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Punisher77
Level 12
XP 2.485
Eintrag: 18.01.2018

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American Cyborg - Steel Warrior

(American Cyborg)
Herstellungsland:USA (1994)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Science-Fiction

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,33 (15 Stimmen) Details
inhalt:
Nach einem nuklearen Krieg: Cyborgs kontrollieren die übrig gebliebenen Menschen, die als Obdachlose, Mutanten oder optimistische Wissenschaftler ihr Dasein fristen. Letztere nehmen sich dem Problem der Unfruchtbarkeit aller Menschen an und finden die letzte zeugungsfähige Frau. Diese soll nun in das bessere Europa geschafft werden. Leider tötet ein Cyborg alle, die sie auf der Reise zum Schutz begleiten wollten. Die Frau macht sich alleine auf den gefährlichen Weg, bekommt unterwegs aber Hilfe von einem starken Kämpfer.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von punisher77:

                               AMERICAN CYBORG - STEEL WARRIOR

American Cyborg – Steel Warrior (1993) ist einer von zahlreichen kostengünstig produzierten B-Action/Science-Fiction-Filmen, die nach James Camerons Terminator 2 – Tag Der Abrechnung (1991) die Videotheken fluteten und in denen sich Cyborgs, Androiden und andere künstliche Wesen in postapokalyptischen Szenarien mit der überlebenden Menschheit herumbalgten. American Cyborg wurde von Boaz Davidson inszeniert, der aber weniger als Regisseur bekannt ist, sondern eher als Produzent von Actionkrachern wie John Rambo (2008), The Expendables (2010) oder Undisputed IV – Boyka Is Back (2017). Davidson drehte den Film in Tel Aviv für die Cannon Group Inc., die jedoch schon mit einem Bein im Grab stand – Menahem Golan hatte die Firma zum Zeitpunkt der Entstehung des Films bereits verlassen und American Cyborg gilt als der letzte Cannon-Film, der noch in die Kinos kam. Am American Cyborg-Drehbuch doktorten drei Autoren herum: Bill Crounse, Brent V. Friedman und Don Pequignot. Wer den Film gesehen hat, weiß, warum keiner dieser Herren Karriere in Hollywood machte …

Vor der American Cyborg-Kamera standen der damalige B-Actionfilmheld Joe Lara (Steel Frontier, 1995), sowie Nicole Hansen (Ash Tuesday, 2003), Sean Connery-Double John Saint Ryan (CIA II: Target Alexa, 1993) und Joseph  Shiloach (The Ambassador, 1984).

Die Zukunft sieht in American Cyborg – Steel Warrior mal wieder zappenduster aus. 17 Jahre sind seit dem nuklearen Krieg vergangen und die Menschheit wird von einer künstlichen Intelligenz tyrannisiert, die weder verwandt noch verschwägert mit Skynet aus den Terminator-Filmen (1984 – 2015) ist. Da die Menschheit ohnehin unfruchtbar und damit zum Aussterben verdammt ist, werden die Überlebenden am Leben gelassen … aber nicht ohne von schnauzbärtigen Cyborgs im Lederoutfit (John Saint Ryan) überwacht zu werden. Was die künstliche Intelligenz jedoch nicht weiß: Mit Mary (Nicole Hansen) existiert doch noch eine fruchtbare Frau, die einer Reaganzglasbefruchtung (!) zugestimmt hat. Den daraus entstandenen Fötus (!!) hat man darauf in eine Apparatur gepackt, die sich mühelos in einem Rucksack (!!!) transportieren lässt. Der Fötus soll nämlich zu einem Boot geschafft werden, das ihn nach Europa bringen soll, wo er zu einem richtigen Menschen gemacht werden soll. So weit, so gewagt, diese Idee. Doch plötzlich tritt der Leder-Cyborg auf den Plan und massakriert Marys Crew, so dass sie schnell so ziemlich allein darstellt. Doch dann taucht der einsame Krieger Austin (Joe Lara) auf, der Mary beschützt …

Inhaltlich gesehen ist American Cyborg – Steel Warrior eine ziemlich lachhafte Angelegenheit. Das Drehbuch ist aus Versatzstücken anderer (erfolgreicherer und besserer) Filme wie Terminator 1 & 2 (1984 & 1991) und Cyborg (1989) zusammengeklaubt und die Umsetzung durch Regisseur Boaz Davidson ist zum Teil an Schlampigkeit und unfreiwilliger Komik nicht zu überbieten. So ist der mordende Cyborg mit einer Schusswaffe gesegnet, deren Magazin niemals leer wird und vor die vor allem Menschen laufen, die geradezu darauf aus sind, sich erschießen zu lassen. Was allerdings seltsam ist: Ein Messerstich richtet an seinem Körper schwereren Schaden an als ein Treffer aus einem Raketenwerfer … und sein Lederoutfit scheint sich ebenso zu regenerieren wie der Rest seines Körpers. Was ebenfalls irritiert: Obwohl sich die Menschheit in einer postnuklearen Zeit mit all ihren negativen Begleiterscheinungen befindet, sieht die von Nicole Hansen dargestellte Mary stets aus wie aus dem Ei gepellt, so dass sie zu jeder Sekunde als Model posieren könnte und auch Joe Lara sieht mit seiner Matte und seinem Outfit viel zu gepflegt aus. Man könnte noch weitere Ungereimtheiten aufzählen, die es von der Anzahl her locker mit den Löchern in einem Käse aufnehmen können, aber das würde den Rahmen dieses Reviews sprengen.

Warum landet American Cyborg – Steel Warrior aufgrund dieser offensichtlichen Mängel nicht in den unteren Punkteregionen? Weil der Film trotzdem (oder gerade deswegen) Spaß macht! Der Streifen wird dadurch zwar nicht zum Klassiker oder zum wirklich guten Film, aber dafür zum exzellenten filmischen Fast Food-Happen für Zwischendurch, wie ihn so mancher Cineast (hoffentlich!) auch gern mal zu sich nimmt. Denn obwohl American Cyborg inhaltlich ziemlich flach ist und zudem äußerst stümperhaft umgesetzt wurde, hat der Film vieles, was heutigen Hollywood-Streifen fehlt. So ist – im Gegensatz zu vielen Hollywood-Blockbustern, die ihre Minimal-Plots unnötigerweise auf 140 – 160 Minuten künstlich aufblasen – nach 95 Minuten erfreulicherweise alles gesagt. Und im Gegensatz zu besagten Blockbustern kommen während dieser Spielzeit kaum Atempausen oder Leerlauf vor – American Cyborg ist im Grunde eine einzige Verfolgungsjagd. So gibt es zahlreiche Schießereien, Kampfszenen und Explosionen, die keine Langeweile aufkommen und darauf schließen lassen, worauf die Macher des Films das Hauptaugenmerk gelenkt haben. Viele dieser Sequenzen sind zudem schmissiger inszeniert als die Actionszenen in so manchem Streifen mit alternden Actionstars wie z.B. Steven Seagal (Alarmstufe: Rot, 1992), bei denen man versucht mit Doubles und schnellen Schnitten darüber hinwegzutäuschen versucht, dass es der Kämpfende nicht mehr bringt. Wem es vor allem auf Action ankommt, der wird hier ordentlich bedient.

Auch die Darsteller tragen ihren Teil zum Unterhaltungswert des Films bei. Joe Lara ist zwar schauspielerisch ebenso „talentiert“ wie seine Kollegen Chuck Norris (Missing In Action, 1984) oder Steven Seagal (Nico, 1988), macht aber nicht nur in den Actionszenen eine  gute Figur. Auch Nicole Hansen hinterlässt, wenn auch in erster Linie aufgrund ihres makellosen Aussehens, bleibenden Eindruck. Und auch John Saint Ryan als sich mit stierem Blick durch die „Handlung“ ballernder und kämpfender Killer-Cyborg schlägt sich (im wahrsten Sinne des Wortes) ganz ordentlich, wobei ihm seine Kenntnisse in Muay Thai zugute kommen.

Trotz allem ist American Cyborg – Steel Warrior kein „Must See“, sondern ein B-Science-Fiction-Actioner, der sich im gehobenen Mittelfeld bewegt. Als Genrefreund langweilt man sich sicher nicht, bekommt nach der Sichtung aber das Gefühl, das alles schon mal zigmal besser gesehen zu haben.

6/10
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Kommentare

18.01.2018 11:00 Uhr - sonyericssohn
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Den hab ich vor ewiger Zeit mal im Fernsehen begutachten können. Fand ich echt ned übel.

Klasse Kritik !

18.01.2018 14:42 Uhr - Insanity667
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Oha... Na mit Cyborgs kannst du mich eigentlich jagen. Da hatte ich noch nie wirklich einen Bezug dazu. Dein Review hab ich trotzdem genossen, wie immer! Saubere Arbeit!

18.01.2018 16:27 Uhr - dicker Hund
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Ich passe ebenfalls - nur beim Film, versteht sich, die Rezi ist klasse.

18.01.2018 23:47 Uhr - Punisher77
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Erfahrungspunkte von Punisher77 2.485
Vielen Dank :-). Es freut mich immer sehr, wenn User (meine) Reviews lesen und mögen, auch wenn ihnen der Film selbst nicht zusagt. Find´ ich super :-).

19.01.2018 16:32 Uhr - Insanity667
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Aber immer wieder gerne doch! :)

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