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Punisher77
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Eintrag: 03.01.2018

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Contract to Kill - Zwischen den Fronten

(Contract to Kill)
Herstellungsland:USA, Rumänien (2016)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,00 (5 Stimmen) Details
inhalt:
Als die CIA in Mexiko mehrere Terroristen festnehmen und verhören kann, erfahren sie von einem geplanten Anschlag auf die USA. Und getarnt als Drogentransporte fahren bereits Unbekannte die gefährlichen Waffen dafür ins Land hinein. Nun muss schnell und effektiv gehandelt werden, um das Schlimmste zu vermeiden. Spezial-Agent John Harmon (Steven Seagal) und sein Elite-Team sind dafür genau die Richtigen.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von punisher77:

                                              CONTRACT TO KILL

Im Jahr 2016 hat Steven Seagal seinem Ruf als Fließbandfilmer wirklich alle Ehre gemacht. Contract To Kill, inszeniert von Seagals Haus – und Hofregisseur Keoni Waxman, der auch das Drehbuch des Films verfasste, war der sechste (!) und letzte Film, für den der Ex-Alarmstufe: Rot-Star in diesem Jahr vor der Kamera stand. Dabei leisteten ihm u.a. Russell Wong (Lost In The Pacific, 2016), Jemma Dallender (I Spit On Your Grave 2, 2013), Sergui Costache (Mercenary: Absolution, 2015) und Mircea Drambareanu (Süskind, 2012) Gesellschaft. Für geschätzte zehn Millionen Dollar wurde Contract To Kill in Rumänien gedreht, wobei uns eingeblendete Ortsnamen verkaufen wollen, der Film spiele in Städten wie Istanbul oder El Paso. Business as usual also.

John Harmon (Steven Seagal) arbeitet für die CIA und die DEA. Seitdem er einen mächtigen Kartellboss in den Dauerschlafsaal verlegt hat, ist Harmon allerdings gezwungen, unter dem Radar zu fliegen. Doch dann wird er reaktiviert – Harmon soll gegen einen islamistischen Terroristen namens Ayan Al-Mujahid (Sergui Costache) vorgehen, der sich mit Drogenboss Jose Rivera (Mircea Drambareanu) verbünden will, um Waffen in die USA zu schmuggeln. Unterstützung erhält Harmon von der attraktiven Agentin Zara Hayek (Jemma Dallender) und dem Dronenpilot Matthew Sharp (Russell Wong) …

Contract To Kill ist – obwohl der Trailer einen zumindest soliden, unterhaltsamen Direct-to-Video-Actionfilm andeutete – ein weiteres formelhaftes, lustloses Steven Seagal-Vehikel. Niemand erwartet allen Ernstes eine Rückkehr zu Seagals glorreicher Karriereperiode von 1988 – 1997/2001, aber selbst hartgesottene Fans, die ihrem immer dicker werdenden Idol auch nach dieser Zeit noch die Treue hielten und dafür immerhin einige passable DTV-Streifen wie Urban Justice (2007), Deathly Weapon (2008), Driven To Kill (2009) oder The Keeper (2009) serviert bekamen, können mit einem Fließbandprodukt wie Contract To Kill nicht zufrieden sein.

Das Problem ist, dass der Streifen einfach lieblos dahingerotzt wirkt, in der Hoffnung, dass die Marke „Seagal“ immer noch ausreicht, um genügend Leute zum Kauf oder Leihen dieses Films zu bewegen. Und ganz ehrlich: Die Marke „Seagal“ ist mittlerweile ziemlich abgenutzt. Während sich Seagal von den späten Achtzigern bis Mitte der Neunziger Jahre noch voller Elan in seine Projekte zu stürzen schien (Von divenartigen Verhaltensweisen wie ständigen Verspätungen abgesehen…) und selbst bei einigen seiner DTV-Filmen viel Arbeit in die Choreographie der Kampf – und Actionszenen investierte, hat man bei Filmen wie Contract To Kill das Gefühl, dass Seagal und seine Crew die Dreharbeiten so schnell wie möglich hinter sich bringen wollten, um sich angenehmeren Dingen zu widmen. Kaum jemand vermittelt diesen Eindruck so deutlich wie der Hauptdarsteller selbst. Seine Dialoge nuschelt er im O-Ton lieblos vor sich hin, sein Outfit ist das gleiche wie seit Jahren und in den (spärlichen) Kampfszenen vollführt er seit gefühlten Ewigkeiten die gleichen Moves, ohne dabei einen Treffer vom Gegner zu kassieren. Und um Seagals Defizite (Alter und Leibesfülle) zu kaschieren, arbeitet Keoni Waxman – unterstützt von Cutter Trevor Mirosh – mit zahlreichen verwackelten Nahaufnahmen und hektischen Schnitten, was schon längst nicht mehr darüber hinwegtäuschen kann, dass er schon lange nicht mehr so fit ist wie z.B. sein (zugegebenermaßen) jüngerer Konkurrent Jean-Claude Van Damme (Bloodsport, 1987), über den sich Seagal in der Vergangenheit mehr als einmal respektlos geäußert hat. Da wirkt es umso (unfreiwillig) komischer, dass sich in Contract To Kill gleich mehrere deutlich jüngere Damen dem beleibten Aikido-Kämpen an den Hals werfen.

Aber auch das von Waxman ersonnene Drehbuch macht es dem Zuschauer nicht leicht, den Film zu mögen. Schon die Ausgangssituation (Ein islamistischer Terrorist will mit Hilfe eines Drogenbosses Waffen in die USA schmuggeln???) klingt schon etwas abenteuerlich, aber auch sonst steckt das Skript voller Ungereimtheiten: Wie kann Harmon so einfach das Auto eines Kartellbosses stehlen, ohne dass dieser etwas davon bemerkt und warum schneiden Gangster einer gefangenen, kampferprobten FBI-Agentin so mir nichts, dir nichts die Fesseln durch? Und wie kann sich diese – einfach so – im wahrsten Sinne des Wortes – ein Messer aus dem Ärmel schütteln? Fragen über Fragen.

Auch die Schauspieler bieten eher durchwachsene Leistungen. Während Jemma Dallender als attraktive wie schlagkräftige Agentin überzeugt und Russell Wong das beste aus seiner mittelprächtigen Rolle als Dronenpilot macht, wirken die Schurkendarsteller klischeehaft und wenig bedrohlich, was insbesondere für Sergui Costache gilt, der als pausbäckiger Terrorist eher putzig als skrupellos wirkt.

Fairerweise muss man sagen, dass Contract To Kill nicht alles falsch macht. So weist der Plot des Films (trotz einiger Mängel) doch noch den einen oder anderen guten Einfall auf – z.B. wie Harmon und sein Team versuchen, den Terroristen und seinen Partner gegeneinander auszuspielen. Und auch der Showdown ist ganz ordentlich – da in den ersten zwei Dritteln nur sehr wenig Action geboten wird, wirkt es geradezu befreiend, wenn zum Finale die Knochen krachen, Schüsse pfeifen und das Blut spritzt. Und da Waxman – wie bereits erwähnt – mit schnellen Schnitten und hektischen Nahaufnahmen arbeitet, kann man davon ausgehen, dass Seagal hier sogar selbst Hand angelegt hat  – auffällige Doubles wie in vielen seiner anderen Filme sind (von einer Sequenz, die mir aufgefallen ist) nicht zu erkennen. Auch das ist schon eine kleine Sensation.

Contract To Kill ist vielleicht kein 1/10-Kandidat, aber bei weitem kein guter Film, im Gegenteil.  Dank des Showdowns und der Performance von Jemma Dallender bewegt sich Contract To Kill im unteren Mittelfeld. Seagals Leistung kann man am besten als lustlos bezeichnen, die Action vor dem Showdown ist nicht der Rede wert und auch das Drehbuch ist – was die Logik angeht – ziemlich fragwürdig. Man darf gespannt sein, wie lange Seagal so weitermachen kann, denn der Fakt, dass er innerhalb eines Jahres in sechs (!) Filmen auftreten kann, lässt auf eine treue wie zahlreiche Fangemeinde schließen, zumal mit China Salesman ein weiterer Film, in dem Seagal mitwirkt, fertiggestellt ist. Attrition befindet sich in der Postproduktion und mit Above The Law 2 wird sogar eine Fortsetzung von Seagals hervorragendem Debut angekündigt. Man darf gespannt sein...oder auch nicht.

 

4/10
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Kommentare

03.01.2018 09:52 Uhr - NoCutsPlease
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Gut zu wissen, dass du im neuen Jahr bzw. nach deiner längeren Schreibpause noch genauso gut in Form bist wie zuvor. :)
Das kann man von Stevie hingegen nicht behaupten!

03.01.2018 10:03 Uhr - dicker Hund
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Mein Avatar mag Seagal inzwischen, ich bin mir da nicht so sicher. Dieser hier interessiert mich nicht die Bohne, warum, habe ich jetzt ja nachlesen dürfen;-)

03.01.2018 10:49 Uhr - Punisher77
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Vielen Dank für Eure netten Kommentare.
Der gute Steven ist ja schon länger außer Form und ich frage mich, wann der Tag kommt, an dem die Leute, die sich immer noch für seine Filme interessieren, das auch sehen. Ich bin´s nämlich mittlerweile auch leid...

03.01.2018 11:10 Uhr - WeltraumkarateKaktus
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Absolut gute Rezi, gewohnt vom 77. Frank Castle.

Habe mir gestern erst wieder „Nico“, „Hard to Kill“ und „das Brooklyn-Massaker“ angeschaut...
Wo sind diese schönen Zeiten hin...


„Contract To Kill ist vielleicht kein 1/10-Kandidat, aber bei weitem kein guter Film, im Gegenteil. Dank des Showdowns und der Performance von Jemma Dallender bewegt sich Contract To Kill im unteren Mittelfeld.“

Hm, bei einem Film mit Seagal (den ich schon lange aufgegeben habe) in der Hauptrolle ist das für mich Grund genug, dem Film eine 1/10 zu geben!

03.01.2018 12:08 Uhr - Punisher77
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Vielen Dank, Weltraumgott. Tja, die schönen Zeiten sind dahin und kommen nicht wieder :-( ...

Dass der Film bei mir noch `ne 4/10 bekommt, liegt daran, dass es wirklich schwer ist, mich derartig zu enttäuschen und ich versuche, auch noch dem größten Quatsch noch etwas Positives abzugewinnen. Ich glaube, ich habe erst ein 1/10-Review geschrieben und das war zu "In Der Gewalt Der Zombies".

03.01.2018 12:21 Uhr - Insanity667
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03.01.2018 12:08 Uhr schrieb Punisher77 Ich glaube, ich habe erst ein 1/10-Review geschrieben und das war zu "In Der Gewalt Der Zombies".


Der hat es aber auch echt verdient...
Schlüssige Review zu diesem offensichtlich nicht so schlüssigen Streifen. :) Gut, dass im Gegensatz zum Glimmerman, die Karriere von Mr. Castle noch nicht so geschunden ist! :D

03.01.2018 12:34 Uhr - WeltraumkarateKaktus
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In der Gewalt der Zombies? 😂 was zum ist das denn? Irgendwas italienisches? Aus der Zombieitalien - Trash - Ära? 🤔

03.01.2018 13:04 Uhr - Punisher77
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Vielen Dank, Insanity!

@Weltraumgott:
Ja, das ist ein italienischer, sagenhaft schlechter Zombiefilm. Im Gegensatz zu "Zombies Unter Kannibalen" oder "Die Hölle Der Lebenden Toten" kein Film, der so schlecht ist, dass er schon wieder gut ist, sondern einfach nur üble Zeitverschwendung...

03.01.2018 14:04 Uhr - Horace Pinker
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Gewohnt tolle und aufschlussreiche Besprechung Punisher, den Wunsch diesen Film anzusehen habe ich jedoch nicht. Der neueste von mir gesichtete Seagal Film ist der recht durchschnittliche Maximum Conviction und auch allgemein besteht meinerseits kein gesteigertes Interesse an seinen neueren Werken.

03.01.2018 14:56 Uhr - Punisher77
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Danke, Horace,
wenn Dir "Maximum Conviction" schon nicht gefallen hat, kannst Du von diesem Film hier getrost die Finger lassen.

03.01.2018 16:10 Uhr - cecil b
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Wie gewohnt geschickt einen Eindruck vom Film gegeben!

Und nebenbei auch ein kleines Statement, in Richtung eines Helden, der sich wohl nicht mehr auf seinen ganz kleinen Lorbeeren ausruhen kann. ;)

03.01.2018 20:07 Uhr - Punisher77
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Danke, Cecil!

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