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Necron
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Eintrag: 02.01.2018

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Buffy - Im Bann der Dämonen

(Buffy The Vampire Slayer)
Herstellungsland:USA (1997)
Genre:Action, Horror, Drama, Fantasy
Alternativtitel:Buffy: The Vampire Slayer - The Series

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,97 (23 Stimmen) Details
inhalt:
Buffy (Sarah Michelle Gellar) geht in dem beschaulichen Städtchen Sunnydale zur Schule. Nachts jagt sie Vampire und andere Dämonen. Als einzige ihrer Generation ist Buffy auserwählt, das Böse zu bekämpfen. Freunde helfen ihr dabei. Es gibt viel zu tun in Sunnydale - dem Tor zur Hölle.
eine kritik von necron:

Gleich vorweg, vor Jahren hatte ich bereits eine Buffy Review verfasst und objektiv war die „ok“. Allerdings kann ich mittlerweile auf acht komplette Serien Durchläufe zurückschauen und ein umfangreiches Studium an weiterführenden Comics und Fachliteratur zu der Serie. Rundum habe ich Informationen zu der Serie über die Jahre aufgezogen wie ein Schwamm, was mich jetzt so auf Pi mal Daumen an die 1000 Stunden bringt die ich mich mit diesem Phänomen beschäftigen durfte. Mit dem nötigen Abstand will ich versuchen, jetzt noch einmal eine bessere Review zu verfassen, die ganzheitlich alle relevanten Elemente mit einfließen lässt, die der Stoff hergibt.

Autor, Produzent und Regisseur Joss Whedon (Firefly, Avengers) ist der Mastermind hinter der Serie „Buffy the Vampire Slayer“, welche 7 Staffeln umfasst und nach dem Ende der TV Serie (lief von 1997-2003) dann in Form von offiziellen Comic Staffel weitergeführt wurde, heute angekommen bei Staffel 11. Joss Whedon hat ein Faible für starke Frauencharaktere, was er stets auch ganz offensiv zu vertreten weiß. Vor der Serie Buffy lieferte er ein Drehbuch für den Film „Buffy the Vampire Slayer“ aus 1992, doch das fertige Ergebnis war so niederschmetternd für Joss Whedon (er konnte kaum fassen war aus seinem Drehbuch da alles verdreht worden war), das er danach meinte sein Traum wäre untergangen. Als er dann doch noch die Gelegenheit bekam selber bei einer Serie Hand anlegen zu können, konnte er sein Glück kaum fassen. Bei dem Casting Prozess fiel dann die Wahl auf eine noch sehr junge Sarah Michelle Gellar (Eiskalte Engel) als Hauptdarstellerin Buffy. Auch wenn es gerade gegen Ende der Serie einige nicht so wohlwollende Kontroversen um Hauptdarstellerin Sarah Michelle Gellar und ihrem angekratztem Verhältnis zu der Serie und Joss Whedon gab, so kann man festhalten, das Gellar zu dem Zeitpunkt die Idealbesetzung gewesen ist und mit einem intensiven, wie ernsthaften Spiel die Rolle der Buffy über den Verlauf der Serie hinaus geprägt hat. Gellar war dafür bekannt und teilweise auch gefürchtet sich geradezu pedantisch im Vorfeld auf ihre Rollen vorzubereiten. „What would Buffy do?“ wurde zu einem geflügelten Wort unter der damaligen Zielgruppe, jungen, heranwachsenden Mädchen. Auch wenn man die Serie als für jedermann geeignet einstufen darf, dazu aber später noch mehr. Neben Gellar wurden noch weitere sehr gute Casting Entscheidungen getroffen, z.B. mit Alyson Hannigan (American Pie) als Buffys beste Freundin Willow. Alyson Hannigan ist in ihrem Genre Bereich einfach eine Klasse für sich und schafft es ihrer Figur zugleich etwas verletzliches, schüchternes, aber auch Beängstigendes zu verleihen. Insbesondere im Hinblick auf ihre fein abgestufte Entwicklung als Charakter vom staksigen Nerd hin zur mächtigen Hexe. Nicholas Brendon als Xander sticht als völlig unerfahrener Schauspieler positiv hervor, denn mit viel Einsatz und Herzblut schafft er es seinen Charakter als unsicheren, wie leicht großmäuligen Xander auf den Punkt genau zu treffen. Als erfahrener Schauspieler ist Anthony Steward Head dabei, als Buffys Wächter Giles, was der ganzen Gruppe an jungen Schauspielern als Ruhepol nur zugutekommt.

Die Story der Serie ist auf den ersten Blick der Kampf Gut gegen Böse, wo Buffy als namensgebende Vampirjägerin die bösen Monster verhaut. Aber wie schon der Name Buffy ist auf den zweiten oder manchmal auch erst dritten Blick das Ganze dann doch etwas anders gelagert. Joss Whedon wählte den Namen Buffy als absichtliche Farce. Manchmal wird dieser Umstand auch direkt in der Serie thematisiert „Was ist das denn für ein Name? Buffy!“ Laut Whedon viel ihm kein blöderer Name als Buffy ein. Der Zuschauer soll hier bereits angeregt werden, hinter diesen ersten Vorhang zu sehen. Denn Joss Whedon wird nicht umsonst als der neue Shakespeare bezeichnet. Alles bzw. das meiste in der Serie sind Metaphern. Und an dieser Stelle sollte diese Review jetzt Fahrt aufnehmen. Für mich selber haben sich manche Metaphern erst nach mehrmaligen Durchläufen der Serie und/oder durch das Studium entsprechender Fachliteratur ergeben. Es gab einen Zeitpunkt (um 2000), da war Buffy das Medium in Film und Fernsehen wo die meisten wissenschaftlichen Arbeiten drüber verfasst worden waren. Heutzutage ist dieser Stand zwar überholt, aber dennoch bemerkenswert wie ich finde. Da einige dieser Arbeiten allerdings von Vollblutfans verfasst worden sind (Buffy gibt es in den USA auch als Studienfach nebenbei) ist ein gewisser Hype um diese Arbeiten allerdings mit Vorsicht zu genießen. Das Wort Fanboy ist nicht umsonst teilweise ein Schimpfwort. Die Arbeiten die ich Stichprobenartig gelesen habe, waren dennoch sehr sachlich und technisch nüchtern verfasst, aber wir sprechen hier über Stichproben, denn alle Arbeiten zu lesen wäre selbst für mich Wahnsinn.

Schwerpunkt wieder auf die angesprochenen Metaphern. Die Monster in der Serie stehen für die inneren/äußeren Dämonen und Ängste der Freunde. Alles ist mit einer tieferen Bedeutung versehen. Es geht dabei meistens um die zentralsten Themen, wie Freundschaft, Verrat, Erwachsenwerden oder die erste Liebe. Die Botschaft dabei ist, die High-School ist die Hölle. Alles sind Metaphern. Dadurch dass dann die Freunde zusammenstehen und die Monster bekämpfen, überwinden sie auch ihre Probleme, quasi indem sie diesen einen Pflock ins Herz treiben. Joss Whedon gab den Ängsten und Zweifeln junger Menschen, Zähne und Klauen, wie einer seiner Wegbegleiter einmal zitiert worden ist. Die filigrane Charakterentwicklung geht mit über in diesen Malstrom aus Metaphern. Alles steht jederzeit direkt oder indirekt in Verbindung. Dieses emotionale, Metaphern- geschwängerte Geflecht steht dabei konstant unter Hochspannung. Zieht man nur an einem einzigen Faden, fängt alles an zu schwingen. Buffy muss z.B. lernen das ihr neuer Boyfriend nach der entscheidenden Nacht sich in ein Monster verwandelt hat. Dies tut er plastisch zwar wirklich, aber die Metapher dahinter ist die Angst jedes jungen Mädchens, das der auf den ersten Blick tolle Freund auf einmal zum Riesenarschloch mutieren könnte, hinterher. Und es wäre nicht Joss Whedon wenn dieser schwere emotionale Tiefschlag fein eingebettet wird, in eine zerbrechliche, herzzerreißende Charakterentwicklung, wovon sich der Hauptcharakter noch nicht Staffeln über Staffeln später jemals richtig erholt haben wird. Stoischer Trotz, Verleugnung, Unfähigkeit, Wut, Trauer, Lügen, Flucht, Hoffnung, Erlösung, erneute Zweifel, Zurückweisung, Freunde verstehen es, verstehen es nicht. Der Zuschauer wird auf eine hoch emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen. Die Charaktere sind dabei im Rahmen der Serie dermaßen in sich selbst glaubhaft und liebenswert (jeder auf seine Weise), das Widerstand Zwecklos erscheint. Man leidet mit, man freut sich zusammen mit den Freunden. Und man hält den Atem an, wenn ein Charakter dramatisch, wie tragisch, aus dem Leben gerissen wird. Erfolge müssen die Freunde bisweilen mit großen Opfern erkaufen. Nichts ist umsonst. Freunde können zu Feinden werden und Feinde zu Freunden. Und dann nochmal die Rolle Rückwerts. Endgültige Erlösung, muss wenn sie denn ernsthaft gesucht wird, mit viel Schmerz und Leid erkauft werden. Und auch dann noch ist nichts wie es einmal zuvor gewesen ist. Eine Serie mit Gedächtnis. Und während die Serie weiter fortschreitet, kommen alle immer mehr aus ihren Kinderschuhen hinaus. Die Highschool ist vorbei. Auch wenn Buffy noch nie eine leichte Serie war, so weht spätestens mit Staffel vier ein anderer Wind. Gegen Ende der Serie wird dann das Leben an sich der Feind, bzw. eine übergreifende Metapher dafür, was aus Menschen wird und wie sie sich teilweise entfremden. Die Monster werden dann z.T. selber erschaffen. Und wenn dann alle scheitern und keine Muskelkraft mehr hilft um das drohende Ende abzuwenden, dann kann vielleicht doch noch ein offenes, wie entwaffnendes Herz auf der Zunge einen rettenden Ausweg bieten. Die kleine Rede auf die ich hier anspiele, einmal im O-Ton zitiert: "The first day of kindergarten, you cried 'cause you broke the yellow crayon and you were too afraid to tell anyone. You've come pretty far, ending the world-not a terrific notion. But the thing is, yeah, I love you. I love crayon-breaky Willow, and I love scary, veiny Willow. So, if I'm going out, it's here. If you want to kill the world, then start with me. I've earned that." Dieser Yellow Crayon Moment wurde später z.B. in der Serie „Supernatural“ von Fans erwartet und schließlich auch dann von den Machern der Serie thematisiert.

Als weiterer Vorhang oder sagen wir Layer, benutzt Joss Whedon sehr schlaue und kecke Dialoge, die in der damaligen Zeit herausragend gewesen sind. Gerade für diese Dialoge, der Wortwitz, wurde die Serie damals gerne in den Medien positiv hervorgehoben. Es war kaum zu glauben das solche Worte aus dem Mund eines Teenagers kommen können. Der Englische O-Ton ist hier natürlich zu empfehlen, aber nicht jeder ist in Englisch sattelfest genug. Dann geht natürlich (mit einigen Abstrichen) auch die deutsche Synchronisation in Ordnung. Ganz klar nicht perfekt, aber als Kompromiss, denn ich möchte an so einer Stelle nicht totalitär fordern die Serie bloß nur im Englische O-Ton zu gucken. Für die Medien damals war es natürlich ein leichtes sich auf diese tollen Dialoge zu stürzen, weil dann die teils schwierigen Metaphern nicht behandelt werden mussten. Geschickt führt Whedon hier die Medien selbstentlarvend einmal vor, ohne dass diese es überhaupt merken. Und um dem ganzen dann noch die Krone aufzusetzen, machte Whedon als Reaktion auf die Loblieder auf die Dialoge eine Folge in der vierten Staffel (Hush), wo fast ausschließlich auf Dialoge verzichtet wurde. Bei Kritikern fand diese Folge sehr großen Anklang, denn die Situationskomik der Freunde ohne Stimmen, ist wirklich zum Brüllen. Joss wollte einfach noch nie nur den typischen Serien Einheitsbei an Würstchen rausdrehen, was er mit so einer Aktion nur noch einmal deutlich zu unterstreichen weiß.

Weiterer, weiterer Vorhang, ja ich weiß. Die Serie nimmt sich gleichzeitig so ernst, wie sie sich selber auch nicht ernst nimmt. Eine doppelte Ambivalenz Metapher auf das teils sehr widersprüchliche Verhalten von Charakteren, oder sagen wir besser Menschen. Menschen lernen dazu, aber verhalten sich doch dann wieder ganz anders, was ihre Mitmenschen bisweilen in den Wahnsinn treibt. Allgemein werden immer wieder gerne Klischees in der Serie aufgegriffen und ins Gegenteil verkehrt, oder sie werden stattdessen bedient. Buffy kann neben ihrer Rolle als quasi weibliche Superheldin auch sehr oberflächlich sein und sie liebt möglichst plakatives shoppen. Der Zuschauer wird dabei nur zu gerne mit bisweilen widersprüchlichen Dingen konfrontiert. Sicherheit oder Garantien gibt es nicht. Auch wird auf der einen Seite gerne mal Fanservice durch den Charakter Spike, gespielt durch James Marsters, betrieben, nur um es dann wieder zu demontieren und einzureißen. Manchem Fan wurde das im Verlauf der Serie dann doch irgendwann zu bunt, weshalb man ruhig behaupten darf, dass ein Riss durch die Buffy Community geht. Ab Staffel 6 wurde alles sehr viel düsterer und der Ton an sich veränderte sich immer weiter. Joss Whedon betreute aus Zeitgründen die Serie (sein ultimatives Baby) auch nur noch aus der zweiten Reihe heraus und überließ die Arbeit schwerpunktmäßig seinem handverlesenen Team an Leuten. Hier insbesondere zu nennen: Marti Noxon. Noxon wird immer wieder gerne von der Seite einiger Fans vorgeworfen, die Serie an die Wand gefahren zu haben und insbesondere zu rücksichtslos, wie respektlos mit den von den Fans geliebten Charakteren umgegangen zu sein. Der Ausdruck Spuffy kann da den einen oder anderen Fan schon zur Weißglut treiben. Und Joss Whedon werfen eben diese Fans dann gerne noch zusätzlich vor, das er es so weit hat kommen lassen. Ich selber konnte so einen Bruch keineswegs erkennen, als ich Buffy zum ersten Mal gesehen habe von Staffel 1-7. Die Serie entwickelt sich konstant weiter. Das war aber von Vorneherein so gedacht gewesen. Ich vermute an dieser Stelle, dass einige alte Fans bei dieser Entwicklung einfach irgendwo auf der Strecke geblieben sind und jetzt ihrem Ärger Luft machen. Ich vermute es wohlgemerkt, keine Feststellung, das steht mir nicht zu. Mir persönlich hat Staffel 6 z.B. mit am besten gefallen, da die Fallhöhe einiger Charaktere dermaßen hoch ist. Es ist eine solche Herzschmerz und opfervolle Metapher auf das Leben an sich, ich muss diese Staffel einfach lieben, ob oder gerade weil dort so gnadenlos mit den Charakteren verfahren wird.

Da es sich bei einer Serie, wie bei einem Film, um ein visuelles Medium handelt, muss ich jetzt aber auch mal ein fettes Minus zücken. Die Effekte sind schlecht. Punkt. Das Budget war stets sehr klein und Joss Whedon musste sehen wo er bleibt, bei dem Erzählen seiner Geschichten. Seine Entscheidung war allerdings immer lieber zu drehen, als es nicht zu drehen, was bedeutet, das echt miese CGI und Masken Effekte einsetzt worden, um z.B. abgedrehte Monster oder Settings dazustellen. Von Seiten der Fans wird hier gerne entkräftend vorgebracht, dass wenn man ins Theater (Whedon=Shakespeare, Augenzwinker) geht, auch nicht die Pappkulisse ausschlaggebend sei. Auf der einen Seite sehe ich es zwar auch so und die Metapher auf die gesamte Serie Buffy und was Joss uns damit erzählen möchte ist auch irgendwie clever-passend, aber auf der anderen Seite haben Leute Ansprüche gerade an ein solch visuelles Medium wie Film und Serie. Ergo, das kann man drehen und wenden, wie man will, es bleibt ein dickes Minus. Ich kenne selber Leute, die gucken Buffy nur aus diesem einen Grund nicht, was mir noch einmal unmissverständlich diesen negativen Punkt vor Augen führt. Musikalisch (kleines Plus für das treibende Intro) oder bei der Inszenierung (teilweise spannende Kamerafahrten) gibt es dafür nichts groß zu bemängeln, solider Serienstandard. Die Kampf Choreographin sollen damals sehr gut gewesen sein, heute wirkt es allerdings leicht angestaubt, was aber sicherlich mit den sich geänderten Sehgewohnheiten zu tun haben dürft. Die Serie hat ja immerhin vom Start gerechnet jetzt über 20 Jahre auf dem Buckel.

Ich vergebe nüchtern und mit einigem Abstand eine völlig unaufgeregte 9/10. Wenn man dieser Serie eine Chance gibt, insbesondere auf die oben beschriebenen Metaphern und Charakterzeichnungen bezogen, dann kann Buffy eine wahre Goldgrube sein.

 

Fun Fakt:

2003 waren Buffy Charaktere mehrfach in der Top 10 vom SFX Magazin, selbst 2013, 10 Jahre nach Ende der TV Serie, landen Buffy auf Platz 4 und Spike auf Platz 5. Diese Aussage steht für sich wie ich finde. Was Joss Whedon da an Charakteren erschaffen hat, wogegen ein Darth Vader z.B. abfällt (bei der Abstimmung) ist bemerkswert.

9/10
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Kommentare

02.01.2018 19:41 Uhr - Ghostfacelooker
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Bäh Buffy genauso eklig süss wie die drei Hexen, aber man(n) hat sie damals, da es nach Twin Peaks, zwischen Parker Lewis, dem texanischen Cowboyhut, der den Roundhousekick nicht ohne 5 verschiedene Kameraeinstellungen mehr zu schaffen pflegte und Renegade (beide Hauptdarsteller sind mir bei heute ein Graus, ja ich meine Norris und Lamas) irgendwie doch nichts besseres gab, gesehen.

Gott sei dank kam dann endlich Lost und Supernatural, deren Methaphorik mir wesentlich besser gefällt und weniger girlymäßig ausgerichtet ist. Aber da du ja auf kleine Mädels stehst, was sich aufgrund der Reviews immer deutlicher erklärt^^^^ wundert mich diese Affinität zur Serie von dir kaum.

Wäre die Serie, die wirklich nur wegen Giles halbwegs gut war und durch den wie hieß der Twilight Ableger doch gleich? ach ja Kelly Family´s Angel! alias David Boreanaz zur völligen Soap verkam, nur halb so gut wie dein Review gewesen, liefe sie heute noch!

02.01.2018 20:06 Uhr - Insanity667
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Hahaha, sehr gut! :)
Eine echt umfangreiche und gelungene Vorstellung!
Ich hab "Buffy" bis auf Staffel 6 und 7 (weil es halt angesagt war und ich teilweise gezwungen wurde) nie wirklich verfolgt, fand aber die Figuren und die Story damals ganz passabel. Heute kann ich aber kaum noch etwas damit anfangen... Ich finde, vor allem die Inszenierung und die Effekte sind schlecht gealtert... Aber es gibt schlimmeres. :P

02.01.2018 22:03 Uhr - Necron
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Ich dank euch für das umfangreiche Feedback. :)

@Ghostfacelooker
"Kelly Family´s Angel! alias David Boreanaz" ich musste echt lachen, sehr gut ;)

@Insanity667
Nur ne 2/7tel Serie geschaut, du Schlingel. ;)
Ja, das mit den schlecht gealterten Effekten ist so eine Sache...

02.01.2018 22:36 Uhr - Insanity667
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Hey, zumindest hab ich mir später noch mal die Mühe gemacht, mich über Zusammenhänge zu belesen. :D Und ein paar Schlüsselfolgen sogar noch auf DVD nachgeholt. (Stichwort Glory vs. Dawn vs. Buffy)

02.01.2018 23:37 Uhr - Tom Cody
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Wow, formidable Rezension zu einer (damals) heißgeliebten Serie, die komplexer und vielschichtiger war, als es zunächst den Anschein hatte.

Der etwas biedere Boreanaz war immer dann am besten, wenn er als seelenloser "Angelus" dem Affen Zucker gegeben hat. Ich konnte damals leider erst ab Staffel 3 einsteigen, weshalb ich den überraschenden Umschwung in Staffel 2 erst später zu sehen bekam.

Eine mehr als ungewöhnliche Idee war z.B. auch die der Musical-Episode, was einige andere Serien später kopiert haben.

Die möglicherweise düsterste und schockierenste Episode (die auch als ein Highlight der neueren TV-Geschichte gilt) ist „The Body“ (Season 5, Ep. 16). Der Tod einer wichtigen Figur kommt hier absolut überraschend, völlig ohne übernatürliches Zutun und wirkt darum umso beängstigender und deprimierender.

Was mich damals extrem gestört hat, war die miserable deutsche Synchronisation (glücklicherweise bekam ich die meisten Folgen vorher im Original auf VHS). Diverse Gags und vor allem Zitate, Anspielungen bzw. Hinweise auf „pop culture“ wurden hierzulande gnadenlos wegsynchronisiert.

Als zusätzlich störend empfand ich, dass die Stunt-/Martial Arts-Doubles von Sarah Michelle Gellar bzw. David Boreanaz oft mehr als deutlich zu erkennen waren.

Ich glaube, ich müsste mir die Serie noch mal ansehen um zu überprüfen, wie sehr der Zahn der Zeit an ihr genagt hat (ich musste letztens erschrocken feststellen, wie schlecht zum Beispiel „The Running Man“ gealtert ist!).

PS: Als Sekundärliteratur fand ich SEHR lesenswert: "Seven Seasons of Buffy - Science Fiction and Fantasy Writers discuss their Favorite Televison Show" und "Joss Whedon - The Complete Companion - The TV Series, the Movies, the Comic-Books and More"

03.01.2018 08:27 Uhr - Necron
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Und weiter geht's, top :)

@Insanity667
Du bist hiermit entschuldigt ;)
...Spaß, schon mal eine gute Entscheidung die Schlüsselfolge aus Staffel 5 zu sehen ohne die Staffel 6 zu Beginn kaum Sinn macht. Alles richtig gemacht :)

@Tom Cody
Auf deinen Kommentar als alter Buffy Fan hatte ich bereits gewartet ;)
Kann das alles so nur unterschreiben.
"The Body" ist phantastisch realistisch, wo Joss Whedon den Tod seiner eigenen Mutter verarbeitet und "Once more with Feeling" ist sogar meine Lieblingsepisode und liegt als Musical Folge deutlich über dem sonstigen Produktionsstandard einer normalen Folge.

Bei der Sekundärliteratur kann ich noch einwerfen:
"Fighting the Forces" - "Whats at Stake in Buffy the Vampire Slayer"

03.01.2018 15:57 Uhr - cecil b
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Ich bin ganz ehrlich: Ich habe die Review nicht komplett gelesen, da das Thema nicht meins ist. Aber ich habe viel gelesen, und was ich gelesen habe, fand ich einfach super. Deine Schreibe ist einfach schön, und dein Herzblut ist übertragbar. Durch dich kommen auch ungewohnte Vorstellungen zu Tage. ;)

Ich erinnere mich noch bestens an deine frühere Variante, die im Grunde auch so schön war. Aber die Schwerpunkte und der Informationsgehalt sind diesmal noch ausgeglichener. ;) An die Diskussion damals kann ich mich auch erinnern. ;) Gut, dass jetzt alles irgendwie seinen Platz gefunden hat.

03.01.2018 16:37 Uhr - Insanity667
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03.01.2018 08:27 Uhr schrieb Necron
Und weiter geht's, top :)

@Insanity667
Du bist hiermit entschuldigt ;)
...Spaß, schon mal eine gute Entscheidung die Schlüsselfolge aus Staffel 5 zu sehen ohne die Staffel 6 zu Beginn kaum Sinn macht. Alles richtig gemacht :)


Da hab' ich ja nochmal die Kurve gekriegt! Ich habe natürlich schon ein bisschen mehr von Staffel 5 gesehen, als nur das Finale. :P Aber ich hab nicht annährend so in der Materie gesteckt! :)

03.01.2018 17:27 Uhr - Necron
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@cecil b
Sehr liebes Feedback, dank dir. :)
Und witzig das du dich sogar noch an die alte Variante und die damaligen Diskussionen erinnerst...
Ergo, jetzt passt alles.

@Insanity667
;)

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