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kokoloko
Level 9
XP 1.001
Eintrag: 08.01.2018

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Lifeforce

A Christmas Prince

Herstellungsland:USA (2017)
Genre:Liebe/Romantik

Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,50 (2 Stimmen) Details
eine kritik von kokoloko:

The A Christmas Prince drinking game is a fair amount of drinking. Even more so if players know their romance movie tropes. This movie goes perfectly with a few drinks because it sort of looks like that’s what the writers did when making the movie. So let’s all get in the spirit of the season the way Jesus and Santa intended, by getting loaded.

A christmas prince

Auf "A christmas prince" aufmerksam geworden bin ich tatsächlich durch die Facebook-Verlinkung eines Buzzfeedartikels, der ausnahmsweise mal wirklich unterhaltsam war und köstliche Beschreibungen dieser grauenhaften Trashkanone enthielt, die mich doch direkt gehypt haben - scheinbar handelte es sich um den besten und schlechtesten Film des Jahres.

Und da dem nun so war, hat der Film, von dem ich vorher nur wusste weil ich ihn auf Netflix auf der Startseite gesehen habe, den ich aber freiwillig normal natürlich nie gesehen hätte, dann tatsächlich meine volle Euphorie und Erfahrung abbekommen, denn warum nicht mal wieder einen totalen Trainwreck sehen, einen Film zum drüber lustig machen, dann noch mit Weihnachtsmusik - und natürlich dem Trinkspiel.
Da der Film ja scheinbar voll ist mit vorherhsehbaren Szenen, Wiederholungen und Klischees war mir klar, dass es wohl sehr schnell erste Trinkspielregeln gegeben haben muss und siehe da: NATÜRLICH gab es bereits genau das, wonach ich gesucht habe:

Summary
Players will drink for all the clunky dialogue and plot points in this movie.


Perfekt!

A Christmas Prince Drinking Game Rules
Drink once every time


Amber stutters or says the wrong word

Amber, unsere Hauptdarstellerin, die etwas von Zooey Deschanel in blond hat, ist die Journalistin für ein hippes, cooles neues Magazin in dessen Büro im Hintergrund auf dem aktuellen Cover einfach nur "Popsinger" steht, und schafft es durch Zufall, weil sie im Schloss rumstolpert und es in Königshäusern ja üblich ist, irgendwelche Leute die sich nicht ausweisen können, einzustellen, prompt zur neuen Tutorin der gehbehinderten, jungen Emily gemacht, logisch.

Drink again if she blatantly blows her cover like saying her real name, or that shes from New York, and nobody seems to notice.

Dass die eigentliche Tutorin aus Minnesota stammen soll und Amber direkt sagt dass sie in New York studiert, dass sie immer wieder offensichtlich zeigt dass sie keine Ahnung von Mathe oder irgendwas Richtung Tutorin hat und sich abseits davon unprofessionell af verhält, scheint dabei aber niemanden zu stören - allein das verlegene stottern und dieser Punkt sorgen dabei schon für ein paar Drinks, aber noch nichts weltbewegendes.

Emily insults or threatens someone

Emily jedenfalls ist dann die jüngere Schwester des perfekten Ultramenschen Prince Richard, zu dem ich gleich komme. Sie hat eine äußerst nachvollziehbare, emotionale, süße, aber auch lustige Charaktertiefe bekommen, da sie zwar reich ist und im Königshaus lebt und immer böse und frech ist zu anderen Menschen, mit teils herrlich ungerechtfertigten banter und rüden Bemerkungen, insgeheim aber doch nur geliebt und anerkennt werden will und auch ganz verletzlich ist - Mensch, schlimm aber auch.

Someone says “Prince Richard”

Aber kommen wir zum He-Man 2017, zum erst mit Bart asozial-gestresstem, ohne Bart aber makellos und perfektem, charismatischem, reitendem und bogenschießendem Prince fucking Richard, dem Playboy des Jahrtausends, der JEDES Jahr bei der Rede zu spät kommt, weil er lieber noch mit den armen Waisenkindern im Schnee spielt, kein Witz!  Prince Richard ist unser Schwarm, Übergott und hat eigentlich keinen eigenen Charakter sondern nur alles von seinem Vater bekommen, aber dazu kommen wir später...

Amber stares longingly at Richard

Abseits davon jedenfalls, dass er menschlich der Wahnsinn ist und verdammt oft genannt wird im Film, sieht er natürlich auch aus wie Man of the year 2018 himself, weshalb schauspielerische Unbedarftheit beim Überbringen kitschgetränkter Zeilen über den doten Vadder großzügig übersehen werden dürfen - und was zudem dafür sorgt, dass unsere toughe Supijournalistin natürlich immer wie ein trauriger Hund in die Gegend guckt, wenn er irgendwo in der Nähe ist - zu diesem Zeitpunkt, nur mit diesen paar Regeln, hätte man schon ein eher harmloses, aber noch ganz nettes Trinkspiel - aber, aber...

Amber takes a picture

*click* *Schluck* - *click* *Schluck* - Iphones sind immer noch in und Journalismus heißt durch fremde Räume stolpern und alles, teils sehr aufdringlich, auffallend und unangenehm, fotografieren. Prost!

Prince Richard shows off another one of his charming and attractive qualities (Fighting wolves, Shooting arrows, Playing with kids, sexy snowball fights, etc…)

Halleluja, langsam kommen wir auf Temperatur!  Denn da Prince Richard Perfektion in Menschengestalt ist, gibts natürlich massig Szenen in denen er intelektuell, moralisch, menschlich, oder auch einfach körperlich ordentlich angeben darf und da das dann gerne noch mit einer der anderen Regeln gekreuzt wird, sind wir hiernach schon gut bei ein paar Schlückchen alle paar Minuten.

A Christmas song or jingle starts

H-HEY LEUTE, HAB ICH EIGENTLICH SCHON ERWÄHNT DASS ES SICH UM EINEN WEIHNACHTSFILM HANDELT?! - Heilige Scheiße ne, nie hat ein Film sich hartknäckiger und eindeutiger selber verkauft, "Weihnachten" nicht zum lustigen Sidekick oder Setting, sondern gruseligem Leitmotiv gemacht, das in irgendeiner Form, sei es "nur" durch die omnipräsente Deko, oder aber durch das Wort "christmas", oder aber durch eine Geste oder Erzählung, zeitliche Anmerkung, was auch immer, in nahezu JEDER Szene sein muss! Von der Musik, um die es dabei eigentlich nur geht, muss man dabei kaum anfangen, denn die ist natürlich ebenso dauerhaft am Start, wie der Rest: Vom Nussknacker über Jingle Bells werden lauter alte sowie neuere Weihnachtstracks geballert, dass es eine wahre Freude ist. Darum, meine Extraregel #1 für ganz Harte: Immer trinken, wenn irgendwie erwähnt/gezeigt wird, dass Weihnachten ist, immer wenn irgendwas aus der Richtung vorkommt, dazu brauch man dann eigentlich nur noch eine andere Regel...

Amber wanders around the castle like a lost dog

Diese Regel hat zwar tatsächlich nur für eine handvoll Schlücke gesorgt, ist aber trotzdem eine schöne Beobachtung: Die Unbedarftheit unserer lieben Amber ist wirklich putzig.

Anyone mounts or dismounts a horse

Selbsterklärend, statt die Story voranzutreiben wird gerne und ausführlich durch verschneite Landschaft geritten. Das sieht schön aus und ist natürlich mit Weihnachtsmusik unterlegt, aber lässt drehbuchtechnisch wirklich mal wieder einige Fragen aufkommen.

Someone is hit with a snowball

Was "The Room" sein Baseball ist, das sind hier die nicht enden wollenden, sexy Schneeschlachten mit Dauerfeuer, einer ganzen Horde Kinder und natürlich Weihnachtsmusik und show-off-potential - Trink, trink, trink!

Drink 3 times whenever

There’s a shot of the castle
Amber breaks something
Amber and Richard are about to kiss but it’s interrupted
They successfully kiss

Additional Rule

If anyone can guess what will happen next they can shout it out. If they are correct every other player drinks.


Dieser ganze letzte Abschnitt es ist es dann letztendlich, der das Trinkspiel hat mächtig werden lassen - und den Film somit deutlich besser, unterhaltsamer, erträglicher. Denn einen shot vom verschneiten, hart dekoriertem Schloss gibt es alle paar Minuten wieder, die Idee von "Comedy" des Films ist halt in etwa der plumpe "Haha es geht was kaputt Amber ist so relatable weil die macht auch Fehler haha wie peinlich"-Humor, den man erwartet und die letzten drei Regeln gehen dann Hand in Hand, weil man fast immer beim Setup schon sagen kann: "Jap, die werden sich fast küssen/küssen" und es dann auch einfach stimmt, spannende Wetten bei mehreren Mitguckern inklusive^^
Was uns bei der Sichtung aber vorallem aufgefallen ist, das ist dass man den Film auch ganz einfach nur mit zwei Hauptregeln spielen könnte ohne den ganzen Rest, da hier so penetrant und offensichtlich agiert wurde, dass man nicht einmal so viele Details braucht:

- Regel 1, wie gesagt: Immer, wenn in irgendeiner Form Weihnachten vor kommt
Und dann noch, Regel 2: Immer wenn der Vater, King Richard, erwähnt wird.
Denn fml einer der Hauptcharaktere dieser Weihnachtsromcom ist einfach tot, da in jedem verdammten Dialog nur darüber geredet wird was der tolle King alles beigebracht, vererbt, gemacht, getan, gedacht und so weiter hat.

Nach den wohl generischsten und berechenbarsten 90 Minuten in letzter Zeit endet "A christmas prince" dann jedenfalls in genau dem Kitschhimmel, mit genau dem Finale, wie man es erwartet hat - wer noch nie eine Romcom gesehen hat, leicht zu beeindrucken ist und sich diesen dauerhaften Weihnachtsoverkill einfach geben will, der kann sich vielleicht ernsthaft in den Film vergucken, ihn unterhaltsam finden oder sonstwas, unironisch. Aber für alle anderen, und das ist wohl die Mehrheit, ist "A christmas prince" einfach ein unfassbar altbekannt konstruierter, unlogischer Kitschfilmblödsinn, der nur durch seine Bündelung an Tropen, die Vorhersagen was die nächste Szene angeht, die richtig misslungenen Versuche, witzig zu sein und ordentlich Alkohol unterhaltsam wird - freundinnentauglicher Totaltrashunfall, die ultimative Romcomfarce.
Schwindelerregend. 7,5/10 Trash/Spaßpunkte und 5/5 Zuckerstangen

7/10
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Kommentare

08.01.2018 18:34 Uhr - NoCutsPlease
3x
DB-Helfer
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Deine Kritik liest sich für mich wie eine Gemeinschaftsarbeit von Sheldon Cooper (Redefluss ohne Ende) und Marc Terenzi (Denglisch der Marke "Du bist so deep in my heart, das ist sowas von concrete..."), aber das ist eben dein Stil und auch der hat ja bekanntlich seine Follower.

09.01.2018 00:29 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 15
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 3.701
Lass mich raten, den musstest du dir entweder noch unter dem Drogeneinfluss Gefühl von I Melt with you oder aber nach Ilsa angeschaut haben um wieder was normales gesehen zu haben

Für mich persönlich genauso "wertvoll" wie wenn man aus einem Actionfilm eine zwanghafte Lovestory machen will, nur das dein Review ein eindeutiger Leitfaden zum Saufspiel darstellt, der sich besser auf Facebook neben der Reklame gemacht hätte, weswegen du ja auf ihn gekommen bist

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