) und dem ebenfalls sehr guten Film „Looper“. Da kann doch eigentlich gar nichts mehr schief gehen? Oder etwa doch? Nicht gerade wenige Fans sind ja eher „not amused“. Rian Johnson hingegen kommentiert den Fanunmut damit das Kritik immer gerne zur Kenntnis genommen wird, aber er wie schon George Lucas eine Geschichte erzählen und keinen! Fanservice liefern wollte. Bis hierhin hatte ich den Film noch nicht gesehen, aber der Typ hat Eier und das ganze klang in meinen Ohren erstmal vielversprechend. Heute war ich dann final im Kino und so viel vorab, man kann kein Omelett machen ohne ein paar Eier zu zerschlagen.

Bombastische, emotional starke Star Wars Filmmusik, gesetzt. Hier hat man natürlich nichts anbrennen lassen. Die Effekte sind zudem gewohnt hochklassig. Auch da hatte ich zuvor keine wirklichen Bedenken. Riesige Walker, fulminante Großraumschiffe, Schlachten, Explosionen, alles XXL Bombast. Aber wie steht es mit den essentiellen Weltraummärchen Grundsäulen „Charakter(Entwicklung)“ und „Story“? Das sind hier die Fragen. Denn unter uns, ich finde die Effekte und das Blockbuster-Zeugs ja ganz ok (unabhängig der Qualität die hier hoch ist, keine Frage), aber mich lockt stets der ruhige Moment der Charakterzeichnung oder das dramatische, wie persönliche Lichtschwertduell zweier Hauptcharaktere hervor. Nebenbei, ich werde extra nicht spoilern, sondern mich mehr auf die jeweiligen Essenzen dahinter beziehen, was mir sowieso viel mehr liegt.

Mark Hamill als gebrochener und desillusionierter Luke Skywalker ist atemberaubend. Eine Mischung aus „Leck mich am Arsch“ Unbekümmertheit, stoischer Verdrossenheit und einem Restfunken jugendlichen Charme( wie man den jungen Luke noch in wohliger Erinnerung hat). Für mich ist nicht nur seine Darstellung dieses geschundenen Charakters ganz große Klasse, ich liebe auch diese Art der Charakter(Drama)Entwicklung im Gesamtkontext der Story. Von A bis Z war ich hier rundum begeistert und wurde auch so einige Male sehr angenehm überrascht. Adam Driver als ambivalenter Kylo Ren kommt gleich danach. Dieser Schauspieler ist einfach nur an seiner Rolle gewachsen seit „Das Erwachen der Macht“. In jedem Moment Leinwandzeit schafft er es den inneren Konflikt und die Zerrissenheit seines Lebens mit tiefgreifend (un)bewussten Gesichtsausdrücken dem Zuschauer herzschmerzlastig nahe zu bringen. Ganz großes Kino. In der Geschichte des Films geht sein Charakter auch auf, wie kaum ein anderer Charakter. Daisy Ridley als Rey bleibt dem gegenüber eher solide, was ok ist. Steht mehr oder weniger in seinem Schatten, könnte man sagen. Und das ist ein verdammt großer Schatten. Andy Serkis (stark mit Maske und CGI verändert) als Snoke hat diesmal auch seinen großen Auftritt. Und diese alleszentrale, wie monomentale Thronraumszene (in starkem, symbolträchtigem ROT) ist wirklich ein Glanzstück (der Höhepunkt des ganzen Aktes, könnte man sagen). Snoke ist überheblich, extrem stark und berechnend. Dazu innerlich auf irgendeine Art schlimm verletzt, was ihn in jeder seiner Szenen extrem gefährlich erscheinen lässt. Die Thronraumszene kanalisiert dann mehrere Charakterentwicklungen zu etwas neuen, wie auch altem. Ich selber hatte zuvor etwas anderes erwartet und wurde (mal wieder) überrascht. Abschließend angenehm überrascht, auch wenn ich meine Fanextrawurst nicht bekommen habe. Aber damit kann ich leben, solange das was stattdessen geliefert wird eine starke Leistung darstellt. Überhaupt spielt der Film mit den Erwartungshaltungen der Zuschauer und kann es sich bisweilen nicht nehmen lassen, nach einer geschickten Finte dem Zuschauer einmal ordentlich vor den Kopf zu stoßen. Der Story kommt das meiner Meinung nach (i.d.R.) zugute und hier wird auch keine verbrannte Erde hinterlassen.

Hier wird „der Funke Hoffnung“ in vielerlei Gestalt erzählt, und mit jeweils sehr persönlichen Schicksalen der Charaktere verwoben. Auch gesellschaftskritische Fragen werden halbwegs geschickt gestellt (z.B. wer kauft die Waffen, wer stellt sie her und verdient sich eine goldene Nase daran), auch wenn dies manchmal etwas arg plakativ wirken kann, aber nun gut. Jeder Charakter wird in diesem Rahmen eine sehr spezielle Projektionsfläche für Hoffnungen, Ängste, das ganze Shakespeare Drama Dings halt. Das was allem eine Bedeutung gibt. Und am Ende entsteht draus das herzliche Weltraummärchen, das wir alle so sehr lieben, seit Jahrzehnten.

Negative empfand ich die vielen teils schräg zusammenhängenden Handlungsplätze und die bisweilen etwas künstlich wirkende Grundgerüststory damit die Charaktere von A nach B müssen um C tun zu können. Hier hatte Star Wars schon immer wieder so seine Problemchen und die sind hier weiterhin vorhanden. Auch ist nicht jeder Handlungsstrang von gleichhoher Qualität. Der Handlungstrang mit Finn (immerhin routiniert mit einigem Herzblut runtergespielt von John Boyega) wirkt nur wie die zweite Wahl. Auch bleiben einige Nebencharaktere (Chewbacca z.B.) recht blass und eher unbedeutend. Sie sind halt „dabei“. Fertig. Mein Eindruck ist das die gigantische Überlänge (längster Star Wars Film bis jetzt) nicht noch weiter strapaziert werden sollte und hier einiges dem Schnitt zum Opfer gefallen ist. Gut, einen Tod muss man am Ende sterben.

Dem Humor stehe ich neutral gegenüber. Ein Gag zündet aus der Situationskomik heraus wie selbstverständlich, ein anderer Gang erscheint dafür arg billig und an den Haaren herbeigezogen. Unter dem Strich ein Nullsummenspiel? Naja, so oder so jetzt keine große Sache und kaum wert sich daran weiter aufzuhängen.

Ich zücke ganz tiefenentspannt und mit reinem Gewissen eine starke 8/10. Kein perfektes Meisterwerk, aber es werden meiner Meinung nach die richtigen Impulse gesetzt und an den richtigen Stellschrauben gedreht. Das ein oder andere kann man als Radikal empfinden, aber für meinen Geschmack nicht zu radikal, sondern immer noch in dem Grundrahmen den Star Wars für mich bietet. Dass dieser Film allerdings polarisieren wird, das verwundert mich nach meiner heutigen Sichtung jedenfalls nicht.

8/10
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Kommentare

25.12.2017 22:25 Uhr - Insanity667
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Haste es endlich geschaft, ja? Schön, dass er bei dir positiv weggekommen ist! :D Und das Kinoerlebnis direkt mit einer Rezension im unverwechselbar lockeren aber immer interessanten Necron-Style verdedelt, so muss das!

25.12.2017 23:44 Uhr - TheRealAsh
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Sehr schön geschrieben und schön, dass er dir auch gefallen hat, vor allem das mit Luke. Hamill steht seiner Figur ja auch kritisch gegenüber, aber Hamill war immer schon etwas seltsam.

Die Macht gleicht sich jedenfalls aus!

26.12.2017 00:27 Uhr - Insanity667
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Ich wage zu behaupten, dass vieles was Hamill sagt und tut purer Hype ist. Genauso wie Harrison Ford. :)

26.12.2017 08:32 Uhr - Necron
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Ich dank euch für das 1A Feedback. :)
Und lustig, das mit Hamill wollte ich ursprünglich sogar als Nebenbemerkung mit in die Review nehmen, habe es dann aber doch wegen zu sehr offtopic draußen gelassen. Es ist ganz klar auch meine Meinung, das Hamill halt "nur" der Schauspieler ist und vor allem anderen erstmal den Fans nach dem Mund redet. Und selber ist er ja irgendwo auch nur Fan. Kann ich ihm letztendlich auch nicht verdenken, aber ein Joda ist er deswegen noch lange nicht ;)

26.12.2017 09:41 Uhr - Tom Cody
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Sehr interessantes Review, worin du auch ziemlich treffend argumentierst, warum dir der Film doch noch so gut gefallen hat.

Und "Die letzten Jedi" wird auch weiterhin stark die Meinungen polarisieren. Für mich bleibt's eine etwas zwiespältige Angelegenheit. Die Stärken des Films stehen einigen eklatanten Schwächen gegenüber, gerade was das Drehbuch angeht, da Johnson hier zu viele Möglichkeiten leichtfertig verschenkt.

Würdest du mir denn zustimmen, dass der Film immer noch besser als die Prequel-Trilogie ist??

26.12.2017 10:42 Uhr - Necron
1x
User-Level von Necron 3
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26.12.2017 09:41 Uhr schrieb Tom Cody
Sehr interessantes Review, worin du auch ziemlich treffend argumentierst, warum dir der Film doch noch so gut gefallen hat.

Und "Die letzten Jedi" wird auch weiterhin stark die Meinungen polarisieren. Für mich bleibt's eine etwas zwiespältige Angelegenheit. Die Stärken des Films stehen einigen eklatanten Schwächen gegenüber, gerade was das Drehbuch angeht, da Johnson hier zu viele Möglichkeiten leichtfertig verschenkt.

Würdest du mir denn zustimmen, dass der Film immer noch besser als die Prequel-Trilogie ist??


Dank dir für dein tolles Feedback. :)

First things first. Wie angekündigt hatte ich kurz bevor ich mein Review schrieb auch noch deine Spoiler in deinem Review studiert. Ich habe auch völliges Verständnis für dein eher ernüchterndes Erlebnis.

Also bei der Prequel-Trilogie kommen wir aber nicht ganz zusammen, denn falls ich nichts missverstanden habe bist du eher nicht glücklich mit den Prequels (was ich verstehen kann).
Mir selber haben die Prequels (vom eher durchschnittlichen ersten Teil abgesehen) sehr gut gefallen. Insbesondere die dortige Charakterentwicklung und die durchtreibende Polit-Sith-Story. Teil 3 finde ich geradezu fulminant und das ist Star Wars wie ich es mir immer vorgestellt hatte, wenn in z.B. Episode 4 von den Clone Kriegen gesprochen wurde aber damals noch niemand so genau wusste was da abging.

Im Ganzen betrachtet stehe ich der (großen) Star Wars Saga sehr versöhnlich und wohlwollend gegenüber. Ich bin kein Effekte und CGI Fan, aber der Hochglanzlook der Prequels geht für mich in dem Kontext voll ok, das damals noch alles neu war und nicht "used Future" wie in Teil 4-6. Ich respektiere zudem einen Mann wie George Lucas dafür, das er einfach sein Ding macht. Die Prequels hatte er früher ja nur nicht zu Anfang gedreht, weil die technischen Möglichkeiten zu der Zeit es nicht hergaben.

Lange Rede, kurzer Sinn. Gerade Episode 2 und 3 zählen mit zu meinen Lieblingen. Trotz der Tatsache das ich mit den kultigen Episoden 4-6 aufgewachsen bin und diese ebenso sehr gerne habe.

Peace ;)

26.12.2017 11:14 Uhr - TheRealAsh
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Erfahrungspunkte von TheRealAsh 900
26.12.2017 00:27 Uhr schrieb Insanity667
Ich wage zu behaupten, dass vieles was Hamill sagt und tut purer Hype ist. Genauso wie Harrison Ford. :)


Dem stimme ich zu und würde ich noch hinzufügen, dass Hamill noch nie so richtig wusste, was gut für seine Karriere ist;-)

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