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Ghostfacelooker
Level 15
XP 3.680
Eintrag: 03.01.2018

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Offline - Das Leben ist kein Bonuslevel

(Offline)
Herstellungsland:Deutschland (2016)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Komödie
Alternativtitel:Offline: Are You Ready for the Next Level?

Bewertung unserer Besucher:
Note: 1,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Die meiste Zeit seines Lebens ist JAN (17) gar nicht Jan, sondern der wagemutige Krieger FENRIS (Level 69) und einer der besten im Fantasy-Game „Schlacht um Utgard“. Er bereitet sich gerade auf das anstehende Online-Turnier die „Ragnarök“ vor, als er auf einmal aus dem Spiel geworfen wird und panisch begreift, dass er von einem anderen Spieler, dem düsteren Magier LOKI (Level 70) gehackt wurden. Damit beginnt für ihn die größte Quest seines Lebens – in der echten Welt! Auf seiner turbulenten Reise, um seine digitale Identität zurück zu bekommen, trifft er auf viele analoge Hindernisse, schrecklich reale Gegner und die durchgeknallte KARO… „ein Mädchen!“
eine kritik von ghostfacelooker:

Ich weiß nicht, was es manchmal ist, daß mich, trotz der inneren Agonie, und obwohl ich meist, bis auf die Eberhofer Krimis, den ersten Fack yu Schil..ähm Göthe und der aktuellen Serie Dark, eines Besseren belehrt werde, immer mal wieder zu deutschen Produktionen zieht.

In diesem Fall ist es ein, für meinen Geschmack, kläglicher Versuch einer deutschen Version von Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt, in dem man animierte Sequenzen aus der Gamewelt, im Film zu visuellen Verdeutlichung der Emotionen oder Beweggründe der Protagonisten einsetzt um diese zu verdeutlichen, der leider nicht über das KIKA Jugendserienniveau herauskommt.

Grundsätzlich ist die Idee, ein, in der heutigen Zeit des virtuellen Überflusses diesen in einer abhängigen Form, fortwährend konsumierendes Teenagelbalg wieder zurück in die echte Welt zu führen, ja gar nicht schlecht und man hat, um diesen Nerd-Status optisch darzustellen auch einen sehr schüchternen Protagonisten gewählt, der jedoch mit den immer gleich erschrocken wirkenden glupschäugigen Ausdruck mehr Mitleid als Sympathie erweckt.

Moritz Jahn, hier als Jan, ist das Abziehbild eines verklemmt wirkenden Teenagers, der durch alle drei Dekaden des letzten Jahrhunderts immer gleich geblieben wäre und für die Art Jugendlicher gestanden hätte, die immer von den vermeintlichen Schulhofraudies in die Mangel genommen worden wären.

Dementsprechend ist der einzige Aspekt warum man ihm eigentlich in diesem Film folgen wollen würde, der, einerseits herauszufinden wie oft der Knabe wohl scheitern wird und anderseits jener sich selbst bestätigen zu können, dass man mit der Einschätzung der Figur recht behalten würde.

Hier zeigt sich auch eine weitere, deutliche Parallele zum amerikanischen Film, der einen Versager jedweden Geschlechts auf ein Abenteuer schickt, denn in all diesen Beiträgen wächst der Darsteller und zeigt sein schauspielerisches Können, indem er den Loser anfangs vorzugeben hat, um dann schlussendlich als Held zu erstrahlen.

In dieser Rat Pack Produktion, die für viele deutsche Kinofilme verantwortlich zeichnet (unter anderem Die Welle oder Der Wixxer) bleibt Jahn, als Jan, konstant bei seinem Level.

Selbst die virtuellen Highlights, die man ihm aus dem Spiel Risen 3, respektive unterstützt durch selbige Gamerschmiede Piranha Bytes, an die Hand gibt oder ihn quasi dadurch als virtuellen Helden ausstattet, lassen ihn schauspielerisch nicht hochleveln.

Hätte ich seine Darbietung in DARK, nicht noch sympathisch gefunden, wüsste ich nicht ob ich den Film nicht nur allein des Review wegens durchgehalten hätte, wäre nicht Mala Emde als Karo dazugekommen.

Meiner Meinung nach ist sie ein wirkliches Nachwuchstalent des deutschen Films, auch wenn sie hier eine quirlig überdreht wirkendes Gamergirl, namens Karo mimt. In vielen Stellen, trägt sie Jahns dahinplätschernde Darbietung, die er mit dem angesprochenen Gesichtsausdruck immer wieder vergeblich zu steigern sucht, und lässt ihn dadurch besser aussehen. Sie ist auch die, die ihm Gegensatz zu ihm facettenreichere Emotionen in Mimik und Gestik zu bieten hat, was meiner Meinung nach nicht an der punkigen Rolle des Films liegt.

Einen weiteren Vergleich, den sich dieser Jugend und Kinderfilm zu amerikanischen Beiträgen gefallen lassen muß, ist der Teil des Spiels selbst, denn wer die Simpsons Folge 17 der Staffel 18 Marge Online kennt, der entdeckt auch hier deutliche Parallelen, besonders im Hinblick auf den Bösewicht des Films Loki, der die virtuellen Charakter von Jan und Karo hackt, um sie von dem jährlichen Turnier Ragnarök des Spiels Utgard abzuhalten.

Dies ist auch gleichsam die gesamte Handlung des Films und man folgt also den beiden, die ihre virtuellen Egos wieder zurückbekommen wollen, durch die reale Welt. Die Moral und der gleichsame Beweggrund Loki´s, alias Hannes Wegener, den man am Ende des Films im Dialog mit Jan erfährt, hat durchaus einen wahren Kern, bedenkt man die Tatsachen der globalen Vernetzung und der fragwürdigen Möglichkeit heute mit einer virtuellen Währung bezahlen zu können, die keinerlei Gegenwert besitzt.

Das im Film konzipierte Ende, dürfte alle Gamer und Youtube-Nerds begeistern, hat man doch als Kommentatoren, des Turniers zwei namhafte „Größen“ der virtuellen Szene engagiert; Rizzo und Sarazar, die sich natürlich selbst spielen und eine Art Wrestling Kommentarstil an den Tag legen. Hätte ich damals nicht TV total gesehen, würde ich nicht einmal wissen wer die beiden sind.

Insgesamt gesehen ein Film, für den ich entweder zu altbacken bin, oder der mir einfach zu sehr nach dem erneuten Versuch erscheint, an amerikanischen Vorbildern anknüpfen zu wollen, ohne deren Niveau erreichen zu können.

1/10
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Kommentare

03.01.2018 16:51 Uhr - Insanity667
2x
DB-Helfer
User-Level von Insanity667 10
Erfahrungspunkte von Insanity667 1.555
Von manchen Dingen sollten wir Deutschen in Sachen Kino einfach die Finger lassen. Dein Review bringt das mal wieder sehr schön auf den Punkt... klingt nach einem echten Reinfall. Wenn sowas wie "Bibi und Tina" offensichtlich noch besser ist, na dann gute Nacht!

03.01.2018 17:48 Uhr - DriesVanHegen
User-Level von DriesVanHegen 5
Erfahrungspunkte von DriesVanHegen 343
Ein Werk, von dessen Existenz ich bis jetzt nichts wusste und garantiert auch schnell wieder vergessen werde.
Dieses ganze Ge-YouTube und Let's Playe werde ich nie verstehen können.
Einziger Pluspunkt scheint ja zu sein, dass die sympathischen Piranha Bytes in Form von Risen 3, was zwar auch eher mäh war, auftauchen :D

03.01.2018 18:15 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 15
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 3.680
03.01.2018 16:51 Uhr schrieb Insanity667Von manchen Dingen sollten wir Deutschen in Sachen Kino einfach die Finger lassen. Dein Review bringt das mal wieder sehr schön auf den Punkt... klingt nach einem echten Reinfall. Wenn sowas wie "Bibi und Tina" offensichtlich noch besser ist, na dann gute Nacht!


Ich kann zwar nicht für jeden Geschmack garantieren, aber auf den Film kann man getrost warten bis er im TV kommt

03.01.2018 18:44 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 15
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03.01.2018 17:48 Uhr schrieb DriesVanHegenEin Werk, von dessen Existenz ich bis jetzt nichts wusste und garantiert auch schnell wieder vergessen werde.
Dieses ganze Ge-YouTube und Let's Playe werde ich nie verstehen können.
Einziger Pluspunkt scheint ja zu sein, dass die sympathischen Piranha Bytes in Form von Risen 3, was zwar auch eher mäh war, auftauchen :D


Danke aber der echte Pluspunkt an dem Film ist Mala Emde^^^^ die könnte mal eine größere deutsche Schauspielerin wie Berben oder so werden wenn die so weiter macht

03.01.2018 19:22 Uhr - NoCutsPlease
2x
DB-Helfer
User-Level von NoCutsPlease 22
Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 10.965
Unterhaltsamer Verriss aus einäugiger Perspektive! :)
Da der Online-Wahn zum Teil mittlerweile schon so weit um sich greift, dass YouTube ernsthaft als Arbeitgeber bezeichnet wird, hätte man aus dem Ding sicher eine starke Satire machen können.

03.01.2018 20:02 Uhr - Ghostfacelooker
2x
User-Level von Ghostfacelooker 15
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 3.680
03.01.2018 19:22 Uhr schrieb NoCutsPleaseUnterhaltsamer Verriss aus einäugiger Perspektive! :)
Da der Online-Wahn zum Teil mittlerweile schon so weit um sich greift, dass YouTube gar als Arbeitgeber bezeichnet wird, hätte man aus dem Ding sicher eine starke Satire machen können.
^

Nachdem ja auch dortige Rezensenten als versierte Kritiker gesehen werden wundert mich nichts mehr^^^^

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