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Insanity667
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XP 1.485
Eintrag: 12.01.2018

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Charade

Herstellungsland:USA (1963)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Komödie, Liebe/Romantik, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,25 (4 Stimmen) Details
inhalt:
Reggie Lampert beschließt im Skiurlaub, sich von ihrem reichen, aber undurchsichtigen Ehemann zu trennen - eine Entscheidung, die ganz unabhängig von ihrer Bekanntschaft mit dem smarten Peter Joshua fällt. Trotz allem ist sie schockiert, als sie nach ihrer Rückkehr erfährt, dass ihr Mann ermordet wurde. Noch entsetzter ist sie fast darüber, dass er davor noch Zeit hatte, die gemeinsame Wohnung aufzulösen. Reggie steht vor dem Nichts. Zudem wird sie von drei finsteren Beerdigungsgästen verfolgt, die das Geld einfordern, das ihr Mann sich unter den Nagel gerissen haben soll. Ein Glück, dass ihr Peter Joshua mit Rat und Tat zur Seite steht. Aber kann sie ihm auch wirklich trauen?
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von insanity667:

Reggie: Hat Shakespeare nicht gesagt: "Fremde die sich in fernen Landen kennenlernen, sollten danach trachten, sich wiederzusehen"?

Peter: Sowas hat Shakespeare niemals gesagt...

Reggie: Woher wissen sie das?

Peter: Weil's schlecht ist! Das haben sie gerade erfunden...

Stanley Donen dürfte vor allem Freunden von Musicalverfilmungen aus den 1950er Jahren ein Begriff sein. Im Auftrag von MGM entstanden (oftmals in Kooperation mit dem legendären Broadway-Choreographen Gene Kelly) Filme wie "Heut’ gehn wir bummeln" aka "On the Town" von 1949, "Königliche Hochzeit" von 1951 und schließlich Donens endgültiger Durchbruch "Du sollst mein Glücksstern sein", wohl besser bekannt als "Singin' in the Rain", aus dem Jahr 1952. Fortan verdingte sich der Regisseur vornehmlich Liebeskomödien, oftmals in Kombination mit Gesangs und Tanzeinlagen wie dem 1957 entstandenen "Ein süßer Fratz", bei dem er zum ersten mal mit Audrey Hepburn zusammenarbeitete. Auch mit Cary Grant sammelte Donen 1958 mit "Indiskret" und 1960 mit "Vor Hausfreunden wird gewarnt" erste positive Erfahrungen. 1963 war es dann soweit, nach dem unglaublichen Erfolg von Alfred Hitchcocks "Der unsichtbare Dritte", in dessen Fahrwasser ja ganze Franchises entstanden, Hepburn und Grant in der Thrillerkomödie "Charade" zu verkuppeln.

 

Nach ihrer Rückkehr aus dem Skiurlaub nach Paris erfährt die junge, attraktive Reggie Lampert vom grausamen Mord an ihrem Ehemann Charles, zu dem sie allerdings nie wirklich ein besonders inniges Verhältnis pflegte und ohnehin die Scheidung anstrebte. Nachdem die ehemals gemeinsame Wohnung der beiden dahin ist, wird sie von ihrer smarten und charismatischen Urlaubsbekanntschaft Peter Joshua in einem Hotel untergebracht. Schon bald erfährt sie, dass ihr verstorbener Gatte in düstere Machenschaften verwickelt gewesen sein muss und vor seinem Abgang 250.000 $ hat verschwinden lassen. Verfolgt von drei zwielichtigen Gaunern und einem noch suspekteren CIA-Agenten muss sie zusammen mit Peter nun das verschwundene Geld wiederbeschaffen, damit es ihr nicht auch noch an den Kragen geht...

 

Peter Stone ("Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123", "Die 27. Etage", "Arabeske") brachte hier als Drehbuchautor eine wahnsinnig frische, heitere und wendungsreiche Thrillerkomödie zu Papier, die anderen Werken aus diesem Zeitraum in nichts nachsteht. Dabei wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass die beiden Hauptdarsteller ihr komödiantisches Potenzial voll ausspielen können (Stichwort: Screwball-Comedy) aber auch die Handlung effizient voranbringen, ohne sich in Albernheiten zu verhaspeln. Nach einer recht kurzen, aber witzigen Einführung bleibt dem Zuschauer dann kaum noch Zeit zum Durchatmen, entweder weil es tierisch spannend und rasant zugeht, oder weil man vor Lachen einfach nicht mehr kann. Bei dieser Achterbahnfahrt geht allerdings auch viel Logik über Bord (man denke da nur mal an die schräge Trauerfeier oder den vollkommen neben der Spur laufenden Inspektor, der es nichtmal komisch findet, dass jemand im Bett ertrunken zu sein scheint), das juckt am Ende aber nicht weiter, da dieses Sammelsurium an verrückten und knallbunten Ideen so gut unterhält, dass man überhaupt keine Zeit hat, um sich über irgendetwas aufzuregen. Einziges Manko wäre hier vielleicht das Verbrechertrio, wechles zwar aus amüsanten und nicht zuletzt interessanten Charakteren besteht, insgesamt aber weniger bedrohlich wirkt als in mancher Situation erforderlich. Ob Donens "Charade" dann am Ende nun ein spannender Spionagethriller ist, der mit einer Überportion frechen Humor angereichert wurde, oder eine Komödie, die ganz nebenher die Spionagethriller-Schiene fährt, darf der Konsument dank der raffinierten Erzählweise (Spannungsmomente wechseln sich regelmäßig gekonnt mit lustigen Einlagen ab) sogar für sich selbst entscheiden. 

Audrey Hepburn ("Ein süßer Fratz", "Frühstück bei Tiffany", "Warte, bis es dunkel ist") legt hier, mit ihrer unverwechselbar verrückten und charmanten Art, eine unglaublich tolle Leistung als quirlige Witwe Regina "Reggie" Lampert hin, die durch das Ableben ihres Mannes in ein Spiel um Leben und Tod gerät und sich von nun an finsterer Geheimdienstmachenschaften und einer Bande von Verbrechern erwehren muss. Ihr einziger Lichtblick ist der charismatische und hilfsbereite Peter Joshua, wunderbar humorvoll und feinfühlig gespielt von Cary Grant ("Über den Dächern von Nizza", "Der unsichtbare Dritte"), der als einziger wirklich auf ihrer Seite zu stehen scheint, jedoch auch die eine oder andere Leiche im Keller hat. Wesentlich zwielichtiger gibt sich der CIA-Bürokrat Hamilton Bartholomew, ebenfalls genial dargestellt von Walter Matthau ("Einsam sind die Tapferen", "Die Kaktusblüte", "Ein verrücktes Paar"), der Reggie geradezu verdächtig drängt, die verschollenen Moneten wieder aufzutreiben. Seine wahren Motive bleiben jedoch lange im Dunkeln verborgen. Ganz unverfrohren böse sind hier dagegen Oscarpreisträger George Kennedy ("Der Unbeugsame", "Die 27. Etage", "Die nackte Kanone") als etwas dümmlicher Eisenkrallen-Schurke Herman Scobie und dessen Partner Tex, gespielt von James Coburn ("Die glorreichen Sieben", "Steiner - Das eiserne Kreuz") sowie Gideon, dargestellt von Ned Glass ("West Side Story", "Der letzte Zug"). Damit ist "Charade" bis in die kleinste Nebenrolle hochkarätig besetzt und überzeugt auf Seiten der Akteure in allen Belangen.

Inszenatorisch darf man sich hier an der äußerst stilvollen Kameraarbeit von Charles Lang ("Warte, bis es dunkel ist", "Salome", "Der Regenmacher") und den wunderschönen Kulissen der "Stadt der Liebe" erfreuen. Die absoluten Highlights dürften dabei wohl ein nervenzerfetzender Kampf auf einem Hoteldach, ein wunderschön fotografierter Spaziergang an der Seine, samt romantischer Bootsfahrt, und der spannende Showdown im Palais-Royal darstellen. Die Präzision und Finesse, mit der die genretypischen Stilmittel hier zum Einsatz kommen (z.B. ungewöhnliche Kamerawinkel oder ausgefallene Schnitt/Gegenschnitt-Kombinationen), erinnern dabei wohl nicht nur zufällig an Filme wie "Der unsichtbare Dritte" oder "Über den Dächern von Nizza". Für die musikalische Untermalung sorgt hier kein geringerer als Henry Mancini ("Der rosarote Panther", "Arabeske", "Der unheimliche Besucher"), überwiegend mit beinahe schon unverwechselbaren Swing&Jazz-Tönen, die wunderbar zu dieser verrückten Gaunergeschichte passen, aber in Spannungsmonenten auch mal mit der orchestralen Keule. Mancini wurde mit "Charade" 1964 in der Kategorie "Bester Titelsong" für den Oscar nominiert. Die Opening-Credits wurden von Maurice Binder, der ebenfalls für sämtliche Titelsequenzen des Bond-Franchises von 1962 bis 1989 verantwortlich war, gestaltet.

"Charade" kam am 13. Dezember 1963 erstmals in die deutschen Kinos. Bis zu seiner TV-Premiere 1974 (und auch auf einigen späteren Heimkinoveröffentlichungen) trug der Film das blaue 16er Siegel der FSK, welches mittlerweile durch das FSK 12 Siegel ersetzt wurde. Aufgrund eines Copyright-Fehlers entfielen hier die Urheberrechte und somit läuft der Film unter "Public Domain" (zumindest in den USA, da es in Europa nicht 1:1 mit der Gemeinfreiheit gleichzusetzen ist), das heißt "Charade" kann jederzeit von jedem, ohne Genehmigung oder Zahlungsverpflichtung, zu jedem Zweck verwendet werden. Dumm nur, dass die Qualität dabei so gut wie immer auf der Strecke bleibt. Dafür gibt es seit 2012 aber zum Glück die Concorde Blu-Ray für weniger als 'nen 10er und für März 2018 ist sogar eine Neuauflage geplant! 

 

Fazit:

Ein Review der Superlativen, meinetwegen. Aber "Charade" ist nunmal eine der besten Thrillerkomödien der 60er Jahre, daran lässt sich nur schwer rütteln! Wunderbare Schauspieler, eine gekonnte Inszenierung, eine Portion Spannung und natürlich viel Humor, mit Sahne obendrauf! Der objektive Filmfan kann hier gerne einen Punkt für die mangelhafte Logik und die etwas steif geratenen Bösewichte abziehen, ich tue das aber nicht, weil der Film trotz dieser Schwächen einfach nur hinreißend ist!

9/10 Punkte! 

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Kommentare

12.01.2018 17:59 Uhr - Dissection78
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Aaah, ausgezeichnet!

"Charade" ist in meinen Augen genial. Der kratzt bei mir an der 10er-Marke. Schaue ich seit dreißig Jahren mindestens einmal pro Jahr. Und selbst wenn er nicht mehr so spannend wie beim ersten Mal ist, so ist er doch immer wieder unglaublich amüsant, unterhaltsam, sehenswert, gerade weil er auf mehr als einer Ebene funktioniert. Neben dem von Dir erwähnten "Über den Dächern von Nizza" ist das DIE elegant-perfekte Mischung aus Krimi/Thriller und Screwballkomödie. Ein toller Sonntagnachmittags-Gute-Laune-Film.

Mit Grace Kelly beim Feuerwerk an der Riviera, mit Eva Marie Saint in einem Zugabteil, mit Audrey Hepburn beim Engtanz in Paris... Cary Grant war schon ein glücklicher Schwerenöter :)

12.01.2018 18:05 Uhr - sonyericssohn
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Puh, da hat jemand aber wieder die Keule ausgepackt. Respekt !
Wohin soll das noch führen... ;-)

12.01.2018 18:16 Uhr - Insanity667
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Vielen Dank ihr beiden!

@Dissi
Besser hätte man es nicht ausdrücken können! :P Was schreib' ich überhaupt so lange Klopper? Und Grant war beneidenswert in dieser Hinsicht, das stimmt. Aber nicht zuletzt war er halt auch ein großartiger Schauspieler, den ich sogar noch ein Stück vor Jimmy Stewart sehe...

@lieblingssony
Trostpflaster! :)
Tja, wenn ich wüsste wo das noch hinführen soll... *am Kopf kratz*

12.01.2018 18:24 Uhr - TheRealAsh
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Supergut, Insanity, Film wie Review sind hervorragend. Den muss ich mir auch mal wieder anschauen. Und juhu, schon wieder kenne ich einen Film, den du reviewst, es ist noch nicht alles verloren;-)

12.01.2018 18:30 Uhr - Insanity667
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Danke Ash! :) Grüße aus der Waldhütte sind mir immer eine besondere Ehre!

12.01.2018 18:24 Uhr schrieb TheRealAsh
...schon wieder kenne ich einen Film, den du reviewst, es ist noch nicht alles verloren;-)


Wart's ab! :P

12.01.2018 18:34 Uhr - Necron
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Also bei Komödien bin ich ja immer sehr, sehr vorsichtig. Aber das hier klingt recht vielversprechend und selbstverständlich 1A besprochen wie gewohnt. :)

12.01.2018 18:41 Uhr - Intofilms
3x
'Hinreißend', lieber Insanity, ist auch diese Rezi. Wie schaffst du es nur, so produktiv zu sein - auf diesem konstant hohen Niveau?! Unbegreiflich, unheimlich... Aber mach' nur immer schön weiter so! ;D
Ja, leichtfüßige Comedy und großes Spannungskino gehen hier eine zauberhafte Verbindung ein, die jeden sofort um den kleinen Finger wickelt. Es gibt kein Entkommen!
"On the Town" und "Singin' in the Rain" waren erst kürzlich wieder dran. Jetzt wäre es mal wieder Zeit für "Charade"!
Von mir gibt's eine aufgerundete 10.
Ganz großes Dankeschön an dich! :D

Ich persönlich sehe Jimmy Stewart klar vor Cary Grant! Aber kleine Meinungsverschiedenheiten gibt's in jeder guten Ehe. ;)

12.01.2018 18:45 Uhr - TheRealAsh
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12.01.2018 18:30 Uhr schrieb Insanity667
Danke Ash! :) Grüße aus der Waldhütte sind mir immer eine besondere Ehre!

12.01.2018 18:24 Uhr schrieb TheRealAsh
...schon wieder kenne ich einen Film, den du reviewst, es ist noch nicht alles verloren;-)


Wart's ab! :P


Bitte keine Drohungen, ich hab doch so ein zartes gemüt

12.01.2018 20:06 Uhr - Insanity667
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Dankeschön für das weitere Feedback! :)

@Necron
Du machst hier definitiv nix verkehrt, wenn du meinem "Leitfaden" durch die vergangenen Reviews gefolgt bist! :)

@IntoCharade
Ich sag's ja immer wieder: Du und deine Kommentare sind pures Gold! :)
Damit hast du auch die Antwort auf die Frage, woher ich die Motivation nehme, mein Niveau zu halten! Aus eurem Feedback!

Und Grant is besser, ätsch... :P Jetzt wirf aber nicht wieder mit Geschirr!!!

@Ash
Muahahahhaahah merk dir meine Worte! :P

12.01.2018 20:24 Uhr - Intofilms
1x
Ich hab's nicht anders verdient. Zu sagen "klar" besser, ist wirklich zu forsch! Das gute Geschirr...
Dabei rangiert der großartige Cary Grant bei mir doch auch ganz weit oben! -
Ich habe übrigens kürzlich erstmalig "Die Nacht vor der Hochzeit" gesehen. Und dort agieren die beiden ja Seite an Seite (ein wundervolles Duo!) und buhlen auf recht unterschiedliche Weise um die Gunst der göttlichen Katharine Hepburn (die größte Schauspielerin aller Zeiten?). Da hatte es sich mir eben aufs Neue bestätigt, dass ich Stewart noch ein kleines bisschen besser finde als Grant. Freilich, gegen die Hepburn können alle beide einpacken. Die spielt hier nämlich überirdisch!

12.01.2018 20:33 Uhr - Insanity667
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Dann will ich mal das Geschirr wieder in den Schrank räumen und mir den mal ganz frech auf die Liste packen, den kenne ich nämlich, Schande über mich, noch nicht! :) Vielleicht kommen wir ja wieder auf die Straße der Harmonie zurück! :P

12.01.2018 20:35 Uhr - Tom Cody
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Eine hervorragende Rezension zu dieser wunderbar eleganten, spannenden und witzigen Thriller-Komödie aus den "Swinging Sixties" (okay, strenggenommen spricht man erst ab Mitte der 60er davon, aber was soll's).

Da ich sowieso gerade auf dem Gary Grant-Trip bin, habe ich (nachdem mich deine 100%ig zutreffende Kritik mal wieder an den Film erinnert hat) kurzerhand ein 2. Fenster mit „amazon“ geöffnet und flugs die Blu-ray bestellt. Da muss ich jetzt auch nicht auf die Neuauflage vom 30.03.2018 warten :-)

Oha…das ist aber ne schwere Frage, Stewart oder Grant! Ich würde sagen, das hängt ganz vom Film und Genre ab. In Rollen wie dieser hier, in „Der unsichtbare Dritte“ oder Komödien wie „Leoparden küsst man nicht“, „Ich war eine männliche Kriegsbraut“ oder „Unternehmen Petticoat“ war Grant einfach unschlagbar und hatte definitiv die Nase vorn.

In den großartigen, psychologisch komplexen Western eines Anthony Mann, John Fords oder Delmer Daves und dramatischen Filmen wie „Der Flug des Phoenix“, „Vertigo“, oder „Anatomie eines Mordes“ würde ich sicherlich Stewart vorziehen.

Hat hier eigentlich mal jemand das (nicht besonders gelungene) „Charade“-Remake „Die Wahrheit über Charlie“ gesehen? Herrlich fehlbesetzt mit Mark Wahlberg (den ich ja sonst ganz gerne sehe), Thandie Newton und Tim Robbins? Nicht wirklich empfehlenswert.

12.01.2018 20:41 Uhr - Insanity667
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Dankeschön Tom!

Auch für die wunderbaren Ergänzungen, das hilft mir vielleicht, bei einer Einigung mit Intofilms! Du hast vollkommen recht, dass es mit Sicherheit sehr darauf ankommt, in welcher Rolle/Genre man unterwegs ist! :) Aber allein die Tatsache, wie schwierig sich die Frage gestaltet, lässt ja schon vom weiten erkennen, was Stewart und Grant zu ihrer Zeit für Giganten waren!

Das Remake kenne ich nicht, so wie du es beschreibst, hab' ich da wohl auch nicht zu viel verpasst! :)

12.01.2018 20:47 Uhr - NoCutsPlease
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Diesen Film habe ich auf jeden Fall nicht in der Sammlung und meines Wissens nach überhaupt noch nie gesehen.
Die starke Kritik vom Wahnsinnigen und die positiven Stimmen der Kommentare haben mich jedenfalls sehr hellhörig werden lassen! ;)

12.01.2018 21:19 Uhr - Insanity667
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Dankeschön NoCharadePlease!
Freut mich sehr, dass ich dich mal wieder neugierig machen konnte! Die letzten Filme hast du ja alle schon gekannt. "Charade" ist übrigens immer mal im Angebot bei Prime, oder im Abo des Studio Universal Classics Channel (zusammen mit vielen anderen schweinegeilen Klassikern der 50er und 60er) enthalten.

13.01.2018 18:33 Uhr - Punisher77
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Da hast Du mal wieder ein hervorragendes, interessantes und unbedingt lesenswertes Review rausgehauen!

Den Film kenne ich leider nur dem Namen nach, aber Dein Review klingt so, als müsste ich schnell mal wieder eine meiner vielen filmischen Wissenslücken stopfen ;-).

13.01.2018 22:10 Uhr - Insanity667
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Danke Puni! Ich denke, mit dem machst gerade du absolut nix verkehrt! Kannst du dir bedenkenlos mal gönnen! :)

14.01.2018 07:35 Uhr - leichenwurm
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Schon wieder so ein mordsmäßig gutes Review ! Meine Güte... wo soll das noch enden ;-)) ! "Charade" hab ich nie gesehen, der Titel ist mir aber schon oft begegnet... u.a. im Zusammenhang mit "The Truth about Charlie" mit Mark Wahlberg, der wohl ein Remake von "Charade" sein sollte (aber ordentlich in die Hose ging ;-)). Wie dem auch sei... eigentlich ist das hier gar nicht mein Genre... dein Review liest sich trotzdem vielversprechend. Ma sehen... bei Gelegenheit schau ich hier evtl ma rein :-) !

14.01.2018 09:19 Uhr - Insanity667
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Dankeschön Würmli!
Naja, Thrillerkomödien sind halt nicht jedermans Genre, ist doch kein Problem!
Wenn das Review aber unterhalten oder sogar zur Sichtung angestiftet hat, ist doch alles in Butter! :D

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