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Amityville 3

Originaltitel: Amityville 3-D

Herstellungsland:USA (1983)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Horror
Alternativtitel:Amityville: The Demon
Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,77 (13 Stimmen) Details
inhalt:
Die Familie Baxter zieht in das sagenumwobene Amityville Haus. John Baxter ist ein erfahrener Journalist und versucht, den schaurigen Mythen auf die Spur zu kommen. Seine Zweifel an den Gruselgeschichten um sein Haus verschwinden bald, denn es kommt zu grauenhaften Zwischenfällen. Schließlich geraten John und seine Familie immer mehr in tödliche Gefahr. Man versucht, durch parapsychologische Methoden hinter das dunkle Geheimnis zu kommen, das im Gemäuer verborgen liegt. Der düstere Verdacht, dass sich im Keller des Hauses ein Tor zur Hölle versteckt, scheint sich zu bewahrheiten...
eine kritik von :
Eigentlich ist Amityville 3 so gesehen ein akzeptabler und atmosphärisch solider Gruselfilm, der wenn er nicht als dritter Teil der Amityville-Spielfilmreihe gelten würde, wesentlich bessere Kritiken geerntet hätte. Der 2006 in Kalifornien im Alter von 89 Jahren verstorbene Regisseur unter anderem von dem Sandalenfilm Barabbas mit Anthony Quinn von 1961 oder dem Charles Bronson-Film Das Gesetz bin ich, Richard Fleischer, der wohl eher durch seinen Film Conan – Der Zerstörer mit Arnold Schwarzenegger den Leuten etwas sagen wird, versucht leider auf die Amityville-Welle aufzuspringen und einen dritten Teil zu kreieren. Meiner Ansicht nach hätte er den Film unter einem anderen Namen in einem weniger bekannten Haus drehen sollen, dann wäre er vielleicht besser angekommen.

Welcher Name hier natürlich sofort jeden ins Gesicht springt ist der von Meg Ryan, die Amityville 3 Bild 2unter anderem neben Dennis Qauid in Die Reise ins Ich oder später mit Tom Hanks in e-m@ail für Eich vor der Kamera stehen sollte. Meg Ryan war bei den Dreharbeiten zu Amityville 3 zwar schon 22 Jahre alt, wurde aber auf Grund ihres jugendlichen Aussehens für die Rolle der Freundin von Susan engagiert, die sie in Amityville 3 auch recht sympathisch und frisch herüber bringt – auch wenn das viele Kritiker anders sehen. Die anderen Schauspieler wie Tony Roberts (Radio Days), Candy Clark (Der Blob), Robert Joy (Resurrection – Die Auferstehung) oder Tess Harper als Baxters Ex-Frau und Lori Laughlin als Susan Baxter machen in ihren Rollen für einen Gruselfilm eine recht annehmbare Figur, wirken keineswegs übertrieben oder gar klischeehaft.

Allein die Jury des Fantasporto in Portugal, die Amityville 3 als besten Film und Fleischer als dessen Regisseur für den internationalen Fantasy Film Award nominierten erkannten schnell, dass man auch diesen Film eher als selbstständigen Gruselfilm anstatt als 3. Teil betrachten muss, um dessen Gruselflair und Charme zu würdigen, während der Film an sich eher negative Kritiken bekam, da man ihn wieder einmal dummer Weise mit dem ersten Amityville Horror von 1979 vergleichen tat, was wie beim zweiten teil Amityville 2 - Der Besessene ein großer Fehler ist.

Was mir persönlich gut an Amityville 3 oder sagen wir einfach mal an diesem Gruselfilm gefiel war, dass ähnlich wie bei Poltergeist mal endlich wieder die technischen Spielereien von Parapsychologen zu sehen sind. Viel zu wenige Filme gibt es, die so etwas aufgreifen und faszinierend und spannend umsetzen, da man natürlich bei einem Gruselfilm mehr mit der gruseligen Atmosphäre arbeitet, anstelle alles direkt dem Zuschauer vor die Nase zu setzen. Schade ist nur, dass eben diese gute Idee und Umsetzung in Amityville 3 doch eher gegen Ende erst auftaucht, aber dafür spannend und gruselig wirkt. Natürlich hat man ja als Zuschauer selbst immer wieder (bei jedem Film) selbst Ideen und Vorstellungen, wie man es selbst gern gemacht hätte, aber ich finde dass es in Amityville 3 durch aus gut gelungen ist.

Je mehr ich hier über den Film schreibe, desto mehr ärgere ich mich eigentlich, dass der Film den Titel: Amityville 3 trägt, denn ich muss den Kritikern recht geben. Viel gemein hat er mit Amityville Horror wirklich nicht mehr bis eben auf das Haus. Aber wir konzentrieren uns besser darauf, ihn NICHT als Fortsetzung zu betrachten.

Gut gefallen hat mir noch an Amityville 3 … ups, an dem Gruselfilm, dass hier wirklich viel Wert darauf gelegt wird, eine knisternde Gruselatmosphäre zu schaffen, die auch durch den Sound und vor allem durch gelungene Kamerafahrten und Einstellungen sowie nicht zu harte Schnitte vervollständigt wird. Auch wenn der Film Amityville 3 anfangs nur sehr schleppend in Gang kommt, so entschädigt einem die zweite Hälfte, die mir zumindest immer weider eine Gänsehaut bereitet, wobei man jetzt natürlich nicht den Fehler begehen darf, wenn man ihn schon als eigenständigen Film betrachten will, ihn an Poltergeist zu messen. Amityville 3 ist etwas völlig eigenes, was man auch an der Visualisierung des Geistwesens sehen kann, das meiner Ansicht nach leider viel zu Kurz eine Rolle spielt und bedauerlicher Weise in einem total fehlgeschlagenen Finale endet.

Es gibt in Amityville 3 wirklich gute Ansätze und vieles ist großartig gemacht worden, der Stimmungsaufbau und das Unheimliche können sich durchaus sehen lassen, aber das Ende ist leider völlig misslungen, da man doch wohl anscheinend unbedingt versuchen wollte, aus den Anfangs eigenem Stil zurück zum ersten Teil zu gelangen, was dann auch relativ plump wirkt, wenn nicht gar lieblos. Wieso man jedes mal am Ende das Haus zerstören muss, wo es doch schon zwei mal zuvor in die Luft flog und dann jedesmal wieder da ist, ist für mich ein Rätsel.

Aber abgesehen von dem ein oder anderen Markel hat der Film als selbstständiger Film durchaus seinen Reiz und Charme. Allerdings sollte man es vermeiden ihn nach dem ersten Teil anzuschauen. Vergesst am besten dass er eine dritte Fortsetzung ist! Bis auf die erst 2009 erschienene Fassung von Epix Media AG wurde der Film bisher nur geschnitten ab 16 veröffentlicht. Weder im deutschen Free-TV, noch auf VHS von RCA/Columbia sowie die andere DVD-Fassung von Marketing Film wurde er ungekürzt herausgebracht. Warum er ungeschnitten eine Freigabe von ab 18 erhielt, kann ich nicht sagen, da der Film meiner Ansicht zwar gruselig aber keineswegs brutal genug ist, um in der heutigen Zeit eine FSK ab 18 zu erhalten. Was es jetzt auch genau mit der 3D-Version auf sich hat, kann ich nicht sagen, da ich ihn nur als normalen Film gesehen habe.
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