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Bright

Herstellungsland:USA (2017)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Drama, Fantasy, Krimi, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,68 (19 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

In einer alternativen Realität leben magische Gestalten unter uns und 2 Cops werden auf den Straßen von L. A. in prophezeite Straßenkämpfe hineingezogen. Mit Will Smith. (Netflix)

eine kritik von tschaka17:

Lassen Sie das Ding fallen oder ich schieß' Ihnen in die Fresse!

Ach ja, die lieben Kritiker. Denen gefällt Bright generell nicht sonderlich gut, dem Publikum hingegen macht die Netflix-Produktion ordentlichen Spaß. Natürlich auch nicht allen Zuschauern, Geschmäcker sind eben verschieden. Ich für meine Wenigkeit hatte... Spaß. Ja, der Streifen hat einige Probleme, aber insgesamt ist er verdammt unterhaltsam.

Das Grundszenario einer Welt, in welcher Menschen und übernatürliche Wesen wie Feen, Elfen oder Orks zusammenleben, ist wirklich interessant. Zwar entwickelt sich daraus "nur" ein Buddy-Cop-Movie, dieses lebt aber von seinen Schauspielern und der genialen Inszenierung. Die Jagd nach dem Zauberstab ist da eher Nebensache. Besonders die Einbindung realer und relevanter Themen wie Rassismus gefällt und sorgt für Tiefe. So steht Nick Jakoby als Ork-Mischling immer wieder zwischen den Fronten und gehört auf keiner Seite dazu. Offene Anfeindungen und subtile Maßnahmen erschweren dem netten Kerl das Leben. So erinnern viele Szenen an die wirkliche Welt, in ihren unmenschlichen und oft bösen Handlungsweisen. Jedoch ist Bright kein Moralapostelstreifen, besagtes Randthema ist gut eingearbeitet, dominiert aber nicht.

Wo die Story versagt haut der Cast ordentlich raus. Will Smith als menschlicher Polizist, der eigentlich keinen Ork-Cop als Partner will überzeugt auf ganzer Linie. Sein Familienhintergrund wird zwar nur kurz, dafür aber sehr herzlich beleuchtet. Er muss mit den üblichen Problemen kämpfen, zudem noch in einer Welt voller Magie und Korruption. Dabei steht sein Überleben für ihn immer an erster Stelle. In Actionszenen wirkt Smith fit wie ein Bad Boy, der musste jetzt einfach sein ;) An coolen Sprüchen mangelt es auch nicht, da sind richtig dicke Dinger mit von der Partie und ab und an musste ich schallend lachen. Jedoch verliert Smith nie seine Menschlichkeit und besonders sein gesunder Moralkodex beeindruckt den Zuschauer. Zur Seite steht im als Ork-Cop Joel Edgerton. Wo Smith schon gut ist legt Edgerton noch eine Schippe drauf. Seine schwierige Lage ist ihm bewusst, er möchte eigentlich niemandem zur Last fallen und ist doch stolz auf seine Herkunft. Ehrlich und rechtschaffend ist er einfach ein sympathischer Kerl. Ok, streichen wir die letzte Szene. Dazu später mehr.

Die Inszenierung von Bright ist allerfeinste Sahne. Schon die Credits zu Beginn, mit der Stadt und den Graffitis, unterlegt mit einem Hammersong bringen den Zuschauer in Stimmung. Der Look ist sehr cool und das Bild stechend scharf. Wackelkamera sucht man hier vergebens, es gibt eine ruhige, übersichtliche Kamera und einige ungewöhnliche Bilder. Einen Slow-Motion-180°-Dreh bei einer Actionszene habe ich so noch nie gesehen: Innovativ, gut umgesetzt und richtig cool! So fängt die Kamera die vielen, sehr detailreichen Settings perfekt ein und bringt einem die Welt von Bright näher. Musikalisch hat man sich für einen recht hippen Soundtrack entschieden. Die Auswahl und Platzierung der Tracks ist perfekt, jedoch ist die Abmischung relativ leise. So geht manch cooler Sound etwas in der Bilderflut verloren. Schade.

Zwangsläufig fragt man sich bei offensichtlichen Paralellen zu Bad Boys, wie es denn mit der Action steht. Sehr gut! Einzig die Autoverfolgungsjagd endet zu schnell und ist insgesamt arg unspektakulär, ansonsten gibt es neben etlichen Spannungsbögen heftige, brutale Schießerein. Zwischendurch hetzten die Hauptcharaktere ein wenig durch die Stadt, dies bringt zusätzliche Dynamik rein. Die Effektlage ist top, das eingesetzte CGI ist vom Feinsten und einige handgemachte Effekte sind ebenfalls zu finden. Härtetechnisch tritt der Streifen nicht auf die Bremse: Hier wird realistisch gestorben, aber eben öfter auch ziemlich blutig. So 'ne Schrotflinte klatscht dich schon mal gegen die nächste Wand. Nice!

Bei all dem Lob über den Cast, die Inszenierung die gelungene Action sollte man die Kritikpunkt jedoch nicht ignorieren. Die Geschichte ist, trotz ihres interessanten Rahmens, nicht originell oder gar unvorhersehbar. Besonders die letzte Viertelstunde fällt massiv ab. Ist das Finale nur noch passabel, sind die folgenden Minuten pures Fremdschämen. Was das sinnlose und einfach nur peinliche, ja sogar nervige Geschwafel im Krankenhaus sollte, keine Ahnung. Anschließen tuen sich ein 0815-Abschluss und der übliche Remember-Moment zum Credits-Einleiten. Ne, die letzten 15 Minuten sind leider rechter Käse. Unrühmlich und unnötig für den unterhaltsamen Rest. Dass Regissuer David Ayer besser kann hat er oft bewiesen, genannt seien nur Herz aus Stahl, Street Kings oder der geniale End of Watch.

Anschauen? Auf jeden Fall! Bright ist ein spaßiges Bud-Cop-Movie mit starkem Cast, geilen Sprüchen und ordentlich ordentlicher Action. Die Inszenierung ist extrem gelungen und täuscht über manche Schwächen des Scripts hinweg. Doch nicht über alle, denn die 117 Minuten Laufzeit sind manchmal etwas zäh und die Story ziemlich mau. Leider haut auch das schwache Ende noch einmal dick in die Magengrube. Trotzdem überwiegt der Entertainment-Faktor und den angekündigten 2. Teil werde ich defintiv sichten.

Solide 7/10

"Wir hätten zur Feuerwehr gehen sollen." - Wäre auch spannend geworden! :D

7/10
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Kommentare

15.01.2018 15:55 Uhr - UncleBens
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Interessante Kritik! Ich selber empfinde "Bright" gar schwächer als Suicide Squad, auch wohl beide Filme den gleichen Regisseure hatten. Der Film hatte teils miese Effekte, oftmals empfand ich die Dialoge als übel und die Inszenierung ist auch keine 100 Mio Dollar Wert. (Oder hat der noch mehr gekostet?!) Mit "Bright" hat sich Netflix mMn aber keinen gefallen getan

15.01.2018 21:17 Uhr - TheRealAsh
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Ich finde den auch sehr unterhaltsam. Bei deinem wertungssystem ist das ja auch gut. Ich gebe eine gute 8

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